Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 2008 (17.9.1924)
- Date
- 1924-09-17
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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/mi~~. > Die hungriseu Vögel. Englische Fischer führen. bitter« ,Klage ' über die Schcidendie ihnen Ko'rmvrM und' Möven 'z»Wü?'M'Ue c m ö ve verjchrt^ .mitchefleuS Mchrmidnt junge Heringe oder andere kleine Fische äw einem einzigen Tage, wasWein'JahreKbedärf von 73.000 Fischen gleichkonmü. Wären die jüligen .Heringe zur Vollreife gelängt, solwürde diese Atenge 146 Fässer Men, die einen Handelswert vonLOvPfund Sterling darsMen. Danach ist der Schaden, den. jetw Move der NenWeii Hvursächl,'auf*“ vier Pfund Sterlingen -der Woche z» hervchnem ' Ungleich gefrätziger äls.ßdie Movchi W:Mr die Kormoran e oder Scharben, Bei einem dieser Vogels der kürzlich geschossen wurde, fand man ün MaMnitmen M e e r a a l von.zwei Fuß,Län ge,>eigen jungen Salm im Gewicht von über drei Pfund und sechs Forellen, die insgesamt etwa über zwei Pfund wogen. Ein Scharbenvaär verspeist im Laufe eines Jahres mindestens fünf Tonnen Fischt. Dckstei vernichtet der Kormoran aber auch Noch eine Menge Fische, die er nicht frißt; denn wenn er einen großen Fisch gefangen hat, den er nicht heruntcrwürgen kann, so wirst er-ihn verächtlich zur Seite. Ter Fisch ist Uber so verletzt, daß er eingehl. Die Gefräßigkeit, die hier einen Schäden bedeutet, ist andererseits bei den insektenfressenden Bügeln, die die Gärten bevölkern, als außerordentlicher Vorteil zu bewerten. Ein Engländer beobachtete kürzlich «in Blaumeisenpärchen, das feine hungrigen Nestlinge fütterte. Tas Männchen oder Weibchen flog alle dreißig Sekunden mit einem Schnabel voll Nahrung zum Nest. Diese Nahrmigszusnhr dauerte von vier Uhr morgens bis zum Eintritt der Dunlelheil. Berechnet man die j ins Nest cingebrachten Insekten auf 120 Exemplare in der Stunde, so ergibt sich eine Tagesleistung von 1920 I ns ek t en, deren Beseitigung dem Ganeniichaber großen 'Nutzen bringt. Rotkehlchen nähren sich überhaupt nur von Infekten, während die Vertreter der großen Familie der Finke n daneben auch als Körnerfresfer insofern gute Dienste leisten, als sie sich angelegentlichst der Vertilgung der Unkrantsgmen aunehmen. Man hat beobachtet, daß beispielsweise eine gefangene Ammer innerhalb von zwanzig Minuten 238 Distelsamen vertilgte. Selbst der viel gelästerte H a ussp e r l in g leistet als Vertilger von Unkraut schätzbare Dienste. Wiederaufbau Konstantinopels. Das Projekt einer amerikanischen Unternehmung. „Manchester Guardian" berichtet ülber Bemühungen einer amerikanischen Unternchmun-g, der - fagÄmunte« Ulin- Grup pe, zur Erlangung tiiMscher Konzessionen. Diese Gruppe wollte sich das Recht des WjederausbaueS von Angora sichern, und als Me diesbezüglichen Plärre gescheitert waren, umchte sie dam Präfekten von Koustantrnopel ein Angebot Mn Wiederaufbau dieser so oft niebevgebraynten StM. Sie wollte .om Drittel oder die Halste des hiM ^rotzvendigen Kapitals bereitstellen, wenn die Gemeinde den Rest cmshrmge'. Der Präfekt bestand jedoch darauf, eine öffentliche Konkurrenz auszuschreitben. m:d aus den Mrlaiufenden Angeboten das günstigste Mszuwählen,. worauf die Ulin- Grvppe don SitzHrer Tätigkeit,eiinsftbellen nach Sofia verlegte, wo ihr reichere . Fruchte winkten. Offenbar spielten auch