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Wiener Morgenzeitung · 1924-08-31 · Heft 1992 (31.8.1924) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1992 (31.8.1924)
Date
1924-08-31
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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G^te 4 M-ieN, Sonntag -—-- Lugano. Don Artur Silbergleit. Em liadeWtzenftiner Sprühregen sickert vom blau» zraueri, abeMichen Hiinunsl, der Tag um. Tag in seinem ve»lchenst»vbe»»en Glanz mit den <Mve»«n und golidgrün-rn Schimmern des Luganer Sees einen StrahlenwetÄamPf Aussicht. devsWert die Lust, läßt das junge Land der Kaftanien-ufevbäu>me noch Micher als fonft L-uffliimmev« und leiht der bernsteingeAben Lichterbette rings um den Kai die Magie einer glmmrernden - PerleWochangeS.^ Ich gebe mich auf der Terrasse eines Strand castS avkaddscher Muße hin; die bereits italienische Kapelle entfteidelt ihren Geigen eine so amatihafte, bezaubernde WohMauMße, daß die Mädchen und Frauen unter Palmenfächern fast die stillen Schönheitskämpfe ihrer Frühlingsgeiwänder vergessen und mit schusnchtßveÄorenen Augen mf den nahen See und auf seine bereits tristanhaft schwermütigen sammetduuklen WogenserNen hinausträumen, aus denen im reizvollen Gegensatz noch einige Be rgnügungsdampftr ihre mystischen grünen, roten und blaccen Laternenvi-ssenaugen zum Hasen hinübeMinzeln lassen. Eine Kellnerin, schlank wie eine wandernde Pinie, stolsziert zu meinem Tisch; mit der Kenntnis einer Weltdame evspäht sie mich unter den zahlreiche»; Fremden, Engländern, AmeMnern, Franzosen und Italienern als einen Deutschen, nimmt mit emälN höflichen Kopfnicken meine Bestellung entgegen, enttänzelt, kehrt bald wieder, breitet mit der Gebärde einer Königin das Kaffeegeschirr vor »nir aus, versucht mit ihren bereits südlichen FlammeMicken meine noch nordische Gefühlsstarrheit aufzuschmelzen und entschwebt mit sich nach Geigettgofängen kokett wiegenden Hüften. U»t,d »Mn fühlt in der abendlich warmen, von Blütendüsten betäubten Luft noch nach dem Verkochen der Sonne sein Blut brennen und südlich sieden. Und fern allen OhrenElängen scheint eine Allerseelennrusik der Schichtcht «ach der.; »tahen Italien Zu schwingen, das seine Vovboten nicht nur in Palrnerr, Zypresien, Lorbeer- und Oleanderoärten, sondern auch in manchen Gestalten des sogenannten fahrenden Volkes aussendet. Denn längs des Kais lenkt noch am spaten Abend rnancher italienische Fuhrmann seinen vvn zwei Deichseln umfriedeten Einspänner nach seinem nahen Heimatdorf, um hier sein hochgetürnrte Last ganzer Kistenberge zum Markt zu rollen. Natur und Menschen scheinen hier in ihre»; maileriischen Reizen so zu wetteifern, daß du zuweilen zweWdoll schwankst, ob du lieber den Sterne»rsp»egeln des Seesund der bereits stliberbtau verschwi'mmenden Ferne oder dev lockenden LEOPOLD SCHEUER * RauchjT IX. 6er. requisiten- Hörigasse 4 Industrie M» Tel, 15212 * w * 81« 3m Geschichte der fevhardischeu Juden in Wien. Bor» Dr. R. M. Gelber. 8.*) tyc endgültige Regelung -er Rechtsverhältnisse der Sephardim in Wien. Seit dem Jahre 1387 beschäftigte sich das Kultus- Ministerium mit der Regelung der Rechtsvevhällnifse der jüdischen Religionsgenossenschasten. Jnsbesonders war es der Minister für Kultus und Unterricht Freiherr von G a u t s ch, der bereits im Jänner 1888 im Einvernehmen mit dem Innen-, Justiz- und Finanzministerium auf Grund des Ministerratsbeschlusses vom 19, Jänner 1888 die hierzu nötigen Vorarbeiten traf und den Kaiser um die Errnächtigutlg bat, den bereits von ihm ausgearbeiteten Gesetzentwurf zuerst tut Herrenhause des Reichsrates zur verfassungsmäßigen. Behandlung einzubringen.