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Wiener Morgenzeitung · 1924-08-10 · Heft 1971 (10.8.1924) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1971 (10.8.1924)
Date
1924-08-10
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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BMW" mw SW«tt, HlönMtz Wiener Morgenzeitlmg. Ä. Niiguist IM «k. IM;$a£ Altarbild mit 10 0 0. h o 11 a n d is ch e tt Gu l d «tt. Tottor. ^Kodacs bedang sich ans, daß die Bank über das Bild erst??r-! fügen «dürfe, falls er nicht bis spätestens 15. September >aS Darlehen samt Zinsen zurückbezahlt habe. Die Affäre des Altarbildes von Quero ist übrigens mli dieser Etappe noch lange nicht abgeschlossen. Nunmehr steht ein diplomatischer Notenwechsel zwischen Ungarn und 'Holland einerseits, sodann zwischen Ungarn und Italien andererseits bevor. Jedenfalls wird eS noch geraume Zeit brauchen, bis das vielgenannte Gemälde in die Kirche von Quero zurückgelangt, von wo es 1918 weggeführt wurde. Dr. KovaeL gibt den Pfandschein nicht aus der Hand. , Gestern vormittags ersuchte der Vertreter des Arrars den Untersuchungsrichter um die AuSfolgung deS Pfandscheines über das in Amsterdam verpfändete Gemälde des Dr. Kovacs. Der Untersuchungsrichter konnte diesem Verlangen nicht entsprechen, weil Dr. Kovacs den Pfandschein bisher noch nicht aus der Hand gegeben hat und sich auch weigert, es zu tun. Ser Terente-Rummel. Wie die Butkarester Zeitungen melden, wurden am 4. d. . Zwei SchlepplschiKe, die bei der Insel Albina, 20 Kilometer dom Donauhafen Qltenica entfernt, ankerten, von drei Banditen über* : fallen. Das Haupt der Bande soll sich als T e r e n t e zu erkennen gegeben haben; der ,/Terente" ließ sich aus dem auf dom Schliff dorgchundenen Zeitungen sämtliche Artikel vorlesen, die sich auf Terente bezogen. Schließlich raubte die Bande 0800 Lei und zahlreiche Kleidungsstücke und verschwand dann in das Innere der Insel Albina. Kürzlich rief in Bukarest das Gerücht große Aufregung hervor, daß Terente in der Nähe Bukarests gesehen worden sei und daß er. gegen die Hauptstadt marschiere. Dieses Gerücht wurde jedoch offiziell als unbegründet bezeichnet. Aus allen Teilen Rumäniens kommen Nachrichten über das iAufiauchen falscher Terentes. In zahlreichen Ortschaften haben vermögende Bürger Briefe mit der Unterschrift Terentes erhalten, worin ihnen mit dem Tode gedroht > wird, falls sie nicht eine bestimmte Suimne an einem näher bezeichnten Platz erlegten. Mitteilungen ms dem HMwmr. Zer Ring der Zarin. Eine Strafanzeige gegen Beitschberger. Der Kaufmann Julius Gröbl hatte dem Großindustriellen A. B e i t s ch b e r g e r ein kurzfristiges Darlehen von einer Milliarde Kronen gewährt, wofür ihm als Deckung von Herrn Veitschberger ein kostbarer Ring versprochen wucdr. Der Ring, von dem es hieß, daß er aus dem russischen Krouschatze stamme und der Kaiserin gehört habe, wurde.auch tatsächlich von Herrn Beitschberger, der versicherte, daß er einen Wert von 3 bis 4 Milliarden habe, übergeben. Als Beitschberger nach Ablauf der Darlehenssrist nicht zählen wollte, ließ Gröbl den Ring schätzen, der von Sachverständigen mit 400 bis 500 Millionen bewertet wurde. Nach längerem Warten versetzte Gröbl den Ring in einer Pfandleihanstalt um 300 Millionen. Beitschberger ist jedoch auch weiterhin ■* seinen Verpflichtungen nicht nachgekommen, so daß Gröbl nach monat?.