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Wiener Morgenzeitung · 1924-09-04 · Heft 1996 (4.9.1924) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1996 (4.9.1924)
Date
1924-09-04
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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—> — . iis a>' t ' *‘ | 1 ’ " * 1 r' ’£ *’ 8 ' «i»n, Doumlstoz_ gSicmt Morgen,«itu»«. 4. September 19T4 Nr. IM HtaatSdruckerei solidarffch. lieber Einschreiten der Organisation wurde der Streik bald beig siegt. Die Direktion der StaatSdruckerei machte dff Zusage, daß dem Personal ein Vorschuß auf den erhöhten Index gewährt werden wird. Sie Lebensmittel. Die Fettpreise find abermals um 2000 K ronen pro Kilogramm gestiegen. Fleisch notierte unverändert, im Groß» Handel der Grohmarkthalle mußten Kälber und Schweine etwas billiger abgegeben werden, da die Nachfrage sehr schwach war. Die Gr ü »waren Märkte sind reichlich beschickt. Trotzdem haben die Wiener Gärtner die P r e i s e für Salat und Kohlrüben etwas erhöbt. Die Kartoffel preise find auf den Märkten rückgängig. Besseres Wetter in Sicht! Die Regentage sollen nunmehr durch schönes Wetter ab» ßelöst werden. Die Voraussage kündigt fortschreitende Besserung mit entsprechenden Temperaturen an. Hundert Menschen durch einen Zyklon nn?gekommen. London» 3. September.- Die Blätter melden, daß die englischen Antillen von einem Zyklon heimgesucht worden seien. Hierbei feien etwa hundert Menschen u m s L e b e n gekommen, wahrend Zahlreiche Verletzungen erlitten. Cin verheerender Orkan in Rumänien. Bukarest, 3. September. In den östlichen Teilen Rumäniens wütete vorgestern ein furchtbarer- Orkan mit Wolkenbruch. Besonders verheerend war der Sturm in der Dobrudscha. In der Gemeinde Murfatlar wurden über 100 Hauser vom Sturm demoliert. Bisher wurden 12 Leichen unter den Trümmern der Häuser gefunden, doch noch zahlreiche Personen vermißt. Die Zahl der Toten in der Umgebung von Murfatlar und Eonstcmza wird auf vierzig geschätzt. Ter materielle Schaden beträgt über ^O MillionenLei. > Wien, 4. September. * Paul Hock gestorben. Dienstag ist der vormalige Abgeordnete Paul H s ck im Alter von 67 Jahren gestorben. Hock hgt durch längere Zeit in der österreichischen Oeffcnt>lichkeit alß Repräsentant des neueren bürgerlichen Fortschritts eine gewisse ^Rolle gespielt. Hock, ein gebürtiger Wiener, war von Beruf Staatsbeamter und rückte, nachdem er die Bezirkshaupt« Mannschaft in Floridsdorf geleitet hatte, zur Stelle eines Rates beim Verwaltungsgerichtshos aus. In seinen späteren Jahren widmete er sich der Politik und trat namentlich als Gründer der „Freien Schule" in die Oessentlichkeit. wobei er zahlreiche Kämpfe mit den Christlichsozialen auszusechten hatte. Im Jahre 1907 wurde er auf dem ,Alsergrund ins Parlament gewählt und bildete, als der deutschnationale. Verband gegründet wurde, mit dem verstorbenen Abgeordneten Kuranda und Tr. Ofner den deutschdemokratischen Verband. Seit dem Umsturz trat Lock nur mehr wenig hervor. * Professor Ludo Hartmann, Ter Bundespräsident hat den außerordentlichen Professor der Geschichte an der Universität in / Wien. Dr. Ludo Hart mann, ad personam zum ordentlichen Professor dieses Faches ernannt. * Die Lebensmüden. Am 22. Juli wurde im Gemeindegebiete von Ko morn die Leiche eines Mannes aus der