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Wiener Morgenzeitung · 1924-08-06 · Heft 1967 (6.8.1924) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1967 (6.8.1924)
Date
1924-08-06
Page
Seite 8 (sequence 10)
Language
German
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gerte 8_Men, Mittwoch Rückgang von Beitscher Magnesit, die die gestrige Kurserhöhung wieder verloren. Die Notierung war um 650.000 ft. tiefer gegen-! über dem Vortage. Don den chemischen Werten erhöhten sich: Nobel Dynamit um 150.(OO ft., Holzverkohlung?-! Industrie Konstanz um 36.000 K., Solo Zündwaren um 60.000 ft. während Scheidemandel A.-G. um 60.000 K. tiefer notierten. Bon den Jndustriewerten gewannen Austria Emailwecke 4OO0 K., Hirtenberg Patronen 100.000 K., Ditmar Lampen 2O.0OO ft., Nordböhmische Kohlenwerte 50.OOO K., Wiener Lokomotivfabrik 1O.OOO ft., Lokomotiv Sigel 25.000 ft., Manoschek 7OOO K.,. Ringhoffer 15.0OO K., Simmeringer Maschinen 6OOO K. und Zieleniewsli 12.OOO K. Das Interesse für P etrolenmwerte zeigte sich in KnrSerhöhungen, diebeiFanto SOOO K., bei Galicia 5OO0 K., bei Naphtha Lemberg 5000 ft. und bei Mineralöl Wien-Floridsdorf 20OO.K. betrugen. Auch die Z n ck e r i u ' il st r i e verzeichnete in Schönpriesener eine KurSbesserun o:'. 23.OOO K. und in der ungarischen Zuckerindustrie eir olcire von 50.000 ft. Auch uer Anlagemarkt behielt •. seine freundliche Tendenz; es zeigte sich erhöhtes Interesse nach Goldrenten Und tschechischen Eisenbahnobligationen. Bon den Exoten notierten: Mrazniea 41200 bis 44.000 ft., Tepege 48.000 bis 52.000 ft., Universale 10.000 bis 19.500 ft. Wiener Warenbörse. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) Auf den deutschen Märkten war die Stimmung in Chemikalien lustlos. An der Mannheimer Börse war Chlorbarium fest, nach diesem Produkt herrschte Nachfrage und es kamen auch einige Geschäfte zustande. In den Preisen sind unbedeutende Veränderungen zu verzeichnen. Die gestrige Warenbörse wies besseren Besuch auf, das Angebot in Chemikalien hatte jedoch geringfügigen Umfang. Ausgeboten wurden: Aitzkalr zu 11.200 ft., Aetzuatron zu 6800 ft., Eisenvitriol zu 1000 ft., Paraffin 60,52 in Tafeln weiß pro 100 Kilogramm zu 10.65 Dollar ab Petrovic, Salmiaksalz pro 100 Kilogramm zu 56 schweiz. Franken ab Passau, Stearintafeln I» zu 20.200 ft. / Exekutiv wurden verkauft: 7 Barrels Firnis ä 165 Kilogramm — 1165 Kilogramm zu 16.000 K. pro Kilogramm. Oele und Fette. Einige Gattungen sprachen sich fester aus wie z. B. Kokosöl Ceylon um 300 K. auf 16.600 ft., Rüböl doppelt raffiniert um 300 ft. auf 15.700 ft., Speisetafelöl um 200 ft. auf 17.700 ft. und nordamerikanisches Schweinefett pure lard um 500 ft/auf 29.500 K. ab Wien. ftolonialwarenund Lebensmittel. Kaffee .und Fett erzielten letzte Preise. Holländischer Kakao befestigte sich, um 260 ft. auf 36.750 ft. ReiS fft um 100 ft. höher, Burma II Originalware neue Ernte notiert 5800 K. und italienischer Splendor ff 7900 ft. ab Wien. Zucker ist um 2'/» bis 5 Punkte resp. 100 ft. schwächer, es