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Wiener Morgenzeitung · 1924-08-03 · Heft 1964 (3.8.1924) · p. Seite 14

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1964 (3.8.1924)
Date
1924-08-03
Page
Seite 14 (sequence 14)
Language
German
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"Wie 13 . Hiev. Sonnlag ..Wiens»' Mokgerizeituris. vls dft Landwirtschaft benutzt werden kann, mechanische Werksenge und Geschirre; b) Trauben vom amerikanischen Siock, Samen, Wurzln, Knollen und Zwiebeln für Anssaatzwecke; Setzlinge; Guano unb andere Substanzen (tierisch, mineralisch oder pflanzlich, künstlich oder natürlich), als Dungmittel geeignet. Substanzen und Ausrüstung zur Verhütung oder Bekämpfung von Seuchen oder Krankheiten der Stöcke, Pflanzen oder Bäume; c) Tiere (einschließlich Geflügel), im-pornert für die Verbesserung des Bestandes; d) Bienen, Bienenstöcke und Geräte für Bienenzucht; e) Impfstoff, Lymphe, Serum und Rattengift für tierärztliche Zwecke. 2. Effekten der Ansiedler: a) Hanshaltungs- und Privateffekten, wie Möbel, Bilder, Wäsche, Met-allgeräte, irdenes Geschirr, Nähmaschinen, Musikinstrumente nsw., neu oder gebraucht; b) Geräte und Instrumente für Handwerker; c) Karren, Wagen, Haustiere nnd Geflügel nsiw., die das Eigentum des Ansiedlers oder der Ansiedlergruppe sind; d) Futter für den Viehbestand und Geflügelfutter. Tie oben erwähnten Dinge müssen entweder direkt durch den Siedler oder durch die Gruppe importiert werden oder die Einfuhr mutz sofort deklariert werden und innerhalb 90 Tagen stattsinden. 3. Schiffe und Boote: Schiffe, Barkassen, Leichter, Boote und Barken und die integralen Bestandteile davon. 4. Diverses: a) Gedruckte Bücher und Drucksachen im allgemeinen: b) architektonische und wissenschaftliche Pläne, Zeichenmaterial, Diagramme nsw.; c) Muster, die nicht als Ware verkauft werden kämen. Die Sftmeffe in Lemberg. Die vierte internationale Ost m csse in Lemberg, die heuer vom 5. bis 15. September stattfinden wird, hat, wie aus Grund der bisherigen Ergebnisse der Anmeldeaktion berichtet wird, alle Aussichten ans einen vollen Erfolg. Als Handelsbrücke nach dem nahen Osten übt die Lem« berger Messe seit drei Jahren besonders auf die ausländischen Interessenten große Anziehungskraft aus. Ihre Bedeutung ftir den internationalen Haitdelsverkchr in Osteuropa wird im Auslande vollkommen gewürdigt. Die Zähl der Auslandsfirmen, die im Vorjahre die dritte -Oftmesse beschickt haben, stieg im Vergleich mit dem Jahre 1922 von 244 auf 324 und berrug 21,42 Prozent der Gesamtzahl der Aussteller gegen 13,20 Prozent im Jahre 1922. Uirter den ausländischen Firmen waren 15 Staaten, darunter Frankreich mir 90, Deutschland mit 82, O e st e r r eich mit 75, Danzig mit 24 und England mit 15 Firmen vertreten. Laut offiziellen Mitteilungen des Lemberger Messeamtes dürfte sich die Beteiligung des Allslandes in diesem Jahre noch umfangreicher gestalten als bisher. Außer der bereits schon früher bestehenden französischen ulrd österreichischen Samm-etgruppe wich diesmal zum ersten Male eine besondere schweizerische und italienische Gruppe veranstaltet. Die Ostmesse erweitert diesmal bedeutend ihren bisherigen Wirkungskreis. Es wird nämlich in ihrem Rühmen und gleichzeitig mit ihr eine allgemein? landwirtschaftliche Ausstellung vorbereitet, die sich der Förderung aller landwirtschaftlichen Verbände erfreut. Im Zusammenhang mit derselben wird auf einen starken Zustrom der kaufkräftigsten Landwivtschaftskreise aus den östlichen. Randgebieten Polens und belangreiche, Aufträge gerechnet. Der Besuch der Messt und ihre Beschickung ist daher aufs lebhafteste zu empfehlen. Eine rege - Beteiligung österreichischer Industriellen, erscheint, um so mehr geboren,. ba, die österreichische Industrie- und Handelswelt seit jeher mit den maßgebenden Handelskreifen Lembergs in besten Geschäfts- Eichungen steht und über dortige Marktverhältnisse / gut orientiert ist.' , Der gestrige Privatverkehr. Die feste Tendenz, die in den letzten Tagen an der Börse herrschte, hat sich auch i»n gestrigen' Privatverkehr behauptet. Es waren vorwiegend BanKverte/ die das Interesse des gestrigen Tages bildeten. Besonders Kreditbankaktien waren gesucht. Auch tschechische Werte ■ fanden entsprechendes Interesse, doch waren, die Umsätze infolge der allgemeinen Geschästsstille unbedeutend. Die Kurse des letzten. Börsentages wurden behalten. - . Die Saniernngsbestrebungen der Kaufmännischen Bank. -Unter Führung des Kommerzialrates Sch a l l a r b ö ck hat sich ein Sanierungskomitee gebildet, welches bestrebt, ist, ,, die Schwierigkeiten: der- Kaufmänniischeu Bank zu beheben.'