Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 2010 (19.9.1924)
- Date
- 1924-09-19
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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r@8fc 4 . Wen,-FveiLatz -%■ Aussehenmegende SutdeckRAge» über die dumme» MW» md die gescheite» FM«. Otou: Piefke als Rassenpshchologe. In Berlin iglbt es noch tüchtige Leute. Das Geld liegt auf der und man braucht es nur anfzuhcken. Zum Beispiel durch den Bertauf von Broschüren, wie: „Das Li wes» leben des Kronprinzen", „Der Fall Haarmann oder das Wesen der homosexuellen Frage". Aber auch in der Kunst des Geldmachens «ms Lust, Dreck und Druckerschwärze gibt es Höchstleistungen. ^iu Schöneberger Winckelverleger erkannte das Gehemmis dieser Fabrikation: Ein roter Umschlag,'daraus die Zauberworte: «Warum Jude . . Geld . . Christ ... Preis 5 0 Pfennige" und das Bombengeschäft ist fertig. Dabei ist es gan; gleichgültig, ob und was hinter dem Titel: „Warum verdient der Jude schneller ntrd mehr Geld als der Christ" eigentlich steht. Dieses Heftchen wird gekauft: a) von allen Juden, b) von allen Antisemiten, c) von allen erfolglosen Erfolgsuchern, also den Schlemihls aller Nationen. In der Tat stcht in diesem „Buch", dessen Nachdruck meMvurdlgertveise Verbote« ist (gemeint ist wohl der geldmacherische Umschlag), absolut nichts drin. Der Verfasser erklärt sich für unparteiisch. Er macht dann die Entdeckung, daß der Jude geschäftstüchtig ist (was doch bereits vorausgesetzt war),' und er fordert „die Christen" auf, cs jenen nachzumachen. Die Analyse des Juden weist wissenschaftliche Züge ans. „Ter Jude ist von Natur aus impulsiv und macht, wenn er eimal den Kürzeren gezogen hat, seinem Herzen gerne in lausend fürchterlichen Flüchen Luft, wobei Moses und die Israelitell eine große Rolle spielen." Welche Charaktereigenschaften hat der .Jude? Da hören wir unter anderem, daß er sehr ^emousträtiv" ist, denn, so sagt der Verfasser, „er begleitet seine Ausführungen immer mir entsprechenden Handbewegungen". Welche Berufe suchen sich die Juden mit Vorliebe aus? Antwort: „Ganz besonders germ wendet er seine Tätigkeit der BellLidmrMndustrie zu. Wir fiMir aus diesem Grunde seht diele Juden in der Konfektion und auch in der Schühwarertbr«rnche vor. „Und schließlich, der Christ haßt den Juden, weil der Jude sich vom Christen nicht.unterkriegen und auch nicht reinlegen läßt." Was benötigt man zum Reichwerden? Allen, die es noch nicht gewußt haben: „Man benötigt dazu Intelligenz und große MÄH seligkeit". - Nun kommt noch) die in einer Berliner Kolportageschrist unvermeidliche erotische Note: ,,Der Jude liebt es sehr, in seinem Betrieb hübsche blonde Christenmädchen zu beschäftigen. Beweis: In dem Buche. „Die Sünde wider das Blut" wird ein Fall eryähll, wo ein Jude über 100 Kinder in die Welt gesetzt hat. Die Mütter dieser unehelichen ftiafo« waren in allen Fallen «»r blonde Christen. Der Vater der Kinder hatte es sich ziw Ausgabe gemacht, die Christen mit jüdischem Blui zu vermischen." Zum Schluß hat der Verfasser die Bescheidenheit, zu hoffen, daß Jd mancher wohl aus diesen Ausführungen eine Lehre gezogen haben wird", und der Verleger fügt hinzu (um den Raum einigermaßen auszufüllen), daß dieses Buch dazu angetan ist, einen großen Teil der heutigen Menschheit aus dem schlafarttgM Leben aufznrütteln und zu geistiger und körperlicher Arbeit anzuregen. Wieso wird allerdings nicht gesagt. ' Es ist anjunchmen, daß diese Schrift in der unübersehbaren Literaluk KM Judenfrage einen Ehrenplatz