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Wiener Morgenzeitung · 1924-09-11 · Heft 2002 (11.9.1924) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2002 (11.9.1924)
Date
1924-09-11
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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gfr.spoe Wien, Bouners'tag Wrenev Morrgenzeitunk. 11. September 1924 Gstte 5 8er große Bodenlimf. Jerusalem, 8. Gchtknber. Ein vom Hailptbureau der Keren KaZ-emeth verbreiteter Lrtttel Wer den neuen Landkauf von 40.0 00 Dun am enthält folgende Details: . Der größte Teil der neuen Böden, rund 8 0.0 0 0 Dunam, schließt Isich südlich an den 19.000 Dunam großen K. K. S.-iKomPlex Nahalal an, so daß im West te il des mittleren EmÄ ein geschlossener Block jüdischen Bodens von rund SO.OVO Dunam entsteht. Durch 'den Kauf werterer 8000 Dunam schlägt der K. K. L. zwischen seinen Boden Djind-jar (4478 Dunum) und Li u 'b - e l - N a s r a eine Brücke; dieses samt den früher erworbenen K. K. L> Böden Tel Ada- «vd Merchawia (Mammen 92.000 Du nam) sowie der Boden der -Lion Commonwealth" und des ,Meschel" in Balifouria und As ul e (80.000 Dunam) er .ge'ben numlrchr einen zentralen Block von 60.000 Dunam. Schließlich erweiterte der K. K. L. seinen Ost block Nurii durch Zuckanf von 6000 auf mnd 35.000 Du nam. Hinzugerechnet Jad«j«ur, das weiter gegen Haifa zu liegt und 15.000 Dunam umfaßt, davon 3800 Dunam K. «K. L.- Boden, steigt der jüdische Besitz landwirtschaftlicher Böden im Emek aus rund 160.000 Dunam, wovon allein 117.000 Dunam auf den St. St. L. entfallen, Die neuerworbenen Böden sind nach übereinstimmenden Gutachten der landwirtschaftlichen, ärAlichen und technischen Sachverständigen für eine großzügige Kolonisation vortrefflich geeignet. Es ist fast durchwegs ebener MuviaNoden, der über genügende Wasserguellen verfügt und nur geringe Ausgaben ' jiur seine volle Sanierung erfordert. Auch die DeÄchrSlage ist führ günstig. So erstrecken sich die 80.000 Dunam südlich Nahalal 7 Kilometer lang zu beiden Seiten der Bahnstrecke Haifa—Asule. .. .Bei Zuweisung von 100 Dunam für jede Familie werden auf dem neuen Boden an 400 Familien landwirtschaftlicher. Kolonisten und bei fortschreitender Intensivierung des Anbaus auch die doppelte Anzahl ihren Unterhalt finden. Wenn weiters erwogen wird, daß erfahrungsgemäß neben, den Bauern viele Handwerker und andere Ansiedler Raum finden, dann sicht fest, daß der K. St. L. durch seinen jüngsten Kauf die Grundlage für das 2:ben tausender neuer Ansiedler in Erez Israel geschaffen hat. Der St. St. L. hat vor kurzem die Parole ausgegrben, das Mische Volk müsse ihm die Mttel zur Auslösung der zweiten 100.000 Dunam bereitstellen. Herr Usfisch» ki n, der Präsident des K. K. L.-Direktoriums, war auf seiner Wevbefahrt durch Ost- und Zentraleuropa der begeisterte und begeisternde Verkünder dieser Parole. Dar St. K. 2. hat nun den ersten mutigen Schritt getan, feine Zusage an das jüdische Bott wahr zu machender hat von jenen 100.000 Dunam die Hälfte e'rworben, wenn auch noch nicht bezahlt. Nun ist es am jüdischen VM, auch seine Pflicht zu tun und dem K. St. L. so viel zu spenden, daß er die schweren, an den Kauf gek-nüpften Geldverpflichtungen gewissenhaft erfüllen und möglichst bM die weiteren 80.000 Dunam dem nationalen Eigentum zuführen kann. 2670 Einwanderer im August. Wie die Palästinensische Lelegraphenagentur erfährt, sind während des Monats August 267 0 Immigranten in Palästina eingetroffen. (Im Juli betrüg die Zahl