Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1924-09-11 · Heft 2002 (11.9.1924) · p. Seite 9

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2002 (11.9.1924)
Date
1924-09-11
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
87% known words query
IRI
…/2979076-2980834-2981085--20404-3007629
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

»UWW*-WWWWMWW.ÄßG>VMM Wiff.'W- VK. 8002 Wen, DormerSiaH Wiener Morgenzeitrrns. 11. September 1924 ... . Seite S tUTett die erste Nachtvorstellung in dieser Spielzeit statt. Zur vfführung gelangt .die Nevrre „W a 8 Frauen tr Lumen". Beginn 10 Uhr? Im Th e a t e r in d e r I o s ef st a d t findet Samstag den 18. d.. Vj8 Uhr abends, die Erstaufführung des Lustspieles in drei Aufzügen „Der Myrtenkranz" von ÄndrL Birabeau und 'Georges Dolleh statt. „Gräfin Mariza." Da- Theater an der Men hat mit der Erwerbung von K almans „Gräfin Mariza" zumindest in finanzieller Beziehung einen glücklichen Griff getan. Auch die 200. Aufführung der Operette wurde mit unvermindertem Beifall ausgenommen und alle Mitwirkenden mit Blumen be- ' dacht. Die Leistungen von Carlotta V a n c o n t i, Richard Waldemar, Elise Altmann, Karl B a ch m a n n und Hans Moser sind bereits oft besprochen worden. Neu war >Iosef,König als Kolomau Zsupan, alt jedoch sein stnver- Wcht wienerischer Humor, der alle Nöte der Kriegs- und Friedenszeit siegreich überstanden hat. „Die tolle Lola" hat die Uebersiedlung vom Raimund- Theater in die Renaisfaneebühne glücklich überstanden. Der Musil von Hugo Hirsch kann fa kein Klimawechsel etwas aulün und die Verehrer von Jenny Schäck bleiben ihr auch au der neuen Stätte ihrer Wirksamkeit treu. Man steuert also einem baldigen Jubiläum zu. Älban Bergs Oper „Wozzek" wird im Tschechischen Nationaltheater in Brünn zur Aufführung gelangen. Es/ist bezeichnend für die Umsicht, mit welcher die tschechischen Bühnenleitungen auch die neue ausländische Produktion verfolgen, daß dieses Werk des Wiener Komponisten noch vor der Berliner Uraufführung dem Repertoire einer tschechischen Opernbühne einverleibt wurde. Karl Günther, der Bonvivant des Deutschen Volkstheaters, wurde für das Burgthearer gewonnen und wird bereits bei der Uraufführung von Schnitzler- ,/Komödie der Verführung" im Burgtheater Mitwirken. Gerichtssaal. Schwere Beschuldigungen gegen einen BuchsachderstSudigen- Box dem StrafbyzivksgeviHt 1 fand gestern die Verhandlung eines Ehrenbeleidigungsprazesses statt, die der Buchsachverständige Professor Anion Cinöhrl^ gegen den ehemaligen Direktor der Kontinentalen Bank Leo Kornblüh angestrengt hat. In dam Sircüsprozeß, den, die Kantinentale Bank gegen den früheren Direktor wegen Verunt renu ng im Juni dieses Jahres abgefühvt'hat, erklärte der Angeklagte Korüblüh, der Buchisachverständdge Professor Anton Einöhrl, dessen Gutachten die Grundlage zur Klage bildete, sei vom Veriwaltungsrat der Banl, namentlich von den Verwll-ltun'gsräten Galusser, Griffel.und Pappenheim, M 800 Millionen Kronen b est och en worden, um ein gegen Kornlblüh./gerichtetes Gutachten abgegeben. Professor ' Einöhrl, der beeideter Sachverständiger des LaMsgerichtes ist,, .wurde, nach dieser VechaMung vom Gericht vechcflten,. die Ghren!b.e.IeidMngskla!ge gegen Kornblüh und seinen Rechtsanwalt Dr: Wald man anZustrengen. Der Prozeß gegen. Dv. Waldmann wurde bereits durchgeführt nrid endete mit dem Freispruch des Rechtsanwaltes. 