Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1976 (15.8.1924)
- Date
- 1924-08-15
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Ylr. 1976 Men, Fveitay Wiener Moraenzeitung. 15. August 1924 ' Sette tk BMaata Sraetz' „Geschichte der Süden" in 3 eleganten Halbleinenbänden der „Wiener Morgenzeitung", der die Bezugsgebühr für 1 Jahr im voraus bezahlt, erhält Außer der Iahresgedühr sind für Versandspesen des „G r a e tz" noch ö 25.000 zu entrichten Die gestrige Mondesfinsternis. Schade, das schlechte Wetter hatte allen Gelegenheitsastronomen einen Strich durch die Rechnung gemacht: Mt der „Hetz" war es nichts. Allevorbereiteten Fernstecher, Operngucker und Glasscherben blieben schön zu Hause wie ihre Besitzer, die sich wohl für finsteren Mond, nicht aber für den gar so „finsteren" Himmel ausgerüstet hatten. Rur die, die den Winterrock zu Hause hatten, trotzten der August-»alte und zogen ins Freie, um zu sehen, was — nicht zu sehen war. Denn der Mond machte es wie die Primadonna: Vor wenigen Zuschauern strengt man sich nicht an, zeigt nicht sein ganzes Können,^, sondern nur das, wozu man kontraktlich verpflichtet ist. So war gestern auch der Mond spröde und verhüllte sich nur teilweise, enttäuschte daher alle die, die trotz des Sturmtvindes und der Kälte zum Himmel starrten. Es war nichts. Hier und da sah man wohl kleine Menschengruppen. Und hörte man hin, dann ernannte man überall den unvermeidlichen Allesbesserwisser, der, durch das Glas seiner Großmutter wahrscheinlich auf eine elektrische Straßen'bogenlampe schauend, seiiner Umgebung alles nur Mögliche zu erzählen versuchte. Aber alles Gerede half nichts, man sah nichts und ging enttäufcht wieder nach Hause. Die Besitzer der an einzelnen/ Punkten der Stadt ausgestellten fahrbaren Teleskope, durch die man um AM K. den Mond hätte beobachten können, packten ärgerlich zusammen, denn auch ihre Freilichtaufführung war mißlungen. — ei — Eine schöne Fra«, die ihr Gesicht verunstaltet. tim ihr eheliches Glück wiederzufinden. Die Genfer Zeitungen berichten von einem eigentümlichen Fall von.Selbstverstümmelung einer jungen Dame der besten Genfer Gesellschaft. Frau Possi, die Gattin eines reichen Genfer Fabrikanten, wurde von ihrem Mann mit großer Eifersucht verfolgt, weil sie sehr schön war und der Gatte der jungen Frau vovwarf, daß sie die Aufmerksamkeit anderer Männer auf sich zu lenken bestrebt sei. Frau Possi übergoß daher vor einigen Tagen ibr Besicht mit einer ätzenden Flüssigkeit und der dasselbe durch schwere Verätzungen. Frau Possi um ihren Q' '.eisen, daß sie ihn liebe und d. 'ersucht vö./-, : -ündet gewesen sei. Der Vorfall hatte auch ein gerichtliches N a chspiel. Die Mutter der jungen Frau brachte nämlich vor dem Genfer Tribunal eine Klage gegen ihren Schwiegersohn ein, von dem sie behauptet, daß er durch seine Grausamkeit ihre Tochter zu dem Mt der Selbstverstümmelung getrieben habe. Frau Possi, die als Zeugin erschien, verteidigte vor den Schössen ihren Mann und erklärte: „Ich konnte die Männer nicht daran hindern, daß sie meine Schönheit bewundern und mir Komplimente machen, aber in der Zukirnft werden sie mich meiden und ich werde somit mein eheliches Glück wiederfinden." Der Gatte der Frau Possi hat die besten Aerzte der Schiweiiz aufgeboten, damit sie, wenn möglich, dem Gesicht feiner Gattin die zerstörte Schönheit Wiedergeber!. Ler ungarische Bekannte. Mn Rauba,,fall in Pötzleinsdorf. — An Dr. Hans Gustav Törnell, einem Schweden aus RorMppin'g, der in Wien weilt und in der Universitätsstraße 5 wohnt, wurde eiin wahrscheinlich von langer Hand vorbereiteter Ranbanifall ausgchührt, bei dem der Täter aber verhältnismäßig geringe Beute machte. Dr. Törnell hatte bei einem Besuche in einem Cafe auf dem Ring vor eini>gen Tagen einen etwa 23jährigen Ungarn kennen gelernt. Der Ungar hatte sich wohl