notieren Kristall 3.85 tschech. ft., Würfel 437'/,tschech.ft.ab Grenze, ferner 11.400 ft., resp. 12.600 ft. tschech. Provenienz ab Lager Wien. Neue Ware blieb unverändert. Außerdem notieren Raffinade Kristall 6600 .ft., Würfel in Kisten 7100 K. österreichischer Provenienz ab Hohenau unversteuert. Zum öffentlichen Perkaufe gelangten 95 Kisten Cornedbeef Marke Emerie 12/6 franko Rotterdam pro Kiste zu 4.60 Dollar. Zum öffentlichen Verkaufe gelangten laut Art. 311 des H.-G.-B. 1 Pianino (Blüthner) zu 15.200.000 ft., 29 Ballen Wollgarne verzollt zu 120,000.000 ft., ferner nach Art. 843 des 2000 Stück Schlösser zu 12,000.000 K. sowie 5 Tonnen lektrolytkupfer cif Triest zu 65 Pftmd 1b Schilling pro englische Tonne. Zum öffentlichen Verkaufe gelangen heute am 6. b., 7*11. Uhr, 2 Waggons Stahl, am 7. d., 11 Uhr, 39 Kisten Zigarettenvavier, »m 12 Uhr Schrauben und Jndigopapier, am 11. d., 11-Uhr/ 1 Schlafzimmer (Maria Theresia-Stil), um 12 Uhr Himbeersaft. AehMrtte in St. Marx. (Eigenbericht der „Wiener Movgenzeitung".) Borstenviehmarkt. Angemeldet wurden für den gestrigen Markt bloß 11.017 Stück, davon 7797 Fleisch- und 3220 Fettschweine aufgetrieben. Der Provenienz nach waren 140 inländische, 892 jugoslawische, 8006 polnische, 1860 rumänische und 119 dänssche. Äußer Martt wurden 138 Schweine bezogen. 3m Einklänge mit der steigenden Tendenz auf dem Fettmarkt, find Fettschweine trotz gesteigerter Zufuhr um 1000 K. im Preise gestiegen. Fleischschweine, die gleichfalls eine Mehrzufuhr von 1700 Stück aufwiesen, blieben im Preise schwach behauptet. ES notierten: Fettschweine prima 23.000 bis 24.000 ft., extrem . 84.500 ft., mittelschwere 22.500 bis 23.500 ft., Bauernschweine 81.000 biS 24.000 ft., alte Schweine 20.000 bis 22.000 ft. und . Fleischschweine 19.000 bis 24.000 ft. pro Kilogramm Lebendgewicht. Pferdemarkt. Zum gestrigen Markte wurden 301 Schlachter-, darunter 188 auf dem Kontumazmarkte, und 215 Gebrcmchspferde gebracht. Verkehr in Schlächterpferdeu lebhaft, hingegen in Gebrauchspferden schwerfällig. Es notierten: Zugpferde leichte 5,000.000 bis 10,000.000 ft., schwere 6,000.000 bis 14,000.000 ft., Kutschpferde 4,000.000 bis 12,000.000 ft., Pferde für Schlachtzwecke 6500 bis 12.500 ft. pro Kilogramm Lebendgewicht. Bmmwollmarft. New-Bork» 4. August. Baumwollzufuhreu in den atlant. uyd Golshäfen 2000, im Innern 1000. Ausfuhr nach Großbritannien 3000, nach dem Kontinent 8000. Lokalmarkt middling r 31.15 (letzt. Kurs 31.50). Tendenz: Stetig. — Terminer Juli —.—, August 27.90, September 27.90, Oktober 27.94, November —, Dezember 27.32, Jänner 27.18, Februar März 27.46, April 27.51, Mai 27.60, Juni Juli 27.28. Berliner Börse. Berlin, 5. August. Die Börse wandte ihr Hauptinteresse deni Anleihemarkt zu. wo das lebhafte Treiben in unverminderter Stärke seinen Fortgang nahm, Obwohl vielfach' darauf hingewiesen wurde, daß die für die Höiheribewerrung angeführten Gründe einer emsteren Prüfung nicht standhalten. Tie »Kurse für die Vockriegsanlevhe des Reiches und Preußens