**) In seinem diesbezüglich'ei» Vortrag wies Freiherr von Gautsch ans die innerhalb der Juden'heit gegen die endgültige Regelung der rechtlichen GemeindevevhÄltnisst auftretenden Widerstände hin und betonte,, daß insbesonders die Orthodoxen „sehr lebhaft den Wunsch äußern, auch äußerlich die Trennung (von den Resormsuden) zu vollziehen" und insbesondere gegen dieBildung einheitlicher j i'l d i s ch e n K u l t u s g c n» e i n d e n auftreten. Er betonte auch in seinem Vortrage, daß die österreichische Gesetzgebung seit jeher nur eines ü dis che Re ligionsgenösse'nschast anerkenne und'daher den.lnyerMb des Judentums aüftauchestden Sekten für den stattlichen Bereich keine Bedeutung beigelegt werden könne, wobei ohnehin keiner religiösen Ueberzeugung irgendwelcher Ziuarig angetan werde. Der Staat, müsse als solcher auf der Forderung bestehe»», daß die äußere „religionsgenossenschaftliche Ordnung" a»»f eine feste Basis zu stellen fei, da diese bei Berücksichtigung von Gruppen, die Sepgra« *) Siehe „Wiener Worgenzeitum" vorn 17. l»»ü> 24. August 1924.;■**) Wr. Staatsarchiv: Mnisterratsprotokollc e. a. 1888, Nr. 265. Mene« MorgesizettÜng. - ■ .. FvLuenltähe deine Blicke zuwenden sollst, umb nebender sorgfältige»» Eleganz vieler Weltdamen, dieser wanVevMn Schau der jüngsten ModeschWungen aus Paris, Lando», Men und Berlin, wehen mrd wiimpebn unter den Schweizer Standarten der Gisbelfnste viele Künstlerk»awatten und die Mlich leichten Lüfte spielen, mit ihnen launische Windspiele und tanzen mit ihnen Phautaistetänge. Unter der lichten Flagge dieses fast immer heiteren Azurs schattet kein Kummer die Sellien an, und Mst die Trauerbotschaften von dem Heü»»gang der Düse und von dem Zusammenprall der 'Schnellzuge kurz vor Bellinzona vermochten die Gemüter in diesem PavadieisischeN BNtengarten der Natur kaum zu erschüttern, so heiter und so sorglos glücklich erscheinen hier alle Menschen, als ob sie von Gesängen ewiger Freudemnandoää-nen gewiegt würden; und keine Tränen sinken in diesem Lettlevarmien Ort von den oft geschminkten Autzenbrauen und feingaschwungenen Wimpern hernieder, als ahnten sie, daß .sie hier lveder bei den Menschen noch in der Natur je. einen anteiLnachmvollen Gntpsang fänden. Denn der Name und Begriff Lugano bedeutet sicherlich nichts anderes als das Lächeln der Mrtengärten, das Lächeln des ewigen Frühlings, das Lächeln des Lebens urrd nicht zuletzt auch das Lächeln der . Liebe, die unter maurisch anirnutemden Arkaden, pfeileristolAen Säulenhallen und irr den schön gewinkelten, oft den Berglinien und der» ansteigenden Terrassenfovmen des Landes folgenden Gassen allabendlich und allmählich gleichgüstimmte Seelen zu hochzeitlicher Vevschmektznng vereinigt .und, heimlich venuKhaft lockend, baLd verschämt und vor» der Verführung der bezaübevnd Weichen Luft erünuntert, iu den VWMen aller Hotels in rnannigsachen Lände planten ihre iibevweltliche Sprache flüstert. Scheint doch der Süden auch die Riviera unserer Sinne, die Pforten zu Amors Rosengarten zu erschließen; deshalb vernimmst du unter vogelbu^chzwitscherten Bäumen so oft bräutliche Worte, und die Sonne entflarnimt hier die Liebenden zu immer stärker aufglühenden.Begeistern >»,gsbränden und zu immer heißeren, leide »ffchaftlicheven Treueschwüren und sie zaubert selbst auf den hageren Antlitzen der FrarHiskns von AM-Gestalten der Klöster ein lebemsbejahendeS Lächeln herauf. Ja die Ahnung evstev italischer Schönheits-fülle, das aulfdärnmernde Glück eines Landes sorgloser DafeknZwonnen, zu dessen hymnischen Lob uns des Azurs und deS Sees Herrlichkeiten bereits hier zu Vcvpflichten scheinen, beseligt.dich in dieser Stadt, und nach langer, nordischer Starrheit und Sinneskühle umfängt dich hier unter, zackigen Palmenfächern, von Natur und heißen Frauen treu behütet, wohlDPn J»»ans Vorhof zum AllecheMMen Mer unlbeNventzten Ltelbesmöglichkeiten und Seligkeiten, ÜO du. wißt, an dem ersten tropi-' schen Wachstum des.Landes zweifelnd deine Lebenssäfte und Kräfte, ob du nicht von dieser strotzenden Daiseinsfülle innerlich übevwunden wirst oder öb du wirklich siegreich zum Allecheil-igsten, zum Lebens- und ÜlebesjulbeMerschwang