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Wiener Morgenzeitung · 1924-09-11 · Heft 2002 (11.9.1924) · p. Seite 10

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2002 (11.9.1924)
Date
1924-09-11
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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gefte 10 Wien, Donners'kag Kvnzessionszwanq im österreichischen Bankgewerbe. - Wie verlautet, wird die DurchMruMsverordnung zu dem Ge,ede betreffend die Komeffibnierung des Bankaewcrbes binnen rmgmn erscheinen. Müttlerweile trieft die Bör^ökanrnrer m ihrer Wirkungssphäre umfassende Vorbereitungen für die aus diesem Grunde vorzunehmenden Erhebungen Wer die in Betracht kommenden Geschäfte. Die ungünstigen Verhaltume machen es begreiflich, wenn ein Teil der Bankgeschäfte auf die Konzession vernichten will und fortab nur das Effekten-KommMonSgeschÄft als Börsenbefucher zu betreiben versuchen wird. Nach dieser Richtung hin werden allerdings die Entschließungen vielfach auf formelle Schwierigkeiten stoßen weil we Handelskammer durch die„Mbwanderung aus dem Bankgewerbe in ihren Interessen geschädigt würde. Getreidehausse in Deutschland. Aus Berlin wird -uns.geschrieben: Der Geschäftsverkehr zeigte während der ganzen Woche das Bild großer Lebhaftigkeit. Die schon lange erhofften Zufuhren ans der neuen deutschen Ernte kannten infolge der ungünstigen Erntewitterung nicht ein treffen, sondern es mußte für die Auffüllung der völlig entblößten Lager Umschau auf dem Weltnrarkt gehalten werden. Hier fand man aber überall mehr Käufer als Verkäufer, da nicht nur Deutschland unter ungünstigem Erntewetter leidet, sondern die gleichen Verhältnisse in England, den nordischen Ländern und Polen vorzuliegen scheinen, wogeaen der sonst maßgebendste Versonftr aus dem Getreidcmarft. Rußland, infolge seiner fast völligen Mißernte in Getreide gänalich ausgefchaltet ist. Die Rettung für die Deckung d:s Getreidebedarfs liegt daher leider ebenso wie für man^e anderen wirtschaftlichen Verhältnisse Milleleuropas in Nordamerika, wobei dieses allerdings durch Argentinien kräftig unterstützt wird. Wücklicherweffe lagen, die Getreidetcrm'nmärkre in Nordamerika während der.lebten vierzehn Tage nicht allzusehr nach oben, so daß die außerordentlich großen Ansprüche, welche die europäische Bedarfsdeckung an die amerikanischen Verkäufer stellte, gut befriedigt werden konnten, und die großen Ankäufe drüben mehr eine Steigerung der Frachten als eine Steigerung der Preise hervorriefen. Anders gestaltete sich die Preisbewegung an den deutschen Märkten, an denen es in rast allen Artikeln ^an greifbarem Material fehlte. So brachten Deckungen für früher getätigte Vorverkäufe von inländischem Roggen den deutschen R o gg enpre i s sehr' bald über Weltmarktparität. Ebenso stellte sich deutscher Hafer, über dessen Beschaffenheit man noch sehr im unklaren ist, und der. ans alle Fälle viel verregnete Ware. Eigen wird, teurem als die -trockenen argentinischen Om^litäten. Besonders ungünstig liegen die VcrbAtnrsie bei deutschem Weizen, der. wenn er schließlich unter Dach gebracht sein wird, größtenteils ninr für Fütterunasrwecke verwendet werden kann. Me MiUen sind für die Meh'ch erste llung daher n'cht nur auf d'e Einfuhr ausländischer Kleberweizen