- langem vergeblichen Warten nun die Strafanzeige erstattet h rt, Bon der Labattegle. Vor einem Streik der Tabakarbeiter. Seit einiger Zeit böstchen Differenzen zwischen der Geberaldirektion der Tabakvogie und den Arbeitern der Tabakfabriiken in Favoriten und Ottakring. Me Zwistigkeiten nahmen ihren Ausgangspunkt wegen der Entlassung eine Arbeiters namens St iist sowie in Lohnistreidigkerten. Unter anderen fordern die Arbeiter, daß jene .ihrer Kollegen, die länger als drei Monate in der Tabäkfabri-k arlbevten und bisher' nicht definitiv angestellt sind, als ständige Arbeiter Mart werden sollen. Da die Direktion bisher die Forderungen -nicht bewilligt hat und außerdem sine Intensivierung der Arbeitsmethoden nach dem amerikanischen Taylor-System Platz greisen soll, halben Die Arbeiter beschlossen, in den Streik zu treten. Die Arbeit wird jedoch erst niedergelegt werden, wenn eine neuerliche. Ablehnung der Forderungen, die der GemvaldirMon durch die Betriebsräte vorgobracht werden, erfolgen sollte MMwvdeneinnaHmen. l\ Der Korrespondenz Herzog zufolge betrugen die Bruttoeinnahnten des DaboSmonopols im Mai d. I. 206, im Juni 20-3 Milliarden Kronen. Die Erzeugung der Film- und der Dramuzigaretten wurde vovWergchend emgeftellt, um der Nachfrage entsprechend ein größeres Quantum Memphisz i g a ret t e n herzustellen. Auch die in der letzten Zeit wieder -stark begchrte Dames «wird wieder ertzeugt. , FRANZÖSISCHE Dar Wetter. Für heute wird Pewölkungsabnahme und höhere Temperatur angekündigt. 4^' Gewttter uwd Hochiöaffer. HMM In den Ardennen iw Frankreich hat ein ungeheurer Sturm geiwütet, der die Ernte der ganzen Gegend vernichtet«. Der Schaden wird aus mehr als D-vi Millionen FMkrn geschätzt. Bei den Usbevschwemmungen auf Formosa sind 700 Personen ertrunken. 10.000 Häuser sind dabei zerstört worden. . LINIEN VMi r, ■fy WÖCHENTLICHE DIREKTE EXPRESS-DAMPFER von HAVRE nach NEW YORK# KUBA, MEXIKO VENEZUELA, COLUMBIEN, CANADÄ VON HAMBURG, HAVRE, BORDEAUX, GENUA, MARSEILLE nach SOD-AMERIKA Motfsrnsto Pasaagiar-Einrichtungen «Br I., II. Klasse und' M. Klsase-Ksblnan - Vorzügliche Verpflegung , f^-v' AuskCnftc und Prospekte gratis und franko •' WIEN, IV. BEZIRK, WIEDNSnQURYBl. Nr. 24 Möbelfabrik J. Spira Feine °» Will!, fll. 1~3 Wohnungseinrichtungen (Ecke Karl Schweighofergasse) KURORT Gleichenberg HOTEL MAILAND best empfohlenes Haus ersten Ranges, in schönster, zentralster Lage/Pension/Vorzügl.Küche / Zivile Preise JOSEF MÖTZL, Hotelier Auslände? 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Da sie das Armband nicht einmal aus der Auslage nehmen wollte, blieb Inspektor Polzer im Geschäft. Nun wurde ein Schlosser geholt, um die Auslage zu öffnen. Der. Polizeiinspektor bemqHtigte sich zuletzt doch des Armbandes. Frau Lehrer wollte es ihm Mit Gewalt entreißen. Gegen sie wich die Amtshandlung wegen öffentlicher Gewalttätigkeit eingeleitet. i u - ~ ■<?. ü. > Wien. 10. August. * Bankier Kahn in Men. Der' bekannte amepikanische Bankier Eugen Kahn ist gestern nachts,mit «dem amerikanischen Bankier Morgan W. Farbe 8 in Wien angekommr«^ * Die Selbstmordepidemie. Im Laufe. des gestrigrn Tages wurden nicht weniger als zeyn Selbstmorde, br- Me Lebrnsmittelmärkte. Die konstant finkende Kaufkraft der meisten Verbraucherschichten kam gestern in der Großmarkthalle zum Ausdruck. Während sonst an einem Samstag alle Berkanfsstände stavk umlagert sind, ließ gestern der Besuch zu wünschen -übrig. Außerdem konzentrierte sich die Hanptnachsrage auf die relativ billigen Fleischsorten. Bessere Qualitäten fanden angesichts der hohen Preise weniger Beachtung. Rindfleisch ist im .EnMange mit der Auswärtsbewegung auf dem dieswöchigen Rinderrnarkt bis zu 2000 K. pro Kilogramm im Preise gestiegen. KaVfleisch hat sich üur in den extremen Sorten verteuert, wogegen Schweinefleisch gegen die Vorwoche unverändert blieb. In . der Großmarkchalle hatten folgende Preise Geltung: Rindfleisch, vorderes mit Zuwage, 26.000 bis 36.000 K., ohne 28.000 bis 40.000 K.,'hinteres mit Zuwage 28. M bis 40.000 K., ohne W.000 bis 48.000 K., Kalbfleisch 26.000 bis 44.000 K., Schnitzelfleisch 60.000 bis 68.000 K. pro Kilogramm je nach Qualität. Fettprodukte tendierten unverändert. 