Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1972 (11.8.1924)
- Date
- 1924-08-11
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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«?<!^ >>r iw»***“ w^rrf«^.^w''wm>w«sf ^xvj<* r-,<t**i t t mim --«»>'». «rs Wen. Mmckitz Menee MprsMeftünA S, .WW.Mk' WV" ören Wem Rechte Gunst svivrisrn, Drn schickt rr nicht nach OrstrrrtzW. IkrWkHWDM Rrrckdr nach KM Pröiperr» SAjvird rr gleich vor Schrrckrn Mich. Rm Bahnhof schon bemerkt rr Gruppen» Sir schauen einen an so schief; Es Md dir H akenkrruflrrkrupprn ÄÜr den Verkehr dort „offensiv". Vs wendet sich der Gast mit Grausen Von unserer Luttur beleckt. Dir „GmitaMrhKrit", strht rr» sind Flausen, Er flieht hinaus, wv's „ansgrprckt". Doch sieh — dir schwankenden Grstaltrn: Die „Brüda" nahen aus drm Reich! Sir sind beim Heurigen" dir Alten, Und sie beweisen es sogleich. Der Cantus: „Deutschland über alles" Ist für dir Wiener keine Hetz. Man will a Duah pr seinem Balles And revanchiert sich mit dem „Götz". Drauf Kommt dann ffudrndorffs Methode Und Hände „rudern" in der Lust; Dazu erklingt dir drustche Ode: „Nur immer feste druff!" und „Schuft!" Es folgen diesen trauten Morten Auch Äummiknüttelversr schon-- Und Kam' dazu dir Hrnny Porten: Es wär' der „Schlager" der Saison! Ali. Die Rente. i, für Ihren Witz bekommen Sie Redakteur: einen Schillings Einsender: Wes. für io «ine» Oriqinalwitz so wenig, wo sie. Mir schon rm vorigen Jahr« mchr gegeben hoben für oMfen schönen, sinken, guten Witz. Wer den schon mein Großvater so gelacht hat, v ' Außer .so. Der ganz .jung« BanWirektor hat gcheivatet und vom Schwiegervater, dem älteren Baickdivektm, ein schönes Stück Geld mitbekommen. (Wie die Zeilen noch nicht so „flau" waren.) Nach einem halben Jahve war -der sunge Herr Bankdirektor mit dem ganzen Gerstl fertig. .Mut," sagt da der Wie. .-Einrichtung, Wirtschaft, Gebrauch -ufw. ich weiß was dos kostet. Mer du kannst doch nicht alles verbraucht haben?" „Nu, Papa" sagt darauf der fange Herr, „und Geschäfte Hab' ich gar keine gemacht." Der Wohltäter. Eine Scgtxte. . In einer ungarischen Gemeinde war ein Mann gestorben, der sein Men lang viel verdient und wenig für die Armen Wrig-gehabt hatte. Nun stand er vor GotteS Richterthron, um Einlaß in die Gefilde der Seligen zu erlangen. . „Was hast du Guter getan?" prüft Ln der Ewige. „Einem armen Bettler habe ich einmal Mi Kreuzer gegeben." „Moses!" sagt darauf der liebe Gott, „schau' nach, ob «8 wahr LI!" MoseS schlägt das große Buch auf, in dem alle Wohltaten der Menschen auf Erden verzeichnet sind. „Er ist wahr," sagt er dann. „War hast -v^ noch Gutes getan?" fragt der liebe Gott abermals.' „Einem anderen Bettler habe ich auch Mi Kreuzer gegeben." Moses bestätigt es. ■ „Und was noch?" forscht der Ewige weiter. „Ein dritter Bettler hat von mir auch zwei Kreuzer bekommen." „Stimmt," sagt MoseS. „Und was . hast du noch getan?" fragt der liebe Gott i. Resita. Gute Umgrangsform en auf der Eis«nbahn. > „Jetzt bähen Gie mir mit Ihrer Zigarette meinen neuen Hut dnrchaebrannt, Mr Butterbrot ist auf meine Hose gefallen, äusgespuckt-haben Sie zum Fenster, daß ich die Äugen vM '• yckKe/rM'-mir' Aren urtb Sehen vergeht. Entschuldigen Sie, .mein Herr». mit wem habe ich eigentlich das Vergnügen?" - Der Stil. „WaS hör' ich, Marie? Sie wollen von MS fortgchen? Dar dann ich Ihnen sagen: Eine» so guten Platz werden Sie nicht so bald, bekommen. Ich mach' doch so wie so die ganze Arbeit allein!" , ,Ha, gnädige Frau, aber nicht so. wie ich es ge wohnt bin." „Völkisches , ÄÄden -einen Anzug machen M!^ In der Dorfschule. Zn di» Schule von Hinterkropflttg kommt einmal der 8rr Jnspstor und sängt an, M Buken zOpMn. >GM» der Frauzl dran. Gr MkDswiL der Ochs -ack Berge. DE GEor reiht endlich die -GchM M er -fragt den Fra^li ^Sa-g' einmal, wer ist denn-erüentüch Äm Vat'n?" . Dir arme FranzlWW weiter herum. Da will der Herr Lchrer rettend eingrekfiE und flüstertdem Inspektor zu: . Mtde, vielleicht Men Sie dem Buben eine leichtere Frage." *"• - ' *-&Ö 5' BriestW». v. y. D«rm°l nichts!?