e-innchmen wird. Sie ist gämttch nicht einmal antisemitisch, sie ist n«r dumm. ES sieht leider so aus, als ob der Berl-sger zu jenen zählte, die wissen, wie man schnell viel Geld verdienen kann, daß «r sich ober «inen Verfasser bestellt hat, der zu den nebbich ewig Ausgeschlossenen gehört. Hoffen wir, daß er nttt dem aus der letzten Seit« angvWndigien und im gleichen Verlag erscheinenden Buch'. „Praktisches Bügeln" („dem Mst Fachleute viele net# Bügelmöglichkeiten entnehmen werden^ mchr Gluck hckben wird. ' Fredh, Me Srbschastrgeschichte a la „Horowih" Unisere Le!«r «fctwwsm sich noch an die märchenhafte Wb» schaftsgeschichte der FamAren Horvwi tz, die im Letzten Jahre diesseits uck> jenseits des Ozeans tote zahllosen Horowitz- FcmrRien aus ihrer Ruhe aufgchcheucht hatte. Nun ist in Naw-Aorik aberlirals eine ähnliche Legende «miftlättert, die seit mchreren Tagen än der amerikanischen Presse mbt allen Mitteln der »Ienisiation behandelt wird. Mrs. Harth Grünberg —7 so erzählen die Nsw-Aovker Blätter —, die in PhAckdeWia, 436 Jackson-Stkset wohnt, wich nach einmn Bischof, der vor 23 Jahren untWr1 Hmievlassmrg eines rissigen Vermögens in Sau. Fvancisw gestorben ist, «ine große Erbschaft erhalten. Die': Erbschaft hat — so wird versichert — die so'llgensde Vorgeschichte: Bor vielen Jahren waren im die -rwsisissche Ortschaft' N-ogrocewel Kosaken Ängedruingen. In diesem Dorfe lobten die Eltern der Frau Grüstberg, die Familie Mangold, die mit Violen Wideren jütoilschen Familien unter den PMitderungen der- Kosten ttiÄ zu leiden hatten. Als die Kosaken a!bzogen, schleppten sie auch den jüngeren BMder der Frau Grmtbcrg, Nachan Mawgolid, mit sich. Ein ganzes Jahr 'lang hörten die Eltern mchts von ihrem verschleppten Sohn. Eines Tages ikam endlich M Brief von chm, in welchem er die großen Qualen schildevt, 'die er von den Kchaken zn erleiden ihckbe, well er sich sträube, chren Wunsch, zur griechisch-ckachblischen Kirche -überzutreten, zu erfüllen. Seither fdjjffte jede Nachricht von dein Jungen. Die übrigen Kinder der FanMe wuchsen heran und zerstreuten .Wiener. Morgenzettnn^^''^^v^^^^ ,M Re letzte» (Radiodienst der .Miener London. 18. September. D e v i s e n s ch l u ß k u r L c: Wien 317.500, Prag 170, New-Pork U7% Paris 83,7?»/a, Brüssel 89,85, Nom 101,85, Zürich 23,67, Madrid 33,82'/,. Amsterdam ll,63*/4, Kopenhagen 26.35'/,, Christi ania 92,42'/,, Stockholm 86'/,, Helsingfors 178,50, Berlin 18,75, Athen 250 Bukarest 855. ' ■ v London, 18. September. Effektenkurse : Oesters reichische Anleihe 92, Tschechische Anleihe 102,50, Prager Anleihe 90.50, Skoda 91,—, Bankverein 7,8, Bodenkredit 18,—, Central Mining 11,2, General Mining 11,9, Diainonds 17,6, DebeerS 11,625, Mo Tinto 34,375, Royal Dutch 28,50, Shell 3,785. London, 18. September. Kleine Umsätze, wenig Variationen. Frcmzosen besser, Chinesen schwächer, Türkett erholten sich, Deutsche Anleihen auf dem gestrigett Niveau, Tabak, Petroleum, Zinnaktien besser. M e t a l l m a r k t. Kupfer Standart Kassa 62,5, dreimonatig 63,2,6, Elektrölit 66,10, Zinn Standart Kassa 285,10 dis 235.12.6, englisches Blei 34,5, ausländisches Blei 32,17,6 bis 32.7.6, ausländisches Messing 32.17,6. Zucker: London ruhig. Die Finna Tate und Lyle ermäßigte den Preis für britische Würfel um einen Schilling. Baumwolle: 13,63, Oktober 12,51, Jänner, 12.42, Marz 12,55, Mai 12,62. 11 Uhr: September 13.02, Oktober 12,59, Jänner 12,47, März 12,54. Mai 12,64, Oktober 12.63. Juni 12,51, März 12,63, Mai 12,66. 