'v Der Zentralgemüsemarkt (Naschmarkt), der gestern auf allen Gebieten besonders günstig dotiert wurde, zeigte gesteigerte Frequenz. Paradeiser haben sich neuerlich ün Preise verbilligt. Auch Kartoffeln und verschiedene Gartnererzeugnisse wurden mäßig im Preise herabgesetzt. Anhaltend, reichlich sin-d die Obstzufuhren. Weintrauben und Pfirsiche wurden billiger. Trstere -von 9000 K. und letztere von 9000 K. das Kilogramnr. «ihm sprang v... .....— . noch Versuche zu seiner Retung gemacht wurden, verschwunden. — Bei der Dimmeringer Heide, wurde die Le-iche eines 1 «layrig.'n Zuckerbäckergehilfen aus dem Donaukanal gezogen, dkk weaen eines Nervenleidens in den Tod gegangen war. —Degen finanzieller Schwierigkeiten ist der Buchbinder Franz S. bei der Nußdorferlande in die Donau gegangen. — Wegen smlechten Geschäftsganges hat sich der Schneider Josef Sedlacer mit emem Rasiermesser die Kehle durchschnitten. — Arbeitslosigkeit hat -den 38jährigen Kutscher Karl G. veranlaßt, sich mit einem Küchenmesser durch einen S t tjf>. i n l H - rz zu röten. — Der Gemischtwarenhändler Anton H > a o a hat sich wegen Famil-ienz-wistigkeiten erschossen. — 7).'.8.e'.ve Motiv bewog den Geschäftsdiener Johann T. sich anzu'-ch^r.m. — Im Zustande schwerer Melancholie hat sich der 22fahrme Vertreter Karl I. aus dem Fenster seiner Wohnung m iet Graumannstraße gestürzt und blieb tot liegen. — UnZcncklrche Liebe hat die 34jährige Bedienerin Marie S. dazu oerailrßtbr:»t Ofen mit Koks zu füllen und sich so durch Kohlenaradgas zu vergiften. Sie wurde bewußtlos ins Spital gebricht. — Die 35jährige Private Darika W. wurde in ihrer W-H»u»,i. Novaragasse 49, bewußtlos aufgefunden. Sie hat Ve-.äN'.. genommen. Ob eine Ueberschreitung der ärztlich ve: >r)'.eien Dosis oder Selbstmordversuch vorliegt, ist nicht kla'.zestclit. * Die Gefahren des Auf- und Abspringens. Der Sch:.«:' der Franz Wondraeek, Blindengasse 22 wohnhaft, -vran.z gestern vormittags auf dem Getreidemarkt auf einen '.'yrend.ur Straßenbahnzug der Linie „59" auf, kam zu Falle und blieb besinnungslos liegen. Aeußerlich zeigte er nur e'ne Wunde am Hinterhaupt. Der Arzt der Retiungsgeselljchast konnte aber nur mehr den Eintrit des Todes feststell.'n. — Auf dem Sechshauser Gürtel wollte der 54jähr-ige Alesierschmied Josef Ongarivon einem Straßenbahnzug v.t ''i’uic 1V4 abspringen. Er stürzte und blieb mit einer Wunde am rcchten Auge und im Gesichte bewußtlos liegen. * Zionistisches Landeskomitee für Oesterreich. DaS Zionistische Landeskomitee teilt mit: Montag, 7 Uhr abends, findet eine außerordentlich wichtige Sitzung des Landesromitees statt. .... * Siebzehn jüdische Hörer an der Budapester Universität. ' Nach einer Mitteilung des Universitätsprofessors Dr., Karl Hoor haben sich bis fetzt für das nächste Semester 357-neue Hörer gemeldet. Nach dem Gesetze des Numerus clausus ^kann die Zahl der jüdischen Hörer nur fünf PrvMt der Gesamt'' zahl ausmachen. Bis jetzt dürfen sich also nur 17 jüdische Hörer inflrrbieren. In Fviedensjayren inskribierten auf der Budapester Universität etwa 800 Inden, also sünfzigwal so viel wie jetzt. __ (Die nachstehenden Ankündigungen sind entgeltlich.) . * Großer Sommer - Raumungsverkauf bei Brüder Schifsmmm, 2. Bez.. Taborstraße 48. Prima Regenmäntel 175.000 K. franz. 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Bevorzugt werden verarmte Verwandte, Doppelwalfin, Halbwaisen und Töchter jüdischer Kleingewerbetrewendeü i * * i;'} >' B u k o w in a er Z entr alv erb and. Ein Lebens- 11-12 Uhr in der Geschäfts st olle dos Zentralverbandes, 1. B e z., E l t s a b e t h st r a ß e 9, 1/10, Telephon 46-2-48 und 3-28 Klappe 88, ihr» Ad re s s e n b e k a n n t z n g e b e n. Heute keine NachmittagSzusammem kunft, dagegen um LUhrabendSimKr ist all > E a ffc a e s e l li a e Z n s a m m e n k u n f t.

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