der Immigranten 1772.) Während der ganzen Jahres 1928 wanderten 7421 Personen ein; 1922 kamen 7844 Immigranten ins Land. Seit der britischen Besetzung BalLstmas, also seit 9. Dezember 1817. bis Ende des Jahres 1922 kamen 26.639 Juden nach Palästina. Der Keren Hajessod als Teilhaber des Solelboneh. Durch den soeben abgeschlossenen Vertrag zwischen der palästinensischzionistischen Exekutive und der Baugenossenschaft jüdischer Ar- , beiter Solelboneh wird der Keren Ha;essvd zu '50 Prozent Teilhaber an diesem Institut. Gemäk w ou~!.n„.. > ... _—^ «■<.«. Bvcttn spaienoD zu '50 Prozen Teilhaber an diesem Institut. Gemäß Beschluß des Zionisten kongresses übernimmt der Keren Hajessod vom Kapital des Solelboneh 8000 Pfund Sterling Vorzugsaktien. Die Baugenossenschaft hat sich verpflichtet, ihrerseits gewöhnliche und Vorzugsaktien um 8000 Pfund Sterling zu placieren. „Unser Vertrag", erklärt« der Schatzmeister der palästineMch-zioniMchen Exekutive in seinem Julibcricht, „läßt hoffen, daß der Solelbo'neh sich zu einer prosperierenden Baugenossenschaft entwickeln wird. Gr hat sich zum Ziel gesetzt, jeden Verlust zu vermeiden und einen Reservefonds anzulegen. Der Erfolg ist davon abhängig, daß dem Direktorium das ganze nötige Kapital zur Verfügung stehen wird. Bis Ende Juli hat der Keren Hajessod 35 Prozent, daS sind 2000 Mund Sterling, eingezählt. Hätte er schon die ganzen 8000 Pfund erlegen können, tväre da- Geschäft der Genossenschaft auf eine gesunde Basis gestellt und man hätte SchuldenAmien erspart." min nun Jerusalem (behördlich anerkannt) Auswärtige Schüler finden Aufnahme bei Familien fn der modernen Gartenvorstadt Beth-Haketem» Daselbst ständige Fühlung mit deh Lehrern // Sport Schriftliche Anfragen durch die Administration %SH8P*£BS» Die Aussvrstung Palästinas. Laut einem soeben veröffentlichten Bericht sind seit 1920 in Palästina drei Millionen Bäume gepflanzt worden. 673.000 Bäume hat die Zio ni-- st i s ch t Organisation pflanzen lassen. Jahrhundertelange Vernachlässigung, Entforstung zugunsten des Getreideanbaues und endlich Fallen der Bäume für Kriegszwecke beraubten Palästina aller natürlichen Wälder. Olivenhaine, Eukalyptus- und Johannisbrotbäume bildeten wichtige Erscheinungen in dem landwirtschaftlichen System Palästinas, aber auch diese litten ernstlich unter den zwangsweisen. Requirierungen der türkischen Armeen. Während des Krieges wurden die Wälder schonungslos ausgerodet. Eine der ersten Unternehmungen der britischen Administration war die, ein Landwirtschastsdepartement eiw zusetzen und eine „Forstverordnung" herauszugeben. Staatliche Baumschulen wurden zwecks Verbreitung der sich bewährenden Arten gepflanzt. In dem Aufforstungsprogramm heißt es unter anderem: Freie Bäumeverteilung an die Stadtbezirke, Schulen, Dörfer; die Anpassung und Akklimatisierung exotischer Arten einschließlich der zu Bauholz, Früchten und Luxusgegenständen dienenden Arten. Die palästinensische Zionistische Exekutive beschäftigt eine Anzahl Sachverständige zwecks Durchführung ihres eigenen Programms: Hügel-, Flach- und Sumpfland zu bepflanzen und die Kolonisten in ihren Anpflanzungen zu unterstützen. Sie erhält fünf Waldbanmschulen. Wort und 8«tz,tt von EeMen. Früchte» unS Konserven. Gemüse: Pf. St. 116 781 125 - April 1923 Avril Export Imp« nuogr. Pf. St. Kilogr. 