Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1995 (3.9.1924)
- Date
- 1924-09-03
- Page
- Seite 5 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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' Ni, 1995 ’ "~ r M«n, Mittwoch Sin vergessener Wischer Hofmaler. ' Im Mainzer „Israelit" veröffentlicht L. Horwitz einen interessanten Aufsatz über Levi Pinhas, der :n Lehrberg bei Ansbach im Jahre 1727 als Sprößling einer Th o rasch reiberfamilie geboren wurde. Ueber das Leben und Wirken dseses jüdischen Malers wird unter anderem mit* geteilt: „Im 13. Jahre verfertigte er eine Abschrift des Buches Esther und verschönerte sie mit bildlichen Darstellungen der Hauptbegebenheiten; diese Arbeit fand bei Kunstkellnern Beifall. Hierdurch ermuntert, verdoppelte er seinen Fleiß, und die Kunstwerke des sungen Malers fanden schneller: Absatz. Sein Landesherr, der Markgraf von Ansbach, würi igte ihr: eines Auftrages zur Anfertigung einer kolorierter: Hagada für die Pessachabende. Die Arbeit gefiel und brachte dem Künstler außer der Anerkennung noch 150 Gulden Honorar ein. Pinhas ging jetzt auf Reisen, um sich in seiner Kunst zu vervollkommnen. Er suchte die bekanntesten Mater auf und fand bei den Hofmalern in Schwerin v'el- .fache Anregung. Nach seiner Rückkehr in die Heimat ernannte ihn der Markgraf zum Hofmaler mit 200 Talern Jahresgehalt. Ein Umstand bewog ihn jedoch, aus seine Stelle zu verzichten. Pinhas war Augenzeuge, wie zwei im Dienste des Markgrafen stehende Israeliten die grausamste Behandlung erfuhren. Ein gleiches Schicksal befürchtend, verließ er heimlich bei: Ansbacher Hof und fand in Bayreuth beim Hofmaler Hin Unterkommen; auf Hins Fürsprache wurde er zum zweiten Hofmaler mit einem Jahresgehalt von 400 Talern ernannt. Nun konnte er sich einen eigenen Hausstand gründen, und es ist für die feinere Denkungsart des Markgrafen von Bayreuth bezeichnend, daß er ihm zur Hochzeit ein völlig eingerichtetes Haus schenkte und eine Gehaltserhöhung gewährte. Die verwandtschaftlichen Beziehungen des Bayreuther Ho'es eröffne ieu Pinhas neue Aufträge. Die Herzogin von Württemberg, eine Tochter des Bahrenthers, beschäftigte ihn lange Zeit und versprach ihm als besonderen Lohn, das Los seiner Glaubensb rüder zu verbessern. Durch die Herzogin wurde auch ihr Onkel Friedrich der Graste auf Pinhas gelenkt. Bald folgte l^r einer Berufung nach Berlin und malte dort den König, die Prinzen Heinrich und Ferdinand, den Kronprinzen und den Statthalter von Holland. Ueber 11 Monate weilte Pinhas in Berlin und war auf des Königs Veranlassung Gast des Bankiers Abraham Markuse. Sein Ausenthalt m Berlin wäre ein dauernder gewesen, aber Pinhas lehnte mit'den.Worten ab: „Mein Fürst hat mir zu viele Wohltaten erwiesen, daß ich ihn verlassen könnte." Be: seiner Ankunft in Bayreuth wurde er mit vieler Freude empfangen. Auf eine von dem.Prinzen Heinrich von Preußen cm ihn ergangene Einladung reiste er mit ihn: nach Karlsbad, und' Meine/Quelle berichtet, daß auf ausdrücklichen Befehl des Prinzen die nötigen Maßregeln getroffen wurden, Hgst Pinhas alle nur erdenklichen Bequemlichkeiten in jeder Hinsicht fand. Pinhas gehörte bald zu den geschätztesten