Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1924-08-29 · Heft 1990 (29.8.1924) · p. Seite 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1990 (29.8.1924)
Date
1924-08-29
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2979076-2980834-2981073--20244-3007457
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

Nr. 1SS0 Men, Freitag Wiener Morgenzeitung. 29. August 1924 Seite 5 Das Wetter. ' Geistern hat es sicvst in ganz Oesterreich geregnet. Die Voraussage "bezeichnet den herrschenden W e t t c r ch a r a 11 e t als weite« a tt ib a Wien, 39. August. * Der Abschied des Professors Dr. Hatschek. Wie wir erfahren, wird auch der Professor für Zoologie an der Wiener Universität Dr. B. Hatschek, -er gleich seinem Fachgenosse,r Professor Dr. Karl Grobben Vas 70. Lebensjahr erreicht hat, ein Ehrenjahr absolvieren. * Namensaleichheit. Herr Markus Rosen zweig, 2. Bez., Große Schkffgasse 6, bittet uns um die Feststellung, daß er mit dem wegen eines Diebstahls verhafteten Max Rosenzweig weder verwandt noch identisch ist. * Die Lebensmüden. Gestern früh wurde die 24jährige Hausgehilfin Marie Flicker mit einer Leuchtgasvergiftung tot aufgefunden. — Der ehemalige Bankbeamte Johann B., versuchte sich gestern vormütags mit Leuchtgas zu vergiften. Er wurde ins Spital gebracht. Grund der Tat dürfte sein, daß er von einer hiesigen Privatbank abgebaut wurde. Er hinterließ einen Abschiedsbrief, in dem er ansdrückt, .er könne es nicht überwinden, daß er sich von den Eltern erhalten lallen müsse. — Die 17jährige Comptoiristin Olga P. sprang gestern nachmittags in den Donaukanal. Sie wurde aus dem Wasser gezogen. — Gestern nachts fand der Sicherheitswachmann auf dem Aspernplatz vor dem Cafe Atlashof einen Mann auf dem Boden liegend. Er hatte sich mit einem Rasiermesser eine Schnittwunde am Handgelenk beigebracht. Die Rettungsgesellschaft brachte ihn ins Spital. Der Lebensmüde ist der Akquisiteur Ignaz W. — Der 29jährige August S. versuchte sich gestern nachts mit Lysol zu vergiften. Er wurde ins Spital gebracht. * Verhaftung eines Prager Betrügers. Im Sepie,ober v. I. zeigte der Bankgeschäftsinhaber Dr. Karl Eg er aus Prag bei der hiesigen Polizeidirektion an, daß er einem Betrüger zum Opfer gefallen sei. Ein Mann war im Frühjahr 1922 zu Dr. Eger gekommen, hatte sich als Ing. Rolf B e n d a aus Wien vorgestellt und ihm den Antrag gemacht, ihm in Wien billige Autos zu verschaffen und sie nach der Tschecho- Slowakei zu bringen, wo ein Verkauf zu wesentlich günstigeren Preisen zu erhoffen sei. Dr. Eger hatte sich bestimmen lassen, dem Mann einen Betrag von 60.000 tschech. K. auszufolgen. Dr. Eger-sah weder Autos noch Geld. Nunmehr wurde der Betrüger Rudolf Ben da hier verhaftet. * Eine Automobilfalle bei Neunkirchen. Vor einigen Tagen wurde das Auto des Oskar Rohring er zwischen Willendors und Neunkirchen durch einen über die Straße gespannten Draht aufgchatten. Dieser war vierfach über die Straße gespannt, an ihm lehnte ein FöhreiMmnchen, auf dem ein Zettel mit folgenden Worten hing: ,-Sofort das Geld her, sonst wird einer niedergeschossen. Vier Gewehre lauern hier, urffere Kinder brauchen was zu essen, sonst kostet es euch das Leben!" Der Draht war glücklicherweise so niedrig gespannt, daß er durch den Kraftwagen zerrissen wurde. Die Täter wurden nicht ermittelt. * Die Flucht