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Wiener Morgenzeitung · 1924-08-10 · Heft 1971 (10.8.1924) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1971 (10.8.1924)
Date
1924-08-10
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Ge. ML Wen, So-nMg Menep Movgenzeituns. 40. August 19Ä GMe 7 Irr Srfols der Httlerer. Die bayrischen Blätter stimmen bewegliche Klagen 'ömMer an, daß die bayrischen Kurorte und Somme r s r i s ch e n s o s ch t e ch; 'd such:?ind und ergehen sich in sipMeNlangen Untersuchungen über die Ursachen dieser Er- Ischöimmg. W gibt auch da und dort Stimmen, die sich nicht scheuen, die Wahrheit zu sangen. So lesen wir im „Garmisch- PartenEirchner TaMatt" eine Feststellung des Vereins des Gastgewerbes von Garmisch-Partenkirchen, in der e8 heißt: .,Die Jud en gehen nicht nach Bayern, sie lassen sich nicht beschimpfen, anpöbeln und selbst schlagen. Der gemeine Ueberif-att aus Kommerzienrat Fraenkel, die Anpöbelung der jüdisch Msschenden Menschen in München, die gemeine Beschimpfung itm einem Teil der Presse, das hat eine Gegenbewegnng verursacht: den absoluten Boykott Bayerns. durch 'die Juden und einen Teil von Nichijnden. Der Feldzug gegen die Juden kann mit einem wirtschaftlichen Fiasko enden. i as zwar die Vernünftigen vorauSgeschen haben, das aber di. Gewerbetreibenden u n d a l l e. d '' r..' u vc *«t fff. ' •<:hrerAr b e i t lebe n 'müssen, bezahlen werden". Die Betrachtungen enden w .- wlg/: „Die gleiche Klage wie Garmisch-Partenkirchen, erhebt München, das leer aller Besucher ist, ausgenommen den durch ^'yenden Touristenverkehr; den gleichen Schmerz haben Nürnberg und alle Orte, die nicht ausgosiprochene Heilbäder sind." Es ist klar, daß die Sommerfrischen-Hakenkrstlzlerei, wenn sie von den Juden richtig beantwortet wird, in der Bevölkerung, die ja, wie es in der Zuschrift Gastwirte richtig heißt, von ihrer Hände Arbeit lebt und nicht gegen Bezahlung mit fremdem Gelbe Strolchdienste leistet, entschieden abgelchnt Werder. JWttfc. Auf Borkum schwingt Wohl -allabendlich der „Führer" der dort weilenden hundert Hakenkreuzlerstvolche Henning auf dom Dach des Musikpavillons die Hakenkreuzfahne, und im Kurhotel von Kolberg vergnügen sich die bezahlten Pülcher jdamit, zur Chanukkahymne „Moaus zur" zu tanzen, sich j.eht Käppchen aufzusetzen und D‘: We'se mit einem karikierten ,Mnen" zu beschließen. Wenn aber das Gchndel längere 'Zeit hübsch unter sich bleiben muß, wird es wahrscheinlich bald hinausgefenert werden. Aatthakenkreazlerisches Liebesabenteuer eines dentschvMfÄe« Abgeordneten. In Thüringen wird das mißlungene galante AbenlMuer des weimarischen völkischen Landtags ab- ,geordneten Karl Spiller, der zur Zeit der Landtagssttzungen sich dem Amorkult hingab, viel belächelt. Die für trie, vöMchen Ideale recht tragikomisch anmutende Affäre ist natür/ Ach von der Presse begierig aufgegrrffen worden und vom schönen Thüringen auch nach Bayern hinübergeflattert. Einem Münchener Matt entnehmen wir nun bte nachstehende amüsante Notiz: Der genannte Abgeordnete, der „in christlicher Ehe ge-!ttmkter Germane" ist, hatte anläßlich eines Einkaufes in einem PolpieMmrengeschäft Augen auf die jüdisch eV erkänferin HÄvorfen und suchte auf alle mögliche Weise eine Anknüpfung imst chr herbeizuführen. Da ihm dies auf mündlichem Wege mißlang, ließ er chr eines Tages einen Brief zufwranea, der folgenden Inhalt hatte: . 