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Wiener Morgenzeitung · 1924-08-29 · Heft 1990 (29.8.1924) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1990 (29.8.1924)
Date
1924-08-29
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 Wen, Fveskag Die offizielle Feier in Weimar. Aus Weimar wird gemeldet: Die osfzwlle Fei^r des 178. Geburtstages Goethes begann nrn 12 Uhr mittags im großen ArmbrnstiMle. Ter Präsident der Goethe-Gesellschaft, Professor Nöthe (Berlin), entwarf in seinem Festvortrag* ein umfassendes Bild von Goethes gewaltiger Persönlichkeit. Abends fand auf dem festlich geschmückten Frauenplan vor Goethes Wohnhaus eine Feier statt. Oberbürgermeister Dr. Müller feierte in einer kurzen Ausführung die Bedeutung der Persönlichkeit Goethes für die Stadt Weimar. Ihm sei es in erster Linie zu verdanken, daß Weimar ein Wallfahrtsort für alle Gebildeten nicht nur Deutschlands, sondern der ganzen Welt geworden sei. Mit dem Vortrag eines Festgedichtes und Licdervorträgen von Goethes Gedichten schloß die Frier. Der Schöpfer des Roten Kreuzes — ein Vorkämpfer für ein jüdisches Palästina. Die Idee der Rückkehr der Inden nach Palästina, die in ,er ganzen Zeit des jüdischen Exils lebendig geblieben ist. bis sie tm modernen Zionismus ihren nationalpolitischen Ausdruck fand, hat in verschiedenen Zeiten bei vielen Nichijuden lebhafte Sympathie ausaclöst und noch mehr, es gibt bekanntlich eine ganze nichjfüdi-che Literatur, in weicher dieser Gedanke in den verschiedensten Formen Ausdruck findet. Unter den hervorragenden nichtjüdiswen Förderern dieser Idee der Rückkehr der Juden in ihr Land nimmt Henri Düna n t, bekannt als. der Gründer der. Internationalen Gesellschaft v o m R o t en K r e u z e, eine besonders hervorragende Stelle ein und, wie Tr. B. Wc inert in einem interessanten Aussatz der ,.J. P. Z." ausführt, sind es in diesem August 50 Jahre, seit Dnnant dem internationalen Kongreß in Brüssel von 1371 sein P r o - P a l ä st i n a m c m o r a ndum überreichte. Dnnant, schon in seiner früheren Jugend vom Geiste werktätiger Menschenliebe getragen, wovon seine Gründung der Gesellschaft des Roten Kreuzes Zeugnis ablegt. war Von lebboltenr Gefühl für die Leiden des jüdischen Volkes erstellt und betttzleb, alsbald ernste Schritte zu unternehmen, um die jüdische Besiedlung Palästinas einznleiten. Gr wandte sich an N a p o l e o n den Dritte n, der, wie Dunant xn'.tteiire, seine Jdeeen zu würdigen wußte, jedoch scheiterten unglückseNger-weise Dunants Bemühungen an der Feindseligkeit der Umgebung Napoleons, den er oft sah -und für die Fragezu mter"Nieren wußte; jedoch war der Eifer der Inden in jener Zeit ...sehr schwach, zu schwach." Dnnant versuchte es nunmehr mit den Inden selbst, war seit 1863 zahlendes Mitglied der Alliance . Israelite. Universelle, da er glaubte, diese für ''eine Ideen gewinnen zu können. In En gl ans, wo er Anhänger suchte, wurde er von verschiedenen einflußreichen Persönlichkeiten, unterstützt, mußte aber gegen den ..englischen Fanatismus" kämpfen. Auch bei den Juden, die er zu überzeugen suchte, daß sie , b: e Aristokra! ie der E r de" seien, fana er nicht die volle Unterstützung, eine Zusa-mmenkunft mit Rcthkch'-'tz jn gxanfiurt blieb ohne Erfolg und Baron Adolphe Rothschild in Neapel lud ihn zu sich ein, nahm Intcresse an fernen