Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1966 (5.8.1924)
- Date
- 1924-08-05
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 1966 Wien, Dienstag x Wiener Morgenzeitung. dem ersten Mguft sich die Urlauberzahl bedeutend vergrößert hat, ist trotz geringen Umsatzes diese Kurssteigerung ziemlich bedeutend. Im weiteren Verlaufe des Verkehrs waren weistrS Kieditaktien und Mpineaktien besonders gesucht. Ebenso wie in der Vorwoche hatte das JnterventionSkomitee keinerlei Grind zum Einschreiten. > Die Börse zeigte zum erstenmal seit längerer Zeit ein ausgesprochen freundliches Gepräge. Der Kursr'.g.ftrievapparat trat gestern zum erstenmal in r>er Kulisse für Krupp-Aktien in Aktion. Er zeichnete genau die jeweiligen Kursen Die Kursnotierungen des Apparats wurden von den BörfeNbefuchern mit lebhaftem Interesse verfolgt In der Kulisse waren Bankpapiere und J n d ustriepapiere lehr gesucht. Es gewannen Bankverein 3000 , Kronen, Oefterreichische Kredit 14.000 K., Ungarische Kredit 7100 K., Anglobank 28.000 K., Länderbank 14.000 K. und Unionbank 9000 K. Von den Indnstriewerten notierien höher: Alpine Montan um 6000 K., Felten um 2900 K., Poldihiitte um 2000 K., Krupp um 5900 K., Skoda um 20.500 K, Waagner um 4900 K., Timber um 1100 K., Daimler Motoren um 3100 K., Oefterreichische Hosherr um 4200 K, Ungarische Hofherr irm 13.900 K., Karpathen um 2100 K. und Gummi Semperit um 2600 K. Auch im Schranken machte sich durch Berliner und Prager Nachfrage erhöhtes Interesse geltend. So gewann.'!', en^elne Arbitragewerte, während Petrol: umwerte unverändert blieben. Don den Ind u st r ie Unternehmungen erhöhten sich Donau-Dämpsschifsahrt nur 70.000 K., Sczakowa Zement um 20.000 K., Perlmooser um 10.000 K., Pilsener Brauerei um 80.000 K., Schellenhofer um 15.000 K., Krainische Industrie um 50.000 K., Ditmar La-upen um 20.000 K., Stern und Hafferl um 5000 K., Berliner Telephonsäbrik um 150.000 K., Oberungarische Berg und Hü.teu um 10.000 K., Ungarische Kohlenbergbau um 140.000 K. Deitscher Magnesit um 500.000 K., Oefterreichische Fiat um.. 15.000 K, LokomoiiU Wiener-Neustadt um 50.000 K., Sial Lokomotive um 5000 und Simmeringcr Maschinen um 9000 Kronen. Bon tat chemischen Werten stiegen Nooel Dynamit um 300 000 K., Holzverkohlung Konstanz um 95 000 Kronen, Iungbunziau-er Spiritus um 250.000 K. und Scheid^- maudsl um 20.000 Der Anlagemarkt war ebenfalls fest. Bon den Eroten notierten: Mraznica. 39.000 bis 41500. Tepege 45.000 bis £9.000, Universale 19.000 bis 20.500. Der KurSregistvierapparat. Bor Belginu >der gestrigen Bö ose wurde der KurSvogistrierappa rat, eine Erfindu n g hcs Ingenieurs Otto Geroaft.ewits, den Börsebesuchern vorgesÜhvt. Der Apparat sünlktirmierte sthlerloS, doch ist es fraglich, ob bei stärkerem Geschäftsgang der Apparat 'imstande sem wird, die einzelnen Kurse automatisch stftzuh alten. Doch dürste die Maschine bei längerem praktischen Gelbrauch so manche Berbrsserung erfahren, die auch die einzelnen Mängel, die darin Hütchen, daß zur Registrierung längere Zeit verwendet werden muß, beseitigt. Der Erfinder des Apparates hat dem Publikum den Tlpparai erklärt. Der Apparat zeigt den ersten, den letztKt, dm höchsten und tiefsten KurS der einzelnen KEststugruppen an. Auch Angebote Md Kaufaufträge werden registriert. Jevisenmd Balutenlnese. (Mitgeteilt von der Oesterreichischen NatlonalbüM . 4. Augus{ L. August Vista " Oeld Ware Oeld Ware Amsterdam |. , holl. Gulden Agram 1!