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Wiener Morgenzeitung · 1924-09-07 · Heft 1999 (7.9.1924) · p. Seite 15

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1999 (7.9.1924)
Date
1924-09-07
Page
Seite 15 (sequence 15)
Language
German
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M19K WiW, HonM>g Wiener MorgenMtnng. 7. SeptMlLsr 1924 Seit« 16 schMÄteS LE ÜsM-ent M Meßvevkchr, der nicht nuo eme Reihe nsner GetzllschaiftIsonderzügc HMgestellt hat,,,sondern auch schr weisentiliche Fahrpveisenmäßigunger: für die Benützung der Sonlderyüge^ so namentlich in Italien^ in der Schweiz, in England Md in Rumäni«n dmGetzen -konnte? An SyO.vOO Beisucher waren auch diesmal aus allen Ländern der Welt yurWesse in Leipzig und mußten sich wchlfiilhlen in dieser, gastlichen Stadt, die zur Messe alles Kleinstädtische albstrebft Md nicht nur in Untevlunst und Verpflegung, sondern , auch durch ihr -gewähltes VergnügMgsProigvamni verwöhnteste, internationaile Wucher befriedigt. Ucher den geschäftlichen Ctfolig konnte man natürlicherweise vechchiedem Urteile hören; einzelne Branchen haben schlechter, aridere besseradgeschniiten, iinr allgenreinen war der Erfolg ziemlich ibesriödigend, angesichts der schweren wirtschaftlichen Notlage und angesichts der Kredit- und KapitMnot, die aus dem deutschen WirtschaftÄeiben lasten. Der ungeheure Wert der Leipziger Messe kann nicht in den: Wschluß einzelner Geschäfte liegen. Das Zusammenkommen der Produzenten und ihrer Abnehmer an diesem neutralen Rendezvous ist von so außerordentlicher Wichtigkeit für die Entwicklung der Welttvirtschaft, daß man immer wieder daS große Wert! der Leipziger Messe respektvoll grüßen muß, mag auch der eine oder der andere Aussteller nicht aus feine Kosten gekommen sein. Es geht hier nicht wm den'einzelnen und um den Erfolg des einzelnen, die Leipziger Messe gehört dem ■ Weltmarkt, und es ist zu hoffen, daß jetzt nach Wiederherstellung fviMicher, versöhnlicher Beziehung Mschsn den Völkern auch in Leipzig das ,-große Geschäft" wieder angcht und die nächste Frühj-chrsmesse allen Ausstellern picht nur Hoffnung, sondern auch Gewinn bringen wird^ Der gestrige Privatverkehr. Im privaten Effektenhandel zeigte sich gestern vollste Ruhe. Nach den größeren Rückgängen an der gestrigen Börse machte sich heute für einzelne Papiere einige Nachfrage geltend, bei der es sich um Deckungen handelte- Im allgemeinen blieb aber die Spekulation zurückhaltend, obgleich bekannt geworden war, daß die Wiedereinführung des Wochenarrangements unmittelbar bevorstehe. Die Spekulation verhält sich reserviert, weil am Montag kein Verkehr stattfindet und die aus Berlin sowie aus Prag vorgelegenen Berichte keine Besserung der Tendenz an diesen beiden Plätzen erkennen ließen. Die Kurse der wenigen Papiere, die zum Wschlutz kamen, hOen gegen gestern eim leichte Besserung erfahren. - Kapitglsvermchrung. Tiroler Wasserkraftwerke A.