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Wiener Morgenzeitung · 1924-09-14 · Heft 2005 (14.9.1924) · p. Seite 15

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2005 (14.9.1924)
Date
1924-09-14
Page
Seite 15 (sequence 15)
Language
German
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/ m.‘sm Sffifetf, Wieke« MödMitüM. *li 'Teptember 1924 mu is /' . Im gestrigen Börsenprivatverlehr tam cs nur zu geringen Umsätzen, doch war die Tendenz im allgemeinen behauptet. Das >geringe Entgegenkommen, das der BMerbundrat bisher gezeigt hat, ibestimmte dst Bevufsspe-ukalion zur Zurückhaltung, umsomehr, ÄS sie auch den weiteren Verlauf des MetallarlbeiitvrstveÄs abwarten wollte. Die Tendenz war aber nicht ungi'mjstiger als gestern. ES'bestand Nachfrage nach Semperit, dir für Budapest gekauft wurden und nach R i m a m u r a n y e r- Aktien, die anhaltend für amerikanische Rechnung aus bem Markte genommen werden nnd die ihre gestrige Erholung voll lbehauipten konnten. Die Arrangementeinteilung an der Wiener Börse für September-Oktolber 1924 wird wie folgt festgesetzt: -Sepie m-i der: 32.. Aufgabe (der seit 18. d. geschlossenen Geischäfte); 34. Meldungen, 25. Effekteneimeichnng, 29. Kassa und Ausgabe; Oktober: 1. Meldungen, 2. Gfsekteneinreichung, 6. Kassa und Ausgabe, 7. MeSdnngen, 9. Efsektenelnreichung, 13. Kassa und Aufgabe, 15. Meldungen, 16. Gsfelkteneinreichung, 30. Kassa und Aufgabe, 22. Meldungen, 23. Esfektenemveichung, 27. Kassa und Ausgabe, 39. Meldungen, 30. Effektenemreichung; November: 3. Kassa und Aufgabe. Einstellung der staatlichen Petroleumwirtschaft in Jugoslawien. Wie die serbischen Blätter melden, wird die staatliche Pvtrvleumwirtschast in Jugoslawien eingestellt. Der neue Finanzminister steht auf dem Standpunkt, daß der Verlauf von Petroleum Privatkausleuten überlassen werden soll. Die dabei zu entrichtenden Abgaben werden dem Staate eine namhafte. Summe znfn'hren, welche derzeit in der staatlichen Petroleum- -virtschaft investiert ist. Sie Warenmärkte. Bauniwollzwirne sind von 2 bis 6 Punkte schwächer. Es notieren: Nr. 10/12 Bengal zwei- und dreifach pro November-Dezember —.76 Dollar, Nr. 16/2 Ila Surat —.85 Dollar, Nr. 20/2 —.90 Dollar, Nr. 20/2 Amerika 95 Dollar, Nr. 30/2 1.05 Dollar, Nr. 40/2 la 1.18 Dollar pro Kilogramm ab Fabrik exklusive Packung (trocken mittel naßscharf 1 Kabel-Cent Aufschlag pro Kilogramm) mit 2°/, Skonto Spinnerkond. Baumwolle, Garn. Das Bamniwollgarngöschaft im M.-Wavbacher Bezirk hatte ei,len etwas regeren Verlauf als bisher zu verzeichnen. Die allgemeine Stimmung ist. seit der Annahme des Londoner Abkommens durch den Reichstag zuversichtlicher geworden. Die Garnverbraucher sind auch zu etwas umfangreich ereg Verkäufen übevgeMngen; größere Abschlüsse zu tätigen ist man ckber noch nicht gesonMN. Die Garnpveise find sehr gedrückt, was auch vielfach eine Folge 'der scharfen Auslandskonikurrenz ist. Das Wsbstostgöschäst hat sich etwas lebhafter gestaltet, viele Webereien halben die Arbeitszeit ausdchnen können, vereinzelt wurde sogar der bolle Betrieb wieder ausgenommen. Paraffin. Wachse. Die Tendenz war unsicher und nicht einheitlich. Das Bedarfsgeschäft liegt ruhig und auch das Ausland stellt zurzeit nur äußerst geringe Ansprüche. Wenn trotzdem die Preise für einzelne Artikel anzogen, so war bas lediglich eine Folge - der hohen: Forderungender überseeischen Prodnktiopsmächte, aüdererseits