— etamMMb. ttcbet dar Weil«; . .en wir Ihnen nichts andere sagen. Wir haben.auch Men SpezMaubsrosch. — „Awa". Siehe Antwort unter Strandbad. — BöM Die Loten laßt man ruhen. — BicchS. Sie schreiben: Dev Generaldirektor hatte erst s e in Auto, dann ein Kleinauto, zuletzt k e fn. Äüto. was sollen wir da miachen? -■"" “ ~ PposeSsio ... M daraus zogen Mncki, Pst. Diesmal nichts. Verwendbare Beiträge werden honoriert. so," das ist wäS anderes!" 1 noch immer stärkere Krisenerscheinungen in der Indu-i strie. Generalkommiär Dr. Zimmer man hat! dies auch in seinem letzten Berichte angedeutet. Die Srstimnisse der aBnken dürften in den nächsten Jahren nicht Münzend aussehen, und auch die Dividenden, die die Jrwustrie ausschütten wird, dürsten, nach dem bisherigen Stande zu schließen, ebenfalls nicht allzu rosig sein. Unter diesen Umstanden ist ein gewrsser'S ke fli tizismus berechtigt. Dazu kommen noch im. DauseI der nächsten Woche die Sachverständigen des Völker-! bundes zusammen, um über die Verwendung der Rest-! kredite zu verhandeln. Ihr Urteil ist vorläufig nochi fraglich. Zweifellos würden ihre Beratunaen nicht fo) umständlich sein, wenn die Staatswlrtfchast schon volll kommen saniert wäre. Dies ist aber vorläufig noch nicht) der Fall. Es geht eben nicht so rasch, wie man es sich! in Genf vorgeftellt hat. Diese Umstände, die nicht alhu i günstig stimmen, sollen uns aber nicht däzu\ Lringen, zur pessimistischenAnschauung! hi n zun ei gen. Dies wäre verft-hlt. Es ist aber ebenso vevsehlt, optimistisch zu sein. Die Börse wird sich einmal erholen — ob dies schon in den nächsten Tagen der Fall sein wird, ist vorläufig noch nicht g^viß. Lar SchrM der »örse. Die fteundliche Stimmung, die.in den letzten zwei Wochen an der Wiener Börse zum Ausdruck kam, hat in manchen Kreisen die Hoffnung erweckt, daß schon das Schlimmste vorbei sei und nunmehr wieder die Morgendämmerung der Börse zu tagen beginne. Doch wie jemand, der eine schwere Gefahr überwunden hat, sich noch nicht recht an die neuen Verhältnisse gelvöhnen kann, so traut auch je^t die große Masse des Publikums den jetzigen Börsenzuständen nicht ganz und weiß sich kein richtiges Urteil zu bilden. Die Frage, die auf den Lippen aller hängt und die an jeden gestellt wird, heißt immer wieder: Wie wird die Börse weiter sein? Es ist richtig: es sprechen eine Reihe von Momenten für die weitere günstige Entwicklung der Tendenz. Die Londoner Verhandlungen dürsten trotz der roßen Schwierigkeiten doch zu einem Resultat sichren, llle Weltbörsen haben.daraufhin günstig reagiert und in Berlin ist eine wahre Hausse ausgebrochen. Die Berliner Spekulation hat auf dem Wiener Markte Kaufe durchführen lassen, und auch an anderen Mörsen Mtteleuropas ist die Stimmung fteuMich. So manche Käufe: sind für auswärtige Rechnung durchgefichrt worden, wodurch die Kurse höher ^gekommen str«. Die kleinen Werte haben wesentl>iche B e s s« r u n g e n aufzuweisen, während beiden größeren Werten nur einzelne eiste bessere Beurteilung gefunden haben. Die große Frage ist aber, ab diese Bewegung auch tatsächlich anhalten kann. Eine Tat sa ch e, di«sch wer ins Gewicht fällt und die vielfach aufgefallen ist, ist d e r U m st a n d, daß das h e i m i s ch e P u b l ikum der Wiener Börse verhältnismäßig noch wenig Beachtung geschenEt hat. Die Lokalkäufe sind relativ gering. Das heimAche Publikum fürchtet vorläufig, sich zu engagieren. Die Spekulation ist zurückhaltend, sie kann sich nicht so ausle-ben, wie es bei normalem Geschästsvertchr der Fall gewesen ist. Die mannigfachen geschäftlichen SchvaMn hindern sie daran. Der zweimalige Kassentäg der Woche läßt