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Wiener Morgenzeitung · 1924-08-22 · Heft 1983 (22.8.1924) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1983 (22.8.1924)
Date
1924-08-22
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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'Verte 4 " ” Men, Freiing Sie jüdische WeltWskmserm. Bo« unserem Karlsbader Sonderberichterstatter. Karlsbad, 20. August. Die meisten Delegierten fu der zweiten jüdischen Wclthilfskonferenz, deren Erllffnumg morgen am 21. Augrrst erfolgt, sind bereits in Karlsbad eingelangt. Aus der Tschecho-Slowakeii, Dcntchland, Oesterreich, Danzig, Polen, Litauen, Südslawien, Rumänien, Dänemark, Engla>nd, Holland, Kanada, den Bereinigten Staaten, Südafrika, Palästina, haben alle bedeutendsten HilfsorgaMsakiouen ihre Vertreter entsendet. Die Vertreter der zionistischen Ov.ianisabion sind: I. Naiditsch, L. Levite, Pros. H. Pick, Dr. Hell mann, B. Locker. Soeben ist auch der Delegierte des HilfsVereines der deutsch e n I u d e n, Dr. W i s ch n i tz e r, eingetroffen. Der - Verband der Bnei-Brith-Logen des Ostens, der seinen Sitz in Konstantinopel hat und ■ Da 30 Logen nt Fugoslavien, Bulgarien, Aegypten, Griechenland, der Türkei, Syrien und Palästina umfaßt, hat zwei Delegierte, Dr. Jsaia E s k e n a z i mtd N. R e i sn e r zur Konferenz entsendet. Die große Zahl von Delegierten läßt erwarten, daß die Konferenz eine eindrucksvolle Manifestation des Gedankens umfassender wirtlich sozialer BollsMfe sein wird. Re Wiener Tagung des Instituts für internationales Recht. Gestern wurde im Sitzungssaal des Landhauses in der Herrengasse die Tagung des Instituts für internationales Recht eröffnet, zu der eine große Anzahl der hervorragenditen Juristen und Rechtsgelehrten aus den meisten Staaten rrschienen waren, u. a.: Tittoni (Italien), Scott Amerika), Ba r e l y (England), M e r c i e r (Schweiz),!>e Bo eck (Frankreich), Niemayer (Deutschland). Außerdem hatten sich Bundesprästdent Dr. Hainisch, Generalkommissär Dr. Z i m m e r m a n, Buudesmimster Dr. Grünberger, Polizeipräsident Schober nud zahlreiche 'Vertreter des diplomatischen Korps sowie Vertreter der Universität zur Eröffnungssitzung e'mgefunden. Bundesminister Dr. Grünberger begrüßte die Wiener Tagung in einer längeren Ansprache und wünschte ihr besten Erfolg. Der Dekan der Wiener juristischen Fakultät und neugcwählte Dekan Professor Dr. S p e r l wies darauf hin, daß die größte Einrichtung, die das Völkerrecht bisher zeschaffen hat, der Völkerbund, Oesterreich hilfreich zu feiner wirtschaftlichen Genesung beizestanden' ist, so daß die gesamte österreichische Oeffentlichkeit und mit ihr das ganze öffentliche Leben die Arbeiten des Instituts mit größtem Interesse verfolgen werden. Nachdem der Präsident Dr. S t r i s o w e r für die Begrüßungen gedankt hatte, erörterte er die wichtigsten Gesichtspunkte, von deney -sich^ das Institut in seinen Bestrebungen, eine Verbesserung des geltenden 'Rechtes herbeizuführen, leiten laste und erklärte: Die So t id a r i tä t u n te r d e n V ö l k e r n, deren Ausdruck die Tätigkeit des Völkerbundes ist, darf aber nicht bloß aus Reflexion beruhen, sondern auch auf dem Gefühle der Freundschall. Das freundschaftliche Interesse der Völker