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Wiener Morgenzeitung · 1924-09-12 · Heft 2003 (12.9.1924) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2003 (12.9.1924)
Date
1924-09-12
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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r*fV' Serbe 4 Men, Fvelkstz >- -- —, ..... .— Wlsnerr MorgMzestubrg. .- 7: T*B" Sepbsm^r M4 Hx, SOOQ Professor Srotte über altjüdische Temveldüute». Mittwoch hielt Professor Dr. Ing. Alfred Grotte ans Breslau in der.11 rania einen überaus interessanten, durch - - zahlreiche Lichtbilder erläuterten Vortrag Mer die Tempel- >bauten des Salomo und Her ödes. Dir Juden . hatten in ihrer ägyptischen Zelt die gewaltigen Bauten dieses i Landes kennen -gelernt, und als sie wieder in ihre Heimat! zurückkehren dursten, lieh König Salomo einen Tempel er-! bauen, der den ä-gyptistben Bauwerken in Nichts nachstcheü sollte. Erst im Jahre 1000 v. Ehr. wurde dieser Monumentalbau vollendet, an dem 17 0.000 Menschen arbeiteten und dessen Kosten sich auf 110 Millionen Goldmark, nach anderer Auffassung sogar auf 1,33 Milliarden Gold mark beliefen. Das Material, das dazu verwendet wurde, war aber wenig widerstandsfähig und dies führte bald zum Verfall des Tempels, der ans Marmorquadern, die mit Goldplatten verkleidet, waren, bestand. Bei der Belagerung Jerusalems durch Nvbnlkadnezar im Jahre 587 v. Ehr. wurde er durch Brand völlig zerstört. Beim Beginn der Riickkchr aus der babylonischen Gefangenschaft wurde an der Stelle des alten Salomonischen Tempels innerhalb von 18 Monaten ein neuer errichtet, der an Größe und künstlerischem Wert mit jenem natürlich nicht zu verigleicheii war. Im Jahre 20 v. Chr. begann He rode s den Neubau eittes zweilen großen Tempels an Stelle des alten Salomonischen, dessen Bau 60 Jahre in Anspruch nahm. Er übertrüf an Größe und Pracht ltnt ein Vielfaches die Akropolis von Athen, aber zwei Jahre nach seiner Fertigstellung wurde er durch die Römer zerstört. Erhalten geblieben ist nur ein Teil einer Mauer, die mit dem Tempel 'eigentlich in keinem direkten Zusammenhang stand und unter dem Namen „Klagemauer" bekannt ist, sowiöein Steinblock, auf dem in griechischer und hebräischer Schrift ' eine Warnung vor dem Betreten des Heiligtums eingemeißelt war. Heute erhobt sich an Stelle des Tempels des Herodes eine mohammedanische Moschee. Professor Grotte führte in Lichtbädern einige Rekonstruktionen der Leiden Tempel vor, die er jedoch alle als mehr oder minder frei erfundene bezeichnet, weil sie sich weder mit der schriftlichen Überlieferung de8 Jchephus noch des Ezechiel und .des Talmud decken. Die besten seien noch'die vor. 40 Jahren gemachten Rekonstruktionen der französischen Gelchcten Perrot und Chipier. Die lehrreichen Ausführungen des Gelehrten wurden mit lebhaftem Beifall belohnt. Ae Konferenz der tschecho-skovmkischen Zionisten. Am- 7.