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Wiener Morgenzeitung · 1924-09-06 · Heft 1998 (6.9.1924) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1998 (6.9.1924)
Date
1924-09-06
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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s W LW Wien, SamNag * Direktor Emil Beutel gestorben. Gestern abends ist in wen Räumen des Wiener Jagdkmbs der Direktor de? Wiener Giro. vnd Kassenverei-nes, Emil Beutel, eiyem Herzschlag ltzrlegen^ Er stand jnr 77. Lebensjahre, gchbrte'dem VerbaiM des Wiener Giro, und ,Kassenvereines durch'mehr als 62 Jahre an und war'der älteste aktive Bankdirektor Wiens. 7... * Die Lebensmüden. Int Hotel Urania hat sich der AMhrvge Hoteldirektor Ferdinand Weleckowitfch durch einen Revolverschutz getötet. Die Ursache. der Tab dürften finanzielle Schwierigkeiten gewesen sein. — Gestern früh wurde in seiner Wohnung der 41jährigeIngenieur Berthold Kunze erschossen aufaefunden. Er hat Selbstmord verübt. — Am d. wurde hinter den Tribünen des Trabrennplatzes der )rige Goldschmied Karl Selbert-echängt aufgefunden, le-stern nachmittags hat sich in Stadlau der 68jährige Tischler Gustav Goloner in die Alte Donau gestürzt. Er wurde gerettet und ins Spital gebracht. * Salomo» Schiller in Wien. Salomon Schiller, einer der Schöpfer der zionistischen Bewegung in Galizien, ist auf der Durchreise in Wien eingetroffen. Schiller, der zu den Kefftigen. Schöpfern des Zionismus in, Galizien gehört, veröffentlichte in den ersten Jahren der zionistischen Bewegung eine Broschüre unter dem Titel „Bht narodowh Zhdow" („Das nationale Sein der Indens, welche viel zur Gewinnung der Mischen Intelligenz für die zionistische Sache beigetragen hat. Er war ständiger Mitarbeiter der zionistischen Organe, in welchen er zahlreiche tiefgründige Auffätze veröffentlichte. Bor dem Kriege ubersiedelte er nach Palästina, vearnndete das hebräische Gymnasium in Jerusalem, dessen Direktor er mchrere Jahre hindurch war. und dessen Lehrkörper ir noch heute angehört. Er spielt auch eine bedeutende Rolle rm geistigen Leiben unserer Pioniere des Landes. Schiller begibt sich gegenwärtig nach Galizien, um sich für einige Zeit in den Dienst der Provagandaarbeit für den Keren Kojemeth zu stellen, der sich zum Ziel gesetzt hat, seinen Bodenbesitz im heurigen Jahre zu verdoppeln. Herr Schiller spricht heute prdzise7Uhr abends in der Zionistischen Sektion Prater, 2. Bez., Jungstraße 8. * Namensaleichheit. Herr A. B o renstein, des Herrenmodeyauses A. Borenstein, Wien. 2. Bez., straße 10, legt Wert auf die Feststellung, daß er urit Sem vor ä* en Tagen laut einer Zeitungsmeldung wegen Scheckung dem Landesgericht eingelieserten Isaak Borenstein n Lentisch noch verwandt ist. * Allweltliche jüdische Konferenz in Danzig. In Danzig- Oliva wurde dieser Tage die erste Weltkonserenz Mischer Pfadfinder abgehalten. Es beteiligten sich unter anderen die Organisationen Haschomer Hazair, Hazovhe, der jüdische Jugendwanderer und der palästmensffche Gdud Haawoda. Auf der Konferenz sind neun Länder vertreten. In das Präsidium wurden gewählt: Faari (Palästina), Hamburg (Marschau) und Binder (LeMberg). Am 3. d. wurde in Danzig die W e l tkonferenz den lüdischen Jugendverbände eröffnet. Aus Palästina trafen zu der Konferenz die