Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1997 (5.9.1924)
- Date
- 1924-09-05
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Sk. 1997 Men, Freriatz Wiener MovgenzettunK. 5. September IM Seite > dies die ständige MlilitärLrM'Mrssion des ViMvblmdes damit beaüftvagt, Vorschläge Wer die Durchführung der Kontrolle zu >ma>chen. Die Vorschläge beider KommiMomn >werden irntt bei der gegenwärtigen VölierbuMagung lbeihmMit «cherden. Sesterreichs Staatshaushalt im ersten Halb« fahr 1924. Abgang —104,9 Milliarden. Das Finanzministerium veröffentlicht die ErfolgSzisfern des ersten Halbjahres 1924. Die Ziffern sind nach der formalen Gliederung des Genfer Reformplaues erstellt. Nach der formalen Gliederung des Reformplanes ergaben die tatsächlichen Erfolge im I. Halbjahr 1924 folgende Schlußsummen: I. Budgetmäßige Gebarrmg r Milliarden Kronen Ausgaben. 4,641*9 Einnahmen. 4,537*0 Budgetmäßiger Abgang.. . 104*9!l. Kontokurrenteabgang . . . .. 179*0 M. ,.Kafsaniäßtger Gesamtabgang (Summe I-i-H) . 283*9 Zu Ir Vom Standpunkte der Kritik der wirtschaftlichen Erfolge ist lediglich die budgetmäßige Gebarung maßgebend, die alle Ausgaben und Einnahmen enthält, die den wirtschaftlichen Erfolg beeinflussen. Der butgetmäßige Abgang von 104*9 Milliarden ist gegenüber dem Reformplan (306*6) um 2 0 17 Milliarden g ü n st i g e r. Dieser günstige Erfolg ist umso bemerkenswerter, als in den ErfolgSzisfern <tudf) einmalige außerordentliche Ausgaben enthalten sind, die nicht zur laufenden Gebarung gehören, sondern eine Verminderung des Schuldenstandes, beziehungsweise eine Vermehrung des Vermögens bedeuten. Die Höhe dieser außerordentlichen einmaligen Ausgaben, die in den ausgewiesenen Erfolgsziffern mitenthalten sind, beträgt über 600 Milliarden, welchen außerordentliche einmalige Einnahmen von nur zirka 100 Milliarden gegenüberstehen. Der kassamäßige Abgang von 2 8 3*9 Milliarden, der sich ans der Summe des butgetmäßigen Abganges und des Kontokurrenteabganges zusammenietzt, wurde ausschließlich aus Kassabeständen gedeckt. EineFreigabe ausy den Erlösen derVölkerbundanleihe ist im V Halbjahr 1924 nicht erfolgt. wv v^^wigHtiy yw iivwiuiiivv» Der Nationalrat mußte sich gestern entschließen, für die Schlnßberatung des Zolltarifs noch den heutigen Tag zu verwenden. Die wichtigsten Kapitel dieses umfangreichen Gesetzwerkes sind bereits beschlossen. In den noch der Erledigung harrenden Abschnitten sind nur die Eisenzölle von größerer Bedeutung. Sie dürften schon mit Rücksicht auf den Konflikt in der Metallindustrie zu längeren Auseinandersetzungen Anlaß geben, weil sich die Sozialdemokraten gewiß die Gelegenheit nicht entgehen lassen j werden, der Industrie, die fetzt Neubelastungen aus dem Titel von Lohnerhöhungen abl-ehnt, aber die Eisenzölle zu tragen gewillt ist, diesen Widerspruch vorzuhalten. Gestern wurden vier weitere Abschnitte des Zolltarises angenommen. Des Vizekanzlers Frank servilste Opposition wollte mit ihrer Kritik sichtlich niemandem weh°> tun und beschränkte sich darauf, ihre Minoritätsvoten zu begründen. Den Sozialdemokraten sekundierten bei Beratung des Zementzolles die Landbündler. Doch wurden schließlich alle Abänderungsanträge abgelehnt und die in Verhandlung gezogenen