Plänen, war aber nicht bereit, selbst mitzutun. So erging es ihm auch in anderen Fällen. Große Hoffntingen erweck;e in ihm Mojes Monteiior e, der ihn ^wohlverstanden" harte, aber er war lehr aii/' Dpinant gab große Summt'.' aus, um die Pariser Preise für seinen Plan zu gewinnen, trat de; Londoner ,.A n a l o Iewish Associatio u" bei, sprach nach dem preußisch-österreichischen Krieg bei den ersten jüdischen Fa rillen Berlins, d-'n Bleichröbers und anderen, vor, übe: der Er so. g bleib ihnl versagt. Im März 18f>r, e'vwarf Dnnant ein Projekt zur Gründung einer internationalen G e s e l l s ch a s t zur Erneuerung des Orients, oa er in der orientalischen Frage eine Gefahr für den europäischen Frieden sah und in der Erneu.'rung des Orients ein Mittel erblickte, um diese Krise zu bannen. Tie Gesellschaft sollte Handel, Industrie, Ackerbau und öffentliche Arbeiten im Orient, besonders aber in Palästina fördern, von der türkischen Regierung Monopole und Privilegien, besonders die Abtretung von Boden in Palästina, erlangen tttnd Bedennerkanf sowie Kolonisation in Palästina betreiben. In dem Entwürfe Dunants heißt es: „Diese Auferstehung des Orients, begleitet durch das Erwachen des religiösen Gefühls, wird durch die Httst der Inden unterstützt werdet!, deren kostbare Eigenschaften und 'merkwürdige Fähigkeiten für Palästina nur vorteilhaft sein tonnen." Auch her Ban eines Hafens in Jaffa sowie dessen Eisenbahnverbindung mit Jertisolcm war geplant. Die an der Eisenbahn gelegenen Länder mitten von der Türkei an die Gesellschaft abgetreteii werden, wo!che diese an indische Familien zu verkaufen hätte. Die Inden sollten Kolonien grün en titib mtt Hilfe ihrer Brüder erhalten, „deren Liebe für ihr alles Vaterland jetzt auch noch so glühend ist wie ehemals". Diese jüdischen Siedlungen sollten einen durch alle Mächte Unterzeichneten N e u t r a l i t ä t spcitl erhalten. Diese Ideen liegen der 1*73 bis 1874 von Dnnant gegründeten „Societe internationale de Palestiue" zugrunde. Um -nun die Neutralisierung Palästinas unter Garantie der Großmächte zu. erlangen, unterbreitete die Gesellschaft den im August 1374 in Brüssel tagenden Kongreß der Mächte ein Memorandum, welches Dnnant versaßt hatte. Im nächsten Jahre gründete.Dnnant in London eine „Syrian and Läglestine Eolan-stt.'tt'N Soeiettz" mit Nichtsnden an der Spitze, deren Prog«amm es war. die Kolonisation Palästinas und der .Nachbarland«' „durch anständige Personen, insbefondere Inden", zu f&pbttu. Line Deputation dieser Gesellschaft erschien auch Wiener Morgrnzett'unn.__ beim türkischen Botschafter in London, welcher ihr erklärte, die türkische Regierung werde den neuen Einwanderern volle Sympathie entgegenbringen. Aber alle diese Projekte und Grün-dun gen Dunants führten nicht zum Erfolge, denn es fehlte der große Impuls, um dieses Werk tir die Wege zu leiten, und erst Herzl mußte kommen, und ben jüdischen Massen durch seinen Weckruf einen einheitlichen Willen geben. Ter Schtveizor Dunant erlebte noch den ersten Zionistenkongreß, den er mit eiitem warmen Schreiben begrüß'e. Die Realisierung seiner Pläne war Dnnant nicht beschieden, aber der Name des großen Philanthropen verdient es, auch unter den nichtjüdischen Vorkämpfern eines jüdischen Palästina an erster Stelle genannt zu werden. . NaP russischen Blättern wurde tfn Jänner