1 Ein Kuvert mit der Aufschrift: „Herrn Karl Spil ker. Hirschberg a. S., zurzeit Landtag Weimar"; 2. einen kleinen leeren Briefbogen; 3. zwei ungebrauchte Brrefverschlüsse mit weißen Hakenkreuzen auf lila Grund; 4. folgende TWchtskartet ^Sehr geehrtes Fräulein! Bitte Sie gütigst um Verzeihung, sollten diese Zeilen Ihrem Wunsch und Ihrer Auffassung nicht entsprechen oder lästig sein. Mein Wunsch, eine kleine Unterhaltung nebst Aussprache herbeizuführen, gibt Anlaß zu diesen Zeilen. Ich kaufte heute in Ihrem Geschäfte Postkarten. Fand dabei aber keine Gelegen, heit, einige Worte mit Ihnen zu sprechen. Ich bitte Sie recht herzlich, um 8 Uhr an umseitig bezeichneten Ort zu sein. Daselbst ist ein Durchgang. In großer Verehrung usw." Das Rendezvous sollte am Fuße des Schloßturmes von Weimar, gemäß einem auf der Ansichtskarte verzeichneten Kreuzes (nicht Hakenkreuz!) stattfinden. Die Dame erschien auch pünktlich zum Stelldichein — allerdings in Begleitung eines männlichen Verwandten. Ms der Judenfresser Spiller dessen ansichtig wurde, hatte „er nichts Völkischeres zu tun, als seine Hakenkreuzbeine unter dem Arm zu nehmen und rasch völkische Wege zu eilen". Das Blatt zitiert noch eine Stelle aus Artur Dinters berüchtigtem antisemitischen Machwerk: „Die Sünde wider den Geist", wo es heißt: „Ein unkeusches Mädchen ist schlimmer als >eine Ver'brecherin". Und weiter: „Bon einem Neger oder Juden kann man deutsche Zucht und Sitte nicht erwarten". Was wird nun Herr Dinier zu seinem deutschvölkischen Gesinnungskumpanen sagen? (Auch du, mein Solm Brutus? . . .) 8m Laude des „grünen Sternes". . Wo ist dieses Land? Vergeblich bemüht man seine halbvergessenen Geographiekenntnisse, kein Land taucht auf, das den grünen fünfzackigen Stern im Wappen führt. Keine Landkarte vermag uns anzngeben, wo dieses geheimnisvolle Land liegt, denn es ist überall und nirgends. Es entsprang dem Kopfe eines jüdischen Gymnasiasten in Polen, Ludwig Lazarus Za men Hof, des einzigen Sohnes eines Sprachlehrers. Zamenhof wurde am. 16. September 1859 in Bialysto k geboren, besuchte dort die Schule und übersivdelte mit seinen Eltern 1873 nach Warschau. Schon dort, noch als Gymnasiast, faßte er die Idee, die heute auf der ganzen Welt, ebenso in Europa und Amerika, wie im fernsten Osten eine, ungezählte Anhängerschar besitzt, die Idee, die Menschheit durch eine allgemeine Verständigungsmöglichkeit enger zniWMnzuMießW: Es ging ihm um Höheres als bloß unt die 4'/j Milliarden Schaden. — Le» Die Firnta A .T h u n in Rio de Janeiro, eine de,r größten Magnesit-, Eisen- und Go'ldgvubennnt-ernchmumgen Brasiliens, irielche auch, in Berlin eine Filiale tzqt, besitzt lein Kontokorrent bei der Garanty Trust Company in New- Ljork, von dem sie Mit Hilfe eines Geheimeode jederzeit telegraphisch Geld beheben oder übeviveisen kann; der Depesche muß stets ein bestätigender Brief auf dem Geschäftspapier der. Firma, mit der Unterschrift des Chefs versehen, folgen. Bei der Abrechnung über dieses Konto kam man darauf, daß im November des