vargestellt, allein Dr. Törnell hat in der Zwischenzeit seinen Namen vergessen und kann sich nur erinnern, daß er sich für einen Bauzeichner ausgegeben und angegeben hat, in der. Favoritenstraße zu wohnen. Der Schwebe und der Ungar waren seither mchrmals zus>almmenge>komnven, und. der Ungar hatte den Dr. Törnell animiert, sich auch die schöne Umgebung Wiens anzuschen. Vorgestern nachmittags unter-- nahm der Schwede miit dem Ungarn einen Ausflug nach Pötzlsinsdorf. Es war sehr schwill und der Schwede legte, dem Beispiel des Ungars folgend, seinen Rock ab; der gefällige Ungar erlbot sich, ihn zu tragen. Sie waren beide auf die Höhe hinter der Kinldererholnngsstätte in Pötzleinsdorf gekommen. Während sie miteinander dahinschritten, sprang plötzlich von der Seite ein etwa 80- Vis Mähviger Mann auf Dr. Törnell zu und griff nach seinem linken Arm, an dem ^dev Schwede eine goldene Armbanduhr trug. Diese suchte ihm der Wegelagerer Kn entreißen, allein Dr. Törnell wehrte sich und der Räuber -mußte von ihn: Massen und lief davon. Scheinbar um ihn zu verfolgen, lief ihn: der Ungar nach, kehrte aber auch nicht mehr zurück, so das; der Verdacht nicht von der Hand zu weisen -ist, daß beide gemeinsames Spiel gemacht haben. Der Schivede zeigte sein Abenteuer beim Polizeikommissariat Währing an. In dem Rocke, den der Ungar mitnahm, war ein Reisepaß des Schweden, ausgestellt von der Polizeibehörde in Norvköpping, eine schwarzleberne Brieftasche mit etwa 100.000 K., ein Empfehlungsschreiben des schwedischen Gesandten in Wien und eine kleine silberne Zig-arettentabatiere mit der Gravierung „Hans Törnell". Die Erhebungen zur Ausforschung der beiden sind eingelei-tet. Ae arische „Grfinderei". Strafuntersuchung gegen Braun-Stammsest. Im Zuge der Erhebungen, die die Wirtschaftspol'izei auf Grund einer Anzeige der W -ien e r H a n del s kr c d it b a n k gegen Dr. Rudolf Maria Braun-St ammfest gepflogen hat, wurden auch einige der zu seinem Konzern gehörigen Unternehmungen einer eingchenden polizeilichen Ueberprüfung. unterzogen. Das Ergebnis dieser Ueberprüfung hat die Wirtschaftspolizei veranlaßt, die Akten der Staatsanwaltschaft abzntreten, der nunmehr die weiteren Entschließungen Vorbehalten sind. Die Wiener Handelskreditbank hat vor mehreren Wochen gegen Dr. Braun-Stammsest eine Anzeige bei der Wirtschafts- Polizei wegen zwei Forderungen an Dr. Braun-Stammsest erstattet. Letzterer hatte ein Paiket von 800.000 Aktien der Bank übernommen und wurde auf Grund dieses Besitzes zum Vizepräsidenten der Bank mit außerordentlich weliten Vollmachten gewählt, hat aber die Aktien noch nicht bezahlt. Ferner hat Dr. Braun-Stammsest für seine Hainfelder Maschinenfabrik einen Kredit von zwei Milliarden in Anspruch genommen; er erklärte, daß er ans einer Kapitalsvermehrung bei dieser Gründung 20 Milliarden Here in bekommen werde. Die Emission war aber ein Mißerfolg und die Bank hat ihre Forderung nicht hereinbringen können. Infolgedessen hat sich die Bank veranlaßt gesehen, die Zwangsversteigerung der Hainfelder Maschinenfabrik, auf welche sie eine Hypothek von 1,6 Milliarden nach einer dort sichergestellten Forderung der Mödlinger Sparkasse im Betrage von einer Milliarde besitzt, in die Wege zu leiten. Im Zuge der Erhebungen der Wirtschafts- Polizei wurde von seiten der anzeigenden Bank eine Reihe von Beispielen über die mangelhafte Buchführung bei den Unternehmungen? des Dr. Braun-Stammfest vorgelegt. Die Maßnahmen gegen die Autoraserei. Die in der letzten Zeit immer häufiger vorkommenden Autounfälle — im Juli gab es allein ihrer 12, davon sechs mit tödlichem Ausgang —, welche zum Teil auf die Unachtsamkeit des Publikums, zum größten Teil aber auf die Fahrlässigkeit und Rücksichtslosigkeit der Autolenker znvückzuführen sind, haben verschärfte Maßnahmen der Verkehrspolizei veranlaßt. Gegen jeden Chauffeur, der einen