- und'8. d. fand in O l m ü tz der sechste Zionifiewtag - der jsch echo-slowakischen zionistischen Landesorganisation statt. Trn Hauptinhalt'der Beratungen bildete ein neu ausgearbaite'.er Finanzplan. Von der Tatsache ausgehend, daß die Aufbringung der zionistischen .Gelder in unzählige Einzelaktionen zersplittert ist, die einander jagen und schädögen, daß '-er/.er durch diese Aktionen immer nur ein kleiner Teil ersaßt wird, sieht der neue Plan eine völlige Zen--, t r a l i s! r r u n g vor. In jeder. Ortsgruppe wird sich der einzelne Zionist (oder am Palästinawerk Interessierte) mit einem bestimmten Wochen beit rag von sämtlichen nationalen und Paläftinaaktionen, von allen Beitragen für die Organisafton, für die lokalen Institutionen usw. äblösen. Bloß der Keren H a j e s s o d ist in dieser Ablöse nicht mitinbegrissen. Ter Plan sieht Zur Durchführung der Aktion die Anstellung eigener Neistsekretäre vor. Der Zionisten cag hat den neuen Finanzplan im Prinz-ipe gebilligt und dessen Einführung zunächst für Böhmen, Mähren uno Kchles-en beschlösse!:. Aus dem Berichte der Exekutive konnte man entnehmen,- daß' die Zahl der Schekelzah ler im heurigen kongrestlose!: Jahre einen bedauerlichen Tiefstand erreicht hat. Immerhin versöhnt mit dem Ausfall -der Schekel-. Eon iu K a r p a t h o r u ß l a n d - die große Leistung der dortigen Judenschaft für das hebräische Schnlwerk, welches bekanntermaßen mit den größten Schwierigkeiten zu kämpfen hat. Tie Hauptarbeit des kommenden Jahres wird die Einheitsaktion bilden, durch welche die Organisation und. die Finanzen hoffentlich zu jener Konsolidierung kommen werden, deren sie schon lange dringend bedürfen. H. B. - Trr Mann mit dm falschen Lv8ar. , Ein Konsortium von Gaunern unterzieht sich. der einträglichen Aufgabe, auf echten Noten zu 1, 2' o'der 6 Dollar die ur'prüngliche WerkLezeichmmg in Schrift und Ziffern weg;ur.-!>'i.'ren, dann auf die radierten Stellen Papiermasse vnif.znt -agen und auf dieser dann -einen höheren Wert, 20, 50 oder 100 Dollar, aniMtragen. Die Noten machen den Eindruck der Echtheit, und nur der Kenner weiß, daß die N-otewbÄder -den W.'-Ken nicht entsprechen. Nun wurde hier ein Maun wegen B'rausigMuug perart präparierter Noten Verhaftet. Er hatte seit M-ai lausenden Jahres in einer Pension als Josef Fr e n t j e l, DpiritusgroMndler aus Sokölow, gewohnt.. Seine Rechnungen in der Pension bezahlte er stets in Dollar, die b.sher immer echt waren. In den letzten beiden Wochen hat er aber die Ponsionsrechnungen mit je einer Hundertdollar noie bezahlt, die sich nachträglich als in der geschilderten Weste von 1 Dollar auf 100 Dollar gefälscht erwies. Die Pension erscheint um den vollen Wert der 200 Dollar geschädigt. Frentijel, der allerhand Ausreden gebrauchte, wurde unter dem Verdacht, mit den Fälschern in Verbindung zu stehen, in Hast behalten und den: Landesgericht eingeliesert. Betrug an Sosel. I Das-.Bankhaus S. Basel, 1. Gez., Friedrich-Schmidt- Platz 5, hat vor emi-gem Tagen im Sicherheitsbnreau die Änzeilg-e erstattet, daß dort der Abgang von 2500 Stück Unionbankaktien im Kurswert von'ungefähr 960 Millionen festgestellt wurde. Die betreffenden Aktien waren, wie erhoben wurde, mit'einer Menge anderer der gleichen Gattung - am 19. August im Bankhause vom Postsparkassenamt Mer- . nominen worden. Im Bankhaus selbst hatte man sie sortiert, gezählt, und eingelegt. Es wurde emnttelt, daß schon beim Sortieren der Aktien der 27jährige Beamte der Firma, Josef Bend a, den Mgaüg der 2500 Aktien sestgesthllt hat, daß er davon .den: Raffte:, dem 41jährigen August H a d i n ger Mitteilung gemacht hat, daß. aber trotzdem unterlassen wurde, die Leitung des Hauses zu verständigen. In die Konsignation waren statt der fehlende!: Nummern andere eingetragen. Zunächst schien