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Wiener Morgenzeitung · 1924-09-07 · Heft 1999 (7.9.1924) · p. Seite 13

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1999 (7.9.1924)
Date
1924-09-07
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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fr M. IM TOfen/igfontos .7 'WkK^r Mo-Knzeitun!,. Sil Varas »Lumtett Sthmar". , AktchemW-eater. -ÄlS ivrerblUtritze Fam'NenU-ee.bAit, derer voll -Othmar, iSA Bara bei Bernhard lUhaw gestMckt'. Man. iwüinschte, idaß ittejieu Autor (dem unter anderem eines der echtesten rM ergreifendsten KriegEcher, die »-Briefe eines Land-- ftinVNiNMme^ zu danken ist) se'inen langjährigen AufenthM i in England nicht gerade $it einem Aus'ftug ins Shawsche i'henÄtzt Rite. Die Othmars — Mama, Mi Döchter und ein Söhnchen -- find kaltschnäuzige, „emanzipierte" Wen- - schen mit gut dressiertem Maulwerk. Insbesondere. der . jüngste FamNenspwoß, die siche Li'li, hat es in der Kunst . ungeniert und schmissig, verlogen und Pikant zu plappern,! Ä sie chren Willen durchsetzt, $u> höchster Fertigkeit gebracht, s-oi daß es sogar der sauberen Manra gelegentlich über die Hutschnur gcht. Sie sperrt in mütterlicher Besorgnis' das gefähÄiche Me'st ein und laßt es nur los, «wenn es die MmilieuMecke erfordern. Weiches tut sie leider nicht mit Max, dem Stammhalter, der den ganzen Abend sein Unwesen treibt und von dem sonst geschmackvollen Autor zum Raisouneur der verungUickten Grote'ske erkoren wurde. Man kriegt Sodbrennen. Mutter Othmar und ihre Fr-üchterln demonstriere^, wie man Men Schwiegersohn, der ausreißen will, neuerdings fesM und iwie man einen zweiten Schwiegersohn einsängt. Das Verfahren ist von 'betrübender Umständlichkeit. Ein Hornochs von Baron urnß, weil es der LMPioldichter wM, zunächst der älteren, verheirateten Tochter, dann der Mutter eine Liebeserklärung 'machen, Ns er bei der evlvähnten süßen LM> landet. Er tut alles, der gute Bawu, 'was der Autor von chm verlangt, innerhalb dreißig Minuten und verwendet, wie bezichungsreich, für alle drei Gheanträge den nämlichen Blumenstrauß. Dieser Baron und alle anderen Figuren, 'die neben der Familie Othmar auftrelten, sind nicht von Shaw, sondern der Werkstätte deutscher Lustspieffirmen entnommen. Da gibt cs einen Ehe- ^gatten, der zu Hause ein Waserl undin .der 'Fabrik ein Dhrann ist, Me Köchin, die Haare auf den- Zähnen hat und 'wahrsagt, einen Professor, der nicht bloß Bücher, sondern auch Nippes -und Blumen in seinen Handkoffer verstaut. . Einen ganzen M lang! Man 'möchte vom ganzen Herzen mt Gutes übers Buvgtheater sagen. Massenslucht der „Prominenten", innerer Zwist, äußere Schwierigkeiten. Und es ist Mode ge- 'wioriden, über diese Bühne herzufallen. Aber solche Aufführungen, wie die gestrige (die erste Premiere der Spielzeit), machen auch den Wohlwollendsten mutlos. Muß just Herr Huber, der Naturbursch, einen raffiniert pointierenden Misonneur mimen und. Herr H öbli ng^ der Donnerer, eine Charaktergestalt, die