'Die Verhandlung gegen Kornblüh fand geftem statt. Emöhrl verantwortete sich damit, 'daß er als privater Sachverständiger.. von den. .Vevwrltunigsräten der Kontinentalen Bank hevangezogen wurde und für diese Tätigkeit^ eine Entlchmi'Ng erhivtt. Erst nach BeeMgung dieser-privaten Arbeit, wurdet er in derselben - Angelegenheit als gerichtlicher Sachverständiger LefteN. Zur gestrigen Verhandlung waren der Leiter der Wirtschastspolizei Hofrat.Zorn, weiter eine Reihe früherer Berwaltungsrate der Kontinentalen Banlk vor.geladen. Die Verhandlung endete Mt dem Freispruch des AnigMagiten Direktor Kornsblüh, weil der Richter von der Ansicht ausging, daß der AngMagt« lediglich Mr die Richtigkeit der'Information verantwortlich sei, die er seinem Advokaten gegeben habe, und die Richtigkeit der Information nachgewissen erscheine. Der Kläger Meldete gegen das Urteil die Berufung an. Der Hausherr , als Fensterzertrümmerer. Der Tischlermtilst'er Johann D. ist Besitzer eines Hauses in Hernals und wohnt mich daselbst. In der Nacht vom 25. aus den 26. Juli fand in der Wohnung eines seiner Tfm selben Hause wohnenden Söhne die Namenstagsseier statt. .Es ging dabei hoch her; zahlreiche Gäste waren erschienen. Emrge Musiker spielten auf;_ es wurde gegessen und getrunken, gesungen, gefehlt mrd Wchrien; ein Speltalol, der die Parteien nicht schl afen ließ. Am tollsten gebärdete sich. Johann D.,'dev Haushcrr.fo daß ein Wachmann geholt werden mußte, der den Hausherr« zier Ruh?, mahnte. Für kurze Zeit war es erträglich geworden, aiber bald setzte der Lävm wieder ein. Im selben Haufe wchnt unter anderen auch der Rahansiiffpoktor Peter L. mit Frau und Kiud; er war e§. der. die Jnt^vveniwn des' Wachmannes veranlaßte. D. war empönt, daß eine Partei es wage, gegen ihn bei der Polizei Beschwerde zu erhöben. In der bei der gestrigen BerhaMnng zur Verlesung gelangten anzeige des Royonsinispöktors heißt es: „Dar Hausherr glaubte trotz ldc»r erfolgten Intervention, nnbÄümmert um die Nachtruhe der Pavteien, sich lärmend und schreiend Verhalten zu dürfen. Ich versuchte trotz des Lcirmens zu schlafen. 'Es ging nicht. Ich stand auf. es war HM 2 Uhr, ging Mm Hoffenster und bemerkte, wie D. im Hofe herumschlich und etwas auflhob. Bald darauf hört? ich einen starken Knall. Ich sprang auf und. wollte aus der Wohnung. Ich traf den im selben Haufe wohnenden Schneidermeister, der mir mitteilte, daß er gesehen habe, wie der Hausherr einen Stein' an ein Fenster geworstn habe; das sei der Knall gewesen. Später erst nahm ich wahr, daß der Stein durch mein ZimMvrfenlster geflogen war. Im Zimmer lagen die MaAschewen herum. Wäre der