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Wiener Morgenzeitung · 1924-08-05 · Heft 1966 (5.8.1924) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1966 (5.8.1924)
Date
1924-08-05
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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gejfe 1 - . Men, Dlenskag Tagesbericht. Lek arische " ' . Kriegsbegeistcrung auf Borkum. Der voWsche Kamps um Borkum und das Borlmn-Lied haben die Inbrunst der Augusttage des Hviljcchres 1914 erreicht. Auf Borkum duldet man keinen jüdischen Badegast und diese Sitte findet in dem Bvrkum->L!cd, das die Kurkapelle früh, . mittag- und abends zum Borlvag bringt, ihre künstlerische Behandlung. Da4 Lied ist vor einiger Zeit verboten worden und einige Völkische halben geftuideu, daß dies gegen die Ber» Fassung (die von Weimar nämlich) verstößt umld da sie diese Verfassung nun einmal hochzuhalten gcschüvorerk haben, so ist im deutschen Reichstag van Gräfe und seinen Mit-Bevfassuugsfreunden eine Anfrage eingedracht worden. Sie protestiert gegen das Verbot des Liedes, das „seit über 40 Jahren Ms der Insel Borkum während der Badesaison van den Kurgasten gesungen wird". Die Interpellanten fragen: ^Was gedenkt die Reichsregierung zu tun, um in Preußen der Reichsverfalsfsng Geltung zu verschaffen, was gedenkt sie insbesondere zu tun, um zu erreichen, daß die Schuldi gen — vom preußischen Innenminister Severing bis zum Äandrat Bubert — der gesetzlich verwirkten Bestrafung znyesischrt werden? In Borkum geht es inzwischen begeistert her. Folgenden Bericht finden wir im „Deutschen Tageblatt" in Berlin das der bekannte vMtsche Freihe'itHoziaMst Wulle herauögibt: „Am Sonntag den 20. Juli war der sozialdemokratische Landrat Bnbcrt aus Emden, der für die Juden den verfasssu n g s w idrioen Kamps gegen das' ,Porkum- Lied" fuhrt, persönlich in Borkum anwesend. Rasch hatte sich die Kunde davon unter den Kurgästen verbreitet. Als die Kuvkapelle als letztes Stuck das .Porkum-Trutzlivd" (entstanden nach Verbot des Borkum'Lied es) spielte, nach dessen ' Abtsing-ung dann stets ohne Musik das alte ,Dovkum-Lred" geftmgen wird, umstand eine Menschenmenge von mehreren tausend Köpfen den Mus^avrllon. Kaum waren die letzten Töne des Trutzlicdes verklungen, da bestiegen die Dorkä'.rrpfer für das judcufreie Borkum, Pastor Münch me der, der „abgesetzte" Bcrdodircktor Hempelmann uno der völkische Reichstagsadgeovdncte Henning mit einigen Kurgästen den MusMempel. Die alte Reich skr regsslagge und die schwarz-we i ßvote Haken kreuziflagge der vöiikijschen Freüheitsbelweglmg wurden gehißt, die nötigsten Musikinstrumente und daS Drrigentenpult von den genannten Herren besetzt .und so kräftig wie. wohl nie zuvor erklang das Bottkum-Lied^ Herrn Bubert zum Trotz!" Bei Wotan und Pastor Münchimeher! E§ muß sehr schön gewesen fern! Da kann man nur sagen: Heil! Wir wollen Wen, daß auch fürderhin kein Semit den Sandhaufen betritt, auf daß er freibleibe für Reichskriegssiagge, Hakenkreuz und Berfaffung! Der Trommler als Galilei und Kepler. Das Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel" herDentlicht ein Inserat zweier Hitler-Bücher, in dom die Professoren L e n a r d und Stark erklären, „daß war i n HikilVe'r und sein en