Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1977 (16.8.1924)
- Date
- 1924-08-16
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 1977 Wien, Ga-mSfeH ÜViener MoLgenzeitung. 16. August 1924 Seite 6 Die Gänfemotzd steigt zage in die Karosse und das Geährt wandert wie im Traum langsam und feierlich in die riedensschöne Mondnacht hinein. Der Pagenpostillon nöchte nunmehr das goldene Mondhorn an seine Lippen egen und ein Lied der Sehnsucht blasen. Prinzessin und Sänsemaigd reden ganz leise. In ihre Zwiesprache mischt ich sin liebliches Gänschen hinein, das nicht schlafen kann md hinter der goldenen Karosse einhertrippelt, fast als vollte es die kleine Dorfprinzessin aus dem Wagen zu ihren lLeidesluren zurückrufen._ Fenn Goldrty in Freiheit gesetzt. Patis, 15. August. (I. T. A.) Der jüdische Journalist Kean Golds Ly, der wogen pazifistischer Tätigkeit mährend des Krieges verhaftet wurde und sieben Fahxe .i m Gefängnis srch, ist am 9. d. auf freien §uft gesetzt worden. In kurzem wich eine Revision ^>ine§ Prozesses stattfinden. Herr Goldslky sollte auf Grund des A m n e st i e g eietzes freigelassen werden, er weigerte sich aber, aus der Amnestie Nutzen zu ziehen, und bestand aus einer Revision feiner Prog'eßsache. Diese Forderung unterstützte er durch rinen Hungerstreik, den er dreizehn.Tage lang konsequent durchführte. Seftmeich wird von Amerika als „reines" Land behandelt. Erleichterte Landung für österreichische Einwanderer. Nach den Vorschriften der obersten Sanitätsbehörde der bereinigten Staaten von Nordamerika betreffend die Quaransainemaßnahmen für Einwanderer, war Oesterreich bisher als nrein.es" Land behandelt worden. Diele Maßnahmen bestanden darin, daß alle nach Nordamerika reisenden D ri t testlasse-Passagiere, die ans Ländern östlich oder fü<bsich von Deutschland, der Schweiz oder Italien kamen, darunter also anchOesterrei ch er,einer Entlausungsprozedur unterzogen, gebadet, desinfisziert und unter täglicher Beobachtung gehalten wurden. Diese Quavantaine bauerte 14 Tage vom Zeitpunkte der vorgenommenen Entlausung bis zur Ausschiffung im nordamerikanischen Hasen. Diese Maßnahmen hatten noch den weiteren Nachteil, daß sie von Schiffahrtsgesellschaften znm Anlaß genommen werden tonnten, die Auswanderer zu zwingen, die Zeit von der Ankunft im Einschiffungshafen bis zur Abfahrt des Dampfers in den Auswandererhallen der Gesellschaft zuzNbrmgen, während die Auswanderer solcher Länder, auf welche sich die von den Vereinigten Staaten getroffenen Maßnahmen nicht erstrecken, privat wohnen tonten. Der österreichische Delegierte aus der diesjährigen Auswan de r u n g 8 k o n s er e n z in Rom hat der amerikanischen Delegation an der Hand des entsprechenden Informationsmaterials dargelegt, daß nicht einzuschen sei, weshalb die auswandernden Angehörigen der Republik Oesterreich, welche die Kelchen gesundheitlichen und kulturellen Verhältnisse auszuweisen hat. wie die sanitär aus höchster Stufe stehenden Staaten oder zum Beispiel die angrenzenden.Teile des Deutschen Reiches, in sanitärer Beziehung anders behandelt werden sollen als die Angehörigen dieser Staaten. Nunmehr wurde die österreichische Gesandtschaft in Washington durch das dortige Staatsdepartement davon in Kenntnis gesetzt, daß die oberste Sanitätsbehörde., der Vereinigten Staaten im Hinblick auf die Gesundheitsvevhältnisse in Oesterreich ihre Instruktionen an die amerikanischen Gesundheitsbeamten