Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1987 (26.8.1924)
- Date
- 1924-08-26
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 1987 Wien, Dienstny Wiener Margenzeitrmg. 26. August 1924 Tsite & WjLN, 26. August. * Todesfall. Sonntag ist hier nach Lu-Mm Leiden Rodaksem Max Röder von der „Prager Presst" gestöcken. Das Leichenib>vgän>gnis findet heute unr hälib 10 Uhr vor!mitlt«a>gs am ZmtrckffriMos, (dMes Tor), statt. * Tödlicher Autonnfall des Großindustriellen Kub'msky. Aus Pwg wind uns gemeldet: Der Prager Großintduistrielle Ludwig K-uhlinskY ist Mtern nachmMaigs her einem Autormfall in der Gegend von Mmburg tödlach verunglückt. * Die Lebensmüden. Der 22jähvi,ge ZcchntechnÄer Hermann H. versuchte sich am 24. d. durch Einatmen von Leuchtgas M vergiften. Er wurde in das Spital gebracht. — Die 18jährige Hilifsackeiterin Paula S. trank Lysol und wurde ins R'udÄfsipitail gebracht. — Die 18jähri>ge.Hlcvusgchilfin Antonie K. hat sich aus einem Revolver eine Kugel durch b.tie> Büust geijaigt. Sie wurde in schwerverletztem Zustande auf die Unfallstation gebracht. * Ei» Selbstmordversuch und se-ine Folge. Gestem nachmittags hat sich in sellbistmördevilscher Msicht dev Private Berchold E. aus seiner im ersten Stock gelegenen Wohnung auf die Straße gestürmt. Im Stur-e M er aus den gerade die Stelle passierenden Walsermeistor Riudolif Tutel und traf ihn am Kopse. Beide erlitten Verletzungen und wurden ins Spital gchracht. * Vom Auto erfaßt. In der Lassallestraße wurde gestern die Bedionerin Marie L a d i s l a Y beim U-ckechetzen der Fahrbahn von einem Auto erfaßt und verletzt. * Verhaftung einer betriigerischen Bankbeamtin. Die Njährige BaMmmtin Anna Kerhaus aus Württemberg, di« nach UuteÄschlaguug von 8000 Ren'tenmark bei der Filiale Pass au der Bayerischen VerMJbank fluchtete, wurde am 23. d. hier verhaftet. * Zehn fremde Pelze verpfändet. Aus Bmidapest wird uns geureldot: Gegen den Juhalber der hiesigen KleÄersi>rma I. R othbewiger-Färber wurde die Anzeige erstattet, daß er zehn PÄze für 160 Milbionen Kronen verpfändet Hube, die gar nicht fein Eigentum waren. Der Untersuchungsrichter hat, da Färber aus Budapest verschwunden ist und sich anigeib'lich in Wien amMlt, über sein VormÄgen die Sperre vechängt und gegen ihn einen HaPbeifehl erlassen. * Der Wachebeamte mit dem verschluckten Gebiß. In der letzten Sitzung der laryngologifch-chmologischen Gesellschaft in Wien wurde über einen merkwürdigen Fall berichtet. Ein Wachebeamier ha-tte fein ganzes Geibiß verschluckt und schweb:« in großer Leiberrsgafahr. Der Patient wurde zur Operation gebracht und mit Hrl'fe des Oesophaguskops gelang es. das Gebiß aus dem Schlunde zu entfernen. * Professor Dr. Grobben. Wie wir erfahren, wird auch der Zoolo-tze Professor Dr. Karl Grobben, der nun das 70. Lebenswahr erreicht hat, ein Ehrenjahr Absolvieren. * Neuerwerbungen für die städtische» Sammlungen der Stützt Men. Wie wir erfahren, beaiösichtigt die Gemeinde Men zur Ergänzung des Archivs dev StM Wien die Bibliothekk des verstorbenen Hofmts L a m p l vom Staatsarchiv anzNkaufen. Die Benhandlungen mit der Witwe des Verstorbenen stehen günstig. Es handelt sich hauptsächlich um Wevke historischen Inhalts, Paläographien uuld UÄundenlsammlunMN. Wsiters soll sowohl'dem McheNm der Stadt Wien in der allernächsten Zeit ein Betrag von ungefähr je 100 Millionen Kronen für Neuanschaffungen,$ux VechÜWnig gestellt werden. Die ÄiMothek hat in der letzten Zeit wertvolle