bekannten Arbeiterführer Ben Gurion und Skolnir ein. Im Anschluß an diese Jugendkonferenz wird in einigen Tagen, ebenfalls in Danzig, die Konferenz der allwMichen Organisation Hechaluz stattfinven. (I. T. A.) * Die Lohnbewegung im Schankgewerbe. Die zwischen dem Lohnkomitee der Genossenschaften der Gastwirte und Kaffeesieder und den Vertretern beider Gchilfenovganiscrtionen geführten LohnverbaMungen wurden gestern auf Grund einer Erhöhung der bisherigen Lohnsätze einvernehmlich beendigt. * Ein Lehrlingsheim ln der Leopoldstadt. Die Gemeindeverwal-tung hat das Haus -im 2. Begirk, Fvcmzensbvückenstvaße Nr. 30, das sie bereits vor einem Jahre vom Kriegs- IbeschädvFtensoachs erworben hat, für ein Lchrlingslheim HP- )nhalber rolland- . * Eine seltene Diebsbeute. Aus Wr.-NevstM wird uns gemeldet: Vor einigen Tmen wurde von dem Turme der Kapelle „Zum gefangenen Herrgott" von unbekannten Tätem die 36 Kilogramm schwere Turmglocke im Werte von 2,6 Millionen Kronen gestohlen. Die Ausforschung der Tater wurde eingeileiiet, Kleine Chronik. * HilfSkommisiion jüdischer Schriftsteller und Künstler. Wie bereits gemeldet, fand anläßlich oer Welthilfskonferenz in Karlsbad, eine Versammlung jüdischer Schriftsteller und Literateil statt, zwecks Beratung über rationelle Hilfsmaßnahmen für Kollegen, welche durch die jüngsten katastrophalen Zeitereignisse in bedrängte Lage geraten stm>. Nach einleitenden Referaten von Joses Lin und I. Leiserow lisch und längerer Debatte faßte die Versammlung sinstimmia den Beschluß, eine Hilsskommission jüdischer Schriftsteller und Künstler zu wählen, Die Kommission wurde beauftragt, in der Welt- Wskonferem darauf hinzuwirken, eine rationelle Hilfeleistung für jüdische Schriftsteller und Künstler, in ihr Programm anfznnehmen. Ferner solldie Kommission mit den bestehenden - Mischen Literatenverbänden in einzelnen Ländem in Ber-! bindung treten, um ihrß Mitwirkung bei der erforderlichen Hilfeleistung herbeizusühren. sowie Vorbereitungen für die Schaffung eines Wellverbandes jüdischer Schriftsteller und Künstler in die Wege leiten. Sitz der Kommission ist Berlin, wobei auch für Paris und. London Kommissionsmitglieder bestimmt wurden. In die Komiffion wurden gewählt: Berlin: Leon Chassanowitsch, Dr. Hindes, Dr) JcÄob Leschinskh, Jos. Lin, Tscherskower; Paris: Hermann Äatzky, Leiserowitsch; iSondon: Goldenberg, Hobes und Mayr. * Dokumente über die ukrainischen Pogrome ln der Jerusalemer Bibliothek. Aus Jerusalem berichtet I. T. A.: Das Archiv des zur Zeit der Kerenski-Regieruna gebildeten Jüdischen Nationalrats in der Ukraine ist soeben von einer jüdischen Tonristengesellfchast aus Polen nach Palästina gebracht und der Jüdischen Nationalbibliothek übergeben worden. Das Archiv enthält wichtige Auszeichnungen über die A-Heit der jüdischen autonomen Institutionen unter der Herrschaft der ukramffchen Volksrepublik sowie über die seit 1913 in der Ukraine stattgefundenen Pogrome. * „Der Beruf, für den die Frau besonders geeignet ist..." Ein Fvaulern GÄmonr aus Toronto in Kanada hat sich den für mt Frau ungewöhnlichen Beruf eines Leichenbesorgers erwählt. Giesst die erste Frau, die bei der „kanadischen Schule für Leichenfürsorge" das Reifezeugnis erwarb und sie M jetzt berliner großen.Bestattungsfirma Gre Tätigkeit aus. „Ich glaube," erklärte