Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1970 (9.8.1924)
- Date
- 1924-08-09
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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vcwwrro «VMN, >LAMMlg Mener Movfienfiektttns. 9. August 1924 GeÄe b * Unbekannter Selbstmörder. Bei Hadersdorf-Weid« Unaan wurde gestern früh ein etwa SO bis 65jähriger Mann erhängt aufgefun-den. * Auch das Wasch«« wird teurer. Infolge der großen Steigerung der Fettpreise i» den letzten Wochen haben auch die Seifenfabriken die Preise ihrer Produkte in den' letzten Tagen erhöht. So wurde der Preis der bekannten Schichtseife bereits erhöht, andere Fabriken sind diesem Beispiele gefolgt, und die restlichen Fabriken werden in den nächsten Tagen folgen. Auch die Preise der meisten Waschpulver' wurden bereits erhöht. Das /beliebte Scheuermittel „Sirax" würde speich um 25 Prozent verteuert. Die Preiserhöhung der Leisen ' beträgt „nur" 5 bis 10 Prozent. * Die Kanalräumungsgebiihren bleiben im August unverändert. Die Kanalräumungsgebühren «erfahren sür den Monat August keine Veränderung gegenüber dem Vormonat und betragen daher das Mache des AugustMonatszinses 1911. * Vöslauer Ferienkolonie „Florahof". Am 11. August kchrt der zweite Kinderschuh aus der Ferienkolonie „F l o r ah o f" in Böslau unter Führung des Herrn Leopold Kanitz ' nach Wien zurück. Es war ein glücklicher Gedanke des Vereines ^„Rachlath Jeschurun", das ursprünglich in Saubersdorf befindliche Heim im Kurort Vöslau zu eröffnen, das bekamulich als „Paradies der Kleinen" gilt. Tatsächlich werden die Eltern und Angehörigen ein freudiges Wiedersehen feiern, da sich die Kinder wahrend des vierwöchigen Aufenthaltes im Ferienheim trefflich echolt haben. Die Gewichtszunahme betragt durchschnittlich 3 Kilogramm. Das größtenteils schöne Wetter ermöglichte den Kindern häufigen Aufenthalt im Freien, viele Spaziergänge, Sonnen- und andere Bäder. Der Gesundheits- Mtand der Kinder kann als einwandfrei bezeichnet werden. Zu begrüßen ist es, daß die Kinder unter steter Aufsicht eines gut geschulten Personals sieben, das auch erzieherisch auf die Kleinen wirkt. Die zweite KmderetaM besteht aus 140 Mädchen. Um daS Gelingen dieses Jugendwohlfährtswerkes machten sich >der greise, aber noch immer arbeitsfreudige Präsident Dr. Löwy sowie die Vorstandsmitglieder Kanitz Md Neufeld sehr verdient. Besonderer Dank gebührt der Leiterin der Anstalt, Frau Helene Kanitz, .die in aufopferungsvoller Weise ihre Funktion versiehi, und schließlich Frau Dr. Berger, die 40 Kinder beivacht und . betreut. Am 14. August reist die dritte Kolonie, diesmal aus erwachsenen Jünglingen bestehend, nach Vöslau ab. * Ungarisch-österreichischer Getreideverkehr. Gegenüber den Gerüchten, daß der ungarisch-österreichische Getreideverkehr durch Stauungen in der Grenzstation HegheshÄom behindert sei. wird amtlich festgestellt daß weder in den österreichischen Zollgrenzbahnhöfen.Bruckneudorf und Moson Magharovar, noch im Grenzbahnhofe Heghechalom in .den letzten Monaten Güterstauungen vorgekommen sind und 3 bei dem derzeitigen geringen Verkehre solche Stauungen nicht zu gewärtigen sind. Für den glatten Durchlauf ü Sendungen wurden mit den ungarischen Staatsbahnen beschleunigte Ferngüterzugsläufe vereinbart. * D-Züge Wien—Kölln—Holland und Belgien. Seit 26. Mi l. I. ist durch die Wiedereinführung der D-Züge 461-66—Ä4-402 Wien Westbahnhof—Köln, die vor dem Jan« Me 1983 bestandene D-Zugsvevbmdung von Rumänien über Biadapest—Wien—Passau—Frankfurt a. M.