Handschvistett von Ne stroy („Der Schützling", „Berloibungsifest", ,^Jm Feeurerch" „Die gütige Frau" „Nur keck", MnsUautographien und Zeitschriften erworben. Das Museum wurde um verjschieldene Gemälde beräichwt. * Die Justlmdhaltungskredrte für Mener Kleinwohnungshäuser. Die Gemeinde hat ihre Einlage für den Fonds, den sie gemeinsam mit den DozpalvcksichernngAinstituten zur Gewähmng von Instanldhaltunlgslrediten von MMNwohwmgLhäustrn errichtet hat, im Betrage von 20 Milliarden um weitere 10 Milliarden erhöht. * El» christlicher Kiinstler für arme jüdische Kinder. Der üerlühmte Amatenr-MügellhorMnstler Prof. Dr. Max Sostaric, Äandesschulinispektor a. D., .der seine Kunst be- . kan-nÄch ausschliießlich in iden Dienst der bildenden Menschheit, ohne Unterschied von Religiion, Nation oder Partei, stellt, Wird demnächst zugunsten armer jüdischer Kinder am FlügelhornEongert geben. Bisher hat Prof. Dr. Sostaric über 600 Millionen für WohMiWeitszwecke aufgebracht, nicht zuletzt miit, Unterstützung der Wiener Iudenschäst, die an seinen Bemühungen zugunsten des Spitals der Barrnherlzigen Brüder tätigen Anteil getrommen hat. Es ist niMuchmen, daß auch diese Aktion des unÄgonNützigen .Künstlers des Interesses der Wiener Bevölkerung gewiß sein darf und den gewohnten, großen Erifolg halben wird. * Artistenpriifung. Die nächste öfstnMche Prüfung von Mtglickweckb-eM der Jnternatiouailen Artistenorganffation findet Donnerstag den 28. d. um 3 Uhr nachmittags im Olympialsaal des- Etäbliffement ,/LeoPMi- WiLsenthül", 1. Bez, Rotgasse 9, Mt. Der Eintritt ist jedermann zugänglich. * Ein Gebetbuch für Mische Blinde. Ein in Braille gedrucktes Gebetbuch für jüdische Blinde wird in diesen Tagen erscheinen. Das Matevial wurde nach Weisungen der Frau Jochua Piza aus New-Bork zusammervgestellt; der Natiowalrat der jüdischen Frauen hat sich um die Herausgabe bemüht. * Der neue Rabbiner Bremens. Als Nachfolger des verstorbenen Rabbiners Dr. Rosenak wucke Herr Rabbiner Dr. Aber aus» Salzburg zum Ratblbiuer von Bremen gewählt. * Neue Briefmarken in Palästina. Kurz nach Einmarsch der Engländer in Palästina wurden im Postverkkehr die britischen Bvielfmavken von Sudan mit schwarzem, kleinen U eberdruck „Palestine" in englischen, arabischen und hckräischen Lettern eingeführt. Seit drei Jahren schon will die pMstinensische Regierung neue Brichnmvken einsiihren, doch machten die chaiuviuiftifchen Araber wagen Größe und Placierung der Anschriften Eifersüchteleien und Schwierigkeiten, so daß bereits drei Probeabdrüüe zurückgewiesen wurden. Dieselben Eifersüchteleien wegen Text und Zeichnung zwischen Juden, und Arabern verzögern die Einführung der neuen palästinensischen Valuta. Nun sind die neuen Briefmarken endlich fertiggestellt und kommen schon in den nächsten Wochen in Verkehr. Sie zeigen in einer roten, grünen, orangsgelben, blauen und Violetten, in maurischem Stile gehaltenen Umrahmung auf weißem Felde die Aobildungen der Omar-Moiichee, des David- Tirrmes. des Absalon-Denkmales, des Grabes Rahel, der ZionAburg in feiner schwarzer Mmli>aturzeichn!ung. Die Aufschrift „Palestine Post" ist öben in der Mitte englisch,^ rechts arabisch» links hebräisch, die Wertangabe der Marken in derse^'Reiheusolge im unteren Felde. (V. V. O.1 Mteilungen am dem PuMum. Beachten Sie den Unterschied zwischen Ledersohlen und P A L M &- SCs&utschuksohten und »Absälsen. Längere Tragdauer und grössere Haltbarkeit der Schuhe, elastischer, angenehmer Gang lind Billigkeit sind die Verzüge gegenüber Lederschien! 