Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1996 (4.9.1924)
- Date
- 1924-09-04
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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r * > n p f 'm mum Nr. 1996 Wien, Donnerstag_ Saisonsaniernng. Die Sanierung blühte - aber nur in der Saison. Selb ein paar Jahren sehen wir schon dem schönen Spiel zu, daß in her Sommersaison die Seelen, durch Spielbanken saniert werden. Wenn dann die Tage kurzer werden, so reckt sich der Arm der Gerechtigkeit, der ja. in Oesterreich nach dem bekannten Couplet aus dem „Mikado" stets Stoff zu Lauernder Heiterkeit gibt, machtvoll gegen die Nebertreter eines sogenannten.Hasardspielparagraphen. Und wenn dann die Behörde mit Erfolg eingegriffen hat, so ist sie haß erstaunt darüber, daß solcher Sündenpfuhl sich in Klubs und Kasinos auftuir konnte, die vom behördlichen Standpunkt aus durchaus einwandfrei anzusehen warm. Ter Behörde ist eben alles rein und wenn.in Ischl Krapulinski und Waschlapski im Sportingklub falsch spielen, so konstatiert die wohllöbliche Bezirkshauptmannschaft, daß es gar keinen Jschler Spielklub gibt; es gibt nur einen Sportingklub, iit dem gespielt wird und das ist doch nicht verboten. Da sich also im Jschler Sportingklub nichts Verbotenes ereignet hat, so bestand die ganze Saison lang kein Anlaß, ihn behördlich zu schließen; schließlich waren ja alle zufrieden: Krapulinski und Waschlapski, ihre transleithaiuschen Partner und die Gemeinde Ischl, welche ein erkleckliches Sümmchen — nian spricht von eineinhalb Milliarden — auf Grund der Seelensanierung durch die Spielklubs der Sanierung ihrer Gemeinde zu führen konnte.! Was so in Ischl geschieht, ist allerdings, ans der gewissen bergländlich-bodenständigen Perspektive gesehen, mehr eine — na sagen wir, „fremde" Angelegenheit. Man weiß ja, daß gewisse „nichtbodenständige" Elemente Ischl in der Saison reichlich bevölkern. Das Prinzip der mehr oder weniger wohlwollendm Nichtbeachtung wird in solchem Falle gern augewendet, wenn man nicht, wie es vor einiger Zeit im benachbarten G m u n de geschah, sich am Schluß der Saison zusammen mit den Spielbanken auch der nicht bodenständigen Verlustträger entledigt. Aber für die biedere autochthone Bevölkerung des „Hoamatl" muß gesorgt werden. Die Sanierung ihrer Seelen darf nicht durch -den Spielteufel gefährdet sein. Darum hat die hohe Obrigkeit, als sie merkte, daß sich in dem ländlich-sittlichen I g l s in Tirol,, wie der schöne Ausdruck lautet, auch zahlreiche Einheimische unter die Hasardspieler „nt ischte u" (das Bild kommt vom Hasardspiel her, bei dem es gewöhnlich meistens Skandal gibt, wenn nicht gemischt wird), für das Seelenheil^ der saniert-frommen Gemeinde Jgls gesorgt, indem sie die Spielbank schloß; auch am Ende der Saison, dem: es könnten — das Gott verhüten möge — im Winter ein biederer Bergländerbündler „sich mischen". Die Gewinne und Verluste dhrer, die sich im Sommer „gemischt" habe», sollen ganz ungeheuerlich gewesen sein. Das nennt man dann Intensivierung der Landwirtschaft. Soniit tritt am Ende der Fremdensaison die heilige segensreiche Ordnung wieder in ihre Rechte und die spezifisch