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Wiener Morgenzeitung · 1924-09-10 · Heft 2001 (10.9.1924) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 2001 (10.9.1924)
Date
1924-09-10
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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«—t-tci " v >i\ FIT t*f C1#1* ' if X 'v ’r*^-lf #* ^i}( " 5^ '"t '’TV^WfrJ*" -yr.p ^1 ’if5W’!i?rr"‘"% 'f 5^f^T’?^7 *\ T^I^‘.'T r pj t v --r.V!«vp-V!SeÄe 4 ”■ ‘ Ästn> Mittwoch "" ",',,.w Miejtin: Mor^enzeitüntz. r f HMruse, um die M Äemimd MÄrt» — Das Svker dis Echciftftellerin Dr. Hug> HellmuM — Berhakwns und GeW«d«ls des Mers. lan-qt. war seinerzeit städtiische Lehrerin und bezog äuZ dem Gestvm vormittags wurde im Hanfe L u stk a n dI* tz affe 10 aitf dem Alsergrund eine gräßliche Mordtat entdeckt.. Die bekannte psychoanalytische und pädagogische Schrift»" stellerin, Frau Dr/ Hevmme Hug-Hellmuth wurde im Bette ihrer im Parterre des Hauses gelegenen Wohnung tot . aufgefunden. Aus ihrem fest verschlossenen Mu'nde r a g Ve ekn Knebel, ein kleiner Zipfel eines Taschentuches hortzor. An der linken Schläfe zeigtensich b lä u! i che Spure n.- Auf einem Ko p fp oist er fand mau Blnt s p r'i tz e r. Mch Aus«' sage von Hausparteien waren in. der Nackst vorher um viertel 1 Uhr furchtbare Schreie und Hilferufe im ganzen Hause zu hören gewesen. Sie wurden von niemand beachtet, da es im Hause einen Mann gibt-, der oft seine Frau Prügelt, die dann um Hilse ruft, woran sich dir Parteien schon.gewöhnt haben. So war es auch in der Nacht vor dem Tode der, Frau Tr. Hellmuth. Wahrscheinlich hat sie im Kampfe mit einem, fremden Mann die Schreie des Entsetzens ausgestoßen. Denn es handelt sich, wie die rasch erschienenen Funktionäre des Sicherheitsbureaus feststellien, ' zweifellos um einen Mord. In de-r Frühe um halb 9 Uhr kam die Bedienerin der zurückgezogen lebenden Schriftstellerin wie gewöhnlich in das in unmittelbarer Nähe der B-olksoper in einer belebten Gc-i. geud liegende Haus. Sie fand unerwartete-rweise die WohnüngsiürVon innen mit einer S ich erh e its ke tte v erhängt.. 'Schließlich nmßte ein Schlosser die Kette sprengen. Man-drangein und sarrd die Tote. .Außer dem Knebel im- Mundewurden am Halse der Leiche Würgespuren konstatiert. Eine große B-'lutbeule an der.linken Stirnseite war ihr vermutlich durch einen •' Schlag mit einem stumpfen Instrument zupefügt worden.. Der Polster, auf dem der Kopf'der Toten ruhte, war völlig rein, während der eigentliche Kopfpolster, der. unter diesem lag, frische Blutflecken aufwies. Wahrscheinlich hat der Mörder fein Opfer erst nach vollbrachter/ Tat .so gchettet, Der Schmuck der Toten schien so ziemlich vorhanden .zu sein,, jedoch in ihrer Handtasche fanden sich nur etwa 40.000 K., obwohl Frau Dr. Hellmuth von ihrer Wer zwei' Millionen betragenden Pension als städtische Lehrerin seit Beginn des' Monates, wie ihre genauen Aufzeichnungen zeigten, erst 127.000. $. ausgvgeibeu hatte. Der Tater muß mit den örtlichen Verhältnissen sehr gut vertraut gewesen sein. 