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Wiener Morgenzeitung · 1924-08-24 · Heft 1985 (24.8.1924) · p. Seite 11

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1985 (24.8.1924)
Date
1924-08-24
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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M. MSS "" —" M», Vonnlü« ”^'r' ' . ■ ■ - IWI'I" II l'W If' IM**»".' 4 , ( — -y :* machen. In den UeVerwert haben sich einzelne geteilt. Das wenigstens scheint das Resultat der wirtschaftspolizeilichen Untersuchung tzrnd' die Ursache dafür zu sein, daß der ganze Alt der -Staatsanwaltschaft abgetreten wurde, damit diese eine gründlichere Unter- ' Hrchung anstelle, Bei beiden Unternehmungen stellte sich als Resultat tzyr Parteiwirtschaft die vollkommene Auspowerung der - Unternebnnwgen heraus. Hier und dort sind d'ie RohrttateriyÜen mit der Zeit entweder verbraucht oder der- , schleudert worden, hier und dort wird wieder versucht, sich an die Privatwirtschaft an^ubiedern. Bei den Arsenalwerken wußte die Hilfe emer Wiener Bank angerufen werden ünd auch' bei den Wöllersdorfer Werken wird versucht, wenigstens die Tochterunternehmungen dadurch zu retten, daß man einzelne Großbanken mit ihrer Kreditierung betraut. So endet die sowohl von den Christlichsozialen als auch von den.Sozialdemokraten seinerzeit mit so großen Worten 'angekündigte Sozialisierung dieser Unternehmungen. Es ist ein Zusammenbruch dieser Idee, wie er selten seinesgleichen hat. Es war aber auch nicht anders zu erwarten, wenn Unternehmungen, die einmab dem Staate nahestanden, jetzt Parteien überantwortet Werder:, die sich mehr vom parteipolitischen als wirtschaftspolitischen Grundsätzen leiten lassen., Da kann nichts anderes herauskommen, als' der Zusammenbruch. Dies ist in den Fällen Wollersdorf und Arseyal klar erwiesen worden. Marr könnte eine Unmasse anderer Unternehmungen nennen, die allmählich dem Staate entwunden wurden und ihr Heil beim Privatkapital suchen mußten. Man. denke nur an die Austauschstelle für Stadt und Land, in der ursprünglich Christlichsoziale und Sozialdemokraten friedlich beieinander saßen und die jetzt ein rein privates Unternehmen einer Wiener Bank geworden ist. Nicht anders ist es bei dem Bankunternehmen, welches von Staats wegen dazu geschaffen wurde, um ausländische Kredite nach Oesterreich zu bringen. Daraus ist ein Unternehmen geworden, daß nur den privaten Profit im Auge hat. Diese Gründung wenigstens konnte sich vor dem Zusammenbruch dadurch retten, daß sie noch rechtzeitig der Privatwirtschaft überantwortet wurde. Die anderen Gründungen sind ebenso wie Arsenal und Wollersdorf dem Untergang geweiht. Die Fehler, die durch den Mangel an Wirtschaftskenntnis und durch Unkenntnis der Geschäftsführung begangen wurden, sind so groß, daß eine Sanierung sich unmöglich wird bewerkstüligen lassen. Auch bei privaten Unternehmungen kommt es zu Zusammenbrüchen. Das Betrübliche aber bei den parteipolitischen Gründungen besteht darin, daß aus Zusammenbrüchen nicht die richtige Konsequenz gezogen Wird. Mit Schlagworten werden die Masten abgespeist, das Wort Gememwirtschaft wird in dre Menge geworfen, ohne daß wirklich dahinter em fest ausgebautes Wirtschaftsprogramm steht. Ern Experiment löst das andere ab, es fehlt jede Erfahrung. Man läßt