österreichische- Saisonsanierung der österreichischen Saison ruht sechs Monate lang. In der Zeit des Skiheils braucht man kein Sküsheil. _- * Verbesserungen im Eisenbahnverkehr Der Winterfahrplan der Oestcrreichischen Bundesbahnen. Die Generaldirektion der Oesterreichischen Bundesbahnen teilt mit: Die schon im Soimnerfahrplan der Oesterreichischen Bundesbahnen ein getitene wesentliche Beschleunigung der D- und Schnellzüge wird in der Winterfahrordnung noch weiter gesteigert. Mit Beginn der Winterfahrordnung entfallen die für den Bäder- und Urlaubsverkehr nur im Soinimr notwendigen Züge 101, 10 2, 106 und 10 6 zwischen Wien und dem Sa lzkammerau 1, die Gastein c r-Berbiridungen bei den Zügen D 3 0 9.und D 310, ferner die Schnellzüge 303 und 304 Wien-Selztal—Innsbruck und die Schnellzüge 20 7 und 208 Wi cn-Westbahnhos—Salzburg- Innsbruck—B r e g e n z.. Die wichtigsten Aenderungen in dem vom 1 Oktober l. I gültigen Winterfahrplane sind: Die Züge D 309 und D 310 Budapest—Wien—Innsbruck- Zürich—Paris und umgekehrt werden,- wie im Sommerfahrplane, durch das Gesäuse fahren. Zug D 205 Budapest — Wien — Sa l z b u r g — I n n sbrnck — Arlberg —. Schwei z—G e n f wird ab 1. Oktober I. I. von W i e n- W est b a h n h o f u m 30 Minuten später .abfahren (19 Uhr 5 Minuten). Die Tagesverbindung Wien - West b a h n Hof- Salzburg— Innsbruck vermitteln die Schnellzüge 201 und 202, und zwar Zug. 201 Wien-Westbahnhof ab 8 Uhr 5 Minuten; Zug 202 Innsbruck ab 8 Uhr 16 Minuten, Wien-Westbahnhof an 21 Uhr 20 Minuten. Diese Schnellzüge erhalten günstige Anschlüsse in Schwarzach-St. Beit von und. nach Badgastein—Villach. Ueberdies werden in Attnang Puchheim neue Schnellzugsanschlüsse nach uit-b von Gmunden— Bad Ischl—Hallstatt—Bad Aussee—Stainach-Jrdning hergestellt. Weitere günstige Anschlüsse ins Salzkammergut nach Bad Ischl und nach Bad Aussee vermitteln die Schnellzüge 5 (Wien-Westbahnhof ab 15 Uhr 10 Minuten), D 209 (Wien-Westbahnhof ab 22 Uhr 30 Minuten) und in der Gegenrichtung der Personenzng 20 (Wlen-Weftbahnhof an 6 Uhr 28 Minuten) und der Schnellzug 6 (Men-Westbahnhof an 12 Uhr 55 Minuten). Die Züge 6 und 6 vermitteln auch den durchgehenden Verkehr nach und von Simbach, was eine wesentliche Verkehrs-Verbesserung für das Jnnviertel darstcllt. Bei den Reisen in das S a l z k a m m e r g u t muß ab 1. Oktoiber l. I. während der Dauer des Winterfahoplanes in Attnang-Puchheim und Stainach-Jrdning' umgestiegen werden. Wiener Morgerrzettung. '4. September 1924 _ Vene t mm 6ine Wische LagesheimWtte. Kinder reicher Eltern werden, wenn sie einen Lungendefekt haben, nach dem Süden geschickt, wo die heilende Wirkung der ewigen Sonne sie oft dem Loben wieder gewinnt. Und die armen? Sollen sie ettva nur des- ' halb dem langsamen aber sicheren Ruin entgegengohen, weil ihre Eltern nicht im der Lage sind, sie wenigstens für kurze Zeit der verheerenden Wirkung des Wiener Pflasters zu. entziehen? Müssen sie der zu trauriger Berümtheit gelangten Wiener Krankheit, der Tuberkulose, verfallen? Wir haben wohl die große Heilanstalt in Alland, die aber nicht allen Unglücklichen Heilung bringen kann. Mitten in der Stadt, wo -ihr Leben am stärksten pulsiert, in den: großen Luftreservoir im Augarten, gibt es die Sonnen-Tagesheimstätte für kränkliche jüdische Kinder. Man braucht nur einmal auf der Seite der Brigittenau durch den Augarten zu gehen und die Kleinen quietschvergnügt m ihren Badeanzügen, Buben und Mädels ohne ^Unterschied, spielen und tollen zu sehen, und niemand würde glauben, daß das Kinder mit kranken Lungen sind. .So gut sehen sie aus, ,so braungebrannt sind sie von der Sonne, die ihre beste Medizin ist. Wir haben schon einmal vor Jahren über die Tagesheimstätte geschrieben. Damals bestand sie nur aus einer Baracke. Heute sind es schon ihrer drei und beherben hundert Pfeglmge. Zwei davon verdanken ihre Entstehung der Hochherzigkeit des Herrn Felix Lederer, die dritte wurde von dem Industriellen Bernhard Altmann erbaut. Jede Baracke enthält Auskleidegelegenheiten, ein Bad und Tische, an denen die Mahlzeiten eingenommen werden. Aus der Veranda stehen Betten, denn nicht immer wird herumgetollt, man muß auch einige Stunden im Tage ruhig liegen, wenn man gesund werden und wnehmen will. Die zuletzt erbaute Baracke ist ganz modern eingerichtet und kann auch im Winter geheizt werden. Au den Wänden hängen schöne Bilder, die spielende Kinder in holländischer Tracht zeigen, und alles ist weiß und licht gehalten. Die Kleinen kommen um 8 Uhr früh in die Tagesheimstätte, werden gebadet, bekommen ein Frühstück, das ans Milch und Gebäck besteht. Daun müssen sie einige Stunden im Freien, nur mit dem Badeanzug bekleidet, in der Sonne liegen. Den Rest des Tages können st-e verbringen, wie sie wollen. Da gibt es keinen Befehl und keinen Zwang. Jedes Kind kann spielen und machen was es will. Um 10 Uhr gibt e§ Gabelfrühstück und zu Mittag ein reichliches Essen, bestehend aus Suppe, Gemüse und Mehlspeise, dreimal wöchentlich Fleisch, . zur Jause und vor dem Weggehen um 6 Uhr abends wieder.Milch. Die Kinder bleiben durchschnittlich 2 bis 2,5 Monate in Pflege und fast alle nehmen in dieser Zeit 3 bis 4 Kilogramm za. Der Betrieb beginnt am 15. Mai und endet erst im Herbst. In der Zeit vor Schulschluß finden Kinder, die | | | imm in in || Besonders beschleunigt wurde Zug D 405 Wien— Passau—Leipzig—Berlin, bei welchem die Abfahrt von Wien um zwei Stunden fünf Minuten später als heute, das ist um 16 Uhr 10 Minuten, bei gleich bleibender Ankunft in Berlin festgesetzt wurde. Für den W i n i e r s p o r t v e r k e h r wird eine neue Schnellzugsverbindung aus dem E n n s t a l e und von Bad Aussee nach Wien-Südbahnhof geschaffen, und zwar wunde Schnellzug 104 der Südbahrt derart später gelegt, -daß er von Bruck a. d. Mur im Anschlüsse an den ans dem Ennstale kommenden Zug 302 abfährt. Vollständig neu geschaffen wunde eine durchlaufende Schnellzugsverbindung zwischen Polen und I t a l i c n ü b e r W i e n—T a r v i s. Vom 1. Oktober l. I. an wird nämlich im Anschlüsse an den von Warschau um 6 Uhr 16 Minuten früh in Wien-Ostbahnhof eintreffendeu Zug D 210 ein neuer Schnellzug von Wien-Ostbahnhof ab 7 Uhr 16 M i n u t e n über Gramat-Neusiedel—Ebenfnrth— Wr. Neustadt — Semmering — Leoben —Klagenfurt—Billach— Tarvis nach'Italien mit durchlaufenden Wagen nach Genua und Rom geführt werden. Dieser