Künstlern seiner Zeit. Mit nie ermüdendem Eifer lebte er seiner Kunst und benützte seine Stellung bei allen. Fürchstenhöfen, für seine in Unfreiheit lebenden Glaubensgenossen zu sorgen, so beim Prinzen Christian von Dänemark, Lei den Fürsteln von Thuru und Taxis, Fürsten von Wallcirstein und anderen. Die späteren Lebensschicksale des Pinhas sind nicht bekannt. Von seinen vielen Gemälden sind nach Anfrage an zuständiger und verläßlicher Stelle in Potsdam und Berlin keines inventarisiert. Ob in Ansbach und Bayreuth noch solche vorhanden sind, muß noch erforscht werden." Wie man einander kennen lernt. Die polnische Regierung ist jetzt unter anderen: von der großen Sorge erfüllt, den Randgebieten der Republik eine geeignete Verwaltung zu geben. Wie dringend notwendig eine Werwaltungsreform in jenen von der Zentrale weit entfernten Grenzgebieten bereits geworden ist, wird durch die verschiedenen mehr oder weniger wahren oder ausgeschmückten Erzählungen von Reifenden ln jenen Gebieten illustriert. So erzählt ein polnischer Senator, der vor kurzen: die Ortsgebiete bereiste, im „Expreß Poranny" das folgende Histörchen: In einen Kreis der Ostgebiete kan: ein Präfekt, der den Wunsch hatte, einen Rabbiner jener Gegend kennen zu lernen, der selbst bei den hohen Beamten in: Ministerium des Innern in Warschau in hohem Ansehen stand. Der Präfekt erteilt einem Beamten den Auftrag: ,^Jch bitte, mir für morgen den Rabbiner I. M. zu bestellen." Am selben Abend wird der Präfekt in dringenden Amtsgeschäften telegraphisch nach Warschau berufen. Am anderen Morgen fitzt sein Stellvertreter in feinem Arbeitszimmer, als im gemeldet wird: Befehlsgemäß würde der Rabbi stellig gemacht. Welcher Rabbi? Nun, der Rabbi, den der Präfekt herbeizuschaffen befohlen hat. Was soll ich jetzt'mit ihm anfangen? Ich kenne den Fall gar nicht. Der Präfekt hat mir auch den Akt nicht zurückgelassen. ES bleibt nichts anderes übrig, als ihn in Haft zu nehmen. Vielleicht kommt 'der Präfekt schon morgen zurück, da wich sich schon alles mtfllären. So wanderte der Rabbi in den Arrest. Der Präfekt wurde in Warschau länger zurückgchalten und kam auch am zweiten ' Tage nicht zurück. Sitzt der Rabbi noch? — interessiert sich am Abend des zweiten Tages der Vizepräfekt. Ja, er sitzt und schreit unausgesetzt, er sei unschuldig. Da kann man nichts machen. Da der Präfekt einmal den Befehl erließ, ihn in Haft zu nehmen, hatte er wohl feine Gründe dafür. Der Rabbi soll nur weiter sitzen. Am dritten Tag endlich kommt der Präfekt aus Warschau, zurück. Seinnerste Frage war: ' Wiener Morgerizettnng. Wollte nicht inzwischen ein Rabbi 'bei mir vorfprechen? Nein, vorsprechen wollte er nicht, aber er sitzt. Mas soll das heißen? Er sitzt? Jawohl, er sitzt im Arrest. Wofür denn? Das werden Sie, Herr Prästkl, wohl am besten wissen. Die Sgche klärt sich bald a.:f, de: Präfekt entschuldigt sich beim RaM/ dieser nimmt d>e Entschuldigung an und antwortet lächelnd: Es macht nicht, wenigstens haben wir uns gegenseitig genau kennen gelernt... Si non e vero . ... Sie siebente Wiener internationale Messe. Die siebente Wiener international« Messe wird in der Zeit vom 7. bis 14. d. abgehalten. Die Messe