Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 2007 (16.9.1924)
- Date
- 1924-09-16
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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DWGWMMMUW . Seite 6 '' Wien, Dienstag .führen. Es wäre interessant zu erfahren, ob zuerst das! Kuribelbuch oder das Schauspiel entstanden ist; denn es |ft nicht eillzuschen, warum nur Dichtung^ verfilmt und i Nicht .Filme dramatisiert Morden sollten, wenn 'die einzige /Forderung, die man an diese .Erzeugnisse stellt — Spanl «umg zuerzielen —, erreicht ivird. Im Sprechstück führt ’ Josef I arm v'das. Doppelleben des. Lords. Leider sind '. I 'wir Hauptsächlich Zeugen der Nachtseiten dieses Daseins, die sich im Menschenvevbrauch und Brutalität erschöpfen.! Die andere Häffte seines Mtznfchentu-ms, die Liebe und \ GAe, ist .von den Dichtern nicht mit der gleichen Ausfuhr- / lichkoitdehcmdelt worden. Jar no laßt alle Register feines; achten Komödialltentums spielen, er -ist immer erfinderisch, um neue Schattierungen für dämonische Explosionen zu er- sinnen, bis er beim letzten Zusammenbruch istanunetnd er- / kennt, daß es eine strafwürdigo Vermessenheit ist, den - Komplex „Mensch" in seine Bestandteile zu zerlegen und .'gesondert ins Treffen des Löbens zu führen. Attila Hör- 'lbiger als Arzt, Alfred Mahr als Advokat, Maria -Waldner als sanfte Braut, Heinrich Neckamm als ' Kammerdiener -tvaren die .Zuschauer der Lordtragödie. In einer Szene traten zwei neue Mitglieder des Iarno- Gnsembles auf: Consuelo Martinz als dienende Magd und Toni Girardi als der von ihr bediente Liebhaber. . Die Dame kann selbst in zerlumptein GeltXln.de ihre eigenartige Schönheit nicht verbergen, aus ihren großen, leuchtenden Augen spricht ein -ungewöhnliches Temperament. Vorerst liebt sie es noch, nur Dolche zuroden, und zerhackt daher das Satzgefüge durch falsche Bedomlngen. Aber , Jarnos vielgerühmtes Entdeckertalent scheint auch in diesem Falle eine glückselige Hand bewiesen zu haben. Weniger tonnte man sich mit Toni Girardi besreun« den, der keine Erinnerung an seinen Vater, wohl aber .«manche an die Operette hervorrief. Der Beifall des Pu- . Aikums war nach allen Mtenschlüfsen stark. —dt. Aus den Theatern. . Burglh e a t e r. Morgen, 7 Mr: „Das Winter-; Marche n". Akade mi e th e a t er. Morgen, halb 8 Uhr: „J olandas letztes Abenteuer". Schönbrunner S ch l o ß t h e a rr. Morgen. halb 8 Uhr: „Die javanische P n p p c". Volksoper. Heute „Hans Heilt ng". Morgen eröffnet Richard Kubla als Hans in der „V c r-k a ns i e n Brau t" ein öreiabendliches Gastspiel. . Im Raimund-Theater geht in Abänderung des .Spielplanes heute und ^Samstag der Schwank „Der Fel0herrnhügel" in Szene. Beginn 7 Uhr. Im N e rr cn Wiener 2 taot 1 heater finibct Don- 1 rterstag den 18. d. um halb 8 Uhr im Rahmen des Theater- und Musikjfeftes der Stadt Wien die Uraufführung -Don „Sleben Iahr e. und e i n Tag", ein Spiel in fünf. 1 Akten von Hedwig Ross! statt. - Im Komödienhaus gelangt Sonntag den 21. d. , um 11 Uhr vormittags »Bret t'l", ein Stück unserer Tage in k'-ichn Bildern von Roben Perper, emmr jungen Wiener Autor, als Matinee zur Uraufsiuhrung. Heute und morgen sinken die letzten Ausführungen von „Das Geständnis" statt. Für Donnerstag w'ivd eine Anfsühruna von „Die goldene Eva" mit Alfred Gerafch und gitti Fabri vorbereitet. . . Musik- und Theaterftst der Stadt Wien 1921. Die