'Vor allem scheint„es nahezu aus g.es ch ho s sie n, daß M Mann. % u r ch die T ü re/Änhuß gefunden, ^t. Der einzigemögliche Weg für den Eindringlingskämr das osfMe Fenstest ge-' wesen sch«, - das zu Himhlen. dxS SchlcAiwans im Zimmer liegt^'Es hak'sich eine Reche von Personen gemeldet, die möglicherweise O h r e n z e u g e n der Tat gewesen sein Künen, Alle Wcchrnchnmngen beziehen. sichauf die, gleiche Zeit, aus 12 Uhr 16 Mm. nachts. Wichtig ist die WcchrnehmuNg des Kellners Jostf Deutsch, der im Hause Fuchsthallergasse 12, gegenüber dem Garten, wohnt. Er ist um Mitternacht Sjevm*. gekommen, und will einmal eine Frauen stimme gehört, haben,' M ausgermen hat:. , „Was willst du, du Schwein! Olfe!" Zwei Schuhmacher, die im Hause Lüstikandlgasse 14 wohnen, erinnern sich gleichfalls, um IS Uhr 16 Min. nachts das Schreien einer Frauenstimme gehört zu haben. Sie halben zmn Fenster Mlickt und später einen mittelgroßen/ Mä-wn'längs der Mauer in der Richtung gegen die Fuchsthallergasse schleichen geschen. Es ist nicht «nWÄhrschemlich, ' . . . - - ■ * . daß diese Gestalt der Möwe« gewesen P. Unterhalb des Fensters der Frau Dr. Helünüch sicht man - an der Mauer, die. in den. Zwischengarten hmabMrt, frische Kratz spur en an den Vertiefungen, die in der Mauer eingelassen sind. Auch zwei andere Personen wurden ermittelt, die aussagen, Latz sie gleichfalls um die Mitternachtsstunde nächst dom -Hause Fuchsthallergasse 29 einen Mann aus- und abgehen gesehen haben. Die getötete Frau Dr. Hellmuth war im Jahre 1871 geboren. Sie hatte in- Wien das Doktorat der Philosophie er» i Ertrag ihrer wissenlschastlichelr^ Arbeiten ein, Nebenern kommen. - Sie hat sich mit psychoanalytischen Forschungen befaßt, die. sie - - für Zwöcke der KmdcreGchuüg verwertete. Sie hielt auch - KuM-und-Vorträge,.-diestavibesucht lvaren. Ihr-Werk ,,D-as Tagebuch eines halbwüchsigen Mädchens" erregte Aufsehen. Trotz'der großen Anerkennung,.die ihre Ar- '. Heiken fanden, lebte, siebesch^hep und zurückgezogen.- . Die Untersuchung erstreckte sich naturgemäß' aus deü Kreis Der nächsten Bekannten der Ermordeten. Dadurch siel der Verdacht der Täterschaft Ms den . ' 18jährigen Nessen der Frau Dr. Hug, den Niemiker -Rolf (Rudolf) Hug- Hellmuth. Dieser hat trotz seiner Jugend schon mehrfach, leichte Streiche begangen. Rolf Hug war bei seiner Tante früher Wohl gelitten, und hat auch bei ihr einige Zeit, gewohnt. Er war a>ber leichtsinnig, was ihn bald auf die Bahn des Verbrechens führte. Im heurigen Jahre war schon Leim - Polizeitommissariat Hietzing eine Anzeige wegen Veruntreuung einer hMen Million Krönen gegen ihn anhängig. Im Henrigen Sommer machte er die Bekanntschaft eines in Mürz- .Zuschlag wohnenden Mädch en s, das er trotz feiner Mittel-, losigkeit heiraten wollte. Er trat an seinen Vorniund heran, um seine Genehmigung zu gewinnen. Begreisiichovweise. hat ihm der Oheim dis BewUliguug -versagt.- Nun verlangte er von seiner'Tante, die er als gütig kannte mrd.von der. er voraussetzte, daß sie über reiche Geldmittel verfüge, ein Darlehen a von einigen Millionen Kronen. Frau Dr. Hug-Helbmuth schlug ihm anfangs die Bitte ebenfalls ab. Als er ihr nach Maria-Trost, wo -sie zum Sommeraufenchalt weilte, nachfuhr, gab sie chm ein - Darlehen von einer Million Kronen. Stets in GÄdnöteN und ohne ausreichenden Erwerb hat er seinen Vormund Msgesucht, uud von ihm vör 12 Tagen Geld verlangt. Die Tante aber,. die von seinen Streichen geMg hatte, hatte mit-ihm-völlig gebrochen und ihm den Zutritt in ihr Hans Vevwchrt. Sie-hat sogar ihrer Bedienerin KattX ner Len Auftrag gegeben, wenn er käme, ihn nicht einzulassen. Da der junge-Mann durch seinen Aufenthalt bei der- Tante und seine.