sie, „daß gerade die Frau für diese Tätigkeit schon durch ihren Takt und ihr Taktgefühl besonders geeignet ist." Fräulein Gilmour hat sich aus der .Schule theoretisch in der Chemie, Phvsi-ologie und Anatomie' ausgebWet und dann zwölf. Monate oie prakttfche Tätigkeit ansgeübL Die EinsarguNg selbst ist ihre Sache nicht. Sie beschäftigt sich ausschließlich mit dem Arrangement des Haares der Leiche, der Beleuchtung des Raumes, in dem der Sarg steht, und der Ausschmückung des Raumes mit Blumen. Bei dein Begräbnis felbst ist. sie bemüht, den Leidtragenden die LoW um alle Einzelheiten, die diese als drückende Last «unpfinden, äbznnehmen. ggiewey Woroemcttnnfl. Sattina Geiger Adolf Riebenfeld Jaroslau . ' ■ Wien, XX. empfehlen sich als Verlobte Jaroslau, den 23. August 1924 syy." Sie den Unterschied zwischen Ledersohlen und PALMA-Kautschuksohien und »Absätzen» Längere Tragdauer und grössere Haltbarkeit der Schuhe, elastischer, angenehmer Gang und Billigkeit sind die Vorzüge gegenüber Ledersohlen! Verlangen Sie aber ausdrücklich „PALMA“! Q a n s Europa trinkt Tee Mlssotzlrg Moskau Gegr. 1849 Notferne., Ulster, Anzüge «ach Mab zu mäßigen Preisen und in tadelloser Ausführung // Große» Lager feinster Stoffe 186 Schneidermerster Rudolf Goldstern «egr. iss« Wie», n., Tadorstrahe 54 Tel. 4L«» | (Sie nachstehenden Ankündigungen find entgeltlich.) * Eine Sehenswürdigkeit fft das nach den künstlerischen Entwürfen des ArchiteNen LeoPoL LiM umaebaute Cafe Palmihos, 16. Bez., Mariahilferstratz« 136. Bewnnderinswert die äußerst geschmack- und sMolle Innendekoration, besonders die von der akademischen Malerin Hilda Jeffer ansgeisÄhrte Wandmalerei. Die Beleuchtungs- und Bvn- Mationsamlagen sowie die sanitären EinvichtungM des Betriebes sind die mcdernsten Schöpfungen aus diesem Gebiet. Das mit dem größten Komfort ausgestattete Cafe Palmhof ' ist der Treffpunkt des besten PulbMums der westlichen Bezirke^ AllabeMich konzertiert ein künstlerisches SÄonoa^hester. Elegante, bequeme Logen auf der Mavmorestvckde Reden geschlossenen Gesellschaften augeuehmen Achenchalt. * Neue Herbstmodelle in Bally-Schulhen und ersMasstgen handrcchlmengenähten Schuhen zu äußerst billigen Preisen Än Schuhhaus Dorn, 2. Bez., Taborstraße 8 a. * Tanzknstitnt Hermann Braun, 14. Bez., Reindorfgasse 42, 6. Sepieinber 1924 Seite 5 tuufl, mehr Märtyrerturn als Kämpferin. Ella May-lor gebührt besonderes Lob für die Mutterfigur, die an die alte Wilbrairdt erinnerte. Der gelungenste Typ: Josef Victor« als Diener Brideaux/ ein synrpachisch-frecher Haderlunip! > Die Regie arbeitete mit Andeutungen, die Wiener Mode und das Wiener Kunstgewerbe lieferten geschmackvolle Abendkleider, Pyjamas, Schmuck und Stilmöbel. Das Publikum ließ sich von der groben Komödie hinroißen und vergaß nicht an seinen einstigen Burgtheaterliebling. So war für alle Teil" gssorgt. O. 91 Die internationale Ausstellang nener Theater« techuit.. Dir Internationale Ausstellung neuer Theatertechnik, die am 19. d. im Rahmen des Theater- und Musik festes er- Bffnet werden wird, wurde gestern nachmittags Vertretern der Wiener und der auswärtigen Presse gezeigt. Es wurde die vom Maler K i e ß l e r erfundene „R a n mb ü h n e" gezeigt, die ein Versuch ist, die Vorgänge auf einer Bühne nach allen Seiten hin sichtbar zu machen. Alls