Uraufführung von Ernst B a r l a ch s „Ter tote Tag" im Großen Konzerthaussaal muß vom Sonntag den 21. d. auf; Mittwoch den 24. ö. verschöben werden. Die bereits für Sonntag gelösten Karten gelten für die Vorstellung am Mittwoch, werden aber auch bis Mittwoch den 17. d. an. der KvWerthausLafse Gutmann zurückgenommeu. Wiener Komödienhaus. Die Leitung des Bnrgcheaters war so freundlich, Herrn Gerafch das dankbare Schauspiel ^Alt-Heidelberg" von Wilhelm Meyer-Förster für ztvei Aufsührungen zu überlassen. Dankbar, weil diese stärke Dosis von .Trinkurch Gefühlsseligkeit inmicr ein großes Publikum finden wird. Gerafch hat den jungen Erbpriirzen mit all der routinierten LiebensMlvdigkeil ausgestattet, die ihm ans der Burgcheaterzeil verblieben ist. Die erfreulichste Erscheinung des Abends war Trude Wessely als Käthe. Ihr schlichter,' inniger Ton verwandelt selbst das falsche Metall dieser Sprache 'in Gold. Franz Scharwenka. Karl Ä n e i d i n g e r, - Willi Schumann und Ehristian Ehlfeld seien noch' erwichnt. > Die Todeskrantheit Smetanas. Prof. Amon Hebe roch, Obevdirektor der.Prager Irrenanstalt, veröffentlicht in der letzten Nummer der tschechischen musikalischen Revue „Smelanä" den Vortrag, .den er anläßlich der Enthüllung eimr Smetana- Gödenktasel in der Irrenanstalt abgehalten hat, unter dem Titel „U e b e r d i e K r a n k h e i t d e s M e. i st e r s. Fr. Smetana". Äluf Grund der aufbewahrten Dok-uinente ^namentlich der Griese Smetanas) schildert er den Verlauf öder Klxm'khert des ^großen Mnisikers -und stellt am Schlüsse -seiner Studie folgende wahrscheinliche Diagnose: ,Hr. Simetana ' ist fm Jahre 1874 rasch erlaubt, infolge der Sk-leroses 'der. Trommelfelle, im Jahre 1881 sind bei -chm die Merkmale einer SNewse der Gehirirgosäße sowie. eine Veränderung' seines persönlichen Wesens bemerkbar geworden. Es traten Reiz- - 'barteit, .^Ermüdung, Vergeßlichkeit, . Abnahme der genialen musikalischen Phantasie in Erscheinung. Im. Dezember ■ 1882 jhat sich der erste Anfall der transitorischen Aphasie mit der' Mlexie eingestellt, im Jahre 1883 Gchörshattuzinationen, später Mchichtshalluzimationen und im Jahre 1-8B4 trat eine schwere ,Verwirrung mit der notorischen Unruhe ein. Fr. Smetanä Ist im Zustande einer arteriosklerotischen V e rw irr uu'4 gestorben." Serichtssaal. Srr Prozeß Mlcoch. Gestern begann her Prozeß gegen den ehemaligen Präsidenten des Allgemeinen Siaatspensionistenvereines Oesterreichs, Josef Mlcoch, vor einem .Schöffengericht. Mlcoch, der früher Gendarmeriewachtmeister .war, ist wie berichtet, schuldig, verschiedene Betrügereien zum Schäden'der armen Pensionisten begangen zn haben. Der Angeklagte, ein würdig aussehender, gutgenährter Herr, gibt an, 4u R Y b n i k b e i K t o m a u, Tsck)echo Slowakei, im Jahre -1870 geboren worden zu sein. Wiener Morgenzeitung.__16, September 1824 _,_t.. Korrirnandite der Kroatischen Eskomptebank, Agram B>nAZ Wien, I. Seifcergais® 4 Telephon: 28*5*90 Serie mt& Telegrammadresse: Frepobank Nr. 2007 MMWWW» Al H » A — . Kredituna Warengeschäfte _ P r ä s.: Sie haben ein Vermögen von zwanzig Millionen Kronen. A n g e k l.: Heute bin ich vermögenslos. — Er hat für eine Frau und zwei Kinder zu sorgen, eine Tochter mit neunzehn und einen Sohn mit 'zwanzig Jahren, die beide stellenlos sind. Mlcoch war vom 18. August bis 29. November 1623 in Haft. Der Angeklagte bekennt sich