-G. Erhöhung um 80 Milliarden Kronen. Der Außenhaydelsdienst der österreichischen Handelskammern aus der 7. Internationalen Wiener Messe. Die Wiener Kammer für Handel, Gewerbe und Industrie und der Außenhandelsdienst der österreichischen Handelskammern haben gleich wie auf allen früheren Messen -in -der Rotunde,"unter der: Arkaden, Eingang vom 'Südportal, links, und im Messepalast ff.Bez., Museumstraße 1, Mezzanin) Ctzpösitüren errichtet, bei welchen die M-esse-aufträge vidiert, Zertifikate behufs Befreiung von der Warenumsatzsteuer ausgestellt sowie Ansuchen um Bewilligung der Ein- und Ausfuhr entgegengenommen werden. Die nötigen Formulare liegen in den Zweigstellen auf. Bei den Exposituren werden auch Auskünfte-über B-ezugsguellen und Zölle erteilt. Im Bureau der Kammer für Handel, Gewerbe und Industrie, Wien, 1. Bez-, Stubenring 8, з. Stock, Exportabteilung, werden Messeausweiskarten ausgegeben und AuMnfte jeder Art erteilt. Den Interessenten stehen der" Auskunftskataster sowie Bezugsquellen und Bertreteranbote in großer Zahl zur Verfügung. Einführung des Sparverkehrs im Burgenland. Dienstag den 9. d. wird bei den burgenländischen Postämtern der Sparverkehr des Ppstsparkassenamtes in Wien eröffnet. Es können daher von diesem Tage angefangen auch im Burgenland bei jedem Postamt neue Einlagebücher des Postsparkassenanrtes gelöst und Nachlagen sowie Abhebungen auf bere'its bestehende Sparbücher des Postspavkassenamt-es in Wien vovgmommen werden. Die Postsparkasse zahlt bekanntlich auf Verlangen jeden Betrag sofort zurück und verzinst Spareinlagen ‘ gegen bärtig mit 12 Prozent. Insolvenzen. Der Kreditorenverein meldet folgende Zah lungseinstellungen: Rosa Kries er, Modistin. Wien, 4. Bez. Margaretenstvaße 31; Rudolf Simon, Textilien, Wien, 19. Bez., Krottenbachstraße 30; Albert Schwarz, Schneider, Wien. 9. Bez., Poyzellanaasse 36; IM Ei seit, Bäcker, Wim. 8. Bez., Bennogasse 29; Berta Rueling, Wien, 19. Be>z., Silbergasse 36; Aug. Korber, Schuhmacher, Wien, 2. Bez., Nordwestbahnstraße 13; Franz n. Dheves-e Wimmer, Gastwirte Wien, 21. Bez. Jedwseerstraße; Karl Dor singe r. Gastwirt,. Purkersdorf; Ernst und Bett: Fischer, Händler, Mödling. — Von den vereinigten Firmen L a ß n e r и. Ascher, Wien. 7. Bez., Lindengüsse 56, Weinwurm u. Co., 1. Bez., Dominikänerbastei 22, Bruder Scharf u. Co., 6. Bez., Mittelgasse 37. wird folgender Ausgleichsvorschlag . eine 2 monatlichen ger Bestätigung des Ausgleiches fällig wird, während jede folgende Rate binnen einem Monat nach Fälligkeit der vorüngegangenen zahlbar ist. Es macht keinen llnterschiä), ob diese Forderung offene Buchforderungen sind, oder aus Wechseln hervühren, auf welchen die obaenannten Firmen als Mzeptanten, Aussteller, Giranten -oder Mitverpflichtete unterfertigt sind. Sämtliche Gläubiger verzichten auf alle ihre Ansprüche, insoweit sie W Prozent ihre^ Forderungen Mersteigen und filtd verpflichtet, gegen volle BHahlung der 38prozenti.gen Quote die von den obgencvMten Firmen unterschriebenen Wechsel oder sonstige Schuldurkmüden quittiert oder saldiert auszufolgen Advokaten als Ausgleichsverwalter. Wie wir erfahren hat die Advokätenkcrmmer eine Mion eingeloitet, daß auch Advokaten zu Ausgleichsverwaltern bestellt, werden. Wohl wurde» auch schon bisher in vereinzelten Fällen Advokaten zu klusgleichsverwaltern ernannt. Dies geschah aber äußerst sel ren. Nun bezweckt die Mtion der Kammer, daß die Advosaten viel stärker heraugezogen werden „Gefiä" und Messer, Messe; Es dürfte der Oeffentlichkeit ausgefallen fein, daß d:e „Gefiä" bei'der . diesjährigen Herbstmesse nicht aüssttzK, und. zwar'-gerade-zu einem Heitpussm, jsu dem durch die -Veranstaltung der Kohlenmesse ihre Betetlr- ,uug M^SpMiälsiMa.der wärmewirtschasMen. Brgnche...