des David GlückSmaun. In den Mittwoch- MorgeMättern wurde aus polizeilicher Quelle die Flucht des David Glücksmann berichtet und die wegen umfangreicher Betrügereien eingeleitete Verfolgung des Flüchtigen. In diesen Veröffentlichungen hieß es, daß David Glücksmann Geschäftsführer des Zirkus Hagenbeck gewesen wäre. Diese Angabe ist aber unrichtig, Glucksmann hat sich Wohl widerrechtlich als Geschäftsführer, ja sogar als Direktor des Zirkus Hagenbeck ausgegeben, ist aber tatsächlich mit der Direktion in .gar keinem wie immer gearteten Zusammenhang gestanden. Seine einzige Berechtigung des Verkehres im ZirkusgeKäude bestand darin, daß er der Neffe des Gebäudeeigentümers, Herrn S ch ö n g u t, ist, welchen Umstand er sich auch bei Verübung seiner Betrügereien zunutze gemacht hat. * Gestohlene Frankenschecks. Die Wirkwarenfirma Rudolf Drab, 1. Bez., Salvatorgasse 1, machte mit ihren Schecksendungen an die Depositenkasse Seefeld der Schweizerischen Kreditanstalt merkwürdige Erfahrungen. Die Scheckbriefe kamen Wohl an, doch feblten aus zwei Briefen drei Schecks lautend auf 3150,14 Franken. Die spoliierten Briefe waren am 12. d. vom 25jährigen Beamten der Firma, Franz Kratky, aufgegeben worden. Gegen ihn richtete sich der Verdacht der Täterschaft. In die Enge getrieben, legte Kratky das Geständnis ab, die Briefe geöffnet, die Schecks entnommen und dann in vorbereiteten Originalkuverts der Firma aufgegeben zu haben. Bei der Verwertung der Schecks war ihm der vorbestrafte Vertreter Anton Rudolf Arnold behilflich. Beide wurden dem Landesgerichte eingeliefert. * Ein gesunkener Schlepper. Der von Linz zu Täl gegangene Dampfer ,-P e r s e n b e u g", der mit fünf Schleppern die Stromschnellen bei Grein nicht aus einmal passieren konnte, musste oberhalb Grein landen, um die Schlepper geteilt durch den Strudel zu bringen. Hierbei riß die Snilbremse, wodurch ein Schlepper an die Uferböschung geschleudert und derart beschädigt wurde, daß er untersank. Der Schlepper führte 30 Waggons Kaufmannsgüter verschiedener Art von Bayern nach Wien. * Das Ende der eisernen Telephonmarken. Die eisernen Marken, welche als Einwurf bei den öffentlichen Telephonsprechstellen in Benützung stehen, sollen nur mehr bis zum 15. September verwendet werden. Vom 16. September ab dürfen nur mehr die 1000-Kronen-Münzen zum Einwnrf gebraucht werden.- * Elisabethheim. Die Einschreibungen in die Frauen, gewerbeschule für Weißnähen und Kleidermachen für das Schuljahr 1924—1926 finden täglich von 10 bis 12 und 4 bis 6 Uhr in der Schulkanzlei, 2. Bez.. Malzgasse 7, statt. Papiere mitbringen. * Neue tschechische Privatschulen in Wien. Wie „Narodni Lisch" aus Wien melden, läßt der tschechische Schulverein Komensky derzeit in der Possingergasse im 16. Bezirk ans einem Areale von 55 zu 60 Meter ein neues Schulgebäude errichten, von dem sich ein Teil bereits unter Dach befindet. In diesem Gebäude wird schon im heurigen Winter Unterricht erteilt werden. Das zweite Frontgebäude wird im Frühjahr oder im Sommer 1995 fertiggestellt sein. Dort wird das jetzt in der Schützengasse im 3. Bezirk gelegene tschechische Realgymnasium und die'tschechische Realschule, überdies eine neue tschechische Bürgerschule für den 16. Bezirk und ein neuer tschechischer Kindergarten untergebracht werden. Es handelt sich durchwegs um P r i v a t i n