letzten Jahres auf schwindelhafte Weise 50.000 Dollar an die Equitable Trust- Bank in Now-Dork und 12.000 Dollar an einen gewissen Frances Hartmann überwiesen worden Ware»:. Die Depeschen und Briefe, welche diese Ueberweifungen veranlaßte hatten, waren gefälscht. Da der Betrug von 02.000 Dollar, zufolge Kenntnis des Geheimeode, nur von einen: Angestellten der Finna Thun KegiMgen sein konnte, wurde tot dieser Richtung nachgeforscht und der Verdacht richtete sich gegen den aus Wien stammenden Ernst Paul Frankl, einen Gohn des in Wien wohnhaften Bankiers Alexander Frankl, der auch in Perchtols-dorf eine Villa besitzt. Ernst Paul FriaM hatte nämlich seine Stellung bei der Firma in Rio 'de Janairo im Jänner dieses Jahres plötzlich mit der Angabe verlassen, daß er einen besseren Posten in Sao Paolo bekonrmen habe; diese Angabe erwies sich jedoch als unwahr. Die Erhebungen ergiaiben auch, daß Ernst Paul Frankl schon vor zwei Jahren bei einer Bukarester Firma 827.000 Lei unterschlagen te. Da auch festgestellt wurde, daß die 02.000 Dollar aar die Adresse eines M. Dabenne in Paris, eines intime:: Freundes des Vaters des Frankl, gesendet worden waren, und daß Frankl im Februar dort geweilt und seinen Vater hatte hinkommen lassen, war es zweifellos, daß Ernst Paul Frankl und France Hartmann ein und dieselbe Person seien. Weitere Erhebungen ergäben, daß der angebliche Hartman»: sich auf den zweiten Scheck unter dom Mmen einer Triestiner Bekannten bei der Triester Fiiliäte der Banoa di Roma 300.000 Wre hatte ansfolgen lasten. Seine Spur führte nach Wien, wo Frankl jun., -wie festgeftellt wurde, häufig ins Geschäft seines Vaters kam. Sonst hielt er sich in der väterlichen Villa in Perchtoldsdorf auf, die er als guter Sohn mit einem Kostenaufwandes von 100 Millionen renovieren ließ. Jrn väterlichen Bankhaufe wurde FranK nunmehr verhaftet. Er. gestand die Scheckfälschung sowie den Betrug in Bukarest ein Md gah an, zu diesen Betrügereien infolge der , . / verschwenderischen Lebensweise seiner Fra« gekommen zu sein. Mit Hilfe eines Beamten der Firma Thun, mit Namen Ernesto Oswalds Schmitt habe er den Betrug mit den Schecks ausgeführt. Beide haben auch, als Frankl, der über Wunsch seiner alten Eltern, / Mer. ein Wiener, hier verhaftet. die in Unkenmms seiner Verfehlungen ihn sehen wolltennach Europa reiste, einen '/ , EhifsteschlÜssel für „Situationsberichte" vereinbart, wer den Frankl int* auffällig vor Entdeckung warnen sollte. Die durch den Scheckbetrug herausgelockten Gelder behob Frankl unter Benützung von Bekannten seiner Familie, welche keine Ahnung davon.hatte»:, wie ihre -Namen mißbraucht werden. Don dem Gelbe, das in österreichischen Kronen etwa viereinhalb Milliarden ausmacht, eine der größten Summen, die jemals in^Wien bei einem Verbrechen in Betracht fcnn; gab Frankl 0000 Dollar seinem Helfershelfer 'Schmitt, mit etiva eineinhalb Milliarden Kronen beteiligte er sich am Geschäft seines Vaters, etwa 400 -Millionen hat er seit der Abreise von Rio de Janeiro bis 'heute aus-gegeben, für 100 Millionen, wie bereits erwähnt, die Perchtoldsdorser Billa des Paters renovieren lasten, ferner auch die Kosten einer Operation seines Vaters bestritten. Mit 200 Millionen -hat