Stein nicht durch einen Kasten auf,gehalten worden, er hätte unfehlbar meine in diesem Raum im Bette liegende Frau uvffen müssen." Das Bvweisiverfahren gestaltete sich für den Angeklagten, der jedes Verschulden in Abrede stellte und leugnete, sehr ungünstig. Der Richter sprach den Angeklagten im Sinne der Anklage (Gefährdung der körperlichen Sicherheit) schuldig und verurteilte ihn zu 30 0.000 Kronen Geldstrafe und zum Ersatz der Kosten für das neu eiilgefchnittene Fenster Kommandite der Kroatischen Eskomptebahk, Agram &Ä Wien, I. Seiliepsew® 4 (E£Äir Telephon: 22-5-90 Serie kmös Telegrammadresse: lFrag»obank sann Volkswirt. Polnische Wirtschaftswoche. (Von unserem Warschauer M.-S.-Berichterstatter.) Gegen alle. Erwartungen setzte auf allen polnischen Effekten platzen in der Berichtswoche ein Abbröcklungsprozeß ein, so daß fast alle Aktien Kurseinbußen zu verzeichnen haben. Die Zahl der Transaktionen, die letztens eine bedeutende Vermehrung erfahren hat, ist wieder zurückgegangen, was hauptsächlich aus die bevorstehende Zahlung der Rate der Vermögensabgabe zurückzuführen ist. Aber auch der Einfluß ausländischer Börsen, insbesondere der Wiener, war nicht günstig und wirkte auf eine schwächere Tendenzgestaltung. Ganz vernachlässigt liegen noch immer fast-alle Bankaktien, die auch weitere Verluste erlitten. Größere Nachfrage war lediglich in Zucker- und Peiroleumwerten zu verzeichnen, wogegen Arbitragewerte aus Wien stark ausgeboten waren, und demzufolge bröckelten deren Kurse ab. Zu erwähnen wäre noch die festere Haltung aller Zementaktien, die auf die Besserung der Lage dieser Industrie zurückzuführen ist. Von den einzelnen Effekten notiert Gorka 23,60 Zloty, Zieleniewski ermäßigten.sich auf 14, Galizische Montan auf 6,50, Tepege auf 4,05, Hypothekenbank auf 0,73, Malopolskibank auf 0,45, Industriebau! auf ,5 Zloty. Warschauer Diskontvbank notiert etwas höher T, Handelsbank 9, Pawwozy 0,55 Zloty. Brüder Nobel 2,50, Polska Nafta 0,60, Westliche Gazy 4,80 Zloty. Chodorow 760, Ehybie 11, Rakszawa 3,70, Lemberger Brau 9,90 Zloty. Fester, und zwar bei I bis 1,10 Zloty, war Giegielski, nachdem diese Maschinen- und Waggonfabrik einen langfristigen Kredit in der Höhe von 25.000 Pfund Sterling erhalten hat. Diese Aktiengesellschaft bereitet auch eine Erhöhung ihres Aktienkapitals im Wege einer zwölften Emission um 6,6 Millionen Zloty vor. Gleichzeitig soll auch das. alte Aktienkapital von Mark auf Zloty valorifiert werden. Den größten Teil der neuen Emission wird ein Konsortium belgischer Lokomotivfabriken übernehmen. Die Regierung machte von dem neuen Gesetz bereits Gebrauch und übernahm bei der Zyrgrdower Mtiengesevschaft ein Paket von 40.000 Aktien, welche die alten Aktionäre bei der neuen Emission nicht bezogen haben. Infolgedessen hat die Regierung der-/., zeit einen 6prozentigen Anteil an diesen' Werken. Wenn nicht alle Anzeichen trügen, ist die Wirtschaftskrise in Polen bei ihrem Wendepunkt angelangt und es scheint eine leichte Besserung der allgemeinen Lage