- häufigen: sonstigen Besuche Mer die örtlichen BechAtmsse -in der . Wohnung der Frau .Dr. Hug genau rniforrmevt sei« mußte,-fiel-in «pdr -'-WÄie .auf Hn 'bet-'Berdacht fei Täterschaft.. Pürch die NaMovschunigen wurde lfestgesteüt,' daß der junge W, dtt. sich' zumeist,in Miü-rzzuschliag auf-. hiesi,,von dort Mmtag,um 11 Il^vormiftags . \ .WH75M««.'; war./. WsteM nachPttftgg^.-.ra'M. -rxv wieder^- .nach i-MürMischtzag' zurück, wurde dort v'-e-rh as tet und ngch Men eskörtierft Beim ersten- MMl^ -leugnete--er die Tat mit großer DtauÄhaftliBört. Er 'gabwchl zu, nach Wien gesahren zu sein, Äbsr schon Montag-abends W- -einer Zeit, Äa Frau Hug noch gelebb haben «mW, die SbÄdt -wieder verlaflen zu haben. Bei einer- DurWuchung.ftmd man bei dem jungen Hug nichi nur einen Betrag von ungefähr zwei Millionen Kronen, fondem auch- - die goldene Uhr der Ermordeten. Da gqtand der'Bursche, daß er seine Tante getötet habe. Erwill 'Montag, weil es ihm so, schlecht ging, nach Men gefahren' sein,' um hier einen -Diebstahl an der Dante zu verüben. Er kam' in de-r Nacht zum Hause ÄustkaMgasse 10, um bei der Tante einZusteiigen. Er will um-halb 1 Uhr vom Gärtchen aus - , durch das Fenster ins Zimmer geklettert sein. .Er. fand, die Dantze im ruhigen Schlafe; allein,-als er durchs Fenster, stieg,'erwachte di< Frau und begann zu schreien. Er. war in Besorgnis,' daß er entdeckt werden könnte, drückte sie niÄ>er und hielt/ihr.den Mund zu. Das Schreien aber , wollte nicht verstummen -nnd'.-ging .inRöcheln über; da habe er sie am Hals gchackt und ihr' den. Knebel in de» Mund gesteckt, bis Schreien und Röcheln. verstummten. Dann habe er das Geld genommen, die- Uhr zu. sich gesteckt und sei geflohen; die. ganze Nachtsei er.herumgeirrt, ehe das Verbrechen entdecktwar, und dann am Morgen nach Mürzzuschlag gefahren. K«e krimerung aur der Geschichte der öfterreWschr» Bahnen. .Eben jetzt, wo bie Hündertzsahrfeier der österreichischen. Lisci-. bahnen begangen wird, ist es zwLchnäßig, -daran zu erinnern, daß der Anstoß zur Entwicktüü-g des Hterreichischen Mse-iibchnwesens I u d e n ztt' vetldan.'keir ist.' Die erste Eisen'- bahn, mit Dampfbetrieb \n Oesterreich war die Nord bahn, für welche Baron Rothschild unter großen Schwieriigreiten -die Konzession erhielt. Als Kaiser Ferdinand dem Baron RoHschM die Bewilligung für den Bau der Eisenbahstrecke Wien—Krakau erteilte, sagte er: „Die Bewilligung -öde ich Ihnen gerne, Äber sagen Sie mir. wer wird v on Wien nach Krakau fahren?" M zeigte sich bald, daß sechr^ viele Leute von- Wien nach.Krakau - fuhren und daß die Akiien, die sich'Kaiser Ferdinand frii die Erteilung dev Kon- Mion Me gelben lassen, sich glänizend verzinsten, Sein Nach- ^er' Fwnz Josef, ließ aus seinem Pvl>vat.vevmöigeN, besonders zu der' Zeit, da die Verstaatlichung der RorAbahn bevovstand, große Posten von Nordbchlta-ft-en ankätifen und - : - I ' machte bei der Verstaatlichu'nig der Nordlbahn ein glänzendes Geschäist. . . .. Daß die Nprdbahn ein, so' 'gÄpi-nnveiches Unternehmen.. ' wurde,. verdankte' sie'ihrer ausgezeichneten Verwaltung, anderen Spitze lange Jahre der Generalldiröktor Jeiteles, ein Prager Jude, stand.