nichtschuldig. Er gibt an, daß er nur die Volksschule besucht habe. Im Laufe des weiteren Verhörs komnlt zur Sprache, wie der Angeklagte den Staatspensionistenverein gegründet hat. Der Vorsitzende hielt dem Beschuldigten vor, daß er härsiig Statutenänderungen angeregt hat. Zlngekl.: Ja, nur den Verein leichter führen zn können. Der Angeklagte bestreitet neuerlich, dem Verein gegenüber egoistische Interessen gehabt zn haben. Er habe einmal von feinen eigenen Geldern 50.000 Kronen Vorschuß gegeben. Staatsanwalt: Nach acht Tagen haben Sie diesen Betrag mit einer sehr anständigen Verzinsung zurückerhalten. Ängekl.^Das ist nicht richtig. Ich habe für den Verein sehr viel getan. Ich habe Spenden, die mir persönlich zugedacht waren,' an den Verein überwiesen, viele Arbeiten umsonst geleistet und die Kanzlei des Vereines fünf Jahre hindurch nnyvnst beherbergt. Der Vorsitzende hält unter anderem dem Angeklagten vor, daß er seiner eigenen Frau eine Armenspende im Betrage von 300 Kronen zugewendet habe und sagt: Diese Spende ist merkwürdigerweise unter dem Namen Therese S i e g m u n b eingetragen. Wahrscheinlich wollten Sie nicht, daß mau im Verein wisse, daß Ihre Frau eine Armenspende bezog, trotzdem Sie sich in sehr guten finanziellen Verhältnissen befanden. Angekl.: Was ich getan habe, das ist doch kein Verbrechen. Uebrigens spielt das Einkommen'keine Rolle, sondern nur die Leistung. Damit schloß der gestrige Perhandlungstag. Der Prozeß wird heute fortgesetzt. Das Wikinger-Raubgesindel. Aus München berichtet I. T. A.: Vor bam Schöffengericht in B a an.-b erg hatten sich 15 Augehövige des Wiking-Bunldes, an ihrer Spitze der stell-, vertretende Kompagniesührer Kaufmann Georg K r t c j e aus Franlkenstein in Schlesien, wegen schw e r en R an b es zu verantwor-teu. Die Angeklagten sind als - Soldaten des sogenannten jungdentschen Regintents, Vas ssineozeir im Anstrag der Regierung Kahr-Lossow GveMchutzdienste gvgen Thüringen geleistet hat, am 23. Oktober 1933 in Unternlevzjbach bei Bamberg in «das Hans des KauMannes Karl Gold stein unter Mdrohnng von Waffrnigöwa lt ein gedrungen und haben . denr Bositzer mit vorgehaltenem Revolver ' gezwMWen, ftzinen K a jffe n s ch r a n -k zu öffnen, dem sie G e l d üu-d W e r tsachen entnahmen. Dann mißhandelten sie Herrn und Frau Goldstein schwer und raubten ungeihenre Menge Waren. M der Vernehmung waren sämtliche Angeklagte geständig, sagten a>ber, sie hätten ans militärischen Befehl, gchaMlt. Der im Ehrhardtschen Heerlager rrud . vm IungdeuIschen Orven eine große Rolle spielende p r o t e st a n t i s ch e Pfarrer Iah n,i on - K ob u r g, jetzt völkischer LandtagKäbgeordneter in Bayern, erklärte/ als sic über Mangel: .an Schuhwerl klagten: „H oft t n ch d i e Schn h e bei. d e.n Inden" >M ist derselbe Pfarrer Johnson, der allen, die Kartafjfeln an Juden verkaufen, den Verlust der Mitglie-dschäst in den völkischen Verbänden aüdrohte.) Das Urteil lautete Aegen Kvveife aus ein I a h r G e s ä n g n i s, FoMer ein Jahr fünf'Monate, Krause ein Jahr drei Monate; sieben weitere AmMlagte wurden zu je ein Jahr Gefänynis veimrieilt.' Eine Bowährnugssr ist wurde v e r s a g t. ' ' Die Vereinigung der Bezirksgerichte Ottakring und Hernals. Zu der gemeldeten Rachricht über die ^Vereinigung der Bezirksgerichte Ottäkring nnd Hernals ist nächzutrageu, daß die Bereinigung der beiden genannt eil Bezivksgerichte'sich