Zug stellt gleichzeitig auch eine neue Tagesverbindung Wien—Venedig dar (Venedig an 22 Uhr 45 Minuten). Die gegenwärtigen Schnellzüge 103 und 104 Wien-Süd 6 a h n h o f—ß e ob e n—K l a g e n f u r t —3S iII a ch—L ienz werden mit 1. Oktober a u f geIaffen. In der Zeit vom 16. Dezember l. I. bis ■ 30. April 1925 wird gleich wie im abgelaufenen Winterdienste der Wie n—S a n R e m o—N i z z a—C anncs - Expreßzug dreimal wöchentlich geführt werden. Dieser Zug wird auch K l a g e n f u r t berühren. Der derzeit um 14 Uhr von Wien-Südbahnhof abfahrende Schnellzug 5 W i e n - S ü d b ah nh o f—G r a z wird ab 1. Oktober l. I. itnt 30 Minuten früher gelegt (Wien-Siidbahnhof a b 13 Uhr 30 M i n u t e n) und erhält eine neue Schnellzugsfortsetznng nach St. Michael mit Anschluß nach Klcigenfnrt und Villach. Ter sogenannte Hochschwabzng Bruck ,-a. d. M u r—M ürzzuschla g—W i e n - S ü db a h n h o f wird während des Winters an allen Sonntagen verkehren. Auf der T a u e r n b a h n entfallen die Züge 703-704 und 713-714 Schwarzach-St. V e \ t—V illach u n d d i e Zü ge D 705-D 706 S ch w a r z a ch - S t. V eit— Böck ste in. Im kommenden Winterfährplane werden ferner zwischen W i e n - F r a n z -I o s e f s - V a h u h o f und E g e r über Gmünd die Züge D 3-67-58-D 4 d re i m al w ö ch e n t l i ch geführt werden. noch nicht schulpflichtig sind, Aufnahme und auch mit diesen werden die schönsten Erfolge erzielt. Tie Tagesheimstätte ist im Anschluß an das Ambulatorium für Kruder der Kultnsgemeinde im Angarterr errichtet und steht ebenso wie dieses unter der bewährten Leitung des Professors Julius Zappert, der durch die Oberschwester Regime Seid mann wirksam unterstützt wird. Die Aufsicht über die Kleinen während des Tages führen funge jüdische Pflegerinnen, die von den Kleinen sebr aeliebt werden. Ohne Zwang leiten sie das ganze Tun und Lassen ihrer Schutzbefohlenen in gütig-wöhwöllender Weise. Die Kosten für die Erhaltung der Heimstätte und für die Verpfegnng der Kinder werden gemeinsam von der Loge Eintracht des Wuhitätigkeitsvercius B'nei B'rith, von der Chewra Kadischah, von der Wijng und verschiedenen Krankenkassen getragen. Ein Kind kostet durchschnittlich 15.000 bis 20.000 K. täglich, wozu die Eltern einen Negiebeitrag von öOOO bis 5000 K. beisteuern. Die Erhaltung?-» osten werden natürlich immer größer und auch der Andrang der um Ausnahme Bittenden «wird, was bei den glänzenden Erfolgen, die erzielt wer. den, ja nicht verwunderlich ist, immer stärker. In seinen kühnsten Träumen wagt es Prof. Zappert kaum, an den weiteren Ausbau der Tagesheimstätte zu denken. Es ist ja fo furchtbar traurig, daß man kranke Kinder abweisen muß, weil für sie kein Platz an der Sonne ist. Ein kleiner Rundgang mit dem Leiter der Anstalt. An einem Sandhaufen vorbei, der eigens anfgeschüitet wurde, um den Kleinen auch diese Freude zu bereiten. „Ja, was hast du denn da?" fragt der liebenswürdige Professor ein etwa vierjähriges, herziges Mäderl. „Mein Kind," sagt sie stolz und zeigt auf einen alten Toilettespiegel, der schon mehr als blind ist, und über den sie ihr Taschentuch gebunden hat. Dort sitzen wieder zehn dis zwölf Kinder. „Wir spielen