aneinander tritt immer kräftiger bei Unglücksfällen hervor. Trotz aller traurigen Erfahrungen sind Symptome einew Entwicklung zu ernennen, welck" das weltfreundschaftliche Gefühl in allen internationalen Verhältnissen hindeuten. Hoffentlich wird die Zeit bald kommen, auf die der Ausspruch L e i b- «i tz' Pasten wird, daß die internationalen Beziehungen der Ausdruck einer von weisen Erwägungen geleiteten Liebe sein werden. Sodann wurde in die Beratungen eingegangen. Nachmittags empfing der Bundesprästdent die Kongreßteilnehmer in Audienz. Re Beobachtung der Mars. Bon der Leitung der Wiener Urania-Sternwarte wird Ans zur bevorstehenden Erdnähe des Mars mitgeteilt: Die Urania-Sternwarte ist an den nächsten Abenden wie gewöhnlich;:< zwei Führungen, und zwar van 8 bis 9 Uhr und von halb 10 bis halb litt hr abends zugänglich. Für die Beobacht.'ng des Mars kommt besonders die zweite Führung in Betracht, weil bei der ersten der Mars noch nicht hoch genug über den Horizont zu sehen ist. Die Beobachtung des Mars für den Laien ist eigentlich eibeniogut acht Tage vor der großen Evdnähe wie acht Tage nachher möglich. Die Leitung der Urania-Sternwarte wird — klaren Himmel vorausgesetzt — diese ganze Woche hindurch ihre Fernrohre bei der zweiten Führung ausschließlich aus den Mars richten. Es ist dafür gesmn, daß die Urania-Sternwarte, so wie kürzlich bei der totalen Mondessinsterms auch einergrößeren Anzahl von Besuchern Gelegenheit zur Beobachtung dieses seltenen astro- :vimEreignisses geboten wird. Mutz und Matzka. DaS „Zaubertischchen". li. Zahl der Opfer, die bei der famosen Firma Mutz u. Ma'cha Geld eiugebüßt hat, ist noch nicht ooschüpst. Gestern har sich im Sicherlheitsbureau wieder ein Geschädigter gemeldet, der eine Summe von 32 Millionen einbüßt und auch als Sicherstellunig eine Kassette bcikommen hat, die Juwelen enthalten sollte, in Wirklich keil aber mit wertlosem, Zeug angesüllt war. Ter Mann war aus Sommerfrische und hat dort zu seinem Entsetzen in der Zeitung von der flltfdeckumg des Schwindels gelesen. Gült dadurch kaut er' Wiener Movaenzertrmg. daraus, daß^ auch er., geprellt wurde. . Nach Angabe eines frü'hereü Än'gesteltteii der -W»ia Wen Mutz und Matzka schon ‘ im September v. I. drivon gesprochen,, sich' ein crübertisch che n" anfertigcn zu lassen, mit Hilfe dessen es ihnen leicht sein würde, den Austausch des mit Juwelen gefüllten Kästchens'vor'den Augen der Opfer in ein mit Kohlenstückchen n. dgl. gefüllten zu vollzichen. Dieses Tischchen wurde nun tatsächlich in der Wohnung des Kompagnons gesunde,r. Die Erzberger-Mörder bei GstMs. Deutsche Kriuüualbcainte kommen nach Budapest. (Eigendienst der ..Wiener Morgenzeitung") Budapest, 21. August., Die .Budapcsler Polizei hält nach wie vor daran fest, daß die drei deutschen Gäste des Abgeordneten Göm'bös, Forster, Schneider und Mayer, mit der Ennordung Erzbergers nichts zu tun hatten und wegen ihrer Teilnahme am Kapp-Putsch aus Deutschland geflohen sind. „Az Est" bemerkt hierzu, daß die Polizei bisher weder Heinrich Schneider noch Konrad Mayer verhört habe, obwohl der erftere nach Behauptung der deutschen Behörden mit dem Erzberaer-Mvrder Schulz identisch ist, und auch der angebliche Konrad Mayer, dessen richtiger Name König sein dürfte, bei dem