Genossen . . . eben denselben Geist erkennen den wir bei unserer Abbeit, damit sie tiefgehend wnd erfolgreich fei, selbst stets gesucht, erstrebt, aus uns hervor - gcholt haben ... den Geist, den wir in den großen Forschern der Vergangenheit erkannt und verehrt Haiden, in Galilei, Kepler, Newton, FaradeEs heißt dann weiter: ,Man tausche sich nicht darWer daß arisch-germanisches Blut schon schwer im Schwinden begriffen ist; frerndrasfiger Geist arbeitet schon mehr als zweitausend Jahre 'dahin. Es ist ganz «die, gleiche Tätigkeit, immer mit demselben asiatischen Volk im Hintergrund, die Christus ans Kreuz, Jordauus Brunus ans den Scheiterhaufen brachte, Httler und Ludendorff nrit dem Maschinengewehr beschießt und hinter Festungsmwuern bringt; der Kamps der Dunkelgeister gegen die Lichtbvinger mit dem Streben, diöse ans der ErdenwnBsamkeit auSzufcheiden." Es folgt dann ein Angriff aus die Universitäten: „Die Universitäten und Schüler haben versagt, am meisten gerade in den Fächern, die hätten längst trommeln müssen." Und von Hitler als „Trommler" wird das „neue Deutschland" erwartet ,^ur Ehrenrettung des Löbens aus unserem jetzt von minderwertigem Geist beherrsch ien Planeten." Da wird, von allem übrigen Unsinn abgesehen, der Versuch gemacht, die Münchener Schießerei vom 9. November den Juden auf die Rechnung zu setzen. Was eine untaugliche Sache ist. Kahr ist Fleisch vom Fleisch der Ludendorsf und der sonstigen neuen Geister. Schweres MenöshuungM in Deutschluud. Ans Berlin wird uns gemeldet: In der Nähe von Meiningen hat sich gestern ein schiveres Eisenbahnunglück ereignet. Durch Ueberfahren des Haltesignales ist ein Personen-Sonderzng auf die für ihn bestimmte Vorspann Masch ine ausge fahren. Be-rde Maschinen wurden schwer bsschädi-gt. Von iden zahlreichen Fahrgästen des Zuges sind 16 Personen mehr oder minder schwer verletzt. Augszusammenstoß in Warschau. Aus Warschau wird gemeldet: Heute früh erfolgte auf dem Ostbahnhof ein Zugs zusammen stoß. E'n über S i i b I e c nach Marschau fahrender Zug stieß mit einem Lastzug zusammen. Die Lokomotive wurde zertrümmert. Sechs Personen wurden schw e r und über 40 leicht verletzt. Der Lokomotivführer des Lastzuges fand den T o b. ^_ffSttcttet Morgen ge itun g._ Mitteilungen aus dem Publilum. Strandbadehüuser im stadt. Strandbad Klosterneuburg1 .mit einem und mehreren Rüumen, Sommer über bewohnbat, verkauft mit 2f)jährigcm Pachtvertrag auf den Grund. Wir liefern auch Holzhäuser nach auswärts KlostemeuburgeT Wagenfabrik A. G., Wien, 12. Bezirk, Grieshofgasse 16, Telephon 82-4-39 ,si Automobilunglstck in DruMlaud. Der junge Cou-enhove-Kalrrg! tödlich verunglljckl. Aus Königsberg wird gemeldet r Gestern nachts fuhr das dem Gutsbesitzer Erbauen gehörende Automobil in der Dunkelheit und hei starkem Regen in die P r e g e l, wobei einKnabeund einMädchenertranken. ES handelt sich um die 1 b j ä h r t g e Tochter der Gräfin Kanitz-Molkhof Md um den gleichaltrigen (Grafen) Franz Coudenhove-Kalergi aus Wien. Aphorismen über die Landschaft. Von Armin T. Wegner. Der Wanderer und die Landschaft. Auf den Wanderer, der zum erstenmal eine Gegend erblickt, Berge, Wälder, das Meer, dringt die Landschaft wie eiiwas Uebermächtiges, oft Erdrückendes ein. Er