Unfall verschuldet, soll mit den schärfsten Maßnahmen vorgegangen werden. Im Wiederholungsfälle soll dem Schuldtvagenden der Führerschein entzogen werden Unbeschadet davon wird gegebenenfalls die Angelegenheit an das Strafgericht weitergeleitel. Um den Autoverkehr besser überwachen zu können, wurde vom Zentralinspektorat der Sicherheitswache ein Auto in Dienst gestellt, daß die Aufgabe hat, übermäßig schnell fahrende Autos anznh alten und die Anzeige zu erstatten. Es hat sich nämlich gezeigt, daß die berittene Wache den Anforderungen des modernen Verkehres 'nicht mehr gewachsen ist. Deshalb soll auch eine Anzahl Motorräder in Verwendung -kommen, die vermutlich in nächster Zeit erfolgen dürfte und einen großen Vorteil verspricht. Weiters hat das Verkehrsamt der Polizeidirektion, wie wir bereits berichteten, verfügt, daß die neue Decklich' tbelenchtnng bis längstens Ende Jänner nächsten Jahres allgemein eiligesii-hrt sein muß. Die genannten Maßregeln werden, wie man hofft, die Zahl der Autounfälle wesentlich reduzieren. Für die gleichmäßige Lustbarkeltsstener der Theater. Der Kampf gegen die Lustbarkeitssteuer der Operettentheater hat neue Formen angenommen. Der Musi kerb erband erblickt in der Umwandlung einiger Operettentheater in Profabühnen eine Steuerflucht, tveik dieser Uebergattg nicht aus künstlerischen Motiven, sondern behufs Umwandlung der 30prozentigery in die lOprozentige Lustbarkeitssteuer erfolge. In einem „offenen Brief" an den Finanzreferenten der Gemeinde Wien, Stadtrat Breitster, macht der Musikerverband im Verbandsorgan darauf aufmerksam, daß die Operettencheäterunternchnmngen (und nicht die ärmsten) das Steuerkonzept der Gemeinde durchkreuzen, indem sie sich in den P r o f a b e t r i e b f l tt ch t e n, um auf diese Weise Steuerermäßigungen zu erreichen, die nur für die Behütung wertvoller Prosakunst bestimmt seien. Es sei unerträglich, zuznsehen, wie sich Theaterunternvhmer auf Kosten der Gemeinde und der Solo- und Chorsänger eines Tricks bedienen. Der Musikerverband bittet schließlich nicht bloß im Namen der Musiker, sondern auch der Solo- und Chorsänger, für die sich merkwürdigerweise der Bühnenverein gar nicht sonderlich einsetze, diesen invwüvdigen Zustand nicht zu dulden und alle Theater m i t d e r gleichen Steuer zu belegen. Diese einheitliche Steuer könnte dann nach Würdigkeit, Verdienst oder Notwendigkeit ermäßi-cp werden. Die Lebensmittelmärkte. In der Großmarkchalle, die gestern günstige Fleischimporte aufzuweisen hatte (mittels Bahn sind 24 Waggons im Gewichte von 146 Tonnen eiugelangl), war der Verkehr sowohl im Großwie auch im Kleinhandel äußerst lebhaft. Die Preislage ist'nrdauernd stationär. Auch aus der Wiener Umgebung fanden sich zahlreiche Käufer ein. Der Naschmarkt wurde sowohl in bezug ans einheimische wie auch importierte Erzeugnisse ungemein günstig beliefert. Kartoffeln, Gurken, Zwiebeln, Paprika und Paradeiser verschiedener Herkunft langten in großen Mengen ein. Während die meisten Gemnsesorten trotz gesteigerten Angebotes in, Preise unverändert blieben, haben sich Paradeiser inc Preise verbilligt, 2500 bis 4000 K. pro Kilogramm. Pilze, für die die Nachfrage besonders lebhaft war, langten für den Bedarf nicht aus. Die Obstzuifnhrerr, namentlich in Aepseln, Birnen und Pfirsichen, verfolgen konstant die aufsteigende Richtung. Geflügel begegnet» besserer Nachfrage. \ Las Weiter. Gestern ist die kältere Wsstluft gegen Osten, vor ge-, drnngen und ha-t Trübung, Abkühlung und, stellenweise Regen, gebracht; besonders ans den Bergen ist die Temperatur stark zunückgeg-angen. Voraussage für heute: Trüb, kühl, regnerisch. Unverbindliche Voraussage für mehrere. Tage: Samstag wahrscheinlich wieder Besserung, Sonntag Schönwetter, raschere Wetteränderung andauernd. Ueberschwemmungen am Lago Maggiore. In der Gegend des Lago Maggiore und des Lago -di B-are.se ist der Lavenabach ans seinen Ufern getreten und hat-die Stadt Barese und zahlreiche Dörfer überschwemmt. Auch die Stadt Stresa am Lago Maggiore steht unter Wasser. Die Telegraphen, und Telephönleitungen sind unterbrochen. Der Schaden ist beträchtlich. Wien, 15. August.