—Köln nach Holland und Belgien wieder hergostellt. Die wichtigsten Berkehrs- Ä der neueingeführten D-Züge sind: Zug D 4Ü1-55 ab Westbahnhof um 8.35, an FraMurt a. M. 0.04, an Mu «yi 6.07. Jn^ der Gegenrichtung fahrt Zug D 54-402 von KMu «m ILO, von Frankfurt a. M. um 6.19, an. Wien Westbahrchof WLO. . , Kleine Wontt. Dar JünKiug und das Nahmadel. Auf dem Pantheon- Hatz. Fürchterliche Kälte. Cm bleicher Jüngling mit schwarzem Haar tritt zu einem Nähmädel aus dem Quartier latin. Sie Mrtet schon eine Stunde. „Nun?" fragt das junge Mädchen. Mchtsi Meine Freamde sind nicht zu finden." „Mer ich habe wach nichts gegessen. Es ist schon 6 Uhr —" „Ich auch Nicht." ,Msv sollen wir heute nichts essen?" Der junge Mann denkt emen Augenblick nach. Dann folgt er einem plötzlichen Entschlich', zicht seinen Ueberwck aus — bei 10 Grad Kälte! —, reicht ihn dem MÄdchen und sagt: ,-Trag' ihn zum Trödler und kaufe etwas zu offen." Er kommt in Hemdärmeln in seine Mietstulbe. Dve Zeit hat das Andenken an das Nähmädel nicht bewahrt. Der junge Mann hieß Emile Zola. Eine voreilige Kritik. Die „Frankfurter Zeitung" bereitet den Abdruck des Programms des geplanten Wiener ,Musik- und THeatevfestes mit folgendem Zusatz: „Das ist wahrhaftig ein Speisekarte ästhetischer Genüsse, die dem allgemeinen kulturellen Tohuwabohu' unserer Zeit entspricht. Wehe den Hirnen der Festgäste, und Rezensenten! Hat denn die Stadt Wien kernen kulturpolitischen Berater, der diesem wüsten Plan noch' bei Zeiten ein inneres Gesetz und eine äußere Form verleiht." — Diese Bemerkung ist nicht gerechtfertigt. Das bevorstehende Mener Musil- und Theateufest ist nach einem wohldurchdachten, einheitlichen Plan angeordnet: Es gilt der alten und neueren österreichischen Kunst. Dr. (Die nachstehenden Ankündigungen find entgeltlich.) * (Aerztliche Nachricht.) Frauenarzt und Geburtshelfer Alfred Loewy ist von seinem Sommerurlaub zurück- Mitteilungen am dem Publikum. Die Zionist. Sektion Zwischenbrficken gratuliert herzlichat ihrem Äüsschussmitgliede Fräulein Estl Tanne zu ihrer Verlobung mit Herrn Josef Höffier Im August 1924 Die Vereinsleitung Strandbadehäusei* im stadt. Strandbad Klosterneubur? mit einem und mehreren .Räumen, Sommer über bewohnbar, verkauft mit 20jIhrigem Pachtvertrag auf den Grund. Wir liefern auch Holzhäuser nach auswärts RIosterneuburger Wagenfabrik A. G.y Wien, 12. Bezirk, Grieshofgasse 16, Telephon 82-4-39 m Bühne und Kunst. Aufführung von Rordaus „Dr. Sohn" im Earl-Theater. Durch ein Ensemble der Wilnaer Truppe. Sonntag schließt das erfolgreiche Gastspiel des. New* Norker jüdischen Kunsttheaters am Carl-Theater m.: einem interessanten Abend, den Herr Direktor Morris S ch w a r tz allein bestreiten. Er wird Ans—kys „Dybnk" rezitieren. Dienstag den 12. d. beginnt ein kurzes Gastspiel hervorragender Künstler der 'berühmten Wilnaer Truppe. Es sind Mitglieder jenes Ensembles der ,Milnaer", welches in Deutschland, Holland und zuletzt in London ungewöhnliche