sich von Dogmen Men, ohne die wirtschaftliche Praxis in Rücksicht zu ziehen. Das Resultat davon sind Unternehmungen, die sogar noch viel ärger aussehen» als die vielgelästerten Unternehmungen Rußlands, die ebenfalls zum größten Teil zusammengebrochen sind, weil sie sich auf Dogmen und nicht auf die realen Lebens- Verhältnisse stützen. Wenn nur Parteipolitik allein das Interesse eines Wirtschaftsunternehmens ausmacht, dann kann es nicht florieren, dann muß es zusammenbrechen. Arsenal und Wollersdorf sind lebendige Bewege dafür. V_. < t. ■' : Angls-Auftrian Bank Limited. " ffite am 29d. statHnidenden GMMMrsammlung der UM«Mustwan Bank ßfotuHtefo wird few Dkbantz und ein Gewinn- und MMPkonw vorgMgl werden, das mit einem Gewinn von 105.663 Wund 8 Schilling 10 Pen« . Mvcht. Der GienmMie^amMAuig wird vorgeschAgcn, lden nach ZM-Mg «eidurr sechSprozeutigen Dividende aus BovzugSccktien üibvig Wieibenlden Betrag von 81.668 Pfund Sterling 3 Schilling 1V Penoe auf mm Rechnung vorzuiragen, um die Rssierven der Bank, inssbeisonde-re angelsichtS des enorm augewachsmmr. Gpelienvtats, dessen Reduktion im Laufenden Jchw ielnvo^g irisch in Angriff genommen wurde, zu sttwven. > MtgMich.) h. ~ Der gestrige PMatverkchr war MchoStze ' der >fve,undlicheren Mkfeungen über «ine Glttspcmnung der politischen Situation in Berlin von Mer besseren Haltung getragen. Die lUmisätze lbMsgten sich jedoch^ eng bsgvemzt, da sich >die!Spekukation wegen der PolvnM des ReiichSlbanchrDdenten Doktor Riet sch gsgen den GeMraWommiffär Dr. Zimmerm-a n jriÄ'rtigcherckstd ResE auftrlieOe. Lediglich in SstiMwichischen Kredit und Smrm-ßMen kamen einige Abschlüsse p geibesserten Kursen pstaude.! ' Oestierveichische PoNStzcmk Heimat. Mber Ansuchen der VoGamdsmiWedeu d«v Oesterrtzilchischen BoUAbauk Heimat ist die AuSMchsWsaHlMg aus den 1. AePteinBer, 10 Wr vor-.' ^Mttags, Mstzchoden worden iuw findet ferösewe im W'men VeoswigevuniMlal de§ HaMlSgerichW in Wen' statt. ' Ser zuMitzte Msfub, ^>1 Von Dr. Heinrich Schreiber. " Die Erhöhung des / Zinsfußes, tvelche .die verflossene ' Woche der ösberroichlschen Wirtschaft beschert hat, ist ein bedeutungsvolles währ ungs- und wirtschaftspolitisches Ereignis. In Sätzen von 3 zu 3 Prozent sind in ( wenigen Wochen die Abstände des Pegels in die Höhe ge; i prangen, an welchem daS Ausmaß der Bankrate markiert und abgelesen wird. Mchdmn. erst zu Anfang des Moarats Juni , die Rate von 9 auf 12 Prozent erhöht wuvfe'e, hat nunmehr der Genevalrat der NatioualbaE in seiner, letzten Anguistsitzung beichlossen, den Diskant'van 12 auf 16 Prozent hinaufzusetzen; er hat dies nicht vorschnell und hat es erst nach besonders reiflicher Beratung getan. Und unter allen Umständen kann dieser Verfügung die Tatsache pgebilligt werden, daß das Uebor- Vaschungsmonient gefohlt hat, daß die Öffentlichkeit auf diese Maßnahmen wohl vorbereitet war und daß schließlich schon vordem und mit dem Beschlüsse selbst die Gründe, welche ihn rechtfertigen, mit aller Eindringlichkeit und Schärfe horausgemaißelt wurden. Es versteht sich von selbst, daß die rasch aufeinanderfolgende Steigerung des Zinsfußes dem Geldmarkt uitib demzufolge dem Kreditbedarf von Industrie ruck Handel und Wandel 'eine neue Last auswälzt, an der sie schwer zu tragen haben. Alldem zwischen den Zeilen der