emzutreten. Aus allen Industriezentren meldet man eine Belebung des Geschäftes und eine „Steigerung der Nachfrage, wobei auch Äle stillgelegton Betriebe entweder die Arbeit bereits ausgenommen haben oder jedenfalls schon dazu rüsten? Manche Industrien, wie die chemische, Eisen- und Textilindustrie, arbeiten bcrorts ftir den Export. Auch das Interesse des Auslandes für die polnische Industrie beginnt reger zu werden, was aus den denen Krediten zu ersehen ist. Letztens erhielten die Sosnowitzer ElektrizitäSwerke von einem englischen Konsortium eine Anleihe von 100.000 Pfund Sterlings Das Finanzministerium wird in der nächsten Zeit eine Kommission einbevufen, welche die notwendigen Änderungen im Gesetz über die Valorisierung privatrechtlicher Verpflichtungen durchführen soll. Infolgedessen werden auch alle bereits eingeleiteten Valorisierungen bis auf weiteres aufgehalten werden. Aus dem Getreide-markt ist eine andauernd steigende Ten-, denz zu verzeichnen. Die Regierung bemüht sich, den Preissteigerungen auch weiterhin entgegenzrÄvirken uird gab zwar die Ausfuhr von Korn gänzlich frei, setzte jedoch gleichzeitig AuSfuhrÄbgaben für Korn in der Höhe von 25 Zloty pro. Tonne M. Dagegen wurden Einfuhrzölle für ans dem Ausland eingeflihrtes Mehl gänzlich abgeschafft. Allfhebung der BörsebekchMkuagen. Medereinsührung des Wochenarrangements. — Mittwoch wl<Äer Börse. — Erhöhung der Schlußeinheiten ans dem Anlagemarkte. In der gestern unter dem Vorsitze des Präsidenten Bernhard Popper-Arlberg statigesundenen Vollsitzung der Wiener^ Bi-vscnkamnler wurde beschlossen, ab Montag den 15. d. zum. wöchentlich einmaligen Arrangement zuvückzukchren :M> den Mittwoch'wieder als Geschäftstag einzuführen. — Ferner, wurde mrf Antrag eines Komitees, das unter dem Vorsitze des Börfenrates Otto Bunzl eingchende. Beratungen gepflogen hatte, bei einer Anzahl hmt' auf Kronen lautenden Anlagowerten die Schluß ein« Herten ab 1. Oktober 1924 den Zeitvevhältnissen entsprechenderhöht, insbesondere bei der ' dentfchösterreichischen Staats-' schuld, bei den altöfterrerchischen Renten urid bei einigen Eisenbahn-StaatSschuldvevschreibungen aus 100.000 K.; ebenso •tourtoc die Schlußeinheit bei vevschisdeNen österreichischen Landesnnd Städteanleihen jüngerer Ern iss io n fowie bei den Pfandbriefen der Ällg. österr. Boden-Credit-Aichalt, des Kreditinstitutes für Bevkehrsunternehmnngen und einiger anderer österreichischer Institute auf diesen Betrag hrnaufgefetzt. In einigen anderen Fällen wurde die - Schlußeinheit mit’ 500.000 Ä., bezw. 1,000.000 K. normiert. Es wurde jedoch während einer längeren Uebergangsperiode Kr die alten kleinen Schlußeinheiten die Vevkaufsmöglichkeit gesichert. Die Revision der Schlußeinheiten bei Aktien wird in den nächsten Tagen in Angriff genommen werden. Schließlich wurden einige Beschwerden gegen verurteilende Disziplinarerkenln^- nisse erledigt. Fevlsen-'llnd Balutenkurse. (Mitgeteilt von der Hesterreichischen NationalbanN. 10. September 9. September Geld Ware Geld Ware Amsterdam f. t holl, dulden 27l8o.