wurde aber auch mit noch vorhandenen Lagervorräten zu billigeren atns geräumt. So ist Jtzyanwgchs noch imm^r sU Preise stärk ckt, Die.Forderungen, der Abgeber für die ersten drei Markenlauten nur noch auf 79 Schilling. Auch Carnaubäwachs, kurantgrau, wurde von den Besitzen prompt lieferbarer Waren vergeblich auaeboten und blieb selbst auf dem ermäßigten Preisstand von 105 Schilling unverkäuflich. Dagegen zeigte sich, mehr Interesse für fettgraue Wäre, die infolgedessen leicht im Preise cmziehen konnte. Gute Kauflust zeigte sich ferner für Bienenwachs ausländischer Herkunft. Einesteils. sind die Bestände in diesem Artikel relativ klein, andernieils lassen sich neue Seeankünfte leicht unterbringen. Die Forderungen fiir westasrikanische Sorten stellten sich 116 bis,128 Schilling und für ostafrikanische Qualitäten . ans 130 bis 133 Schilling. Die besseren Sorten, wie Smyrnaer und südamerikanische Bienenwachse erreichten einen Stand von 160 Schilling. Durch eine ausgesprochene Festigkeit zeichnete sich der P a r affinmarkt ans. Für greifbare Ware, die inzwischen recht knapp geworden ist, mußten bis zu 1473 Dollar für Prima weißes amerikanisches Tafelparaffin bezahlt werden. Aehnliche Preissteigerungen erfuhren amerikanische Paraffinsckmppen. Die Abladungsofferten sind gleichfalls auf einen recht festen Ton gestimmt. Auf deck Cerestnnrarkt bestand lediglich etwas Exportnachftage. . Nohkapok. Die Amsterdamer RoMapofftatWk weist einen Bestand von 3009 Packen Rohkapok 'tfuif Die Einfuhr bis 31. Auigust betrug 37.381, wozu 459 Packen aus dom Bochahre h'vnizu- M-rechnen siüd. Der Gestmtverkanf machte 34.831 Packen aus. Der Preis wurde mit. 79 Cents pro halbes Kilogramm für 'beste Javaware ststgcketzl. Gegenüber dem Vormonat hät sich die Notierung um zirka 6 Prozent gehoben. Die Notierungen für die anderen Herkünste lasten ein gleiches Bild, respektive Anziehen der Preist n'icht bemerken,- wenn auch Meine Erhöhungen bemerkbar sind. Beste Zehlonware wird bis 13 Cents. KaMutba bis 12 nnd Bombay bis 10 Cents gehandelt. sofern es sich um beiste vorgereinigte Ware handelt. Mitte Septenüber sind die ersten -neuen größeren Erntemengen zu erwarten, und Hwar von Indien. Die bisher vingelangten Muster lasten einen guten Ausfall evkmnen. Quantitativ 'soll das Resultat gegen das Vorjahr zurückstehen. Terpentinöl. . Die amerikanischen Märkte in Savanwah und Jacks onville blieben stetig. Die Vorräte betra>gen in Anrerika Wrzeit 41.600 Barrels, was 3 Prozent mehr gegenüber dom Vorjahre nur diese Zeit bedeutet. Nach London sind wiederum 15.000 Barrels Terpentinöl angeschwommen. Die Vorräte in London belaufen sich 'auf 36.318 Barrels gegenüber 27.469 Barrels in. der Vorwoche und gegenüber um 10.181 im Vorjahre um diese' Zeit. In Bordeaux ist der Terpontmmarkt ruhig, ciber stetig beweisen. Die Umsätze waren nicht nennenswert. Der Preis ist unverändert 630 Franken sob prompt, für Oktober-Lieferung werden soaar 535 Franken gefordert. Ab angoboten. Ab Mannheim ist - stantzöstches Terpentinöl zu 140 Mark inklusM Faß, 17 Prozent Tara zu haben. Mb Bingen wird.schwedisches Terpentinöl angeboiien 32.20 Pfund Sterling exklusive Faß. Deutsches Terpmtmöl kostet 63 bis 96 -Mark rnvrer Qualitaben.' Börse kür landwirtschaftliche Produtte. :Jm Einklang , mit den.