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Wiener Morgenzeitung · 1924-08-05 · Heft 1966 (5.8.1924) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1966 (5.8.1924)
Date
1924-08-05
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Men, Dienstag Wiener Morgenzeitung. e. August 1684 Nr. 196« Alle Arten von Kommandite der Kroatischen Eskomptebank, Agram Kredit-una Bankgeschäften Wien, B. Seltzergafse 4 ttbSr Warengeschäfte Telephone: 60-4-82, 60-4-93, 63-4-85, 64-4-42. 68-4-78, 69-4-82 10465 Telegrammadresse r Frapobank «eite 6 Mhne Md Kunst. Bollsover. Eine Aufführung der „Boheme" von Puceini, in der Rudolf italienisch und Mimi deutsch sang, zeigte, wie hart und modulationSarm die deutsche Sprache gegenüber der italienischen ist und wie schlecht sie sich mit der Sinnlichkeit der italienischen Melodik verträgt. Der Rodolso des Herrn Jseo Jlari vom Teatro Constanzi in Rom besitzt schätzenswert Bühneneigenschaften, wie Spielgewandtheit und Wärme des Ausdruckes. Die Höhe ist ergiebig und leuchtkräftig, in das Legato seiner Mittellage schleichen sich freilich wiederholt unreine Tön« ein. Frau Claire Born von der Wiener StaatSoper kommt mit ihrer seinen, kultivierten Stimme im intimeren Raum der Volksopcr viel besser zur Geltung als in der Staatsoper. Daß das Liebespaar in zwei verschiedenen Sprachen sang und über dem reduzierten Chor und Orchester gemütlich-träge Ferienstimmung lag, war der Ausführung wenig förderlich. slb. Raimund-Theater. Wer verantwortet die Tatsache, daß das Raimund- Theater den Begriff der Sommerspielzeit so weitherzig auslegt und zu einer Operette Zuflucht nimmt, die aller künstlerischen Qualitäten bar ist? Denn „Die tolle Lola", zu der Hugo Hirsch die Musik und Artur Rebner Verse geschrieben hat, ist ein übles Berliner Produkt mit allen Merkmalen dieser Gattung, dem schalen Witz, der öden Geschmacklosigkeit und der trivialen Mache. Jenny Schäck vom Admiralpalasttheater in Berlin ist an diese Kcst gewöhnt. Wie sie jede Geste unterstreicht, wie sie dezente Anmut durch keckes Draufgängertum ersetzt, wie sic die Wirkung apostrophiert, ohne in den Mitteln wählerisch zu sein, ist sie ganz auf 'in BublÄum abgestrmmt, das bei kultivierter Darstellung Langweile empfindet. dt. Aus den Theatern. Volksoper. Heute Fortsetzung des Gastspiels Jseo Jlaris in „Rigoletto". Morgen „Zauber flöte". Der Verkauf des ,Z ehner ab onn euren ts" für die kommende Spielzeit hat im Sekretariat der Volksoper (Bühneneingang) bereits begonnen. Vevkaufsstnnden nuran Wochentagen von 9 bis 12 Uhr und von 4 bis 6 Uhr. Deutsches Volks thea t er. Die ExlEühne spielt heute um halb 8 Uhr die Bauernposse „Der heilige Florian" und morgen rm Rahmen des Schönherr-Zyklus zuim ersten Male „Frau Suitner". Donnerstag die Ba-uernposse „Das Iungfernweh". Neues Wiener Stadttheater. Heute erstmalig „Das vierte Gebot". Theater in der Jofefstadt. Heute um halb 8 Uhr »Mutterliebe", „Die Spieler", „Ein Heiratsantrag". Carl-Theater. Heute um halb 8 Uhr abends verabschiedet sich das AmerVanisch-südische Kunsttheater. Als Abschiedsvorstellung wurde ,Tewje, der Milchmann", das Lebensbild von Schalom Aleschem angesetzt. Die Titelrolle spielt Herr Direktor Morris Schwarz. Julius Pruwer an die Wiener Staatsoper verpflichtet. Unsere Information, die wir schon vor einiger Zeit brachten, daß Generalmusikdirektor Julius Prüwe'r