«pf. Kronen ... * Belgrad 1 Dinar . Berlin* 1 deutsche Felchsniark Brilssel 1 belgische Franc« Bndanesl'* t ungarische Kronen Bukarest t I.et. CHrlstianla 1 norwep. Kronen Kopenhagen 1 dilnisrhe Kronor London 1 Pfund Sterling . . Madrid 1 Pesetas . . « . . Mailand 1 Lire. New York! Dollar. Paris 1 Francs.. •Pra<» 1 tschecho-slow. Kronen Sohn 1 Lewa . Stockholm 1 schwedlscheKronor Warschau"* 1 oolnlsche Mark Zürich 1 schweizerische Francs . Noten Amerlkan, Noten v. 5 Dollar aufw, k * kleinere . . Belgische Noten 100 Francs . Bulgarische Noten zu 1000 Leva , . . 100 . » . kleinere. . Dlnlsche Noten 100 Kroner , Deutsche Noten*. » , » 100 » » » t, kleinere* < Engl. Noten von 5 Llvrest. aufw » . kleinere .... Französische Noten 100 Francs Hot'Hndlschft Noten 100 dulden ita'le tische Noten v. 100 Lire aufw , kleinere . . Jngosl. Noten ungest.zn 1000 Dinar » k k * 100 * . , , kleinere . Norwegische Noten 100 Kroner Polnische Noten * * .... . „ kleinere . . . Rumänische Noten zulOOO ». 500Le! » k kleinere . . , Russ. Noten (Roman.) zu 500 Rubel k ■ ■ k 100 k « „ . kleinere . Schwedische Nöten 100 Kronor Schweizerische Noten 100 Francs Spanische Noten 100 Pesetas Tschecho-slow. Not. v.lOOOaufw , . kleinere Türkische Pfund-Noten . . . Ungar. Noten**(n. Ein.) zu lOOOKr „ , zu 10.000 Kr. . , . , kleinere . . . * Für eine Billion Mark, *** für 1 Zloty aufwärts. 27300 27-tno,«. 855,— SM.— "56.— <'59.- 16870,-. 1607T.— 330».- Z40--.. - 00.40 92.40 27,50.- p48— <-48.— lnsOO — 3284. 80.75 27250.- 852.- «52.- 160.00.- 3296.- 91.75 ^8.- 3lr,,~ 307.- 309. - y48i.- 0520. - Q48O.— »520... t,33a.- 11370.- 11310.— 1,370.. 3l50no.~ 316000.- 312^0.- 313'00... <)33i..- 9370.- 0.730,— 9370,- 3^0.- 3001.- 7074.- 1086.— 7rfWL- 71185.- 7(1035,- 71185,—?,752. — 3768.- 7600.-. 36,8.-?1"7.-?117.- 2103.- 7113. 5'6.- *20.- 612.- 516. - 1*780. - »''7*0.— lP72n,— 18780,— 13550.- 13650.- 135rn.— 13650.— 13295.- 13345.- 13195.- 13245.- 70463.- 76860.— 70460.- 70860.- 707.6".- 70760,— 70360.- 70760.- 3350. - 338'.- 3240.- >3270.- 508.- 556.- 490.- 493.- 4k«!- 496!- 47o!- m\~ M180,— tim- «H90.- 11270.- 16540.- 16660.- 16540.- 16660.- l644o!- 16560.'— 16440.*— 16560.’- 3 t 3m- 314800.— 310700.- 312300.- 313010.- 314800.- 310560.- 312100.- 3715.- 3145.- 3576.— 3605,— 27000.— 27200.- 26550.- 2705O.- 3085.- 3105.- 3085.- 3105.- 3055.- 3075.- 3055.- 3075.- 851.- 857.- 844.- 850.- R4L- 817*.- 834.- 840.- 0360.- 9440.- 9360.- 0440.-- 1350«.- 13640.— 13510.- ,3640— 13300.- 13440.— 13300.- 13440— 305. - 309.- 304.- 308— 295.- 299.- .294.- 298— -*- —fc—* -.*- 18530.— 18630*.- 18520*.— 18620*— 13280.- 11360.- 13190.- ,3270— 9210.- 9290.- 9210.- 8290— 2092.— 2108.— 2092.— 2108.- mi. - 7103.- 2687.- 2103— 33800.— 34600.- 33800.- 34600.- 86.50 89.50 86.25 89.25 81*50 84.*50 81 .*25 84^25 ** für 100 ungarische Kronen. Besitzänderung in der Petroleumindustvie. In der Petroleumindustvie sind letztens folgende Befttzänderungen vorgenommen worden. Die WeftgälWsche Naphtha« und Gasgesellschaft erwarb 72 Prozent der Anteile der Grube ,-Gas 5" in Sadlowa. Die Tepege A.