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Wiener Morgenzeitung · 1924-09-19 · Heft 2010 (19.9.1924) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2010 (19.9.1924)
Date
1924-09-19
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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flfa MO _Wien, Freitag _ ~ Wiener MorgenzeitrlttgL 19. 'September 1924 Seite K Annahme der BeschlAsfe durch die Unternehmer. fff oer Srnfte Besorgnisse um Auatolr Franre. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) Paris» 18. September. Der „Matin" meldet aus Tonis, »aß der G e s u n d h e i t 8 z u st a n d Anatole Fra n c e s sich keineswegs erheblich gebessert habe, und daß d i e e r u st e n v e s o r g «i s s e um ihn uocb immer besteben. Gorkis Luftand hoffnungsios. AuS Berlin wird uns gemeldet r Der beühmte russische Schriftsteller und Dichter M a x i m G o r k i ist schwer erkrankt. Gorki leidet seit Jahren an d e r S ch w i n d such t; sein gegenwärtiger Zustand wird als n a h e.z u h o f f n u n g 8- , , 8 bezeichnet. ____ Set internationale Stndentenkansreß in Warschau. Dle Aufnahme der deutschen Studenteufchaft. Aus Warschau wird berichtet: Die Co-nfe^^..Im Internationale das 'Etuldiants dvba-ttierte zwei Tage lang über die Frage 'der Aufnahme der 'deutschen Studentenischast. Diese hatte bei den nach dem Vorjährigerl (Oxforder) Kongreß ge- Mpten Verhandlungen erklärt, daß sie nur dann der Jn-.ernationalen Studentenconsederation bcitrete, wenn die denä-sche Studenbschaft nicht nur als Vertreterin des Deutschen Reiches, sondern auch Oesterreichs, der Polyiechmk in Danzig und der deutschen Universität in Prag anerkannt wird. Auf der Veusaimnlunig der Chefs der Delegationen in Warschau wurde nun einlstimmig beschlossen, an die deuifche Studentenschaft mit der Einladung zur sofortigen Entsendung von - Bertvetern heranzutreten, um einen freien und aufrich.igen Meinungsaustausch zu ermöglichen und die . bestehenden lln--- stimmigkeiten ans der Welt zu schaffen.. Die Vertreter der deutschen Studentenschafthaben aus die telogvaphische Einladung eine Antwort erteilt, we che nochmals die Forderung nach Durchbrechung des Territorieiprinzips für die deutsche Studentenschaft aufrecht erhalt. Re AnswanSerunz aus Le8«rrr?ch. 37.968 Personen fett Ktiegssude. Mich den Auisszeichnungen Ser anwlichru Ansnvl-ndererstelle M Men, 1. BazirE, Höher Marikt 5. die unter Leitung des Generalkonsuls Rots che >k sicht uvA jadermarm uuentgait- Ache AuMnfte ertM, sind im Mo.naf August dieses Jahres 318 Personen aus Oeisteirveich nach anßerenropäifchen Ländern EsMvandert. Davon waren die meisten, nämlich 62, Wiener, worauf Nbederöfterreich mit 54 Pevssnen, Ewierrnarr -nrit 50, Bmgenbcmd mit 40, Kärnten mir 15, Obewsterreich mit 13, Tirol Mit 8, Salzburg mit 4 möd Vorarlberg mit 2 Personen folgen. Seit 1. Jänner d. I. sind 1707 mild seil Kuieigsende 37.968 Perßomn ausgewandert. Burgenilaud, das" sonst die größte Auswandeverzchl hatte, ist ibemevkenswert-örweiisi au die dievbe Stell« getreten. Der schr starke Abfall gegenüber der Ansivaudererzohl -itm August des Borß-cchres (1405) ervlarl sich durch di« neue Einwanderungsibill der Veeinigl-en