kommt aus den Städten, von lävmütberstvöntten Straßen, ist gewohnt, Tausende von Menschen beieinander zu sehen, in steter Bewegung, umgeben vor: einen: Katarakt lautrvicher Gespräche, Schreie, Verwünschungen. Hier ist alles* still. Massen gewaltiger Berge ruhen aneinander; eiber sie roden eine stumme Sprache, Heere wandernder Bäume ziehen gedrängt die Abhänge hinaus; aber sie schweigen. So überkommt ein Kind das Wunder. Und auch die Dörfer, die Häuser reihen sich ein in dieses Bild der Landschaft; alles, was von Menschen verlassen erscheint, was aus der Ferne gesehen tnitschwingt in der großen Stille. Man de.n'te an die nächtlich verlassenen Straßen der Riesenstädte nrit ihrer erhabenen Einsamkeit; es ist Furcht in diesem Genuß, An- 'betung und Bewunderung, vor allem aber ein tiefes Erstaunen. Wer hätte das nicht gefühlt, als er zuim erstenmal unter die Krchpel der Pcterskirehe trat, als er Ktnn ersterrmal auf der Felsfpitze von Capri in: Sonnenglanz zu ertrinken glaubte? Und in.der Seele des scheidenden Wanderers wird dieses Bild der Landschaft über sich selbst hinauÄwachsen Zn unendlicher Größe. Vielleicht liegt in diesem Zwiespalt zwischen dem Bild >bcr Erinnerung und dem der WiMichkeit die Enttäuschung begründet, die wir oft beim Wiedersehen einer Landschaft empfinden. Und doch, wie arm sind wir, Kurzsichtige und Kurzhörige des Gefühls; denn dom bewußt Genießenden wird erst jetzt die ganze Tiefe einer Landschaft sich erschließen, wenn er kleiner wurde im Erstaunen, stark genug, ein Atlas, das große Bild dieser Welt auf der Seele zu tragen, all die bcmftlch Feinheiten anszukosten, die abseits und im Kleinen ruhen, wird er eiudringen in'die wahre Seele der Landschaft. So wird seine Freude wachsen, je langer er im Schauen weilt, bis zuletzt wieder -das Uebermächrige vor ihm steht, nur tiefer ersaßt in allem Unsagbaren und mit den: Schauder 'des Werdens wie in der ersten Stunde der Schöpfung. Das Ewige in der Lanldschaft. Es gibt Landschaften, bei denen wir die Empfindung haben, Altvertrantes wiederzusehen, auch wenn wir sie das evstemail betreten. Wem erging es nicht so, als ihn die Gondel das erstemal an die Piazetta von Venedig trug, als er durch die Städte und Wälder von Thüringen wunderte... zum erstenmal auf den sonnennmfluteten Hügeln der Campagna sich verlief. Ist es uns nicht, als erblickten wir Kinderland wieder, trägt nicht alles das Antlitz einer Vaterstadt, in der wir unsere früheste Jugend verlebten, nur daß es so lange her ish daß wir es fast vergessen haben? Es ist. etwas, das unsere Seelen schon erblickten — fast möchte ich sagen, ehe wir geboren waren — etwas Ewiges in der Land schaft, ldas in uniser Blut überging durch die Worte und Bücher unserer Vorfahren, durch die Werte unserer Künstler, Heimatland, Kimderlaud auf dem Entwicklungsgänge der menschlichen Seele, der Seele der Menschheit. Darum dieses Entzücken und Staunen, das Stchenble'iben, Sinnen und Umschauen, wenn wir eine solche Landschaft zum erstenmal erblicken, die Frcinde und auch die Wehmut über dieses Wicderschen — denn es ist ein Wiedersehen! Raub in einem Mstrr. Berbrecher in Offiziersnniform. Aus Brlkarrst wird uns gemeldet: In dem Kloster von F a n t a n a Alba in der Bukowina wurde vorgestern