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Wiener Morgenzeitung · 1924-08-17 · Heft 1978 (17.8.1924) · p. Seite 11

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1978 (17.8.1924)
Date
1924-08-17
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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Obgleich er der Vevistifchen Schule ange- Mte. entfernen sich Mts ,Hrauenköpfe" doch immer von der NMrKhMchVm. wckn es die Gesinnung des Kavaliers erforderte. Man glaM dann. daß die Städte Italiens von zahlreichen MMi^taMsÄ^stalten beviMert sind. Alle Bilder SeVvcrticos sind vo-ncher iTsberHveüde erfüllt, die den Meister Ns zu seinem tragischen Tode begleitete. Gerichtssaal. Auf der Flucht auaeschofse«. Der Handelsagent Heinrich Sperl war ick Juli in «inem Hotel wegen Betruges von!KriminM«Ämten festige« nommen worden. Er machte sich gewaltsam los' und -flöh. Zwei Schüsse, die Hm nachgesendet wurden,, trafen ihn und verletzten ihn schwer. Äuff «Krücken gestützt^ -erschien er nun vor Gesicht. Nach Darstellung der Anklage ist Sperl wegen Betruges und Veruntreuung wiederholt vorbestraft, die letzte Kerkerhaft von stoben Monaten hatte er am 1. Juni verbüßt. Nun suchte und fand er bei dem Gutsbeisitzer Theodor dpsilanti in Spillern einen Posten alL Kammerdiener. Den Posten sollte er am 1. Jüli Mtreten. Enrige Tage vorher schickte Hm Milanti mit einem Brief zu der MöbelstofshaMnng Schmidt, worin um Uvbersendung einer Auswahl Möbelstoffe ersucht wurde. Sperl brachte zweimal Muster, die Herrn M'ilauti aber nicht gefielen, weshalb er sie zurückschickte. Am 26. Juni kam Sperl zum dritten Male und behob aus Grund eines gefälschten Bestellbriefes Msilantis Mölbelstoffe im Werte von 19-5 Mllionen Kronen, außerdem ließ er sich von dem Prokuristen Wieniger 900.909 iK. Provision auszahlen. Die Stoffe versetzte Sperl «und trat auch seinen Dienst nicht an. Wienckger mußte, wie er vor Gericht bezeugte, für die Auslösung 1-5 Mllionen, für Evgrerserprämie 4 Millionen zahlen.; Der Angeklagte bekannte sich schuldig. Er sei aller Mittel entblößt gewesen, den Posten hätte er erjst am 1. Juli antreten sollen und sein zukünftiger Dienstgelber habe ihm nur 100.000 Kronen Vorschuß gegeben. Dcmrit war nicht viel anzufangen. > Der Vorsitzende Hofrat Wüstinger stellte fest, dcH' der Angeklagte Wh auch mit Kokainharidel befaßt We,M> selbst KokÄttW sei. Nach durchgefühdtem Verfahren wurde SPW Ml neu« Monaten sichwerLnKerkers vWuvteilt, doch blöW «r voEckiftg in der SpAalsPfleige." > ^' Der Hausbesorger. Der Hausbesorger - Adolf PG.schel hatte sich KWch wegen Micher Ehrenbeleidigung Vor dem Bezirksgerichte zu vorantwochen-. Einmal^ gegen elf Uhr abends, begleitete der Banrbeawte Rudolf S. seine Braut nach Haufe. Er versuchte vergebens das. Haustor zu öffnen. Der g&M wollte nicht sperren. Nur sehr ungern entschlossen sre sich den Hausbesorger hWaMulächen. Er kam, sPeiM auf und sagte: „Da hat der Lräwsie'l d«n HauS«torschLüsfel in der Pratzen und unsereins muß aufstehen." O„ der die mchWche Art PüWels aus Myeren Atrlässen kannte, flüsterte Lecker Braut zur „Sprich kein Wort, sei ganz ruhig." Das scheint Puschel noch mehr aufgebracht zu haben. Denn er sdgtz nun zu dem jungen Ma-rwe: ,Kusch. Trottel, du gehörst Überhaupt nicht her, Lausbub!" StmM sich