dieses Jahres, ei ne Expedition in das Innere Tibets unter Leitung däs berühmten russischen Arehäologen Professors P. K. Kos low von der Sowjeiregierung ausgerüstet. Dieser Expedition ist es gelungen, auf eine Gruppe sehr alte r ch i n e s i s ch c r K a i s e r g r ä 6 c r zu stoßen. Die Ausgrabungen sind noch nicht beendet, aber das bisher aufgefundene Material hat -die kühnsten Erwartungen der russischen Forscher weit übertroffen. Hier handelt es sich um die Erschließung ganz neuer, in ihrer Art noch nie d age w c s e n c r a r ch ä o l o g i s ch e r Funde, die, wenn sie erst näher erforscht sind, von größtem kulturhistorischen Wert für die ganze zivilisierte Welt sein werden. Nur durch den Umstund. daß die Nachrichten aus Nußland so spärlich eint ressen, und daß die Sowjetregierung vorläufig das Ergebnis der noch nicht beendeten Ausgrabungen absichtlich zu verschlci-ern sucht, ist es zu erklären, daß in Euros» von diesen grandiosen -Funden brSher s-o gut wie nichts bekannt geworden ist. Die Svwjetregierung beabsichtigt, das aufgefundene Material, daß sich zurzeit teilweise rn V. rga befindet, nach Petersburg übcrzüführen, wo es zur genauen Erforschung einem Kollegium russischer Archäologen Vorgei egwerden soll. Bereits im F-eornar dies s Jahres stieß die Expedition in der Gegend von Noin-Ula auf einige sehr alte Gräber, in denen sich die Gebeine chinesischer Prinzen tin-d. wi.' man au nimmt, aud> einiger Kaiser befinden. Einige dieser Gräber sind von der Expedition bereits erschlossen worden, bei anderen finden die Ausgrabungen zurzeit statt, Unterdesten ist cs dem Mitarbeiter Professor Koslows. Kondratjew. gelungen, noch andere Kaisergräber iu derselben Gegend zu entdecken. Wie bisher fest steht, hat die Expedition außerordentliche kunst- ,historische Werte zutage befördert. In den Grabkammern befinden sich zahlreich-; Handarbeiten, wundervolle Stickereien, Menschen, Tiere und-Ornamente darstellend; besonders bemerkenswert sind ba n dg e malte Teppiche, viele einzelne Zöpfe'.in.zeidenen Turelären, sowie 'al.chinrsisch.-e Talismane. Wie schon erwähnt, sind besonders bemerleuö-w.rt die handgemalten Teppiche mit Darstellung von Elchen, Mammuts, f l i e g enden Luchsen sowie anderen sagenhaften Tieren. Gleichzeitig «wurden kostbare B r o n z e n, eine Unmenge f c r a m ischer M eister st ü ck e sowie die Gräber selbst ansgesunden. Von den aufge'undenen Kunstwerken erregt besonderes Interesse eine Holzschnitzerei, die einen Hirsch mit g.ldrnrn Hörnern darstellt. Für dar „fratae Amerika". Aus P aris wird berietet: Der Kapitän des Schisses „Mist wnsen" teilt in einem Funkentelegramm mit, -daß das Schiss van Seeräubern ans der Fahrt im Atlant is ch;n Ozean üversallen wuroe. Die Räuber haben die flau 5e Li körsendnun des Schiffes geraubt, die einen Wert von über einer Vierte l m i 11 i 0 n Dollar darstellt. Der Dampfer, der einer franM-schen Fischereigesellschast gehört, verließ am 7. Juni einen kanadischen Hafen mit her Bestimmung nach Bordeaux. Die „Mühlhausen" hatte 36.000 Kisten uiit verschiedenartigen Likören an Bord. Der Kapitän des Dampfers, Ferrero, hatte das Recht, unterwegs beliebige Mettgen von Likör zu dem Tageskurs, den das Schiff funken« telegra.pl,.