also Benda des Diebstahls verdächtig. Es würde mich ftstgest-ellt, daß er in der letzten Zeit größere Geldausgaben gemacht hat, die seine Bezüge überstiegen. Da auch Hadinger durch die unterlassene Meldung verdächtig erschien, wurde er ebenso wie sein Kollege dem Cicherhcitsbilreau vor- .geführt. Benda gestand schließlich, aus der Kaste 4>eg Bankhauses 700 Stück Coupons Don- Jnli-SiÄaktien im Werte von 26 Millionen einweudet zu haben. Der größte Teil der von ihm entwendeten Coupons wurde noch bei ihm Vorgeifunden, der Rest sichergestell:. Der Kassier Hadinger stellte entschieden in Abrede, voll dem Verbleib der. Aktien etwas zu wissen. Aber als manauch ihm seinen Aufwand vorhi-eli, gestand er, sich anläßlich des Ankaufes fremder Valuten Unnegel- Mäßigkeiten - zuschulden-kommen lassen zuhaben. Er Hab nämlich regelmäßig dem Bankhaus höhere Beträge in Anrechnung gebracht, als er wirklich verausgabt hat. Der dadurch dem Bankhaus erwachsene Schaden beträgt -rund 400 Millionen Kronen. Allein auch , in diesem Fall ist der Verlust wettgemacht; denn Hadinger hat mit dem Golde glücklich spekuliert, ft, dyß zur Deckung des Mankos Bargeld und Wertpapiere in -der Höhe von 600 Millionen zur Verfügung stehen. . Nun batte man zwei Defraudanten, aber noch immer nicht den richtigen. Dir weiteren Erhebungen lenkten den Verdacht gegen den im Bankhaus Angestellten Beamten Oskar Weiß. Er gestand den Diebstahl der Aktien ein. Er hat die Wertpapiere in einem versiegelten Paket einem Bekannten, der von dem Inhalt nichts wußte, zur Aufbewahrung übergeben. Bei den: Bekannten wurde das Paket beschlagnahmt und man fand darin sämtliche gestohlenen 2500 Mtien. Mit Rücksicht darauf, daß alle drei Personen, die sich Unregelmäßigkeiten zuschulden kommen ließen, geständig find und der Schaden m allen drei Fallen gutgemacht ist, wurden sie auf freiem Fuß belasten, die Anzeige aber an die Staatsanwaltschaft erstattet. MH und Mutzku ll- Warga und Setty. Zwei internationale Hochstapler hckben hier in den letzten Tagen -ihr Unwesen getrieben. Es sind zwei angebliche Amerikaner, die sich als Scheckschwindler und Ladendiebe betätigen. Sie haben bei verschiedenen Juwelieren Erfolg gehabt und Schnmck teils gegen ungch eckte Schecks, teils durch Diebstahl erbeutet. Am 6. d. erschienen bei einem Juwelier ans dem Graben zwei elegante Leute, die gebrochen deutsch sprachen und die Visitenkarten eines dem Juwelier bekannten Amerikaners, Ku'illing, vovwiesen. Der eine nannte sich David Setty und wies auch eine Visitenkarte vor: „David Setty, Wich Continental-Jmport u. Export-Company, 33 Union-Square, New-Fork." Der zweite nannte sich Kaufmann Georg Warga aus New-Gork. Sie verlangten große Brillanten Kn kaufen, wählten am Tage darauf einen Stein um'25 Millionen Kronen :md zahlten mit einem Scheck de8 Wiener Bankvereines. Doch, erfuhr der Juwelier, baß der Scheck nicht gedeckt sei. Im Hotel Ritz, wo die Käufer wohnten, verlangte der Juwelier seinen Stein zurück, indem er auf die Wertlosigkeit deS Schecks hinwies, und bekam ihn auch wiEch mit einer EntschMigung wegen der Verlegenheit, die ihm die Amerikaner „u nwissentlich" bereitet hätten. Am 8. d., am Feiertag, erschienen die gleichen Gauner bei einem Juwelier auf dem Stephansplatz, stellten sich unter den gleichen Namen vor und kauften Me goldene Schafsihausenuhr und Me