angewiesen, i'""dern werden sich auf dem Weltmarkt auch nach sogenanntem Mch'weizen umgeben müssen. Fast bei keinem Artikel' macht sich die Mißernte Rußlands und auch die Mechte Ernte Rmn-iniens so stark bemerkbar wie bei Gerste. Selbst der auüerorden^ich heh- Preisstand, der fast den Wei»enpreis erreicht hat. hat es nicht vrirmocht. genügend Angebot für die Bedarfsdeckung hervonuübringen. Fast überall sind die Bedawsplätze von Gerbe völlig von Ware enMvßl und warten ähnlichst aus das Eintresifen neuer Zufuhren, die auch bei ihrem Eintreten immer nur wieder einen Tropfen auf einen heißen Stein bilden. Die Unmöglichkeit, -den Bedarf für Futtergetreide iir Gerste zu decken, brachte auch dem seither vernachlässigten Artikel Mais etwas mebr Frage und änderte das Bild der Marktlage die'es Artikels dahin. daß greifbare Ware, die seit- .ber am billigsten verkauft wurde, ein Aufgeld gegen spätere Sichten erzielte. Der Import landwirtschaftlicher Maschinen nach der Sowjetunion. Ter ..Rußgerstorg" (Russisch-Deutsche. Handelsgesellschaft) hat in Oesterreich und der Tschecko-Slowakei einen Posten landwirtschaftlicher Maschinen im Werte von gegen drei Millionen Goldrutbel gekauft. Wie Rußpreß erfährt, be- Wiener Modenzeitung. finden sich diese Maschinen bereits auf dem Transporte nach dem Petersburger Hafen, von wo sie an die staatlichen Unternehmungen nnd die landwirtschaftlichen Kooperativen verteilt werden sollen. Bei derselben Gesellschaft wurde vom „Zimirosojus" (Zentralverband der Genossenschaften') eine größere Partie' Sensen angekanft. ' Wiener Holzbörse. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeibung") gestrige Holzbörse verlief in ruhiger Haltung, die Tendenz war schwach, die Preislage gedrückt und es werden unter den Gestehungskosten Preise angelegt, so daß es schon auS diesem Grunde z» geringfügigen Umsätzen kommt. Abgeschlossen wurde von Nadelbolz-Schnittmal erial Gerüstvfosten 50 Millimeter von 20 Zentimeter aufwärts zu 735.000 K. ab Wien. ' . A «-geboten wurden von Nadelholz-Rundholz Langholz vsn 20 bis 35 Zentimeter zu 240.000 K. ab oberösterreichischer Donaulände. Kiefer-Blomholz 20 Zentimeter aufwärts 4 Meter zu 826.000 ab niederösterreichischer Station, von Nadelbolz-Schnittmaterial Kantholz 4 bis 6 Meter MO, 15/15 zu 580.000 K. ab Wien. 20-Millimeter- Bretter von 18 bis 32 Zentimeter 4 bis 6 Meter zu 550.000 K. ab niederösterreichischer Station, von L a n b h o l z - Schnittmaterial polnische Eiche von 27 Millimeter aufwärts löse Ware I* und Ila zu 1,500.000 5k. Wien, jugoslawische Linde 27 Millimeter aufwörts von 15 Zentimeter aufwärts la und Ila zu 1,750.000 K. ab Men. Buchenscheiter Lärchen 5«/, Prügel zu 3,200.000 K. ab niederösterreichischer Station, rumänische zu 3,700.000 K. ab Wien. Spreißrlholz gebündelt zu 290 K. pro Kilogramm ab Wien. > Gesucht waren Lindenbretter Ia, Fichte und Tanne Ia und Ila 24 bis 30 Millimeter, 10 bis 13 Zentimeter, 4 Meter, Lärche 45 bis 50 Millimeter Ia und Ila, 4 Meter lang ab Buchs aussuhrftei. Wiener Warenbörse. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) Zum öffentlichen Verkauf gelangen am 12. d. um 1 Uhr mittags feiner Stahl, am 15. d. um 11 Uhr vormittags 83.000 Kilogramm Teerpech. Börse fßt landwirtschaftliche Produkte. (Eigenbericht der ..Wiener Morgenzeitnng".) Während die Tendenz sich im Einklänge mit Prag und Budapest etwas freundlicher gestaltete, könnthinsichtlich des Umsauges der Umsätze kein-e Besserung eWeft werden, da die Geldnot weiterhin in Geltung bleibt. Weizen wurde in ungarischen und jugoslawischen Provenienzen in kleineren Partien zu unveränderten Preisen aus dem Markte genommen Auch österreichische Ware fand Abnchmer. Roggen, M<ris und Gerste in feinen Qualitäten erzielten leichteste Vreisbessernngen, dagegen wurde Hafer zu unveränderten Preisen abgegeben Von Nchenbrrdukten haben Heu und Stroh neuerliche Preisbessevungen erfahren. Das Mehlgeschäst liegt nicht ungünstig; Weizen-, Roggennnd Futtermehle erzielen unveränderte Preise, Kleie ist nachgebenid bei willigem Offert, da sich die Nachfrage vermindert hat. Es notieren pro Kilogramm ab Wien inklusive der Warenumsatzsteuer. Weizen inländischer 3800 bis 3900 §L ungarischer Theiß alt 4500 bis 4600 K., neu 4300 bis 4400 K., jugoslawischer 4100 bis 4200 K., Roggen inländischer 3600 bis 3650 K.. ungarischer 3575 bis 3600 K., Gerste inländische 4200 bis 5000 K.. tschecho-slowakische 4800 bis 5600 K., böhmische Ia 6000 b'S 6200 K., Futtergerste 3600 bis 3800 St.,. Mais 3400 bis 3500 K., Cinquantin 3700 bis 3800 K.. Hafer inländischer 3450 bis 3550 K., rumänischer 3300 bis 3400 K., Weizengrieß inländischer oder unga¬ 11. September 1924! Nr. 2098 rischer 7100 bis 7200 K., Maisgrieß 4700 bis 4800 K., Weizen mehl Nuller inländisches 6900 bis 7000 K., ungarische« 6800 bil 7000 K.. iugoslawisches 6200 bis 6900 amerikanisches Voll patent 6900 bis 7300 K., Brotmehl inländisches Ia 5000 bi! 5200 K., Futtermehl Ia 3700 bis 3900 A., Noggennrebl in. ländisches Ia 5450 bis 5560 K., Schwarzwggen 3700 bis 3900 K. Gleichmehl ungarischer Ia 5000 bis 5200 St.. Weizenkleie 215( bis 2200 K., Roggenkleie 2100 bis 2160 K. Biehmörtte in St. Marx. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) B o r st e n v i e h m a r k t. Angemeldet wurden für bei gestrigen Markt 16.083 Schweine, allein zu Beginn desselben blos 15.333 Stück, darunter 11.048 Fleisch- und 4285 Fettschweim aufgetrieben. Der Provenienz nach waren 288 ungarische 1695 jugoslawische, 9933 polnische. 3265 rumänische, 78 dänisch» und 134 schwedische. Bei einer Mehrzufuhr von 7000 Stück, ai der namentlich polnische Fleischschweine partizipierten, war di, Tendenz wesentlich flauer als am vergangenen Dienstag. Fettfchweine haben in allen Qualitäten 3000 K. und stellenweise auck mehr, Fleischschweine bis zu 6000 K. pro Kilogramm. im Preis« eingebüßt. E^ notierten: Fettschweine prima 25.500 bis 26.500 K. extrem 27.0l 0 K.. mittelschwere 24.500 bis 26. K., Dauernfchweine 23.500 bis 25.750 K.. alte Schweine 23.50» bis 24.000 K nnd Fleischschweine 18.000 bis 23.500 K. (24.000) pro Kilogramn Lebendgewicht. Baumwoümarkt. New-Borst, 9. September. Baumwollzufuhren in den atlant. und Golfhafen 62.000, im Innern 37.000. Ausfuhr nach Großbritannien 22.000. nach dem Kontinent 10.000. Lokalmarkt middliqg: 24.50 (letzt. Kurs 23.601 Tendenz: Stetig. — Termine r August —September 23.35, Oktober 23.55, November , Dezember 23.08, Jauner 23.06, Februar —März 23.30, April 23.42, Mai 23.55, Juni Juli 23.08. Berliner Börse. Berlin, 10. Septemlber. Da weder hrnfichtlich der