Attentat auf Matthias Erzberger eine, wenn'auch nur untergeordnete Rolle gespielt haben soll. Der deutsche Gesandte Graf Johann Weltzek hatte mit dem Ministerpräsidenten und dem Minister des' Aeußern neuerliche Besprechungen, in der er mitteilt, die deutsche Regierung fege dm größten Wert darauf, feststellen zu lassen, ob die drei Reichsdeutschen mit den Mördern Erzbergers in Verbindung stehen. Für diesen Fall sei der deutsche Gesandte schon jetzt beauftragt, die Auslieferung zu verlangen. Die ungarische Regierung er- Aärt, daß sie nicht nur mit der größten Energie d-ie Untersuchung fortführen lasse, sondern auch die Unterstützung deutscher Kriminalbeamter bei der Untersuchung genehmige. Daraufhin wurden zwei Berliner Kriminalbeamte, die mit der Materie völlig vertraut sipd, nach Budapest beordert, wo sie morgen eintreffen werden. KommuMe« gegen Hakenkremler. Turbulente Szenen im zwölften Bezirk. Gestern abends fand in der Gastwirtschaft Weigl, im zwölften Bezirk eine von der Ortsgruppe Meidling, der nationalsozialistischen deutschen Arche i t er Partei einberufene Versammlung statt. Au8 diesem Anlasse kündigten die Kommunisten in Plakaten sowie in ihrer Parteipresse die Abhaltung einer G e g e n k u n d g'e b u n g an, die zur selßen Zeit vor der Gastwirtschaft Weigl stattfinden sollte. Obgleich diese behördlich nicht angezeigte Kundgebung von der Polizeidirektion verboten war, sammelten sich dennoch in den Abendstunden einige hundert Kommunisten vor der Gastwirtschaft Weigl an und versuchten wiederholt zur Gastwirtschaft Weigl vorzudringen. Sie bewarfen hiebei die Sicherheitswache mit Steinen und Ziegelstücken, wodurch zehn Sicherheitswachebeamte leicht vorletzt wurden. Zugleich wurden auch aus den Reihen der Demonstranten Schußdetonationen laut, die zumeist von Feuerwerkskörpern herrührten. Die Demonstranten wurden schließlich von der Sicherheitswache zerstreut, wobei sich einige in Bedrängnis geratene Sicherheitswachebeamte genötigt sahen, zu ihrem Schutz von der Seitenwasse Gebrauch zu machen. Im Verlaufe der Demonstration wurden vier Personen wegen öffentlicher GMvalttätigkeit, wegen Wachebeleidigung und wegen polizeiwidrigen Verhaltens angehalten. Gegen die Angehaltenen, wie auch gegen die Veranstalter der verbotswidrig abgehaltenen Versammlung wurde die Strafamtshandlung e i n g e l e i t e t. Schwerer Autounsall einer Wiener Familie. Aus Abbazia wird gemeldet: Bei einem Autoausflug des Agramec Großindustriellen Artur Klein nach Polo ereignete sich infolge Platzens eines Pneumatiks ein schwerer Unfall, bei dem -Klein, der selbst lenkte, unter das Auto geriet und aus der Stelle tot war. Bon der Begleitung Kleins 'blieb, die Wienerin Frau Dr. Elisabeth Wackernell,. ein Herr und der Chauffeur unversehrt, während die Tochter der Frau Dr. Wackernell mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Polaer Spital gebracht wurde. Gehaltsbewegung unter den Fndnftrieangeftellten. Der Bund der Jndustrieangestellten beschäftigt sich in >einem Schreiben mit den Auswirkungen des Judex und den Löhnen der Jndustrieangestellten. Wenn der Index 4 Prozent überschreitet, kommt es laut Vertrag mit den Unternehmern .zu Verhandlungen. Solche hätten' sollen am 16. August beginnen, sind aber auf September vertagt