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Wiener Morgenzeitung · 1924-08-06 · Heft 1967 (6.8.1924) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1967 (6.8.1924)
Date
1924-08-06
Page
Seite 7 (sequence 9)
Language
German
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Nr. mr Men, MMoW WkeÄer Morgenze U Die Spindel« verteklien sich: - Indien . . . . . . . . . Japan. . .. ... ... . China . 198.321 Spindeln . 938.816 , * * 700.000 .. 1,285.187 Spindeln In Betrieb befanden sich von zusammen 158.576.497 Spindeln der Welt in Indien.7,931.219 - Japan. 4,877.416 » Ehma .... , . 2,680.000 14,888.685 also zirka 10%. jMe diese Zahlen sprechen für sich und beweisen, daß die Frage der Rohbaumwolle fü* die Textilindustrie' in Palästina genau beachtet werden mutz. B e y. LE«, und Baiuteukurke. (Mitgeteilt bo« der Oesterreichischen Nationalbank.V Vista ^mrterckum k. i holl. Gulden Agrmnllu*. Kronen . . . ' Belgrad! Dinar ..... 1 Berlin* l deutsche Reichsmark ßrUssel 1 belgisch« Francs Budapest** 1 ungarische Kronen Bukarest 1 Lei ...... Chrlstlonla 1 norweg. Kronen Kopenhagen 1 dhnlsche Kronor London 1 Pfund Sterling . MadrW 1 Pesetas. Mailand 1 Lire ...... New York 1 Dollar..... Parts t Francs.. Prag 1 taehecho-slow. Kronen Sofia 1 Lewa .. Stockholm 1 schwedisch eKronor Warschau*** 1 polnische Mark Zürich 1 schweizerische Francs , Noten Anertkan. Noten v. S Dollar «utw, » . kleinere . » . Belgische Noten 100 Francs , , Bulgarische Noten zu 1000 Lev« . _ » kleinere. , . Dflnfsehe Noten 100 Kroner . . 5. August 4. August Geld Ware - Geld Ware- 2733n.— 27450.- 2730(1.- 27400— £58.- 862.— 855— 859— £58.- 862.- «55.- «59— tes»25.-r 16925.- 16870- 16970— 3394.. 3406.- 3394— 3405— 90.75 92.75 90,40 92.40 8<i9.- 311,- j»rg,_ 310.- 9520,- 9481— 9520. - 11510.- 11370— 11331— 11370— 316390,- 3173-10— 31.WI0.- 316000— 9380.- c420— 9331— 9370— 3114.- 1126.— 3079— 3091— 70935,-. 71185,— 70935— 71185— 3817.- 3833— 3759— 3768— 2107.- 2117— 2107— 21 IT— 517.- 520— 516— 520— 18720.- 18780.— 18720— 18780— 13550.- 13650— 13550— 13650— 13355.— 13493— 13295— 13345— 70460.- 70860— 70469— 70860— 70300.— 70760— 70360— 70760— 3350.- 3380— 3350— 3380— 500.- 508— 508— 516— 48oi— 488— 488— 496— 11180.- 11260— 11180— ' 11260— 16530.- 16633— 16540— 16660— 1643ol— 1653«.- 16440— 16560— 314500.— 316100— 313200— 314800— 314300.- 315900— 313000— 314600— 3800.- 3830— 3716— 3745— 27051,- 27250— 27000— 27200— 3120.- 3140— 3085— 3105— 3090.- 3110— 3055— 3075— 655. - 861— 851— 857— 845.- 851— 841— 847— 9360.- 9440— 9360— 9440— 13430.- 13629— 1350c— 13640— 13280.- 13420— 13300— 13440— 303.- 307— 305. - 309— 293.- 297.- 295— 299— 18530.— 18630.- 18530— 18630— 13340.- 13420— 13280— 13360— 9260.- 9340.- 9210— 9290— 2092.- 2108.- 2092— 2108— 2087.- 2103— 2087— 2103— 33800.- 34600.- 33800— 34600— 87.25 90,25 86.50 89.50 ■ m n 100 . . » » . , kleinere* . . . Engl, Noten von 5 Llvrest, aufw. » » kleinere ..... Französische Noten 100 Francs . Holländische Noten 100 Gulden . Italienische Noten v. 100 Lire aufw. , , kleinere . . . Jugosl. Noten ungest. zu 1000 Dinar * » » * 100 „ . » „ kleinere . . Norwegische Noten 100 Kroner .' Polnische Noten .*** ..... „ » kleinere . . . Rumänische Noten ztilOOOu.SOQLel » kleinere . . . Runs. Noten (Roman.) zu 800 Rubel * ■ * 100 . . . , kleinere . . Schwedische Noten 100 Kronor » Schweizerische Noten 100 Francs, Spanische Noten 100 Pesetas . . Tachecho-slow. Not. V.100Q aufw, , , kleinert , Türkische Pfund-Noten ..... Ungar.Noten**(n. Em.) zulOOQKr. . . zu 10.000 Kr, ... - -»7 , . kleinere. 