Schafstopf," tönt es aus vielen Kehlen zurück. „Ja, iwer ist denn der größie Schafskopf unter euch?" Da zeigen sie alle auf ein Mädchen, daß beschämt den Kopf zur Erde neigt. Sie empfindet es, daß es auch im Spiel keine besondere Ehre ist. ein Schafskopf zp sein Dann geht es weiter zu einer anderen Gruppe, wo mehr erwachsene Pfleglinge sind. „.Ja, bei euch geht es aber nobel zu, ihr spielt ja Schach, könnt ihr denn das?" „Das Fräulein zeigt es uns," tönt es unisono zurück. Es war wohl nur ,,Dame", was sie spielen, aber desien ungeachtet war hier doch die „geistige Elite" versammelt. „Ja, warum trägst du denn deine Joppe?," fragt der Prosesior einen etwas größeren Knaben. „Du schämst dich wohl, weil dein Badeanzug so zerrissen ist. Na, wir werden schon schauen, daß du bald einen neuen bekommst. . Liebe und Wärme, die man den Kindern entgegenbringt, strahlt tausendfach wiedrr zurück. R. S. krnste Lage in der Metnvindnstrie. Demonstrationsstreiks in mehreren Betrieben. Die Ablehnung der Forderungen der Metallarbeiter nach einer generellen 15prozentigen Lohnerhöhung durch den Jndnstriellenverband hat die Stimmung unter der Arbeiterschaft sehr verschärft. In einigen Betrieben, hauptsächlich der E l e k t r i z i t ä t s i n d n st r i e, befand sich der größte Teil der Arbeiterschaft eine Stunde lang im Ausstand. Die Erbitterung der Arbeiterschaft richtet sich größtenteils gegen das Verlangen des Jndustriellenverbandes nach Verlängerung d e r A rbeitszert. Heute abends wird eine Versammlung sämtlicher Betriebsräte über die Frage einer 'eventuellen gänzlichen Arbeitsniederlegung Beschlüsie fassen, mit denen sich dann die Geiwerkschaftskommission befassen wird. Dienstag wird eine Obmännerkonserenz über den Streik entscheiden. Die Lohnbewegung der Ästlkergehiifen. Die Bäckergehilfen haben, wie berichtet, vorige Woche Lohnforderungen im Ausmaße von 10 Prozent auf die bisherigen Löhne gestellt, welche von den Unternehmern mit Rücksicht auf die gegenwärtigen Verhältnisse schriftlich abgelehnt wurden. Daraufhin haben die Arbeiter unter Androhung des Streiks die Aufnahme mündlicher Verhandlungen erzwungen. Gestern fand die Verhandlung beider Parteien statt, welche einen äußerst erregten Verlauf nahm. Die Unternehiner erklärten, daß die geforderte zehnprozentige Lohnerhöhnng eine Erhöhung des Brotpreises um zirka 160 K. nach sich ziehen müßte und daß sie es äblehnen müßten, unter den gegenwärtigen Verhältnissen die Verantwortung fiir eine Erhöhung des Brotpreises zu tragen. Schließlich erklärten die Unternehmer, daß sie lereit seien, in acht Tagen neuerlich zu verchrndeln. Kurzer Streif in der Sinatsörucferd. In der Staatsdruckerei legte gestern das Persorial de» monstrativ die Arbeit nieder, um gegen das Verhalten des Vizedirektors G r ü n l i ch zu protestieren,"dem die Schuld da- -für zügeschrichen wird, daß die Staatsdruckerei in Verhandlnyge.n über die Jndexauswirkung nur eintrclcu will, wenn das Personal sich für die Annahme -es i n der Pr i* vatiud n strie geltenden L o h n s y st e >n s entscheide. Die Arbeiter der „Wiener Zeitung" urtfo der übrigen graphischen Betriebe des Bundes erklärten sich mit dem Personal der