3,656.745 25.465 1,382.691 8.144 26.740 257.250 2.674 127.304 5-'5.515 4.593 Kartoffeln. . Zwiebeln . . Tomaten . . Diverse Gemüse_ _ 42.876 972 ES folgt also daraus, daß der I m p o r t von Kartoffeln Zwiebeln und Tou'cckeu, also derjenigen Artikel gerade, die Hauptbesimdleile deS Exports Palästinas bilden sollen, u m 42.000 Pfund Sterling größer a l 8 der Expo r t i st. Frische Früchte: April 1923 Ap',' 1624 Export Zu jjcii Granatäpfel . , Kllogr. Pf. St. Kilogr. Pf- St. 66.794 267 Bananen . . . Weintrauben. . 2.516 1/>J8.374 'ßro 6".593 809 Melonen . . . Zitronen für den 28,562 287 130.963 Betrag von . 8.994 Apfelsinen. . . 1,895.367 503.733 Aprikosen . . . 650.062 12.143 227 IW 6 881 Diverse Früchte. 774.134 10.690 660.307 18.380 Getrocknete Früchts: April 1923 Export Mandeln . . . Kilogr. 781.657 Pf. St. 22.184 Datteln . . . Feigen.... __ Rosinen ... Nüsse .... ' 282.188 5.737 Oliven.... — Abril 1924 Import Kilogr. Pf. St. 697 1,405.508 38.109 3 580 9 >7.131 12? 058 113 13.626 538 105 22.699 3.707 Früchte und Ge-" müse.... Gemüse.... Früchte.... Frische Feigen u. Marmelade. . Kondens. Milch . Pulv. Milch . . 27.871 Konserven: April 1923 Export Kilogr. Pf. St. 24.013 996 — 2.735 45.788 Avril 1924 Import Kilogr. Pf. St. 60 227 5.566 558 1.622 4.634 674 5.416 12.828 1.1 nn. 3.731 26.274 Förderung der palästinensischen Stemindustrre. Die Steinindustrie, die seit einiger Zeit von Juden ausgenommen wurde, hat durch den Erwerb eines weiteren Steinbruches neuen Auf- '.chwuug erfahren. Das betreffende, vom 'Keren Kajemeth gekaufte Gelände liegt etwa 15 Minuten von Jerusalem entfernt an der Bahnlinie nach Jaffa nächst dem gleichfalls auf Keren-Kaien:eth-l'Jsrael-Land errichteten.neuen Vorort M-akor Chasinl uno umfaßt eine Fläche von -etwa 25 Dunam. Aus dem Boden von Makor Chasim selbst -befindet sich ein anderer schon erschlossener Streinbruch. Beide St-einbrüche sollen vom Soleiboneh, der Industriegesellschaft jüdischer Arbeiter, ausgebenirt werden Der Kauf wurde unter günstigen Bedingungen abgeschlossen. . Das Vorkommen von Steinen fiir Bauzwecke im u|uW[| ein wicyEr rzacror tn «der Entwicklung dieser Stadtviertel zu werden. Zugleich wird -die Mische Arbeit mit einer neuen Ernttähmequelle bereichert. «M Rasch Pina- und Mikwch-Tabal die Wien Sorte». Von acht Muisteru PiMstinadabalk, die dem WwWchm Institut, -in London zur Untersuchimig und Begutachtung der CvgwUing für den englischen Mavkt vorla«gen, wurde die an«atolffche. in Mikweh Israel geerntete Sorte und das MWdomlsche Watt, dessen Kultur sich R o«sch P'ina gewi'dmet hatte, a«ls.die besten erklärt. Die Ansbairarbeit des Keren Haieffod im 8«li. Di« im Monat Jttli in .Pa«lä!sti«na -mittels der Keven- Haj.essod-GeGer ausg-esÄhrten AvbÄten bedeuten einen Schvitt vovwärts in unstwem Aufbauwevk. Nicht nur konnte «der Keven ^jesfod in diesem Monat einen das yeqvt la r e Paläst inabudg et «des laufenden Monats voll deckenden Betrag nach Palästina übenweifen, sondern «di-e UeberwelsuiNig dichte außerdem auch .noch aus, rrm «di'e ausste.hLtlden N ü ck st ä n d e -der v.orh«evgehen«d«en Monate z«u «befahlen. Beisonders -erfreulich ist, -daß fast alle dem Erziehungs* «de starte me.nt schuldigen Rückstä«nd«e numnch'r ausgeglichen sind; seit döm Monat «Märtz halben die «Lehrer der zionistlschen Schulen regelmäßig ihre Gehälter bekommen, -wodurch der a«rif ihnen lastende Druck beträchtlich abgenommen hat. Der größte Teil der neuen Einwanderer hatte erfrrülicherweltse die Hilfe «des Keren Hasefsod «nur bei der Landung i»n Jerfsa und bei der Passieruug der Jmmigrationsbureaus nöti«g, wahrend si«e für ihre Ansässigmachnng nn Lande keine finanzielle Unterstützung wehr