7000 Ballen Umsatz. Schluß September 12,94, Oktober 12,65, Juni 12,43. März 12,53. Mai 12,57. Aegyptische Ware. Schluß Noveinber 18,48, Juni 17,55. Paris» 18. September. Die Heutige Börse war wesentlich besser, die Käufe nahmen zu. die Kurse besserten sich. Zur,Be-, -lebung trug auch das Steigen der Devisen bei. Französische Renten litten unter deut Fall des Frattkett. Vankwerte konnten sich behaupten. Auch fran'Msche Elektrizitätswerte wäret: fest. Das Steigen der Devisen kam in erster Linie dem internationalen Mincmnaekte zugute, während der RusftmnaM schwächer blieb. Auch die Kulisse war gebessert. Der Wochen- .ausweis der Banque de France ergab weitere Rückgänge. Die Eescmtzirklulation beträgt 20,244 Millionen. Neue Vorschüsse an den Staat wurden nicht gewährt. Paris, 18. Septenrber. Wechselkurse: London 84,07, New-Iork 18,80, Holland 723,25, Prag 56,10, Bnkarest 0,85. Paris, 18. September. (Radio.) Efsektenschlußkurse: Banque de France —, Pragobanka 401,—, Credit Lyonais 15,56, Suez 14,620, Platine 844, Dabrowa 681, Banque Ottomane 810, Central Mining öl_-, Rio Tinto 28,95, Le Naphte russe 399, Succeried Egypte 1027, Cautschoucs sin 148,—, Chartere!» 66,60, Debeers ordin. 978,—, Goldfields 83,—, Huanchakas 329,—, Jägers Foutain 245.50, Nialacca ordin. 153,—, Maltzoff 449,—, Mexican Eagle 81,50, Padanq 79,—, Rand Fontain 372,50, Randunne 258—, Silva plaua 150,—. Tanganyika 166.50, Tubice soie 617Utah Cepper 1516. Shell 327,-, Royal Dutch 23,910, Burmah —, Bakott 26,40. Aew-Aork» 18. Septeinber. Effektenbörse Atchinson 105,—, Baltimore 62,375, Canadian Pacific 147,25, Cheasepeacke 86,—, Eari 28,75, Greath Northern 61,875 AUlwaukee 13,75, Northern Pacific 64,25, Union Pacific 139,76, United Steels 109,25, Royal Dutch 41,75, Southern Pacific 94,63. Aew-Vorll» 18. September. (Radio.) Devise ns chlußfittfe: Taggeld 2 bis 2V<%, Wechsel auf London 4.46„ 8^-Tagewechsel 4,48,26, Paris 5,32, Amsterdam 38,41, Prag 3,99-/., Berlin Schlußkurs 33-/«, Silber 69»/«. sich mach alletr Michttmigen idw Wett. Fvau Geünlbeug hewabste Mld tarn nach AmeoWa. Gme Schw-ofte-r, vie tz'leichfalls ge- HMoibet hatte, Meid in RnßlcM, zurück. Bor Migen Wochen mm ech'M Fr'an Grünheing von drefer Schwester «ein Gchvöiiben, im wölchöm sie ihr mttt-etUe, daß sie Nachrücht echälter: halbe, daß der vor 29 Jahren in San Fwnoisoo verstorbene Bischof MawgM) in stimem Testa-ment, daß auf issüt-en Wunisch erst jetzt eröffnet ivurde, betstttmnt halbe, daß sein Vermögen, das inKoifchen auf mehuer-e Millionen Dollar angewiachsen sei, an fsme jüdischen VevwaMen zu fallen halbe. Fvau Grmnibevg fuhr hdemuf nnverzügUch mä) WaGm>gwn, unierlb rettete bsi der obersten ErVscha!ftslbchörde ihre Nachweise für die VertvaMchaft urtd nrÄdete chren Anspmch Mf die EBschcht an, FrM Grünlberig ist Überzeutzt, daß ihr feinerzett von den Kosten igemMer Bruder dem Drängen feiner Peiniger schließlich nachgckb, zum griechiffch-kacho'l'ischen Glaubet: ülbevtrat und Geist- Wher wurde. So kam er nach Ameviika, .wo er zu Mer hohen geistlichen Würde gelangte und über reiche Einkünfte Verl« fügte. Kinder hat er nicht hinierlassetr. Dieser neue Eribschäftsfall hat, wie gesagt, in Amerika eine große Sensation geübt, die sich wahrscheinlich bald nach Rußland berlbrvttett und alle Familien MangM ersassett dünste. Es i&Tcliiöi nur ckb- Mvarten, ab dieser Erbschaftsgeschchte des Bffcho!fs MangM nicht schon in kürzsster Zeit das Schicksal der Legende des angMichen Bischofs Horowiitz beschieden sein wird. ki«e sadistische Mutter. B' r einigen Tagen wurde das