ein äußerst frecher Raub verübt. Zwölf in Offiziersuniform gekleidete Individuen erschienen im Kloster und gaben an, auf einem ntilitärischen Ausflug begriffen zu sein. Sie erfuchten urn die Erlaubnis, das Kloster besichtigen zu dürfen. Der Prior zeigtsich über den Besuch hoch erfreut und empfing die vermeintlichen Offiziere mit großer Herzlichkeit. Zn Mittag wurde ein Festessen veranstaltet, an dem sämtliche Mönche und die Gäste teilnahmen. Während des Mahles erhoben sich plötzlich die Gäste und ordneten mit vorgehaltenem Revolver den Mönchen an, die Hände hochzuhalten. Durch Todesdrohungen wurde dann der Prior gezwungen, das g e s a m t e B a r g e l d des Klosters, 225 009 Lei, den Banditen zu übergeben. Hierauf wurde der Prior und sämtliche Mönche gebunden und in die Zellen e i n gesperrt. Die Banditen luden sodann fänttliche Kostbark''ten des Klosters auf beoeitgestelltL Wagen und fuhren davon. Die Behörden konnten erst am nächsten Tag von dem frechen Streich verständigt werden, doch waren die Räuber bereits spurlos Vers i) w u n b e n. _8. Ä-.tMt IM Nr. 1966 . Äe Besetzung von Suleimanise. Zur Mossulfrage. „Times" melden di« englische Besetzung der kurdischen Stadt S u l e i m a n i j e. iDese Stadt ist von großer strategischer Bedeutung. Am Fuße der Avromankette, aus der Wasserscheide der Dijala und des Kleinen Sab, wurde sie erst 1788 von den Türken als Grenzstadt gegen ' Persien angelegt. Heute hat sie Mgefähr 16.000 Einwohner, die sich aus 18.700 sunnitischen Kurden, 1000 Juden und 20 Christen zusammensetzen. Im schönen Gebirgstal«, mit guter Luft, frischem Wasser und fleißiger Bevölkerung bildet sie im Gegensätze zur heißen Ebene einen richtigen Erholungsort. Ihre Basare sind zwar wie überall verfallen und dtz Straßen kurdisch, aber sie ist in diesen Gegenden die Stadt. Mit ihren 3000 Häusern, ihren Moscheen macht sie einen ganz guten Eindruck. Ihr Basar ist der Lieferant der umliegenden Dörfer. Tragantgummi, Täbcrk, Galläpfel und Seifwerden nach Bagdad 'und Kerkuk ausgefi'chrt und dafür Datteln, Zucker, Kaffee, Tee und Stoffe herangebracht. Bon Handwerkern sind besonders vertreten: Sattler, Schuster, Filzmacher, Schmiede jeder Art und Färber. Das Edelschmiedegewerbe beherrschen vollständig die Juden. Von besonderer Wichtigkeit ist Suleimawije als Straßenknvtenpunkt im Gebirge. Bon Bagdad fuhrt ein direkter Saumpfad über Kifri dorthin. Die große Handelsstraße gcht über Kerkuk, die frühere Haupwevwaltungsstadt Kurdistans. Wenn die Engländer während ihrer früheren Besetzung die Wege etwas verbessert haben, so mutz Suleimanije von Kerkuk aus mit Automobilen zu erreichen sein. Wer diese Stadt besitzt, kann jederzett becptem nach Persien auf der Täbriser Straße Vorrücken und einen Vormarsch der Russen hindern. Hier in diesen Gebieten fMich des UrmiaseeS spielten sich auch im Weltkriege die Kämpfe ab. Ein anderer Talweg verbindet sie auch mit Kermanschah. Dorthin ftchrt von der Bagdadbahn aus ein« Autostraße und in absehbarer Zeit wird auch dort die Bahn gchen. Alle diese Vorteile werden es verständlich machen, warum England am Vorabend der neuen Dechandlungen seine Hand auf diese Stadt gelegt hat. Der belastete Dawes. Eine völkische Entdeckung. Anläßlich des