-sesten aürerilkanischen und Buda-- pester Berichten und angesichts der allgömein ibestercn Kaufsiimmnng, trug der Wiener Markt sehr sveuMtches Gepräge, wobei in einer Reihe von Artikeln ziemlich beträchtliche Preissteigerungen erzielt werden konnten. Sowohl Brotfrüchte als auch Futiersioffe verzeichneten ziemlich lebhafte Umifätze, die .höheren. Forderungen wurden ziemlich Katt zugostanden. Bon Nebenprodukten haben sich Bühnen, Rollgerste und Crroksamen vertM-eri. Der Mchlmarkt lag gleichfalls fester in Anbetracht der leibhafteren Nachfrage, die sich Kr Weizen und Roggeumchle geltend macht. Die amtlichen Notierungen wurden um 100 K. erhöht. Futtermehle wurden in untergeordneten Qualitäten gu billigeren Preisen abgegeiben, Primasorten Weben behauptet. Für Kleie hat sich die Nachfrage verringert, trotzdem man unschwer um 100 K. pro Kilogramm billiaer ankommen konnte. Es notieren pro Kilogramm ab Wien inklusive der Warenumsatzsteuer. Weizen inländischer 3950 bis 4060 K., ungarischer Theiß alt 4600 M8 4700 K., neu 4400 bis 4500 K,. jugoslawischer 4200 bi8 4800 K., Roggen inländischer 3700 bis 3760 K.. ungarischer 3700 bis 3725 K., Gerste inländische 4400 bis 5200 K.. tschecho-slowakische 6000 bis 5700 K., böhmische la 6000 bis 6100 K>, Mais 3460 b!S 3550 K., rumänischer KleinmaiS 3550 bis 3600 K.. Cinqüanti« 8700 bis 3800 K.. Hafer inländischer 3460 bis 9550 K., ungarischer 3400 biS 8600 K., rumänischer 3300 bis 3400 K.. Weizengrieß inländischer oder ungarischer 7200 bis 7300 K., Maisgrieß * 4700 bis 4800 K., Weizenmehl Nuller inländisches 7000 bis 7100 K., ungarisches 6460-bis 7100 K., jugoslawisches 6350 bis 7000 K.. amerikanisches Vollpatent 6900 bis 7300 K., Brotmehl inländisches la 5100 biS 5300 K., Futtermehl 1» 3760 bis 3900 K., Sekunda 3450 bis 3650 K.. Roggenmehl inländisches la 5550 bis 5650, Weizenkleie 2100 bis 2160 K., Roggenkleie 2000 bis 2050 K. Baumwollmmv. Aew-Avkti, 12. September. Banmwollznfuhren in den atlant. und Golfhäfen 47.0V0, im Innern 30.000. Ausfuhr nach Großbritannien —. nach dem Kontinent 16.000. Lokalmarkt middling: 28.80 (letzt. Kurs 24.10). Tendenz: Stetig. — Termine r August —.—, September 22.40, Oktober 22.37, November —, Dezember 22.19, Jänner 23.17, Februar Mürz 22.40, April 22.52, Mai 22.75, Juni Juli 22.26. Die Devisenkurse. Zürich. 13. September. (Devisenkurse von 12 Uhr. Von der Schweizerischen Kreditanstalt mitgeteilte Mittelkurse.) Berlin pro Milliarde —.—. (—.—), Holland 208.80 (204.10), New-Mrk 531.25 (531.25), London 23.70 (23.71), Paris 28.60 (28.60) Mailand 23.25 (23.35), Brüssel 26.55 (26.70), Kopenhagen 90.- (90.-), Stockholm 141.75 (141.50), Cüristiania 73.- f78.25), Madrid 70.— (70.—), Buenos Aires 186.— (185.—), Prag 15.92»/, (15.95), Budapest 0.0069 (0.0070), Bukarest 2.85 (2.85), Belgrad 7.05 (7.05), Sofia 3.67 (3.87), Warschau —.—). Wien 0.0076 (0.0075). Budapest, 13. September. (Kurse der Devisenzentrale.) — Amsterdam 29.676 bis 29.830, Bukarest 407.- bis 410.-. Kopen- Hagen 13.105 bis 18.176,Christiania 10.630 bis 10.686. London 345.000 bis 347.000, Berlin —bis —, Italien 3380 — bis 8400.— Paris 4140.— bis 4170.—, Prag 2315.— bis 2328.—, Stockholm 20.605 bis 20.710, Zürich 14.660 bis 14.635, Wien 1.0916 bis 1.0976, Sofia 564.— vis 568.—, AgrambisRew-Aork 77.360 bis 77.760. Warschau -.- bis iärüstel 388« bis 3886, Belgrad 1033.-bis 1040.-. ir. iS ln Braun und Schwarz — auch Halbschuhe In allen Grössen und Welten lagernd. 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