Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1996 (4.9.1924)
- Date
- 1924-09-04
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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<.r y] ’U yy. y}- ■!;; ■ i. iH p: : i s«ä r'; «../ ma 4 Wien, Donnerstag Wiener Morgenzeitung. 4. September 1924 Nr 1996 Es gibt so vieles, das wir täglich, in jeder Minute 'tun und erleben, ohne uns Sinn und Wesen dessen klar zu-machen, tvas wir tun und was wir erleben. Von unserem ersten Schrei an führen wir die verschiedensten Bewegungen aus, ohne daß ihr Mechanismus uns je zum Bewußtsein gekommen wäre. Wir heben und senken und beugen die Arme, wir bewegen die Finger, die Beine, die Kiefer, den Kops, und zlvar nur dann, wenn wir w o llen, wenn unser Wille diese Bewegungen befiehlt. Auf welchem Weg gelangen nun diese „motorischen" Befehle unseres Willens zur Ausführung? Was geht vor. sich, werm wir zum Beispiel den Unterarm beugen und damit gegen den Oberarm heben wollen? Diese Vorgänge, die sich ohrte Beitvußtsein und fast auch ohne Zeitaufwand abspiclen, sind gar nicht einfach und sehr interessant. Der motorische Nerv erhält den Bewegungsreiz im Zentralnervensystem und dieser Anreiz züngelt wie die Flamme an einer Hanfschnur im Nervenstrang weiter bis an sein Ende, das sich verzweigt und mit jedem Aestchen an einer Faser jenes Muskels anliegt, den wir an der Innenseite unseres Oberarmes als „Biceps", als „Zweikopfmuskel", alle kennen. Dieses Faserbündel hat allen gleichartigen Gebilden den Namen „Musculus", „Mäuschen", verschafft, weil es yvähretch'der Armbeuge den Eindruck Macht, als würde ein Mäuschen unter der Haut sich hinauf bewegen. Tenn der Nervenreiz, der in einem Muskel anlangt, veranlaßt seine Kontraktion, seine Zusammenziehung. Und da der Biceps mit zwei Sehnen am Schultergelenk (daher „zweiköpfig"), aber mit der Sehne seines anderen Endes an der Speiche des Unterarmes befestigt ist, so muß durch seine Kontraktion der Unterarm gehoben werden. Das heißt, die Schwerkraft, die Anziehungskraft der Erde, wird durch Aufwand einer größeren, -er Muskelkraft, überwunden. Die Verkürzung des Muskels ist oft sehr beträchtlich, sie kann oft die Hälfte seiner Ruhelänge erreichen. Ter Angriffspunkt des Biceps legt aber trotzdem nur den zwölften Teil des Weges zurück, längs dessen die Hand sich bewegt, denn er befindet sich im zwölften Teil der Entfernung der Hand vom Drehungs- Punkt im Ellenbogengelenk. Die Kraft aber, die an der Insertionsstelle des Biceps an der Speiche des'Unterarmes - wirken muß, um den Unterarm im rechten Winkel zum Oberarm wagrecht zu erhalten, beträgt das zwölffache Gewicht, des Unterarmes, der Hand und eventuell der Gegenstände, die die Hand hält. Diese Ueberlegung gibt eine Vorstellung von der Größe der Kraft, die gerade der Biceps zu entwickeln fähig und gezwungen ist, um der Hand einen möglichst großen Aktionsradius zu sichern. Die den Unterarm bewegende Kraft ist also b edeutend größer als die in der Hand dadurch verfügbar werdende Kraft, wodurch die große Geschwindigkeit der Haudbewcgungen ermöglicht wird — der Angriffspunkt befindet sich in der Nähe des Ellen- - bogengelenkes, während die Kraft selbst in der Hand zur Auswirkwng gelaugt — und die Richtung der bewegenden Kraft ist durch die Längsachse des Oberarmes gegeben, während die durch diese Kraft bewegte Hand sich auch in ganz anderer Richtung gegen