worden. Die Minde-stlöhne betragen heute 700.000 K. bis 2,000.000 Millionen. Laut einer Statistik der Unternehmer beträgt der Durchschnittslohn eines männlichen Angestellten 2,200.000 Ä., der eines weiblichen Angestellten 1,400.000 K. Da in Fricdenszeiten ein technischer Angestellter 200 K., ein kaufmännischer Angestellter 280 K. verdiente mrd dies bereits das Doppelte der heutigen Bezüge ist, wollen die Ver- - tteter der Jndustriegngestellten eine A n g l c i ch u n g an den Friede.nsloHm erreichen, . " " 82. gfaffltift im " ' Nr. 1983 Ae LebensmittelaÄrkte. i Der Naschmarkt wurde 'gestern trotz der ungünstigen -Witterung "auf. den meisten Geboten günstig beliofert. Mit Ausnahme von Kohl, Kohlrüben und Paradeiser, die infolge besonders schöner Qualität, im Preise angezogen haben, blieben die Preise aller anderen Gemüsesorten unverändert. Der Verkehr gestaltete sich bei guter' Käuserbeteiligung lebhaft. Auf dem Obstmarkt bewegten sich die Acpscl-, Zwetschken- und Pfirsichzusuhren konstant in ansteigender Richtung. Auch in allen anderen Qbstgattungen entsprachen die Anbote der Nachfrage. In der Großmarkthalle, wo' gestern 16 Waggons verschiedener Fleischgattungen einlangten, herrschte rege Kauflust. Die Rindfleischpreise zeigen im Großhandel weitere rück- . gängige Tendenz, hingegen haben sich Kälber und Schweine verteuert. Butter und Eier langten in ausreichenden Meng--- cin. Dar Wetter. In Oesterreich herrscht kühles Negenwetter. Die Voraussage meldet: Veränderlich, kalt. Unwetterkatastrophe in Thüringen. Weimar, 21. August. Ueber einen großen Teil Thüringens sind in den letzten Tagen schwere Unwetter niedergegangen. Durch Hagelschlag wurden ganze Landstriche verwüstet. Der Blitz zündete eine Anzahl von Scheunen an. Ein junger Mann, .der unter einem Kornhaufen Schutz gesucht hatte, wurde vom Blitze erschlagen. In der Nähe von Birken fuhr ein Blitzstrahl in einem Baum, unter dem vier Holzarbeiter Schutz gesucht hatten. Drei von ihnen erlitten sehr schwere Verletzungen Die Kleider der Verletzten sind ihnen am Leibe verbrannt. Erdbeben in Turkestau. London, 21. August. (Wolfs.) Aus Alaahabad wird gemeldet, daß im Bezirk Farghana (Sowjet-Turkestan) durch Erdbeben drei Dörfer in der Nähe von Osh zerstört worden seien, wobei 41 Personen den Tod fanden. 900 Menschen sind obdachlos. _ Wien, 22. August. * Eine Plakette für Hosrat Dr. Grünhut. Zur Feier seines 80. Geburtstages wird dre Wiener Universität dem hervorragenden Rechtslchrer Hosrat Dr. Grünhut eine Plakette überreichen. * Die Autoraserei. Gestern wurde der Arbeiter Johann Fikota in der Leopoldsgasse von einem Lasten« utomobil niedergeftoßen und schwer verletzt. Die Rettungsgesellschaft brachte ihn ins Spital. — Um 3 Uhr nachmittags wurde in der Wallensteinstraße der fünfjährige Otto Großbe'rg von einem Auto niedevgestoßen und verletzt. * Ein Selbstmord in Baden. Der Direktor der Betonzentrale, Röbert Spitzer, hat sich in Baden durch einen Revolverschutz getötet. * Ein entsetzliches Famlliendrama. Aus Grafenbach bei Gloggnitz wird uns gemeldet: Der in der Gilmmffabrik in Wimpasfnrg beschäftigt Johann Fellner kam in betrunkenem Zustand nach Hause und geriet mit seiner Frau und seinem 22jährigen Sohn Johann in Streit, in dessen Verlaus er aus einem