Staaten. Der Fri-edimsschlnß in der metallverarbeitenden Industrie ist nunmehr von den Industriellen ratifiziert worden. Die Durchsetzung des provisorifchen Abkonrmens ging in vielen Betriebsversämlungen unter Blitz und Tonn-cr vor sich, zninal die Kommunisten unter wüsten Befchimpsuu-gen der Gawerk- -schaftsfnhrer die Arbeiter zur Fortsetzung des Streiks haranguierten. In der Dr^sdn erstratze kam es deshalb auch zu einer Prügelei. Die Kommunisten zogen schließlich auf den Allerheiligeuplatz, wo mehrere Redner den Fühwru des Metallavbe'iterverbandes Verrat an den Arbeitertnteressen vorwarfen. Zwei größere Trupps von Kommunisten, die zum Jndustriehaus auf dem Schwarzer, bergplatz ziehen wollten, wurden nächst der Franzeusbvücke und bei der Großmarkthalle von der Wache zerstreut. Auch in Floridsdorf, wo einige Betriebsversammlungen das provisorische Lohna-bk-Mlmen abl-chnten, kam es zu erregten 'Anse i-n andersetzungev, die vielfach das Einschreiteu der Wache nötig machten. - Die W-Kdsranfmhrrre der Arbeit erfolgte bereits gestern Lei einzelnen kleineren Un'eruehinungen, im Lause des - heutigen Tages dürfte'.: in den meisten Betrieben der Wiener KoMtivvertra-gSgem-siwschaft die Arbeiter wieder in die Werkstätten ziirückkchren. Einzelne Unternehmer werden bis 30. d. zu erklären haben, ob sie den Kolle-k'tivvcr.rag Wwch-men oder Separatverhandlungen mit ihren Arbeitern führen. In der Provinz dauert der S t r e i k f o r t. Ler Beschlich der Industriellen. In der Bollverfainunlung des Wiener Jndustriellenverbaudes wurde über das EvgMis der Verhandlungen in der Wiener 'Metallindustrie Bericht erstattet. Nach eingehender mehrstündiger Debatte wurde die nachfolgende Resolution mit S t i m m e n Mehrheit a -u g e n o m m e n : „In Anbe racht der von: lln-terhäMerkomitee geltend .gemachten Umstände, welche dieses Komitee bewogen haben, ein auch nach seiner Meinung die w i r t sch a i t l i ch e Lage oer Industri-e nicht berücksichtigendes Abkommen Vorschlägen Hund weiters in Anbetracht der in dieses Abkommen ausgenommene:: Ausschließungsklauscl tritt Die Volliverfamm'lnng .demselben b e i." Damit ist das provisorische Abkommen auch von den Unternehmern ratifiziert. Vor der EmigrruT in Oberesterreich. Die in Linz gestern Äis in die AbenAstunder: zwischen dem J-nonstvi-ellenvenbe-nd und der: Vörtretern der Metall-. aüooi>l-erjcha-sL O >b e r ö st e v r «-i ch-sgeführten Bevha'wdiumgen haben zu einer ziemlich' w'ÄrstchehMHen ÄnÄ'Wsr n n g der dorren Partien geführt, die echosstn ließ, haß ungefähr auf der Basis der Wie ne r V e r>e-i nba rang eine EimM-ng zustande kommen könnte. Die oberöfterreichifche Mtallarbeit-erschast lehnte aber schließlich die' von den Industriellen vorgcschla>geue>: Köaüel.n einiftimuchg ab, tvoiuach es 'inuerhalib 14 Da,gen jedem Unternehmer 'Vorbehalten bleiben soll, wem: er die sestgelegten Lchnerhöhuugen nicht tra-gen zu können glaubt, SonidMeHaMumgen mit der tu seinem Betriebe beschäistiigten Ariüeitevschaft, .beziichuugsiweife mit de>m AribsitgeibevoerbW und der Untevn'chmewrganisation einizu« leiten. Die obevösterreichifche Metallaribeitepschast verlangt von den Uutevnchmevn die restlose Annahme der Wiewev