er, nur die Strasverfolg'NNg seitens der Bukarester Firma hiu-tanzuhalten^ einen Teil''des dieser vor zivei ^Jahren zugefngten Schadens gedeckt. Da Frankl jun. bei seiner Verhaftung nur etwa 10 Millionen Kronen besaß, wurde über den Rest des Geldes nachgeforscht, und es ergab sich, daß FranA jun. nt Wien ein 7 Absteigqnartier besaß, dessen Besucherinnen ihn: wahrscheinlich viel Geld kosteten, daß er .sich ferner eine geradezu f ü r st l icheGarde r o b e «und a -u s -e r l e s e n e I n w e l e n augeschafst habe. Ueberdies wurde in dieser Wiener. Wohnung ei-n. Betrag von 45 M'illionen Kronen in bar gefunden. Um etiva 100 Millionen K.ronen hat sich Frankl jün. zwei.Perl- Auto's angescha-sst, die er verpachtete und auf seine Nechnuug als Lohns u h rwer t laufe’« ließ. In seiner Äiemr Wohnung, -die er in der Schlerfmühlgaste bei einem" Obersten gMl'ietet hatte, fand man auch eine Schönheitsgalerie, Damen in zie-tOich geivagten Toiletten 'darstellend, wahr« schernlich die Bekanntschaften seiner Reise::. Frankl jun. wurde dem Wiener L a n d e s g e r i ch t eingeliefert. Für das Ban Eh aus, welches FraEs Vater, Alexander Frau-kl, in der Krugerstraße betreibt u-:Ä das in den letzten, Monaten mit -dem von dem Sohrrv erschwindelten Gelde finanziert wurde, hat sich nach Mitteilung des Rechtsvertveters der Firma Zll Thun, deren Inhaber Mgenwärtig in Wien 'weilt, die Situation' dermaßen gestal-tet, daß Herr Dhun sich mit de»n Gedanken trägt, das Kapital, -welches der junge Frankl 'dem Bankhause „zug-ttverldet" hat, n-olentz volens dort zu belassen, um die Firma aufrecht zu erhalten. Verbreitung der von ihn: geschaffenen Kunstsprache, er glaubte, daß durch die Verständigungsmöglichkeit allein schon Zwietracht und Feindschaft Mischen den Völkern schwinden werden. Daß Zamenhof hier schmählich enttäuscht wurde, kann sein Verdienst kaum mindern. Liegt es nicht vielmehr in seinem Judentum begründet, daß er für den Frieden wirken wollte? Lange Jahre mußte Zanttnhof gegen den Spott der «ganzen Welt, gegen Neid und Mißgunst falscher Freunde kämpfen. Aber langsam brach sich sein Gedanke der Welthilss-' spräche Bahn, die, durch keine Nnregelrnäßigkeiten und den ungeheuren Formenreichtttm der alten Sprachen beschwert, jedem eine leicht zugängliche Versländtgungsmöglichkeit bieten soll. Die den meisten Weltsprachen gemeinsamen Wortstämme werden nach einer Anzahl feststehender Regeln mit Nachsilben verbunden und geben so einen ungemein großen Wortreichtum, der auch die kleinstes Differenziernngen ■ auszndrücken gestattet. * Im Konzerthaus findet der sechzehnte Kongreß des Esperanto Weltbundes stat. Vom Dache ivehen einige Fahnen mit dem grünen Stern auf weißem Grunde, vor den: Hanse halten eine Altzahl esperantokundiger Wachleute, durch eilte Armbinde gekennzeichnet, Dienst. RegeS Leben herrscht in allen Räumen nnd Gängen des Hauses, was freilich lttcht Wunder nimmt, wenn man hört, daß 3400 Teilnehmer aus 4-3 verschiedenen Ländern hier versammelt sind. Im Garderoberaun: sind Verkanfsstände ausgeschlagen, man bekommt hier Esperantoliteratur, so viel man nur wünschen »nag, Werke vor: englischen, deutschen, französischen und auch j üd i s ch en Autoren. Wenige Schritte weiter