in europäischen Häfen dahin äbgeändert hat, daß künftig gegen österreichische Passagiere dieselben Maßnahmen wie gegen Passagiere von westeuropäischen Ländern Anwendung finken. Ae GrnbenkMstrophe in Hart. Aus Gloggnitz wird uns berichtet: Die von der Unterfuchungskommission an die Staatsanwaltschaft, abgetretenen Akten ergaben, daß die Beschuldigungen, die gegen den Betriebsleiter D. Ludwig und gegen den Schichtmeister Treml erhoben wurden, ein Verschulden des letzteren an- ^ehmen lassen, weshalb gegen diesen das Strafverfahren ein- Äeitet wurde. (Von einer Untersuchung gegen die Verwaltung s Bergwerks hat man nichts gehört.) Schlagende Wetter in Charleroi. Charleroi, 14. August. (Havas.) In der "Grube Pönt iu So up hat sich eine Explosion schlagender Wetter ereignet. Man besorgt, daß ihr mehrere Bergleute zum Opfer gefallen sind. Bisher wurde ein Toter geborgen. jOj % <c <r7 lenznv ’ttündd&feisdls'chafF fä_ jheodorflaj 6s kCo nJMeti K Wied n e rMauttfsffasse 41 Telephon Nr. 57-0-11 Wien, 16. August. * Die Lebensmüden. Aus unglücklicher Liebe haben sich gestern der Schneidergehilse Rudolf H. und die Hilfsarbeiterin Karoline B. zu vergiften versucht. Sie wurden berde ins Spital gebracht. — Der akademische Bildhauer Karl Pr o sch hat sich aus Not durch Veronal vergiftet. — am 14. d. mittags hat sich die 79jährige Pfründnerin Josefa Danal vom Lainzer Vevsorgnngsheim aus einem Stockwerk in die Tiefe gestürzt und blieb tot liegen. — Die Private Cölostine Seiler die sich, wie berichtet, am.13. d. durch Lysol vergiftet hat, ist' ihren Verletzungen erlegen. — Gleichfalls aus unglücklicher Liebe haben die Hausgehilfinnen Moisia K. und Therese B. Selbstmordversuche durch Sturz in die Liefe und durch Einatmen von Leuchtgas unternommen. * Explosion in einer Oelsabrik. Gestern nachmittags ereignete sich in der Qesterreichiischen Oelsabriks-A.-G. in der Wienerstraße durch Hantieren mit Licht in einem salzsäurehältigen Fasse eine Explosion, durch die zwei Personen schwere Verletzungen erlitten. * Die Spielhöllen in Baden und Vöslau. Aus B a d e n berichtet man uns: Die -Untersuchung gegen die bei der Aushebung der Spielbanken verhafteten Pacchino Nicola, Ban de B o r ch, H. L e i s e r, Ludwig Goldberger, Ludwig Wyhasi, Ludwig Huber und Pasola geht ihrent Ende NMALML §&■• zivksgericht statt. Bis auf die beiden zuletzt Genannten welche wegen Kollusionsgefahr noch in Hast sind, wurden sämtliche Perlustrierte gegen hohe Kaution enthaftet. Der Kursalon hat wieder sein altes Bild gewonnen, nachdem sämtliche Schalter, Kassen und Tafeln mit den Nummern sortgeschafft wurden. . * Eine verhütete Explosion 4n Blumau. Aus Felixdors wird uns berichtet: Kürzlich ereignete sich durch die Vernachlässigung eines Destillierapparates — Blase geannnt— in der Staatsfabrik in Blumau eme Explosion, welche großes Unheil hätte anrichten können, wenn nicht die Fabriks- und Berufsfeuerwchr von Blruuau sofort eingegrissen hätten und mit ihnen die gesamte Arbeiterschaft. Allen zusammen gelang es rasch, die. Gefahr abzugrenzen. * Verkehrsregulierung bei der „Sezession". Beim Gebäude der „Sezession" ist eine große Verkehrsregulierung im Zuge, da die Strecke dort durch sieben Straßenbahnlinien und Fuhrwerksverkehr überlastet ist. Das ursprüngliche Projekt des Stadtbauamtes scheiterte an dem Widerstande der Besitzer des „Weingartls" und des Cafes Dobner, 'die ihre Vorgärten^ die für sie die Haupteinnahmsquelle