Zollpositionen gemäß den Beschlüssen des Zollausschusses -unverändert angenommen. Erledigt wurden die Zölle auf Genuß mittel (Kolonialwaren, Gewürze, Südfrüchte, Zucker, Getränke usw.), ferner die Zölle auf Kohle, Erze, Papier, Farben, Erdöl, Kautschuk, Salz, Kerzen, Seife, Zündwaren, Parfümerien, die Textilzöl le (Baumwolle, Hanf, Jute, Seide üfw.) und die Zölle auf Baumaterialien (Zement, Ziegel, Holz, Glas, Steinmaterialien us>w.). Goethe und der Maler der Die Erinnerungen des jüdischen Malers Oppeichrim. Zu Goethes umfangreichem Freundeskreise gehörte auch eine Reihe von Künstlern, wie Maler Müller, Tischbein, Angelika Kauffmann, 'Philipp Otto Runge. Weniger bekannt ist die Berührung Goethes mit Moritz O p pe n heim, der als einer der frühesten jüdischen Maler in Deutschland Ruhm und BcKntung erlangte. Als Maler Heines und B ö rnes wurde er vor einem Jahrhundert bekaimt und seine Porträtkuust, die bei der Berliner Jahrhuudettausstellung Anerkennung fand, ist heute auch in. ein igeir namhaften Museen vertreten. Als achtzigjähriger Greis hat der Künstler über seine Begegnung mit Goethe und seine B-e-- Ziehungen zu ihm in seinen „Erinnerungen" berichtet, die jetzt zum erstenmal bei der Frankfurter Verlagsanstalt von seinem Enkel, Dr. Alfred Oppenheim, herausgegeben werden. Dieser schlichte und anschauliche Lebensbericht führt aus dem Frankfurter Ghetto nach den Mittelpunkten der Kunst, nach München, nach Paris, nach Rom, London und Weimar. In Rout tritt Oppenheim den Nazarenern nahe, und, genießt besonders die Förderung T h o r w al d s e n s, der ihm sein Bild „Rückkehr des jungen Tobias" gut bezahlte. „Ich war," so erzählt er von diesen römischen Tagen, „in freundlichem Verkehr mit Overbeck, Veit, Schnorr, vor allem mit Thorwaldsen, und erfreute mich dabei zahlreicher Einladungen und guter Aufnahme in vornehmen Familienkreisen." Auch Niebuhr, der große Historiker, damals preußischer Gesandter, nahm ihr: auf. Als Oppenheim aus Rom zurückkehrte> übersandte er takit keiner, Kunst M In der Debatte sprachen fast nur Sozialdemokraten. Frau Seidel errechnet^, daß die jährliche Belastung einer Vievköpfigen Familie aus dem Kaffee- und Zuckerzoll 221.760 K. betrage. Abgeordneter Schiegl beklagte es, daß fast durchwegs die Zollsätze des Jahres 1906 überschritten werden. - Abgeordneter Forstner wies an der Hand statistischer Daten nach, daß die Erhöhung des Benzinzolles eine Mehrbelastung von jährlich über eine Milliarde für die Auwtaxibvsitzer bedeute. Abgeordneter S e v e r behauptete, daß der Zoll aus Linoleum und Wachstuch nur eine Gefälligkeit für die Fabrik Blum u. C o. in T r a i s k i r ch e n bedeute, deren Besitzer es verstanden haben, einen ehemaligen Sektion sch es iin Handelsministerium in den Verwaltungsrat zu bekommen, der überall offene Türen gefunden habe, um sein Unternehmen vor der Einfuhr von Linoleum zu schützen. Handelsminister Dr. Schür ff erinnerte daran, daß schon im Sonderausschuß seitens des Referenten die Aufklärung erteilt wurde, daß die Zollsätze schon fertig und dem Hause vorgeschlagen waren, als der pensionierte Sektionschef im Handelsministerium — gemeint ist Dr. Pranter — in einer Eingabe an den Ausschuß selbst und in einer Abschrift an das