aus ihn und gab ihm eine schallende Ohrfeige. - Der Bovfall erregte großes Aufsehen, zahlreiche Menschen hatten sch angesamnE, die gegen den Hausbesorger Stellüng mchmen. Der WchNWgte wurde zu einer Arrest strafe in dev Dauer vckr 3 Tagen, jedoch bedingt verurteilt. . Ä01 l8 dem rleinsten Zimmer ..." Die Hausbesitzerm Aurelra S. Kündigte ta Obersten Rafael B. di« Wohnung wagen dringendest Evgenbedach weil ihre. Locht« heivate wA jne bloß aus Ammer, SWfeit und Küche be- Wende Wohnung der MMer zur Atchuchme des Wevaaret und zur Führung eines zweifachen HaushMeS nicht auMsche Der Oberst bestMt den pvingenden GigerrLodarf der Klägerm da das junge Ehepaar in -er Wohnung der Mutter Matz fto fcen könne Änd mufft; ühMms stehe auch di« Wchtnung der Bräutigams M Bechügm'g. Das BeziMgericht emärte bi« 1 Kündigung Or wirksam, wml für ein Ehepaar Me bei sondere WirischastWhmng nMveMg sei; die Wchrmng -de- MMer aber M einen dchpeNen Hauchalt Mt auSreiche -Auch die Wohnung des Bräuttgams, in der schon fünf Per sonen wohnen, könne nicht in Betracht kommen. Ueber die Be rufung des GMMgten fand vor einem Fervaffenat des Zivil larchesgerichtes die BschaMung statt. Der BernfunMertrstei bezeichnete »S als Men Mangoldes Bschchrens,daß vom Erst richter der Antrag auf Anfrage -'beim Wchnungsamte über di Grundsätze bei Wohnungs^rweksungen uNd über die Zchl do m einem Raume wchnÄtden Pmsöneu albgelchnt wurde. De- /Klagevertreter erlwwetze, die AusfÄMugen des Bvrchunqs VSrtrMrs giMn dwtAMdfatze: ,Mum ist in dem klein sten Himmer für ein MMch liebend Paar." Das kann im all aemornen zugegeben werden, aber im voMegonden Falle is Wes Z'Eer nicht stpaviM und dcher nicht einmal föt cti Aückllch liebend Paar ^Wignet. Der BevusungZssnwt be nat-läte das evstrichterlichr UMl und hdb m der Begrün ouns Jeitol die Grundsätze über WotzmnMuweisungen feiet chne!M -beMM, übsr dre Frage des Gaonbcharfes habe mch daS WchmmaSami, sondern das Gericht zu entscheiden. De CrgeNbedarf sm aber im Vorliegenden Falle gegeben, weil di . Wohnung der Klägerin Nicht hinreiche, rrm einen Haushalt füzwei Ehch-aare siWrrichten. ' „Das Mädchen im Nebel heißt der. sensationelle Kriminalroman, mit dessen Verüsfentlichung wir in der heutigen . 4 Wiener BtoLftenzeitung.....17. AMst IW .> WSWWWW» Heite 11 Kommandite der Kroatischen Eskomptebank, Agram SÄS Wien, I. Seitierga«e 4 » ::|^w^ywvM^yy»vw .;^dephoff,jt. 32-bM Serie , jmss Telegrammadresse i.; Frapobank Kreditum Warengeschäfte i » ^r»'J «V. WWyWu'W'VW Die österreichische Krone. Von DiH Michael Sussün. Man hat Mi. e«rusinWb-.: Jahren Ähpr die österreichische Krone nicht mehr gesprochen^ Sie galt als stabil.' Zwar sind - hie und da Zweifel MfEeM^r^Äch'.'Mvdhn diese bald wieder beseitigt. In den aMrleKen-^BaGst wtchM- La-lenjMstn wreder sehr viel über das 'Schicksal' .d«N/Kröne'''gesPröchM Ueberängstliche wollen wieder Anzelchechffch'eü,. 'daß die. Stabilität der Krone nicht anhallen. unb".--dHß:U -hiAleichi Widderauf' eintieferes Niveau sinken köMe.'We'möglichen und unmöglichen Symptome werden zur BMisHhvüNg hevaMzogen. Man.. sicht es an den Micken nranWr Mvz' genru, daß -siL-dem Äandfvleden nicht recht tvauen/MiSMerÄoüMM^dÄ^i?ist, ^daß.