den Oberarm bewegen kann. Wir sehen also, die Größe, der Angriffspunkt und die Richtung der bvwegenden Kraft wird durch diese beschriebene Einrichtung in 'weckcutsprechender Weise geändert. Das bedeutet aber nichts anderes, als daß unser Unterarm euie Maschine ist, da er alle Anforderungen erfüllt, die wir an die Maschine stellen: Die Größe, den Angriffspunkt und die Richtung einer Kraft in zweckentsprechender Weife z u ä n d e r n. , Nicht nur nufer Unterarm, alles, was beweglich ist an unserem Körper, ist eine Maschine. Und alle diese Maschinen an dem lebenden Körper sind von einfachstem Bau, tzehareu der Hebelgruppe an. Und der Hebel ist die einsauste Majchnre. Aber wie wunderbar sind diese Vorrichtungen am lebenden Körper! Ider starte, um einen Punkt drehbare Körper ist ein Hebet.. Er dient in seiner zweiarmigen Form dazu, um butcf) e.ur nach abwärts wirkende Kraft Lasten nach auswärts zu heben, d:e ohne seine Hilfe nicht bewältigt werden können. Denn in der Richtung nach abwärts können wir bedeutend mehr Kraft mU bedeutend weniger Anstrengung ansbringen als in umgekehrter Richtung, ans dem einfachen Grunde, weil wir in dem einen Fall von der Schwerkraft unterstützt werden, während wir zur AufwiirtL'eeweguug für die Ueberwiirdung der Schiverkraft Mmkclkrästc binden müssen, die uns daun zur gleichzeitigen Bewältigt:n-i ton Lasten fehlen. Dw Hebel ist das Urbild der Maschine, woran sich ihr We.en am d?url'.chst.'n erkennen läßt, das einfach ist und gerade deshalb klar und von ungeheuer großer Bedeutung in Natur und Technik. Denn an den Lebewesen kommt das H.'belprnnzch vielfach zum Ausdrucks und alle Maschinen, wie Kompliziert sie auch gebaut sein mögen, ob sie mit der Kraft der Muskeln, des Dampfes oder der Elektrizität betrieben werden, beruhen auf umfassender Anwendung des HcbelPrinzips. Und alle Maschinen, ob von ungeheuren Dimcuiionen oder in kleinem Format, sind Dorrichlnngen, d:e die drei Bestimmungsstücke einer Kraft zweckmäßig abzuändern haben, Ter Zweck selbst aber ist sehr verschieden. Er erfordert Entweder die Vergrößerung der Wirkung einer geringen Kraft durch Aufwand einer entsprechend längeren Zeit, wie es zum Beispiel an den sogenannten Flascheuzügen der Fall ist, die zur Beförderung von Lasten in große Hohen zur Anwendung kommen, oder er verlangt die Verkleinerung der Wir..:ng einer verhältnismäßig großen Kraft, so daß die zur Ausführung nötiige Zeit bedeutend abgekürzt, die Geschwindigkeit also , bedeutend vergrößert wird. Ein Beispiel für. derartige. Maschinen ist die Nähmaschine. Hier.müssen die Füße ans das Trittbrett eine ziemlich große Kraft auküben im Verhältnis zu der er- - forderlicher: Leistung, zu der, Kraft, die zum Einstechen der Nadel in das Gewebe erforderlich ist; hie Geschwindigkeit aber wird ganz üngetueiw erhöht. Man sicht also: Das Gesetz, das die alte Mechanik alsg oldene Negel ausgestellt hak, ist ewig wahr: Was an Kraft erspart wird, das geht an Weg und damit a n Zeit verloren. II nb nmgekeht t. Die Anwendung des Hebels ist «wohl älter als die ganze Geschichte des Menschengeschlechtes. Tenn der Gebrauch des Hebels dürfte in primitivster Form: wohl auch fchon den Affen bekannt sein. Mer erst im dritten vorchristlichen Jahrhundert hat Archimedes das Hebelgesetz entdeckt, das in der goldenen Regel seinen Ausdruck findet und alle Wunderwerke unserer Technik erst ermöglicht hat. Er selbst hat