Handelsministerium seine Meinung über die in Frage kommenden Zollsätze zum Ausdruck gebracht hat. Von einer Beeinflussung der 'ffl'^he könne somit aus chronologischen Gründen keine Rede sein. Abgeordneter Pick glaubte seststellen zu müssen, daß der Handel, der ursprünglich in der schärfsten Form gegen den Zolltarif Stellung genoiMen hat, seine Haltung bald geändert habe. Damals sind gerade Schwierigkeiten bei einer Bank dieses Handels entstanden und wir fürchten, daß. um die Stimmung für die Sanierung, die man von Staats wegen verlangt bat, nicht zu verderben. diestr-Wandel eingetreten ist. (Berichterstatter H e i n l: Das ist eine Behauptung, die Sie nicht beweisen können!) Ich spreche davon, daß wir es befürchten. (Abgeordneter Schumacher: Der F i n a n z m i n i st e r gibt für Banken nichts her!) Zumindest solange nicht, als der Zolltarif nicht zustande kommt. (Abgeordneter Schumacher: Auch dann nicht!) Mnifter Buchinger erkrankt. Der Bundesminister für Ackerbau Franz Buchinger ist gestern plötzlich ernsthafter erkrankt und wurde über seinen Wunsch in ein Sanatorium überführt. (Radibdienst der „Wiener Movgenzeitung".) London. 4. September. D^e Visenschlußkur ie: Wien 317.600. Prag 149.25, New-York 4,46«V„, Baris 83,925. Brüssel 89,375. Nom 101,4375, Cbristiania 32,455, Stock- Iiofttt 16.86, Helsinqfors 178,75, Berlin 18,925, Athen 245,50, Rio de Janeiro 5.28, Bukarest 872,50. Paris. 4. September. (Radio.) Effektenschlußkurse: Banane de France —.—. Pragobanka 400,—, Credit Lyonais 16,85, Suez 147,55, Platine 860. Dabrowa 715, Banque Ottomane 815. Central Mining 937, Rio Tinto 29.22, Le Naphta rnsse 415. Succeried Egypte 1040, CautschoucS fin 146,60, Chartered 48,25. Debeers ordin. 1005,—, Goldfields 85,75, Huanckakas 254,50, Jägers Fontain —, Malacca ordin. 155,—, Maltzoff 460.-, Mexican Eagle 80.25, Padanq 371.-, Rand Fontain 80 50, Randmine 245,50, Silva plana 157,—. Tanganyika 172,—, Tubiee soie 625—, Utah Copper 1545. Shell 340,—, Royal Dutch 24,650, Burmah —, Bakou 27,10. London, 4. September. Effekte nkurse : Oesterreichische Anleihe 92,25 Tschechische Anleihe 101,50, Prager Anleihe 90.50, Skoda 91.-, Bankverein 8,-, Bodenkredit 18. Central Mining II.—, General Mining 11,2, DiamondS 17,6, DebeerS U7/„ Rio Tinto 29,25, Royal Dutch 3,939.. Aew-Dork, 4. September. (Radio.) Devisenschlußkurte: Taggeld 2% London 4,75,75, auf 60 Tage 4.43, Paris 5.30V,. Amsterdam 38,43, Prag 2,99Vs, Berlin 23V,. Silber 68.50. ■ __ Tagesbericht. Set internationale Studentenkongreß in Warlcha«. Die Vertretung der jüdischen Studentenschaft. Aus Warschau wird uns geschr'ckben: Wie bereits kurz berichtet, findet vom 12. bis 23. September in Warschau die zweite' Tagung der Internationalen Studentenk o n f ö d e r a t i o n statt. Die Konföderation wurde ans dem im Jahre 1919 in Straßburg äbgchalitenen Studententongreß gegründet. Während der fünf Jahre ihres Bestandes hat sich die Konföderation zu einer bedeutenden internationalen Organisation mit einer Mitgliederzayl von 250.000 Studenten aus etwa 30 Ländern der verschiedenen Weltteile entwickelt. Aus keiner der bisherigen Tagungen der Konföderation ist die Frage der Vertretung der jüdischen Studentenschaft aller Lältder so aktuell geworden, wie