83,25 85 25 81,50 84.50 * Für eine Billion Mark, ** für 100 ungarische Kronen. *** für 1 Zloty au' ' Der Zusammenbruch des Braun-Stammfest-Konzerns. Wie wir erfahren, haben drei dem Braun-Gtammsest-^Konzern mrgchörige Unternehmungen um die gerichtliche GeschäftsauKcht angesucht. Die Verwaltungen dieser Unternehmungen sahen sich zu diesem Schritte gezwungen/da sie von seiten des Dr. Braun-Gtammfest keinerlei HHe erwarten. Dr. Brairn- Sta'mmfest wchrt sich zwar ge^en diesen Schritt,, doch hat er die Macht Mer diese Unternehmungen verloren. Die Aktionäre der Unternehmungen dieses Konzerns stehen dem Börsengetriebe größtenteils vollständig fremd gegenüber und versuchen nun, ihre Aktien aus jeden Fall anzubringen. Doch gelingt ihnen dies natürlich nicht/ da die Titres als wertlos betrachtet werden. Die tschecho-slowakischen Forderungen an Polen. Aus Mähr---Ostrau wich gemeldet: Me Beratungen Mer den Ausgleich der tschecho-slowakischen Geschäftssowernngen an Polen wurden heute in Mähr.-Ostrau fortgeführt. Es wurde ein Abkommen geschlossen, wonach die Bezahlung der Forderungen in tschecho-slowakischen Kronen aus der Zeit vom 1. Marz 1919 bis 28. August 1922 nach dem Kurse des Schweizer Franken oder der Krone in Zürich am Fälligkeitstage in nacheinander folgenden, höchstens in monatlichen Terminen zu erfolgen habe, soweit sie von den Schuldnern bei einer der polnischen Handelskammern bis 90. September 1924 angemeldet und gegen sie wegen Verjährung keine Einwendungen erhoben wurden. Gesellschaftsreise hsterreichischsr Kaufleute zur Londoner Weliausstelluna und nach Paris. Im Gremium der Wiener Kaufmannschaft hat sich unter Führung des Kommerztalrates Siegfried Oppenheim ein Komitee gebildet, welches in der (Zeit vom 21. September bis 7. Oktober eine Gesell* chaftsreise österreichischer Kausleute zur Londoner Weliaustelluna und nach Papis organisierte Dir Reise hat in erster Knie den Zweck. bei dieser Gelegenheit die vor dem Kriege bestandenen Geschäfts- und Kreditbeziehungen Krischen «Oesterreich und den AMstaaten aujtzufrischen, sowie neue Bczichungen anzulnüpstn. Anmeldungen sind unter gleWeitiger Entrichtung der Angabe bis spätestens Samstag den 9. d. int Sekretariat des Gremiums, 4. Be«., Schwarzenbergplatz 16. 1. Stock, bekanntzn geben. Verhandlungen zwischen Südslawien und New-Novker Fmanzkreisen. Die „Frankfurter Zeitung^ meldet aus Newtork: In hiesigen Handelskreisen erregen die Verhandlungen ufmecksamikeit. die soeben zwischen Südstawien und New- Aorker Finanzkreisen im Gange sind, mit dem Zwecke, eine kurzfristige Anleihe von 3 bis 5 Millionen Dollar zwecks Baues einer Eisenbahnlinie nach Spalato flüssig zu machen. Die Verhandlungen werden allgemein als bedeutungsvolles §eick,en der neuen Haltung angesehen, die die Bankiers der ereinigten Staaten bezüglich der Anlage von Geldern in Europa einnchmen. Zugleich bedeuten diese Anleiheverhandlungen eine hemerkonkwerte Aenderung in der Stellungnahme Wallstreets gegenüber Südslawien, da die seinerzeit ausgelegte 100 Millionen Dollar-Anleihe, von welcher nur 16 Millionen zur Auszahlung gelangten, einen Mißerfolg zeitigte. Da die im April d. I. gepflogenen Verhandlungen bezüglich der Fundierung der südslawischen Nationalschuld gegenüber Amerika mit einer