-sch empfing, und auf Rechnung der an der Ladung hueunieuten französischen Häuser zu verkaufen. So verkaufte der Koiprtän am 20. Juni kill Kisten mit Spirituosen au den Kommandanten eines Segelschiffes, der „Pa'ara", der die Lieferung bar bezahlte- und n-me Bestellnngen in Aussicht stellte. Sechs Tage später begegnete die „Mühlhausen" abermals der „Patara", deren Kommandant an Bord der „Mühlhausen" kam. Nährend die -beiden Kapitäne in der Kabine verhandelten, sprangen plötzlich £0 bewajfnele Macrr-sen an Bor-d der „Mühlhausen" und steckien der überrumpelten Bem-airnun-g des Tiimpfers Pistolen unter die Nasen. Der 29 Mann starken 8)e- -satznug blieb nichts anderes übrig, als sich zu ergeben. Dis Lcn.-e wurden nun in den Frachtramn getrieben und ciiigesperr:, woraus die Piraten das Schiff systematisch zu plündern beiionu.ui. Gleichzeitig tauchten am Horizont fünf Segel-schlfse ans, die ihren Kurs arvs die „Blüh!Hansen" nahmen. Diese fünf Pirrilertsthiffe übernahmen mm die gesamte Likörladung der „Mühlhausen", eine Operation, die, auf hoher Se-e mehrere Tage dauerte. Sodann stachen die sechs Seeräuberschiffe in See. Der Wer: der geraubten Dpirit-uofeuladnug wird mit 50.000 Dollar bcztffert. " 57. s," -5 t,f Af f t-54^?Vve'-* Aus N e w - V 0 r k n°,‘ d uu crm 28. d, gemeldst: Der Do in pf.'r „Arabic" ist glücklich gelandet. Ein Pästagier und ein Heizer jind schwer, andere leicht verletzt. »9. August 1924 , .. ~ Sk. 1990;; Leipzig ohge Sttabeubahn. Aus Leipzig wird gemeldet: Die Straßenbahn^ angestellten sind wegen unerfüllter Lohnforderungen in den AuSstaud getreten. Der gesamte Straßenbahn, Verkehr Leipzigs ist stillgelegt.. Ueber die Erfolge der T h tl l e - E x p e d -i t i 0 n mel-d-e das „Berliner Tageblatt" aus Kopenhagen: Das Komitee -der fünften Thnle-Expodition nach dem arktischen Nordamerika, die im Sommer 1922 von Kopenhagen abgegange« war, hat ein Telegramm von dem Führer -der Expedition, Nasmusseu, erhalten. Darin wird mitgete-ilt, daß diH Expedition große Erfolge erzielte und das Bestehen eüner Verbindung zwischen Grönland und den mittleren und westlichen Eskimoländertt einwandfrei fest gestellt hat. Großes Material über alte Sagen und religiöse N e b e r l i e f e r u n g e n ist gesanrmelt worden, außerdem zahlreiche Waffen, Werkzeuge und Kleidungsstücke. Rasmussen stellt fest, daß die grönländische Sprache ohne Schwierigkeiten von der Ostküste bis zur Beringsstraße verstanden wird. Rasrnussen geden-kt im November zurückznkehren. Die dänische Kommission siir geologische und geographische Forschungen in Grönland hat einen Plan für eine neue Expedition entworfen. Wie verlautet, unterstützt der Innenminister den Vorschlag und wird ihn in >rr Hevbfttagnng dem Reichstag unt-evbreiten. Der Geologe Niels Nielsen ist nach ReikjavU zurückgekehrt. Er hat das Innere Islands erforscht und bereitet auf Grund seiner. Feststellungsn neue Karten de? Landes vor. Außerdem machte er verschiedene interessante oe 'logisch- Funde. . Die im.Schloßhotel Kobentzl bedi-eitstete Hermtne Plach ging Mittlvoch a'beitids den Weg, der vom Kobrnzl zur Jägerwiese führt, als plötzlich ein Mann aus dem Gebüsche sprang und von ihr mit vorgehaltenem Nevolper Geld verlangte. Hermin-e Mach Ivarf ihre Aktentasche weg, Irooixu»? der Mann bie Tasche anshob und in der Richtung gegen Giickverrng die Flucht ergriff. Die Tasche enthielt eine Brieftasche mit irem Betrage von 880.000 K. Am 16. d. war