als Nachfolger von Klemens Krauß für die Wiener Staatsoper gewonnen wurde, wird heute auch von anderer Seite bestätigt. Eine große Genugtuung für die Weimarer hakenkreuzlerischen Umtriebe, denen er zum Opfer fiel, ist ihm ferner zuteil geworden: Er wurde zum ordentlichen Honorarprofessor an der Berliner Hochschule für Musik ernannt. Neuerwerbungen des Deutschen Dolkstheoüers. Für das Deutsche Dolkstheater und Raimund-Theater wurden das Schauspiel ,Der Spielberg" von Martina Wied, das mit drm Preise der Stadt Wien ausgezeichnet wurde, ferner „Eine ernsthafte Komödie" von Stück len und ,/Die catalaünische Schlacht" von Arnold Bronner zur Aufführung erworben. 7. Festaufführung „Aida". Heute siüdet die 7. Festaufführung der „Aida" auf der Hohen Warte statt. (Ersatzvorstellung für Sonntag.) Für diese Vorstellung haben ausschließlich solche Karten Gültigkeit, die mit dem Datum Sonntag den 3. August versehen sind. Um den außerhalb Wiens wohnenden Besuchern die Rückfahrt zu ermöglichen, beginnt diese Vorstellung sowie alle folgenden präzise halb 8 Uhr abends.' Dirigent Pietro Mascagni. Nach Schluß direkter Straßenbahn- Verkehr nach allen Richtungen. Ein Dillmngstheater in Moskau. In Moskau wird demnächst ein wissenschaftliches, ethnographisches Theater eröffnet. Es ist zur Hebung der Bildung der Fabriksarbeiter bestimmt und wird ihnen Bilder aus dem Leben der Wlker des Svwjekbundgebietes, ihre Sitten, Tänze, Lieder usw. vorfuhren. Kurze belehrende Vorträge sollen die Aufführungen erläutern. _ Gerichtssaal. Während einer Zirkusvorstellung do» einer KnnftfchWn erschossen. Aus Wiener-Neustadt wird unS berichtet: Vor dem Einzelrichter des hiesigen Kreisgevichtes, Hofrat Dr. Rödling, hatte sich Elly Kraut wegen Vergehens gegen di« Sicherheit des Lebens zu verantworten. Anfangs Juli gastierte der Wanderzirkus Henry in Gloggnitz, wo die Kraut als Kunstschützin in einer Cowboyszene auftrat, indem sie durch Schüsse aus einem automatischen Gewchr acht brennende Kerzen zum Verlöschen brachte. Ter Vorstellung wohnte auch ein fünfjähriger Knabe eines Zirkusmusikers bei, welcher, um besser zu sehen, das erhöhte Orchester, daß sich hinter der Scheibe befand, bestieg. Als nun die Schützin den letzten- Schuß abgefeuert hatte und das Gewehr repetierte, um es ab« zuspcrren. ging ein Schuß in schräger Richtung lo§,. der den Knaben in die Brust traf und dessen Tod herbeiführte. Das Publikum hatte für die Artistin Stellung genommen, denn wenn der Knabe auf seinem Platze geblieben wäre, hätte die Kugel die Zirknsluppel durchgeschlagen und das Unglück wäre nicht geschehen. Tie von Dr. Emanuel Berstl verteidigte Ar- .tistin erklärte sich nicht schuldig. Sie produzierte diese Nummer schon seit fünf Jahren und sei niemals das Geringste passiert. I Ihre Schießproduktton sei auch stets mit behördlicher Bewilligung und unter den Augen der Sicherheitsorgane anstandslos vor sich gegangen. An jenem unglückseligen Abend habe sie, wie immer, das Gewehr absperren wollen, das durch einen unglücklichen Zufall sich entlud. Der Sachverständige für Schußwaffen erklärte in seinem Gutachten, daß der Unfall nur aus einen unglücklichen Zufall zur.