silberne Tabutiere. Gegenwert: ein BanVoereinsfcheck, gleichfalls ungedeckt. Im Hotel Ritz erfuhr dieser Juwelier, daß die beiden auf den Semmering gefahren seien. In das Hotel warm die beiden nicht mehr zurückgekehrt, dagegen waren sie vorgestern nachmittags bei einem Juwelier am Kohlmarkt erschienen. Während einer mit einer Angestellten des Juweliers sprach, hate der andere aus einer unversperrten Lade eine Brillantbrosche im Werte von 30 Millionen Kronen entwendet, ohne daß es wcchrgenommen wurde, woraus sich beide schleunigst entfernten. Die Polizei ermittelte im Hotel Ritz, daß die Gauner dort als Kaufmann David Setty, zu Neiw-Aork geboren, und Georg Warga, Kaufmann aus New-Aork, gewohnt haben. Sie hatten sich am 9. d. mit der Angabe aus dem Hotel entfcri:t, auf den Semmering zu fahren und dann zurückzukchren. Ihr Koffer, den sie als „Deckung" zurücklietzen, enthielt alte Zeitungen. Wie jetzt festgestellt ist, zählt zu den „trauernden Hinterbliebenen" auch ein Barmixter, der den Afrikanern vier Millionen geborgt hat und dafür glücklicher Besitzer eines wertlosen, weil ungedeckten Schecks ist. Gestern redete es ln ganz Oesterreich. Der trüb-kühle Wetterckmakier scheint wieder anzudauern. Die Voraussage läßt 'dir Hofs!".'.'.:;: auf eiwe k l eitU'Besser:m g offen. Set fünfte Messetag. Im McfsepMst hat das Messegeschäft an Lebhaft keit und Intensität noch zugenommen. Unverkennbar näher! sich das Geschäft seinem Höhepunkte. Besonders lebhaft ist die Beivegung in der L e d e r g a l a n t er i eu n d T a s chne rbr auche, Sehr rege ist der Geschäftsgang in der K a M mb r a n ch e. Hier mrurden außer aus der: Snkzestionä, staaten und der österreichischen Provinz aus Italien, Amerika und Ceylon grwße Aufträge erteilt. - In oer Hofburg äußert sich die S chuh-nredLedeo brauche fast durch gehe;:d sehr lobend über den bisheriger Geschäftsgang. Auch die W a sch e r nd u ft r:e erfre'.lt sich großen Zuspruches, Eso geht es in der Wirk- und S t r i ck w a r e n h r a n ch e unausgesetzt sehr lebhaft zu. AN der Aoütndv brachte der gestrige Tag wieder einer bedeutenden Zuzug neuer Interessenten u>:d eine gesteigert, Zahl von Käufen. Inland und Ausland haben größer« Aufträge vorgeuommen. Regen Absatzes erfteuen sich Iso« l i e r (T h e r m o s) f l a s ch en. Gefragt waren ferner Kleinkücheueinrichtungen, auch solche für Gasbetrieb. Es wird'Über Absatz nach Afrika und Palästina berichtet. ' 4P Auf dem freien- Gestände ist daS Geschäft nutz' im vollsten Gange. Die Kohleunresse/bie in der: letzten zwei Tagen von den führenden Fincnrz- und Fachleuten dieses Gelne'es besucht wurde, ist der Schauplatz intensivster Geschäftstätigkeit (Kohlenstaubfeuerungen, Schwelaulagen und iuliiudische OualitätSkohle). Das Messebild ist ein durchaus günstiges, so in landwirtschaftliche!: Maschinen, .Kleinmotoren, Motorrädern und Radioartiketn. Manche Aussteller haben schon Rekordgefchäfte zu verzeichnen. t * Die an den Kassen zur Ausgabe gelangenden roten Messeausweise hal-err nur bis einschließlich Samstag den 13. d. Geltung. Für Sonntag den 14. d. werden eigeiw Tageskarten zum Preise von 25.000 Kausgegjobien. __ (ErltgeMch.) Der Aaubmord an der SchrWeüerin Tr. Hus'HEmuth. Die Echeb-ungen Mer dm Ramlmwrder Nttidolff Hmg» Hellmuch sind mchsZu albgeischlosi-m. Er dürfte heute dem ILand-eslgericht eingeliofert