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Wiener Morgenzeitung · 1924-09-02 · Heft 1994 (2.9.1924) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1994 (2.9.1924)
Date
1924-09-02
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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lg» 1 Wen, Dk-nVag_ . r« ÄmeMHMM und kein Srbaner. Ein «euer 'Lr.imnph der be-ukscheu Technvk beschäftigt m fern ätzten Tagen sehr leibhaft die dmWe Oefsenllichkoit und feie gHantte deutsche üud westliche Presse. Ans der Lufischfff-- toenft kn FriedrischZhchen wurde eben m gclnnKti-oier Zeppelin vollendet, eitte amerikanische Bestellung, kr bestimmt ist, demnächst ddn Flug über den Ozean auMreten. Der Er« blmer dieses Rrssenliustsiathrzeuges, das als Großtat deutschen üujsttschffflbaueS bezeichnet wich, ist der Chefkonstrukteur der ZeppMn-Weoft Dr. Ing. Kurl 0 v n ft c fi n, ein Prager Jude, der seine Studien in Prag MrMieri hat. Er hat sich schon in sirivgen Jahren durch zahlreiche Perössentlichungen und Mtnesfante Bauten einen Niamcn geneacht. So ist die allen SchitvÄigrsisenlden bekannte L a n g rv i e [ e r Eise n v a h nbrück« der Chur-Arosa-Bahu, die seineozeit als größte massive Eiisenibahnbrücke der Welt Au'scheu errogrr und neuerdings auf dem diesjährigen Betonlban'ongreß in Berlin zum Gegeustaud wössenischaMcher Besprechungen gemacht wurde, sein Werst Anifamigs 1916 wuchs er äls wissen^ chaftlicher Mitaribeiter in die Zeppelin-Werke nach Friedrichshasen berufen, deren Chefingenieur ' er wuchs. Unter seiner Leitung entstand jetzt auch die neueste Type, das Ria'en-iustschih ,,Z R 3", dessen Ueibersaihrt nach den Vereinten Staaten dir Welt mit Spannung entgegensicht. Ornftein hat sich voriges Jahr um eine Dozentur an der Pra-ger dent'chen Tesi'-iik bswovben, wurde aber abgelehnt Der Grund dieser Ablehnung wird unschwer D erraten sein. Wodurch man LoLormillionSr werden kann. /DaS Finanzministerium in Washington sührt besannt- , lich eine Statistik der amerikanischen Millionäre. In diese Liste wird jeder Bürger der Vereinigten Staaten ausgenommen, der ein Jahreseinkommen von 100.000 Dollar versteuert, Diese stättstische Grundlage gibt natürlich sicher Anlaß zu Jrrtiimern, äber so fehlerhaft sie auch ist, bietet sie doch sehr interessante Daten. Sie zeigt, daß in den letzten Jahren die Zahl der Personen mit Jahreseinkommen von mehr als fünf Millionen Dollar a&genontntni hat. Im ganzen gibt es in Amerika 2809 Tollarmillionäre, d. h. Personen, deren Jahreseinkommen 100.060 Dollar übersteigt. Die „berufliche Gliederung" der Millionäre bringt manche Ueberrafchungen für europäische Begriffe: Daß der j -roßte Teil der. Millionäre Fabrikanten sind, entspricht den Verhältnissen in Europa. Dagegen ist wohl in-der europäischen „Berufsstatistik" der Millionäre wohl kaum ein Schriftp«!ler-zu finden, der ein Jahreseinkommen von 300.000 bis 500.000 Sonar fatiert oder gar wirklich hat. In Amerika i grbt.es 16 .fv .