ückzuführen sei und die Angeklagte keim Verschulden treffe. Auf Grund dieses Gutachtens trat Staatsanwalt Tr. Hirsch von der Anklage zurück und der Richter verkündete den F r e i s p r u ch d e r Artist i n. Sie IrrrMKellurrg von RerlobunZSseschenke«. Der Kaufmann Georg E. hatte gegen seine gewesene Braut Sophie B. eine Klage aus Rückstellung von Verlobungsgeschenken im Werte von vielen Millionen eingebracht mit der Begründung, daß - an seinem Rücktritt vom Verlöbnis die Braut schuldtragend ' sei. Das Zivillandcsgericht hatte die Klage kostenpflichtig abgewicsen. Ueöer die gegen dieses Urteil von dem Kläger ergriffene Berufung fand im April dieses Jahres vor dem Oberlandesgerichte die Verhandlung statt. Ter Berufungssenat hatte damals, wie berichtet, erklärt, er werde das Urteil auf schriftlichem Wege bekanntgegeben. Nunmehr wird uns mitgeteilt, daß der Oberste Gerichtshof mit Urteil vom 8. Juli dieses Jahres der Revision Folge gegeben und die Geklagte, Fräulein Sophie B., verurteilt hat, die Verlobungsgeschenke zurückzustellen. Der Zusammenbruch der Textilftrma Reich und Kreisel. Seinerzeit erregte die Jnsolvenzerklärung der Textilfirma Reich und Kreisel in der Geschäftswelt beträchtliches Aufsehen. Die Gläubiger erstatteten die Strafanzeigen an die Staatsanwaltschaft, in denen dem Gesellschafter Max Reich betrügerische Machinationen zur Last gelegt wurden. Er wurde verhaftet und dem Landesgerichte eingeliefert. Wie uns mitgetoilt wird, ist nun mit den Gläubigern ein Ausgleich zustandegekommen. Reich wurde auf Intervention seines Verteidigers enthaftet und das gegen ihn anhängig« Strafverfahren beim Landesgericht eingestellt. , Wenn man ohne anzuklopfen in eine Wohnung tritt. Gin Postbedienstetr, kam in ein Haus, um daselbst einer Partei etwas zuzustellen. Da er sich im Hause nicht zurechtfinden finden konnte, ging er in die erste beste Wohnung,-um Auskunft zu erbitten. Ohne zu klopfen, trat er ein. Da sprang ein Hund auf ihn und brachte dem Postbediensteten einen Biß bei. Gegen die Hundebesitzerin wurde die Anzeige wegen nicht entsprechender Verwährung erstattet. Es handle sich um einen „scharfen" Hund, der gegen jeden Fremden sich feindlich benimmt. Pflicht der Beisitzerin wäre es gewesen, dem Hund.daS Beißen in der Wohnung unmöglich äu machen. Die Angeklagte gab beti der Verhandlung zu ihrer Verantwortung an, der Hund sei gegen jeden Fremden angriffsluftig. Wenn jemand, der nicht in die Wohnung gehört, kommt, so müsse er eben klopfen, dann könne auch nichts geschehen, denn erst werde der Hund verwahrt urü» dann erst werde „herein" gesagt oder geöffnet. Ter Richter sprach die Angeklagte frei und führt« in der Begründung aus, oaß ein Srlbstverschulden des Anzeigers vorlieg'e. Man darf eben nicht in eine fremde Wohnung treten, ohne zu klopfen, beziehungsweise zu -läuten. Tut dies einer doch, so muß er eben solche Vorkommnisse selbst verantworten, beziehungsweise den daraus erfolgten Schaden tragen. „Kost's was "oft'!" Der Schuhmachermeister B. und der Kohlenhändler H. waren Freunde, jetzt aber Feinde. Der eine kaufte von dem anderen die Köhlen, wogegen der andere sich von dem einen die Schuhe machen ließ. Das hat sich nun aus- Öört. Eines Tages anläßlich eines Streites — sagte der stenhändler zum Schuster: „Komm' aussa, Schufte rbüb! Du Zwetschenkrampus! Die Frau schickt er auf's Land und er frißt nichis als Zwetschken." Der Schuster klagte auf Ghrenbeleidigung beim Bezirksgericht Fünshaus. Das Beiweislverfährcn fiel zu ungunsten des Beschuldigten aus. Der Richter redet dem Kohlenhändler