Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 2005 (14.9.1924)
- Date
- 1924-09-14
- Page
- Seite 16 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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®ä ts ■y-VT' $fe, Zonniag ~sc,r‘ ' “ Wiener: MorgenzeriunA.^ 12. Gepismher 1922 n OP t B lr R I ( h T utmode für den Herbst. Runstgewerbe und Mode auf der Messe. ' f '**; JS**vvS£ %gpz*- y : M. Die Anpassung an die Herrenmode hat einen weiteren Schritt nach vorwärts gemacht. Hat man einige Zeit den kleinen, krempenlosen Hut für die einzige Kopfbekleidung gehalten, die sich für die Köpfe mit kurzgefchnittenem Haar eignet, fo ist jetzt an dessen Stelle die steile, röhrenförmige, in die Höhe strebende Hutform getreten. Dieser weibliche Zylinder hat mit seinem männlichen Genossen nicht nur die äußere Aehnlichkeit gemeinsam, sondern sogar die Verwendung des gleichen Materiales. Ein weiteres Merkmal des älteren, männlichen Vorläufers, die kleine, hochgeschlagene, umgebogene Krempe, ist auch von dein jüngeren Nachfahren übernommen worden. Trotzdem bleibt der weiblichen Phantasie genug Spielraum, um die persönliche Nuance und Eigenart des schwachen Geschlechtes gegen das starre Vorbild geltend zu machen. Deshalb wird der Hutkops weich gearbeitet und mit allerhand schmückendem Aufputz, der stets in die Höhe strebt, versehen. Daneben gibt es über auch noch eine andere, m i t t e lg-roße Hichonn. Diese ist ganz weich, ganz kappenmaßig gearbeitet. ■4* V "" Es ist ganz selbstverständlich, daß Samt als Material sine ausschlaggebende Rolle spielt. .Vorherrschend -ist die schwarze .Farbe. Mer auch brauner Samt wird viej verabbeitst. Die Verwendung von mandelgrünem Samt geschieht nur auf-die Launen einer Modedame hin, nicht auf Grund der allgemeinen Modege-setze. Außer Samt wird auch Filz 'für den .Her-Mut als Material herangezogen. Man liebt die kastanienbraune oder dunkle Schattierung. Als Garnierung bevorzugt -man Federn, Vögel und Kokarden. Die StraußsÄern erstrahlen in allen Farben. Konigsiblaue oder rosenholzfarbene sind besonders .. aparte Nuancierungen. Der Pa-pageieuikopf thront auf so 'manchem Samthut. Die Kokarden werden ans steifem Rrpshand angefertigt und müssen auf die Farbe des Hutes abgesstmlnt sein. . Unsere Bilder zeigen, lvas die Nlodistinnen. Neues im Reiche der HevWüte geschaffen 'halben. ■>../ R. Mencze l. gegründet 1884 Erzeugen als Spezialität: Mieder, Gürtel Büstenhalter L ROTE NTLTRMSTR.. aus Gummi, Trikot und feinsten frans« Stoffen Wie bisher bietet auch heuer das österreichische K u n st g c w e r b e auf der Herbstmesse ausschließlich Vornehme und stilvolle Qualitätserzeugnisse, namentlich auf den Gebieten, auf welchen es in bezug auf technische Vollendung und künstlerischen Geschmack internationalen Ruf genießt. Hervorragend vertreten sind die Erzeugnisse der B r o n z e- und Erz gieß er eien und hauptsächlich sind es kleinere Werkstätten, die den großen renommierten den Rang abzulaufen beginnen. Was diese kunstgewerblichen Produkte anbelangt, sind sie dadurch charakterisiert, daß sie sich von den extremsten modernen Richtungen ferne halten, ohne dabei in die veralteten Formen zu veri.*-rr.stellen so jene Wiener Note dar, die im weiten Ausland aescbäbt wird und in der kommenden Ausstellung in Paris den Wiener Typus repräsentieren soll. Von einer neuen Seite zeigt sich die a l p e n l ä n d i s ch e Kunstkeramik, welche besonders in der Erzeugung künstlerischer >Oefen hervorragendes leistet, wobei sie mit Geschick alte Formen und Motive auffrischt. Während in den früheren Messen der Pclzmode ein breiter Raum zugcmessen war, fehlt sic diesmal gänzlich, obwohl sie früher den kostbarsten und interessantesten Teil der Ausstellung gebildet hatte. Die Kleiderabteilung beschränkt sich hauptsächlich aus das sogenannte fertige Kleid und auf die großen Abendtoiletten, deren Schnitt vom Stil der Sommermode nicht wesentlich äbweicht. Schwarz sicht noch immer im Vordergründe, allerdings reich bestickt und durch buntere Töne "unterbrochen, wobei Pelz als Saumbordme auftritt. Auch die S ch u h e tragen der kommenden Wintersaison Rechnung. Vorhcrrschend'sind luxuriös ausgestattete Abendschuhe, größtenteils tief ausgeschnitten, mit schmalen Spangen gehalten, vorherrschend schwarze Lackschuhe, zum Teil auch aus farbigem und genmstertem Leder oder cm§ wertvollen Brokatstoffen. Ueberaus reichhaltig ausgestattet ist die Lederausstellung iotvie die Abteilung für die Erzeugung von Lederwaren, besonders für das Wiener Gewerbe charakteristische Modeledcr, das für die vollständige Bekleidung oder für Zugehör verwendet wird. Ebenso hervorragend ist auch die H u tindustrie vertreten, die diesmal auf dem Gebiete der Herremnode höchste Qualitätsarbeit geleistet hat. Auch die Strickmode ist nicht vernachlässigt. Einen neuen Zweig bietet die L i n o l e u m i n d u st r i e, die nunmehr auch die Tischwäsche für praktische Zwecke verdrängt. Was die Leibwäsche anlangt, scheint man von den bunten Färben abzukommeu und wieder zur weißen Farbe zurückgekehrt zu fein. Im Zusammenhang damit steht das noch immer nicht ausgestorbene B a t i k g e w e r b e, das schon künstlerischen Charakter aufweist und in allen möglicher Variationen und Verwendungsarten auftritt. MODELLHÜTE FEINSTE MHZ E für Herb Win A Sckwedenphtz FEINSTE VIKTOR MEIS ELMANN SALON FÜR FEINSTE MASSANFERTIGUNG KOSTÜME / MÄNTEL KLEIDER ( P ELZE WIEN, 9. BEZIRK, HÖRLGASSE 9, TÜR 12 -TELEPHON NR. 3744/6 -- PERMANENTE AUSSTELLUNG Kunstgewerblicher Arbeiten, aller Art Binsen / Handarbeiten / Hippes Feine Damenwäsche Handgemalte Kleider und Tücher Hausindustrie EXPORT Hanna Menzel & Cie» Kunstgewerbe Wien, I. Burgpassage ■; 10623 M,mm. 9 Durchs.: MariaMIferstr. 0| gibt: Lederjacken u. sonstige Bekleidung, auch!einzeln j zu En gros-Preisen ab. F Qr FixangestelHe u. sei bständlge I Kaufleute auch Zahlungserleichterung! I —- PROVINZVERSAN D—..nJ