Vertagung endeten, äußerten sich einflußreiche Bankiers der „United Preß" gegenüber dahingehend, daß die Verhandlungen über die Gisenbahnanleihe möglicherweise die Wiederaufnahme der Verhandlungen über die Natiynalschüld nach sich ziehen könnten. Insolvenzen. Der KreLitorenveresn meldet folgende Insolvenzen t Mich. Reschov 8 ky, 1. Bez., Petersplatz 4. Laus Führ Inger, Grmischtwarenhändler, 1b. Bez., Markgraf Rüdigeraasse 22. Ferd. S ch o p p e k, Kaufmann, 21. Bez., Donaufelderstraße 103. Jos. B a t t i st a l, Kaufmann, 6. Bez., Joanelligasse 3. Emil K ylai! eVi c, 21. Bez.. Wagramer-- straße 78. Ad. u. Ighanng L ä n so 8, 4. Bez., Panialgasse 17. Emil F e i g l, Kaufmann, Kapfenberg. Gottfr. Schw e ck, Schuhwaren, Tümitz. Rud. B o ch s l> a n d e l, Kaufmann, Asenstadt. Nup. W i e s e r, Kaufmann, Braunau am Inn. 3oh. W t n k l e h n e r, Freistadt, Ob.-Oest. I. und A. B i n g e r e r, Grießkirchen. 6. August iMk . .. Wiener Böksr. Behauptet. ■ Die zuversichtlW ©tdmnvutig, die dem ‘ vorgösirige, Börsenverkehre cm deurliches Gepräge Vevllch, war. auch gestern zum Durchbruch gelangt. Es waren vor allem die Nachrichtev Mer den günstigen Fortgang der Pechcondlungen - in tzondon. dazu kam noch, daß die Prager, Buldapester- und Berlin« Börse ziemlich fest waren und mit weiteren Aufträgen an der Wiener Börse austauchten. Es handelt sich dabei pm Deckungsläuse der Prager und Berliner Koutermine, die bis jetzt ihre Engagements noch nicht gelöst hatten. Während früher kurz nach Erhöhung der Kurse ein großer Teil der Käufer zu. Gewinstrealisationen schritt und die Mtien wieder, vertaiftte, war dieses heute nicht mehr der Fall. Es ist dies älS e-m guversichtlicheS Zeichen der überwundenen Krise zu deuten. Trotz des schwachen Besuches der Börse und trotz der geringen Umsätze blieben d'e Kurse fvst. Ebenso wie am vorgestrigen Tage herrschte auch am gestckgen Tage besondere Nachfrage nach Bankpapieren. Das Interesse an BarMmrten, wiederum waren eS besonders Kreditaiktten, ist größtenteils ans Decknngskause Berlins und Prags zurückznsiühren. Aber auch hie anderen Bankwerte blieben nicht im Kuvse znrück. Auch Alpine, Waagner- und Elektritzlitätsaktien, ebenso wie einzelne ungarische und tischechische Weote verließen den Markt mit bedeutender Kursbesserung. Auch der Arbitrrgeverkehr, der in Berlin und in Wien durch verischieidene Beschränkungen noch gchontmt ist, lebte von neuem auf. Po len werte, die in der letzten Woche an Interesse verloren hatten, waren wieder gesucht. EL kamen dabei polnische Banken als Käufer in Betracht, die größere Posten von Polenwrrten ans dem Markt zogen, so daß einzelne Mi: dem Pluszeichen ausgezogen wurden. J>m freien Perkchr trat gestern neuerlich eine merkliche Nachfrage nach > Depositenbankaktlen hervor; der Grund dieser Nachfrage war das Gerücht über ein. weiteres FortjDhren dieses Institutes mit ausländischem Kapital. Auch Deckungskäufe der Kontermine dürsten dabei mit im Spiele sein, da sie semerzeit beim Zusamimn'bruch der Bank infolge.oMiellen Streichens dieses PaPreres aus der Kulisse sich nicht eindecken konnten. Die Aktien wuricen zwischen 6000 bis 700V K. gchandrlt. In der Kulisse notierten fast alle Bankwerte bis auf die Anglobynk, die 3600 K., und Länderbank, die 3000 K. verlor, höher. Es gewannen Bankverein 3000 K., Britisch-ungarische Pank 4200 K., Oesterreichische Zentralboden 2850 K., Oesterreichische Kredit 