Gewehr einen Schuß gegen seine Frau abgab. Der Sohn ergriff, darüber erregt, ein Kuchenmesser, und schnitt seinem Vater den Hals durch, daß dieser tot zusammenstürzte. Der Sohn wurde in Haft genommen. Es gab wiederholt Streitigkeiten in der Familie. * Verdorbene Tabakfabrikate. In letzterer Zeit wurden mehrfach Fabrikationsgebrechen bei den Sorten „Landtabak" und „Feiner bulgarischer Zigarettentabak" konstatiert. Diese Sorten mußten infolge unvorhergeschener Abslatzstergevung direkt von der Maschine weg in den Bevschleiß gebracht wenden. >Di^ Trafikanten können verdorbene Fabrikate dieser Sorten bis aus weiteres ausnahmsweise direkt durch den Verlag zum Umtausch bringen. * Fabriksbrand. Gestern früh ist in der Hutsabrik Brüder Böhm in der Schottenfeldgafse ein Brand ausgobrochen, der nach kurzer Zeit gelöscht wurde, jedoch beträchtlichen Schaden verursachte. , * Eröffnung eines neuen städtischen Bades. Gestern fand die feierliche Eröffnung des erweiterten Thalia-Bades in der Bachgasse im 16. Bezirk statt. * Elfte österreichische Klassenlotterie. Bei der am 21. d. abgehaltenen Ziehung der!U. Klasse gewannen l 90 Millionen Kronen da8 LoS Nr. 32.766; 40 Millionen Krotten das LoS Nr. 49.541; 30 Millionen Kronen das LoS Nr. 50.937; je 10 2>W« lionen Kronen die Lose Nr. 47.048 und 51.213; se 6 Millionen Kronen die Lose Nr. 7133, 22.167, 55.766, 71.693 und 90.766; je 8 Millionen Kronen die Lose Nr. 27.048, 37,629, 89.842, 68,745, 82.624, 33.416, 84.806, 92.950. 93.255 und 95.213; je 2 Millionen Kronen die Lose Nr. 2167, 6233, 7213, 9766, 11.895, 18.361, 23.861, 25.167, 28.132, 39.199. 43.255, 49.132, 71,048, 72.048, 74.048, 75.766, 87.766, 90.826, 91.132 nnd 94.233; außerdem wurden 2460 Gewinne zwischen 1 Million und 400.000 K. ausgelost. * Ein Assimilautenstiickchen in Bratislava. Aus Bratislava schreibt man uns: Ein trauriges Hllsarl'.nstlVchcn zweier Vorstanldsmitglicder der hiesigen israelitischen ReligionSgemeinde erregt hier in der Mischen Bevölkerung allgemeine Empörung. Me alljährlich sollte in der Synagoge eine Herzl-Feier stattsinden, zu welcher sich ein zahlreiches PMikum einfand. Die vorher schon in den Blätterir angekündigte Feier wurde jedoch auf die Weise verhindert, daß me Schlüssel zur Synagoge versteckt wurden, so daß das zahlreiche Publikum nach halbstündigem Warten wieder abziehen nrußtc. Auch die lokale Prelle hat der Empörun/g über dieses Vorgehen Ausdruck gegeben. Nunmehr ist erwiesen, daß die Genremde- Vorsteher Josef Herzog und Dr. P l a tz i k nach ihrer eigencit Erklärung im Vereine mit dem Tempelvorstcher Schaar die Herzl-Feier im eigenen Wirkungskreise Verhindert haben. Es wäre an der Zeit, diese UeberbleWsel eines unwürdigen Assimi'lätionsgeistes endlich von ihren Chrenstellen zu cutsernen, welche sie in so merkwürdiger Weise aussüllen. * Tanzinstitut Hermann Braun, 14. Bez., Reindorfgasse 42 (Entgeltlich.) Vereine, Vorträge und Bersamminngen. Z i o n t ll i s ch e r B l o ck. Dienstag den 26. d.. 8 ilhr abends, freizugänglicher Diskujsionsabend im Lokal der Lese- und Nedehalle jüdischer Hochschüler, 9. Bez., Türkenstraße 9. „Zewish Ageney und unsere innere Situation." Referenten: Bruno N a b i n o w i tz und Dr. Zükvb Weiner.

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