Modernffievmvgsurch HmerfiiänisieaM der'' älten Stadt am Goldenen Horn ffr den Märien der Ulin-Gruppe eine gewisse Rolle, denn eine KonstanWwpler Zeitu-ng öeinerkte zu dem Preisausschreiben: ,Konftantinopel ist reicher als Angora und kann vielleicht das Angebot t der Ulin-Gruppe anrrehmen. Aber wir fragen: ist daß. ein Anlaß zur BeMckwimschung? Gewiß, jeLwch mir unter dem BoMHM, daß" nichts «meMmistert wird, denn das Ware, der Tch. dow Stamibu!!." Auch in dom jetzt erfolgten. öffenWchen Preisausschreiben des Präfekten von L^tantinopel heißt es, daß die Stcht mngestaltet werden. solle, jedoch nicht nn Sinne 'einer planLosen Modermsiemng, foüdevn unter Wahrung der historischen und pittoresken ReI%e der Stadt, im lediglich mehr Ansprüche an Kowfvvt usch. Hygiene stelle.? , Fiasko der Marragni-Stagione in Serli»., Me in Berlin verlautet, ist das italienische Opernensemble, daS von Pietro M a S e a g u i geleitet wird, in finanzielle Schwierigkeiten geraten,, während' von anderer Seite beh auptet ‘ wird, daß wegen einer Indisposition der Haüptsängerin Z an at e l l o eine Unterbrechung der Aufführungen herbeigesiihrt worden fei. Doch spricht die hohe Wahrscheinltchkeit'für di« erste Versiov, da die Vorbereitungen an Auslagen üb er e i n e h a lbe Million G o l d m ark, v e r sch lun g en 'haben. DaS Hilfspersonal ist n u r zum Teil entlohnt worden, ebenso dar künstlerische Personal. D a 8 P e rs o n a l st e llte deshalbsei ne Tätigkeit ein. Tödlicher AutounfM. Montag ist der Großkapitular und Komtur deS .7. nttschen Ailierordens, Oberst a. D. Georg Friedrich Prinz zu Hohe nl o h c - W aldenburg-Schilli n g 8 f ü r st bei eiuer ^uioviobilfahrt bei Magyar-Odar tödlich verunglückt. Lohnbewegung an den rheatem. Jtt den Wiener Thea 1 ern ist eine allgemeine Lohnbewegung im Zuge. Der B ü h n env er ein und - die U n t ö n des technischen Personals verlangen für ihre Mitglieder die fünfnndzwa «, igproze n t i g e E r h ö h u n g der Augustbezüge. Die Forderungen der Musiker betragen s e ch z i g P r o z e u t und sind an der Volksvper noch höher.. ... . Lar Wetter. :■ :rlage hat sich wesentlich gebessert. Di: Voraussage! ...iioes, herbstliches S ch ö n w e t t.e r. . . .. WeyM Morgenz^ituitS." 17. 'S-Mick-r IM «J't- •alt. 2öö8 Letzte Fasziften «ad FreWnrer. fOgendieirst W ,,Wiener Morg'enzeitnng".) ' '7'SMiliütdj'ä6.^S^»t«uDer. In NeaPiel haben.die Fas-. Men im Verlaufe von Pr oteft kund gedungen gegen dhe Emrorhuivg Gasalims vier Fr« i-maurcrlogen ^verwüstet uqrd die Gbmäüde und Bücher als Beute m>it- 'tzpnommen. Unter den »int den Freimaurerlogen anflgesundenen M i t g l i e d e r l i st e n lvuivden auch - >die. Nanreu bvbannter Fasziste-n Wßesteltt. Irr Besuch Benesch' in Wien, (Eigendienst der „Wiener Morgertzeitüug".) Prag, 16. September. Der tschecho-siowakische Außenminister Dr. Benesch fährt voraussichtlich erst Ende diesen Monats nach W i.e n, um mit Dr. Seipel die. Handelsvertmgsverhandlungen einzuleiren. 21V Millionen unterschlagen. Ein flüchtiger Prokurist. Der Prokurist der Bahie- und Jndustriebedarfs-A.