-G. Lauste 37,50 Prozent Anteile der Grube „Wanda" in Librantowa. In Jaslo wurde zwecks Vornahme von Bohrungen auf der Gru'be „Anna EieklinNa" eine G. m. b. H. „Eiskl-iu" gegründet. Die polnische Handelsbilanz. Nach den letzten statistischen Nachrichten war die polnische Handelsbilanz pro April d. I. passiv. Die Einfuhr betrug im April den Wert von 140 gegen 80 im Jänner und 107 Millionen Goldfranken im Februar 1924. Die Ausfuhr hatte im April, den Wert von 1Ä Millionen. Somit beträgt das Defizit-19 Millionen GMfranken. Die Passivität entstand stdoch nicht mfolge eines EKortrückganges, sondern lediglich infolge Steigerung des Importes. Die Aussichten für die Zukunft sind auch nicht die besten, da durch die Kollerleichterungen. eine weitere Steigerung deS Wavenimiports zu erwarten D. dSDMttit in M Wen cop>nght Nachdruck verboten. Jüdischer Verlag, Berlin. 60. Fortsetzung. HswdolgH Md Zapfenstreich. Von Sammy Gronemann. Ein Feind der Religio^. Auf der Tagesordnung stand das Thema: „Zionismus und NÄigion." Der Referent und die .meisten DiskusfionSredner hatten ihren Slattdpun.lt dahin präzisiert, daß die zionistische Bewegung als solche mit der religiöstn Einstellung des einzelnen nicht zu tun hätte und daß bei aller selbstverständlichen Vermeidung von Verlegung der religiösen "Gefühle And^sdenkender die Organisation nicht Stellung zu diesen Fragen zu nehmen, habe. Diese Fragen seien ehrfurchtsvoll »lu'sAuschalten — Religion sei Privatfache. Diese mehr bequeme als erschöpfende Erledigung des Problems wurde 'allgemein gebilligt; da nahm ein älterer Herr, Herr Grünstem, Mitglied der zionistischen Arbeiterpartei Poale Zivn, das Wort und führt aus: Er sei gegeir die bisher vorgetragene Anschauung und gegen eine neutrale Haltlmg zur Religion. Er sei ein Gchner der Religion und speziell der jüdischen Religion. Wenn ntan Palästina a>ufbauen w>olle, müsse man vor allem mit allen> 'bitciciti Rückständigkeiten, diesem — Schnrutz aufräumen. Darob allgemeiiie Empövuug, bis ein anderer Vertreter der Poale Zion auftrat und erklärte, daß, Herr Grün ste in nicht im Namen seiner Partei gesprochen, sondern nur seine persönliche Ansicht Zundgegeben habe. Grünstein bestätigte das, nnterstrich aber seine Ansicht nochmals und erklärte: ch werde die Religion bekämpfen, f,o: la uge i ch lebe." Gin solcher Radikalis,m>u§, eine derartig fanatische Feindschaft gegen die Religion ist, glau.be ich, selbst in den asfimilieriesten Kreiisen des deutschen lIndeutums nicht denkbar, die ja auch fast durchwegs nur iudifserent find. . Ich muß gesteheu, daß auch Mir dieser wilde Ausbruch zu denken gab. . Einige Wochstt spä-ier M ich nun - d>eü Hervtt Wünftein wieder da, wo - ich ihn äin wenigsten Veviimtet hädte — in der Synagoge. Um SimchM - TMpMt Mg ich natürlich in die ofMdische Schul, um an der schon geschilderten alten Freude dieses Tages teitzunehmen. ES war fast wie in Kowno — die Leute tanzten efftatifch mit . den Gesetzesrollen im Arm, die Kinder liefen mit Fähnchen herum und es -war lustig genug. Auf einmal erkenne ich Freund Grünstem, wie er, den Gebetmantel über den Kopf gezogen, -mit Inbrunst eine mächtige Dhovarolle an sich pressend, mit voller Hingaibe sich am Umzug beteiligt. „Grüustoin" rnse ich ganz bestürzt. „Was machen Sie hier? — Machen Sie einen DsmonstvationsFug gegen die Religion?" Er sieht mich verdutzt an. „Ach" sagt er vergnügt, „Sie wollen mich verspotten! Was wollen Sie? Es ist doch eine Wische Sache!" Es kam noch anders. Die Dhoravorlrftrng war zu Ende und der Prophetenabschnitt wurde verlosen. Die Dhorawllen hielten indchsen einige Knaben — sorgfältig; denn wenn etwa eine Rolle hinfällt, gilt als ein Unglück — der Schuldige oder wenn es sin Kind ist, dessen Vater pflegt zur Strafe einen vollen Tag zu fasten. — Plötzlich schreit Grünstein