nur aus Zivilrechtsachen bezieht, nicht aber auch ans bezirks-gerlöhtliche Strafsachen. In Stvaffachen, sblwest sie das Bezirksgericht betreten, unter,steten die Bezirke Ollalkving, und HerMs nach wie vor (ebenso wie die Bezirke R^chÄlfHeM und Füufhau-s) dem Be^iüks-gericht Firn,Haus. Verhandlungen über Stvaffachen, Ottakring und 'Hernals 'betrMewd, ffnden daher auch stoeiter beim Bezirksgericht Jüu-shaus statt. . ^Lausbub!" — eine Million Kronen. Der Baukbeamft Hdäls Zepelauer trat gestern beim Strasl«tzir.ksgericht 1:'als PviväMäger gegen seinen früheren Vorgesetzten^ den- Oberprokurfften ber der Wiener Ka-ufulaunsbauk Hans Hüpie rt, auf. Wie in der Klage ausgeführt wird, hatte der Angeklagte im Verlauf eines Wortwechsels den Kläger mit dem ÄuSdruct .Pausbub" 'beschimpft, ihn ferner tätlich angegrisfen, indem ec chn fest an der Schulter packte und ihn mehrmals an die Wa-nd drückte. In der durchgsfirhrten Verhandlung erklärte der - Angeklagte, daß er als Vorgesetzter der: Kläger zur Rede gestellt habe, weil dieser in der Bank während der Arbeitsstunden gemächlich seine Zeiüurg lese und .überhaupt, wie in der Bank allgemein die Rede war, die Arbeit säbot-iert hatbe. Er habe den Kläger, -der sich die Znrechttveifung nicht gefallen ließ, eines bübischen Vorgehens beschuldigt nnd häbe, als der Kläger sich beim Direktor beschweren wollte und in die Direktion skanzlei lies, ihn zur Seite geschoben. Er habe leidigsich das Vorgehen des Klägers einer KvitA unterlagen'.' Der. als Zeuge vernommene Kläger evklärte, daß er einige' freie Minuten benützte, um einen Blick in die Zeitung .zu "werfen. Der Angeklagte habe ihn deshalb sofort bäschnirpft und ihn dann aus die in der Klage cäivühnten Wesse mißhandelt. Nach dnrchgLfiichrtem Beweisveufahreu verurteilte der Richterden Augeklägten wegen Ehrenbeleidignug zu einer Geldstrafe von einer Million Kronen, eventuell zu 4-8 Stunden Arrest. Der -Verurtellte meldete gegen Schuld und Straie, der Kläger wegen -zu geringer Strafe die Berusüttg an. Wirtschastrvachrichten aus Polen. In der am 1>1. v. abgehältenen dieömonMichen Sitzung des Anffichtsraies der Bank von. Polen, die nameMich -der Festsetzung des Eskoniptezinsfußes galt, wurde sestgestellt, daß der Bankno-tennmilans merklich zugänömmen hat und das Sechsfache der Ziffer zu Beginn dieses Jahres beträgt, während die Summe der gewährten Kredite.sich.verzehnlfacht hat. Starte Nachfrage herrscht nach ausländischen Valuten. Mit Rücksicht auf diese Umstände war der Aufsichtsrat der Meinung, daß eine Ernräßigung' des Eslkomptesatzes. nicht ratsam sei. Ter Aufsichtsrat sicht in den allzu großen Erleichierun-gen für die Einfuhr sowie im Paßwesen -eine schwere Beeinträchtigung der Ge-Dpölitik der Bank. Der Eskomptgsatz für Auslau'dswechsel wurde von zehn auf acht Prozerrt ermäßigt. Weiter wurde beschlossen, die gehnprozentige Eiserchalhn-auleihe nach ihrer Einführung an der Warschauer Börse auf. die Liste feuer Papiere zu setzen, die von der Bank von Pollen als Sicherstellung angenommen werden. Das Gesetzblatt veröffentlicht ein Dekret des Präsidenten der Ropublick, wonach die Höhe der.gesetzlichen Zinsen mit 24 Prozent pro Jahr festgesetzt wird. Die Poln. Tel.