Verein b a r u n g e n. Die Ve rhaudlungen werden morgen fortgesetzt. Die Sabotage des städtischen Elektrizitätswerkes. Eine an:tl:che Ausseudung der Wiener Polizeidirekrion stellt sch, daß die Wschaltuug des elektrischen Lichtes im ersten Bezirk aus Sabotageakte des städtischen Elektrizitätswerkes zurückzuführen ist. In einigen Zeitungen war 1 gegen die Sicherheits-Wache der Vorwurf erhoben worden, sie hätte in pflichtwidriger Weife der am 16. d. abends erfolgten Abschaltung des elektrischen Licht- und Kraftstromes m: ersten Wiener Gememdebezirke untätig z u >g e s eh e n. Die Polizeidwoktion bemerkt hiezu, daß in allen jenen Fällen, in welche:r von Streikenden der Versuch unternomnwn w.nrde, der: Betrieb der städtischen Elektrizitätswerke zu stören, dies von der SicherheitSwache mit Erfolg verhindert wurde. Die am 16. d. abends erfolgte Abschaltung deS Licht- und Kraftstromes im ersten Bezirke konnte die Sicherheits-Wache, abgesehen von der technischei: Undurchführbarkeit schon aus dem Grunde nicht hindern, weil, wie sich die Polißeidirekiion vergewissert hatte, die Direkt'ion der städtischen Elektrizitätswerke hievon in Kermtnis war und mit städtischen Automobilerr dur«b städtische Angestellte die Abschaltung ausgesührt wurde. Ein Kabelbruch auf der Wieden. Einige Fabriken wurden gestern vornnt-tags,plötzlich von der elektrischen Stromliesernng ausgeschaltet. Die Direktion der städtischen Elektrizitätswerke stellt fest, daß es sich hiebei kc-iaeswegs um eine Stromunteübrechung handelt-, die mit dem Met-allarbeiterstreik zusammerchängt, sonderndaß die Ausschaltung des Stromes erttf einen Kabelbru ch, der sich auf der Wieden ereignete, znrnckzufi'chren ist. Set ßtofo0»„3totiö" — ein Schwindel. Fusco fand — ein längst bekanntes Dokument. Aus Rom wird uns gmreldet: Professor Fnseo ist vollkommen nicidergefchilagen. Er hat einsehen müssen, daß er die Ursache eines Skandals geworden ist. Die Untevstchung ist eingeleitet, das Ergebnis , ist n ieders ch m>etter>n d. Fusco hatte em lünK bekanntes Dokument im . Neapler Staatsarchiv aufgefund^n, nach dem - ein ne-a.politanischer Schreiber namens Paulinus von: König Rotbart von Anfou den Auftrag echalten hübe, deni gangen Livius äLzuschreGen. Dör Auftrag beischräMe sich, wie -allgemein bekannt, aber nur auf den masedomschen Brief. Professor Fusco -sieht-so den ganzest Livous-Fund mw seine Berühmtheit in. «ich t s z e rs-al l e u. Katastrophaler strdbeben bei krzervm. AuS K o n st a »t i n o p e l, 17. d., meldet Havas r Dai G r L i-ö'tw o n E r z e nt m ist am 13. d. von einem katastrophalen Erdbeben heimgesucht worden. 10 2 Dörfer sind zerstört worden. Nach-den letzten aus Erzerum emgelanfesen Nachrichten sind bei dem bereits gemeldeten Erdbeben 1.14 P crs o n e « n m S Lrbengekommen. lene MuMrMme. iZur Urauffühning von Schönbergs Bläserquintett.) Als im Jahre 1612 die drei Klavierstücke op. 11 von Arnold Schönbepg in Berlin zur Aufführung golaugteu, - richtete der bekannte Musikschriftsteller Walter Tahms au den Komponisten einen vssen-en Brief, :n welchen/ er ihn einen ,/NauNer und- HuMbugmacher" nannte rn:d schließlich seine Stellungnahme zu Schöuberg in dem Satze festlegte: ,Msv, Herr Schvu-berg, hei paffender Gelegenheit einige gut funktioniere::de Hausschlüssel,, ein .paar von -den beliebten Wurfgeschossen und eine kleine Sammlung, -um Ihnen die schleunige Rückkehr nach Wien zu ermöglichen." Diese Woche ging es anläßlich der Uraufführung des eben erst vollendeten Schön-'berg scheu Blaserq uintetts o hne Ha usschlüssel und ohne Wurfgeschosse ab, die vorzügliche Bläfervereinigu-ng der Staatsoper spielte das von thema-tischen und technischen Schwierigkeiten strotzende ülberlkaing« Werk mit wahrer Sel-bstverleugn'.ttrg, und das Publiku-m, das den Saal bis auf das letzte Platz-, che« füllte, verhielt sich abiwartend und rescroiert. Das Blaferquintett gehört st-ltis'ii-sch in die gleiche Reihe Sihönlbergscher Werke wie die „Suite für Klavier" und die in Wien noch nicht öffentlich gespielte „Serenade für sieben Instrumente", die alle -auf den: Prinzip der zwölf gleichwertigen Tone iuuerhM der Oktave gebaut sind.- Schönberg ist anscheinend auf den: Wege, für die alten Formen einen neuen Altedruck zu gewinnen, der an Stelle des homophon-harmoni-schen einen drtrchwegs polyphonen Stil setzt, also gew-issermaßen auf eine Umgestaltung und Renbelebung der Men niederländischen Vokalmusik auf i-nstrulltent-alem Gebiete hluarbeitet. Die vier Sätze des Quintetts lehnen sich durchwegs irgendwie an die AWschen Form an, ,ja der zweite Satz „Scherzando", in Mche-m die PMkoloslöte allerlei Uustlg anrichtet, zeigt geradezu eine dreiteilige. Form und sonst auch das Rondofim-le im Anschluß an die alte -Rondoform gebaut. Wie anders dagegen der Inhalt. Mag auch im Scherzo gelegentlich ein Stratwinslky-Scherz aufslatterlt. oder im Adagio sine Reminiszenz au den Tristan oder an Schönbepg-s „Pelleas nnd Melifande" wach werden, mag auch Wich ein Marschchychmus an Mahler erinnern, die pvlyphoue Forn:, die ja schließlich auch Inhalt ist, ist neuerschlossener Schönberg. Es wäre müßig, darüber zu streiten, ob diese völlig dissouante Musik, welche das Scherzwort, „Schönberg gestatte in seinem strengen Satz Konsonanzen mlr im Durchgang oder ans dem schlechten Takt teil," hier zum Mühvwori rnacht, dem Hörer „gefallen" könne; mattka-un sich auch nicht darüber hinwegtäuschen, daß der Hörer diese rein motivische beispiellos ko!Mplrzierte Musik, -die mit allen Arten von Kanons in komprimiertester Anlage übersättigt ist und jeder einzelnen Stimme, unbekümmert um die übrige::, ihren eigenen' linearen Weg weist, unmöglich beim ersten Hören erfasien kann. Ja, inan kann übevhaulpt zu keinem Genuß oder Verständnis der nicht unr musikalischen, sondern vor allem auch pl«siisch.-geometrischen Linien-stihrung kommen, wenn man rächt das optifche Noten„b-ild" in der-Partitur-hör sich hat. Von den alten Ha-rmonien ist jede-Spnr getilgt, an Stelle der Terzenakkorde treten Quartenakkorde. Im übrigen — ist es. Zufall oder Absicht oder, hat sich unser Ohr so rasch uutgestettt — scheinen diesmal die Mißklänge für den vertikal orkmietten Hörer weniger scharf und schne-idend als in frühere:'. Werken, auch die Stimmung ist 'weniger gequält, Schön-')erg ist offenbar in eine glücklichere, schüssensfrvhe Periode eingetreten. - .... Diejenigen,. welche tiefer