stiegen wieder in kräftigen Sprüngen und stellten sich 600 bis 1000 Milliarden gegen gestern höher. Unterbrochen wurde die Bewegung nur zeitweilig durch geringe Realisationen. Von anregendem Einfluß war die Bewegung auch zum Teil-auf dem ausländischen Rentenmarkt, wo türkische Anleihe wesentlich anzog. Im Zusammenhang mit der Steigerung der'deutschen Anleihen wurden auch Kanada-Aktien werter beträchtlich m die Höhe getrieben. Sonst erwies sich noch der Schrffahrtsaktienmarkt als recht fest. Hamburg Paket und Hamburg-Südamerikanische Dampfschiffcchrtsaesellschaft gewannen weitere 2 Billionen Prozent. Auch Bankaktien waren gut gehalten. Dagegen zeigte die Kauflust für Industriewerte eine entschied.'nc; ';;m\ weil man den Verlauf der LondonerKon- Wrenev MormernerLurtg. ferenz etwas skeptisch gegcnübersteht und Zurückhaltung für geboten erachtet. Nach.anfänglich unregelmäßiger Kursbewegung trat bei stillem Geschäft eine leichte Abwärtsbewegung ein. (Aller in Billionen von Mark.) , Schluß k u r s e: Türkische Lose —, Oesterr- Staatsbahn 32.75, Nordd. Lloyd 6.5, Der. Elbeschiffahrt 8.1, Berliner Handelsgesellschaft 29.5, ftommerz. Privatbank 6.—, Darmstädter Bank 8.7, Deutsche Bank. 10.—, Diskonto- Kommandit 11.75, Dresdner Bank 6.87. Nationallank für Deutschland —, Oesterr. Kredit 0.476, Oesterr. Landerbank —. NeichSbank 38.6, Wiener Bankverein 0.3, Wr. Unionbank 0.275. Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft 9.6, , Bochumer Gußstahl 46.9, Daimler Motoren 3.4. Deutsch-Luxemburger 49.—, Deutsche Maschinen 6.9, Dynamit - Nobel 7.4. Felten u. Guilleaume 24.62, Gelsenkirchener Berg 49.75, Th. Goldschmidt 13.26, Harvener Bergbau 61.—. Hirsch Kupfer 21.50. Höchster Farben 14.75. Hohenlohe-Werke 23.76, Laurahütte 7.25, MänneSmaw'röhren 32.25, Phönix Bergbm: 29.37, Schuckert u. Co. 36.25, Siemens n. HalSke 42.26, Telephon Berliner 5.12, Gol^cnleihe 4.2. Dollarschatzanweisungen 82.-. Prag, 5. August. Vorbörslich trat eine stark- Besest'gung der Arbitragewerte ein, die jedoch im offiziellen Verkehr wieder verloren ging. Trotzdem ergaben sich gegen den gestrigen Schluß bei diesen Werten Knrsechöhungen. Wiener Baukwerle lagen, durchwegs höher, heimische waren unverändert. Bon Dcckehrswcrten zogen Norbahn- und Dux-Bod'nbacher-Aktien im Kurse an. Auf dem Jndustriemackte war für die Mehrzahl! der Effekten, eine Besserung zu verzeichnen. In der Kulisse überwogen zeitweilig Realisationen. Auf dem Anlaacmarkt waren Staatspapiere widerstandsfähig. Von Exoten waren namentlich Bulgaren schwach, die Mehrzahl der übrigen Werte notierte nur nominell. Der »Schluß war befestigt. Schluß! nrser Türk. Eisenliatin-Anleihe —Franken , Böbm. Unionbauk 393.—, Böhm. Eskomptebank 386.— Böhm. Jndustrialbank 418.—, ZivnosteuSka Banka 899.25, Anglobcmk 104.—. Oesterr. Kredit 83.50, Wiener Unionbank 76.—, Wiener Bankverein 66.25, Buscbtiebrader Eisenbahn Lit. A —, Lit. B —, FerdinandS-Nordbabu 5700.—, Prag-Duxer 148.—, dlussig-Tevlitzer Eisenbahn —, Nestomitzer Zuckerindnstrie 1400.—) Bereinigte Elektrizität Wien 113.