Polizeikommissartat Äöbling durch eine anonyme Anzeige in Kenntnis gesetzt, daß der ^.jährige Max Gritsch von seiner eigenen Mutter Marie Gritsch aus grausame Weise geschlagen und mißbandelt werde. Das Polizeikommissanat leitete sosoct Erheburtgen in der Wohmtng der Mutter ein. Zunächst wurde die ärztliche Untersuchung des Knaben angeordnet.' Do« Junge zeigte zahlreiche blaue, grüne und gelbe Flecken, Hautabschürfungen rrnd Rißquetschwnnden am Körper, am Hinterkopfe eine gänseeigroße Beule, durch die der Kops arg deformiert erscheint, eine zwei Zenti« oteter lattge Narbe am Scheitel, vielfache Kratzwunden, hochgradige Schwellungen beider Arme, welche gegen die Hand derart rnnehmen, daß diese eine Klump form aufweist, fer-ter starke Schwellungen der Beitte, der Nase und der Lippen. Die Verletzungen wurden von dem Arzte ihrer Gesamtheit nach als dem Grade nach schwer bezeichnet und werden eine Gesundheitsstörung in der Dauer von vier Wochen zur Folge habett. Sie sind dem Kuäbetr von der eigenen Mutter, mit einem Teppichklopfer, einem Spazier stock und einem Schürhaken zugefügt worden. Bei seiner Einvernahme gab der Knabe cm, daß er auch wegen der n i ch t i g st e n .Vorfälle m i ß h a tt b c 11 wurde. Er behauptet, daß er sich bei der Züchtigung' Movgenzettuug".) W. 'SöMmber IE l >' TV M ' M. MV jedesmal bis auf Socken und Schuhe Mti* kleiden mutzte und von seiner Mutter auch gebissen würde. Fra» Gritsch tvurde deshalb nicht nur wegen schwerer Körperverletzung, sondern auch wegen Verdachtes der widernatürlichen Unzucht der Staatsanwaltschaft mtge« zeigl und wegen Verabredungsgefahr dem Landesgerichte ein ge liefert. Der Knabe wurde vom Bezirksjugendantte in Döbling dem Kinderspital übergeben. Die Bundesbahnen um Milliarden geschädigt. Im Auftmge. des LandesigemchteS Wien 2 wurden der br-k der Un-rfoMt!i>er>ungsftr.ML Geck u. Fehl bedienMe ZGährige Hevmann Wolfowitz nn!d IsM ZchHüdger Bruder Naihan von der WirchchaftspobiZei verhaftet. Die beüiden Brüder werdett beschuldigt, daß sie m den Machenschaften bettttigt warett, durch welche die Bnndes!ba!hnveÄwattu>ng bei de»: M o n i u rlieferunyen'sür die V'cchnaNgvstelttet: von der genannten Firma um r-liesiige Be.trä'ge geischädigt wurde. Die B::nldes>bchtOe!üwaltttuig hatte anllWich von Mottitlrl-icf>ernngen für die Baihnmugeistellten Mt der Firma Nack tt. Fehl einen Vertrag albgoschlosfetr, «n welchen die Ouatttät der Stchse vereirlbcrrt und die Beistitumung enthalten ivar, daß Stostrcste, die nach AuM'chrittng des Anifirgges übrig Ibttckbrn, der BundeÄb-ahnverwlaAmtg M-:ückgeIelben werden sollten. di'uch der Llief-eru-ttig stellte sich iheraius, daß die S to s se nicht der vareinbarten QualLtüt e>nt^prache u. Auch waren der Nuttdesdahttverwaittung die erheblichen Stosf« reste nicht.albigeliÄsert worden. Es e-rtfolgte dantals elttte gerichtliche ÄuMige, 'der Untechuchungsrichter böschälfttgw sich attch längere Zeit mit der Angelegenheit,, die alber vor der Ginstelinng des Bevsahvens statGand. Zteuevlich eingekniftne Angoiigen bÄvir'tten die Wietderansnwhme der Erhebungen. Diese führten tzt> baut Ergbbuis, daß zur Bechaftnitg der Bvüvrr WMow'ih geschritten wurde. De- Schaidrn betrügt nach den neueÄichen Feststellu'.