-«S - nicht nur der Bauet, der klcktve Nvoisler- und der klein« Obst- ' Händler siird, die hier wMchL-gÜiisW' tzum Ausdruck bvürgen.' Es - sind auch Elemente dcmlnter, welche der Börse nicht ftonstchen. Allerdings sind auch unter viössn einige, -welche trotz ihrer Nähe zur Börse von Wirtschaftsdingen nicht viel wissen düsiten. Nach den schlechten Erfahrungen, die vor drei Jahren die einzelnen gerade mit der. österreichischen Krone gemacht haben, können sie sich nicht Mit der Idee befreunden, daß ihr Schwanken nun tatsächlich zu Ende soi und daß jetzt eMich eine Währung bestehe, die nicht mehr-in chrer-festen Position esichütteri werden könne. , Diese. Leute haben,vollkommen unrecht. Die österreichische Krone ist bei der jetzigen Organisation der Nationalban'k und bei dem jetzigen Stande der Wahrnngsverhältnisse tatsächlich Unerschütterlich, ohne Rücksicht darauf, wie sich weiter die österreichische Wirtschaft gestalten wird. Es wird vergessen, daß es deck österreichischen Staate jetzt -unmöglich ist,,.Kry«en in jeder. Menge von Wr Nationalbansi zu nehmen, wie es seinerAeit der Fall war, als. die Krone, ins unendliche . fanb Die N a t 1 o n a l b a n k. i st e i n P r i v a tinstitut, eine private, mit Privilegien versehene Miengesellschaft, die. sich. nur.. nur ihre . Zwecke zu. bekümmern hat mch in.kecker WeLse dem Staate cherpstichtet ist. .S i e. w i r d. und. k.gnn Lem SLaättz.k«s'n.e Kr.eh.ii'e g«währeit,7 die event.n«A.z&,einer Erw«iteiu«g der Geldmengen 'durch staatliche. Ansprüche /führen könnte. Diese Zeiten sind einmal vorbei und sie werden nach menschlichem Ermessen so lange nicht wiederckommen, so larrgehist, jetzige Nakionalbtckk besteht. Mit der.Sicherheit und UnabhängiMit dieses Jnsticktes «ist . auch dst Sicherheit und UnabhäWgkeit des von diesem Institut herauSgegebenen Geldes, - der österreichischen Krone, gesichert. Dabei darf eines nicht vevgesien werden. Ms in Gens das Statut der Nationalbank ^festgesetzt wurde, wurde ausdrücklich für die ersten Jahre die Bestimmung getroffen, daß jede österreichische Krone mit 20, später mit 28 und erst nach einer ReHe von. Jahren mit 33 Prozent durch Bargeld gesichert fein sollte. Doch die jetzige österreichische Krone ist nicht mit 83 Prozent, was erst nach einer Reih« von Jahren ddr'-Fäll sein sollte, gedeckt,>sondern noch immer fast mit 50 Prozent. . Dies - ist der beste Beweis fürdie Stabilität dieser Währung. Die europäische Währuygscheorie hat zumeist die Dvrtteldeckmg vorgsichrivben. Es sollte nur ein Drittel der Banknoten ck bar-und die anderen - Fwsi Drittel durch Wechseltratten gedeckt.sein. Die österreichische Krone ist Nicht zu einem DtiM, sondeM zur Hälfte bar, zur an «deren Hälfte durch leicht verfügbare Tratten gedeckt. Es ist Nichtig, daß die Nationakbank von -der Industrie starck ck Anspruch .genommen wird. JnfolgMsserlsind ck der letzten Zeit ettvas mehr Noten in.Umlauf gelangt. - Es wird aber vergessen, daß der tatsächliche Wirtschastsbedarf disi« Noten benöttgt. Bor zwei -Jahren sind deAvegen mchr Roten gedruckt worden, weil der Staat sie'-herausgenommen hat, um in dieser Form seine Bedürfnisse-zu befriedigen. Heute werden sie nur deswegen aus der NationMank ck Hcnm des ESkmnpteS herauSgenommen, weil sie die PMvaitwirtsichäft benötigt. Doch ist dies für die Währung nicht von NachM.. Di« österreichische Währung hat mit dem Schicksal dck österreichischen