zehnjährigen Gedächtnisses des WelÜrteges glaubt di« Weimarer Zeitung „Der DöMsche" chreu Arser» etwas ganz Besonderes bieten zu müffen. An Hand von drei Photographien macht das Blatt seinen Lesern die erschreckliche Mitteilung, daß Her, Dawes zwar »ur Halbjude, dafür aber seine Fra« IM« — „ei» echtrpi Ncgertyp", wie c§ erlmtteryd heißt — und des Herrn DaweS Schwiegersohn ein r a s s e n e ch t e r I u d e sei. „Der Völkiscke" hat sich mit dieser umstürzenden Entdeckung sicherlich ein großes Verdienst um die völkische Bewegung erworben, denn nun entfällt von vornherein die Verpflichtung, sich überhaupt' mit den Bestimmungen des Sachverständigengutachtens zu beschäftigen. Mthausen-Therapie. Der Ruhm der Wiener medtzinische» Schicke, der durch die Affäre Hochenegg nelterlich in alle Welt getragen wurde/ hat durch die Entdeckung eines einzigartigen Heilmittels, deS Misthaufens, eine wettere Bereicherung erfahren. Während die Gemeindeverwaltung daran geht, die konttnelttake Schande des Mistbauers durch ein grohstadtwürdigeres Verfahren zu ersetzen und der Staubplage auf der gMzen Linie! an den Leib rückt, scheint die staatliche Stelle, der die Verwaltung der Neuen Kliniken in der Lazarettgasft «rtevsteht, entgegengesetzter Ansicht zu sein. Im Garten hinter dem Gebäude der Mmck Wenckebach steht am Fahrweg eine übervolle Kehr ichtkiste. Davor befindet sich ein mächtiger Misthaufen, dessen Gwndsub-! stanz, vermodernde Zweige und Blätter, zur Erzielung e'.neS besseren Geruches mit Pferdemist imprägniert ist. Die Oberfläche wird von einem Stillten von Zigaretten- und SchokoladekartonS, von Zeitungen und ,Msepapierln" gebildet. Eine Anzahl Kondensmilchbüchsen, schr malerisch im Halbkreise angeordnet, dienen offenbar zur Bewachung der aufgestapelten Vorräte. Der in den letzten Taigen so heftige Mnd hat sich dar rnvderne Wort vom Abbau zu seinem eigenen gentacht und die Höhe des Hausens zugunsten der in Anspruch genommenen Fläche verringert. Wie eine wandernde Düne haben sich die leichteren Bestandteile über den Fahrweg gelagert, um von den Wagen, die zur Kl'inik Wagner-Jauregg fahren, lustig weitergeführt zu werden. Etwas untechalb befindet sich die Kinocrklinik Pirquet, die bei einem heftigeren Windstoß wohl auch nicht leer ausgehen dürfte. Wir wissen nicht, wer für die Instandhaltung der Kl'ttikgärten verantwortlich ist, können aber bei allem Abgehärtetsein durch die Schildbürgerstreiche österreichischer Bevwaltungskünste nicht annehmen, das; die betreffende Amtsstelle oder ihre auSsührenden Organe der Sanierung zum Opfer gefallen sind. Oder soll der Düngerhaufen, dessen Vorhandensein selbst ein Blinder mittels seines Geruchssinns auf zehn Schritte wahrnehmen muß, eine Verbeugung vor der deutsch-arischen Wissenjchaift fein, die den heimatlichen Stallduft auch in der Großstadt nicht missen mag? Der deutsche Hochschultag l« guusbruck -- eine völkische Angelegenheit. Die Deutschdemotratische Hochschüler- Vereinigung Wien, hat an den Bundes minister für Unterricht eine Eingabe gerichtet, in der sie darauf hinweist, daß her d e u t s ch e H o ch s ch u l t a g eine r e i n völkische An g e l e g e n h e i t sei. Hu n d e r t e d: u l- 745995

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