-G., 1- Bez., .Zedlitzgasse 8, Hermann Saphir, ist am vergangenen Freitag nach großen UniccWaguirgen zum Nachteile seiner Gesellschaft aus Wie-n geflüchtet. Er hat feine Flucht bereite bo-n langer Hand vorbereitet. Freitag war er zum letzten Male im Bureau der Firma ituö ist Samstag ohne Entschuldigung vom Dienste serneeblieben. Das fiel gleich auf, und schon bei den erstell Nachforschungen kam. man auf eure Unregelmäßigkeit des Prokuristen. Es wurde nämlich seftgcstellt, daß er bei der Ungarischen Fluß- und Seeschiffahctsgesellschast zehrr-Milliouen Kronen auf den Namen der Gesellschaft unbefugt einkassiert und eine ordnungsmäßige Quittung ausgestellt habe. Außerdem wurde noch festgestellt, daß er lreitere siebzig Millionen K'ronen cinkassiert und für sich behalten hat. Vorgestern erhielt die Bahn- und Jndustriebedarfs-A.-G. von der Kompaßbank ein Schreiben, in welchem die Bank der Gesellschaft mitteilt, daß sie von der Gesellschaft eine Summe von 148.000 Dinar (130 Millionen österreichische Kronen) gegeil englische Pfund uird Dollars gekauft, und die Pfunde und Dollars dem Saphir ausgefolgt habe. Da der Prokurist die Valuten nicht abgeführt hat, ist es klar, daß er auch diese Summe für sich behälteir hat. Saphir war bei der Kompaßbank erschienen und hatte ihr mitgeteilt, daß seine. Firma bei der Äandesbank für Bosnien und Herzegowina ein Guthaben von 148.000 Dinar habe und dieses Guthaben verkaufen wolle. Daß die Bahn- und Jndustriebedasefs-A.-G. bei der Landesbank für Bosnien und Herzegowina ein--solches Guthaben, besitzt, entspricht den . Tatsachen. Von einem Verkauf desselben war aber nicht die Rede. Saphir bekam -die Summe von 130 Millionen Kronen in Pfunden und Dollars ausgefolgt. < Der bis jetzt sestgestellte, Schaden beträgt somit 210 Millionen österr. Kronen^ es ist aber nicht ansgeschlossen, daß Saphir noch w eite r e Unter sch l a g u ngen begangen hat. Jedenfalls hatte ec die Absicht, so viel Geld als möglich in seine Hand zu bekommen, und da er über Pfunde und Dollars verfügt, dürste er nach Triest gereist sein, um von dort nach Amerika zu flüchten. Er lebte in durchaus geordneten Verhältnissen ohne besonderen Aufwand. : Saphir scheint sich in verschiedene Börsenspekulationen eingelassen zu haben, die fehlschlugen und ihm bedeutende Verluste brachten. Seine Verfolgutlg ist eingeleitet. ';! , ■ ■ . »f; Aaubaufall auf eine« Kaffenboten. ► Der Töter verhaftet. Gestern Mchmittags wurde aus dem AiMNevMmnPlatz nn 9. Be^wk aus den Kassenboten Anbon Kulm, einem alten Manu, ein frecher Rau-banfall verübt, der aber mißglückte. Kulm war mit 100 M' il l i o n e n, die «r im Postsparkasienamt «.chMen hatte, nach Erledigung verschiedener geschäftlicher Besorgungen Ms den Zimmermannplatz gelangt, wo er einen Austandsort auffuchte. Dort verspürte er Plötzlich einen heftigen Schlag auf den Oberarm, den ihm ein unbekannter Mann mit einem Schraubenschlüssiel versetzte. Der Fremde versuchte ihm dam: die Aktentasche mit dem GeDe zu entreißen. Kubm wehrte sich und rief um Hilfe, woraus der Mann die Flucht ergriff. Er wurde festgenommen. Er ist der 42jährige Agent Josef Goldberger.. Er hat dm Kaffonsböten aus der Straßenbahn beobachtet. Aus Not hat er sich zu der Tat verleiten lassen. Goldberger ist verheiratet und Vater zweier Kinder. Re LebeurmMelm'äMe. Entsprechend der Aufwärtsbewegung auf dem mouiügigen Rinder- und gestrigen Schweinemarkt sind die Preise im Großhandel gestiegen. Sowohl Rindfleisch als auch Schweine haben sich im Preise verteuert. Im Detailverkehr dürften sich die Auswirkungen erst heute bemerkbar machen. Gestern hielt sich der Absatz in der Großmarkthalle mangels Käufern im