Donau gezogen. Sie wurde nun als die des 54sährigen Bankbeamten Bernhard Fellner, 2. Bez., Sterneckplatz 8 wohnhaft, erkannt. Er dürfte wegen Verlusten an der Däne Selbstmord begangen haben. — Am 2. d. sprang von der Reichsbrücke ein Mann iu den Donaustrom und ertrank. Ans der Brücke ließ er eine Kappe und einen Zettel mit der Aufschrift: „Josef Novacek, Sautergasse 27" zurück. — Die Klavierlehrerin Berta M. trank gestern Lvsol. Me Rettungsgesellschast brachte sie ins Spital. — Ter Bureaudiener Johann B. sprang gestern mittags vom Franz-Iosefs-Kai in den Donaukanal. Er wurde aus dem Wasser gezogen. * Ertrunken. Am 30. August wurde bei Hamburg die Leiche des 27jährigen Arbeiter- Otto Nitsch geborgen, der am 14. August miit-ags beim Verladen auf einem Schiffe nächst der Militärschtvimmschule ins Wasser gefallen war. * Unfall durch ein Automobil. Der 68jährige Rechtsanwalt Dr. Robert Tag endhat wurde gestern nachmittags am Ring von einem Auto niederqestoßen und blieb mit einer Gehirnerschütterung und einer Wunde am Hinterhaupt liegen. Die Rettungsgesellschaft brachte ihn in die Unfallstation. * Selbststellung. Der 53jährige Kaufmann Eduard Hermann, der im Bersorgungshsim in Baumgarten Pflegling war, hat sich gestern bei der Polizei mit dem Bekenntnis gestellt. daß er von einem awderen Pflegling der Anstalt 9,5 Millionen Kronen zur Aufbewahrung übernommen, von dem Geld aber 9,5 Millionen für sich verwendet und den Rest verloren habe. Er wurde in Haft behalten. * Raubmordvnsuch in einem deutschen Badeort. Das Berliner Polizeipräsidium teilt mit. daß im Kurpark des Bades Salzuflen.an der Edith R ug o aus Lockstedt bei Hamburg ein Raubmordversuch verübt worden ist. Der Räuber Hat die Rugo durch einen Schlag mit einem Beil betäubt, sie dann durch mehrere Messerstiche am Kops und im Gesicht schöner verletzt und ihr Bargeld geraubt. Im Verdachte der Täterschaft steht der 27jährige Holzbildhauer Hermann Tilker. * Ein angeblicher Fürst Trubetzkoi als D-Zugdieh. In Magdeburg wurden ein Mann und eine Frau unter dem Verdachte, seit längerer Zeit Diebstähle in D-Zügen ausgeführt zu haben, verhaftet. Der Mann gibt sich für den 24jährigen rusiiscken Fürsten Alexander Trubetzkoi aus Petersburg die Frau als die 16jährige Klara Rainbotzki aus Berlin, feine Braut, aus. Ertappt wurde das Paar bei einem versuchten Diebstahl im Schlafwagen.' * Spoliierter Brief. Aus einem Brief, der, im Postwc.ae nach Wien kam. wurden in der Zeit vom 16. bis 22. August 600 schwedische Kronen gestohlen. * Schnellgespräche im Sprechverkehr mit Deutschland. Vom 1. September 1024 angefangen werden Schnellgefpräche versuchsweise auch zwischen Oesterreich und Deutschland zugelosjen. Für diese Gespräche gelten mit wenigen Ausnahmen die für Schnellgespräche allgemein festgesetzten Bestimmungen. * Straßenbahnfahrpreis am Montag den 8. d. Am Montag den 8. d. (Feiertag) gilt auf den städtischen Straßenbahnen der Merktagsfahrpreis. Fürforgefahrscheine haben keine Gültig--. *”ii * Günstige Gesundheitsverhältnisse im Juli. Der Krankenstand ist im Monat Juli noch weiter als im Juni zurückgegangen. Diesmal blieb auch die Zahl der Bewauungskrankheiten hinter der der Bergleichsperioden der Borjahre zurück. Die Sterblichkeit war um 88 Fälle niedriger als im Juni und um 16 Fälle geringer als im Juli des vorigen