findet wieder im Messe Palast (ehemalige Hofstallungen), >d'm neuen Trakt der ehemaligen Hofburg und in der R o t u n d e im Prater, sowie auf dem 'freie:: Gelände vor der Rotunde statt. Im Messe Palast sind nntergebracht: Buch- und D r n ck gc-werbe, Buren U'lx'dars. Galanterie- und feine Drechflerwar:n. G las- und Porzellan-, Ste'nrgutluxuswaren, Gumunwaren aller Art, Dentalwaren, I uw e le n, Gold-, Silber- und Schmuckwaren, Klaviere und andere Muisikinstrnmente, K u n st g e w e r b e, Lederwaren und Reiseartikel, optisch» und technische Instrumente, Papier, Papier- und Schreibwaren, Photographie, Kino und Feinmechanik,^ ' Rancherartikel, Schirme und Stöcke, Seifen, Kerzen, Parfün:erien, Kammwaren, Toiletteartikel, phavnlazeutrsche Präparate, Spielwaren, Sportartikel, Uhren, optische Luxuswaren, Verpackung, Reklame. Als Spezialveranstaltuttg findet die Internationale Bu ch m e sse statt. In der Neuen Burg sind die Gruppen: Bekleidung, Herren- und Damen mode, Luxus-- und Gebrauchswäsche, Text: l waren. TextilkuNsigewerb-e, Teppiche, Schuhe, Sckuhmaschinen und Schuhzubehör und Leder zur Schar: gestellt. In der Rotunde sind vertreten: B a u w e s e n, B e l e u ch t u n g und Beheizung, ch e m i s ch e Erzeugnisse, Elektrotechnik. Ersen- und Metallwaren, Fahrzeuge und Fahrzeugbestandteile aller Art, H a n s- und Küche ngerate, H o I z i n d u st r i e, Korbwaren, landwirtschaftliche Maschinen und Geräte/ Lebens m: t t e T, Luxusuud Gebrauchsmöbel, Maschinenbau, sanitäre Anlagen, Diverses. Als Spezialvranstaltungen finden statt: die Nahrungs- und Gcnüßnnttelausstcllung, Baumesse, Kohlenmesse, landwirtschaftliche Musterschau, Weintest--, Kleintier-, forstwirtschaftliche und Gartenbauansstellung. Auch diesmal war trotz der Wirtschaftskrise der Ansturm der Aussteller so stark, daß eine große Anzahl von Platzwerbern aus allen Branchen abgewiesen, zahlreiche andere sich wicder eine Verkürzung.ihrer Raumansprüche gefallen lassen mußten. Bedeutend ist auch Heuer die Beteiligung des ausstellenden Auslandes. Kino ohne Musik. Ein Leidartikel. So weit hätte es nicht kommen dürfen. Das hätte um jeden Preis vermieden werden müssen. In diesen: Stadium der Sanierung, angesichts der so schwierigen Brolpreiserrechmmg, augefichts des wiederkehrenden Vertrauens!i: die Banken(ver)haftnugen, angesichts der Völkerbunddeleigierten, vor denen sogar die Haleulreuzler den Bnrg- und Bergfrieden zr: wahren scheinen (schon der zweite Sonntag ist ohne Krawalle verlausen), dieser dem alten Rufe Wiens als Kunststadt so schäldigeude Rückfall in die „Periode demagogischer Schlagwerte!"-' Kino ohne Musik: unmöglich! Arbeitgeben ist seliger denn arbeituehmen, gewiß. Auch wir wissen es. Aber konnte der Konflikt nicht anders geregelt werden, hätte nicht durch eine provisorische Lösung'die Angelegenheit definitiv erledigt werden können? Solche Zwischenfälle zerren an den Nervensträngen und gefährden den Aufbau. Heute, da das Kino nicht nur für 'den Mittelstand die Stätte der Erholung und geistigen Anregung bedeutet, sondern sogar ernste Fimntzmänner sich in das traute, jetzt oft sozusagen den einzigen Lichtblick bildelide Kincdunkel gerne znruckzielhen, darf