„geschätzte" Autoren. Unter den Personen, die em Jahreseinkommen von.mehr als 260.000 Dollar versteuern, besiilden sich zwei Offiziere und zwei-Geschäftsreisende. Zwischen 400.000 urch 800.000 Dollar Jahres- Einkommen haben nach der Statistik des W-ashingtoner Finanz, dchariements u. a. d r e i Hanhcherker. Amerika ist eben »och immer das Land oer unbegrenzten Möglichkeiten. Iir i.Aidn"<Zt?u>lone in Derliir. Anspruch der Berliner. Staatsoper. — Diplomatische Intervention. - . .Aus Berlin wird uns berichtet: Am 10. d. sollte eine grostangLlegte Operusta.qione in den Ausstellungshallen ans dem Kaiserdamm ihren Anfang nehmen, die unter der Leitung Dcaseägnis Verdis „Aida" zur Aufführung bringen wollte. Tie Berliner S taa t s o pe r, die das alleinige Aufführungsrecht,dieser Oper für Berlin besitzt, hak dagegen Einspruch erhoben. Sie will nämlich selbst im Oktober ein italienisches Opernenstmble noch Berlin bringen urrd fürchtet für dessen Zugkraft. Die Leitung der dlü!.tag.nst c.tagione hat der staatsoper eine Beteiligung von fünf Prozent her Bruttoeinnahmen angebyfen, wenn fis.von M AnsÜhp-ng ihres Rechtes Abshand nimmt. Es heißt, dcg, um Mascaguis Gustspiel zu ermöglichen, es so. gar zu einer diplomatischen Intervention lomt.icn wird. Augenblicklich dauern die V-r' -.--'Znuaen mib der Staatsvper fort. SMrrichisSr WM.u.;. Lange Jahrs gaib es in Wien keine eigen- Chaluzbswe-- -rjn.'. 'die CIMntzim in Wien waren Dvrchw.wderer, die W* chr?- Ausbildung für Palästina vollendetet:. Dies, hat sich nun geändert. Tie öste t re i ch ifch c Tha 5i: -z origa ni sa t ion zählt heute zirka 250 aU i kv e M i tg'li ed er, darunter 70 Chatllistur nich C-Halu- «p'S die jetzt die laudwirtschas/iche AuEilidung in Sied- '^»yen, w ie P e r n h o f e n, P o t t e n b r u n n, G r ama t-N e n;^edl, S p e i si n g, genießen, und 165, die Vev,chuedruen Jach^nchpen a>ngMr?n, wie z. B. Elekt r--) se chn : k e r. Installateure, Schisossep, Tisch rv r, S ch u st e r, S ch p e i d'e r, W e 'b e r, U h rma.cher, Spengler, Sattler. Mechaniker, <8 o r i n? r u'sk.v. ' In N nächsten Tagen wird hie österreichische Ghaln;-» ovzg'Utstaston eine eZ e n r S ch u st e r Ip k r k st ä t t e ins Ms-n und^ -damit die Möglichsclt haben, neue aslszabilden, die nach BestÄig-tvng ilhrer Boribisidntzg' ngch Palästsna hinüberbesiochert werden. Dir ö^rreichtsche E^-a(uzorgap:zation ist auch im Begriff, eine i 6 ll e ^F a r in in .der Bähe von Wien zu pachten, um tetikn eigene A.n>siedlungen vornehmen zu können. Die Acitig-lrederzahil steigt von Tag zu Tagt täglich kommen jmrW Kesttestwvr Ingenieure, Hochschüler und ÄaMizierle -Acheiler/und tun ihren Willen in.nd. der-Organisation LsiMoeten, trotz der schweren Bedingungen, welche dis _Wiener MovstzrrzelkuM._ Organisation an die Bewerber stellt. Es ist eine. Freude, die Berichte zu hören, wie z>. B. in der Kiedlung. der Cihaluzorganisation in Pottenbrunn junge Ghaluzim froh. >lich hinter dem Pfbuge gehen u>nd die Müdchen im Stalle bei den K'üihen tätig sind. Um jedoch die Fortsi'chvuing dieser Tätrg.?eit fß svmöglichen, ist es nötig, 'daß vor allem die jüdische Oeslfentlichkbit ein größeres Interesse für dis Wiener Gl-aluiznrganiisaiion beweist. Diese Oyganisatiom, die heute ihr Bndget kaum zu decken imstande ist, wird jetzt, da eine „Kwnzcch" in kürzester Zeit nach Pa'lästina gelhen wird, dringend Werkzeuge benötigen, und ^war landwirtschaftliche und solche .für Handwerker (Schuster-, Sattleru'ud SchlossevweÄzeuge). Die Chaluzorgan'isation lbittet daher die gan.ze jüdische Oeffentlichkeit, die ein Interesse für Palästina 'hgt, ihr Werlßeugspenden unter der Adresse: Dhaluzorganisation für Oesterreich, 1. Bez.. Bauernmarkt Nr. 24, 3. Stock, Telephons. 