Pali» tischen Lage noch der Verhältnisse auf wirtschaftlichem Gebiete Anzeichen Vorlagen, die als eine Besserung bezeichnet werden könnten, ließ der Beginn des heutigen EffektenverkehrS wieder eine hochgradige Lustlosigkeit erkennen und die Aktienkurse wissen bei der ersten amtlichen Feststellung vorwiegend weitere Abbröckelungen auf. Mitunter ergaben sich auch allerdings unbedeutende Verbesserungen, die ihre Anregungen in Deckungen fanden. Die Speknlatoin wandte sich unter dieisen Verhältnissen wieder den deutschen Anleihen zu und täuschte sich nicht in der Erwartung, daß auf diesem Umsatzgebiete sich Mitläufer finden würden. Tatsächlich zogen VorkrregSanleihen und Kriegsanleihe bei zunehmender Lebhaftigkeit des Geschäftes wiÄ>rr an. Auch Schutzgebietsanleche'wurde zu Heeren Kursen, nämlich etwa bis 10,26 Prozent, umgefetzt. Dagegen neigten ausländische Anleihen cher zur Schwäche, so insbesondere türkische und ungarische Werte. (Lilles in Billionen von Mark.) Schlußkurse: Türkische Lose 36.—, Qesterr Staatsbahn 23.75, Nordd. Lloyd 5.7, Ver. Elbeschiffahrt 2.5, Berliner Handelsgesellschaft 27.—, Kommerz. Privatbank 5.5, Darmstädter Bank 9.—, Deutsche Bank 10.375, Diskonto- Kommandit 11.6, Dresdner Bank 6.875, Nationalbank für Deutschland Oesterr. Kredft 0.375, Oesterr. Länderbank —.—, ReichSbank 44.25, Wiener Bankverein 0.25, Wr. Unionbank 0.275. Allg. ElektrizitätS-Gesellschast 9.—, Bochumer Gußstahl 48.25, Daimler Motoren 8.—, Deutsch-Luxemburger 48.25, Deutsche Maschinen 6.125, ' Dynamit Nobel 9.3. Felten u. Guilleaume 20.76, Gelsenkirchener Berg t42 cm breit in allen Farben wtc m. u ad i c n« Assa -« ty tw? ha STOTitE Copyright Oesterhkld & Co. Verlag, Berlin. SZ. Fortsetzung. Das Rädchen im Sietzel. Kriminalroman. Von Josef Gollomv. „Ich habe mir in dieser halben Stuwde genug gefallen lassen", erwiderte sie. ,Fapiiän,".sagte Hawleh, „wir wollen Ihre Zeit setzt nicht langer vn Anspruch nehmen." Der Seemann verbeiugie sich und ging. „Livbes Fräulein Goodrich," fuhr Ha-wleh fvenMich fort, „seit man Sie vor einer Woche ungefähr nach Hanse brachte, ist Fräulein Sangree nie mehr ausgegangen, aber gestern vormittags war sie zwischen zchn und halb zwölf nicht zu Hause. . Woher wissen Sie das?" fragte Eileen. * , , Naida lachte. „Du bist sehr naiv, Eileen. Hast du denn noch nicht gemerkt, daß wir seit dam Tode deines Vaters nnter p.olizÄicher Anfsicht stehen? Daß unser Hausmeister durch einen fremden ersetzt wurde? Ich glaube Inspektor Hawley kann dir den Gvund sagen." Hawleh errötete. „Da Sie uns Ihre Beihilfe verweigert haben, mußten wir uns helfen so gnt wir konuten. Sie wollen also nicht verraten, wo sie gestern früh göwesen sind?" „Wenn Ihre Spionage so gut organisiert ist, brauchen Sie mich doch nicht zu sragen." Er streckte die Hand ans, um auf einen Knopf zu -rücken. Eileen hielt ihn miteinem freudigen Ausruf zurück. „Halt ich hab's!" Sie schli'g das Telephoubuch auf und suchte nach. ,^Herr £ >ley, Sie kennen die Rechtsan-välte meines Vaters, Llnvellyn und'Ghilton?" Er nickte. ,^ier ist die Telephonmunmrer, bitte, rufen Sie Herrn Llewellhn an." Hawleh war überrascht über den Eifer und ging ans Telephon.. k -Was soll ich ihn fragen, Fräulein Goodrich?" ,^Väs sie von Naida hören wollten." „.Herr Llawellyn?" rief