^.. intdörs geboten - giwesM wäre. Die Ursache liegt ' in eisiem. Konflikt mit der Messeleitung, die durch ihre animose Haltung und ihre exorb it-mnlen Forderungen gerade in riner Zeit, -in der eine Bereicherung der Messe besonders geboten erscheint, der „Gefla" die Beteiligung an der Aus- 'tcltim-g unmöglich gemacht hat. Die ' Messeleitung hat dir „Gefia" nicht nur gezwungen, ihren alten Pavillon, der mit ganz erheblichen Kosten -ausgestellt und auSgestattet wurde, obzutra-gen, sondern auch eine derartig Hobe Platzmiete für einen neuen Pavillon gefördert, patz ihr deren Beteilibung an den bisherigen Messen sich noch nie materiell auswrrkte, andern nur in der Anbahnung neuer Beziehungen Ausdruck *a-nd, nichts übrig blieb, als sich von der Wsjährigen Messe ern zu halten. Die „Gefiä" hatte -bereits den. bisherigen Pa" villon eines, großen Industrie'MtttzVnchmens erwovben und den Kauf nur aus den oben anDWet^'GMWz-. storniert. Die Haltung der Wiener" Messe Mtz als umso tpenrger erklärlich bezeichnet werden, als die Leipziger und Kölntzr Messe speziell den die Kohlenmesse fördernden Interessentenkostenlos Plätze' zur Verfügung gestellt haben.-- Ein amerikanischer Kredit für das deutsche Kohlenshndikat. Aus London wird unstelegraphiert: Nach Meldungen aus New-Pork sind die vön einem Syndikat von acht oder zchn amerikanischen Banken unter Führung deUEaüitäble Trust CH. geführten Verhandlungen.über emen Kredit von 10 Millionen ür das deutsche Kohlenshndskat so gut. wie zu Ende geführte Der Kredit soll mt Belebung der Kohlenerzeuastng im Rubrbergbau verwendet werden. - Die Sicherheit für den Kredit wird in einem Pfandbrief auf die Kohlengruben und Kohlen-. Vorräte bestehen. Ferner werden das Syndikat selbst und deutsche Banken die Bürgschaft übernehmen. Die amerikanische Anleihe an Jugoslawien. Aus Belgrad, 6. d., meldet Avala: Die seit einiger Zeit mit der am-errkam- 'chen Gruppe Blair geführten Verhandlungen wegen Flüssigmochung der zweiten Rate der Dollaranleihe führten zu einem Uebereinkommen, wonach diese Gruppe der jugoslawischen Regierung einen Teil dieser Rate zur Verfügung stellt, während der R-est zu einem vereinbarten Zeitpunkt flüssig gemacht werden soll. Die Darlohensrate wird zur Vollendung von in Bau stehenden Eisenbahnlinien verwendet werden. Ae Warenmikrkte. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) Auf dem hiesigen Platze blieben in der Berichtswoche alle Äolovi-alwarM — bis auf Zucker — behauptet. Die hanfea-tifchen Koloni-alwarenmärkte standen in der letzten Zeit im Zeichen einer Lebhaft i-gkeit und Regf-amkeit, wie sie seit langem nicht mchr beobachtet worden ist. Die fast tägliche Herauffetzung der überfeeisiben Abladungsofserten riesen sowhl den P-ültzhandel als auchdas Inland auf den Plan. Beide schnitten — soweit flüssige Mittel vorhanden waren — zu umfangreichen LokMufm. Denn die Hamburger Preise -für sofortig greifbare Ware können sich erst allmählich den Änge° boten der ProduNonsländer anvassen. so daß fürs erste auf dem Hambumer Lokomarkt noch unter Weltznarktparrtät zu kaufen ist. Allerdings muß Mont werden, daß He sofort ladebereiten Mengen -nicht übermäßig groß sind und aus diesem Gründe werden auch bereits viel schwimmende Partien gekauft. Bevomngt wurde natürlich solche Ware, die bald in Hamburg fällig ist. Was die augenlblickliche. Lage ans den hauptsächlichen Koloma-lwarenmärkten anbelangt so war insbesonvere die starke Nachfrage. des binnenländlschen Konsums auf dem Kcrffesmarkt bemerkenswert. Die inländischen > Verbraucher kauften, was nur zu erreichen