(Dieses-vorzügliche origänisatorische . Talent verdanktes die Norlöbähn, wie der Prager Redalktmr J>osef P e n i z ek.in ssiUeu^/LriMerungen Mes-Journalisten" Wählt, dem DörUrttii-her'. österreichischen Armee M-en Wische Offiziere: „Jeiteles Kar ursprünglich GenieoWer. Er avancierte bis' zum Oberstleutnant. Er wär 'em ausgezeichneter iTechMer ' . -sind hatte eine tadellose Könduite und Oiualifikaßion. Auf dem ^Semm-eWg begegne-te ihm ErHeMg Wilhelm (er.Wb durch , oj.nen. Sturz:vom"!Pferde),-' dLr i ObeÄammandi'ereBe" der.' -Ar-. . tilltzri-e, uuh sagte zu ihm:, --Sie werden.zum Ob erst ernannt weÄ>en, aber's-i-e .'Müssen sich-vorher taüsen . - l asJ,e.n/( „Dn s t u.-e.. »4^,. tfck ich Qifg 'der'Armee aus. Entweder ich 'besitze die Fah^ig^ -keit und verdiene Oberst zu wer!d,en, dann darf mir nach den, . ' 10. WembeSl924 - " - M. Ml - ^.i',,-— -.- -«■ St aa-tsgr«nWesetzM, MeMe -KöMessi0n nicht' hinderlich .ich bin nicht fähig, darur. darf ich nicht -Oberst werden und eine andere Konseifsicm kann mir die- Eignung nicht geben.", Jeiteles ließ sich nicht taufen, blieb Jude und wurde nicht Oberst. Er trat aus dem Staatsdienst aus und in die privaten Dienste der Nordbahu, deren' oberster Cheif -er wurde." Re l Wiener Messe. Der dritte Messetag. Im Messepalast herrschte den . ganzen Tag retzer -Beükehr, obwohl die Masse der - SchaOustiKell: beveich- .<tn dein, Doppelftvevtag: ihre Neu* gierde vvll. .befriedigt'hat und jetzt, Äe seitens-der-Aussteller mit Genugtuung ftstgestellt wird, fast ausschließlich, ernste Reflektanten die Räume Men. Der Zuzug aus den BundeMndern hat sich noch.verstärkt, überdies sind aber auch ans den Sukzessionsstaaten urid aus dem Altauslande neuerlich zahlreiche.Einkäufer erschienen. Ditz Zahl der ausländischen Einkäufer hat sich gegen die letztes -Messe um 80 P r 0 z e n t e r h ö h t. In ' der L e d e rg a 1 a n t e r i e- und T a s ch n e r b r a n ch e -herrscht 'unausgesetzt starke Bewegung. K u u st g e w erbliche B cl e u ch t u n g 's g e g e n st ä n d e sanden nach Schlvedeiv und noch Frankreich Absatz. Biel Beifall fauden die zahlreichen Neuheiten der S p i e l w a r e nb ra n ch e. -An- -- -haltend, große Aufmerksamkeit wird den verschiedene neuen. Typen von B e rv i elfältig-u irgsa ppara te n zuteil, für welche zahlreich^'BestMtUgtzll einliefen. Auch sonstige Burcaube.da rf-sa rt ik.el find stark .gefragt.