63-1-27, Kuikommen zu lassen. In kurzer Zeit wird die e rst c österreichische Kw uzah nach Erez Israel gehen und idamit wird auch di? Wiener Iudenschast in Palästina vertreten sein. Es soll vorg'Ssorgt weriden, daß stets nach drei Monaten Nachschub au. verschiedenen professionellen wie. landwirtjchastlichen Arbeitern erfolgen kann. M. B. Loderfturi vom Lriglav. Ans Laibach Wird gern oldst; Der Jurist Wladimir Topolovee ist von der Nsrdwand des Triglav abgestürzi urrd tot liegen geblichen. NtuiaNrsgratulatioiiiR In dar „Wiener Morsenzeitung'* Gratulieren Sie Ihren Verwandten, Freunden, Gästen, Kunden in der der „Wiener Morgenseifiung“ am Sanntag den 28. September (29< Eiul) Sie sparen Geld, Zeit u.Miihe! Die . Neujahrggrafulaiionen der wWiener'Mörgenzeitung“ haben sich seit Jahren beim jüdischen Publikum bestens eingeführt. Um die grosse Fülle der einlaufenden Öratulationen unterbringen und günstigst placieren zu können, empfiehlt es sieb, den anliegenden Bestellschein sofort auszuschneiden und umgehend an die Verwaltung der „Wiener Morgenzeitung“ einzusenden. Der Betrag ist am besten in Noten der entsprechenden Landeswährung gleichzeitig mit dem Bestellschein in bar zu überweisen. Dar Preis für das Binkaitslnsarai mm) betr&gti Für Wien und Oesterreich . & 70.000 Für Polen. Zloly 5,- Für alle übrigen Länder Dollar 1.— beziehungsweise dessen Gegenwert in der Landeswährung Unsrer- J. M. Frost und Frau H II. Grosse Mohrengasse Nr. 47 I gratulieren allen Verwandten, Freunden und Bekannten zum Neuen Jahrei L. GchK-mßch jtM M. ISVß ' ' ~ ' r .■—<, Der Zillertaler „Wunderdoktor" vor Gericht. MS I tt n 8 b r u ck wird tzMÄdet: Der ,,Wund«Sd0Vor^ aus dem Zillertal, der 60jährige?llvis Neuner vulgo Kiendler, aus Schwendau, hatte sich wegen KurpfuscheDei zu verantworten. Kiendler hatte den Bauer Georg Kreidl, der au einer Blinddarmentzündüng krank danieder lag, NiziuuSöil zwn innerlichen Gebrauch und einige andere Mittel für Einreibungen gegeben. Kreidl starb infolge einer Bauchfell- und. LungenentKÜndung. Da sin Arzt erklärte, daß der Tod auch ohne die Eisenbartkur des „Wunderdoktors" ein. getreten und nur durch eine rechtzeitig vorgenom-mene Operation hätte vermieden werden können, toaifbe Kiendler mtr wegen Kurpfuscherei zu einem Monat strengen Arrests verurteilt. Interessant war die Feststellung des Richters, daß dje nnbekannte gewcrbzmätzige Ausübung des ärztlichen Berufes durch. Kiendler „über das Land Tirol hinaus gerichtIbekannt und landeSbebannt" ist und 'daß selbst hoheGerichtsPersonen Tirols zu der Klientel deS „Wunderdoktors aus dem Zillertal" gehören. Sie einzemauerte Leiche einer dreiMrlge» Kindes. Die Korrefponidenz Herzog meldet aus Meran: Wie .gemeldet, wurde in DfcharS im Vinkfchgau die Leiche des drei- MhriM'-JDdW Mjfch ser unter Steiney s vo» KgrWni-ed' ausgesilnlden und. der zehnjährige David L ö s ch wegen. Ermordung des Nischher in polizeilichen Gewahrsam genommen. Nifchler war mit dem dreijährigen Kna'ben vor ein'i-gen Tagen ln Streit geraten, in dessen Verlaus er ihn mit den Händen erwürgte und die Leiche mit.Mchmr bcheckte. Lösch gHcmfe seine Tat bereits ein. Der RiesenbeiM mit einer fintzierten Mehisendnng. Die hap rösche Warenv-rrmittlungs - A.