war. Da BrasiWaffees r jl in den billigeren als auch in den feineren Qualitäten knapp geworden sind, so wandte sich nahezu das ganze Interesse zentvalamerikanifchen Kaffees zu, von denen vornehmlich die Sorten Guatemala, Salvador und Caracas erhäMch waren. Die Forderungen für diese «gewaschenen Kaffees stellten sich auf 115 Vis 140 GÄdmark. Santos suvertior wurden bei kleinerem Angebot mit 105 Schilling bezamt, während die Fächerungen für Rio zwischen 90 bis 94 Schilling schwankten, Die neuen Brafilofferten lcntten fest. Kakao. Auf dem Hamburger Kakaomarkte war die Stimmung, sowM Kr' Lokoware als auch für Maduugsware fest. Das Imcmd.schritt zu weitgehenden DeckuWkäusen», vor allem auch in Halbfabrikaten, die ebenfalls im Pvöise anziehen konnten. Bon -den überfee-ischen. Erseugunasmärkten wurde nur wenig gMuft, wobei zu 'berüDchtl'geu P. daß die Offerten von vvWen nur zögernd einlauftn, ein Beweis daKr, daß neue Preissteigerungen für Abladungswaren zu erwarten stehen. Unter anderem wurde Bakia s-uperior pro Septernber- Wladung mit 39 Schilling angeboten. während Accra fair fermented Pw Oktober-De^mber-Mladung, also neue Hvupternte, mit 33-5 Schilling am Markte war. Sehr, fest lag Su? tzerior Epoea Arriba, zieMch prompte Abladung, Mesche Sorte nicht mchr unter 67 Schilling cif. Hamburg erhältlich ist- Für Lok-owave werden sogar 78- Schilling gefordert. Spiritus. Im bisherigen Verlaufe der Berichtswoche ist es ruhiger geworben, daher Konsum bereits in der Vorwoche sich genügend eingedeckt hat, und zwar infolge der ab 1. d. M. erfolgten Preiserhöhung. Laut Kommisstonsbeschluß vom 30. August ist nqmlich Kr versteuerten raffinierten Spiritus eine Erhöhung um 2000 K., daSist von 44.600 auf 46.600 K.> ein getreten. Diese Preissteigeruu g wird damit begründet, daß die Rohstoffe Kr die SpmtuSerzeugung . gleichfalls Erhöhungen erKhren. Sonst notieren: Jnland'errum 400/Oige Ware 22,000 K., StauiSlcmer 50°/oigc Ware 27.500 K., Slivowitz je mach Qualität '45:000 bis 65.000 K. absolut, Weindesttllat je nach Qualität 80.000 bis 96.000 K. pro Liter absolut, Jamaikarum Original zirka 70°/« 140.000 bis 160.000 K., Kognak in Flaschen 45.000 bis 65.000 K., Liköre offene Ware 40.000 LiS 70.000 K., Märken- Ware 52.000 bis 70.000 K., Himbersaft 18.000 K. pro Kilogramm Hopfen.- - In den ursprünglich ' so guten ErnteauSfichten Kr Hopsen in Deutschland hat der August eine vollkommene Aenderung gebracht. Allerdings dürfte das -Ernteergebnis in quantitativer Hinsicht ungefähr den gehegten Erwartungen entsprechen, in qualitativer Beziehung enttäuscht eS jedoch'stark: ' Die Ernten Deutsch laubS sowohl wie der Tschech.o-Slowykei' dürften sich ungefähr um je 150.000 Zentner bewegen und ist zu berücksichtigen, daß die Anbaufläche Deutschlands um über' 3000 Hettar größer ist als diejenige der Tschecho-Slöwakei, so daß- Deutschland einen wesentlich niedrigeren DurchschnittZerttag hat-.