st i t u t e, die aus den Mitteln des Komensky- Bereines errichtet und erhalten werden. * Seltener Familiensegen. Aus Rom wird gemeldet: Die 18jährige Arbeitersfrau Antonia Sus'ko in Cerignola (Provinz Foggia) hat weibliche Vierlinge zur Welt gebracht, die si« aus die Namen der Königin und deren drei Töchter taufen ließ. Vor vier Jahren hat in derselben Stadt auch die Frau des Kriegsinvaliden Enrico Falconi Vierlinge geboren. * Bernard Shaw besucht Rußland. Bernard Shaw wird kn Oktober eine Studienreise nach Rußland unternehmen. In PeterÄurrg erwartet man Shaw bereits Anfang Oktober. Er wird sodann Moskau sowie eine Reihe siidrussischer Städte besuchen Wenn Sie ffilr den Export nach Polen und den Oststaaten Interesse haben dann Versäumen Sie nicht 1 für «„.ert übermorgen Sonntag dan 31. August 1.1. imnsmauamwamaiJiusmammmmKiaaaaniiaiiimmMs»nmtBBamimrjsBem anlässlich der „Lemberg©* Ostmesse“ und der »Vll. Internationalen Wiener Messe“ in grosser Auflage erscheinende POLEN-EXITBEILAGE ein Inserat zu bestellen Diese Beilage wird sämtlichen polnischen Handelsorganisationen, Handekkammern sowie alten bedeutenden Handels- und Industrie-Unternehmungen zugehen, die am Import aus Oesterreich interessiert sind. AN- KÜNDIGUNGEN in dieser Beilage können daher auf den besten Erfolg rechnen. Mit Rücksicht auf die Kürze der Zeit empfiehlt es sich, umgehend die Insertionsaufträge zu über* schreiben, resp. unverbindlichen Vertreterbesuch zu verlangen, damit Ausführung und Placierung des Inserats wunschgemäss erfolgen können. Die Verwaltung der „Wiener Morgenzeitung“ * Der älteste Elefant in Europa gestorben. Im Posener zoologischen Garten ist der älteste und größte Elefant Europas gestorben. Er erreichte das für Elefanten jugendlich zu nennende Alter von 90 Jahren. Seit längerer Zeit litt er an Eiterungen an einem Fuß, die von ungefähr 20 Kugeln herrührten, welche ihn bei einer Jagd getroffen hatten, bei der er auch gefangen wurde. Es trat Gangräne und Lungenentzündung hiyzn und schließlich erlag der Niese des indischen Urwaldes einem Schlagcmsall. Als er ins anatomische Museum der Posener Universität transportiert werden sollte, machte feilt kolossales Gewicht (mehr als 400 Kilogramm) den Transport des ganzen Tieres unmöglich und die Leiche des ältesten Bewohners des Posener zoologischen Gartens mußte in einige Stücke geschnitten werden, um zur Präparierung ins anatomische Museum zu gelangen. (Dir nachstehenden Ankündigungen sind entgeltlich.) * In Orendis Teppich-Restcnhalle finden Sic Hunderte Läuferreste spottbillig. Fleischmarkt 1. * Tanzinstitut Hermann Braun. 14. Bez., Reindorfgasse 42. Versink, Vorträge und Versammlungen. Die Z i o n i st i s ch e S e k t i o n P r a t e r veranstaltet SamStag um 8 Uhr abends in ihrem Hehn, 2. Bez.. Jungstraße 8, .eine Abschiedsfeier für Herrn LöblTaubeS, der sich Montag abends nach New-Uork begibt. Alle Zionisten wie auch die Freunde des Herrn Taubes und der Gesamtvorstand der Sektion Prater werden auf diesem Wege höflichst eingeladen — B u ko w inner Zentralverband. Sonntag, den 31. d., 4 Uhr nachmittags, Caf« Edison, 8. Bez., Alserstraße 8, Verbandsdisknssion über Hanptgeneralkongres; und Musterschau. Alle Bukowina er und Angehörige sind hiermit eingeladen. auf Stuttgarts Boden, ist daran beteiligt. Das Schwergewicht der Ausstellung ruht auf