—, Brosche 1090.—, Koliuer SvirituS 1018.—, Köuigshofe, Zement 942.—, Breitfeld-Danek 482.—, Ringhoffer 685.—, Simnieririeer 1^3.—. Rotbkosteletzer Textil 302.—, Alpine .Montanist?— ^oTbt&iitte 298.—, Prager Eisen870.—, Oesterr. Berg u. 2335.- Skoda 627.—. Jnwcild 259.—. Budapest« Börse. Budapest, 5. August. Die heutige Börse eröffnete in freundlicher Stimmung und die Kurse setzten zumeist höher ein. Bessere Wiener Berichte trugen zur freundlichen Haltung kräftig bei. Im weiteren Verlaufe trat aber Geischäftsstille zutage, die durch flaue Wiener Berichte herbeigeführt wurde, doch schlossen die meisten Effekten zu erhöhten Kursen. Der Schluß war wieder freundlich. (Alles in Tausenden von Kronen.) S ch lußknrse: Britisch-Ung. Bank 46.—, Ung. Kredit 678, Oesterr. Kredit 187, Salgo Kohlen.580, Rimamuranyer 123, Südbahn 58.—, Staatsbahn 510.—, Anglobank —.—. Gran- SzaSzvarer 866.—, Oberung. Berg-Hütten 475.—, Dräsche- Ziegel 216.—, Ung. allg. Kohlen 3270.—, Urikanv Kohlen 1175, Kobnrg 40, Spodium 140, Clotilde chem. Fabrik —, Ung. Eisenbahnverkehr 200.-, Verein. Holz 19.— Adria 975.—. ' Sic Sebifentarte. Zürich» 5. August. (Devisenkurse von 12.10 Uhr. Von der Schweizerischen Kreditanstalt mitgeteilte Mittelkurse.) Berlin I pro Milliarde —(—.—), Holland 205.50 (205.75), New-Aork i 531.75 (634.-), London 23.71 (23.76), Paris 28.47 (28.20), Mailand 23.32 (23.82), Brüssel 26.66'/, (25.50), Kopenhagen 86.60 (86.50), Stockholm 112.25 (143.50), Christiania 73.— (72.-), Madrid 71.90 (71.90), Bue,w8 Aires 176.50 (177.60), Prag 15.77Vs (15.92»/,), Budapest 0.0069 (0.0069), Bukarest 2.35 (2.35), Belgrad 6.45 (6.40), Sofia 3.95 (3.90), Warschau -.- -.-), Wien 0.007526 (0.007525). Berlin, 6. August (Devisenkurse.) <Jn Goldmark für 100 Einheiten mit Ausnahme von Buenos,New-Aork, Londön,Japan und Rio für 1 Einheit. Wien und Budapest für 100.000 Einheiten.) Amsterdam 161.69 (160.80), Belgien 20.16 (19.80). Christiania 67.71 (57.16), Kopenhagen 68.13 (67.83), Stockholm 111.52 (111.42), Italien 18.40 (18.276), London 18.685 (18.595), New-Aork 4.19 (4.19), Paris 22.64 (22.12), Schweiz 78.80 (78.25). Spanien 56.84 (55.86), Wien 6.92 (5.92), Prag 12.44 (12.45), Budapest 6.41 (5.41), Sofia 8.03 (8.08), Belgrad 6.115 (5.08). Berlin» 6. August (Notenkurse.) (In Goldmark für 100 Ein- Hellen mit Ausnahme von Dollar und Pfund für 1 Einheit, österreichische für 100.000 Einheiten und Polnische für 100 Zloty.) - Stoten: Dollar 4.19 (4.19), Pftmd 18.64 (18.55), Italienische 18.88 (18.29). Oesterreichische 6.93 (6.95), Polnische 77.25 (77.85), Tschecho-slowakische 12.43 (18.43). Prag» 5. August (Devisenkurse. — Mitgeteilt vom Bankamte des tschecho-flowakischen Finanzministerium-.) — Berlin*) 8.00*/, (8.017,), Zürich 633.50 (633.50), Paris 182.25 (179.26), ' London 150.80 (150.55), New-York 33.92 V, (33.96), Belgrad 41.20 (41.05), Bukarest 14.85 (14.80), Wien 4.70'/, (4.70'/,), Warschaus-) 654.- (655.—), Agram —Budapest 4.15 (4.12'/,), Jugoslawische 41.06 (41.06), Oesterreichische gestempelte Krone 4.69 (4.68'/,), Polnisches) 662.