künstlerische Erfolge feierte. Führer des Ensembles ist Leo Holpern. Der Truppe gehören ferner an: Frau Dalaska, welche von der englischen Kritik auf eine Stufe mit Sarah Bernhard gestellt wurde, ferner die Herren N. W. i 1 berb erg und S. Ben Lev i. Das Ensemble hat sich durch eine Reihe ausgezeichneter Schauspieler gestärkt, welche bisnun an der Freien jüdischen Volksbühne wirkten. Es wird zunächst Max Rordaus Drama „D r. K o h n" zur Aufführung gelangen. Sodann geht Perez HirschbeinL dramatische Dichtung „Im verworfenen Winkel" in Szene. Frau Dalska hat übrigens gestern die Rolle der Grete in Dollers ,Aas rote Lachen" übernommen und mit großem Erfolge durchgeführt. Dem bevorstehenden interessanten Gastspiel wird mit um so .größerem Interesse entgegengesehen, als die genannten führenden Kräfte der Milnaer" dem Wiener Publikum noch unbekannt sind. Maskagnis SpernWue. Eine historische Oper aus der Zeit Napoleons des Ersten. Der Mener Berichterstatter der ,/Stomp a" hat Maseagni aufgesucht, um ihn über feine Zukunftspkäne zu befragen. Die Frage, ob er etwa zugunsten der Dirigententätigkeit die Beschäftigung mit der Komposition einzuschränken gedenke, beantwortete Mascagni, indem er seine Pläne für die Zukunft aneinandersetzte. Abgesehen von seinen Verpflichtungen als Kapellmeister, die den Meister auch nach Amerika führen, beschäftigt ihn dauernd die Frage der Opernkompofition. Daß er auf der Suche nach einem neuen, .geeigneten Opernbnch ist, gesteht er selbst: .„Genaues kann ich Ihnen darüber zurzeit noch nicht verraten. Mer es besteht die Möglichkeit, daß ich aus Paris einen neuen Operntext .erhalte. Das Buch selbst, von dem man mir Wunderdinge er zählt, ist von dem Dichter Caim .nach einem Roman von Bevgerat bearbeitet und stellt Joseffne Beauharna'is, die Ge mahlin Napoleons des Ersten, in den Mittelpunkt der Hand lung. Ich weiß wohl, wie 'gefährlich es ist, einen historischen Stoff zur Vertonung zu wählen. Denken Sie nur, wie lächer lich es wirken müßte, etwa einen Calvour, der Bariton 'fingt auf die Bühne zu bringen oder Viktor Emanuel als Tenoristen aufzuführen! Aber die Zeit des ersten Napoleon liegt uns bereits fern genug, um derartige lUnzuträglichkeiten nicht be fürchten zu müssen. Ich würde den Text gegebenenfalls im französischen Original komponieren; die italienische Ueber setzung bliebe dann einer späteren Zeit vorbchalten." ' Mascagni hat diesen Vorgang -auch bei seiner Oper „Auica" gewählt, die zunächst in französischer Sprache ausge führt wuvde. . gekehrt und hat seine Sprechstunden <9. Bezirk, Mserstraße ■ 32, von 2 bis 4 Uhr nachmittags) wieder ausgenommen. Neue Delephonnunrmer 27361. * Tanzinstitut Hermann Braun, 14. Bez., Reindorfgaffe 42. Heute letzter Tag des Del-Ka Sommer-RäumMgsverin allen Del-Ka- Berkaufshänsern. an t r « g". Dienstag den 12. d. mm ersten Male „Schneidet Wib be", Komödie in fünf Bilder' von Han8 Müller« Schlösser. Neues Wiener Stadttheater. Heute «nd die folgenden Tage „Ein Böhm in Amerika". Wochenspielplan derVolkSoper. Sonntag, Vs8 Uhr abends, „D i e F l e d e r m a u 8". Montag, 7*8 Uhr abends, „D i e lustigen Weiber vonWindsor". Dienstag, 7,8 Uhr abends, „Der Mikado". Mittwoch. V*8 Uhr abends, „Cavalleria rnst i e a n a", „D er