bilden, hätten opfern mästen. Nach zahlreichen Kommissionierungen wurde nun der Ausweg gefunden, die Linien 2, I 2 und H 2, statt sie wie bisher durch die Friedrichsstraße zu führen, beim Gebäude des Verkehrsbnreaus abzweigen zu lassen und entlang des Resselparkes durch die Äastenstraße bis zur Stadtbahnhaltestelle „Karlsplatz" zu leiten und erst dort wieder aus der bisherigen Strecke weiterzuführen. An der Ausführung dieses Projektes wird bereits gearbeitet. Ein Teil der am Ende des alten Naschmavktes seinerzeit errichteten Berkaufshalle wurde, da der neuen Trasse im Wege stehend, bereits demoliert. Die gesamte Regulierung wird noch im Herbst beendet sein. * Die Schöne aus Lemberg. Ein Kaufmann aus Lemberg zeigte im Sicherheitsbureau an, daß seine 26jährige Gattin Helene, eine bekannte Schönheit, am 2. b. von dem Lemberger Kaufmann Josef Valentin H a l s k i enttührt worden sei, und daß da8 Paar me Absicht habe, sich von hier nach Paris zu begeben. Halski wurde noch am selben Tage mit.seiner Begleiterin in einem Stadthotel ängetrossen und wegen Entführung verhaftet. * Neimniformlermrg der Gendarmerie. Die Uniformierung der Gendarmerie bestand in den letzten Jahren aus einem braunen Tuch, welches aus englischen Mobilisierungsvorräten stammte. Für die Nenuniformierung gelangt nun schwarzes Tuch wie vor dem Kriege zur Verwendung. * Der Kaffeehausbesucher in der Unterhose. Gestern gegen halb 1 Uhr früh erschien im Eafe Mserhos in der Alferstraße ein 20jähriger, unbekannter Bursche, nur mit einer Unterhose bekleidet, und begann zu toben. Die Wache brachte ihn aus -das Wachzimmer und, von dort wurde er aus die psychiatrische Klinik überführt? * Verhaftung eines Krakauer Advokaten. Aus Krakau wird uns geschrieben: Großes Aufsehen erregt hier die Verhaftung des bekannten Rechtsanwaltes Dr. Casar S ch m i n dl i ng. Er wird beschuldigt, während der Verhandlung gegen die Teilnehmer an den blutigen Novemberunruhen in Krakau einen Geschwornen, und zwar den Realitätenbesitzer Chodurek, durch Bestechung zu einer milderen Beurteilung der Angeklagten bewogen zu haben. Dr. SchmiMing wurde in Untersuchungshaft genommen. * Rabbiner Simcha Solowejtfchik nach New-Aork berufen. Ans Riga wird uns geschrieben: Hier ist vor einigen Tagen aus Moskau Rabbiner Simcha Solowejtfchik eingetroffeti. Solöwejtschik, ein Sohn des bekannten Gaon Joses Solowejtfchik (1820—1892) war vor Kriegsausbruch Rabbiner in Mohilew, wo er auch eine bedeutende Jeschlwah leitete. Solowejtfchik, einer der bedeutendsten Talmudgelehrten der Gegenwart, war in der letzten Zeit Rabbiner 'in Kiew und mußte dann über Aufforderung der Sowjetregierung das Rabbinat mederlegen und nach Moskau ziehen. Währen der Pogromperiode leistete er aus dem Gebiete der Organisierung von Hilfsaktionen Bedeutendes. Vor kurzem wurde er von einer New-Aorker Synagoge als Rabbiner berufen. * Hebräisch als lebende Sprache in Frankreich anerkannt. Aus Paris wird uns berichtet: Bei den diesjährigen Ausncchmsprüfungen in die Pariser Hochschule für Kunst und Kunstgewerbe, bei welcher die Kenntnis von drei lebenden Sprachen gefordert wird, stellten zwei jüdische Kandidaten das Ersuchen es möge ihnen gestattet werden, die Prüfung aus dem Hebräischen abzulegen. Die Prüfungskommission gab dem Ersuchen statt und bestimmte den Unwersitätsdozenten Rabbiner Dr. Bach als Examinator. * WeltUntergangspropheten. Die amerikanische Sekte D. A." hat