— (662.-), Ungarische 4.02'/, (4.05). *) per Billion, t) für 100 polnische Gulden. Dudapest, 5. August. (Kurse der Devisenzentrale.) — Amsterdam 29.910 bis 30.060, Bukarest 342.— bis 345.—, Kopenhagen! 2.590 bis 12.660,Christiania 10.620 bis 10.630, London345.000 bis 347.000. Berlin bis —Italien 3396- bis 3414.-. Paris 4145.- bis 4176.-, Prag 2292.- bis 2308.-, Stockholm 20.700 bis 20.810, Zürich 14.555 bis 14.630, Wien 1.0950 bis 1,1010, Sofia 574.— bis 577.—, Agram 9.38 bis 9.44, New-York 77.400 bis 77.800, Warschau bis Brüssel 8715.- biS 3734.—. Belgrad» 5; August. (Devisenkurse.) London 365.50 bis -.-/Paris 441.-bis New-York 82.10 bis-.-, Genf 1546.- bis —Saloniki bis —Mailand 360.75 bis —Prag 244.62 bis Berlin bis —, Wien 0.1164 bis —, Bukarest 36.35 bis —. Sofia —bis -.-. Budapest 0.106 bis Brüssel —bis —, Amsterdam —- bis —, Warschau — bis —. Agram, 5. August. (Devisen.) Wien 0.1164 bis — Berlin —bis —, Budapest 0.110. Bukarest — bis —Italien 361bir —London 888.50 bis —. New-York 83.25 bis —, Paris 441.— bis —, Prag 247.1E> bis —.—, Sofia —bis —.—, Schweiz 1551,— bis , Brüssel.—.— bis —, Warschau —bis —.— Amsterdam 8196.— bis —. Stockholm —bis —. Marschau» 5. August (Devisen.) Berlin —bis —.— London 22.95 bis 23.19, New-York 516 bis 521, Prag 15.33 bis 15.47, Wien 7.28 bis 7.85. 6. AuMt im Nr. 1967 rnssrnM WKW vSi*c*;brii€t Vorbehalten. 37. Fortseh»»«. Marr konnte seine Gedanken nicht auf das Match konzentrieren; ihn bedrückte eine schwere Sorste. Die Krankheit Margerh Kirkbhs dauerte noch immer an. Außer einer kurzen schriftlichen Mitteilung^ daß sie einen Rückfall cfhabt habe und ihn sofort verständigen würde, sobald sie in der Lage sei, ihn^zu sehen, hatte er keinerlei Nachricht v.-n ihr. Tag um Tag verging in fruchtlosem, bangem Warten und der Gedanke an das Mädchen, das er liebte, verdrängte alles andere, was ihn sonst bewegt hätte. Ei'tves Morgens endlich fand Marr auf seinem Fnt'chftückstivsch einen Brief.von Ntavgerh, in welchem ihm das Mädchen kurz mitteilte, daß ihr der' Arzt einen längeren Aufenthalt in dem benachbart err Seebad Rockbo-rough zur vollständigen Erholung vevovdnet hatte. Da ste ihn vor ihrer Abreise nicht inchr sehen könne, so müsse er so lieb sein und sie recht, recht -bald in Nockborough besuchen. Ms Marr sich nva' dein Frühstück auf dem Spielplatz zwm NovgMtrv'.ninr; ureMte, hörte er zu M«r Uebsrraschung und grenzenlosen Freude, daß Sam Holli'ster noch, am selben Tag seine Pokale^' -auf kurze Zeit zur Erholung nach Rockbowngh führen ollte. Am -Abend desselbcu Tages saßen Richard Marx und Margery KiMy in der Halle des Sanatoriums. Sie saßen in einen: Winkol — eimam versteckten Winkel. „Also die StviftS?" fragte das MäL-chur.. müßte ein prächtiges Spiel werden! Die Stadt wird nie wieder eine bessere Gelegenheit haben, für ihren Klub Frner zu fangen!" ,Lch habe mich danach gefchur, Sie wieder zu scheu," antwortete Marr, dessen Gedanken scheinbar nicht beim Fußballspiol waren. „Ich ikann -Ihnen gar nicht " sagen, Mavgery, wie ich Sie entbchrt habe!" Margerh Kirkby seufzte. Dann legte sie, wie von einer unsichtbaren Macht getrieben, plötzlich ihre Hand auf die des Fußballers. „Ich halbe Ihre Gegenwart auch schr entbchrt, Dick," sagte ste.