-g.'n Milliorben. Zir LebensmMelmSüte. Die Fl,ei!schi'Mpor-te m der GroMlstrikthalle fielen g.stem wesentlich günstiger uns o'ls in den Vortagen. Mittels Bahn sind gestern 21 Waggons ein-gelangt. Außerldeinr wttrden per Achse größere Menget: Kaliber und Schweiine grlbvacht. Mährend der BerFchr im Großhanidel sich ziemlich lbblhaft gestaltete, stockte der CWfatz iim iKkeinlveEchr omipifiMtch. Da aulf dem 0ci)ttnic$m KMb-ci:1m>arlkt in St. Marx die Pvoiise neuerlich gefallen sind, steht -chm wettere Veribilliiguitg der Kalbsstiischprüffe bevor. Der Nafch.marikt Wurde goftcrin isowohl im byzug «ttf Gärtnerevzetiignisse Wie atrch ans Importware roichiftch bc- Wckt. Tootz der günstiger: Zwfnhren AL'vgtrn die Prüijse keirte Berauberrnrg; Pavadeilser halben sich sogar stellerrweist verteuerl. . . Muß dem Obstmtorikt daur-rinierer: gegenwärtig Ae P feil, die aus Iben verschiedenen PMEtiMsgeibieten in großen Mengen emlongen. Auch in Birnerr und Weintrauberr herrscht Uoberlsktß, nur die Zwetsch-ketriMchrett, gtzigr» -seit -c-iu-igerr Tagerr biüe Abnahme, was davauf MrückZuifühven ist, das; 'n, derr Herruiniftsländerm mit der M-aumel,ade begonnen wrrrde. Jas Wetter. Gestern gab es wieder einen wunderschönen Spülsommeflag. Die Mittagstemperatur sit der 'Sonne betrug 23 Grad Reattmur. Die Wetterlage spricht für weitere DauerdesSchönwetterS. Wien, 19. September. * Todesfall. Am 15. d. verschied hier Frau Su sänne B r ü g e l, die Gattin des Pressechefs im BundeSkauzleramte Ludwig Brügel. Die Einäscherung fand gestern dem Wunsche der Verstorbenen gemäß in aller Stille statt. „ * Selbstmord eines NnEversitatsProfessorS. Mittwoch hat sich der außervrdentliche Professor und Vorstandsstellvertreter der Innsbrucker Zahnklinik Dr. Rudolf L i ch t o n st e i n e r itt seiner Wohnung erschossen. Er stand im 30. Lebensjahre. «me yw|i€®tti vovmtivags wurde in der Pilgramgasse der 7vjährige Baumeister Julitls Z e r k o w i tz beim Uebersetzen der Fchrvahu von dem Auto A V 808 niedergestoßen und erlitt Verletzungen an den Füßen. Die RettungSgesellschaft verband ihn und brachte ihn in das Sophienspital * Die Lebensmüden. Der 21jährige TMergehilfe Franz Ch. hat sich wegen mcheiPbarer Kranchett erschofsert. — Die ,64jährige Pfründner in Katharina P. hat sich mit Lysol vergiftet, da sie nicht ins Versoraungshaus WersieidÄn wollte. — Der taubstumme ööiGriße Hilfsarbeiter Fram G. hat 'sich mit eittem Rasiermesser dre Pulsadern zu durchschneidett versucht. — Auf die gleiche Weise versuchte der 28Mrige anscheittend geistesgestörte Joisef Z. sich das Leiben zu nchmett; «r wurde der psychiatrischen Klinnk üsievgckben. — In einer Badeanstalt wurde gestern mittags ein Mann (angeblich ein Juwelier aus dem 6. Bezirk) bewußtlos aufgefunden, der sich - gleichfalls die Pulsadern durchschnitten hatte. Er wurde ins Spital der Barmherzigen Brüder gebracht. , * Der Parkwächter als Kinderverderber. Der 62jährige Parkwächter Johann Täubl ist dem L-a-Ndesgerichte cmgeliefert worden, weil er sich an zwei Mäidchetr im Herta-Park verganM hat. * 'Blinder FeuerlLrm in der AMribrotfabrit. Gestern vormittags evh>ie!lt die Feuerwehr von dem MeMeapiparat der Anlkeribrotisaibrikk in der Msbevggasse die MMmtvg: „Feuer". Sofort -rückte ein Liöischzna ab. doch stellte sich «frei seinen: Eintreffen heraus, daß es sich rmr einen Minden Larin gehandelt hatte. Einige Aribeiter der Fabrik hatten nämlich hinter einem Obfeikt des Baues mächtige RauchwMn tmd mchten Fun'ken- Mhveigen lbeinerkt und geGaulbt, daß das OÄleikt in Brand geraten sei. Ein Arbeiter hatte sofort den Fmerautomaiten eingeischlamn trnid baS FeuersiMal abaegsben. In WiMch5cit war hluttzr dem angMich in Brand geratmen ObM eine Lok-om-otive der Verdi-ndmtgslbahn vovbeigchalhren, deren Rauchfanig der schwarze Ranch md Funikenregen cn-.'stieaen war. >