engsten Rahmen. Der Naschmartt. wurde in bezug auf alle Gemüsesorten wie auch ans Kartoffeln günstig dotiert. Paradeiser und Karfiol, die in besonders großen Mengen eknlangten, haben sich im Preise mäßig verbilligt. Alle Äderen GMÜsearten blieben bei reger Nachfrage im Preise unveMdert^ Auf dem Obstmarkt, der sonst auf den meisten Gebietest über Bedarf beliefert wurde, langten die Zwetschkenzusthren für die gesteigerte Nachfrage nür knapp aus, so daß die Preise um 800 »is" 1000;$/ 'pro KtstMnm'tzisttegen -sind, i In' Butter und. EiE e^^^ ,die Anbote dem Bedarf. Sie Sniiettfeaee in SowjetrilUand. Wie I. T. A. aus Mg«r meldet/ Hot das Prästdmm des allrussischen Soüvjetkomite>es die Ernennung" eines spegieilen Komitees füw die l«crndtvirtschaftliche Anficdlung vom Juden bestätigt. Dem Kamitee gehören u. a. Sm-rrnow, Äitwinow, K r a s s i >n umd «der Direktor der SdaatsbauE Scheinmel'nn an, woraus n-ach dean komrmmfftrschm „Gmes" hcvvovgehen solle, daß die Sowjets diese Frage nicht als jüdische, sondern als staatspolitische anschen. Die Frage der laudwirtschaftLichen Jnmnkolonisation der Juden in Rußland steht schou seit bcmyem aus der - Tagesordnung; aus Rußland kommen stets neue Mel- - düngen 'über großzügige AwsiÄdkmgspvoMe, die Ein- - sttzung von Kommsisiomn — aber all das ist mit grotzern Mißtrauen anznsehen, weil 'bisher keine konkrete Leistung sichtbar wurde. Hingegen ist von sowjetrussischer Seite ziemlich fceuftkf) erklärt worden, daß die Solvjetbehörden nicht über die Mittel verfügen, die für eine Uebevführung der Juden in die Landwirtschaft nötig wären, und daß diese von den Inden außerhalb Rußlands beschafft verden müßten. Auch erfährt nmn von Zeit zu Zeit, daß Juden, die Kreits landwirtschaftlich tätig waren, von Baue«! oder Lokalbehörden ihrer Grundstücke enteignet worden seien. Man gewinnt aus diesem Stande der Dinge den Eindruck, daß gewisse Kreise Sowjetrußla./os sich ä» mührn, die Jud^nrnot in Rußland durch innere kolonisatorischc Maßnahnien zu beheben, daß aber die Juden, welche die bolschewikischc Wirtschaftspolitik als erste zur Strecke gebracht hat, in dem russischen Vevwaltnngschaos lediglich Gegenstand gewi-ssev Erörterungen bleiben, während die Kraft zur Durchführung bereits gefaßter BesttMssc zu fehlen scheint. Ebenso mrlß nran gewisse Nachrichten Politischer N'atnrv soweit sie die Jrcken betreffen, «mit Vorsicht genießen. So taucht wieder eine Nachricht ans, wonach laut einen: eben boschlosseneu Gesetze in Weißrußland die lokaterr Solvsets aus der Mchüheit der Bevölkerung zu bilden seien, -so «daß in Weißrußland, wo in zahlreichen Orj-en die Juden die Majorität der BsvAkerung bilden, mit der Errichtung zahlreicher jüdischer Lükalsowjets zu rechnen sei. Sollte es irr der Tat -dazu komnreu, so nlüßte >man mit Terrorakte): der jüdischer: Sektion (Jelvfekcia) rechnen, welche alles daran sttzen würde, nur sich m dieserr Lokalsolwjets -den Einfluß zu sichern, der schließlich der: Sieg der gÄvaltsamer: Entjudungsterrderrzer: bedeuten würde. Die Judenfriage in Rußland ist jederrsalls von einer wirklichen Lösung sehr weit entfernt, die Jndsunot hingegen besteht nach wie vor in ungemmderler Stärke. . .. Wien, 17,September. * Selbstmord. Montag MchmittaB 'Hai' sich der Mähril^e-. Beamte Paul Hofer in: GÄäude der MetalltvaMffabrck August Kitschelts Erben, wo er beschäftigt war, durch