die Tragweite seiner Entdeckung vollständig richtig eiuzuschätzen gewußt. Und es war durchaus keine Selbstüberhebung von ihm, wenn er in einem Augenblick stolzester Befriedigung und höchster Begeisterung ausrief: „Gib mir einen Platz, auf dem ich stehen kann, und ich werde die Erde bewegen." Denn der Hebel ermöglicht es durch seine Wirksarnkeit, daß auch die kleinste Kraft selbst die grüßte Last beüvältigen kann. Erforderlich ist dazu nur eine entsprechende Wahl der Hebelarme. Denn in mathematischer Formulierung besagt das von Archimedes aufgestellte Hebelgesetz, daß im Gleichgewichtsfall das Pro-' dukt von Kraft und Kraftarm an'beiden Hebelenden gleich ist. Das heißt, daß auch jede kleine Kraft jeder großen Last das Gleichgelwicht halten kann, wenn nur der Hebelarm der Kraft um so viel länger ist als der Hebelarm der Last, um wie viel die Last größer ist als die Kraft. Oder anders ausgedrückt: Die Arbeit muß an jeder Maschine unverändert bleiben; denn das Produkt von Kraft und Kraftarm oder, was denselben Wert ergibt, von. Kraft und Weg, längs dessen die Kraft zu wirken hat, ist der mathematische Ausdruck für die Arbeitsgröße: Arbeit wird durch die Maschine erleichtert, in dielen Fällen erst ermöglicht, aber nirgends güvounerr: mehr Arbeit, alszinn Betrieb einer Maschine ausgewendet wurde, kann sie Nicht leisten. Wäre doch eine solche Mehrleistung aus nichts entstanden und würde die Maschine zu ständiger Arbcitsproduktion befähigen,. womit das alte Problem des „P e r p e t u u m mobile" gelöst wäre. Aber die Grundlehren der Physik scheinen doch fester gefügt als die Prinzipien der Chemie. Wenn auch der Alchimistentraum vom Stein der Weisen, von der künstlichen Goldproduktion, wenigstens im Prinzip erfüllt zu sein scheint, aus die Herstellung eines Perpetuum mobile dürfen wir uns keine Hoffnung machen. Und nun wollen wir uns einmal überlegen, wie lange der Hebel hätte stim 'müssen, mit Hilfe dessen Archimedes die Erde Trat bewegen wollen. Durch genaue Messungen ist uns der Rauminhalt und die durchschnittliche Dichte der Erde bekannt, woraus sich ihr Gewicht mit nicht ganz sechs Quadr'illionen Kilogramm berechnet. Nehmen wir nun der Einfachheit halber an, daß das Körpergewicht des Archimedes 60 Kilogramm betragen hat (Gelehrte pflegen ja keine.Athleten zu sein), .so müßte der Hebelarm, an dessen Ende wir uns Archimedes sitzend vorstellen,. 100.000 Tril- . lionen mal so lang sein wie jener, an-dessen Ende die Erde angebracht wäre: dann hätte Archimedes die Erde gerade bewegen können. Genau genommen hätte also Archimedes einen Platz im Raum verlangen müssen, der sich in einer Entfernung von 100.000 Trillionen Kilometer vom Drehungspunkt eines Körpers befindet, der starr mit seinem Platz verbunden ist und in einer Entfernung von einem Kilometer vom Drehpunkt die Erde trägt. Und wenn Archimedes so gescheit getvesen wäre, wie wir es heute sind, so hätte er gewußt, daß die Erde ganz ohne seine Mühewaltung in ständiger Bewegung ist. Aber auf der Erde hätte ohne sein Hebelgesetz, das die Grundlage für alle erdeutlicheu Maschinenkoüstruktionen bildet, wohl nie eine Ausivärt'sbe'wegung entstehen können, weder in kulturellem noch in sozialem Sinn. Dr. Adele Wiener. Die angMchr Auffindung Ser Livius-Biicher. Ein Bericht des „Corriera della Sera" bringt einiges Licht in das ''Geheimnis der Auffindung der vollständigen Werke des Titus Livius