-Das. Sanierungskomitee beabsichtigt, durch ei nett Ausruf an die Reichsorganisation der Kaufleute -diese zur Ueberrtahme von Aktien der Kaufmännischen Bank zu bewegen. Die Kaufmännische Bank hat ein Gesuch um das Ausgleichsverfahren Mer-' reicht, trotzdem der Rekurs über die Verweigerung der 'Ge- - schäftsaussicht noch nicht erledigt ist. Durch diesen Schritt ist ' der Kaufmännischen Bank die Möglichkeit geboten, die Schalter weiter geschlossen zu halten. Für den Fäll, daß das Sanierungs- - komitee zu keinem günstigen Resultat kommen sollte, wird mit; einem 70prozentigen Ausgleich gerechnet. Die ungarischen Insolvenzen. Aus Budapest wtrd meldet: „Magyarorszag" veröffentlicht eine Statistik, nach der im vergangenen Jahre in Budapest 7000 Geschäftsunternehmnngen ihren Betrieb eingestellt haben. Für das laufende Jahr liegen noch keine statistischen. Daten vor. doch haben, den Informationen des Blattes zufolge, schon in den ersten sieben Monaten des Jahres 1924 soviel Firmen zu existieren aufgchört,. wie im ganzen Jahre 1923. Täglich werden immer neue Gewevb'ekonzestwnen zurückgelegt, Ford in Jugoslawien. Aus Belgrad wird telegraphiert: „Beogradske Novosti" melden, daß der bekannte amerikanische Großindustrielle Ford in Ruuia in Kroatien auf einem. vom Grasen Pejaesevich gekauften Gute eine große Automobilfabrik zu errichten beabsichtigt. Anleihemöglichkeiten Jugoslawiens. Aus Paris wird gemeldet: Biel besprochen werden die Nuleihemöglichkciten/ die sich der jugoslawischen Regierung darbieteu. Ein italienisches Baukkousortium, au dessen Spitze die Banca adriatica, die Banca commerciale Triestina und die Banca commerciale Jtaliaua. hat eine 000 bis 1000 Millionen Lire- Anlcihe vorgeschlagen, deren nickt unvorteilhafte Bedingungen folgende lind: Amortisation in 20 Jahren, Zinsfuß 7 Prozent, obligatorische Arbeiten, in erster Linie Eisenbahnen. — Ein ztveites Angebot geht auf das Jahr^ 1923 zurück und rührt von dem amerikanischen Bankhause Blair n. Co. her; als Betrag waren 100 Millionen Dollar vorgesehen. Wegen des Widerstandes des New Ljorker Marktes nmßte das Projekt damals fallen gelassen werden; da die Dispositionen heute etwas günstiger sind, hat es alle Aussicht, wieder ausgenommen zu werden. — Es scheint, daß die englische Regierung selber in Belgrad Schritte unternommen hat, um einem englischen Angebot den Vorrang zu verschaffen. Es handelt sich um einen Betrag von 0 Millionen Pfund, die durch Armstrong und Whitworth aufgebracht werden und die zum Ausbau und, Betrieb der Donan-Adria-Bahn verwendet werden sollen. Verstaatlichung der tschechischen Privatbahnen. Tie tschecho-slowakische Regierung bereitet die Ueberuahme sämtlicher Privatbahnen durch den Staat vor. Zu diesem Zweck sollen bereits im Oktober Verhandlungen mit den Aktionäreststieginnen. Die Verhandlungen über die VerstaallichuijWMr Marienbad—Karlsbader Bahn beginnen am 21. OktövWWie Marienbad—Karlsbader Bahn ist eine vom Staat betriebene Privatbahn, deren Aktienkapital 12 Millionen Kronen.beträgt. Während der Zeit' der staatlichen Betriebsführung tauchten jährlich wachsende Defizite auf, die gegenwärtig bereits 17 Millionen Kronen betragen, also 5 Millionen Kronen mehr als das Aktienkapital. Tie Aktionäre sollen mm ihre Aktien ohne Entschädigung an den Staat abtreten. Die durch deutschböhmisches Gebiet führende Aussig—Teplitzer und die vorwiegend in deutsch-böhmischem Gebiet gelegene Buschtiehradcr Eisenbahn sind vekanntlich bereits