Jahres. Insgesamt starben 1SS4 Personen gegen 2042 im Juni dieses Iah-rs «me gegen rat tz-ntz des Vorjahres Die größte Mitteilungen aus dem Publikum. _Richter’ iPredlser-Tolore u. Barette_ in den mannigfaltigsten Ausführungen erhalten Sie vorrätig und nach Mass het billigsten Preisen beim Spezialisten RUDOLF GOLDSTEIN, WIEN, II, TABOR§TBAS«S 54 Telephon 45-6-29 Gegründet im Jahre .1866 Telephon 45-6-29 Lieferant vieler inu. au s 1 än dis oh er Ku t tu »b em ein d ent - Zahlreiche belobende Anerkennungsschreiben! war Grosses Lager feiner Stoffe für MassbesteUupgent Hohe Prei(s4chmu{H Brillanten Rauten «hn CUR? BRUCK Zahl der Todesfälle entfiel auch diesmal aus Krankheiten der Kreislauforgane. * Auto und Messezug. Bei der Station Gräfenheiniche-n in der Nähe von Wittenberg ereignete sich pruschen einem Auto und dem Leipziger M e s f e z u g ein schwerer Znsciiumenstüß. Das mit drei Personen besetzte Auto wollte die Bahnstrecke überqueren upd fuhr gegen den Postwagen des in voller Fahrt bsfindlichen Zuges an. Das Auto wurde vollständig zertrümmert und zwei Insassen des Autps sofort .getötet, Mährens der dritte in schwerverletztem Zustand ins Krankenhaus überführt wurde. * Der Film als Hypnotiseur. Moskauer Blätter berichten über interessante Fälle von „paralleler" Hhtmose. Im Kinotheater der Swerdlow-Universität wird ein Film über Hypnose und Suggestion demonstriert. Im 3. Akte zeigt dqs Bild, wie Prof. Lifschitz die Darstellerin hypnotisiert. Prof. Lisschitz ist anwesend und gibt dem Publikum Erklär tt n g e n. Ganz unerwartet für ihn und für dse Anwesenden schliefen mehrere Personen schon ans der ersten Seance e i n. Aus einen Gelehrten, der im Theater anwesend war, wirkte das Bild so stark, daß er sich heim Stunden hindurch im Zustande des Somnambulismus befand. Diese Erscheinung beschäftigt die Moskauer Fachkreise. Man erklärt sie durch die, Doppelwirknug von Wort und Bild, obzwar Prof. Lisschitz wahrend seines Vortrages nicht dff Absicht hattc^ jemand zn hypnotisieren. Man glaubt, daß sich diese Beobachtung auch für die Wissenschaft verwerten' lassen wird. * Arierparagraph und „Schlaraffia". Die ./Schlaraffia" hielt in der Zeit vom 20. bis 26. August in Heidelberg das zehnte Allschlarafsische Konzil ab, auf dem Vereinsmitglieder aus der ganzen Welt in großer Anzahl versammelt waren. Auf diesem Konzil kamen auch die in letzter zutage getretenen Bestrebungen zur Spräche, den A r r e r p g r agraphen aus diesen Verein anzuwenden. Es gelang, trotzdem eine große Zahl der Bereinsnirderlassun gen (der sogenannten „Reiche") eine starke Ariermajorität aufweisen. die Versuche, den Verein „rassenrein" zu machen, abzuwehren. Mit überwältigender Mehrheit und den meisten Stimmen, auch der arischen „Reiche", wurde beschlossen. Fragen konfessionellen und Politischen Charakters für immer auszuschalten. Bemerkt fei, daß einige „Reiche" im Laufe der Zeit wegen Verstoßes gegen die Grundprinzipien dieses Humanitären und geselligen Weltbundesvereins von einem aus Schlaraffen bestehenden Schiedsgericht aufgelöst wurden. Es ist eigentlich schade, daß die SchlqrafNa sich nicht aus den rassenreineil Standpunkt gestellt hat. Lesern, welche diese „Organisation" nicht kennen, sei verraten, daß sie der Geselligkeit, dem „Humor" und der „Kunst" dient und literarisch-poetische