Hawleh in den Apparat. ,/Hier Inspektor Hawleh von Scotland Dard, ich glaube, Sie kennen mich. Ich spreche im Auftrag von Fräulein Goodrich. Sie läßt Sie fragen, wo Fräulein Sangvee gesteim vormittags zwischen zchn und halb zwölf Uhr -war?" „Merkwürdige Frage! Ah, ich verstehe", antwortete 'der RechtsaiÄvalt. „Ja, Fräulein Sangvee hatte um diese Zeit eine Konfevenz in unserem Bureau." „Könnte^ man ohne Schwierigkeiten genau die Zeit. dieser Konferenz seststellen?" „Ein ganzes Haus voll Mbis sieht zur Verfügung, itwitift es nötig ist." ,^-ch danke Ihnen bielnrals, aus Wiedersehen!" Er -hängte langsam den Höver an. Seiu Gesicht glühte vor Derlegenlhert. ,H>err Llewellhn erspar min eine Peinliche Aufgabe", sagte Hawleh, der sonst so offen war, ausweichend. < Eileen legte ihren Arm um Naida. „Entschuldigen Sie sich bei Naida", forderte sie Hawleh müde lächelnd auf. „Ich kann mich nur über weinen Irrtum entschuldigen, und ich hoffe ernsthaft, .daß ich mich in bezug aus jonrand der Ihmn nahesteht, ebenso irren werde, Fräulein Goodrich." ® „Der Mann, den Sie des Mordes an meinem Vater und Herrn Str-eeter verdächtigen, wer ist es?" „Wo so vie'l Verwunderliches geschieht, darf man Haffen, daß auch dieser Verdacht unbegründet sein wird." Hawleh vrsuchte, Eileen möglichst zu schonen. ,Me haben heute schon zuviel Aufregendes erlebt," sagte er freundlich, „und wenn ich trotzdem davon spreche, tue ich es nur, weil sie es doch erfahren müssen. Ich denke, es ist am heften, wenn Sie es von mir hören." ,Mer ist's?" hauchte Eileen kaum vernehmbar.; Hawleh g.irig langsam zur Tür, die er üffnote. Ein Mann stayd im Flur. „Bitte, bringen Sie ihn herein, Berck." Hawleh blieb in peinlicher Verlegenheit an -der Tür stehen. Schritte näherten sich. „Sie . können im Empfangsraum .warten, Berk", sagte er und ließ Hugo Malivin eiutveten. Das Gesicht verzerrt, die Haare ungekämmt, die Kleidung vernachlässigt, richtete dieser fei>ne stumpfen Augen mitleidig auf Evleeu. Sie sah ihn wortlos an. Dann streckte sie unsicher die Arme mach ihm aus. Zögemd kam er näher. Sie berührte sein Haar, strich es zärllich glatt. „Armer Innige", muwnelte sie. Hawleh ging ans Fenster. Makvin versuchte zu lächeln. „Laß nur gut sein," soglte er zitternd, „es wird sich schon alles ausklären." Sie zog ihn zmn Sofa und ließ ihn sich neben sie setzen. ' „Ich weiß nicht, was dies alles bedeuten soll, Hugo, aber eins ist sicher, du kannst keinem Menschen weh tun." Er zuckte zusammen. „Glaub mir, daß ich unschuldig bin!" „Natürlich," sagte sie ernst, „ich weiß es, weil ich dich liebe." „Eileen, meine Hände sind rein von deines Vaters Blut!" schrie er. ' Hawleh sah Mälvin einen Augenblick an, drehte sich aber gleich wieder um. ,Mar es nötig, das zu sagen, Hugo?" ,Mh —" lächelte er verzweifelt, ,ßm\. ich es wenig; stens böwelisen könnte!" Sie holte tief Atem. „Erzählen Sie mir alles, Herr Jnfpektbr", sagte , Eileen. - Hawleh begann zögernd: „Herr Mälvin kann keine Erklärung algelben, warum er Sie im Picadillh-Pallast plötzlich verließ. Der Mord geschah unmittelbar nachdem e>r von Ihnen weg>ge>gangen war." . ,Ich sagte Ihnen doch, Inspektor, >daß ich fortlief und die halbe Nacht im Nebel herunrirrte..." (Fortsetzung folgt.)

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