-Ag. meldet, daß die Lage der Industrie und des Handels tu Pvlnijch-Ober'schlesien nach wie vor ungünstig ist. Die Hochöfen haben zwar ihren BetrM wieder aufgenomnten, aber die Zahl der Arbeitstage ist eingeschränkt worderr. Nc-eue Bestellungen lausen nur ungenügend ein. Im Zusammenhang mit der Londoner Konfrrervz kann man auf dem deutschen Eisenmarkt eine optimistische Stimmung beobachten, die in einem leichten Anstieg der Preise ihren Ausdruck findet. Auch die Nachfrage hat sich gebessert. Trotz dieser llmstände ist die Lage der Eisenindustrie in Oberschlesien weiter mißlich. Der Hauptgrund hierfür ist,, daß die Maschinenfabriken in Pölnisch-Obeirschlesien mit. den Fabriken in Posen nicht konkurrieren können, da die dlvbcitskraft dortsMst billiger ist. Der Industriellenkrise entspricht die Stagnation im Handel. Immerhin sind, obwohl eine. Anzahl von Firmen sich vom Handel zurückgezogen, hat, Zahl-ungseinstellungen sehr Men. Die Arbeitslvsigkeit in Oberschlesien und das.l§leud, das sie im Gefolge hat, machen sich im Handel stark fühlbar. Viele neugcplantc U-nternehmungen warten eine BesMung der 5donstln'ktur ab, um den Betrieb aufzunehmen. Deir Zentraldienst für Ein- und Ausfuhr hat die Ausfuhr folgender Zlrtikel sreigege'ben: 1600 Tonnen GersteMeie >im!ingents gegen eine Attss-uhrgelbtühr von 1,52 Zloty für je Kehrt Tonnen; 800 Kilogramm Melasse vom Maikontingent; 30 Waggons Gerstengrütze, abgabesrei und 4000 bis 5000 Stück unbearbeiitete Fohletchäute unter den Bedingungen für die Ausfuhr von Kalbfellen. Die am 1. d. begonnene Konversion der Akartkanl-erhen in Zloty-Obligationen geht sehr rasch vonstattetl. Zur Konversion wurden angenvelde-i die langfristigen Anleihen von 1920 im Betrage von 47,097.100 Mark, die kurzfristigen Anleihen von 1920 mit denl Betrage von 5,068.0V Mark.. Die Prämienanleihen mit -der Summe van 100,863.000 Mark sowie die an die Stelle der Rübelnoten getretenen Bänllwten mit dem Betragevon 156.500 Mark. Ar Affären der Nausmäunffchen Hanf. Ein neues Rcttungskomitec. Die Exekutive des Glartbiger-Zwölferkomitees der Kaufmämlischen Bank hielt gestern eine Persammlung ab, zn tvelcher vor aQcm die Schtildner der ^Bank geladen waren, um eilt direktes Einvernehmen zwischen-diesen.und den Gläubigern herzustellen. Es waren aber nur einige Schuldner erschienen. Bemerkenswert waren die Ausführungen des Bezirksgrupperwbmannes der „Orga" für. den 14. und 16. Bezirk, Grnbwieser, welcher erklärte, erkannt zu haben, daß die Sanierung kaum möglich sein werde, da'die Kaufmannschast von sämtlichen Führern der Bank verlassen und verraten sei. Dies sei auch der Grund, weshalb bereits der Obmann' des offiziellen Sanierungskouritees, W.u n derer,- zurnckgetreten sei. Bezirksrat Li e b e l und Lande geißelte,t die Protektionswirtschaft bei der Warenverteilung; der „Gekawe", wo sich große Unzukömmlichkeiten. abgespielt haben, welche drittgend nach dem Staatsanwält.rüfen. Es wurde schließlich beschlossen, das Zwölferkomitee durch eine Reihe von Personen artszubanen und es wurde ein radikales Borgeheit gegen die Bankleitung angekündigt. .., .7..'. FraMMredatermg dmch dar PvMkckaffemmt. Das Post s p ä r k a s s e n a m t in Wien hat mit der Generaldirektion der Oesterrelchischen Bundesbahnen eiu'Ueb'erenikommen getroffen, demzufolge dar. I r a ch t e n k r e d i t v e r f a h r e n ab 16. d. vom Postsparkafsenamte aüsgeübt wird. Das bisher bestandene Bertragsverhältnis zwischen den Bundesbahnen und der Oesterreiä)ischen Berciiisbank wtcrd»'! einvcrstündlich atlßcr Kraft gesetzt. , \ 89753990494869^5