Verlautbarung war jedoch herauszulesen, daß die Zinsschraube nicht so sehr in Bewegung gesetzt wurde, um. dem. eigenen Triebe, als vielmehr der Not und dem Zwqnge von Bechältnissen zu folgen, die unüberivindlich sind, well auf sie ein Uebermaß von Verantwortlichkeit wuchtet. Nicht so sehr die Abbröckelung'oder gar der Schwund.des Barschatzes ist das Leitmotiv für die Erhöhung des Zinsfußes, weil zugegebenermaßen sich immer wieder neue Zuflüsse öffnen, die dieses Reservoir füllen. Mehr Grnnd für die Verteuerung des Geldes liegt in der unve.chältnismäßigen Aufblähung des Eskompteportefeuilles, weil hier sich unter den Wirkungen der Börsen- und Wirtschaftskrise Ansprüche angehäuft haben, wie sie sonst zu diesem Kalendertermin nicht Mich sind. Der Jahreszeit nach sollte ein niedriger Stand des Eskomptegeschäftes registriert werden, sein Boden eher anstrocknen mtfe einsickern, während in, Wirklichkeit eine Uckberflutung eingetreten ist, welche den Rand überläuft. Deshalb, ist es schon eher angebracht, durch die Hinaufschraubung des Zinsstlßes eine Entlastung herbeizuführen. Indessen auch dies hat nicht den Ausschlag gegeben^denn das Communique selbst legt den Nachdruck darauf, daß es' insbesonders gilt, die maßg^beichen Fmanzkreise des Auslandes p beruhigen, daß die Bankpoiltik die energische Betonung ihrer Währungsaufgaben nicht vernachlässigt. Das also ist des Pudels Kern. Das WirtfchaftMben muß das Opfer teuren Geldes auf sich nchmen, weil das ausländische Kapital es so verlangt, weil es zur Befestigung des Vertrauens notwendig ist, daß der Zinsfuß kräftiger ausschreitet. Natürlich ist auch der Wektenmarkt, der gereifee sich anschickte, eine bessere Gesichtsfarbe ausguftecken, unter; feem EiBruck der Zinssteigerung jäh eMaßt und es bangt Hm. offenbar um die Erhaltung der mühsam erlangten Auffrischung.. Indessen erlangt doch die Einsicht die Oberhand, daß es sich um einen Akt öunlpolitischer, Vorsicht und Klugheit handelt, um dem Ausland zu beweisen, daß die Nationalbank, die unter den Augen und der Patronanz fees internationalen Kapitals ins Leben getreten ist, nicht anshört, die Wertlbeständigkeit ihrer Währung uw jeden Preis zu hüten. > Stcht doch dem Direktorium der Nation^bank der Berater des, Völkerbundes zur Seite, der natürlich an feenl Generalkommissär seine Anlehnung findet und, da bei diesem Sachwalter des Sanierungsk-apitals die Ansicht überwiegt, daß die jetzige Finanzlage eine Erhöhung des Zinsfußes erfordert, so konnte und durste sich die Nationalbank diüses Ratschlages nicht entschlagen, „ sie mußte wohl oder übel in den sauren Apfel beißen, um die Sanierung des Vertrauens nicht einer schwierigen Belastungsprobe auszuliefern. Mag es auch über das Ziel geschossen sein, tvonn etwa angenommen wird, daß es sich um ein Diktat, um ein sic volo, sic inbeo handelt, bei dein der rauhe Wille die Ueberlegung hintertreibt, so kann es doch als richtig und gMg ausgesprochen tverden, daß eine gewisse douce violence angewendet wird, ein sanfter Druck, der die Währungsbank gefügig machte, dem sie nicht widerstehen konnte und der sie daher erliegen mußte.. Es stehen uns gerade die großen finanzpolitischen Tage bevor, die schon jetzt ihre Licht- und Schattenseiten vorauswerlfen, da je früher, wenn auch mit einiger Verspätung Hvgenüber dem