3900 K., Ungarische Kredit 6500 K. und UniochaÄ 500 K. Bon den Jndnstriewerte» stiegenr P-ldi- Hütte nm 3( 00 K., Rimammanher «m 1500 K., Waagner um 5600 K., A. E. G. Union nm 8300 K., Salgo um 8000 K.,'Drifailer Kohlen um 6500 K., Karpathen «m 1V0Y K., Gummis Semperit nm 2500 K. und Südbahnum 2900 K. Während Alpine 4000 K., Skoda 20.500 K., Timber 6000 K. «nd - Mgarische Hofherr 1000 K. einbüßten. s Im Schranken kamen n«r wenig Abschlüffe zustaphe. Besonders gesucht waren Zuckerwerte, einzelne Petrolemnwerte' und auch Aktien der chemischen Industrie, Bemerkenswert war mer SEIDE TOTTE mssBiamsmsmag^msm Copyright Nachdruck tjecöottu, Indischer Verlag, Berti». 61. Fortsetzung. Hawdoloj md Zchsenftreich. Bon Sammy Gronemann. Allerhand Begegnungen. Das halbe Jcchr in Brüsses bot JNtewssanws genug, cyber vechüil-tmsniäHig >wmvg, Was Aradv in dm Iiahrnsn ' dieysvMatter sich sinsÜMn läßt, Bon hsyr Gros der Be-, voWemirg durch si-ne von diofsr streng gewahrten DemarkatwnMnie geschieben, wurde es utä Deutschen schwer, ernten obfeiktiven Einblick in die VerhÄtniisse Kr gewinnen und feistzustellen, wir sich die Maßnahmen der Besatzung* behörde auswiMen. Im allgemeinen bemühte man sich in dev Zeit, in der ich in Brüifseil war, nach Mögjlichkeit die Gesühle der BedMemng zu schonen und ein erträgliches Ginvernemen mit ihr herzustellen. Wer die EMtierung war schr groß und die svtndselige Haltung verschärfte sich eigentlich fortwährend. So fchin :s nicht an peinlichen Zwischenfällen und man tonnte als Deutscher, auch w.wm man sich noch so Mrstckhaltend und taktvoll zu benehmen suchte, in unangen-chme Situation bownien; fodenfalls aber sah man nicht eine solche -Not Wie >vm Osten und es fehlten auch <in Brüssel alle jene Polizeimaßnahnren, durll) welche die Bevölkerung dort gekränkt wurde.. So gab es k'ine Polizelsttmde, so daß dis Bewohner sich auch Nachd frei bewegen konnten. Äon einem gesellschaftlichen Verkehr >mid den sozial hlöherstehen^n Schichten der BebMevung tvar keim Rede. Was aber,'Bew belgische Ppopagainda vorh-mdern kkonnto, war die HWunguahnre eines großen Teiles der weiblichen Be<vWwUiig mit den Hee-resqngehörigen. Es gab unendlich viele Tanzstätten und gnügungse-taWssements, und schließlich konnte Man es den jungen Arbeiterinnen und Ladenmädchen nicht verargen, daß ihre^LeibenMhst größer war als ihre Neigung zu politischen DemonstratzioMN. Ein Herr vom deutschen Geneivailstab sagte ganz hübsch einmal: „Es ist nröglich, daß wir Deutschen alles, was wir in Brüssel erobert haben» wie-der ^eÄmSHchm müssen, Mr ein Erfolg bleibt siche»; alle kleinen LMdchen m Briissel haben deutsch gelernt". Ws ich im Jahve IW erswn-mal staunend den asgantischm Justizpalast besichtigte, ahnte ich wohl nicht, saß ich ckniml darin Mig Kn würde. Ich bemidrte damals die Brüsseler Advokaten darum, in einem so herrlichen SsMdtz wirken zu Wunen, nun aber sehnte ich nftch noidvoll nach der Mtzkest Ar Kollegen in BMn. Immerhin machte es mir doch Freude, als ich endlich Mliml wieder hernMch tätig sein Konnte mch als ich in dvm herrlichen WMNsaal des JustizpalasteS plädierte. Das kam so; Im Sommer 1918 traten di« belgischen Richter in einen Streik, dam sich natüvlch die Advokaten anschlossen; so übermhm die deutsche' Verwaltung auch diesen TM der IustWloge. Ich wurde zmn Vsptsidiger eines RaMnävders bestellt, der sich vor dem deutschen Gepicht zu vera-ntworiten hatte. Es