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Der „Bubenkops" ver, bietet das Tvagen großer Hüte und die kleinen Phantasieformen verzichten zumeist auf Blumenschmuck und Aufputz. Das ehemalige HauiPtMotzgübiet Amerika nimmt kaum noch etwas auf, eibewsowonig England. * Liebe Par distance. In der Men Synagoge von Sheffield'fand die Trauung eines Kaufmannes ans Buffalo 'mit einem Mädchen aus Sheffield statt. Das Paar lernte sich zufällig auf brieflichem Wege kennen, es wurden bald die Photographien ausgetauscht und es entstand eine Liebe, die fast drei Jahre dauerte, obwohl die Liwenden mehr als dreitausend Meilen von einander entfernt waren und einander nie gesehen hatten. Vor drei Monaten kam schließlich der Heiratsantrag aus Amerika, der gleichsalls brieflich angenommen wurde. Da die strengen Euiwandernngsgefetze der Vereinigten Staaten der Braut die Reise nach Amerika unmöglich machten, kam der Bräutigam nach England und bereits nach vierzehn Tagen fand die Hochzeit statt.' * Auch ein Pantoffelheld. Daß es in Italien unter Umständen gefährlicher ist, Pantoffelheld zn sein, als hei uns, lehrt folgende kleine Geschichte. Dieser Tage stürzte in Varefe eine Frau in heller Verzweiflung aufs PMzeibureau und gestand schluchzend, siglaube soeben ihren Gatten ermordetzu haben. Es habe sich zwischen ihr und ihrem Manne — wie das bekanntlich ja in den besten Familien Vorkommen soll — ein kleiner Ehezwist entspannen, in dessen Verlauf sie nach ihrem Hcruspantöffelchen, welches in Italien mit einem harten Holzzoccole identisch ist, gegriffen und ihn ihrem Eheliebsten cm den Kopf geworfen habe. Darauf sei der also Gezüchtigte mit einer blutenden Wunde am Kopf bewußtlos zufammengeibrochen. Die Polizei schickte sofort ihre Agenten und einen Arzt in die betreffend^ Wohnung, die aber leer vorgefunden wurde. Der „Ermordete" hatte sich nämlich bald wieder von seiner Maßregelung erholt und war ansgegangen, um feine Fra» zu suchen. Schließlich gab es ans dem Polizeibureau eine rührende Versöhnungsfzene. wobei Rosa De Paoli, wie die temper-amentvoll-e Schöne hieß, sich vorgenommen haben mag, in Zukunft mit ihren Zoccoli etwas vorsichtiger umzugehen. * Uebertrnmpfte Großmut. Ludwig Devrients Kreide war bei seinem Weinwirt, dem alten Lutter, gar mächtig angewachsen, und dom geduldigen Wirt mochte beim Zusammenzählen der Ziffern doch ein wenig bang mns Herz werden. Cr wagte eine darauf bezügliche leise Andeutung. Der leicht reizbare Mime brach die Zelte ab und schlug sie auf der gegenüberliegenden Seite des Gendarmenmarktes bei Rehmel auf, wo er selbstberständlich mit offenen Armen ausgenommen wurde. Der alte Lutter bekam die Folgen dieses Auszuges sehr ^acyausoruwe oes muuozunres yerausgegevetr yuu-e, u>uuei »ui* die Bekanntschaft mit der „Funvzucht" anstatt der Funkdisziplin und dem „Funkfreund" anstatt des Radioamateurs machten, wird dds Funkwörterbuch nunmehr in einer neuen Verordnung noch weiter ausgestaltet. Es heißt nicht mehr „Dachantenne", sondern „Dach-Luftleiter" nicht mehr „Hochantenne", sondern „Hoch-Luftleiter" nicht mehr „Zimmerantenne", sondern „Zimmer-Luftleiter". * In Orendis Teppisch-Restenhalle finden Sie Hunderte Läuferreste spottbillig. FleifchmaM 1. (Entgeltlich.) Vereine, Bortriige und Versammlungen. Zionistische Jugendgruppe Leopold» st a d t. Heulte um halib 8 Uhr albends Plenarversammlung 4m La-ndestomiiee, 2. Bez., Daiborstraße 20 a. Um 8 Uhr Vortrug Karl Glaser ü-br „Mia und Hachschara". Gäste willkommen. Nach 8 Uhr kein Einlaß. Z>i oniift ische M i t t elf chüle rve re in i,gu n g. Die in Wien anwesenden Mitglieder werlden ersucht, heute Dienstag um HM 8 Uhr zuverlässig und pünktlich im Landeskomitee, 2. Be;., Däborstraße 20a, zu erscheinen. Utatriia. Heute: 5 Uhr (Großer Saal): „Eine Fuchsjagd aus Skiern durchs Engaidm. HM 8 Uhr (Großer Ca-Nl): Die Besteigung des Monnt Everest. HM 8 Uhr .