- In der Hofburg herrscht in der Schuh- und Lederbranche ein recht zufriedenstellendes Geschäft. Sehr zufri^denste>llend ist das Geschäft in der Dame n k0«fe kti 0 n s-- b r.a n ch e, insbesondere in DanieMnsen wurden aus den i nordischen Staaten, ans -der Schwriz und aus Holland-Be-. stell'ungen erteilt. S ei de nt rike tagen fanden unausgesetzt .starkes Interesse, . ebenso -würden Sportwesten und. Sweater -lebhaft gefragt. Größere Posten Knaben-, an züge wurden nach Polen und dem Balkan verkauft. Kinderstrümpfe gingen nach Rumänien und-der Türkei ab. Jn P erlb en te ln liefen Orders aus Jtalien- und-'Albanien ein. In -er Rotunde. Di-e vielen SchautwMen vom Feiertage wurden aba löst durch eine numerischekleinere aber qualitativ hochwertige Anzahl von ernsten.Interessenten, 'die-aus den verschiedensten -Weltteilen und Staaten gekommen waren. Demgemäß' hat die Zahl der Abschlüsse zugenommen. - - An der Spitze steht wiederum die - e l e.k t r.o t e ch n U -- j D« Industrie. Besondere Beachtung fanden' W ä-r m eü P'^.ar-a t e>- . R-e klam tzd 0 r r i'chtnn-gem, - BerenNfachungoir anf dem Gebiete des Telephonn nd Tel c- ' ' graphenwefens und r.adi0technische Bestand-" teile. . Schöne Erfolge werden aus der B ehe i z u 11 g slUvd Beleu chtung§grnppe gemeldet. Guten Absatz fanden'Aarto- und Fahrradbestandteitc. Bvn Eisen- und Metallwaren waren Werkzeug- Gegenstand erhöhter Nachfrage; Haus- und Küchengeräte fanden le-bhaM Interesse, namentlich Badeeinrichtungen, von /denen Aegypten und Südafrika größere Posten cmfnahwen. In der H 0 l z i n d u st r i c 'bestand einigermaßen Teilnahme ftrr Hoitzbearbeitungs/ - Maschinen. Gebrauchs Möbelnamentlich zusammen- > legbare Betten und Schränke, Klappwaschvorrichtnngen fanden einen ansehnlichen Absatz. * Die Lebensmittelindutzrie verzeichnet von - Tag zu Dag steigende Umsätze. ' Auf dem fveien Geliintie. - ' > Der dritte Messetag brachte bei anhaltend schönem Wetter dev Wesse , einenweiteren Massenbesuch. Saatgut ist fast ausverkauft und Obstbäume wurden viel verlangt. In der Baumefse war. der dritte Tag ettvas . schwächer als der Vortag, immerhin war für Bauplatten einige Anfrage, ..sogar von Persien, zu verzeichnen. Eine große, ganz aus Holz ausgeführte Bandsäge, eine Neuheit anf diesem Gebiet, hatte fünf Abschlüsse getätigt. Motorräder -wurden flott abgesetzt. Polnische Ka-ljsalze. waren zum ecktmmal auf der Messe vertreten. In der Kvh'le»mefs-e wurden einige Staubfeuerungen, verbaust. Auch das SbvÄbe Kohlengeschäft mit Inlaudskohle für Industriezweige begann sich zu regen. Gin Mefseschlaiger ist die Gratisvorfühmng des Fnduftriefilms ,^Zom Leder zum Schuh". Zu sehen täglich von 4 bis 6 Uhr nachmittags in der World Universität,' 1. Bez., Burgtor. Der Mm zeigt den Betrieb der berühmten BM-Schuhfabrik, welche durch ihre hervorragende Organisation (amerikanische TeÄarbckt, 300 Spezialma< sch'inen) int In- und AuslaM so bekannt geworden sind. 1 (GntgeMch.) * ' ■ “ : Die Erfindungen und NeuhLitenausstellimg des oster- ' reichischerr Erftnderbnndes hatte während des Sonn- und - Feiertages und auch gestem einen außerordentlich regen Gesuch aufzuweisen. Es sanden sich auch zahlreiche in- und allMndifche Einkäufer «in. Es wurden große Mschlüsse . -gemacht. Auch durchs östevyeichische Jndustr-Äe iwurden bereits einige Patente fürdie. IMndjWMttttm erworben. Die an den Kassen zur Ausgabe, gelangenden roten, MessMswei.se haben, Mr bis einisMeßlich.. Samstag den.. 13. d. Geltung. Jur SmnW den 14. b. werden eigene DgLeskarten. El,W^iüLva» 2ü.000 K. ausaeae.bem

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