dieser „Raumbühne" wird der Regisseur Karl Heinz Martin zunächst wahrscheinlich das Drama „Mechusalem" von Iwan Goll und dann eine Revue von Walter Mehring, „Europäische Woche", inszenieren. Es sind noch andere Inszenierungen, so auch des Büchnerschen Lustspieles „Leonce und Lena", geplant. Eine Radioanlage, die ihre eigene Sendestation haben wird, wird in das Spiel eingreifen. Im Kleinen Konzerthaussaal werden Szenenentwürfe, Figurinen und Modelle modewer Theatevkunst auf Leu neu- und eigenartvgen „Trägern und Legern" und Drehzhlindern, die eine große Raumersparnis möglich machen und gleichzeitig die Modelle von allen Seiten zeigen, chren Platz haben. Auch diese Ständer der Ausstellung sind vom Maler Kießler erfunden worden. Hier und noch im „Berliner Saal" sotvie in den Foyers werden die Russen Ta troff, Meyerhold und Foregger plastische Modelle ihrer Bühne, die Italiener, die sich an der Ausstellung in sehr großer Zahl beteiligen, Finnländer, Deutsche (ms'besondere das Weimarer Haus), Franzosen unter Führung Fernands Legers Pläne und Entwürfe zur Reform der Bühnenkunst vorführen. Aur den Theatern. VolksopeL Heute „Cavall6ria rusti* e'a n a“, „D e r B a ia z z o". Morgen werden anläßlich der ' Eröffnung der Wiener Meffe „DieMeistersinger von Nürnberg" aufgeMrt. Die Direttion der Volksoper teilt gleichzeitig mit, daß die M e s s e b e s u ch e r für sämtliche Theatervorstellungen während der Messewoche gegen Vorweis ihrer Legitimation an den Kaffen der Volksoper eine zwanzigprozentige Ermäßigung genießen. Als erste Novität im neuen Spieljchr bringt die V o b k so p e r Montag MarschnerS Oper „Hans H e i l i n g" neueinstudiert und neuinszeniert unter der musikalischen Leitung deS Dr. S t i e d r y zur. Aufführung. Das Werk Marschners wird nach der Originalpartttur nahezu strichlos aufgeführt. Raimund-Theater. Sonntag und Montag, Vr8 Uhr abends, „DerFeldh e r r n h ü g e l". Sonntag und Montag, 3 IHr nachmittags, A i e t o l l e L o l a". JmNeuenWienerStadttheater beginnt die heute in Anwesenheit des russischen Dichters Eugen T s ch i r i k o w stattfindende Uraufführung des sechSakttgen Schauspieles „Der S o w j e t k o m m i s s ä r" präzffe yt8 Uhr. Morgen und Montag gelaugt die Novität zur Wiederholung. Die Nene Wiener Bühne eröffnet ihre diesjährige Winterspielzeit Donnerstag den 11. d. mit der Uraufführung der drelaktigen Burleske „FrauPickin Audienz" von Emil und Arnold G o l z. Gisela W e r b e z i r k tritt in der Rolle der Frm Pick nach längerer Abwesenheit wieder in Wien auf. Zm L u st s p i e l t h e a t e r gelangt heute der Schwank „Die K l e i n e v o m V a r i e t e" von Alfted Möller zur fünfzigste» Aufführung. Das Stück bleibt auch Sonn« tag und Montag nachmittags und abends auf dem Spielplan. Beredte, Bortrlize und BersamMtMgea. Zionistische S ektion Zwischen brücken. Heute Zusammenkunft der Jugendorganisation zwecks Uebernahme von Büchsen. Montag im Vereinslokal Heimabend. — Kulturgruppe der Zionistische« B e z i r k S s e kti o n Brigittenau, 20. Bez., Karl-Meißl-Straße ö. Heute, */*4 Uhr, Vortrag von Herrn Schwarz (Palästina). In nächster Zeit wird ein HebräischkurS eröffnet. Interessenten mögen sich im Laufe der nächsten Woche allabendlich zwffchen 7 und 9 Uhr melden. Die jüdische Bolksschule, 20. Bez., Denisgaffe 