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Wiener Morgenzeitung · 1924-08-08 · Heft 1969 (8.8.1924) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1969 (8.8.1924)
Date
1924-08-08
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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" ü, ' o ^.' vl , - , t, w i < - < **v(j < *, „*■ -*■> <•} »i * i - > < * i , * 'fffl,'’ ’’M', »w /. Nr. 1969 Wien, Freitag Wiener Morgenzeitung. 8. August 1924 Seite. 5 BnBt.'LjiMiiMgiEBramgiiBaai.m i **> * vr eleganten HalbleinenbändLn gratis! der «Wiener Morgen,eitung', der die Bezussgebühr sür 1 Jahr im voraur iezM, erhLN Außer der JahreLge b ü h r f i nt fii Be rsa » dsPeken d e r „G r de tz" «och 8. K. 25.000 z n entrichten Ja» Reinigung»- «"d öprrrgrld in Wien. Gemäß der gestern publizierten, am 1. August in Kraft . getretenen Verordnung des Bürgermeisters beträgt jetzt das 'ReinigungSgeld bei Wohnungen monatlich: a) für Zimmer, und zwar für 1 Zimmer 2400 K., für das 2. und 3. Zimmer um je 1200 K. höher als für das vorhergehende, so daß für 2 Zimmer 6000 K. und für 3 Zimmer 10.800 K. zu zahlen find, für jedes weitere Zimmer um ie 2400 K. höher als für LaS vorhergehende, b) für Nebenräume, Md zwar bis z» 8 Nebenräumen je 1200 K., für den 4. und 5. Nebenranm je 1800 K., für jeden weitere« Nebenraum je 2400 K. Hierbei gelten als Nebenräume Kabinette, HauSgehilfen- (HauSgehilfinnen)zinlmer, Garderoben, Vorzimmer, Badezimmer mtd Küchen. Bei anderen Mietobjekte« (Geschäftslokalen, Magazinen, Garagen, Werkstätten, Bureauräumen und dergleichen) wird ein j L h.r l i ch e s Reinigungsgeld geleistet und zwar staffelweise r von den ersten 2OO0 K. Friedensmietzins mit dem 12Ofachen; von den nächsten 2000 K. Friedensmietzins mit dem 1O8fachen; von dem 4000 K. übersteigenden Teilbetrag des Friedensmietzinses mit dem 96fachen, wobei in allen Fallen daS Vielfache der einzelnen Staffel auch für die angefangenen Beträge jeder Staffel in Anwendung kommt. Das Sperrgeld wird mit 3000 K. für das Oeffnen des. Tores vor Mitternacht Md' mtt 60(0 K. für das Oeffnen des Tores nach Mitternacht bestimmt. MndfleW totem. Mke LebenSmittelmürkte. > Auf dem Wchhmarkte, der auf allen Gebieten sowohl mit einheimischen wie auch' mit importierten Erzeugnissen Dr günstig versorgt war, haben sich Kartoffel, die gestern eine Mehrzufuhr aufwiesen, um 200 K. per Kilogramm im Preise ermäßigt. Hingegen haben sich Gärtner gurken, Schutts und Spargelbohnen, wie auch grüne Erbsen und Kairfiol mäßig verteuert. Alle anderen Gemüsesorten, die in großen Mengen einlangten, blieben unverändert. Für Schwämme verschiedener Art herrschte besonders rege Nochfrage. v In der Großmarkthalle, wo gestern 19 Waggons im Gewichte von 102 Tonnen einlangten, war der Verkehr im Großhandel, da viele Käufen aus der Wiener Umgebung «schienen sind, lebhaft. Rindfleische ist neuerlich im Preise gestiegen. Auf dem Obsthrarkte herrschte in allen Obstsorten, namentlich aber rn Psirsichen und Birnen Neberflnß. Hitze und Gewitter. Der amtliche Wetterbericht besagt r Die weitere Ausbildung eine» Hochdrnckgürtels über Mitteleuropa hat die a l l° g e m e i n e A u S h e i 1 e r u n g im Gefolge. Die Winde in Mitteleuropa sind schwach Md lokal beeinflußt. . Voraussage bis heute abends r Vorwiegend heiteres, mäßig warmes Wetter und lokale Winde, dann vorübergehend durch Einbruch nordwestlicher Winde und Gewitter gestört. ’ Wien. 8. August. ■ * Silberne Hochzeit. Oberkantor Bernhard Löwensohn in Linz feiert mit seiner Gattin Marie am Samstag den 9.. d. 