Absonderungen ' produziert, in denen sich das ödeste Spießbürgertum auslebt. Der Sphäre des Alltags in die „höheren Regionen" entrinnt man, indem man bei den ,/SipPungen" der Gilde eine Narrenkappe aufsetzt, sich gegenseitig Ritternamen beilegt und sich per „Ihr" anspricht. Vermrkt man noch, daß der Gruß der Schlarafsen „Lulu" laufet (mit Betonung der zweiten Silbe), fo kann man sich ungefähr vorstellen, welches Unheil der menschlichen Zivilisation widerfahren wäre, wenn die schlaraffische „Weltorganisation" den Arierparagraphen an g nommen hätte. * Die Bärin im Aeroplan. Für den Berliner Zoo traf aus Rußland in einem Fl » aze n g eine braune Bärin ein. Es ist dies wohl das erste Mal, daß ein Bär eine Lust reife unternommenhat. Tein eigenartigen Passagier ist der Flug über die 1200 Kilometer lange Strecke von Moskau nach Königsberg ausgezeichnet bekommen. In dem modernen Verkehrsslugzeug . gefiel es der Bärin, die auf den hübschen. Namen „Tatjana" hört, so gut, daß das Tier nur sehr schwer zu bewegen war. die Flugzeugkabine zu verlassen. Mährend des Flug.'s hat, die Bärin einen ausgezeichneten Appetit oniwickelt und durch ihr drolliges Wesen sehr zur Unterhaltung der übrigen Fluggäste beigetragen, was unbedingt auf eiste gute' Erziehung des Tieres schließen' läßt. * Hilfe für die ukrainischen Pogromwarsen in Palästina. Vor etwa einem Jahre wurde in IeriUalem ein Hilfskomiltee für die nach Palästina gebrachten Pogroniwaifen beiderlei Geschlechts, die sich in einem furchtbaren physischen und seelischen Zustgnde befanden, gebildet Zum Ehrenpräsidenten des Kemites wurde Obervabbiner Knk gewählt, während im Präsidium die Oberräb'biuer von Jaffa und Tcl-Awiw sowie die Führer des neuen Iischuws sitzen und gemeinsam mst den übrigen Komiteemitgliodern gevadezu Uebrrmenisch'liches leisten, um die ihrer Obhut andertrnuten Waisenknaben und Waffenmädchen vor dem sicheren Untergänge zu retten. Das Komitee ist nunmehr ans Ende ihrer materiellen Kräfte gelangt und wendet sich in einem Aufruf an die gesamte Judenfchaft der Welt, besonders jetzt, anläßlich des 'bevorstehenden Iahreswechi'els, der Pogromwaffen in Palästina hilfreich zu gedenken. Wir können die Bitte des Komitees nur aufs wärmste befürworten nnd sind überzeugt, daß sie allerorten die erfopderliche Hilfsbereitschaft erwecken wird. Alle Zuschriften und Geldsendungen sind an den Oberrabbiner von Palästina. A. I. K u k, Jerusalem (für ukrainische Waisenkinder) zu richten. * Die Orthodoxie gegen das Stimmrecht der Frauen. Der Vorstand der Bndapester orthodoxen Kultusgemeinde hat, wie uns aus Budapest berichtet wird, in seiner letzten Plenarsitzung mchrere wichtige" Statutenändcrimgsautcäge zum Beschluß erhoben. Großem Widerspruch begegnete der Beschluß, wonach dem Vorstände das Recht eingeräumt wird, Geivieiude- Mitglwdern, die öffentlich die Best'vnmmngen des Schulchan Brauch verletzten, aus dem Vcvbaude der" Gemeinde ausguschließen. Das ausgcfchlossene Mitglied verliert ichtc sämtlichen früher erworbenen Rechte. Tiefer Beschluß bedeutet einen Sieg der äußersten rechten Gruppen, die schon seit längerer Zeit einen heftigen Kampf führen, nm ihren intransigenten Standpunkt durchzu-setzen. Bisher stießen solche Versuche stets auf den entschiedenen Widerstand der staatlichen Aussichtslbehöide. .Erst der jetzige, gleichfalls