ursprünglichen Ternnn, die Sendboten des Völker» bundes in Wien erscheinen und zusammentreten werden, um das Normalbndget des Staates unter Hre Lupe p nehmen. Wenn es gestattet ist, auch hier Großes mit Kleinerem p vergleichen, so möchte man der Londoner Konferenz, die über das Reparationsschicksal Deutschlands und die Räumung der Ruhr zu Gericht sitzt, die Wiener Kowserenz feer FinanKkommissäre anreHcu, deren Belschlüsse bestimmend seün werden für feie finanzielle Entwicklung unseres Staates, bei der di« Verwendung der Kreditreste für die Privatwirtschaft und feie Erleichterung ihrer .Besteuerung die ausfchl-aMbonfee Rolle spielt. Der Nationalbank aber, die von..dem Auslondskaprtal als Bollwerk der Währungsstäbilität errichtet wurde, mußte' cs daran gelegen sein, daß ihr Schild blank und ohne Fehl und Mäkel sei, , daß es p. feem Glanze, ihrer Rüstung gehört, ' wenn , auch die Zinsschraübe ordentlich, geputzt und geölt ist , und sich reibungslos in die '.HWHe btähe^lciß't,. Mn«' feie^ inter» '.' - - 54. August 1924' ' ■ ■“-r-r-r-”»-: ——-r-—7—- nationalen Wächter "über unser finanzielles Wohlergehen et . für angezeigt finden, das Wehr in di« Höhe zu schieben uni neue Zubringer einzulassen, deren Hoffnungen auf frucht> bringenden Ertrag gefetzt werden sollen. Ein löprozentiger Zinsfuß ist sicherlich ungewöhnlich und exorbitant; das kann und darf nicht überschen werden. Aber gerade diese Absonder» lichkeit dürfte die .Bürgschaft in sich schließen, daß es sich irur ckm civte vorübergehende Erscheinung handelt, die verrauscht und verschwindet, sobald mit der Befestigung der staatsfinan- - ziellen Lage auch die Nationalbank sich wieder freier regen und bewegen kann, auch sie wieder flotter wird, um den legitimen Kreditbeidürfnissen leichter folgen zu können. Die Steigerung des Zinsfußes ist jedenfalls die Ouvertüre für die kommenbe Wiener Konferenz der Finanzdele« gierten, die unverkennbar in schrillen Noten beginnt, aber nach der Bereinigung der finanzpolitischen Lage voranssichklich 'in sanften Mollakt'orden ausklingen wird. Dann wird cs wohl wieder möglich sein, dem stark zu gespitzten Zinsfuß die Fesseln zu lösen und ihn wieder den rationellen Bedürfn'issen des Wirtschaftslebens anzupasseu, ihn sozusagen über den yewchnte« und normalen Leisten zu schlagen. .; Sie Lage der Waldwirtschaft I« der Ukraine. Im ukraimschen Doltskonl,mistariat für Landlvirtfchift erstattete kürzlich der Sachverständige für Forstwirtschaft, Tschernischow, Bericht über die Forstwirtschaft in der Uiftckine. Er betont die ge^wältiigen Schäden, feie in den vorihergegangeneN! .Fuhren au den Forfkbeistänfeen des Landes angerichtei worden find. Der intensiven Arbeit der uikramischen Forftbehör-den ist es, Wie Rußpreß dem Br» richte weiter entnimini, gelungen, 1,072.000 Quadratdeßjatinen der forstbechöMichen Bewirtschaftung zu unterziehen. Ans dem Gebiete des MaWbaues wurden bis 1. Juli 100.000 Detzjatinen (90 Prozent des Prograurmes) aufgeforftet. Der Bauemschast wurden bis 1. Juli 147.043 Deßjatinen überge>ben, während ihr bis Ende fees Jahres insgesamt 250.000 Deßjatinen übergeben -werden sollen. Die Fläche des WaMbodeus 'Hat sich innerhalb der letzten drei Jahre um 36.083 Quadvatidehjatinen vergrößert. Ebenso macht die Exploitation der Waldungen gute Fortschritte. Jnr