durch den Neapler PaleograPhLN Professor d e' M a r t i n o - F u § t o. Danach bewohnte der Gelehrte in Neapel einen Palast in der Via Duomo, welcher vor einiger Zeit zun: Zweck einer Dtraßeureguilrerung niödergerissen wurde. Der Gelehrte fand bei bk-fet Gelegenheit unter den - Fundamenten des niedergerissen'u Haust zwei an ticke .Säulen, die von einem uralten Kloster herrührten. Bei den Säulen wurden mehrere Kisten ni i t menschlichen Gebeinen n n d alten Manuskript e n gesunden. De Martino berichtete seinerzeit über diesen Fund in einem wissenschaftlichen Archiv, ohne jedoch die Art der von ihm gefundenen Handschriften und Bücher näher zu bcyeichtten. , In den Neapler Gelehrtenkre Isert nimmt mau daher au, daß Professor de Martina bei dieser Gelegenheit auf die verloren geglaubten Bücher der „Römischen Geschichte" des Livius gestoßen ist. Man beginnt daher der Nachricht über den sensationellen archäologischen Fund allgemein Glauben zu schulten. Die Werke des Livius sollen sich, dein „Corriera della Sera" zufolge, derzeit aller WahvscheiNiichkeit noch auf der Insel Capri bchiu'deU. wo Professor de '.'piartini eine Villa besitzt. Er übt Wrigeüs nach wie vor strengste G e h c i m h a 11 u n g über die Angclegen- 'heit des Livius-Fund es und beabsichtigt darüber erst ü einer Sitzung der Akademie nach erfolgter Aeibertraguntj 'der Handschriften öffentlich' Rechenschaft zu legen. ti , „Mbie'r FM Rose." Das ist der Titel eines Dramas, mit dem seine Berfa sseriN, Anne Nichols, wie die amerikanischen Matte: mit Neid seststelleu, bisher 6 M i l l i onen D ol l a r. der dient hat. So unintewssant und banal das Drama stlbf ist, so echt amerikanisch interessant ist der selbst für amerikanische Verhältnisse riesige Erfolg der noch bluijunger Amerikanerin Anrie Nichols. Als Miß Anne ihr Drame fertigschrieb, hausierte sie vergeblich bei sämtlichen Ne>w Porker Theatern und Schaubühnen ^damit lherum; niemand wollte dieses Erstlingswerk der Anne Nichols zur Auf« sührung annehttten. Da entschloß sich die junge Autoriv kurzerhand, selbst ein Theatergebäude für ihr Drama zr ntieten und eines Tages kündigte sie ,die Premiere ihres Dramas „Abbie's Irish Rose" („Abrahams irische Rofe^ an. Das war vor drei Jahren, und seit drei Jahren gibt es im Theater der Anne Nichols. leine Pause und .keim«" Ferien, denn seit drei Jahren wird in ihrem Kunstiheater, wie sie es nennt, wöchentlich neunmal, bei stets ausver« kaustem Hause, „^lbbie's Irish Rose" gegeben.' Außerdem steht dieses Dwma auf dem Repertoir der Theater einten ganzen Anzahl kleiner Dvodinzstädte. Im amerikanischen Theaberleben lind solche Absön^derlichkeiten ni-bt selten. Im vorigen Jahr erst starb in New-Pork ein Schauspieler, der vor ettva zwölf Jahren ein Stück schvirb und seitdem abendlich enttveder in New-Pork oder in einer Provin^stadt iu diesem einen Stück auftvat. Er hat kein anderes'Stück mehr geschrieben und ist niemals in einer anderen iRolle als in der, die er sich auf den Leib geschrieben hatte, ausgetreten. Anne Nichöls fand mit ihrem Drama bei den ersten Ausführungen, bei der berufsmäßigen Kritik eine sehr ungünstige Ausnahme. Wochen hindurch erschieaien iu den Blättern zwerchfellerschütternde Humoresken über die sonderbare Ilnternehmuug der jungen Dramenschriststelleritt. Aks jedoch „Abbie's Irish Rose" von Abend zu Abend immer mehr Zugkraft aufwres, versuchte die Kritik noch einen