(Keiner Saal): Oberkammissär Johann Pitfchmann: Faltbootfahrten auf dien österreichischen Flüssen und Seen. Halb 8 Uhr (Kurslsaal): MinisteriiMat Ing. G. A. Witt: Int Salzberawerk und in der Sudhütte. Austritte an» dem gudentüm. Weiß Hugo, geb. 31. Mai 1895, Veröcze, Schriftstellei, 20. Bez.. Grinzinger Allee, Baracke 32. Stein Martin, geb 81. August 1874, Wien, Angestellter. 19. Bez.. Döblinger Hauptstraße 14. Süß Eduard, geb. 29. Jänner 1839, Wie», Angestellter, 13. Bez., MitiSgasse 34. Weis Weiler Eduard, geb 5. Juni 1874, Wien, Angestellter, 3. Bez., Salesianergasse 3 S a ch s e l Robert, geb. 10. November 1892, Wien, Angestellter 12. Bez., Natschkygasie 12. Fischer Josef, geb. 18. September 1883, Stanislau, 2. Ber., Engerthstraße 206. Werner Berthold Leo, Dr., geb. 22. Jänner 1898, Wien, 2. Bez>, Unter« Augartenstraße 32. Löffler Josefine geb. L ö w v, geb. 4. Jänner 1879, Jistebnitz, 7. Bez., Neubaugasse 82. Grab Erwine, geb. 5. September 1885, Prag, Musiklehrerin. 7. Bez., Neubangasie 53. R o s e n t b a l Ella aeb. L ö w v, geb. 26. März 1884, Regensburg, Private. 18. Bez., Gentzgaffe 127. R o s e n t h a l Erich, Dr., geb. 18. Marz 1886, Berlin. Beamter, 18. Bez., Gentzgaffe 127. Kurz Josef, geb. 7. Marz 1874, Sasfin,, Buchbinder, 18. Bez., Bastiengaffe 77. Günsberg Baruch geb. 22. Dezember 1889. Zuranow, Fleischhauer. 10. Bez., Favoritenstraße 177. Frank Paul, geb. 14. April 1885, Wien, Schriftsteller, 1. Bez., Johannesgasse 16. Engel Helene geb. Stöger, geb. 29. Juli 1900, 2. Bez., Weintraubengaffe 11. E i n h o r n Hans, geb. 9. Jänner 1896, Wien, 2. Bez.. Praterstraße 66. Schnee bäum Sabine, geb. 2. März 1901, 3. Bez., Khungasse 15. Nosenthal Max, geb. 2. Juli 1895, Opoczno,' Reisender, 4. Bez., Rittergasse 6. Skamperl Karl, geb. 11. Juni 1893, Wien, 3. Bez., Metternichgasse 2. Ehgartnev Rosa geb. E h r e n f r e u n d, geb. 22. Februar 1888, Gewitsch, Oberstengattin, 18. Bez.. Semperstraße 32. T a u s s i g Richard, geb. 12. Dezember 1870, Hlinsko, Fabrikant, 6. Bez., Loquai-Platz 12. F a n t a Rudolf, geb. 28. April 1899, Ruppersdorf, Angestellter, 10. Bez., Untere Südbahnstraße 1. B a ch n e r ^Nachmiel David, geb. 12. Mai 1863, Warschau, 5. Bez., Strobachgasse 9. Löffler Josef, geh. 9. Juli 1859, Budapest, Schriftsetzer, 10. Bez., Dampfgaffe 8, I e l l e tz Pauline geb. Großmann, geb. 13. April 3892. Wien, Architektensgattin, 6. Bez^ Loquai-Platz 13. W a n g Er lud also seinen „besten Freund Ludwig" in einem überaus höflichen Schreiben zu einem Besuch in seinem „Privatkontor" — nebenbei bemerkt einem Bretterverschlag an der Eingangstür — zn einer für ihn, Devrient, wichtigen Unterredung ein. Der. Aufgeforderte erschien denn auch pünktlich. Der alte Lutter beglückwünschte ihn zu seinem Geburtstag und überreickte ihm mit feierlicher Miene ein offenes Schreiben, das er rhn sofort ^u lesen ersuchte. Darin war als Geburtstagsgeschenk der Erlaß der halben Schuldsumme enthalten. Devrient hatte das Schreiben kaum überflogen, da entfuhren dem Gehege seiner