einen von den Jungen an: ,/Aib acht — du Bengel! Du wirst noch die Thora fallen lassen!" Er ist ganz erregt. Ich sehe ihn am; „Und .was stört Sie das, Herr Grünstem? — Sie halten doch nichts von solchen Sachen!" „Ach" schreit er, gewiß halte ich nichts davon! Aber es ist mein Sohn! Wenn er fallen läßt, muß ich fasten!" Ssitdem denke ich über den RadiEalismns der Juden wesentlich ruhiger!" Die -Festtags. Die hohen Festtage brachten allechaud Interessantes. Zum Versöhnungstage mtdeckten allechand Leute, von denen nwt' e§ nicht geldacht hätte, ähr Iudentwn. Einer kam zu Dr. Ebstein und erkundigte stch angelegentlich, wann das Fest wäre. „Es ist.das einzige, das ich halte" setzte er hinzu. ,.Ich bin nämlich getauft!" — Ein Wiener ■ Herr in unserer Prefsez-entmle erzählte mir todernst, daß er das Fasten dieses Tages streng halte, und zwar in 8. August 1924_ Helte 7 Weiterer Abbau der ungarischen Einftrhrsbeschränkuttgen. Die Austro-ungarisHe HandelÄainmer teilt mit. daß nach einer Sonntag erschienenen ungarifchen Regierungsverordnung' die bereits angskündipte weitere Einfuhrfvoigalbe einer Reihe von Artikeln erfolgt ist. Unter diesen befinÄn stch Orangen und Verschiedene Kolonialiwaren, gesalMe Heringe, Banmwollstrümpse und Handschuhe, galvobte Schafwolmmchängtlücher, einigs Papiersorten, LedechaiMchuhe. Klavierbeftaudteile, Time, Siegellack, Prchfackeln und Wachszünder.. Ein amerikanischer Obligationenkredit für die „Newag". Me die „Mitieil-nngen des Essekten-We,gweisers" erfahren, ist es der Biederniannbank gelungen, amerikanische Kapitalisten für die Uebernahme von Obligationen der „Newag" zu gewinnen. Dadurch erhält die „Newag" die Kredite, die für einen raschen Ausbau der von ihr bereits begonnenen oder noch geplanten Wasserkraftwerke notlvendig sind. Dieser Erfolg ist um so bemerkenswerter als es sich bei der „Newag", wie übrigens bei allen Elektrizitätsgesellschaften dieser Art, um ein junges Unternehmen handelt, das noch viel weniger als die großen alten Industrien der Vorkriegszeit im Ausland bekannt sein mag; er beweist zugleich, welche Bedmtung des Auslandes der Entwicklung der Wasserkraftwirtschast in Oesterreich boimißt. Preisrückgänge auf den russischen Märkten. Die schon seit einiger Zeit zu beobachtende fallende Tendenz aus den russischen Warennrarkten nimntl auch weiterhin ihren Fortgang. So werden neuerliche Preisrückgänge in Textilwaren, insbesondere in Baumwolle, gemeldet. Ebenso schwächen sich die Preise für Leuchtöl und sonstige Erdölprodukte um durchschnittlich 10 bis 20 Prozent ab. Auch das russische Metallsvndikat zicht bereits eine Ermäßigung der Metallproiss in Erwägung. Tschecha-flowakische Gründungsbestrebungen in Rutzlaud. Wie wir erjahren, haben sich einige große tschechoslowakische Firmen an die Handelskammer für den russischen Nordwesten mir der Anfrage gewandt, ob in Rußland die Errichtung von Unternehmungen zur Herstellung von Massenartikeln aus Glas möglich wäre. Freigabe der Kartosfelausfuhr aus Polen. Die mit den Fra-gen des Exportes stch befassende Mrtschastskommission in Warschau beschloß, die Ausfuhr von Kartoffeln frei zu geben und auch die bisher in Kraft befindlichen Zollsätze aufzuMen, um auf diese Weise den Export fördern zu können. „Mitteilungen des Efsektenwegwoiser". Die stoben «• schiene ne Nummer 7 der „Mitteilungen des Gffekteniwegweiser" hat nachstchenden Inhalt: Kritische 'Börsenrevue. — Schilling. — Kurse. — Mtienzusammenleguing von Bevrchard Museld. — Aktuelle Iniormalionen, und zwar anrerika!n.ischer Obligationenlkredit für die Newag. — Eine SanieMngslbant A.