äls di» Tschecho-Slowaker. Als feststehend darf bereits aNgenomMn werden, daß die Welternte ausreichend für den Welthopfenverbrauch ist. In Anbetracht der. geleerten Lagerbestände in Hopfen früherer Jahrgänge in fast allen Länder:: und unter Berücksichtigung der Tatsache^ daß viele Brauereien wesentlich über Jahresbedarf einzukanfen beabsichtigen, kann man die diesjährige Ernte jedoch als nicht besonders groß siemlich guter bis sehr guter ist. ES sei damit zu rechnen, daß inrch das vielfache Verlangen nach Hopfen bester Farbe die Preise 'ür hellfarbige Par» nicht so billig sein werden, als man vor kurzer Zeit noch anMmen konnte. er H o p fenm a ft t e tvmden in der! etzteu Zeit täglich 800 bis 1000 Zentner meist durch die reichsdeutsch rn Händler sowie Schweizer Brauereien vorwiegend zu Preisen von 1800 bis 1960 K. aufgekauft, während in der Farve etwas abfallende Sorten bis 17.00 K. herunter Nehmer fanden. Das Hauptgeschäft wickelt sich am Lande ab. Es notieren: Prima und Ausstich 1900 bis I960. Mittel- und gute Mtttelware 1800 bis 1900 K., schwache Mittelware 1760 bis 1800 K. pro Kilogramm exkl. 2% Umsatzsteuer. Wachse. Im Auslande vergrößert sich die Nachfrage :uerltich und K preise verfolgen allgemein steigende Richtung. Besonders fest unv tetgend sind Paraffin und Cerestn, aber auch Bienenwachs liegt ehr fest und preiSanttehend. ES nvtierenr ausländi cheS gelbes Bienenwachs je nach Provenienz 135 bis 140 Schilling, fettgraues CarnaubawachS 119 bis 115 Schilling, l a Original Japanwachs, erste drei Marken 90 bis 92 Schilling pro Echt, netto alles unverzollt ab Lager Mnchen. Reines gebleichtes Bienenwachs 332 Goldmark, Ceresin natnrgelb 54 bis 56 Grad Celsius 89 Goldmark, Cerestn I weiß 54 bis 68 Grad Celsius 92 Goldmark (höhere Grädigkeiten entsprechend) pro 1QQ Kilogramm brutto für netto, verzollt ab Lager München. Alles netto Kaffe ohne Verbindlichkeit. Baumwolle. Das Baumwollwarengeschäft im M.-Gladbacher Bezirk verlief noch ruhig, obschon nicht zu verkennen ist, daß seit einiger Zeit eine kleine Belebung eingettrten ist. Die Verbraucher kaufen nach wie vor kleinere Mengenwas. auch teilweise auf-die flauen Rohstoffmärfte zurückzuführeu ist. Dann sind auch die Zahlungseingänge noch sehr schleppend und die eingeschränkte Arbeitszeit hält weiter, an. Die ausländische Konkurrenz macht sich noch immer unliebsam Khlbar, und solange diese anhält, wird eine durchmifende Besserung in den-Spinnereien nicht zu erwarten sein. Zn den Webereien sind die Aufträge etwas zahlreicher eingettoffen, was von der Baumwollwie auch . Halbwollweberei zu berichten ist. Die Garnpreise haben einen erheblichen Rückgang erfahren. Im KleiderherstellungSgewerbe ist eine Belebung zu verzeichnen, ein großer Teil der Merke konnte den vollen Betrieb Wieoer auKehmen. Rohe BMMwovgewehe blieben unverändert. Es notieren: 78 Zentimeter 14/14 20/20 pro November-Dezember —.69 Schweizer Franken, 78 Zentimeter 16/14 20/20 —.72 Schweizer Franken, 87 Zentimeter 21/21 80/80 —.86 Schweizer Franken, 80 Zenttmeter 19/17 36/42 —.53 - Schweizer Franken, 87 Zentimeter 19/21 36/42 —.64 Schweizer Franken pro Meter ab Fabrik exklusive Packung, die letzten drei Nummern französischer Zoll, transit Wien. Wiener War e n börse. Zum öffentlichen Verkaufe gelangen am 9. d. um 1 Uhr diverse Chiffone. Batiste Weben, Damastgradl, Damaste und Zephire ab Lager Wien. Börse für lyndwirtschastlichr ProduNr. Trotz -Mchyehender Notmun-gen von transatlantischen Märkten sprach sich die Grundtendenz des Wiener Marktes eher freundlicher aus wenn auch- Preissteigerungen nur in ganz vereinzelten Fällen durchgesetzt werden könnten. Weizen wurde fn mehreren Schleppladungen für süddeutsche Rechnung a-us € Rechnmr-gdem Markte genommen. Diese Käufe sind mehr als interessant, nachdem Dmtschland vor nicht allzu langer Zeit setbst größere Weizenmengen für den Bedarf der Tschecho- WawcMi Epovtierte. Roggen profitierte