- * Todesfall. Am 3. d. ist, wie uns berichtet wird, Herr ' Moritz Fein einem Herzschlag erlegen. Fein, der im Jahre. 1910 nach Wien kam, war hier bald Spezialist in Buchhaltungsarbeiten und ob seiner ausgezeichneten Fachtüchtigkeit, seiner Ge- wissenhafttgkeit und feinen vorzüglichen menschlichen Eigen-:: schäften überall hochgeschätzt. * Eine vermißte Touristenpartie. Aus S t. M o r i tz wird uns gemeldet: Seit Dienstag abends wird eine Führerpartie, die eine Gletscherbesteigung vorhatte, vermißt. -Unter den Teilnehmrn befand sich der in St. Moritz zur Kur weilende Wiener Dr. Sch ick. Die Partie wurde vermutlich von einem Sch nee sturm überrascht. Es besteht wenig Hoffnung, daß die Partie noch am Leben ist, da Neuschnee gefallen ist. * Ueberfall auf ein Mädchen. Die 20jährige Hilfsarbeiterin Josefa N ad rasky unterhielt durch längere Zeit ein Liebesverhältnis mit dem Hilfsarbeiter Anton Tichy, hat aber die Beziehungen kürzlich ausgegeben. Da das Mädchen von Tichy nichts mehr wissen wollte, erging er sich wiederholt in Drohungen. Gestern abends pochte er an die Tür der Wohnung der Nadvasky; kaum wurde die Türe geöffnet, als er eindraug, sich mit einem bereitgchaltenen Taschenmesser auf die frühere Geliebte stürzte und auf sie loszustechen begann. Er brachte ihr eine sechs Zentimeter lange Stichwunde am Hinterhaupt und Stichiounden am linken Auge, am Kinn und an der schützend vorgchaltenen Hand bei. Dann gelang es, ihn zu entwaffnen. Die Nadrasky wurde von der Rettungs-gesellschafi verbunden und ins Wiedner Krankenhaus gebracht. Tichy wurde verhaftet. Er wivd dem Landesgericht eingeliefert werden. * Sammlung für die Barmherzigen Brüder. Die Leitung des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder bittet uns 'um die Aufnahme folgender Zeilen: ,)Die P. T. Parteien werden ersucht. der Leitung des Krankenhauses bekannt,zugcben. wann Id.ie nochausständigen Sammelbeträge für das Spital der Barmherzigen Brüder in Wien, 2. Beq., Große Mohrengass-e 9, abzuholen sind." * Tanzinstitut Hermann Braun, 14. Bez., Reindorfgasse 42. _ (Entgeltlich.) Vereine. Vorträge und Versammlungen. Jung Juda Jugendbun d. Heute. Leichtathletik- und Handball-Training. Treffpunkt um 7*3 Uhr bei dem W. A. C.-Tore. Turnschuhe sind mitzunehmen. Urania. Samstag» 16. August: 6 Uhr (Großer Saal) r Eine Fuchsjagd auf Skiern durchs Engadin. 8 Uhr (Großer Saal): Unter Kannibalen. Technisches Museum. Heute um '/,10 und 10 Uhr vormittags Führungen durch die Museumssammlungen. Siimtlsche Sammlungen, sowie Lesesaal Samstag von 1 bis .6 Uhr und Sonntag von 9 bis 1 Uhr geöffnet. Eine Reise durch. Erez Israel. Die Kurgäste aus Kaltenleutgeben führen am Sonntag, den 17. August, um 11 Uhr vormittags unser» Film „Eine Reise durch Erez Israel imJahre- 1923" im Kaltenleutgebner Kino auf. Karten im Vorverkauf au der Kassa des Kinos erhältlich. Den begleitenden Vortrag hält Herr Dr. I. W a l d m a n n. Zwei verkrüppelte jüdische Kinder, beide vom zartesten Alter an verwaist, befinden sich in dem von Frau Hechtgeleiteten KinderheiminLaa. Der eine der Leiden Dreizehnjährigen ist an beiden Füßen gelähmt, der andere lahmt auf einem Fuße. Um sich fortzubewegen, benötigt der eine der beiden Knaben einen Rollwagen, der andere F n ß s ch i e n e n. Dem Heim in Laa fehlen die Mittel zur Anschaffung dieser für seine beiden armen Schützlinge so notwendigen-Behelfe. Wer würde diese oder das Geld hierzu den beiden Knaben zur Verfügung ffellen? Spenden oder Zuschriften sind an das Kinderheirn in Laa oder an die Administration unseres 38111784