-G. — Mitteilungen der WidenzalbteÄnng usiw. — Die ZertjschrGt wird nur an Abonnenten abgegeben. Abonnements nimmt oer Verlag des „Gffeiktenweg<we-iser". 2. Bez., Remlbranldttstraße 24, entgegen. _ . Me Warenmärkte. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) Hopfen. Obwohl die Saison schon recht wett vorWchvrtteu ist u«id für die neue Ernte nur günstige Aussichten bestchen. wnntzeu sich doch die Preis« stetig bessern, so daß 300 Goldmark m Nürnberg bezahlt wurden. Wochenzustchr 300 Ballem. Cs no-. ilkürnberg' bezahlt wurden. WocheiMfuhr 200 Balle«. Umsatz 220 Batten. GS notieren: prima 260 W# 295 Govdmark, mitt-l und gut mittel 210 bis 260 Goldmark und geringe 170 bis 200 Goldmark pro Zentner. ES stich auch schon die ersten Proben ausländischer Hopsen (Ungar») ßum Markt gÄonvmen. wonach Farlbe und Beschaffenbett dr jeber Weist besriedigen. Im Elsaß ist das Geschäft ruhtg gab die Preise sind unter 1000 Franken hevnnterigedrückt. WUN.IkAOlia«AM»*<l W STOT-Tf , S F!‘‘D.£ Titfeiv«NK7ft«At> WW>W^>>>0SM>0U«W>>MWgWM>>>M>W>WW>WW>WWWMWiW>WW>>WWWWWWWWW>W>>W>>WM folgender Wstse: Er esst am Vovaibend sehr wichllich und nehme dann rnchveve SchlasiPMsr, so baß er viemnd- MtNAig Stuniden in einer Tour durchschlche. Auch einen Soldatengottesdienst gab es und es kam dazu ein FeldrabbiMr. Mit diesen Herren bin ich mr Westen wenig WtstMlMnyeLommen. Sie hvelten einmal eine Konfeventz ab, die sich vm wesentlichen damit befaßte, BovfchlägL für eine vegelimätziige jüdische Soldätenseelsorge auch für Frie-denszeiten vorzubereiten. Nachdem das geschehen^ vereinigten sie sich zu einer streng unvituellen Mahlzeit, an der sie fast volljzälhllg Mnehmen. Am ersten Abend des Roschihaschainah-Festes wurde im. Anschluß au den Gottesdienst ein großes genreinsames Esten, diesmal ritMll, für die jüdischen H eore sangelh örigen vsrainstaltet. SeWstlverständvich hielten sich die Brüsseler eingeborenen Inden ausnahmslos fern und ich dachte mit Wchrnut an Kowno zurück und unsere Gastsremrde dort. Es ging, dem EhavaEbe.r des Festes entspvschend, ernst und zisnÄich still zu. Damals, im Herbst 1018, lvar auch die allgemeine Skilmnmng eben nicht allzu freudig. Man Änpsand es dankbar, daß der Rabbiner, außer einem Kastertoast, dessen Ausbringung dem Betreffenden nicht wohl verwoigert werden konnte, keine Tischrede halten ließ. Die Kaiserrede war übrigens in mancher Beziehung bemeickLNSiviert und sie prägte sich msmem Gedächtnis, viellsicht infolge des bald danach geschehenen Zusammenbruchs der Monarchie, besonders lebhaft ein. Es war -durchaus nicht rurr der sonst bei solchen Gelegenheiten oft übliche rein konventionelle Tvinkspvuch, sondern rhetorisch und inhaltlich nahm die Redr ein anderes Niveau ein. Der Redner;, Prostffor Goldstein aus Darmstadt, legte eine Art PÄitischen und patriotischen Osstnbamngseides ab. Er bekannte sich als euragiievten Monarchisten und als gllcheniden Vsrehver der Art und Pevsöntzchkeit Wilhelms des Zweiten. Es gab wohl wenige im Saale, welche die enthusiastische Verehrung des Kaisers in solchem Umfange teilten, aber wohl niemand verikannte, daß es «ine rednerisch glanzende Leistung war, und die Fveimütigkeiit des BÄsnntnisses zur dynastisch ergebenen Anschauung flößte jedenfalls auch den Andersgesinnten Achtung ein. (Fortsetruna. iolgt.i