vor einigen Wochen auch Missionäre nach Lettland entsandt, die die Wiederkunft Christi auf den 6. Februar 1925 ansetzen. Da bis zu diesem Termin, an dem die „sündige Welt" untergeben werde, kaum sieben Monate verbleibeil, so müsse man sämtliches Eige -ntu m, bis auf die bis zu diesem Termin erforderlichen Existenzmittel, liquidieren. In Riga häben die Propagandisten der neuen Sekte bereits zehn Per- Vcntc.it „bekehrt", respektive ruiniert. Zu ihren Opfern zählt auch eine arme Witwe, die Muster eines dreijährigen Kindes, die ihre einzige Ziege verkauft Hot. * Uebersälle aus Palastinareisende in Rumänien. Aus Bukarest meldet I. T. A.: Der von Bukarest nach Kon stantza gellende Zug führte am 7. d. zwei polnische Waggons mit sich, in welchen' sich i ü d i s ch e Emigranten und Touristen aus Polen und Palästina befanden. Zwischen den Sationeu Mulnita und Tttesti bestiegen fünf mit Knütteln bewaffnete immc Leute einen dieser Wagen und schlugen auf die indischen Reisenden ein. Einige Soldaten, die in dem Zug mit« fuhren, verjagten die Angreifer, di;, wie sich später herausstellte, Staatsbedieustete waren. — Wie weiters gemeldet wird, hat die dW LäMiUtoi am Uo^rohei ausgedehnt, da dort Studenten in zahlreichen jüdischen ^Häusern die Fensterscheiben einschlugen und Geschästsläden, demolierten. * Menschenhaar als Kleiderbefatz. Die neueste Mod? ist, daß Damen, die dcS bisher so beliebten Pelzbesatzes überdrussig sind, die Kragen und Manschetten ihrer Mantel uno sogar ihre Blusen mit Menschenhaar verzieren. So sah man dieser Tage in London Damen, die lange schwarze Mäntel trugen, deren KraM mit goldblondem Frauenhaar gnmiect waren. Die Manschetten zeigten eine ähnliche Ber'ziernug, und Haarflechten dienten auch zum Besatz der cremsarbigen Blusen. * Tolstois Unterhaltung mit den Nachtigallen. Leo Tolstoi, der ein großer Naturfreund war, machte in feiner Jlcgend einmal einen hübschen Versuch, um das Musilhören der Vögel sestzustellen. Er war gerade aus dem Lande, und in dem Garten, der sein WvhnoattS umgab, waren zahlreiche Nachtigallen. Da machte es ihm nun Spaß, die Nachtigallen durch Klavievsplesen anMocken. Schließlich gelang ihm da? auch. Ern Zufall hatte ihn darauf gebracht, und als er einmal bemerkte, daß die Vögel die Töne 'des Klaviers wahrzunehmen schienen, war er unermüdlich darin, Versuche anzustellen, sie l''rch Musik herbeizurusen. In einem Brief an seine Tante, die Gräfin Alexandra Tolstoi, vom 1. Mai 1058 erzählt er sehr anschaulich die zufällige Veranlassung seiner originellen Versuche: ,Mach meiner Gewohnheit 'klimperte ich dieser Tage die Sonaten von Haydn, und darin sind Sexten. Plötzlich höre ich draußen und im Zimmer der Tante (sie hat einen Kanarienvogel) ein Pfeifen, Piepen uni) Trillern mitten durch meine Sexten. Ich höre auf. sie hören auf. Ich fange an. 'sie fangen an. (Zwei Nachtigallen unv ein Kanarienvogel'.) Ich verbrachte etwa drei Stunden mit dieser Beschäftigung." Auf diese Weise hatte er erkannt, daß die Vögel aus die Musik reagierten. (Die nachstehenden Ankündigungen sind entgeltlich.) * Tanzinstitnt Hermann Brann, 14. Bez., Neindorfgasse 42. * Die Telephonnnmmern der Del-Ka Schuhindllstrie- und Handels A.