Bajazzo". Donnerstag, 7,8 Uhr abends, „Madame Butterfly". Freitag, 7*8 Uhr abends, „Hoffmanns Erzählunge n". Samstag, 7*8 Uhr abends, „D i t öneHelena". Sonntag, 7,8 Uhr abends, „C a r m e n". kaufeS Vereine. VortrSge und Versammlungen. Kulturgruppe der Zionistischen Befiel 8 s e k t i o n XX, Karl Meißlstraße 5. Die Bibliothek ist wieder eröffnet worben. Bibliotheksstunden Montag und Donnerstag von 8 bis 9 Uhr. Sonntag, 9 Uhr, allgemeine Büchsenleerung. Urania. Heute: 6 Uhr abends (Großer Saal): Afrikanische Jagdabenteuer. 8 Uhr abends (Großer Saal): Der Rhein, der Strom des deutschen Schicksals. — Urania- B ü ch erst « be von 8 Uhr früh bis 6 Uhr abends geöffnet. Am den Aeatern. Volksoper. Heute, G o u n o d s „M a r g a r e t h e". Morgen „Fledermaus" mit humoristischen Gesangs- und Tanzduetten (Mizzi Zwerenz und Pcnrl Olmühl) in der Konzerteinlage. Deutsches Bolkstheater (Exl-Bühne). Heute, 7z8 Uhr abends, „Volk i n N o t". Morgen „D e r E h e st r e i k". Montag den 11. d. „F r a n S u i t n e r". Das Carl-Theater bleibt heute geschloffen. Morgen verabschiedet sich Direktor Morris S ch w a r tz mit einem Rezitationsabend, au dem er allein sänrtliche Rollen des BolksstückeS „Der D y b u ck" von Ansky darstellen wird. Theater in der Jos e.f stadt. Heute, 7*8 Uhr abends, Erstaufführung der Tragikomödie „Sonkin und der Haupttreffer" in drei Aufzügen von Semen I u s ch k e w i t s ch, übersetzt von Maurice H i r s ch m a n n. Die Vorstellung wird Montag den 11. d. wiederholt. Morgen „Mutterliebe", „D i e S p i e l e r", „Ein H eir ats- Zrhnte Festausführung der „Aida". Heute Samstag zehnte FeftauMhrung „Aida" auf der Hohen Marte. Dirigent: Pietro Mascagni. Beginn halb 8 Uhr abends. Die Direktion der Sffe ersucht uns, mitzuteilen, daß von der heutigen Vorstellung angefangen eme -b>?«deutende Reduktion der Preise voxgeuommen wurde. Ans diesem Grunde können auch alle an Vereine,' Korporationen oder Einzelvcrsonen ausgegebenen Ermäßigungsanw-eifungen nicht mehr eingeW werden. Es wird nochmals darauf aufmerksam gemacht, daß im Sekretariat der Sise, S. Bez., Landstraße Hauptstraße 1, kein Kartenverkauf stattfindet. Josef Conrad gestorben. Der englische Ronranschrift- 'deller Josef Conrad ist gestorben. Er hat zahlreiche Adenteurerwnmne geschrieben, die in mchreren Sprachen übersetza worden sind. Sie zeichnen sich vor allem durch ihren realistischen Stil aus. Conrad, ein gebürtiger Pole, hatte seinen Stoff auf vielen Reisen durch alle Erdteile erworben. Ein Jngendwerk Max Aevermmms. Die Staatliche Gemäldegalerie in Dresden hat Max Liebermanns Bild „S p i e l e n d e K i n d e x" angckauft. Das Werk war bis zum Jahrie 1618 im Brüsseler Privatbösitz und ist dann in den Kunsthandel überaegangen. Es zeigt den reifenden Künstler auf ungewöhnlicher Höhe malerischer Kultur. Eine jüdische Wandemusstellung in Polen. Die Warschauer Gesellschaft zur Verbreitung jüdischer Kunst, die letztens m Warschau eine sehr erfolgreiche jüdische Kunstausstellung veranstaltet hat, wird in den nächsten Wochen in sämtlichen größeren jüdischen Zentren Polens Werke bedeutender jüdisch-polnischer Maler und Graphiker ausstellen. Diese Wanderausstellung soll zuerst in Wilna, wo allein 166 Werke von 31 jüdischen