der Vorführung der Bauverfahren, Baustoffe und Baueinrichtungen jeder Art. Auch Modelle, Bauzeichnungen, Photos und fertige Bauten werden gezeigt. Hervorzuheben ist der UebeMick über das Schaffen der Architektur ab teilung au der Stuttgarter Technischen Hochschule, das Wirken > des Staatlichen Bauhauses in Weimar und die sachlichen und eigenartigen Modelle und Grundrisse von A. Docker. Von kunstgewerblichen Erzeugnissen werden vor allem Möbel vorgeführt. Eine kleine, aber gewählte Sonderschau „A r ch i t e k t u r p l a st i k" ist mit der „Bancmsstellung" verbunden. Die „Wi'irttrmberglsche Arbeitsgemeinschaft" des „Deutschen W e r k b u n d e s" veranstaltete unter der Parole „Die Form" eine Schau von Gegenständen, die eine künstlerische Gestaltung der „rein'N Form" bekunden. Einer künftigen Kunstknltnr wertvolle Ausbanstofse zu übermitteln, ist wohl der Fweck d'e>er Ausstellung, die den inneren Gegensatz von Form 'mi Ornament bei den modernen Erzeugnissen angewanner Knust überwinden will. Es ist in diesem Rahmen umnögli l>. ans Einzelhstlen einzugehen. Erwähnt sei nur. daß die Wiener Warkstätte und der Wiener Wcrkbund am besten abschnitten. da ihre Leistungen sich frei vom Experiment halten, das ans Kosten der Qualität geht. Aber auch die Deutschen Werkstätten M ü n ch e n-H e l l e r a n, das B a u h a u % in Weimar, die Stuttgarter, Essener und Offenbacher Schule (diese besonders mit ausgezeichneten Lederwaren), die Heilbronner Silber wäre »- fabrik Peter Bruckmanns, sind gut vertreten. Die Arbeiten Nina Brühlmanns bezeugen, daß auch der Schmuck durch sinngemäße Verbindung von Gold »nd Silber mit farbigen Edelsteinen als ornamently''e Torm gestaltet werden kann. Bus de« Berliner Theatern. An das Berliner Deutsche Opernhaus wurden die Kapellmeister Paul Breisach und Leo Krauß — beide ans Wien — neu verpflichtet. Die Berliner Staatsoper bringt als erste Uraufführung im Oktober die drarnatische Kantate „Die Zwingburg" von Ernst Krenek. am gleichen Abend wird ein Ballett von Egon Welleß uraufgeführt. Auch die erste vollständige Aufführuing der Oper „W ozzek" des Schönberg-Schülers Alban Berg ist in Aussicht genommen. Bruchstücke dieses Werkes erzielten bei der konzertmäßigen Aufführung ans dem letzten Frankfurter Donkünstlerfest einen außerordentlichen Erfolg. Die neue Reinhardt-Bühne, die Kammerspiele am Kurfürstendamm, wird mit Shakespeares „Lustigen Weibe r n" unter Prof. Reinhardts Regie eröffnet werden. Ms Direktorstellvertreter wird Heinz H erald fungieren. Das Deutsche Theater bringt zunächst Shaws „Die heilige Johanna", sodann Zuckmatiers „Kikt e h a n", Kleists „Prinz von H o m b u r g", Strindbergs „Krönbraut" mit Helene Thimig und Strindbergs „Karl, der Zwölfte" mit Werner Krau';. D.'e Kammecspiele des Deutschen Th ate rs planen-Ausführungen von „Snm utitn", „Fr ü nlein Julie", Kurt Götz' neuem Einakterzyllus „Die tote Tante", Geraldys „Armee" und WedeNnds „Kaiserin von Neufundlan d." Der Palästinasilm in der Hinterbrühl. Der Keren Kajemetb l'Jftael (Jüdischer Nationalfonds) veranstaltet Sonntag, den 31. ii., 3 Uhr nachmittags, in der H i n t e r b r ü h l, Helmstreitmühle, eine Vorführung seines Films „Eine Reise durchErez Israel imJahre 1923". Den begleitenden Vortrag hält Dr. N. Blauer. Kartenvorverkanf bei Herrn F r i tz K o ch, M ö d l i n g. S ch i l l e