etwa der Komiker Gülstorfs retten könnte? Frau Akuay ist un- .Möglich, wenn sie sich im Schweiße ihres schönen Angesichtes um „leichten Konversationston" bemüht und der tüchtige Herr Siebert begräbt seinen Part unter unsäglichen Anstrengungen, auf die Lachmuskeln zu wirken. Nur Frau W i t t, die Erfindungsreiche, und 'das spitzig-witzige, glänzend parodierende Fräulein Seidler machten den 'Abend erträglich. Otto Abeles. Deutscher Boltstheater. ^Des MvereS und der Liebe Wellen." <Nen einstndiert.) > Die sorgsam studierte Ausführung des Deutschen, Bvlkscheaters brachte etliche neue Kräfte auf die Bretter. Erna Ludwig Gero), eine schlanke Blondine,.wirkte am besten in den lyrischeren Partien, während. ihre Dramatik mchr aus Dheaterroutine als aus WrmrttMarkeit gestellt ist. Mn wohllautendes,. mvdulativnssähiges Organ, gute Bühnenhaltuug stellt man .gerne fest, und mit der Technik des Verses erscheint die neue Darstellerin wchl vertraut. Nach einem ersten Debüt soll man bekanntlich nicht urteilen: wir begnügen uns mit der 'Konstatierung, daß sich M. Ludwigs Debüt unter rScht günstigen Auspizien vollzog. Einen sympathischen Darsteller lernte man in Herrn Alt sch ul kennen. Er sprach die Verse des- Leander mit Schwung und schöner Wärme und brachte ein echtes Bühnentempercrmeni mit, das seiner Wirksamkeit gute Aussichten eröffnen dürste. Als sorgsamer Sprecher erwies jJosvs Klein in der Rolle des Oberpriesters. Rose Weber '(Janthe) ist Me angenchm« Erscheinung. Sie hat gute Schule und ist noch jung; wieviel sie an Eigenem beisitzt, wird bei späteren Anlässen zu erweisen sein. Gut am .Platze die übrigen, zu laut Herrn Gibisers LsmPÄWer. Cs gab stürmischen Beifall. ' "; ■ -«u—. „Der Fürst von Pavpenheim." Mener Mtgerchvater. Die Mntevs'pielgeit deS Büvgertheaters hat mit einer Fabriksware Beckiner Herknnift begonnen, einer Vaudeville- Operette vor: Hugo Hirsch, deren Buch von Franz Arnold und Emst Bach stammt. Me drei Autoren sind aus beitt Theatermarkt nicht unbekannt. Die D^tdichter haben bereits mit Lockeren Schwänken große Dcmti>rmenerfolge erzielt, der Komponist beliefert die Kabaretts mit viel begehrten Couplets, die dem Niveau dieser UnterhaltungsstAten angepaßt sind. Bei einer größeren Ausgalbe scheint aber seine'Kraft zu erlahmen. ,-Der Fürst vvn Pappenheim" ist llveder ein Vaudeville noch Me Operette. Es Mt dem Werk an ergiebigem, neuem Humor, um als Vaudeville unterhaltsam, zu .sein, es fehlt der muisValische Ausbau, die . formale Geschlossenheit, um die Bezeichnung „Operette" rechtfertigen zu Vömnen. Die maMschveierische Berliner Operette Manbt nur ein Sammelsurium von modernen Tänzen und Couplets, die Miner zu rechter 'Zeit sich einstellen, wem 'den: Textdichter der ^Faden der idstnnen HandÄrng entschlüpft ist. Hugo Hirsch hat sicherlich das Talent, Schlager hervorzubringen, die in ihren: Pntloaon bisaat weiteres Xlön- »*£ bla Freitag? jüvi, W Silber u. Chinasilber, jedan Ml Brlllantenu. Parleneohaiuok im Frfcnz-Saal. Verfalleno Freilosen - Pfandpbstan ÖBr HiaTällriger Vöraohuss- und Sparkasse, XN., Waudtläfese 3 am 18. September im FfÄnz-Saal. GebrauohsaegenrtBhäa'WljliOhlm Ludwigstorffuhd IvOlowrat- Saal; ab 15. Septembet*. auch Im Rössler-Saal. Jeden Dl sohöne WSsche. Kleider, Anzüge. Stoffe, Pelze, Persertepnlohe, fahrrkder, Nähmasoblnen; Jeden Mt Photoawftrate. Mikroskope, Relsszeuga, -Operngläser, Triedev. Sohreibma* tohlnen im Lndwigstorff-Saal. Jeden Dl u. Fr: Möbel, Beleuchtungskörper, Bilder. Hausgeräte, Dauerbrandöfen Im Glashof. Jeden Do sohönos Mobiliar, Peysertepplohe, Luster, Klavjere, Bronzen, Gemälde u. Reproduklionen., Porzellan,. Kamlnvrrklelrunpen Im Franz-Josef-8aal. Jeden Fr: Kunatgawerbe, Gemälde, Stiche, Antiquitäten und Perserteppiche im Hooh-Ssal, Brlefmarkenauktionen jeden Di kür 14 Tage. Ümd Fr im Versteigerüngssaal, VI., Mariahilferstrasse 73, . . GUöherauktlönen, jeden Do bis Sa iin Eminger-Saal. 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Im Rüssier-Saal finden von Kenteg, den - IS. an, wieder täglloh Var- Steigerungen atnlt. ■ ■ Beginn der Versteinerungen, wo nicht ' anders 'Vermerkt, um 3 Uhr. Näheres durch die „Mitteilungen* und „Nachrichtenblätter“. elektrisierLudsW Ähythmüsj - in ihrer bewußt barbarischen Instr-umLN't>ativn die Nevven eines großstädtischen, genußsüchtigen Publiküms aufpeitschen. Aber was hat diese Art der Produktion mit Kunst, mit der Operette zu tnn, deren stolze Tlhnherrin doch die französische komische Oper ist? Sie verdirbt nur die Darsteller, die imneer unfähiger werden, die Gestalten einer echten Operette zu Ver-Wrpern, die auf die Einheit von Gesang, Tanz und Spiel gestellt ist, Dem Bürgerthoat-er stand für' die weibliche Hauptrolle Lea Seidl zur Verfügung, die, gesanglich nicht besonders disponiert, durch ihr gutes Aussehen und gepflegtes Spiel entschädigtes Als Komiker war Fritz I m hoff ausgoboten, der in dieser neuen Rolle fast sich selbst entdeckte, so ursprünglich sprudelte sein am Wort sich entzündender Humor hervor, die Dürre des Textes beldbe-nd. Ein schüchterner Liebhaber vonzwarchsellevschütternder Komik' ist Harald Pa n ls e n. Aber er trägt noch ein zweites Gesicht; er ist ein Tänzer von einer. Leichtigkeit.und Beweglichkeit, die an Akrobatik grenzt. Ein neu ausgehender.weiblicher Stern sei gern verzoichnet: er heißt Rita Georg.- Von zarter, .geschmeidiger Gestalt, stellt sie einen reizvollen Typus der Danzsoubvette dar. Otto Hans Norden, Gustav Wilfan, Marietta Wo der, Ludwig Herold, Heinrich Pirk wirkten nebst mehreren Modeisirmen verdienstvoll mit. Der üblichc ^Operettenr erfolg stellte sich ein. . dt. Stto Är „Der Wsg". -l7 " Ausstellung bei Würthle. '' _ ^nt Radierwerk von Otto Dix „Der Krieg" ist der Sinn für Realität wieder lebendig geworden. - Für eine allerdings entserttg orientterte Realität, die das Leid als etivas Gegebenes, das Granen als!U>nentrinnbares hinstellt durch die Negimmg des Gefühles.. Der Zyklus „Der Krieg" ist ein 'Kr-ieg dem Kriege, weniger dem Inhalt als der Darstellung