eifrig zu. sich zu entschuldigen, denn die Beleidigung sei erwiesen. „Ausgeschlossen. Herr Richter, -lieber zahl' ich die Straf': kost's was -kost'". Der Richter verurteilte den Beschuldigten zu einer Geldstrafe von 200.000 K- Der Verurteilte verbeugt sich, greift in die Brieftasche, entnimmt ihr den Betrag von 200.000 K. und legt ihm den Richter hin. ,Mtte sehr, bitte sehr, Ich zahle auch freiwillig einen Sühnebetrag, nur nicht äbbiiten." Richter: „Einen Augenblick. Vorerst die Kosten des gegnerischen Rechtsanwaltes." Ter Richter rechnet und spricht: „Die Kosten belaufen sich insgesamt auf 780.000 K. Beschuldigter -greift mit erzwungenem süß-saurem Lächeln in bic Brusttasche, entnimmt der Brieftasche den genannten Betrag von 760.000 K., legt ihm idem Richter hin, wobei seine Hände merklich zittern und spricht: ,Mtte sehr, bitte sehr!" Richter: ,Mas den freiwillig angeboetenen Sühnebetrag anlangt, so . . Der Verurteilte hört den Richter nicht mehr, er hat lautlos feinen Hut genommen und hat den Saal verlassen und .die Flucht vor dem noch zu zahlenden freiwilligen Sühnebetrag ergriffen. Der Posener Straßenbaitdit Sekretarezyk zu Gefängnis verurteilt. Der berüchtigte Posener Straßenstrolch Sekretarczyk, über dessen Treiben bereits mehrfach berichtet wurde (Sekretarczyk befaßt sich mit Straßenüberfällen auf jüdische Passanten in Posen) ist endlich, Ime uns aus Posen gemeldet wird, ins Gefängnis gesteckt worden, in welches er bereits seit langem gehört. Er stand unter der Anklage, in das Geschäft des jüdischen Kaufmannes Z a I c . eingedrungen zu sein, wo er die dort anwesende Gattin des Zalc beschimpfte und der schwangeren Frau einen Stoß in den Unterleib versetzte. Er rief dabei, er müsse den Mann der Frau unbedingt tot schlagen. Mährend der Verhandlung beschimpfte Sekretarczyk seinen Verteidiger. Er wurde zu drei Monaten Gefängn is und wegen der Beleidigung des Verteidigers zu drei Tagen Arrest -verurteilt.. Volkswirt. Völkischer Wirtschaftsbrief. Feste Börsen. — Flüssiges Geld. — Steigen des Goldschatzes. (Von unserem Warschauer M. S.-Berichterstatter.) Das große Ereignis der Berichtswoche war die erwarteße Steigerung der Effektennotierungen an den polnischen Börsen. Die Kurssteigerung der Einzelnen Werte betrug naheGt 80 Prozent, bei einzelnen sogar 100 Prozent der DiefsÄurse. Die Hausse wurde durch die Erleichterung auf dem Geldmaykte und durch die lächerlich niedrige Bewertung der Effekten in letzter Zeir verursacht. Charakteristisch ist nur, daß diese Ausiwwärtsbewegung der Kuvse in eine Zeit fällt, wo die größte polnische Industrie, die Oberschlchsche, im Zeichen einer ernsten Krise steht. Eine ganze Reihe von BetriOen steht im Streik, die Verhandlungen zwischen den Arbeitern und Unternehmern dauern schon längere Zeit hindurch, sicher ist lediglich, daß die Arbeiter den zehnstündigen Arbeitstag aunchmen werden. Die Kapitalisten haben sich inzwischen entschlossen, von dem hohen Zinsfuß ahzusehen, und tatsächlich ist 'der Prozentsatz in den letzten Tagen von seiner Höhe von 6 bis 8 Prozent aus 3 bis 4 Prozent pro Monat gesunken. Auch wendeten die Geldgeber letztens das Geld den Börsen zu, da es weniger riskant ist, weil hier das Jnsolvewzvistko nicht vorhanden ist. Außer den bereits gemeldeten Gesellschaften, die»in Liquidation ge:rcten sind, mußten noch drei Aktiengesellschaften, und zwar die A.