--G. hat, wie berichtet, von dem Salzburger Kaufmann, Josef Hagleitner einen Dvna-usch^pper voll Mehl g-elauft, der, wie es sich nachträglich heraus stellte, mit falschen Jvach^ briefen versehen war. Hagleitner wurde verhaftet und gab an, das Mehl vom der Mrma „van Heeden" in Wen, 1. Bez., Wollzeile 19, gekauft haben. Die Erhebungen der. Wiener Polizei >ha,ben festgestellt, daß dieser van Heeden , unter dem Namen Karl van Bergern vier Tage vocher t»' ' der Wollzeile oingezogen ist und nach vier Tagen verschwunden war. Der SalzH-urger Kaufmann Hagleitner hat den angMchen van Bergern durch >den GetreidhäMer MaMmilian . Pfifferling in Wels kennen gelernt, gleichMbig auch. einen Mann, der sich für den Prokuristen Edmund Singer ausgab. Das Mehl, um da!s es sich handeln sollte, ist überhaupt nicht vochanden. W handelt sich um ein Luftges chäft. An den angMchen Prokuristen Gdmnrch Gin- - ger sind in Müncherr am 29. August 9000 Goldlmark a conto ausbezahlt worden. Der Nest von 71.000 Gold. mark hatte am folgenden Tage bezahlt werden sollen. Eheaber die Au'szahlung erfolgte, ist man in München darauf gekommen, daß die FrachtlbriefduMate gefälscht find. Der angebliche Singer, der in München in einem Hotel gewohnt hatte, war aber noch vor der Feststellung aus dem HotÄ verschwunden. Hagleitner selbst, scheint den Betrüger« aufgesesssn zu fein. Die eigentlichen Schwindler sind dir beide» Männer», die sich Bergern" und ,Mrmnd Singer" nannten. __ ein Sportplatz in Agram niedergebrarmt. Agram, 1. Schlember. Der Sportplatz Viktoria ist heute nachts zum großen Teil einem Brande zum Opfer gefallen, namentlich die großen Tribunen, die anläßlich des SokolfesieS errichtet wovden waren, wurden eingeäschert. Der Schaden be. ttägt über M.000 Dinar. nn ann in i i —m—bnmmmmmmm > ...^« olde«! Besteilühein An die Verwaltung der Wiener Morgenzeitung" Wien, 11, Taborstrasse 1—3 Ich bestelle für die Hasch- Raschanah-Nunimei' der ,, Wiener MqrgenzfAtr,,ngte ......................... Neujahrsgratulation(en) zum Preise von und sende den Betrag gleichzeitig mit diesem Bestellschein ein Terf- . Sie Reulingslonkurrenz im Boxen. dMf dM Kapid-Platz begann gchern dje Nwüngslkonkunwz. Da di<! Auphl der Teilnehmer eine tzuheO große sit, dürfte zur WyiAlMg deZ Wettbewerbes eine Woche in Anspruch gmommen werden. Heute abends wird die Konturrentz fortgesetzt. Die gestriM Ergehn issö waren: Fliegengewicht: ' Jethalil (Napch) siegt über Don kg W. Ä. C.) in der ersten Runde. Ze l nik er Hokoah) pich Mer F. Hoffellner der Sieg gesprochen, da letzterer nicht gnfrat. Im Bantamgewicht hesWt Sailer (Rapid) JagstP. E.) W der Meilen Runde knack out. Da Aber bach (Y. I. SP. C.) gegen Kaub a (Rapid) nicht antritt, wird letzterem der Sieg' zugesprochen. Hailo (Post) besiegt I. Z ips (Rapid) in der dritten Runde knock out. Naprawa (W. A. C.) siegt nach Punkten über Schandra (deutlich aus füllen!) Name: (Rapid). Im Federgewicht erringt^ I a h l o n e r (W. A. E.) nach einer Zusatzrunde über F. Schuster (Rapid) einen Punktefisg. Hohlseslner Wransivaal) schlägt Jvanefee <Rap':d) knock out. Im Mittelgewicht wird, da Jura (W. A. E.) wegen einer Versetzung nicht antritt, Stronskh (W. A. B. C.) her Sieg Mgefproeu. Rehak (Post) wird, da Benard i k (Hertha) den Kampf in der Kveitey Rugde gufgibt/WN Sieger erklärt. -ß» Mttex.. Adi esee: , (len.. Die Tempkpgj.ur ist. wohl gestikgM. Die Voratissage lautet: ZguW Müßi. WüMMs Mth hesstres Wetter, doch ohne Aenderung des herrschenden veränderliichen Wlettercharakters. ^4098489413932

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