einen Revowerschuß getötet. Hofer, der beveits vor einein Jahre einen SMstnuwdveMch begangen hat. soll d'io Tat wegen Kranicheit begangen haben. * Ein betrügerischer Vertreter. Am 13. d. NUivde der Vertreter Karl Göttinger verhaftet, da er seit zirka zwei Jahren in tzlmer Stellung als EKsvient der Frrma Withrlm Gvolbner, Beträge in nnibelaunter Höhe heransgclockt und unterschlagen hat. Pie Mvma beAiHert der: dadurch erlittenen Schaden mit zirka 300 Millionen Kronen. * Auflassung vo» 200 Schulklassen in Wien. Die städtische SchulverwaltuM plant denmächst 200 Schulklassen in Wien aiuifzullassen. Diese Maßnahme soll in der nächsten Sitzung des Wiener Ortsschulraws beMossen werden. * Der WaWiesel. Man schreibt uns aus Neapel: < Am Pos'illip ist vor kurzem in seiner Villa der 69jährige frühere Abgeordnete Prinz Gironde di Caunats gestorben. Er wäre in der Schar der Parlamentsmitglieder einer der zahlreichen Meteore, die anstauche» nnd verschwinden, wenn ihn nicht eine heiiteve Erinnerung an seine einzige Wahl im Jahre 1900 brühmt gemacht Mte. Es war schon an sich eine vielbeachtete Ersatzwahl. Der Mandatsvonganger war der' Abg. Cctsale. der unter Crispi eine ansehnlich^ Rolle.spielte, um dann plötzlich wegen Betruges und Bevuntreuung für vier Jahve ins'Zuchchaus zu Vepschwiivden. Ms Gironda kandidierte, erschien sein Wahlleiter eines Tages mit der AMM-gung, jeder Wähler des zumeist VW ärmeren Leuten bewchüten' neapolitanischen Wahlkreises Avocoata werde als Geschenk ein Paar Stiesel erhalten, wenn er sich an einen: bestinnnten Mend im Wahllokal einfinde. Der Andrang war groß, ckber jeder Wähler echiellt «u seiner VerlbWffung einen Stiefel. Den anderen, so veMndete der Einberuser, werde er am Tage nach der Wahl erhalten, sofern die Parteikontrolle ergebe daß der Betreffende wirklich zur Arne gegangen sei, um fiir den Prinzen zu stimmen. Dieser wurde glänzend gewählt. Ganz Italien lachte über den genialen Trick. Bei der nächsten allaememen Wchl aber machten die Schuhfabrikruten enorme Gchchäste. * Der Virtuose als Südseehäuptling. Ein junger BiolinküMer. Toscha Seidel, der nach einer mehrjährigen Konzerttoumve um die Welt wieder m Europa weilt, hatte in Neuseeland ein originelles Erlebnis. Er war zu einem teste der Eingeborenen geladen worden und kam auift die Idee, neu etwas vorzuspielen. Die Wlden, die noch nie die bezaubernden Töne einer Violine vernommen hatten, ivaren. voll Begeisterung und glaubten an ein göttliches Wesen in ihrer Mitte. Nach Beendigung des Festes trat der Aeltüste des Stammes aus den Kiinstler zu. »verreichte ihm einen Speer und einen Aeberwurf aus Fellen und bot Hm die Häuplingswürde an. Obwchl man den: jungen Manne unbeschränkte Rechte zusicherte, verzichtete er aus den Posten. * Urania. Heute 6 Uhr Mvoßer Saial):' Wsvikauische Jagbabenteuer. 6 Ahr (KurSsaal) r LkurS r Prof. Dr. Oswald R o s s i r Hemmungen der seelischen Leben». 6 Uhr (Klubsaal) r Univ.-Lektor Ferdinand M a t r a St Vortragskurs. Ul. */j8 Utiv (Großer Saal): Aus der Glanzzeit der heiteren Wiener Musik. i/,8 Uhr (Kleiner Saal): Schriftsteller I. V. K a st n e rr Erlebnisse ans dem Dachstein. V,6 Uhr (KnrSsaal)r Kurs r Höftat Dr. Karl K e i ß l e rr Eßbare und giftige Pilze. I VS Uhr fKlubsaal)r Univ.-Lektor Ferdinand MatraSr Rednerkurs. II. ' * Tanzinstilut Hermann Braun, 14. Bez., ReindorfMe 48. i'CnIgutlich.) '