~ 27280— 27151.- 27250— Agram 1 Ju*. krönen ... 976.- 940.— 926.- 932.- Belgrad 1 Dinar . . 916.— 940— 982 . - 932.- Berlin* 1 deutsche Reichsmark 1(5860.— 16960— 16800, - 16901.- Brüssel 1 belgische Francs 3529. 3541.- 3509.- - 3521. - Budapest** 1 ungarische Kronen ♦ 90.60 92.60 90.75 92.75 377.— 379. _ 370,— 372.-. Chrlstlanla 1 norweg. Kronen « 9681.- 9721. _ 968'.- 9720. - Kopenhagen 1 dänische Kronor * 11900.— 11940— ■11880.- 11921.- London 1 Pfund Sterling . . , 315910.- 316910— 314700,— 315700.- Madrid t Pesetas . . , , . 9230.— 0270— o28a.— 0321.- Mailand l Lire ...... 7094.- 6106— 3094. - 3106.— New York 1 Dollar ..... 70965.— 71195— 70085.- 71185.- Paris 1 Francs ...... 3752.- 3768— 3712— 3728.- Prag 1 tschecho-slow. Kronen 2125.- 2135— 2125.- 2135.— Sofia 1 Lewa ...... 514.- 518— 514.— 518.- Stockholm 1 schwedlscheKronot 1S770,— 18860— 18770.- 1P830.— Warschau*** 1 polnische Mark 13570.- 13670— 13610.— 13710— Zürich 1 schweizerische Francs . 13305.- 13355.- 13305.- 13355.— Noten Amerlkan, Noten v. 5 Dollar aufw. 76430.— 70850.— 70480.— 70860. — . „ kleinere . . . 7V360.- 70760.- 70^60.- 70?6>).- Lelxlsebe Noten 100 Francs . , 34^6.— 3515.— 3465. — 3495. — Buigarlsclie Noten zu 1000 Leva. 498.— 505.— 502.— 510.— , , „ 100 „ , , . kleinere. . . ä?8.— 486.— 482.— 490.— Dänische Noten 100 Kroner . . 1176o.- 11840.- 11740.— 1162).- veutsehe Noten*....... 1S59V.- 1871V.- 16540.- 16660.- . - „ . ioo . . . . . kleinere* . . . 16490.— 16610.- 16440.- 16560.- Engl, Noten von 5 Llvrest, autw, 314100.— 315700.— 312900.— 314500.— . „ kleinere ..... 313900.- 315500.- 312700.- 314300.- Franzüslsche Noten 100 Francs . 3725.— 3755.— 37 5.— 3735.— Holländische Noten 100 Gulden , 2c.849.- 27030.- 26800.- 27-00.— > Italienische Noten v. 100 Lire aufw. .3090.- 31 w.- 3105.- 3,35.^ , kleinere . 306v.- zo80.- 3075.-; 3095.-- Jogosl. Noten ungest, zu 1000 Dinar 934.— 940.— 925.— 931.— . . I kleinere ' . S24.- 930.- ZI5.- 921.- Norwejtlsche Noten 100 Kroner . 9560.— 9640.— 9560.— 9640.-v Polnische Noten **• ... . . 13480.- 13620.- 13480.- 13620.^ . kleinere . . . 13280.- 13420.- 13280.- 13420.- kumSnlsche Noten zulVVO u. 500LeI 3?6.- 380.- 367.- A7I.^ , , kleinere . . . 366.— 370,— 357.— 361.—, i Russ. Noten (Roman,) zu 500 Rubei —• **v— — .. . . »100 . . » '» » kleinere, , Schwedische Noten 100 Ktonor . 18570,— 18670.- 18600.- 48700.- Schweizerische Noten 100 Francs, 13250,— 13340,— 13260.— 13340.— Spanische Noten 100 Pesetas , , 91lo,— 9190.— 9160.- 9210,— Tschecho-slow. Not. v.lOOOaufw, 2117.- 2133.- 2117.- 2133.- „ „ kleinere . 2112.- 2128.- 2112.- 2128.^- 7ürk!sche Pkund-Noten. .... 34100.- 34900.— 34100.- 349oe.~ Ungar,Noten**(n. Em.)zulOOOKr, —— .-n . .zu 10.000 Kr.; . . 88.50 91.50 88.75 ' 01.75, . . kleinere . . ... 