bei knappen Offert 60 K. pro Kilogramm. In Braugerste -haben sich Pvrmasorten im GWastge -inft lhen höheren Forderungen, die von den deutschen^ Eignern Wellt wuÄen, hier gleichfalls-Im Preis echöht, dagegen wurden mittlere Und untergeordnete QuEtät-en auch zu billigerem Preise vergeblich offeriert. Futterstoffe haben sich befestigt, Mersküts wegen der knapperen Offerte, andererseits bewirkte naturgemäß dre Steigerung der Devisen Bukareist und Belgrad eine Erhöhung der Preise. Das Mehlgeschäft gestaltete sich m der zweiten Wochenhälste lebhafter. Weizenmehle fanden in ungarischen und jUgosl-avischen Provenienzen in ziemlich belangreichen Mengen -Unterkunft, wobei Preise b-chaupteteq Stand a-ufweisen. Roggenmehl hat sich um etwa 50 K. pro Kilogramm verteuert. Futtermehle und Kleid sind bei befrieidi« gendem M-fatz voll behauptet. Es notteren pro Kilogramm ab Men inklusive der Warenumsatzsteuer r Wetzen inländischer 3800 bis 3900 K., ungarischer Theiß alt 4500 bis 4600 K., neu 4800 bis 4400 K.. jugoslawischer 4100 bis 4200 K., Roggen inländischer 3575 bis 3625 K.. ungarischer 3525 Bis 8575 K., Gerste inländische 4200 bis 5300 K., tschrcho-slvwakische 4800 bis 5600 K.. böhmisch-mährische 6000 LiS 6100 K., MaiS 6350 biS 3450 K., Cinquantin 9700 bis 3600 K., Hafer inländischer 3400 biS 3600 K., ungarischer 3426 3525^ A., rumänischer 3260. bis 8400 K., Weizengrieß inländischer oder ungarischer 7100 biS 7200 K., Weizenmehl Nuller inländisches 6900. biS 7000 K., ungarisches 6900 bis 7000 K., jugoslawisches 6200 bis 6900 K., amerikanisches Äollpatent 6900 BiS 7300 K., Brotmehl inländisches la 6000 bis 5200 K., Futtermehl la 3700 biS 3900 K., Roggenmehl inländisches Ia 5400 bis 5550 K., Weizenkleie 2200 bis 2250 K., Roggenkleie 2150 bis 2200 K. Baumwollmartt. SkeW-Borft. 5. September. Bauniwöllzusuhren in den atlau: und Golfhäfen 21.000, Im Innern 32.000. Ausfuhr nach Großbritannien 1000. nach dem Kontinent 5000. Lokalmarkt wiääiing: 25.70 (letzt. Kurs 25.65). Tendenz Stetig. — Termine r Augult —. September - 24.25 Oktober-24.47, NovemM —, Dezember 24.06, Jänner 23.9k Februar März 24.19, April 24.25, Mai 24.88/ Juni -.- Juli 23.82. Sie 8töi[e«!utj8. Zürich, 6. September. (Devisenkurse von 12.03 Uhr. Von der Schweizerischen Kreditanstalt mitgetetlte Mittelknrse.) Berlin pro Milliarde (—.—). Holland 203.90 (204.40), New-Aori 530.50 (531.-), London 23.64 (23.67), Paris 27.90 (38.05). Mailand 23.15 (23.20), Brüssel 26.20 (26.60), Kopenhagen 86.56 (88-), Stockholm 141.25 (141.-), Cbrkstiqnia 73.- (73.-), Madrid 70.- (70.-), Buenos Aires 184.- (188.—), Prag 15.85 (15.85), Budapest 0.0069 (0.0069), Bukarest 2.72 (2.75), Belgrad 6.95 (7.-), Sofia 8.87(3.87), Warschau Wie» 0.0075 (0.007475). Bull apett» 6. September^ (Kurse der Devisenzentrale.) - Amsterdam 29.750 bis 29.900, Bukarest 408.— bis 411.—, Kopenhagen 12.840 bis 12.905,Christianta 10.660 bis 10.706.Lt>ndon 345.000 bis 347.000, Berlin bis —Italien 3378- BIS 3395.-, Parts 4070.- bis 4100.-, Prag 2316;- bis 2328.-. Stockholm 20.805 bis 20.705, ZMÄ14K90 m 14.655, Wien 1.0940 bis 1.1000, Sofia 566.— bis 668.—, Agrm» —bis —, New-Aork 77.680 bis 78.090. Warschau bis Brüssel 3866 bis 3886, Belgrad 999.— bis 1005.-. Marschau» 6. September. (Devisen.) Berlin —bis —, London 22.92 bis 23.13, New-Aork 516 bis 621, Prag 15.43 m ■i* fSI. ««tv- « da / ’.*» '7-ov-

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