war-übrigens das einzige Kapitälverbrechen, das vor dem deutschen ZivilMicht abgeuirtM.wurde. Als ich im Gefängnis meinen Menten ausisuchte, iourde mir «in Mensch von gewalttÄIgsm Aussehen in das VertMigsrAimmer gchracht. der, ehe ich mich fassen konnte, inoine beiden Hände mit saiMn mörderischen Pranken saßtv und Mit einem ungchsuren Wort- Wwaill mich ainWte, »ihn zu bchraien; vv begrissv nicht, daß man ihn wegen einer solchen Lappalie im Gefängnis behbslte. Ich zog mein« Hä>nde sanft aus der Uanschlingung ssiiM Pra'nken und bemerkte, daß ich in seiner Tat nicht eben eine Lappalie fii^den könnte. Darüber geriet er ganz außer sich uud eS dauerte länger Mt, bis ich ans seinMN stark dialektisch Mächten Französisch entnchmen konnte, daß er -wegen irgend oiner LeHensni-ittMMnng verhaftet und gar mW mein Raubmörder war. Nachdem dann her Irrtum richftMestM wa«,' wurde mir mein richtiger Klient gebracht * und das >war M flinker, zierlicher, fuiMr Bursche, dem ich die grausam« Tat er hatte Me.alte Frau zwischen feinen Händen erwürgt — Aum Metkaut hätte. 'Der Otaat Mcht ja nun über keines seiner Monopol« so eifersüchtig, wie über das Monopol, Mnschsn unrmdringen, und so war wenig Hoffnung für den jungen Mann. Wer er hatte noch Glück; denn bevor das Urteil gegen ihn voNs-tveckt ivevden Lonnbe, kam der Zusannmew' bruch, und als «Ge OAngnisie geÄWet wnchW, wurde auch die-ses ,^>pjvr deutsche-r m Fvechch gvW. Die BevhaMnng s«Wst bot manches Fntevestante, besonders in-tevessEpje mich absr der Zuhörervaum. Vs stellt« sich heraus, daß der AugGagtie «in schr bMMS geschicktes MMÄ de? Brüsseler UpachenMimst war, die denn den gewaltigen Saal bi's zum letzten Platz sWte. M Mtglieder dieser Ochs verstMen «ksMchi heiuW, doch mindestens flämisch Md konnten Mimm Widoyer solgsn. Die Folge war, daß ich in der Gegend der Me' Haule ziemlich PopMr wurde. Die SchWesM meines Klienten, ein ^tes MarMMnädchen, dontete mir an, daß^ wenn ich den Wunsch Wie, irgend jemaudam «ine Dmcht Prügel KUlom'nren zu lassen, ich GW durch sie den Wunsch der zuständigen Stelle zu übermittelu hätte. Ich, konnte von diesem Auechieten, zumal die Misten etwa im betracht kommenden Persönlichkeiten sich außerhalb de^s Vollstreckungsbe^rßes befanden, keinen Gebrauch machen, und lchnte dankend ab. So schickte wir die SchMster.ein sinniges Andenken in Gestalt — eines Dolches als Brieföffner. Der Intellektuellenstammtisch fehlte mir, aber ich kam immeMn mit einer Reihe inte^ssanter Persönlichkeiten zusammen,. und was man an Ort Md Stelle sah, gab Anregung genug zu interessanten Betrachtungen. Immer noch, im Bannkreise dessen stehend, was ich bei den Ostjnden gesthsn hatte, und auch hier so etwas wie den Zusammenstoß verschiedenartiger Kulturen, beobachtend, wurden doch oft dieselben Themen lbehandest wie in Kewno oder MaWok. Besonders genußreich wurden Gesipräche mit Karl Stsruheim. Swvnhtzim Wte schon vor dam Kyiegtz sich in Aa tzulipa bei Brüssel nirdergelaflen und dabei, wenn w heimischer Bureaukmtie Md dem MU- IMsMiS entflwhen wollte, wenig prophetischen Mick bewiesen; denn' beides war ihm Uachgakommen Md machte sich ihm jetzt erst recht süMbar. Seltsamerweise wurde mir hier lin Brüssel ein'nierhwiüvdiiger BorfaU aus meiner GtUdenienzeit erst geMärt. Etwa 20 Jahre früher hafte eines ^gges mein Vater mir einen Luriosen Brief He^eigt. (Fortiewwo wwt'i

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