Künstlern zur Ausstellung gelangen, eröffnet werden. Vertagte Musikfefte. Die Hamburger Musikwoche, die vorwiegend moderne Musikwerke unter Leitung ihrer Autoren bringen sollte, ist wegen der schwierigen Zeitlage auf den Sommer 1626 verlegt worden. Ebenso wurde das Leipziger Handel-Fest, das für Ende September vorgesehen war, auf das kommende Frühjahr verschoben, und Hwar soll es dem ersten Kongreß der Deutschen Musikgesellschaft rn Leipzig angeschloffen werden, der nunmehr voraussichtlich in dir Osterwoche stattsinden wird. Slevogt als JreSkenmaler. In einem Hause in Berlin W. hat Slevogt die Ausmalung eines Gartensalons vollendet und dadurch den Beweis erbracht, daß das impressionistische Fresko möglich ist. Der Gartensalon scheint in ein offenes Zelt umgewandelt, an dem eine astikanisch-e Herrscherin chront. Wüstensöhne bringen ihre bunte Jagdbeute, Wammgos. Antilopen, Hühner, wilde Enten, ja sogar einen Tager. Mne Sklavin tantzt vor Beduinen, ein Reiter im weißen Burnus stürmt daher, einen anderen reißt ein Leopavde vom Pferd. Im Hintergründe^ die Wüste. Die Grazie des.Illustrators Slevogt verleugnet sich auch nicht in diesen großen Wandgemälden. Genie und Irrsinn. Der Zustand Don Lorenzo Peros i s, des berühmten italienischen Musikers und Komponisten, oer vor mehreren Jahren wahnsinnig geworden ist. zeigt noch immer keine Ansätze zur Besserung. Der Unglückliche verbringt den größten Teil des Tages mit der Abfassung emes Strafgesetzbuches, das lebenslängliche Kerkerhaft für Chelose Vorsicht. Manchmal denkt er auch au seine geliebte Musik und komponiert. Ein italienischer Journalist, der Gelegenheit hatte, seine letzten Schöpfungen zu hören, erklärt diese Werke fttr genial. _ ■ ♦ ' Gerichtssaal. Lar Fußballspiel vor Sericht. Ein verletzter „Tormann" und fein „Gegner". Am 6. April d. I. fand auf dem I n. t e r n a i i ona l e n Sportplatz Ottakring ein Fußballmatch statt. Unter anderen beteMgie sich auch an diesem Match das Mitglied des SckoM.übs „Donau", der 23jährige Beainte Ignaz Bad Hofer. Der Ball kam hoch geifiogeir, ibcr Tormann Rudolf ©erbiela hat nun gesehen,, daß eme Ge!fahr> durch den gegen das Tor geschleuderten Ball Vorliebe, wo auch mehrere Stürmer sich postiert hatten. Um die Gefahr ahzuwenden, kroch Berdicka ans seinem Gchanse, nm nach dem Balle gu Häschen. Er sprang hoch in die Luft, Wer die Köpfe der dm Pall erwartenden Spieler. Während des Luiftspmnges stieß er plötzlich einen lauten Schmerzensruf aus. Einer der gegnerilschen Mitspiieler hatte ihm — in die Luft nachspringend — amt der Faust einen wuchtigen Schlag vevsetzt und ihn mit den Knieen in die Nierengege.n-d gestoßen. Die Wirkung dieser Mißhandlungen war, daß der Torwart, weit weggeschleudert/ zu Boden fiel.. Er spielte weiter, aber schon nach kurzer Zeit bracher zusammen. Er hatte eine schwere Verletzung der Niere erlitten. Bei seiner polizeilichen Einvernahme gab er, den R a d h o f e r als Täter an. Rudolf der „Wiener Morgenzeitung", der die Bezugsgebühr für 1 Jahr im voraus bezahlt, 'erhält ' Sraetz' „Geschichte der Juden" in 3 eleganten Halbleinenbänden Sr A u ß e r d e r 3 a h r e s g e b ü h r s i n d f ü r V e r s a n d s p e s e n d e s „Graetz" noch ö. K. 25.000 zu entrichten 38711784