laufenden Jahre sollen 25.195 Deßjatinen Wald geschlagen werden. Bon den staatlichen Forstbehövden sind 163.506 Kubibsaschen Hotz und 62.724 Kubitksaschen anderer WaldproduNe aus Vorrat angelegt woriden/ Das finanzielle Ergebnis des Walfeschl-ages ergab i!m Operationsjahr 1923 bis 1924 11,913.608 Goldrubel, wovon 5,395.795 G-oldrubel als Reinerträgnis in die Staat-skassen flössen. Die Entwicklung des jüdischen Bankwesens in Litauen. Aus Kowno meldet I. T. A. Laut dem soeben veröffentlichten Bericht der jüdischen Zentralbanken hat sich deren Wtivvermögen vom 1. Jänner 1928 bis 1. Jänner 1924 von 3,481.606 Lit auf 14,151.636 Lit vernrchrt. Die Passiven haben sich in feem gleichen Zeitraum von 58.440 aus 350.025 Lit vermehrt. (10 Lit sind ein Dollar.) Gründung einer «e«en Elektrizitätsgesellschaft in Moskau.' Kürzlich fand eine vorbereitende Versammlung der in Grünfeu-ng bsgviffenen russischen NMrizilätsccktiengesellschaft „Elektrofelftrüj" statt. Wie „Rußpreß" berichtet, wird das Aktienkapital zwei Millionen Goldrubel betragen, die bereits zur Gänze von feiten der Kooperativen und staatlichen Unternehmungen gezeichnet worden sind. Als Hauptaktionäre si-' gurieren: das Volkskoumsissariat für Landwirtschaft, das IF Millionen Goldrubel Aktien gezeichnet hat, die Allgemeine schwedische Elektrizitäts--Cvmpagnie „Asea", die 205.000 Rubel gezeichnet hat, ferner feie Mrusfische Zentrale der landwiÄfchastlichen und' Kleingewerbe-Kooperativen (100.000 Rubel), ferner der Zuckertrust und außerdem noch einige landwirtschaftliche ShMikkäte. Das Hauptziel der geplanten Aktien» gefellschaft ist eine weitgehende Elettriftzierung der russischen Landwirtschaft. Kontrolle des Privathandels in Moskau. Das Moskauer Volkskommissariat für den Innenhandel hat durch Beschluß vom 12. d. eine Kontrolle fees Privathandels in der Stäfet Moskau im Laufe feer nächsten Woche angeordnet. Wie „Rußpreß" erfährt, soll feie Kontrolle in erster Linie diejenigen Wirtschäfts- und Handelszweige betwfsen, in welchen das private Kapital noch Me größere Rolle spielt. Wie feie russischen staatlichen Wirtschaftsstellen versichern, handelt es sich hickbei um den Handel mit Brot, Fleisch, Landesprofeukten (Butter, Eier), Kolonialwaren, Tabak, Salz, Leuchtöl, Manufakturen, Metallwaren ufw. Ersatzpfiicht für in Rußland beschlagnahmte Bankguthaben. Die wichtige- Frage, ob eine ausländische Bank für Gelder, feie bei ihrer russischen Filiale beschlagnahmt wirrdeu, dem Einzahler ersatzpflichtig sei, ist, wie „R u l" nutteilt', in zwei interessanten Entscheifetlngen eines Pariser und eines New-Yorker Gerichtes bejaht worden. Im Pariser Fall hatte ein Franzose seinerzeit eiuc Einzahlung bei der Moskauer Filiale fees „Credit Lyonais" gemacht, feeren Bestände die Bylschewiki 1918 restlos enteignet hatten. Nach seiner Rückkehr nach Frankreich, trat der betreffende Franzose an den „Credit Lyouais" mit dem Ersuchen heran, ihm ' sein Guthaben auspzahlen. Die Bank lehnte ab, das Gericht jedoch enffchied, daß die Bank in vollem Umfange für die Einlage verantwortlich ist. Der Entscheidung des „N e w- Dörfer APPellhbf'e§ lag folgender Tatbestand zugrunde: ^Ein rvstische-r Bürger hatte^ bei>feer Nationalbank in New-Iork IN;t.AOUMi M8GK STOFFE t ±

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