StaatAvirtschaft an undfür sich jetzt nichts mehr zu tun. Es ist wahrscheinlich, vielleicht sogar gewiß, daß ck nicht allzu ferner Zeit die österreichischen Staatsfinanzen ins GNchgewicht gebracht werden dürsten. Der GckeralkommissLr Doktor Zimmerman hat erklär!, daß -die Aufsicht des Völkerbundes so lange nicht weichen werde, so lange nicht die Stabilität des österreichischen Budgets für die Dauer gesichert ist, das heißt, der Völkerbund hat es als, Prinzip angös-chen, so lange über die Staatswirtschast Oesterreichs zu wachen, bis sie tatsächlich gesundet ist. Dazu sind noch. große Kredite vorhanden, welche dies ermöglichen kömstn. Aber selbst ivenn, was unwahrscheinlich ist, das Budget in Oesterreich sich nicht im Gleichgewicht befinden sollte, so hat dies mit -der österreichischen Ratioualbank und der Währung als solcher nicht das geringste gemein, weil jeder engere Zusammeichang zwischen Staats- Wirtschaft und Nationalhank unterbrochen ist-. Es hat auch damit nichts zu tun, daß vielleicht die Handelsbilanz Oesterreichs passiv ist, denn die Zahlungsbilanz kann deshalb trotzdenl KM.fMM s«chsMt, daß die HahWAWlanA Kestevwchs cknge nicht so passiv ist, als es allgemein befürchtet wurde, denn schließlich hat die österreichische Privatwirtschaft noch sehr große Vermögen, welche, der österreichischen Wirtschaft einmal direkt oder indirekt zur Verfügung gestellt werden. Noch etwas fällt weg, was tatsächlich von allen übenseheu wird. Der große Valuten- und Devisenhandel hat in der letzten .Zeit aufgehört. Die Krankhaft der Inflation, die; fast all« Staaten in .Europa heimsuchse, schrickt abzuflauen. Die Jnflalionsevscheinungen sind, um sich banal auszndvückeu, nicht mehr modern, sonst könnte es nicht geschehen, daß nicht nur in Deutschland, .sondern auch in anderen Staaten bloß äuf die Ankündigung hm, daß die Goldwährung emgeführt werde,.-d'ie Währungen von jeder weiteren Jnflationserschütterung bewahrt werden. Fällt esnicht auf, daß sich die deutsche RenteNmark hält, ohne daß tatsächlich irgendwelche Goldmengck zur Blwfügnng.stehen und ohne daß die amerikanischen Kredite vorhanden sind? Das ist m erster Linie deswegen, weil die. gewisse Jnflationspsychologie in jenen Staaten vollkommen geschwunden ist. Dies ist hei fast allen Staaten Mitteleuropas der Fall, und iras sich bei onGelnen Balkanländern hin und wi«der äußert, ist nur eck Auf fl ackern einer sich in den letzt.en Zügen befindenden Bewegung. Wenn nun die JnflationskranHeit tatsächlich zu schwinden beginnt. und trenn die Spekulasion nicht mehr die einzelnen Währungen zur Grundlage ihrer Aktionen nimmt — und dies ist nach den großen Verlusten, welche di« internationale Valutenspekuladion sotvohl ck Mark als in Franken erlitten hat, mchr als wahrscheinlich —, so ist es ausgeschlossen, daß eine, mitteleuropäische solide Währung von dieser Krankheit tatsächlich derart an ge fr essen wird, daß sie. nicht bestehen könnte. Dies sind die äußeren Momente, welche dagegen sprechen, daß tatsächlich das Schicksal der Krone irgendwie tangiert werden könnte. Die Diskussion über Valutenschicksale hört auf, aktuell zu werden. Es dürfte auch bei der österreichischen Krone nicht anders sein. Man ckterch'iert sich nicht mehr so stark für das Schicksal der fremden Währungen wie einmal. Man