des Südens, vorwärts zu sch reiten vermagst. «ne Fabrik für falsche PSffe in Paris. Aus Paris wird gemeldet: Nach der „Chiesa o Tri- . bune" ist man in einem Kafeehanse auf ■ dem Montmartre einer Fabrik für Pässe nach den Vereinigten Staaten auf die Spur gekommen/Für einen Paß sind (5 00 Dollar gezahlt worden. tionstendenzen verfolgen, aufgegeben werde»» müßte, was sicherlich eine unheilbare Verwirrung i»n jüdische»» Kultusleben zur Folge haben »vüvde. Es sei daher unzulässig, den einzelnen Juden die Gemeindezugehörigkeit anheimzustellen. Man müsse die jüdischen Gemeinden nach denselben Grundsätzen - wie bei allen andere»» Religionsgenossenschaften regeln, die sich ausschließlich nach de»»» äußeren Mornent des Dornizils richten. Vorn Stand-, punkte der Staatsvevivaltung müsse daher nach Ansicht des Ministers am Grundsätze festgehalten werden^ daß „die innerhalb eines bestimnrten Gebietes woh»»ende»» Jude»» insgesamt, solange sie eben Juden sind, eine Ge»»»e»nde zu bilden haben". Er habe nichts dagegen, daß einzelne Forderungen der Orthodoxen berücksichtigt wevde»», aber dadurch dürfe die Gliederung der Kultusgemeir»!den in kei»»er Weise benachteiligt werden. Die von ihm vorgeschlagene Regelung des jüdischen Gemeinde'lebens verfolge nur den Zweck, „einen vom Standpunkt der Staaisverwalliung als nötig erkannten geordneten Rechtszustand zu schaffen",, wobei er sich bei der Abfassung seines Entwurfes einzig uub alle»,» von den Grundprinzipien des Gesetzes vorn 7. Mai 1874, betreffend die äußeren Rechtsverhältnisse der katholischen Kirche, sowie von den» von» 20. Mai 1874, betreffend die staatliche Anerkennung von Neligionsgenossenschaften, habe leiten lassen.*) Dies waren die Grundprinzipien, die dann die Grundlage zu dem am 91. März 1890 erlassenen G e f e tz ü b e r d i e jüdischen Religionsgesellschaften blldeten. Nach diesern Gesetz dürfte daher in einer politischen Gemeinde nur eine israelitische Kultstsgemeirrde bestehen, ohne Rücksicht auf hie rituellen Unterschiede' ihrer Mitglieder. Es war nun klar, daß auf Grund diese'8 Gesetzes eine Vereinigung der Sephardimge»neinde'mit der Israelitischen Kültusgerneinde zu Wien' hätte erfolgen müssen. Die Sephavdim aber verzichteten ungern auf ihre GemeindesekbstänlWeit und weigerten sich,, mit der bereits bestehender» jüdischen Gerneirrde vereinigt zu werden. Sie baten daher um die Nichtanwendung des Gesetzes auf _ Wr. SiLÄSarchiv: Bdrtrchj ' ÄMusminisberL Dr. o. Gauti'ch an Kaii^er Franz Jols^f dvr» Erster» tzom Za. Jänner IW, MinistermMrowWe W. 663.^...-^'" 31. August 1994 "" Mr. IW Ne Juden «m Friedrich von Send Von Dr. Willy Cohn. Als nach &ej großen Weltkatastrophe der napoleoni schen Zeit die Diplomaten sich in Wien zusammenfanden um der Karte C»»ropas ein neues Aussehen zu geben, spielt Friedrich v. Gentz, dev Gehilfe Metternichs, eine Heden, tende, wenn' auch nicht immer einwandfreie Rolle. ES ff zweifellos, daß er einer der genialsten Publizisten all« Zeiten gewesen ist, aber eben so sicher ist, daß sein Charakter-mancherlei Mängel aufwies. Politische Wandlunger hatte»» für ihn nichts Anrüchiges, zuerst war er für d« französische Revolution begeistert, nachher warf er sick ganz der Reaktion in die Arme. Seine chronische Geldnoi mag ihn schon frühzeitig zu jüdischen Finanzleu. t e n in Beziehung gebracht haben, die er für seine Zweck weidlich auszunützen verstand. Schon die erste Notiz seiner uns erhaltenen Tagebücher lautet: „Am 14. April toitl eine angenehme Ueberraschung genannt, daß mir de, Judenälteste Hirsch für Verfertigung, ich weiß nicht welcher, Vorstellung 50 Taler brachte." Durch die Verhandlung der Judenfrage aus dem Wie, ner Kongreß wurde er auch in die jüdische Interessen, fphäre hineingezogen. An ihn wandte sich Leopold Edle, v. Herz, um von ihm eine Empfehlung an Metteririch zu erhalten. Am 19. März 1815 notierte Gentz in sein Tagebuch: „Besprechung