'das Fest der silbernen Hochzeit. * Festgottesdienst für die reichsdeutsche Kolonie. Uelber Ersuchen der deutschen Gesandtschaft veranstaltet der Vorstand .ver israelitischen Kultusgemeinde Wien am Montag den iil. d. um 10 Uhr vormittags im Stadttempel, 1. Seitenstetten- 'gaie 4. einen Festgottesdienst anläßlich des deutschen Ber- MÜumgstages. Die Festrede hält Herr GemeinderaMiner Doktor'Taglicht. * Die Selbstmordepidemie. Der Mjährige Kaufmann , Ignaz F r ä n k l hat sich wegen mißglückter Börsenspekulationen i ü'uf dem Zeniralsriedhos durch einen Schuß getötet. — Der |Beamte Johann Iura wurde in seiner Wohnung, in dem lmit Leuchtgas .gefülltem Zimmer tot aufaefunden. Die Urfächle der Tat .dürfte FamilrenOvist sein. — Am rechten Donau-' uftr, nahe der Wiener Werft, wurden eine Sportkappe, ver-! schiedene Dokumente und Mschiedsschreiben auf den.Namen des Zimmermanns Franz Giesing gefunden. Giesing. nach! Aussage seiner Angchöviigen. ein starker Trinker, hatte schon vor Wochen SÄbstmovdäpsichten geäußert. Es ist nicht aussgeschlossen, daß er in die Donau gesprungen und ertrunken ist. s— iUrttechalb der Reichsbrücke am Hanidelskm wurde inmitten des Donaustromes ein Man treiben gesehen; ehe man chm Hilfe i leisten konnte, war. er untevgegangen. — Vorgestern nachts tfcmden Bedienstete des DampfbooleZ „Schubert" aus der Aufsgangsstiege zur Reichsbrücke ein an die Polizei gerichtetes; Schreiben,. das eine ganz unleserliche Unterschrift trägt. In -dem Schreiben spricht. der Schreiber oder die Schreiber in die sAbsicht aus. wegen Kränkung in den Tod zu gehen; überdies! wird darin um Schutz «für einen nicht näher lbezeichneten ,-F.'Gttedl" ersucht. * Tod im Dienst. Am 6. d. um 3 Uhr früh fand der Nacht; portier.„der Donauwevke in her. Portierloge seinen Kollegen, oew'65jährigen Portier Franz Spitzer, tot auf. Ein Schlagsanfall hat ihn getötet. * Baronin Beesera will in die Tschecho-Slowakei über siedeln.. Wie ,Kvd. Nov." mitteilen, hat Baronin Beesera, die ttter der aus der Tragödie von Mayerling bekannten eie Beosera. die Absicht, sich inPre ßburg MäKig zu machen. Bisher lebt sie in Oesteireich; sie bemüht sich, vom tschecho-slowakische Staat eine Pension zu erreichen, da ihr Gatte Staatsbeamter und in Preßvurg heimatszuständig war. * Verkehr des Gesäusetouristenzüges anläßlich des Feiertages am Freitag. Der in der Regel nur an Samstagen verkehrende Geisäuseiouristenzug 327, Wien—Selztal iMen- Weskbahnhos ab 16 Uhr 4L Min.) wird in der kommenden Woche anläßlich des Feiertages anch. Donnerstag den 14. d. gefahren. In der Gegenrichtung verkehrt Zug 328 Freitag :den 1ö. d. Wien-Westbahnhof an 23 Uhr 55 Min.). * Das jüdische Schulwesen in Polen in Gefahr. Infolge der wirtschaftlichen Krise, die seit Monaten in Polen herrscht, droht die Gefahr, daß ein großer Teil der jüdischen Schulen gesperrt werden wird. Die bis vor kurzem einlangenden Subventionen aus Amerika sind versiegt und die Schulen sind nicht in der Lage, die Schulgelder, den gegenwärtigen