diesmal, da der Kongreß nt Warschau, der Hauptstadt jenes Staates abgeh alte n wird, in welchem derzeit ein Großteil des gesamten Judentums lebt. Nach den Bestimmungen der Konsöderationssatznngen können gm internationalen Studentenkongreß bloß allgemeine akademische Landesverbände der einzelnen Staaten durch ihre gewählten Delegierten vertreten sein. In jenen Ländern, in denen die nichtjüdische Stndentenschaft die Staatsgrundgesetze des Landes auch hinsichtlich der vollen Gleichberechtigung der Juden respektiert, sind die jüdischen Studenten schon deshalb nicht ans eigene Verbände und eigene Vertretung angewiesen, weil die Organisationsstatuten des betreffenden Landesverbandes die jüdischen Studenten nicht ausschließen und ihnen das aktive und passive Wahlrecht bei der Delegation der Kongreßvertreter einräumen. Anders ist es in jenen Ländern, in denen die Landesverbände von nichtjüdischen Studenten beherrscht werden, die ans dem chauvinistisch-nationalen Standpunkt stehen und die Inden statutengemäß ausschließen. Besonders schwer fällt dieser Umstand dann ins Gewicht, wenn, wie das jetzt in Warschau der Fall ist, der Kongreß in einem Lande äbgehalten wird, in dem die Mehrheit der Studentenschaft auf dem Standpunkt der Minoritäteitstindlichkeit und des Numerus clausus steht. Die maßgebenden polnischen Studentenverbände sittd nationalitätenseiMich orientiert. Es droht daher die Gefahr, daß die den nationalen Minoritäten angchörenden Stttdenten auf diesem Kongreß völlig ohne Vertretung bleiben. Die ukrainische und weißrussische Studentenschaft in Polen hat denn auch bereits den Veranstaltern des Kongresses zu verstehen gegeben, d'aß sie, falls ihnen im Orgamsationskomitee keine eigene Vertretung zugebilligt wird, die Vertretung ihrer Interessen den tschecho-s-lowaki scheu Studentendelegierten anvertrauen würden. Diese Drohmtg dürfte den gewünschten Erfolg haben. Anders sichert die Dinge mit den jüdischen Studenten. Ihnen gegenüber will die polnisch-nationale Studentenschaft nnnachgiebig auf deck intransigenten Standpunkt verharren, so daß, falls die Wische Studentenschaft nicht noch in letzter Stunde eine eigene Vertretung durchsetzt, der Fall eäntreten würde, daß der internationale Studententongreß in Warschau ichne Mitwirkung und unter völliger Nichtachtung eines sowohl numerisch als auch intellektuell wichtigen Teiles der Stttdentenschaft Polens ckbgehalten werden würde. Wie uns aus Warschau berichtet wird, setzen die Leiter der Zentvalorganisation der jüdischen Studentenschaft Polens alle Mittel daran, noch vor dem Kongreßtermin eine alle Teile befriedigende Lösung der Frage zu sind eit, ehe sie zu Protestmitteln gegen die Kongreßleitung greisen. ___ Paberlelchtermgen - in Deutschland. Berlin, 4. September. Im Hauptwsschüß des preußischen. Landtage» erklärte Minister S e v e r i ng, daß Leim Reiche dahin gewirkt worden sei, P a ß e r l e i ch t e r u n g e n, namentlich aeaenüber O e st e r r e i ch. durchzusetzen. ■. Goethe, zugleich mit seinem Schreiben, in dem er um günstige Aufnahme bat. Goethe antwortete am 9. Dezemp ber 1826 mit bestem Dank. Schon im nächsten Jahre erschien Oppenheim in Weimar; sein zufälliger Reisegefährte war Holtei, der darüber in seinen