man das Vergnügen der Bevölkerung, die nicht in der glücklichen Lage ist, sich teure Theaterkarten schenken zu lassen, nicht so grausam verstümmeln! Was interessiert beispielsweise die schönste Glet'schevbesteignnig, wenn der Jüngling der Jungfrau nicht unter der Begleitmusik der entzückenden VoMshymne ,F) Katharina" seine, Lebenserkenntnisse ins Ohr flüstern kann? Was soll der belchreude Film: „Eine Eskimomutter lauft ihre Kleinen", wenn nicht dazu die schmelzenden Töne: „Holde Aida" erklingen? Oder wie soll das Senfationsbild der Woche: „Dänemark rüstet ab" wirken ohne einen flotten österreichischen Militärmarlsch? Kann das soziale Drama aus den'Tiefen der Gesellschaft: ,Kanalratzen, Szenen ans dem unterirdischen Wien" erschüttern ohne die Schlagermusik aus der letzten Revue? , Wenn jetzt außer den: Regen auch Ausländer zur Messe strömen sollten, trotz der Generäloffensive der Hakenkrcuzler gogen den Fremdenverkehr, können sie doch in der einzigen Viertelstunde des Tages, während der es vielleicht nicht regnet, doch nicht gleich in den schönen Wienerwald hinausfahren, sondern werden das Kino ausfuchen uinib dort natürlich kläglich enttänscht sein. Dem: eine der reizendsten Eigenschaften des .Kinos ist es, daß man nicht immer auf die Leinwand Hinschauen :nnß. Und das geht nur mit MustN ~"r'/ 8. September 1924 -M» Selbstmord einer Wienerin kn der Schwey. Frau Jda B a u m f e I d, die Gattin des Bankdirektor- Dr., Richard B a ums e!d, eine bekannte Erscheinung der Wiener Gesellschaft, wurde in ihrem Hotelzimmer in Caux in der Schweiz tot aufgefunden. Sie hat sich vergiftet. Frau Jda Banmfeld hat in der» letzten Jahren in den Salons der Wiener Finanzkreise eine große Rolle gespielt. Sie war jung, schön, sehr elegant, galt als sehr geistreich und wollte sich, wie es heißt, der Bühnenlaufbahn widmen. Sie lebte mit ihrem Gatten, der einnial auch mit einem Stück („Der Herr Direktor") als Schriftsteller hervorgetreten war, in glücklichster Ehe. Ueber das Motiv der Tat ist noch nichts bekannt. Frau Baumfeld war die Tochter des ehemaligen Generaldirektors der Länderbank, Ludwig August L v h u st e i n. 100 Millionen geraubt. Montag nachts wurde, wie ans Linz telegraphiert wird, die Bahnhofkasse in Sr. Valentin erbrochen. Es wurden 100 Millionen Kronen geraubt, die zur Gehaltsauszahlung für die Angestellten bestimmt waren. Sie Verhaftung der Direktoren brr Volks bank Heimat. Auf Verfügung der Staatsanwaltschaft Hai die Wirtschaftspolizei die Lokalitäten der Oesterreichischen Bvli'sbmi „Heimat", registrierte Genossenschaft m. b. tz., 1. Dez. Schwarzenbergplatz 12, gesperrt und die Direktoren dieses Instituts, Rudolf Stöckl, 36 Jahre alt, und Franz Volsik. 27 Jahre alt, in Haft genommen und dem Straffendesgericht 1 eingeliefert. Die Volksbank „Heimat" war vor einiger Zeit in Zahlungsschwierigkeiten geraten und hatte um Einleitung des Ausgleichsverfahrens angesucht. Das bedeuklichr Verhalten der beiden Direktoren im Verlaufe des Ausgleichsverfahrens hat nunmehr die Staatsanwaltschaft 1 veranlaßt die genannten Verfügungen zu treffen. Neue Lohnforderungen im Gastgewerbe. Die Vertretungen der gastgewerblichen Gehilfenschaftev sind