beanspruchten. Nur 450 Pfund hat der Keren Hafessod >i«n Form Won k l e i n e «n D a r l e h -e «n an neue Einwanderer für ihr» Ansiedlung verausgabt. Landwirtschaftliche Kolonisation. F' die Landwirtschaft hat der Keren Hajessod in diesem Jahre bereits nicht weniger als 111.560 Pfund verausgabt. Der Evntestanid ist ein durchschnittNcher. In manchen Orten, vor allem i«n der Umgegend von Tel-Adas, war der Ertrag recht dürftig, im südlichen Palästina und in den anderen Kolonien des Emek dagegen war er über mittel. An den Plätzen, wo sofort nach der Ernte des Jahres 1923 gedüngt und gepflügt worden war, hat sich die Ernte am besten entwickelt. Das landwirtschaftliche Departement hat «deshM beschlossen, Z)u g i ie r e und die für den Ackerbau nötigen M a s ch r >n e n bereits im Juli \_anFuschaffen, um für das Jahr 1925 schon jetzt den Boden zu bearbeiten. Durch einen Vorsch«uß des Keven Hafessod auf das Budget für das Jahr 1925 ist dieses ermöglicht worden. Die landiwivtschaftlich«e «Mteilirug steht ferner auch in UniterhaMu-ngLN w-sgen einer großen Bestellung von Kunstdünger, um damit die Produktion der Siedlungen und die Einnahmen der Siedler zu st-, igern. Dnrch die nnn-mehvige Zusammenarbeit «der Departements für Landwirtschaft 'und Handel und Industrie, die beide vom Keren Ha«jessod unterhalten werden, eimrseits, und der Bere«ini-gnng der laMvirtschaftlichsn Arbeiter andererseilts wird m Zuöunft der ungeregelte Absatz der lardwirWastlichen Produkte vermieden werden. Mit dem „Hamaschbir", der die me«isten Produkte der Siedtuv.gen verkauft, werden augeMicklich Dsrhand-i luugen gepflogen. Es soll «in spezielles Departement für den Produkten verkauf organisiert werden^ besonders für G-e-müse, Geflügel, Eier und Milch, Ein besonderer Sachverständiger soll den Verkauf der Produkte übernehmen, Informationen betreffend der MöglichkeiteU für «den lokalen Markt und die Märkte der Nachbarländer einziehen; er wird außerdem die Vorbereitungen der fit£. einen systematischen Gemüsebau «nöti«gen Ländereien M sorgen, den Verkauf der Früchte, die die Siedlungen in' diesem Jahre auf den Markt bringen und deren Ertrag sich von Jahr zu Jahr steigert, organisieren und anderes mehr. Besonders die Gemüsezucht «war dieses Jchv sehr erfolgre-ich, vor allem da, wo das -Land «bewässert werden konnte, sow«ie in den -in der Nähe von Städten gelegenen Siedlungen. Auch die Geflügelzucht weift schöne Erfolge auf; so konnten im Berichtsmonat große Mengen. Geflügel auf den Markt gebracht werden. , Die für das Jahr 1924 geplanten Bauten sind nunmehr fertiggsstellt. Mit Hilfe «der vom Keren Hajessod zur Verfügung gestellten Mittel sind die f«ol-gendeit Bauarbeiten ausgeführt worden: 25 Kuhställe in Nahalal, 15 Kuhställe in Äfar Jecheski-el, 3 große Baracken in Kwuza Giva, 6 große Baracken in Beth Alpha, 1 Scheune und Bämcke «in der Mädchensieidlung Sch«echunat Bovochow, 1 Scheune in der Miädchenschule in illahalal, 16 Ställe, in Kfar Nalal, 8 in Merchawiah, 1 Stall in der MädchensiMung in P-etach Tikwah, 1 Haus, 1 Stall i»n Dagauia B-e-th, 6 Baracken in Kwuza Jadjur, Wasserzisternen in her Mädchenistedlung Petach Tikwah, 1 Stall in Gan 10 Häuser fiir Jemeniten in Nischon-le-Ziou, PHlSSTMEISE Gesellschaftsreise des Oesterr. Verkehrsbureaus nach Palästina Uti^pten im Oktober (Dauer 32 Tage) Ausführliche Prospekte und Auskünfte im: Oesterr. QerKehrslnireou, l. Frlsdriclistr. l Telephon 52-5-90 Telephon 52 5-90

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