Zähne die geflügelten Worte: „Ich lasse mich von deiner Großmut nicht überbieten und streiche die andere Hälfte!" Und unter schallendem Gelächter reichten sie einander versöhnt die Hände. . . * Zahnschmerzen und Musik. Zahnschmerzen können durch Musik ausgelöst werden. Billroth hörte einmal eine Sängerin einen sehr falschen Ton singen. Er empfand dabei plötzlich heftigen Zahnschmerz, der von da an in demselben Zahn weiter anhielt. Eine Untersuchung ergab, daß eben dieser Zahn, der vor dem Konzert keinerlei Beschwerde gemacht hatte, kariös war. Vom Ohr können aber auch in gesunden Zähnen Schmerzen ausaelöst werden, z. B. durch Arittelohre-ntzündungen. Umgekehrt treten bei kranken Zähnen, besonders bet solchen im Unterkiefer, Schmerzen im Ohr der betreffenden Seite ans, welche die Patienten dann irrtümlich -uerst zum Ohreiiarzte sührem Wien, Architenensgamn, v. xoez., Loqum--pw>r **> u *» m Margarete, geb. 23. August 1899, Wien, 6. Bez., Spörlinggasse .4. Lehr Edith, geb. 28. August 1902, Wien, 12. Bez., Rothen» mühlgasse 4. Bob enzkh Felix, geb. 10. Marz 1904, Wien, 2. Bez., Stuwerstraße 38. F i ch t e n b a u m Leopöldine, geb. 23. September 1899, Friseurin, 7. Bez., Zieglergaffe 94. M e n d e Hans Aurel, geb. 24. Jänner 1883, Budapest, Prokurist, 18. Bez., Hockegaffe 93. Apfel Julius, geb. 24. März 1884, Wi'en, Wildhag 25 bei Zell. Deutsch Margarete, geb. 28. Mai 1898, Wien, Beamtin, 18. Bez.. Gersthoferstraße 10. S ch n a u h e l t Elsa geb. Nobinsohn, geb. 27. Mai 1896, Stanislau, 18. Bez., Ednmnd-Weiß-Gasse 7. Kohnberger Edmund, Dr., Kaufmann, 1. Bez., Mahlerstraße 9. Schlesinger Josef, geb. 1. März 1881, Czudec, 2. Bez., Pazmanitengaffe 21. Lieber mann Siepvard, Dr., geb. 19. Mai 1893, Putilla, Bankbeamter, 7. Bez, Ochottenfeldgasse 71. Scharf Manfted, geb. 4. Februar 1904, Lancut, Student, 7. Bez., Neustiftgaffe 107. Schmidt Jakob, Dr., geb. 1. September 1889, München, 3. Bez., Hauptstraße 107. Bühne und Kunst. „Vinzenz nnd die Frenndi« bedeutender Männer." (Deutsches Volkstheater. ) Der Autor dieses Stückes hat ein Antlitz. Die meisten anderen Bühnenschriftsteller, wie der erfolgreiche Hans Müller, haben keines, andere tviederum, wie der betriebsame Franz Werfel, haben mehrere. Robert Musil aber hat sein eigenes. Diese Groteske geht nicht leicht ins Ohr. Die amerikanischjüdische Bühne, die jüngst in Wien gastierte, hat daheim eine nachahmenswerte Neuerung eingeführt. An Sonntag-Vormittagen werden neue Stücke bei freiem Eintritt vorgelesen und erläutert. Auch das Publikum des Deutschen Volkstheaters, das aus Unverstand und Selbstüberhebung bei der Premiere krawallierte, würde eine solche Schulung sehr wohl vertragen. Mit souveräner Beherrschung der Materie wird eine Gesellschaft hergenommen, in der Scheinbildung Trumpf ist und alles zulässig, was sich in angenehme Worte kleiden läßt. „Schurke, kann so zärtlich klingen, als hätte man Putzi gesagt", doziert einer und stellt des weiteren fest: „Man kann nichtzusammengehörige Stücke so zusammenfügen, bloß mit Worten, daß es kein Mensch merkt..." Frau Alpha, die einst Kathi hieß, hat eine Zahl „bedeutender Männer" aus Politik, Kunst und Wissenschaft um sich versammelt und gängelt ihre Aushälter, indem sie jedem einzeln erklärt: Sie machen es falsch. Jedem redet sie ein, das; ihn seine Tätigkeit nnd seine Erfolge nicht befriedigen, j Sie schmeichelt jedem nnd imponiert ihm zugleich durch ihre Ueberlegenheit". Denn alle diese großen Männer aus der i