an die Genossenschaft der Gastwirte, Hoteliers und Kaffeesieder unter Hinweis auf die Steigerung des Index und die allgemeine Verteuerung aller Lebensbedürfnisse mit Lohnerhöhungen herangetreten. Die Gehilfenschaft verlangt u. a. eine zwölfprozentige Erhöhung der derzeitigen Löhne für alle im Wochenlohn befindlichen Angestellten. Ueber diese Forderungen .werden die Lohnikomitees der Genossenschaften im Laufe dieser Woche beraten. . . Die NenUngsIonftnren; im Boxen. Die gestrigen Resultate. Leichtgewicht: Perecz (Hakoah) siegt nach Punkten über Stutzensteiner (W. A. B. C.) - " Im Federgewicht siegte Batoschek (W. A. C.) übe: Neumann (Hertha), da letzterer in der zweiten Run-de ausgad. Ebenso siegle Vybiral 2 (Hertha) über Pichl (W. A. B. C.). Preuß (Rapid) wird in der zweiten Runde wegen Haltens disqualifiziert und der Sieg Wagschal (A. I. Sp. C.) zugesprochen. Morawctz (W. A. C.) siegt nach Punkten über Petrowitz (Post). Außer Konkurrenz siegte Turm in der ersten Runde über Roth. Der Kampf Windler (Hertha) gegen Harrek (Rapid) wird in der dritten Runde zugunsten Windlers abgebrochen. Im Halb schwer- und Schwergewicht wurde i: nur drei Kämpfe ausgetragen. Pokorny (Transvaal) besiegt Jakubowitz 2 in ^der ersten Runde. Häring (W. A. CI schlägt Wotznik (Hertha) in der zweiten Runde. Heute, 8 Uhr abends, werden die Kämpfe am Rapid-Platz fortgesetzt. _ Die Lebensmittel. Die bereits in der Vorwoche zun: Vorschein gelangt* sprunghafte Vevcenernng der Schweinepreise macht« aus dem ggstvigcn Mavkte weitere Fort'fchritte. Der gesteigerte Bedarf anläßlich des bevorstchenden Doppelfeiertages und.die Messe- 'eröffnung wirkten anregend auf die Kauflust, so daß die Preise in die Höhe gingen. Im Detailvevkehr sind die Preise vorläuftg stabil. — Der Nafchmarkt wies aus allen Gebieten eine reichliche Auswahl sowohl in Gärtnererzeugnissen wie auch in den verschiedenen Importartikeln auf. Für Kohl, Kohlrüben und Spinat tvar die Nachfrage besonders lebhaft, so daß letztere: mäßig in: Preise gestiegen ist. Die Obistzufnhren entsprachen dem Bedarfe. Das Wetter. Die Temperaturen stiegei: gestern vielfach über 20 Grad gab vielfach Regen. Voraussage: Herrschender Wettercharakter andauernd kühl, zeitweise Regen, lebbafte Winde. Voraussage für einige Tage: Keine anhaltende Besserung. Wien 3. September. Dr. L. H. Leoster gestorben. In einem Wiener Sanatorium ist gestern abends Dr. Heinrich L e o st e r, 58 Jahre ält, einem tückischen Herzleiden erlegen. Dr. Leoster zählte zu den ältesten und angesehensten Journalisten Wiens. Insbesondere als Kritiker — seine Theaterkritiken waren kleine Meisterwerke — evtvarb er sich grcrße Beachtung. Dr. Leoster, der .zuletzt dem „Tag" als Leitartikler angchörte, tvar einer der Begründer der Organisation der Wiener Presse, deren Vorstand er feit dem Gründungsjahre 1917 angehörte und in der er die Ehrenstelle eines Anwaltes des Ehrengerichtes 'bekleidete. * Todesfall. In Krakau ist der bekannte Arzt Dr. Bernhard Steinberg plötzlich gestorben. Der Verblicl)ene war in seinen: Fache eine hervorragende Kraft. Er wurde auch wegen feiner ansgezeichncieu m u.'chlichen Eigeu.icka.n ui i>« w.'uei't.'n Krotten aeickätzt und .■