83-5» 86.50 83.75 86.75. * Für eine ^'Billion Mark, ** für IVO ungarische Kronen ***' für 1 Zloty aufwärts. Der gestrige Privatverkehr von Bureau zu Bureau Wat von einer lustlosen Tendenz , getragen. Dt« Taxationen bewegten sich auf dem letztgemeldetckn Stand) Die Umsätze waren fast belanglos. ' Die Versorgung gestaltete sich gestern sehr leicht, da das Material äußerst gering war. Der Zinssatz erfuhr keine Veränderunlg und stellte sich auf 0,375 Prozent pro Woche. ' ' Insolvenz zweier Holzhandelssirmen. .Wie dir Anskstnstei B. Marens u. Sohn erfährt, ist die ziemlich bedeutende Meri-' dian-Hohhandelsgssellschast m. b. H. in Wien, 8. Bez.; Ler^'' chenfelderstraße 6. in Zahlungsschwierigkeiten . geraten, und wird um die Einleitung des gerichtlichen Ausgleichsverfahrens ansuchen. Die Firma begründet ihr Zahlungsunvermogen mit großen Verlusten am französlschen Maickte. da sie ihr Hauptgeschäft nach Frankreich betreibt und ihren Hauptsitz am Pariser Platz hat, ferner durch bedeutende Kundenverlnste und übermäßigen Zinfendienft. Durch dieses Falliment ist aber auch die mit dem Unternehimn in Jnteressengemeurschaft sichende Holzgroßhandlung Schindlersn. Körner in Wien wn gleicher Adresse zahlungsunfähig gelvdvden, .und wird gleichfalls ein Arrangement anftreben. Diese Firma bestcht seit 1910 und deven Inhaber sind als' tüchtige Fachleute bekannt, so daß die Firma großen Kredit cpnoß. Der genaue Status scheint noch nicht sertiggestellt zu sein, doch glaubt man, die Gesamtschulden beider Unternchnmngen mit' nahezu 15 Milliarden Kronen annähernd wichtig beziffern zu können. Beteiligt sind nebst zwei Wiener Banken einige Holzerzenger im In lande. An Aktiven kommen hauptsächlich die m Paris lagernden Wavenibestände in Betracht, während die Forderungen bei Kunlden nicht hoch einzuschätzen seien. Man nimmt au, daß dennoch ein annehmbarer Ausgleich geboten werden könne. Der Stand der österreichischen Getreideernte. Die Ausreise des Getreides erlitt durch das unbeständige, zumeist kühle Wetter in den höheren Lagen eine tvesentliche Weein:räch.tigtmg. Durch wiederholtes Beregnen ist hauptsächlich Sommergetreide ausgewachsen. Der Drusch ist in allen Niederungsgobietcn bereits ziemlich vorgeschritten und enttäuscht fast überall. Die Körner sind vorwiegend nicht voll entwickelt, das Hektoliier^ gewicht ist außergewöhnlich niedrig. Stroh ist dagegen reichlich Vorhanden, aber mit Unkrautpfta-nzen stark vermengt; infolge Lagerung ist es brüchig. Es ist häufig rostig und daher von geringem Futterwert. Winterweizen schü'.iet noch am besten. Die Kornqualität ist sehr verschieden, vorherrschend aber kaum eine mittelmäßige. Die Körner find zumeist klein, Brandbefall ist stellenweise wahrzunehrnen. DaS Stroh ist lehr ausgiebig, aber kurz und voll Rost. In Mittelgelbirgs- und höheren Lagen ist viel Frucht ausgewachsen. Sommerweizen ist zuineist noch am Feld und hat durch Regen schr gelitten In Hochlagen witzd die Frucht kaum ausr-ei-fen können. Wchnt er roggen hat stellenweise gut entavickelie Körner Die Nehren waren etwas schartig, auch sind bei der Ernte diel Körner ausgchallen, infolgedessen entsprechen die Truschre-nftalc nicht den gehegten Erwartungen.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.