mit dem Bankier Lamel; ich habe es übernommen, in der Angelegenheit der Juden zu arbeiten". Dies hat er auch in'hohem Maße getan, und die Notizen seines Tagebuches hierüber sind zahlreich. Daß er dies nicht umsonst machte, ist gewiß. Immer wieder begegnen die genannten Namen sowie der des Dr. Buchholz, des christlichen Beauftragten der Hansastädte für den Wiener Koirgreß. Auch mit Wilhelm v. Humboldt nahm er am 28. Mai über die jüdische,» Dinge Fühlung. Ende des Monats erschien Lämel bei ihm, „um die berüchtigte Affäre der Juden zu Ende zu bringen." Am 9. Juli konnte Gentz aufschreiben: „Die Angelegenheit der Juden glücklich beendet; die Bundesakte ist gestern unterzeichnet worden, ohne daß der Artikel, der sich mit ihnen beschäftigt, ausgemerzt worden ist." Am 16. Juni erhielt Gentz von Lämel 1000 Dukaten, zwei Tage später wiederum soviel. „Alle meine Geldangelegenheiten arrangieren sich wundervoll," notiert Gentz mit Genugtuung. Auf fchten Charakter wirft die folgende Begebenheit ein helles Licht: Man hatte dem preußischen Gesandten in Wien, :Wilhelm"b. Humboldt,, von jüdischer Seite ein größeres Geschenk angeboten. Er wies es zurück und schrieb darüber an seine Frau: „Ich habe den Vorfall niemanden als dem Kanzler und Hardenberg erzählt, allein ich weiß durch Gentz, daß es doch bekannt geworden ist und großen Effekt gemacht hat. Der alte Jude will sich nicht zuftreden geben und hat nun das Projekt, mfr ein silbernes Service MANNA verhütet das Brechen und Springen von Lackstiefeln Zu haben in allen besseren Schuhgeschäften und Warenhäusern 497 Fabrik: IX. Orundlstrasse 5 / Tel. 31-20, Stelle 2 sie. In ihrer De»ikschr'»ft an das Ministermm führte»» sie als Gnm'd an, daß sie durch ältere Patente und V e r f ü g u n g e»» der Behörden bisher als selb stständige Gemeinde angesehen wurden und gleich anderen Religio»lsgemeinden . eine separate t Matrikeuführung besitzen sowie sämtliche GckbWeuäquivätmte leisten. Seit 150 Jahren Müde»» sie im GeMsie volkom- »»»errer Selbständigkeit. Ihre Mitglieder seien keine österreichischen Staatsangehörige ur»d müßten sogar nach den Statuten türkische Untertanen sein, welchen aus Gm»»d der früheren Kapitulationen »»nd der neuen Verträge das Meistbegünstigungsvecht einzurämrien wäre. Ferner unterscheiden sich die Sephavdnn seit vielen- Jahrhunderten vollkominen von de»» anderen Juden. Ihre verschiede»»« Aussprache des Hebräffchen in der Lithurgie, auch ihr eigener spaniolischer Dialekt, -dessen sie sich bei Gebeten, Anreden und,im Unterricht wie auch im Privatleben bedie»»en, machen ihre G?»»»e»nscha'ft mit den „übrigen Israeliten" französtsch-deutsch-polnischer Tradition un»n>öglich. Die Sephardm» haben überall, wo sie geirügend stark vertreten waren, so in TenreSvar, Semlin, Livorno, Marseille, Amsterdam, London Usw., eigene Genrei»»de»» gegründet. Durch eine Bereinigung mit der Wiener Israelitischen Kultusgemeinde würde»» sie daher nicht nur ihre hergebrachte Auwnomie enrbüßen, sondern auch die Verwaltung ihrer verschiedenen Stiftungen und Fonds österreichischen Staatsbürgern übertragen müssen und somit all ihren Einfluß auf die Bermögensgebarung verlieren. Ferner würden ste an allen Laste»» -er aschkenastschen Kultusgemeinde partizipieren und wären, kaum imstande, sich in dem Gememdevorstande auch ' nur ein paar Stellen für Sephardirn zu resewieven. Das HaupMvl der Vereinigung sehen sie »n den Schwierigkeiten». die sich, beim Gottesdienste ergeben könnten, da eS ihnen nicht geliirgett würde, einen sephavdischen Rabbjner in Oesterreich aufz»»brmgm und sie b»s»»un i»»»mer aus der Türkei Rabbiner ber»rfen mußten. Sie müßten daher der Anwen-duny deS Gesetzes vorn Jahre 1890 widerstreben, weil sie darin Gefahren füx den Fortbestand ihres Ritus in Ocherveich erblicken, der verküm»nern und vom aschkenastschen Ritus verdrängt werden ivüvde.

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