Lebenseriitnernngen allerlei Lustiges erzählt. In einem Briefe an seinen ältesten Bruder Simon schildert Oppenheim seinen Besuch bei Goethe: „Beim Vater Goethe war ich Samstag zum erstenmal. Wenn man auch den Dichter durch den Staatsmann vermißt, so fand ich ihn doch nicht hochtrabend, wie man ihn beschreibt. Vielmehr erschien er mir als ein recht gutmütig-ehrwürdiger Greis. Heute ließ er mich zum zweitenmal zu sich bitten, wobei* ich ihm. auch meine zwei Bilder vorstellte, denen er wirklich eine sehr lange Anfmerksamkeit schenkte, mir nur Schmeichelhaftes darüber sagte und sich dann ausbat, sie ein bißchen bei ihm stehen 511 lassen, weil, wie ex sich ausdrückte, Sachen, über die mau lange nachgedacht und gearbeitet hat, auch lange betrachtet werden müssen." Die Gespräche Goethes mit Oppenheim über bildende Kunst tünchten auf den Siebenundzwaitzigjährigen einen so großen Eindruck, daß er als eitte fep-er nächsten größeren Arbeiten zehn Umrißzeichnnngen zu „H e r m ann und D 0 r 0 th e a" schuf, die nach einem Brief des Kanzlers Müller freudige Anerkennung fanden. Goethe erwähnt die Blätter in den „Nachträgen über Litera'' hu ir.tb Kunst" vom 24. Mai 1830. „Herr Professor' Oppenheim," schreibt er, „hat eine Folge von Bildern nach beit Ereignilsen von „Hermann und Dorothea" ausgegebcn, wo wir mit Gefallen den Ereignissen jener Fabel nachgehen ttitb uns in diesem Kreise befreunden. Wollte nun ein Liebhaber eines oder ein paar Bilder zur Ausführung bei ihm MtÄbm. fc wückc aewiL Zweifel rvüM nach diesem oder jenem greifen; ich wenigstens würde für zwei derselben ohne Bedenken entschieden sein." Oppenheim war auch der Maler der Rothschilds^ er hatte alle Mitglieder der Familie.gemalt. In seinen Aufzeichnungen sindeit sich auch über die Rothschilds zahlreiche charakteristische Stellen, aus denen einiges hier iviedergegeben sei. Oppenheim erzählt unter anderem: „Baron Rothschild war ungemein genau, seiner Frau gewährte er jedoch jede Summe, die sie verlangtes Als sie beispielsweise einst 2000 Gulden vom Kassier des Hauses erhalten sollte, schrieb sie irrtümlich eine Null mehr: 20.000 Gulden. Dieses ungewbhtllich großen Summe wege^ glaubte der Kassier bei dem Baron erst um die Ermächtigung zur Auszahlung anfragen zu sollen. Dieser verwies ihn mit den Worten: Sie brauchen mich nicht zu befragen, was und so viel meine Frau verlangt, haben Sie ihr sogleich zu geben. Und so ward ein SchieNarren mit zwanzig Goldsäcken beladen ihr geschickt, worüber sie natürlich sehr erstaunt war.^ Ueber das Kunstverständnis Rothschilds berichtet Oppenheim, daß fast jedes Mitglied der Familie auf den Erwerb! gediegener a l t e r K u n st g e g e n st ä n d e beu größten Wert legte. „Jeder und jede in dieser Familie — so schreibt er — sammelte eifrig, und da sie mein Verständnis würdigteit, nutzten sie meine Vermittlung. Ich darf sagen, ich habe ihnen Mmtdervolles zu Spottpreisen zu verschaffen gewußt. -Um solche Gegenstände entspann sich dann ein Wettstreit der Herrett und Damen dieser Familie. Sie Iva reu sonst wohl auf nichts eifersüchtig, nur untereinander auf die Evlcmgung solcher Kunstsachen. Jeder wollte für sich das), worauf der andere reflektierte, und ich hatte dabei oft einen schweren Stand," . K k I