r st r a ß e 77, und an der Kasse. An» den Theatern. L o l k 8 o p e r: Heute „R i g o l e t t o", Morgen Samstag „C a r m e n". Im Deutschen VolkStheater findet morgen Samstag die deutsche Uraufführung des dreiaktigen Lustspieles „Ein schwaches Weib" von Jacques D e v a l statt. Für Montag den 1. September wurde Anzengrubers Bauernlustspiel „Die K r e u z e l s ch r e i b e r" angesetzt. Den SteinklopferhanS spielt wieder Anton Amon, der nach zehnmonatiger Krankheit seine künstlerische Tätigkeit aufnimmt. O p e r n t h e a t e r r Direktor Schalk ist gestern von seinem Urlaub zurückgekehrt und hat die Direktionsgeschäfte wieder übernommen. Im Johann Strauß-Tbeater gelangt Mon» tag als Gastspiel Raoul Aslan—Erika Wagner „P h a n t 0 mV Komödie mit Musik von Max Niederberger, zur Erstaufführung.' Im K o m ö d i e n h a u s wird morgen Samstag und Sonntag SndermannS Schauspiel „E h r e" mit Alfred Gerasck als Gast aufgeführt. MH« und KM. 2er Stuttgarter Knnftsommer. (Bon unserem — a— Berichterstatter.) Das Stuttgarter Knnstteben war in diesem Sommer besonders rege. Ein ganzer Reigen künstlerischer Veranstaltungen war der Idee zn danken, den: Kunstschaffen von heute zn dienen. Die „V au an s st eil n n g" ist in ihrer herrlichen Durchführung eine Schöpfung Baurat Kenerlcbers, der eine Reihe begabter junger Architekten und Maler zur Midarbeit heranzog. Die betonte Improvisation der Ein- und Umballten im leerstehenden Alten Bahnhof, der Wictschaftscänme, der Hallen, Siedlnngshäilschen usw. auf dem schmalen Geländestreisen der ehemaligen Gleisanlagen, macht nicht zuletzt den Reiz dieser Ansstellnng aus. Ein paar origi!wlle Stätten für „zünftigen Betrieb", eine Tanzdiele, ein Cafe, eine Litvrstnbe, leuchteir an der Buiiiheit des Bildes auf. Willy Baumeister, ein schöpferischer Mst veranstaltete, richtet eiin Schreiben an uuifere Redaktion, in welchem er für die Förderung des UnternchmenZ durch die Presse dankt und des weitereli ausführt„Es gereicht mir zur höchsten Genng'tuumg, .daß .gerade von Wien, der in der ganzen Welt berühmten Mwsikstadt, eine Bestätigung jenes Gedankens, durch den seinerzeit durch mich in Verona die erste Freilichtaussühmnq statt fand, erfolgte, und so für ganz Europa der Weg zu solchen Freilicht-FestansjiMirnngnl goöis>f-net erscheint. Stolz aus diesen neuen künstlerischen Erfolg, hoffe ich,^ int nächsten Jahve unter einem wohlwollenderen Hi nunc! dasseil'e kunstfreudlge Publikum zu finden." Modernes Theater. Morgen Eröffnungsvorstellung der Wintersaiso-n unter der neuen Direktion Siegsrivd Geyer mit der ErstanM'chrung von Strindbergs „Kameraden". Die Berta spielt Maria Orska. Beginn 8 Uhr. Anatole Franee schwer erkrankt. Wie aus Paris gemeldet wird, gibt der Gesundheitszustand -des Vjahngen Anatole France, der auf seinem Landgut krank liegt, seiner Umgebung zu ernsten Besorgnissen Anlaß. , Erika Mann, die Tochter von Heinrich Mann, ist 'Schauspielerin geworden und wind demnäMt in einem der Berliner Reinhardt-Theater debütieren. . Bernhard Shaw wird im Oktober auf einer Btudienrege durch Rußland Petersburg, Moskau und einige süidmlffffche >Nädte besuchen. . D'Annimzio, der sich seit Mnssolinls Swg von der Poettck völlig zurückgezogen hat. schreibt jetzt in seiner Villa in Garbaue einen großen Roman.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.