in die myderneu Mustikproble-rne und in bas Schaffen Schvn-bergs eiudringen wollen, verweise:: mir auf den. grundlegenden. Aufsatz: ,,Neue FormPrinzip:e-n" von Erwin Stein, in dem Arnold Schönbcrg anläßlich seines 60. Geburtstages gewidmeten...'Sonderheft der „Mufikblätter des A u b r u ch". Wir erfahren hier von einem Schönlberg- Sachverständigen,- wie die Zwölstonreihe der Oktave bei Schönbevg im Gegensatz zur alten chromatischen Matericilstäia derart geordnet wird, daß die Tonfolge zum mvlodischeu Moti-v, w'rd. Da haben wir nunwieder den Zusamlneniiang ur.Ischen Melodie und Skala .gleichwie im Orient, mit' de-n: Schöuberg auch -die „Flucht -vor dem Dreiklan-ge" gemein st. m hat. (Auch im Orient gibt es von vornherein bestimmte Nlelodietypen, und ^Komponieren" bedeutet—- etwa, in Indien -- nicht „Erfinden" neuer Aielodien, sondern „freies Variieren alter Akelodieu". So bildet Schönberg aus einer Tvnreihe im:ephaW der JwAf Töne ein Motiv, und es entspricht seinem Fovmbedüpsms, daß sich die übrigen, also motivfremden Töne, zu einen oder' nrehreren Gegenmotiven gruppieren. (Schönberg nennt dies „komplementäre Motive".) Diese Motive werden nun in der Durchführung nmgeMtet, indem sie etwa im ,^Krebs" (a'lso in der Richtung von rückwärts nach vorne) oder in der ,-Umkehrung" (Äso statt i« Aufwärtsin AAwärtsbewegung), oder auch in der „llmikehrung des Krebses" gebracht werden. Die Töne dieser Motive können nicht nur in einer Stimme auftreten, sondern auch aufverschiedene Stimmen verteilt oder zu einem einzigen akkordischen ZufammenNang. vereinigt' werden. Natürlich können auch Töne in das Motiv oingefchoben oder daraus entfernt werden, es können einzelne Töne innerhailb -der Oktav umgekehrt werden, Motive mit eiM-nder vereinigt oder Motivchen abgespalten werden, und' so ergeben sich immer neue Kontbrnations- und Var-iationswöglichkeiten und dadurch mittelbar neue Formgebilde. Mit diesen komplizierten Polyphonen Formen uud Deutungen , dieser Tonarten und Tongöschlechter ist dem durchschnittlichen naiven Konzertbesucher, der sich nach herWmmlicher Melodie sehnt und ^dem ob aller Künsteleien und MißAä-nge Kopf uüd Ohren schmerzen, freilich nicht geholfen und es bleibe dahingestellt, ob S'chönberg, der revolutionäre Konstrukteur, in der,Musikgeschichte aB genialer Tondichter bestehen oder nur als genialer Neuerer und Musikmgenieur einer überhitzten UÄevgangsePoche weiterleben wird. Freilich, lvas ist Einfall, was ist Erfindung? Zitieren wir die Worte Evwin Steins, des treuen Famuilus Arnold Schönlbergs: ,B-egen die neuen Formprmzipien Wird sicheMch ein Einwaud erhoben werden: „das ist ja alles konstruiert'," Gewiß, es ist konstruiert, aber nicht von der Theorie, sondern von der Praxis, Nicht im Kopf, 'sondern -in Tönen konstruiert. Zeigt uns doch ein Menschenwerk, das nichtkonstruiert wäre! Oder meint man, daß.die Fuge ode.r Sematenform gewachsen sind wie die Lilien auf dem Felde? Daß Beethoven die neunte Symphonie „eingefallen" ist, wie einem Feuilletonii'ten ein schlechter Witz?, Sch.rut euch doch seine-Ssi".-.- " -Hr an! Der geniale Konstru-kteur e-rfi»nd et. stf. Gpwm Fel-H«r.

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