83, eröffnet am 15. d. das neue Schuljahr. Einschreibungen ' in alle fünf Klaffen täglich mit Ansnahme von Samstag und Sonntag von 10 bis 12 Uhr in der Schulkanzlei. Uebertritte aus der öffentlichen Schule werden von der Schulleitung Lurchgeführt. < Bühne md Kunst. „Geständnis." t Gastspiel Gerasch im Komödienhaus. Zunächst ein Geständnis: daß diese amerikanische Geschichte, die Sildney Garricks erdichtet und Ernst Bajda zuvecht- -fristert hat, der banalste, lächerlichste. und ordinärste Kitsch ist, der jemals das Licht der Brettevwelt erblickt hat! Daß er aber dem Schauspieler Gelegenheit gibt, aus Rollen Menschen zu machen, Menschen mit Schamgefühl, Empörung und dramatischer Geste — das machte sich das Gerafch-Enfernlble zunutze und so kam eine Aufführung zustande, di-e den gleich staken Erfolg hatte wie einst in der Renaiffanoebühne mit Harry Waiden! . ' Gerasch spielte die Walden-Rolle: schinissig, lebendig/ Louis-gerecht, in sich selbst verlie!bt, aber ohne in Maniriertheit zu verfallen, Franz S ch a r w e n k avom Volksth^eater zeichnete plaftvsch in Wort und Gebärde den eifersüchtigen Fanatiker, einen Franz Moor im Frack. Die . Gattin der Frau Woiw o de zerfloß in Butter, mehr zitternde Träne als Hal- Rudolf Schildkraut kommt «ach Men. Me wir erfahren, wird Rudolf Schildkraut nach mehrjähriger Tätigkeit in Amerika demnächst wieder eine Tournee durch Europa unternehmen und zunächst in Wien auftreten. Sein Sohn Josef Schild kr aut, der in Men seine schauspielerische Laufbahn an der Dollsbuhne begann und im Deutschen Vollstheater fortsetzte, wirkte in New-York auf der englischen Bühne und erhielte insbesondere als Liliom in Molnars gleichnannger Dichtung außerordenlliche Erfolge. Er ist inzwischen «rm amevikanffchen FÜmstar aufgesüegen und wird seinen Vater nach Europa nicht begleiten. Neue Ehrenmitglieder des Bühnenvereins. In der letzten Vorstandslsitznng des Büihnenveveins wn-rde einstiimmig der Beschluß geifaht, Du Jos-öf Dcwid Bach, Leiter der KmH» stelle, und Heinrich Glück8mann. Dramaturg des Deutschen Volks chvaters, zu EhrenmitgHedern zu ernennen. Dieser Beschluß «folgte in Würdvgmvg der großen Verdienste beider Herren um die Schauspioleribewogung und um das österreichische Theaterwesen Musik und Opium. Am 1. September fft der 70. Gebnriötaq Humverdineks gefeiert worden, der nicht nur -ein Meffter des Märchentones, sondern auch des Humors war. Wohl der selffamste Einfall, den er gehabt hat, ist ein kleines Tonstück, das sich in seiner „Maurischen Rhapsodie" findet Es fft betitelt „Die Nacht im Mohrencafe" und enthält eine drollige und höchst eindrucksvolle SHWerun-g. wir die schwarze Gesellschaft deS Cafes allmählich beim Opium« genutz einschläft. Dre kleine Komposition ist sehr witzig instrumentiert und besonders die HoMäser spielen rn ihr ci\u 'ehr unterhaltende Rolle. SerWssaal. Me großen Spiritaosenschmuggeleien 'int Bnrgenlande. ' Der Oberste Gerichtshof hat gestem das Urteil de^ Schöffengerichtes Wien 2. zu überprüfen, mit welchem der Zollvevident Jofef Brozi n a wegen Verbrechens des A-mts- Mißbrauches zu 18 Monaten schweren Kerkers und dir Wein» Händler Max Ehrenfeld wegen Anstiftung und Mitschuld an diesem Verbrechen zu einem Jahre schweren Kerkers»

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