nach. Hier wird das OHekt'in die Welt des. Scheines gesetzt, ohne Kdmmentar, aber mit einem Ingrimm des Hasses und des Wscheues, so daß einzelnes barbarisch wirkt und nicht mehr als Ausfluß Ainstlerischer Gesinnung. Man weiß, daß Dix mit 'den deusicheu Darstellern des 'bürgerlichen Nachlriogstyps verwandt ist; daß 'seine Weltanschanung jenseits von Gut und Bö-se des Spießers, Komproinißlcrs liegt; daß seine Realitäten Dokumente ' reifer Halluzinätionen sind. Darin liegt auch die 'Ursache für das Auspeiischende und Abgründige seiner Art, die von manchen Seiten als „senseits der -Kii'Nsi liegend" abge'lehnt wird. Aber man' Vergesse nicht, daß Dixens Arbeiten die Resultate schrecklichster Erlebnisse ‘ sind und daß' >eine Mittelmäßige Zeit solche Bekenntnisse mit der FÄHeit deS Sch-ioachen, Lebensflüchtigen gerne ablenkt. Dix hält'^sich nicht an die primäre - Natur: er steigert sie, hebt sie ins Allge- Me-rne und wird-bitterer Zyniker. Seine Romantik hat nichts mit dein Vevschönerer der...Ratur zu tun.. Sie ist UuMvun«, aber nicht im dikt-atorischeu SiN-n. Dix ist Revolutionär wie George Grosz, er wird bald auch neben dicisem genannt werden. In der Ausstellung bei Würihle liegt ein von P. F. Schmidt vevfaßtes, mit zehn ReproduktiMen geschmücktes Heft auf, das Otto Dix auch, ass Rtaler wüvdigll o. r. AW de« Watem, B u r gt h e a t ex, -Morgen. ,„D e r i n n g e - M e° d a r d n s". Dienstag;,D e r ch ö p f e r". St 1 o fr clitt-1 c' t h e nt-e'r.''Vkorgen •r „SÖ n $'■ G. las Wasser"^; - -; - '.• , -1 Schö n h x u n n e,r Sch lwch iü e a t c r.; - Morgen „D i c K i md eü.^. . Dienstag ^,D i-e M ä-ü 8". Volksoper. Heute „Die M e i st t i n r t.t v o'n N ü x,n b e r g".. Morgen-Eer der'musikalischen Leitung Dr. StiedryS „H a,u-Sr. H>L.i'lttN g".- .'Dienstag „D er Zigeuner v.ar o tt", «■;/» ' ' R a i m n n d>T h.e.a t e.r. .--Die Winterspielzeit beginnt a»r Montag den Io. d. mit der Neueinstudierung von „G ö tz von B e r l i ch i n g e.n". Die Inszenierung leitet Karlheinz Martin, von dem auch die 'Bühneneinrichtung der Dichtung stammt. Dieser Einrichtung liegt der Goethesch'e ttrgötz „Die Geschichte Gottftiedens von Berltchingen mit der eisernen Hand" ans dem Jahre 1771 zugrunde. 7. September 1924 18 - Lüstspiel-th eater. Hanst Kiese nimmt ihre künstlerische Tätigkeit Mittwoch, den 10. d. wieder auf.. Dre Künstlerin spielr ^in dem Schwank „Der Held ihrer Trän m e". Freitag den 12. d. tritt Josef Jarno zum erstenmale in dieser Spielzeit auf. Er spielt in dem englischen Sensationsstück „E i n D o p p e l l e b e u". Wochenspielplan de 8 B u r g t h e a t e r S. Von Sonntag den 7. d. bis Samstag den 18. d. r Sonntag neueinstudiert „W al le nst ei n s To d". Montag „D e r junge Medardu s". Dienstag „Der Schöpfer". Mittwoch „Maria S t u a r t". Donnerstag „Geschäft ist Geschäft". Freitag „W a l l en st e i n S Tod". Samstag „Anna K a r e n i n a". Wochensvielplan des- Akademietheaters. Von Sonntag den 7. d. bis Samstag den 13. d.: Sonntag „Q u a r t e t t