wird sich auch nicht mehr für die österreichsche Währung stärker interefsieven. Was sich heute noch als Angst und Zweifel äußert, ist nichts mchr als die Reflexerscheinung einer Jnflat«ionSkrankh«>it, die einmal die Wirtschaft Oesterreichs niicht nur in objektiver, sondern auch in subjektiver Hinsicht in ihren Qu adern erschüttert hat und die aus der Mentalität vollkommen zum Verschwinden zu bringen nur allmählich gelingt. Am Kern der österreichischen Währung ist nicht zu zweifeln. Die österreichische Krone blsibt sicher auf dem heutigen Werte für absehbare Zei t. , . , , Ser Kaschs um die Borherrschaft in der woroaremnomme. Die führende, monopolistische Stellung der deutschen Farbwarenckdustrie ist nach dem Kriege stark erschüttert worden Staaten, ck welchen diese Industrie nicht e-ingefuhrt war,. haben wahrend des Krieges «ihre dvckgliche Notwendigkeit erkannt und deshalb ck den Nachkrie-Wjahren Hre Auftnerkfamkeit der Ausbreitung und VervollkoMNUung der Favbwarenrndustvre im eigenen Lande zugewandt. In Deutschland ivurden vor dem Kriege 80 Prozent der gesamten Weltproduktion erzeugt, wovon nur «ein -unbedeutender Teil im Jnlande verwendet wurde, während der Rest inr Werte von zirka 280 Millionen Mark exportiert wurde. Jetzt stre-ben die. Konkurrenten Deutschland, wie Frankreich, England, die Werbmigten Staaten von Nordamerika, zum Teil auch die Schweiz, danach, diese Industrie in ihre Hände zu hÄonrmen. Frankreichs Borkriegsbedarf (bis zu 9000 Tomren).war großenteils gedeckt durch die auf fmnzösischem Boden selbst gegründeten Filialen reichSdentscher Werk«, nur ein unbedeutender Teil wurde durch eigene Erzeugung gedeckt. Im ^Laufe des Krieges sequestrierten die Franzosen die deuffchett Unterruchmungen, errichteten dafür eine besondere amtliche Kommission, der die Beschaffung von Rohstoffen sowie die Erzeugung und der Absatz von Fertigwaren obliegen sollte. In Lyon und Rouen entstand eine Gesellschaft für wissenschaftliche Forschungen, die auf die Vervollkommnung der eigenen Erzeugrrng gerichtet waren. Gleichzeitig wurde eck neues Syndikat ins Leben gerufen, zusammengesetzt aus mehreren großen Betrieben, deren Produktion von Jahr zu Jühr. Mgt. Im Jahre 1911 erzeugte das Syndikat 463, 1000 6Ä7,1902 schon 7481 Tonnen Farbwaren. Trotzdem kann Frankreich ck dieser Branche noch nicht seinen eigenen Bedarf decken, tat 1002 wurden nach Frankreich nur um 16 Prozent weniger Favbwaren eingeführt als 1921. Dasselbe, was von Frankreich gesagt wurde, paßt durchaus auf England, das vor dem Kriege 80 Prozent seines Bedarfes aus Deutschland deckt«. Nach Sequestration der deutschen Betriebe entstand die British Dyes Company. Zu «den Levmsiein-Werken ivurden die Fürb- Warenfabriken in Claywn und die sequestrierte^ deutschen Fabriken in Ellesmere-Post dazugeschckgen. -Zum Schutze dieser Industrie erließ das Parlament die Dyesckff-Akte, durch die vom Jahre 1020 ab auf die Dauer von zehn Jahren die Einfuhr der zur Farbwarenevzeugnng erforderlichen organischen Stoffe untersagt wurde. Auch unter dem Schutze dieser Verfügungen geht es - dieser .Industrie i>r Errglaud nicht allzu gut, was mäti am besten aus der Bilanz für 1921 und 1922 dbr . WWMKMäMM <Wt der M dk obM MMWA' 5^75199549685971

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