-G. (Zentrale) lauten infolge Automatisierung fortab „Serie 2500". _ Vereine, Vorträge nnd Bersommlungen. Zionistische Sektion Zwischenbrücken, 20. Bez., Allerheiliqenplatz 3, Cafe Park. Heute um 7 Uhr abends im Vereinslokale, Vortrag. Referent: Dr. Nebenzahl. Vorlesung r S. Schwager. — Kulturgruppe derZiontftische» Bezirkssektion Brigittenau, 20. Bez., Karl Meißlstraße 5. Sonntag, V,2 Uhr nachmittags, Ausflug. Treffpunkt im Vereinslokal. Bibliotheksstunden Montag und Donnerstag von 8 bis 9 Uhr abends. Mm Md Kunst. „Ein verworfener Wintel/ Larl-Theater. Ein ganz entzückendes Volksstück, diese Komödie Per«- HirschbeinS. Romeo und Jckia auf dem Lande. Romeo heißt hier Noah und ist ein Müllerssohn. Julia heißt Nute und ist Totengräberstochter. Die beiderseitigen Väter sind einander spinnefeind und wollen die Verbindung ihrer Kinder nicht dulden. Die Angelegenheit geht gleichwohl erfreulicher aus, als das Drama Shakespeares und die Novelle Gottfried Kellers. Die Kinder kriegen einander und versöhnen durch ihre Verbindung die Eltern. DaS erzählt sich rasch. Aber eine Fülle dichierischer Beobachtung der Menschen (in diesem Falle, natürlich Mischer Menschen) und zarteste Tönungen des Dialogs machen den Mangel an dramatischer Handlung wett, wie etwa in Hirschbeins kostbarer Idylle „Grüne Felder". Menschen von Fleisch und Blut, ihre Einfalt, ihre Harmlosigkeit und der naturgewachsene Humor dieser halbverbauerten Juden von einem Dichter gesehen, herzhaft gestaltet und in die Landschaft gestellt, der sie verbunden sind. Das jüdische Ensemble, welches unter Mitwirkung einiger Kräfte der Mlnaer Truppe an dieser Bühne ein kurzes Gastspiel absolviert, hat diesmal in Ehren bestanden, und wenn das Ensemble Gelegenheit zu häufigeren Proben gesucht und gefunden hätte, wäre es eine prachtvolle Vorstellung geworden. Eine Freuds die wesenhaste urwüchsige Gestaltung der beiden Väter durch Wolf Silberberg und Samuel Ben-Lewh, bemevkenswert natürlich Leo Halpern als Noah, vortreff-, lich die Damen Dreiblatt, Brazlawska und ganz besonders Frau Frühling. Betty D a l 8 k a übevireibt und hat Stärallüren, die ihr nicht zukommen. Den „Seide", der den Hauptanteil an dem fröhlichen Ausgang des Spiels hat — eine liebenswerte jüdische Greisen gestalt . — würde Herr R eiß mann unzweifelhaft ausgezeichnet spielen — wenn er den Text beherrschte. Das sehr gut besuchte Haus nahm Hirschbeins Dichtung und die Aufführung mit stürmischem Beifall auf. O. A. Ans den Theatern. V o l k s o p e r. Heute ,D r e schöne Helen >a". Morgen „Carmen" mit Frau Rantzau in dw Titelpartie; als Jose gastiert Herr Anton Ludwig; die Micacta fingt Frau Gerb, den Esoamillo Herr Nowak. Deutsches Bolkkstheater. Heu!« um 1IS Uhr wird die Winterspielzeit mit der EiLstaufführung des von Otto Zoff bearbeiteten Lustspiels „Die Freier" von I^eph Freiherr v. Eichendovff, Musik von Lahusen, eröffnet. Zufpät Eintsffende können erst nach dem ersten Bilde zu ihren Sitzen gelangen. Theater in der Josesftadt. Honte und Montag, lIS Uhr, '„Schneider Wiübel". Sonntag, Vjß Uhr, „Sonlkin u nd der Haupttreffer". Carl-Theater. Heute, V-8 Uhr, „Die Königin der Nacht" mit Poldi Bauer als Gast in der Titelrolle. ' Wochenspielplan her Volksoper. Sonntag, ^/r8 Uhr. „C a r m e n". Montag, 1/88 Uhr, „D e r Z i g eune rbaron". Dienstag, 1/2S Uhr, „Der Masten bat l". Mittwoch 1IS Uhr, „D e r Ev a n g e l i m an n". Donnerstag, Va8 Uhr, „Der Mikado". Freitag, */28 Uhr, „3)i'c Zauberflöt e". Sams tag, V28 Uhr, „Die Jüdin". 14. Festaussührmlg „Aida". Heute findet 'die 14. Fchausführung der ,,A>iLa" auf der Hchen Warte statt. Dirigent Pietro Mascagni. Beginn iIS Uhr abends. Nach Schluß der