O t h m a r". Montag „Das Glas Wasser". Dienstag „Quartett O t h m a r". Mittwoch ..Die Liebe wacht". Donnerstag «Der S ch w a n". Freitag „Quartett O t h m a r". Samstag „Wölfe in der Nacht". Wochenspielplan des Schönbrunner Schloßt!) eaters. Von Sonntag den 7. d. bis Samstag den 13. d.r Sonntag „Die Maus". Montag „Die Kinde r". Dienstag „Die Mau 8". Mittwoch „A m T e e t i s ch". Donnerstag „Die Kinde r". Freitag „D i e Mau s". Samstag „Unsere k l e i n e. F r a u". Wochenspielplan derStaatsoper. Von Sonntag den 7. d. bis Samstag den 19. d.: Sonntag „A! d a". Montag „L o h e n a r i n". Dienstag „M a r g a r e t h c" iFaust). Mittwoch „Die B o h e m e". Donnerstag „D e r R o s e n k a v a l i e r". Freitag- „Cavalleria r u st ie a n a". Samstag „Die K ö n i g in v o n S a b a". wochenspielplan des Redoutens a a l e s. Montag den 8. d. „Figaros H o ch z e i t". Smnstag den 18. d. „D e r Barbier von S e v i l l a". Wochenspielplan der Volksover. Von Sonntag den 7. d. bis 13. d.: Sonntag „D i e M eiste rsinger von Nürnber g", Stolzing Herr Laurenz Hofer von der Staatsoper a. G. Montag neueinstudiert „H ans H e i l i n g". Dienstag „Der Z i g e u n e r b a r o u", Zsupan Herr Alois Nesni a. G. Mittwoch „lab« m c Bntterfl h". Donnerstag „D er fliegende Holl ä n d e r". Freitag „M i g n o n". Samstag „D i e F l e d e rm a u 8". WochenspielplandesDeutschenVolkstheaters. Von Sonntag den 7. d. bis Smnstag den 13. d.: Sonntag nachmittags „Der P f a r r e r v o n Ki r ch f e l d", abends „Sechs Personen s u ch e n e i n e n A u t o r". Montag „E i n s ch w a ch e s W e i b". Dienstag. „D e s Meeres und der Liebe Wellen". Mittwoch „Die Freier". Donnerstag „S e ch s Personen s u.ch en e^tnen Auto r". Freitag „E i n s ch w a ch e s Weib". Samstag zum erstenmal '„Das Kamel gebt d u r ch d a s Nadelöhr". Lustspiel in drei Aufzügen von Franz Langer. Wochenspielplan des Josefstädtert h e a t e r s. Von Sonntag den-7. d. bis Smnstag den 13. d.: Sonntag „Sonkin und der Haupttreffer". Montag „Der Diener zweier H e r r e n". Dienstag „Sonkin und der H a u v t t r e f f e r". Mittwoch „D e r Diener zweier Herren". Donnerstag und Freitag „Schneider W i b b e l". Samstag, zun» ersten- , male „D et Mhrtenkran z". Lustspiel in drei Aufzügen von Andre Birabeau und Georges Dolley. Kammerspiele. ,M a § Frauen trän nt e n", die aktuelle Revue von Karl Farkas und .Tr. Robert. K a t-s ch e r, hat bei der 75. Anfjuhrung starken - Bei'fäll gesunden. Tie Rolle des Robert. Nästtberger hat Kurt Füß übernommen, für den, auch ein-neues Bild „H-o n ock.n l n" verfaßt wor 'nn ist. Er ist als Tänzer und Darsteller-vpn .gewinnender Eigenart und-ein «geeigneter.