auf dem Kobei^l ein ähnlicher Raubanfall verübt worden, den nach der Perst'ttsbcschreibung derselbe Dätrr ansgesührt haben dürfte. SkldftmrrL des SchriftstrSer, Robert Möller. Der Schriftsteller Robert Müller schoß sich Mittwoch vormittags m der Freuidelrau eine Rovollvenkügel in die Brust und starb kurze Zeit nach'seiner Ue'berführung ms Spital. Müller war in jungen Jahren in Amerika, wo er auch als Journalist tätig war. In Wien war er zelt-weise Redakteur verschiedener Blätter. Er gründetehier schließlich gemeinsam mit seinem Bruder die ,P i t e r -a r i a", wo er als B.'rlagsdrrektor tätig war. Zuletzt errichtete er den ^Atlantischen Verla g". Er hat auch einige Romane gefchrietben. Müller, der im 37. Lebensfahre stand, hinterläßt eine Frau rmd zwei Kinder, lieber die Motive seines Selbstmordes ist nichts bekannt. Sie Gsmeiiibe Wien und der,gls»"- S!m>öaL Vom Rechtsvertreter der ,F>lijo"-Ges«Hchaft erhalten wir folgende Zuschrift: „Unter Bezugnahme aus Ihre unter der Rubrik: „Die Gent einde Wien und der „O>lso"-tSlan>dal" in Ihrer Nummer 1987 vom 28. August l. I. gebrachten Mitteilungeit ersuche ich Sie im Sinne unserer t-elephonischen Rücksprache höiflichst, zur Kenittnis nehmen zu wollen, daß -diese Mitteilungen nicht den Tatsachen entsprechen, daß die Gememde Wien der „Olso" kein Geld zur Versügung gestellt hat, demnach keine Verluste erleiden kann, und der Vertrag, den die „Olso" mit der Gemeinde Wien hat, nach wie vor aufrecht bestckht. Es trifft auch nicht zu, daß die Gaskafsiere der Gemeinde Wien Agenten der „Olso" sind, vielmehr ist es den Gaskafsieren der Gemeind? Wien verboten, Aufträge für die „Olso" entgeg-etMnc'huteu. Die Gasßassiere haben lediglich das Ittf-asso zu besorgen. Dia Gemeinde Wien hat durch die Verbindung mit der „Oüso", die akquisitorisch viel leistet, einen erheblichen Zuwachs von Gaskonsumenten erhalten und daher ans dieser Verbindung sicherlich n>tr Vorteile gewonnen. Ich bitte Sie, diese Mitiei-lnngen nicht als förmliche Berichtiglnn-g aufzusassen. Ich wäre Ihnen vielnrehr sehr verb-nnden, wenn Sie dieselben unter Bernsnug aus d'e ,tttznen erteilten A-nftlärun-gen selbst brin-gett würden." Ar 'Neuerung der Ler>e»rmMk. Die während der letzten Tage auf den Vieh- und Fleisch» Märkten zum Bovsche-in gelangten Preisexzesse kommen iricht zum Stillstand. In der Großmarkthalle, die gestern zwar relativ günstige Jleischimporte auswies — mittels Bahn sind 21 Waggons im Gewichte von 120 Tomten eingelangt —, s!»d -im Eiitklangc mit den höheren Gestehnngskosten die. Preise sämtlicher Fleischsorten neuerlich merklich gestiegen. Die Preiserhöhungen machten sich hauptsächlich im Großhandel — stellenweise vis zu 4000 K. pro Kilogranint -- fühlbar. Int Detailverkehr kommen die Auswirkungen erst Samstag zunc Ausdruck. — Auf dem Nasch markt waren zwar die Genlüseznfnhren etwas schwächer, langten aber für den Bedarf airs. Für Kohl, Kohlrüben und Spinat war die Nachfrage besonders leibhaft, so daß die Preise mäßig a n g e z 0 g e n haben. Mit Kartoffeln sind die 'Märkte überfüllt. Der Ob st markt wies einen Ausfall in der Zwetschkenzusnhr ans, die Preise haben sich dafür um 600 K. pro Kilogramm verteuert. Eier wurden stellenweise um 50 K. pro Stück billiger seilgeboten, bis zu 1900 K. pro Stück.

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