äußerst rechts orientierte Kurs der ungarischen Regierung hat den Wü'tschen der extrem orthodoxen Richtung stottpegaben. Eine zweite, nicht minder' bedeuruilgsvotte Stätntenäifdernng. betrifsi das Recht des Vorstandes, auch seibstäudig erwerbende F r a u e,-« zur K u l t u sst e u e r l e i st u n g heran-zu.zieheu, lrwbei jedoch ausgesprochen wind, daß die"'c Steuerträgcrinuen weder aktives noch; passives W ahlrecht für den .Kultusoetstand besitzen. Unter einem Teile der Gemeiudemitglieder zeigt sich wegen > diese-r beiden Beschlüsse starke Ummriedenbeir. Vereine, Bortriige und VersamMlungen. M a ch l ä! a t h - H a a to n lr a 6. Heute, 5 Uhr nach wstiags. findet sm C h a l u z h e i m Mtzflyerkaserne'. v. Aez. Mrkenstrohe 24. eine Versammlung der Palqstinawandsrer stall * Misrachi-Laudes-Zentrale, Wien. Heute Donnerstag un r/,8 Uhr abends findet km großen Saale des Hotel Kontinental 2. Bez., Taborfiratze 4,' eine MiSrachi-Massenvexsammluna statt Rsdner r Rqbhi I. L, F i s ch m a n n, Mitglied der Exekutiv -er iniSrachistischen Weltzentrale in Jerusalem nyd Chefredaktett des „Hgtor" und Universitätsvrasesior Dr. A. Franke l Marburg (Deutschland). Gäste willkommen' Jüdisches Religionslehrerseminar. Die Anmeldungen sin -en neuen e r st e n Jahrgang erfolgen bis zum 15. Sevlembe beim Seminarleiter Prof. Dr. Rosenfeld, 20. Bez.. Ariaittenauer lande 40. Die angemeldeteu Zöglinge versammeln sich D l e n s tag den 10. S e v t e m b e r, 3 ll h r, im Lebrsgal« des Seminars 2, Ber., Tempelgasse N, Die jüdische Volksschule, 20. Bez., Denisgasse 33, er Öffnet am 15. September das neue Schuijahr. Anschreibuugen st alle fsinf Klassen täglich mit Ausnahme von Samstgy und Sonn tag von 10 bzs 13 Uhr in der Schulkauzlei. Uebrrtrifte aus öffentlichen Schule werden von der Schulleitung dt;rchgesührt. Austritte aus dem gudentAM. Anton G u t t m a n n, geb. 1. November 1902, Pu^ Prioatbeamter, 10. Bez., ColumbuSgasse 2. Ofga F i s ch e r geb. 3. Februar 1891, Wien, 13. Bez., Htehinger Hanptstraß Nr. 550. Kgrl Mahner, geb. 31, Juli 1898, Schuhmacher 10. Bez., Absberggasse 13. Jakob S ch n e k, geb. 9. Iaune< 1906. Wien, Student, 20. Bez., Greisepeckergasse 0. Suianu« Schlesinger, geb. 7. September 1919, Wien. 7. Bcz. Nepbaugasse 36. Gerda Brunn, geb. 29. Juli 1917, Wien 8. Bez., Pfeilgasse 33. Wilhelm Brun u, geb. 21. April 1883 Uug, Hradisch, Inspektor -er Kreditanstalt. Niarguerite R o u b i> c z e k, geb. 15. Mai 1900, Wien, Zagreb. Otto Bürger geb. 10. Jänner 1895, Wien, Tetschen. Nikolaus D o b o, geb 19. April 1905, Raab, Student, 19. Bez., Dollinergasse 1. Dok« tor Paul Stein, geb. 30. Oktober 1897, Wien. Arzt, 3. Bez. Czapkagasse 8. Mce P o l a c c o. geh. 5. November 1900. 13. Bez., Wengergasse 21. Rosalia A l t m a u n, geb. 18. Februar 1903, Strickerin, 10. Bez., Gänsbacherstraße 3. Erns> Wolf, geb. 10. November 19>>4, Beamter, 6. Bez., Mariahilferstraße 107. Otto Z e l l e n k a, geb. 5. Jänner 1881, Ateran 9. Bez., Sechsschimmelgasse 9. Ljlli Böhm, geh. 27. November 1901, Fünfkirchen, Medizinerin, 9. Bez.. Newaldgasse 3. Elisabeth K i ß, geh 16. Juli 1890, Preßburg, 9. Bez.. Nußdorfe'rstraße 3 Theresia F n ch 8, geb. 5. November 1881, BudweiS, Beamtin, 9. Bez., Mehnertgasie 6. Josef H u t m a ch e r, geb. 27. November 1898, Luppaui, Student, 9. Bez.. Fluchtaqsse 3. Erika L a n d st e i n, geb. 1. Juni 1900. Cziffer, 6. Pez., Papagenogasse 1». Alfred E n g l e r, geh. 8. August 1907, Wizuitz, Hochschüler. 