-G Sarmatia in Posen, die Holzindustrie-A.-G. Sylwan in Radom und die Industrie- A.-G. Julius Heingel in Lodz, liquidieren. Die Tendenz der Börsen war während der Berichtswoche einheitlich fest, nur zum WocheNschluß mußten einzelne Effekten.infolge größerer Realisationen der Spekulation, ein wenig von ihren Notierungen einbüßen. Die Verluste waren jedoch ganz gering und änderten nicht die günstige Börsenstimmung. Von der. einzelnen EffekterÄategorwn waren Arbrtragewerte, Zuckerpapiere und Petroleu-maktien am meisten geisucht. Galiizische Montan fest bei 5,60, Zieleniew s ki bei 10,10 in Krakau und 11 in Warschau, Tepege bei 3,20, Chodorow bei 6-60 Zloty. Besonders fest waren westliche Aktien der Gazy A.-G., die bis 4,80 stiegen. Polska Naphtha erholte sich bis auf 0,54, Nobel auf 2,10 Zloty. Schwächer waren Bankaktien mit Ausnahme der Hypothekenbank, die mit 0,76 aus dem Markte genommen wurde. Industriebau!! ermäßigte sich auf 0,63 Zloty. Unverändert lag die Warschauer Diskontbank bei 6,?5, die Handelsbank bei 7 Zloty. Die neuestens in Krakau zur Kotierung aufgenommene Ivprozentige Gksenbahnanleihe wurde in Krakau rege gehandelt, wobei der Kurs 76 für 100 Zloty lautete. Der Mangel an Bargeld hat merklich nachgelassen, da die Bank Polski Zloty in schnellerem Tempo emittiert. Zu erwähnen wäre, daß der Goldschatz in ständigern Steigen begriffen ist und in -der zweiten Delkade Juli die Hö'he von 92,79 Millionen Zloty erreicht hat. Der Umlauf an Markbcmknoten ist gang gering, lind da bereits 521 Trillionen zurückgezogen wurden^ verbleilben nur noch 49 Trillionen rm Vorlkchr. Nach der Bodenkveditlba-nk -in Lemberg schreitet nun auch die dortige Hypothelkenbanlk zur Regelung der Frage der Pfandbrief«. Auch hier wird nach Berechnung jeder einzelnen Hypothek ein spezieller Fonds geschaffen, aus welchem dann die Pfandbriefe valorifiert werden. Für die enffallenden Beträge erhalten sodann die Besitzer neue auf Zloty lautende glleichproz-entige Pfandbriefe. Jedoch auch bei dieser Bank dürften die entsprechenden Borberettungsarbviten einige Monate dauern. Eine neue Ministeviaslverordnung regelt die Einreise der Fachleute, wie Ingenieure, Werkmeister, Mechaniker usw, nach Polen. Nach dieser Verordnung, ist für die Einreise keine BewiWgung der Woiwodschalft, in deren Bereiche sich die betreiffende Stadt befindet, notwendig. . Wiener Börse. 8«I«. - Die Einladung Deutschlands als gleichwertiger Teilnehmer an der Londoner Konferenz hat an der gestrigen Börse einen sehr guten Eindruck gemacht. Man hofft, daß durch dir Verhandlungen eine Beruhigung der mitteleuropäffchen Wirtschaftskrise eintreten werde, ein Umstand, der schließlich auch zu einer richtigen Bewertung der Jndustriepapi-ere Mitteleuropas beitragen wird. Schon zu Beginn der Börse zeigte sich lebhaftes Interesse nach österreichischen Kreditaktien, welch; schon zu Beginn um 9100 K. höher notierten. Auch Anglobank, Länderbank und Unionbank zeigten eine in letzter Zeit nicht gesehene echebliche Kursbesserung. Die Höherbewertung der Bankpapiere ist auf den Rückzug der Prager Kontermine zu« rückzuführen. Auch tschechische Papiere waren äußerst begehrt, so eröffneten Skoda-Aktien mit 30.000 K. höher. Auch Schüller Zucker gewann infolge der Prager Erhöhung 120.000 K. Da seit / 5981299579786901

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