Bedürfnissen entsprechen!) zu erhöhen, da ein Großteil der Schulkinder ärmeren Volksschichten angehört. Biele Schulen sind bereits nicht in der Lage, im nächsten Schuljahr den Betrieb aufzunchmen. wodurch mehrere tausend jüdische Kinder der Gefahr ausgesetzt werden, keinen Schulunterricht genießen zu können. Um dieser Katastrophe vorzübeugen, haben die jüdischen Schulorganisationen eine Aktion elngeleitet, um bei den jüdischen Gememdevorständen,' in denen gegenwärtig durchwegs Mischnationale Parteien die Majorität halben, größere Subventionen, die den Betrieb der Schulen ermöglichen sollen, zu erlangen. * Eine argentinische landwirtschaftliche Ausstellung unter jüdischer Leitung. Das Landwirtschaftsdepartement der argentinischen Regierung hat, wie I. T. A. meldet, beschlossen, vom 1. bis zum 15. Oktober die vierte landwirtschaftliche Ausstellung in der Provinz Entre Rios im Kreise Basavilbaso stattsinden zu lassen. Das Arrangement der Ausstellung wurde der gemeinschaftlichen VereiniWna der Kolonisten der Iewish Colonisation Association <Jcä) übertragen. Herr Kaplan, ein Vertreter der Ioa, ist znm Vorsitzenden des Ausstellunaskomitees ernannt worden. Die Ausstellung soll in der von der Jca erhaltenen Agricolä Jsraelita stattsinden. Es werden vier Abteilungen eingerichtet: 1. Getreide. Gemüse und Früchte. 2. Pferde und Hornvieh. 3. Landwirtschaftliches Gerät. 4. Heimarbeit. * Der kommandierende General der Kubaner Kosaken — ei« Jude. In dem soeben erschienenen dritten Band ferner Erinnerungen teilt General Denikin, der Frchrer der russischen Gegenrevolution im Jahre 1918, mit, daß General Bukretow, der bekannte Anführer der Kubaner Kosaken,'von Juden abstammt. In diesem Bande liefert Denikin die Vorgeschichte feiner Operationen; die vigenkliche Schilderung feines Kampfes gegen die Sowijetragierung sowie der von chm veranstalteten Judenpogrome wird erst im vierten Bande erfolgen. , * Das Musterbabh. Die britische Reichsausstellung in Wembley ist selbst für englische Begriffe ein wahres Wunder nicht nur an Größe, sondern auch an Reichhaltigkeit und Originalität. Kürzlich wurde dort sogar ein Baby ausgestellt. Ms der Reichsausstellung wurde nämlich die EntschHidung in einem Wettbewerb gefällt, der Kur ErmitÄung des schönsten und gesündesten Kindes im britischen Reich> ^veranstaltet worden war. Den Preis erhielt unter 60.000 weißen, braunen und gelben Babys aus Großbritannien. Kanada, Australien und anderen kleineren Kolonien die zweijährige Mary Patricia Wilson. Die körperliche Vollkommenheit, mit der die Kleine 'den Anspruch aus den Meisterschaststitel des „schönsten Kindes" ihrer Mtersklaffe erwarb, und die ihren Eltern einen Preis von 200 Pfund Sterling einbrachte, wird kyrz dchin präzisiert: 37,'7)5 Zoll Höhe, 31 Pfund Gewicht, voller Zcchnansatz von 20 Zähnen. Die Kleine war bereits das Musterbaby von Australien und hatte nicht nur die Meisterschaft von Wcktorta, sondern auch von ganz Australien gewonnen. Bei dem Wettbewerh in Wembely schnitten im übrigen die englischen Kinder nicht gut ab; sie wurden von ihren überseeischen KonÄrrenten geschlagen. * Tanzinstitut Hermann Brann^ 14. Bez., Reindorfgafle 42. . (Entgeltlich.) Mne und Kunst. „Lar rote Lachen." Gastspiel des New-Aorker jüdischen Kunsttheaters. — Carl- Theater. Ernst