7^ Bez., Bandgafie 32. Leopold B i r k e n f e l d, geb. 29. Juli 1896, Tarnypol, Hochschüler, 6. Bez., Stumpergaste 41. Hermiue H e n d l. geb. 16. September 1881, Wien. Private, 9. Bez., Sobieskigasse 5. Hedwig Herzog, geb. g. Juli 1903, Wien, Private, 9. Bez., Liechtensteinstraße 119. Elsa Eis en- M q n. geb. Pollak, geb. 11. Juli 1876, 9. Bez., Widerhofergasse si. Gertrud Helene Marie I e l l i n e k, geb. 14. Juli 1861. Private, 1. Bez., Hchwarzenbergstraße 3. Mhne und Kunst. „Der Feidherrnhvgel." Raimund-Theater. Der bewahrte Militärschwank her Herren Roda Rgda und Karl Rößler hatte wieder einen stürmischen Heiterkeiis-- evfolg. Die willkommene Reprise brachte stbevdies eine Ucber^ raschung. Karl S k r a u p. der d^n Pfeiftudeckel Runitschek spielte ist ein Komller ersten Ranges. Maske. Haltung, Geste, einfach zwerchsellerfchüttern-d und überaus charakteristisch Wenn künftige Abende halten, was diese erste Begegnung versprach, wird man an dem neuen Mann seine Freude haben. Ausgezeichnet gelang Herrn Loibner jener Typus des altösterreichischen Offiziers, der sich durch Vornehmheit und Schlichthvit von den hochmögenden Eiuglasgecken in Uniform wohltuend itnic» schied. Den jüdischen Offizicrs'aiener spielte Franz Engel mit Geschmack nnd Humor. Voll Verdienst sind die Damen Rotier und Los, die Herren Neu geb an er. K " * *• s ch e r a. Schreiber, W a l b u r g und Groß. A. Nur de« Ämtern. Burgtbeater. Morgen, 7 Uhr abends, „P y g» m a l i o n". Im A k a d e m i e t h e a f? r gelaugt morgen Frestag um ‘/,8 Uhr abends das dreiaküge Lustspiel „Q u a r t e t t O t h m a r" von Sil-Vara zum er st en Male zur Aufführung. Schönbrunner S Ä l o ß t h e » t e r. Morgen, 7„8 Uhr, „lt userekleine F r a u". Volksoper. Heute ,.D e r M i k a d o". — Morgen (Freitag) „La t r a v i a t a". Wiener Komödienhau?. Heute findet die erste Aufführung von „Das G e st ä n d N i s" (The tvoman, who sti leck thvi man). Eine amerikanische Geschichte in sieben Bildern nach dem Original Sidney Ggrricks statt. Die männliche Hauptrolle. die vor ölet Jahren in der Renaissancehübne von Harrr Waiden kreiert wurde, spielt Alfred Geras ch. Burggavten. Heute um */„8 Uhr findet im Vurgaarten (nur bei schönem Wetter) die Uraufführung des Wiener BoUsstückes „Glückliche Leut.' an? q l t e r Z ei t" vo» Georg Berend, Musik von Rudolf Herling, statt. Im Falle ungünstiger Witterung findet die Vorstellung SgmStag den 6.. d. statt. Karl v. Persatt aastyrsian. Ter Rvmguschristsieller Karl V. P e rf a l f ist im Alter von 75 Jaliren in KÜ!;l gestorben. Einer reichen CntsbesitzerSfamilie entstomn''-:d, konnte er sich ungehindert sstnen literarischen Bestrebungen hin geben. Bon 'verfall , stammt eine Reihe povulärer Romane, dse, wenn auch nschr ans \ hohem künstlerischen Niveau stehend, keineswegs mit den Erzeugnissen der Dutzendschreiber auf eine Stufe gestellt werdeil dürscn. Vor einem Vierteljahrhundert trat Perfall als Kunstkritiker in die „K ö l N i s ch e Z e i t u n g" ein. Sein Bruder ist der bekannte Militürschriftsteller Anton p. P c r j a l >, der mit Maler Leibl befreundet war.

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