keine längere Spekulation zu. Die Geldverhältnisse stck> nicht derart, daß sie umfangreiche Spekulation gestatten würden. Doch äbgesöhen von der Zurückhaltung der Speku lation sind noch andere retardierende Momente vorhanden. Im Erlaufe der Stagnation .hat das StützüngÄomitee gewaltige Aküenpakete zusammengekaust. Es ist fast das ganze > mobile Mtierckapital in den Besitz des Stützungskomitees gewandert. Das Stützungskomitee ist dadurch ziemlich immMWert worden. Bon den 320 Milliarden, die damals aus dem Fonds der Völkerbundkredite zur Versiigung gestellt wurden, sind 20 Milliarden schon zuruckgezahlt und weitere. Raten werden in kurzer Zeit bezahlt. Das Ko.mitee mußte größere Aktienbestände w i e d e r a b gebe n. Die Folge davon ist, daß sich die Börse nicht so gewaltig nach oben erholen * kann. Ursprünglich war wohl. die Absicht vorhanden, daß die Kontevnnne eingezwickt werden und die Kurst möglichst stark in die Höhe Wirbeln sollen, damit die Konternnne eine Lehre ziehen und sich nicht mehr stärker engagieren soll. Jetzt ist rnan von dieser Absicht abgekommen.. Das Stützungskomitee stellte Mark in jeder beliebigen Menge zur Verfügung, weil es sich Lust schassen muß. Es hat sich schon eine Mvisst Liquidität geschafstn Wer es sind noch große Mengen vorhanden, di« in ferner Zeit wieder aus den Markt kommen dürsten. Dieser..flmstastd - nächsteü'Zert vre Kurst nicht ällzü^starkPerM werden. Die Hrrcht vor der AusdGrtüng EMise .auf.die Privatwirtschaft ist noch nicht gebannt.. Man Schach. (Alle Zuschriften find zu richten an Frritz Igel. Wsn. 2. Bez., PvateostvLße 41 Erspiel Nv. 2* Schwarz; LdS. Th8, Sä4. Lb2 (4. Steinch. J Schwarz. x » H » 7 6 . h . ~ Weiß. \ Wetz: KhS, Sa7, Li8, Bh6 (4 Weiß zieht und macht remis. Dieses grandiose Endspiel, das Großmeister RSti während! seiner Reise in Spanien ansstöberte, soll von einenr Amateur! stamme», dem ein besserer Spieler die Dame vorgeben kann. Die Schlußstellung der Losung wirkt verblüffend. 1. L«7, Th7; 2. Kg4, KXS; 3. LhL (nicht wegen ixl nebst Se6) Sf5; 4. LXL, TXh6f; 5. Kg5, Thä; ». Loö, Tf»; 7. Lf4, Sd4; 8. LoS, Tfhf; 9. Kg4, Td6; 10. Lk4. Kb6; 11. Ke4, KcB; 12. KdB und somit ist, wie sich jeder leicht überzeugen kan«, eine StellMg erreicht, die für Schwarz trotz Mehrbesttzes eines Turms, nicht! zu gewinnen ist. ' Aufgabe Nr. 14. Bon Salomon G r o ß m a n n. - Schwarz: Lä4, Vk4, vrs, ä? G Steine). ' Schwarz. Weitzr Kdl, Dhl, a b e tt e f g h u! Weiß. \ Te3, Lb4, h7, SeB, BbS, cl (8 Steine). Matt in zwei Zügen. Löfuugen. l Nummer 13r La 1—sB. Nummer 13r Del—dl. Richtige Lösungen r Franz G u t f r e u n d, Grete König,' Dr. F ar ka ez (Wien), Viktor G o l d s ch mid t (Basel). . Nachrichten. Ein neuer Weltmeisterkampf zwischen Laster-—CapManea : dürste wahrscheinlich wieder an der leidlichen Geldstage scheitern.^ LaSker hält eS wohl mit Recht für »«würdig, wenn ein Welt« j Meister wegen der Kosten erst überall hausieren gehen sollte. ' Internationales Zweierturnier des Karlstädter Schachj klubs. Einsendungen bis 31. Dezember '(Höchstzahl zwei) an M. H e r l i n g e r in Karlovae, Südslywien (1. Preis 5 Dollar, | 2. Preis 3 Dollar). : i Dreierturnier der Prager Preffe. Einsendungen bis 81. Dezember mit Lösung und Motto an Dr. Zd. Mach, Vinohrady, Fochova 93 (Tschecho-Slowakei). .! . Preise; M, 400, 800, M, 100 und 60 tschech. K. i Die Siegergrüppe in der Schacholympiade zu Paris ergab! folgende EndMungr Mattison (LetUand) ) A p s ch e n rer (Lettland) 5, E o l l e (Belgien) ^/,,' E. u w e (Holland) 4, V a j d a (Ungarn) 4, T s ch e p u r » o f f \ (Finnland) 4, Pälan (Argentinien) Golmahv ^Manien) 3, H a v a s i (Ungarn) 2'/,. . < V Mattiso n, der bekannte AMaben- und Endspieldichter erhält somit. den Titel eines Amckenr-Weltschachmeisters. - Am 17.- d.- : findet in Linz der Länderwettkampf Riederöüerrcich—Oberöfterreich' statt.