Tollers Drama „Hinkemann", diese gütige, in Qual des Mitleidens gezeugte Dichtung gegen den Krieg (von den Hakenkreuzlern als „Schandstück" gebrandmarkt), ist von einer wundervollen, einmaligen AuMhrung im Rarmund- Theater in Erinnerung. Die Now-Aorker jüdische Truppe führt das^ Stück unter dem Titel „Das rote Lachen" aus. So heißt eine berühmte Novelle An.drejeiws, während des russisch-japanischen Krieges geschrieben. Das „rote Lachen" ist dort der Wahnsinn, der die überlebenden Frontkämpfer nach den Kriegsgräueln befällt. Der Novellentitel ist so bekannt geworden wie Tollers Dramentitel, und es war nicht angebracht, zwei Werken ihre Ueberschrist zu nehmen: jener Novelle Mtdrejews und diesem Drama Tollers. (Sonst pflegt man doch wenigstens hie Werke der lebenden Dichter unkorrigiert zu belassen!) Jmmechin ist diese Umdeutung des Einzelsalles „Hinkemann" in das Symbolische durch jenen Schrei HrUkemanns, des verstümmelten Kriegsopfers, in der Hauptszene der Tragödie begründet. Er ruft seinem Genoffen, dem sozialistischen Weltverbesserer, zu: „Da, wo eure Heilmittel anshören, da fängt unsere Not erst an . , . Da wölbt sich ein Himmel, der heißt: ohne Glück; da wächst ein Wald, der heißt: Hohn und Spott; da brandet ein Meer, das heißt: lächerlich!"... ■ Dieses Ensemble, durch rühmliche, künstlerische Taten verpflichtet und würdig, sehr ernst genommen zu werden, stand diesmal bestimmt nicht aus der Höhe. Mit jener geschloffenen, ' sttlvollen, packenden und — in diesem Falle ist's'nicht Nebensache — pausenlosen Artsführung des' Raimnnd-Theaters (von Renato Mordo geleitet) laßt sich dieser Abend nicht vergleichen. Ganz abgesehen von szenischem Ungemach, das mit dem tückischen, unberechenbaren Zufall und der Ucheravbeitung des Ensembles zn entschuldigen ist. . So gab es nur einzelne erschütterirde Momente. Außerordentlich fanden wir die schlichte, tief innerliche Kunst, mit der Morris Schwartz (sonst kein vollwertiger Hinkemann, eher ein verträumter Eisik Scheftel, also kein solcher, der sich entschließt, Ratten die Kehle durchzubeißen) am Schlüsse des Dramas das Resume Hinkemanns sprach: „Diese Zeit hat keine Seele, ich Hab' kein Geschlecht, ist da ein Unterschied?" Und sein Sichwiederfiltden mit dem unglücklichen Weibe in reinster Menschenliebe — dieser Augenblick heiliger Freilde vor der Katastrophe war von der Musik des siebenten Himmels begleitet. Frau Gersten wuchs hier zur ebenbürtigen Partnerin. Auch in der Szene, da sie schuldlos den Zustand ihres Mannes an. den Weibermenschen Großhahn verrät — erschreckt über ihr Beginnen, von Reue geschüttelt, von- Sorge gequält, aber diese Gefühle rasch mit einem bebenden Lächeln v verhüllend —, erwies sie große tragische Kunst. Interessant ferner, daß die hier agierenden jüdischen Arbeiter sich von jenen gar schr unterschieden, die im Bühnenbilde Renato Mordos lachten, eiferten und litten. Dort Gestalten aus der Proletarierwelt, wiy sie die Käthe Kollwitz zeichnet: hart, dumpf, klobig, sparsam in Geste und Gefühlsäußerung. Hier jeder Arbeiter ein Nervenbündel. — Befremdend (aber vielleicht aus dem amerikanischen Milieu erklärlich) die Tracht der Avbeiterfrauen. Hinkemanns Gattin mit Spangenlackschuhen, Modekleid und ondulierter Frisur. So hat sie Toller