-Partner für die Maria L c y, die als Schauspielerin und besonders als Tänzerin sehr 'gefiel. Die Novitäten des Bnrgtheaters. Anläßlich des Wiener Musik-, und Theaterfestes bringt das Burgtheater aus sci'ien drei Bühnen folgende Uraufführungen heraus, die bereits geprobt werden: Artur Schnitzlers „Komödie der Verführung", Ernst Fischers „Schwert des Attila" und Walter Eidlitz' „Der Kaiser i nt Walde". Im Schönbrunner Schloßcheater. wird „Das Volksschanspiel von Doktor Faust" in Szene gchen. Leo Feld plötzlich gestorben. Der. Wiener Dramaiiker und Krittler Leo Feld ist ans einer Italienreise p l ö tz l i ch gestorben. Ein Herzschlag raffte ihn dahin. Feld, ein temlpsramentvoller, gütiger Mensch, war in weiten Kreisen gsschätzt. Ms Dramatiker war ihm wohl kein dauernder Erfolg gegönnt, aber sein ehrliches, kütmlerisches Streben und seine Herzenseigeinschaften sichern dem Verblichenen ein ehrendes Angedenken bei allen, die ihn kannten. Leo Feld, ein Bruder des evfolareichen Librettisten Viktor. Leon, stand im 56. iMensichre. ... Gm ne«e Tristan-Oper. Bei den. Festspielen von Glastonbury wurde eine neue Tristau-Oper. „D i e K ö n igiu von Cor.nw all", .uraufgeführt. Wie unser englischer Korrespondent berichtet, hat Thomas Hardy das Libretto nach seinem eige-nem meichnamigen Drama geschrieben, aus seinen gesammelten Gedichten noch einige Stücke, beigesügt und, im Gegensatz zu Wagner, die Gestalt der Isolde Weißhaud beibohalten. Die Musik stammt von dem englischen Knirpoursten Rutland Boughton. Die Aufführung der Oper beansprucht bloß eine Stunde. Das Hauptgewicht ist gegenüber der dramatisch-musiEalischen Hvchspannunz des Wägnerschl-n Werkes auf Las lyrische Moment gelegt. Die Musik ist von weichem, anmutigem undleichlslüssiarm Charakter, verweilt, gerne bei den Ruhspunktm der-Tragödie und ist mit jener.Art Psychologie gesättigt, ivie siedas Leitmetirivstem ermöglicht hat.-Unter den- Darstellern ragt besMers die Fsolde Weißhand der sungm. chstmw'chm. Eoprrnistin Elena Goeminne hervor,,.-::e ihre Ausbildung in Italien aencssLn hat. T)ie Oper wird.auch, den im September rn Quimper in der Bretagne.tagenden pankeliischen Kongreß abschließcn. Die Pawlowa^ tanzt „Don. Quixote". Die berühiute russische Tänzevin Pawlowa veröffentlicht in .einem Lon« doner Blatt einen Aufsatz über die. Geistigkeit des Ta'nzes und bekennt sich darin zu lener Verehrung der Tanzkunst, wie sie bereits in den alten'Religionen ausgedrückt -stt. Sie sieht im Tanz nichts Sinnliches, sondern den' Ausdruck geistiger Werte und erinnert an die Tänze der primitiven Volker/ die durch sie ihren Göttem DanGarkeit uird Verehrung äusdrücken. Interessant für ihre Auffassung ist es, baß. sie in-dem .imsterblichen Roman des Ee.v.vante-s. .in „Don Quixote", ein Thema steht,,has.Sch.-besonders.-zur -tänzerischen.Gestaltung eignet und tzsm. sie-seW -einmal ihre Kunst widnren möchte. Auch der Durchschnittsmensch könne durch Uebung und Aus. bilünng viel dazu tun. um sich seW im Tanz auszndrücken und seine Gefühle dadurch zu beredten. Tanzen, wenn es richtig gelchrt und gelernt wird, führe m großen Dingen. Die echte Tanzkunst werde -in jedem die Achtung vor der Schönheit der edelsten Gabe der Natttr, des Körpers, entwickeln. Selbst der moderne Tanz finde vier seinen Matz.

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