verkaufen Ungarn schöne Hairdarbeiten, in der Wechf-lstnbe daneben werden gerade die letzter: Kurse aufgezogen. Die 24 Fachgruppen, die vor: den verschiedensten Interessenten gebildet werden, halten in den einzelnen Zimmern oder in den Hällsern befrelmdeter Wiener Organisationen ihre Sitzungen ab. Das Programm zeigt in bmttem Dnrcheiirander: Studenten, Briefrnarkensammler, Bankbeamte, Tabakgegner, Pazifisten und viele andere n:ehr. Besonders starke Fachgruppen stellen die ArbeiteresperarNisten^ ebenso wie christliche Esperantovereine. Auch die Leipziger ebenso wie die Wiener Messe lassen sich die Propagandamöglichkeit nicht erügehen und sorgen für die reichliche Verteilung von Eirlladungen, selbstverständlich in Esperanto. Cbe»:so stt für Unterhaltung in Esperanto vorgesorgt; im B ü rge r t h e a t e r-finden ei lüge .Festvorstellun- >gen 'von Raimunds ,M e r s ch w ende r" statt und' ',it beit Olympiasälen hat ein Dilettantenkabarett Unterknnsi gesunden. Die Ausführenden stammen aus England, ans der Tschecho-Slowakei und noch aus vielen anderen Ländern« Trotzdem klappt alles tadellos, Esperanto ist die Brücke. Sie spielen nicht nur Uebersetzungen, auch Originalliteratnc in ' Esperanto befiw>et sich in ihrem Repertoire. Das beste Bild von der Verbreitung des Esperanto bietet wohl die Bviefübergabsstelle. Hier liegen Briefe und Karten ans Polen, aus England, aus China, aps Argvpteu, ununterbrochen kommen Kongreßmitglieder, mn die ■:\wX lanfenen Sendungen in Empfang zu nehmen. q- Zamenhof erging es ebenso wie den meisteil anderen jüdischen Geisteshelden: er schuf Großes für die Menschheit, er stellte sich selbstlos , in der: Dienst seiner Idee, opferte ihr sein Gehirn, seine Kraft, sein Bernrögel:. Er starb 1917 in engen Berhältnisten. Es . gibt allüsemitische Esperantove:eine, Robert Duldner. Enthüllung einer Gedenktafel für den Erfinder des Esperanto. Gestern nachmittags fand unter starker’ Betoiligrnlg bet? Esperantokongreßteilnehmer die Enthüllung der -an der Seitenfront des Hotels Hammerand im.8. Bezirk angebrachten Gedenktafel für den Erfinder der Esperantosprache, Doktor Zamenhof, in Anwesenheit seiner Witwe und der Tochter statt. Es wurde auch' die Esperantohymlte gesungen. Die graue Marmorgedenktasel trägt ’ folgende Inschrift: Dr.’ Lazar Ludwig Z a m c n h o'f, 1859—1917, dem die Menschheit die Hilfssprache Esperanto zu verdanken hat, wohnte in den Jahre:r 1886 und 1807 in diesem Hause. Ser „gerettete" Palma Vecchio. W» Amsterdamer „Retter". - Die Bndapster Blätter veröffentlichen Einzelheiten über; die Angelegenheit - des Altarbildes von, Qnero. Daitach hatte1 Dr. Kovaes das Gemälde vor einigen Wochen nach Holland! :ausgeführt, um es dort in Sicherhe’it’.zu.bringen. .In! A m st e r d a »n begegnete .Dr.' Kovaes einem '.bekannten B::da bester Herrn, dein Direktor-Madarofy,'der den Rechts - anwalt bei der Zentralkredit-Handels -.A.-G... einführte. ’ Alls .Grund der Empfehlung des Blldapester Direktors, eines lang-! jährigen Geschäftsfreundes der'Bank, Nahm diese das Gemälde; als Pfatld entgegen, ütach einer eingehenden Unter; nchnng j durch Amsterdamer Kunstsachverständige, belehnte die'Pank 1

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