in seiner Dichtervision vermutlich nicht erschaut. Wie am RaimnndÄheater wurde auch hier das Stück zweckmäßig gekürzt. Nur Hinkemanns Szene mit der Mutter, die uns für die Entwicklung der Handlung wichtig scheint, wäre nicht vorzuenthrlten. DaS dichtgefüllte Haus spendete dem Ensemble wieder stürmischen Beifall. O. A. SchSuherr-zhll«r der W-Mtzne. (Deutsches Volks theater.) Im Rahmen deS Schönherr-Zhklus nahmen die Exler yach langer Pause ,^ran Snitner" iw ihren Wiener Gastspislplan auf. Die Darstellung hat an Eindringlichkeit, Sorgfalt und .tmgischer Steigerung nichts verloren. Im Bordertt essen neben dem Ehepaar E x>l die herbftische Mime Gstött n er-Auer. Das drchtgesüllie Haus dankte mit ' stüinnifche.m Beifall. « Toller» „Wandlung" ln Leipzig. Unser Leipziger Korrespondent berichtet uns: Die proletarische Kulturwoche wurde im Alten Theater mit der Erstausführnng von Ernst Tollers Drama ,^>i« Wandlung eröffnet. Der Dichter selbst sprach den Prolog. Das Vorspiel, das 'bisher bei allen Aufführungen weggelaffen worden war — ein einziger Schrei nach dem ewigen Frieden — wurde zum ersten Male zum Vorträge gebracht. Die Gestalt des jungen Sozialisten Friedrich wurde von Jürgen P o e l z i g, dem Sohne des berührten Architekten, ergreifend verkörpert. . Ernst Toller, der dieses Werk noch nie auf der Bühne gesehen hatte, war Gegenstand begeisterter Kundgebungen seitens des Publikums. Im Rahmen dieser Woche hat der Kunstverem eine Ausstellung veranstaltet, die mustergültig in ihrer iglücklichen Synthese von sozialechischem Appell und künstlerischem Wert ist. Maseroel, George Gwß, Käthe Kollwitz, Hans Balnschek und Ehagall sind mit wertvollen Werken vertreten. An» de» Theater». Volksoper. Heute „Martha". Morgen „F a u st". Im Deuts chenVolkStheater spielt die Exl- Bühne heute im Nahmen des Schönherr-Zyklus zum ersten Male „W e ib 8 t e« fel". Im Carl-Theater verabschiedet sich Sonntag Direktor Morris Schwartz des Amerikanisch-jüdischen Kunsttheaters mit einem einmaligen Rezitationsabend, an dem Morris Schwartz allein sämtliche Rollen des Volksstückes „Der D y b u k" von An-sky darstellen wird. Im T h e a t er in derJosefstadt findet morgen Samstag, 7*8 Uhr abends, die Erstaufführung der Tragikomödie. „S o n k i n und der Haupttreffer" in drei Aufzügen von Semon Juschkewitsch statt. Jakob Gordins Mtwe gestorben. Wie uns aus Ne w- N o r k 'berichtet wird, ist im dortigen French-Hospital Frau Hanna Gordin, die Witwe nach dem im Jahre 1908 verstorbenen populären jüdischen Dramatiker Jakob Gordin, im Alter von 65 Jahren gestorben. Sie wird aus dem Mischen Friedhof in Washington neben ihrem Gatten bergesetzt werden. Nachahmenswertes Beispiel. -In D a r m st a d t hat sich unter Führung maßgebender Männer aus JMrstrie, Handel und Gewerbe ein Verein der Freunde des Hesf.is ch e n L a n d e s t h e a t e r s gebilÄt. Dieser eirrgetragene Verein lehnt es ab. itt die künstlerische Führung des Theaters einzugreifen und hat laut § 2 seiner Satzungen'den Zweck, das 'Hessische ^Landesthvater in Davmstädt durch 'laufende Beiträge zu unterstützen, damit es trotz veränderter Bechältniffe seine Ätttgabe erfüllen kann, eine siihrende Pflegestätte deutscher Bühnerchlnst zu sein. >

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