konzentrischen Ansturm gegen die wagemutige Direktorin und Schriftstellcriu- bis sie .sich schließlich besiegt gab Utld die Erfolge der Anne Nichols resigniert zur Kenntnis nahm. Heute nimmt Anne Nichols in den Rclordersolgen der New-Dorker Theater die allererste Stelle ein. Das Intercssautoste jedoch ist, daß ,Abbie's Irish Rose" ein typisches „Schmelztiegeldranra" ist und sich um die rührselige Liebesgeschichte des aus dem europäischen Osten nach Amerika verschlagener: junger: Iu.den Abbie dreht, der nach langen schablonenmäßig dargestellten Kämpfen da's Hetz der aus Irland stammenden Rose erobert: Was dieses 'Strick so zugkräftig macht, sind durchaus nicht die dramatischen Feinheiten darin, sondern die hypernaturalistische Milieuschilderung sowohl auf Seite des jüdischen Abbie und seiner Umgebung,. wie auch der Welt, in welcher die irische Rose zu vollem Leben emporblüht. Die Regie kommt der Verfasserin selbstverständlich mit allen Mitteln d-er Kunst zu Hilfe. Die einzelnen Figuren des Dramas sprechen in der Mundart der Bevölkerung, dev sie errtstammen. Die Dekoration entspricht dem Milieu und so wirkt alles zusammen, rrm das Publikum zwischen Lachen und Weinen hin und her zu rütteln. Auch jetzt, nach drei lIahren. hänselt die Kritik die siegreiche Anne Nichols mit der Frage, wanrr das sehnsüchtig 'harrende Publikum ein neues Drarna von ihr beschert erhalten werde? Miß Anne künrmert sich jedoch nicht um diese Frotzeleien und antwortet lakonisch: „Bis „Abbie's Irish Rofc" ihre Zugkraft eingchüßt haben wird, und da,rauf müfstn die Herren Kritiker noch eine Weile warten." Der Ateste Baum. Der älteste bekannte lebende Baum und gleichzeitig wohl das älteste Lebewesen der Welt ist eine Zypresse, die auf dem Friedhof des südnrexikanischen Fleckens Santa Maria del Tule wächst. Die Gelehrten schätzen das Alter dieses' Baum* Nestors, der ein Riese unter seinesgleichen ist, auf 5 00 0 bis 60 0 0 Jahre. Im Jahre 1803 entdeckte Alexander v. Humboldt anläßlich einer Forschungsreise durch das äquatoriale Ätnerika die Riesenzhpresse Und brachte an ihrem StaiN-m eine hölzerne Erinnerungstafel an. Anfangs dieses Jahrhunderts .suchte der deulsche Forscher b. S ch re nk die berühmte Zypresse ans unb maß sie wissenschaftlich. Der Stamm hat kurz über dem Erdboden den beträchtlichen Urnsang von nahezu 40 Meici‘u. Bohrungen, um. das Mter des Baumes genauer bestimmen zu können, erlaubte der nrexikanische Dorfälteste nicht, da er dos Eingehen des Altersricsen befürchtete. Von Schrenk fand iibrigerrs auch die Crinncrnngstasel von Humboldt wieder. Sie war schon völlig von Baumrinde überwuchert; ein Beweis fiV" die ungeschwächte Lebenskraft des alten Baumes. Ter -)2jahtige Friseur Hermann Firneis wurde wegen Schändung dem Laudcsgerichte ein geliefert. Gegen, ihlr. liegt die Beschuldigung vor, daß er sich au sechs Kindern im Alter von 10 bis 13 Jahren schwer vergaitgeir hat. Zwei andere Kinder, deren eines erst neun Jahre zähle, und die ihm auch ztl'm Opfer gefallen sein sollen, konnten Noch nicht einverNonrmen tverden, weil sie noch auf dem Lande weilen. Der Wüstling hat die Mädchen, in die Küche oder den Nebenraum des Friseurgeschästs gelockt. - Am 1. d. Nachts wurde ein neunjähriger Volksschüler aufgegrisfcit. Eö stellte sich herails, daß er iit beit* Händen eines Wüstlings gÄ.vescu ist. Ein frernder Mann hat sich tu einem Schuppen alt ihm vergangen.