- „Ich hatte es Nicht laicht- „Ihre Tante —?hat Sie sehr gequält, nicht wahr?" fragte Marr rasch. „Nun — quAen ist vielleicht nicht der richtige Ausdruck. Aber sie hat -mir zu verstehen gegeben, daß sie es nach meimr Zurückweisung der Werbungen eines Mannes, wie Stopf-ord, für zwecklos halt, sich um mein Wohl und Wehe zu -kümmern. ,LH!" fügte -das junge Mädchen mit einem plötzlichen harten Ausdruck -in dem schönen Gesicht fort,, „sie hat sich so gemein gegen mich bekommen!" In Marr stieg es heiß auf. Er beugte sich nach vorwärts und evgrW des Mädchens Hand. „Warum wollen Sie daun noch bei ihr bleiben?^ fragte er» bevor chm zum Bewußtsein kam, was er sagte. ,Ich -muß doch — (wenigstons noch -für die nächste Zeit. Warum? Weil ich dazu gezwungen biin. Ich glaube nicht;, daß irgendeirne böse Absicht im Spiele war, aber vor -einiger Zeit Vevanlaßte Mr. Stopford meine Tante, eine große Summe Geldes vn Papieren anzuilegon, die angeblich ftarlk steigen würden. Ein großer Teil des Geldes, 3000 Pfllnd, gchörten mx, Es ist alles, was .ich besitze und jetzt, wo ich gerne das Haus meiner Tante verlaiss-en möchte, kann ich mein Geld nicht wieder bekoni-mem Wenn ich es hatte, — dann —" Sie hielt irate und blickte mit einem Lächeln in den Augen geradeaus. ,Ich werde Jhnvn das Geld wieder verschaffen," sagte Marr. ,Ich werde diesen Burschen aufsuchen und ihn Veranlassen, mir einen Scheck auf den Betrag zu geben. Sehen Sie denn nicht, Margery, daß dies ein Komplott war, Sie noch mchr in seine Gewalt zu bringen? Aber solche Dinge sollen Ihnen erspart blei'ben, so lange wir uns kennen werden," Moß er. ,MS klingt sehr tragisch, — so lange wir uns kenueu werdsn —; so dürfen Sie Nicht sprechen, Dick! Ich wüßte m-cht, was ich ohne Ihre Freundschaft anfangen sollte." Im Innern Richard MavvS tobte ein jäher Sturm von Gäfühlen. „Freundschaft?" wtedecholte er. „Was ich für Sie fühle, Margery, ist mehr als Freundschaft! Sie nässen es — Sie 'müssen es ja wissen; Ihr Frauenrnstinkt muß es Ihnen schon lange verraten haben. Sagen Sie mir, Margery, haben Sie.es nicht schon längst gefühlt?" Mt gesenktem Kopf, um ihre Verwirrung m verbergen, antwortete sie leise: ,Melleicht." ,-Kein Vielleicht, Margerh. Sie wissen es, daß ich Sie liebe, -daß. ich Sie seit dem ersten Augenblick, da ich Cie sah, geliebt, habe! Sie wissen es — wenn ich tu meinen ältest Verhältnissen leben würde und Ihnen das bieten konnte/ worauf Sie Anspruch haben, hätte ich Sie schon längst gefragt, ob Sie meine Frau werden trollen. So aber' —Der junge Mann machte eine Gebärde der Verztopiftung. . Eine weiche, warme St'ustme klang an sein?r Seite. : „Ja, Dick", sagte sie; „so aber —?" w * (Fortsetzung folgt.) * rxaazi iifii i—im ,i 'i* »*.^n

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