werden. Im Laufe deS gestrigen Tages wurde er noch mchrifachen Bechöven untergogen^ in. denen er wieder eine genaue SchWmrug seiimes Lsbenslaufe^ und her AusWvung der Tat gab. Selbstmord durch Starkstrom. Gestern, in den Vormittagsstunden, wurde auf der - Wa» gramerstraße an der Grenze des WienerWemeindegebietes die Leiche eines jungen Mannes auf der Pyramide eines Starkst romleit ungsma st es hängend auf-gsfunden. RettungSges-ellfchaft und Femvwchr waren alarmiert worden und seilten die Leiche von der Pyramide auf den Boden. Der Arzt konnte nur mehr den Tod des Mannes, der vermutlich schon in der Nacht erfolgt ist, ftstftellen. Der Tote ist dn 18jährige Wirtschaftsbesitzerssohn Franz K a l l e r auS Süßenbrunn, der offenbar Selbstmord begangen hat Er hat in der Nacht den Mast der Starkstromleitung erklettert und »mit der rechten Hand den Leitungsdrccht berührt, fv daß der Strom durch seinen Körper ging. Der Unglückliche wi-er förmliche Verkohlungen der rechten Hand auf. Der junge Mann, der die Tat wegen Familienzwistes begangen haben soll, hätte Wohl seine Absicht nicht ganz erreicht, wenn nicht infolge des in der Nacht einsetzeniden Regens der Holzmaft für den Strom zur Erde leitend und so die Wirkung eine vielfach stärkere geworden wäre. Sie LebenrmittelmSrkte. Auf den gestrigen Bichmärkten in St. Marx haben sich Kälber um 1000 bis 2000 K. pro Kilo-gramm gegenüber der Voriwoche im Preise verbilligt. Aüch in der Gwßmarkchalle, die gestern -günstige Fleischimporte aufwies, verfolgten die Preise die rückgängige Richtung. Die Aussichten für die dieswöchige Fleischversovgung sind daher wesentlich günst iger.-Der Berkchr auf dem Gemüsemarkte wurde von der ungü-kkstigen Witterung starik beeinträcht-igt. Trotz des Haber* Angebotes haben sich Kohl und Kohlrülben, die schon als Winterwaren beiz-eich.net werden, im Preise v«r t e u e r t. Kohl stellte sich, auf 4000 K. das Stück. Spinat war zu 5000 K. und Paradeiser zu 1000 K. pro Kilogramm erhältlich. Mit holländischem Kraut und Kartoiffsln. verschiedener Herkunft sind die Märkte überfiillt. Auch die SchwämmeAiifuhren sind infolge des RegenwetterS günstiger. Auf dem Ob st markte herrschte in allen Obstsorten Uckberftuß. Mit Tlusnahme von Aepfeln minderer Qualität, die billiger zu haben waren, blieben die Preise aller anderen Obstsorten unverändert. Wien, 12. September. * Ertrinkungstod eines Wiener Konzipienten. Samstag ist der Konzipient Dr. Heinrich Watzlawik bei einer Kahnfahrt in Klosterneuburg ertrunken. * Amtsantritt deS Oberkantors in der Leopoldstadt. Der n-eubeft-ellte Oberkantor für den großen-Leopoldstädter Tempel, Herr Heinrich Fisch er, wird heute Freitag beim Abendgottesdienst seine Stelle antreten. * Schwere Folgen eines Antozusammenstoßes. Gestern nachts hat sich der 22jährige Chauffeur Franz N. in seiner Wohnung an der Türklinke des Klosetts mit einem Handtuch zu erhängen versucht. Die Eltern entdeckten ihn noch rechtzeitin und konnten ihn zu sich bringen. Er gab als Ursache der Tat Aufregung über einen Zusammenstoß an, den sein Auto tagS vorher an der Ecke der Seiden-gasfe und Kaiserstraße mit pin-em gegen die Mqriahiftsrstraße zu falhrctiden Straßenbahnzu-g der Linie „5" erlitten hat. N., -der das Privaten^ - „C 802" lenkte, war <vn den StraßenbabnML mit

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