verstaatlicht worden. Die deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen nach Beilegung des Zwischenfalles. T-er stellvertretende Leiter der Berliner Handelsvertretung der Union der S. S. R. hat eine Anzahl Anweisungen über die Wiederaufnahme des Verkehrs der Handelsvertretung mit deutschen Firmen erlassen. Rußland wird voraussichtlich bereits in der nächsten Zeit wieder eine größere Anzahl Bestellungen, namentlich für die Maschinen-, Elektro- und chemische Industrie wieder in Deutschland vornehmen. Leidtragender des deutsch-russischen Ausgleiches und der Wiederanknüpfung der beiderseitigen Beziehungen ist in erster Linie Holland, dem eine große Anzahl „deutscher" russischer Geschäfte übertragen gewesen sind. Vorteil ans dem Konflikt haben aber auch England und Schweden, in diesem besonders die Maschinenindustrie gezogen. Schutz von Erfindung««, Mustern und Warenzeichen in Deutschland. Nach einer Bekanntmachung des Reichsjustizministeriums tritt der durch das Gesetz vom 18. März 1904 vorgesehene Schutz von Erfindungen, Mustern' und Warenzeichen auch für die kommende Frankfurter Her bstmesse, die vom 31. bis 27. September stattsindet, in Kraft. Der Minister für .Handel und Gewerbe hat dem Meßamt Frankfurt a. M. die Ermächtigung, zur Ausstellung von Urkunden über. auf der diesjährigen Herbstmesse erfolgende Ausstellungen von Erfindungen, Mustern, Modellen und Warenzeichen. erteilt. ..Rußlands nächstjährige Ausfuhr. ..Ekonomitscheskaja Shisn-jft äußert sich über die Exportaussichten.im nächsten Jahr.'-besonders im Zusammenhang mit dem Ernteaussall. Das Matt beziffert das Getreideerträgnis im vorigen Jahre auf 2-Milliarden und 800 Millionen Pud in diesem Jahrdagegen nur auf 2 Milliarden nnd 625 Millionen. Abzüglich der gleichen Menge Jnlandskonsnm wie im Vorjahre würden also in. diesem Jahre ftir den Export nur 22 Millionen Pud verfügbar bleiben, -das bedeute einen unvermeidlichen Minderwert, des Exports für Getreide. Dagegen erwarte man ftir dös nächste' Jahr eine starke Steigerung des sonstigen Exports, so von Flachs, ebenso der schon in diesem Jahr sehr erheblich geilic<#uen Rohölexporte nebst Nebenerzeugnissen. Ebenso werde die-Ausfuhr von Holz, sich weiter verstärken. Auch auf Zucker werden Hoffnungen gesetzt. Schon in diesem Jahr ist der. Butterexpört nach dem europäischen Rußland und dem AußlMdf.-außerordentlich rmd' über die gehegten Erwartungen der dqniscken Gesellschaften, in deren Händen dieser Teil der Aüssnhr Hauptsächlich liegt, gestiegen, nämlich auf das Zweifache/ oder statt erwarteter 800.000 Pud auf 1,6 Millionen Pud. Fisr düs nächste Jahr wird eine wertere Steigerung erwartet. Unter diesen Umständen wird ans der Ausfuhr 1924 und 1925 eine, 45prozentige Steigerung des Aussuhrtvertes erwartet, Pas heißt/rund 290, statt des letzt-jährigen Wertes vor:. 205 Millionen, jo daß der Ausfall an Getreide größtenteils bei.Ausspannung aller Kräfte ausgleichbar erscheint. — Für die als Hungerregionen erklärten Gebiete, deren Liste heute : veröffentlicht worden ist, warf die Sowjetregieruug z 60 Millionen .Rubel aus. Ein Kürsregistrierapparat. Die Börsekammer hat' beschlossen. einen automatischen Signalapparat für Börsenkurse - am Bör-semaale aufzustellen. Der Apparat wird vom nächsten. Montag ah in Wirksamkeit sein. Man hat es in diesem Falle -mit -einer Erfindung des Ingenieurs Otto G erg acfev ics,. zu tun. Der Apparat macht den Eindruck, als ob er vollständig'' geeignet wäre, den Verkehr verläßlich zu kontrollieren. Und ' .jederzeit genauen Aufschluß darüber zu geben, wie die Stim- / rming der Börse sich gestaltet. Ob er die Erwartungen voll zu erfüllen imstande sein wird, das wird die Praxis zeigen. Wenn., mit demselben der. Börsenverkehr in den Kulissen derart kon- ' trolliert werden kann, daß Jrrtiimer über die Kursbewegung ausgeschlossen erscheinen, so wäre damit ein großer Erfolg erzielt. Bemerkt sei. daß der Apparat zum ersten Male an der Wiener Börse zur Einführung gelangt. Er beginnt mit seiner' Tätigkeit um dreiviertel 11 Uhr und schließt dieselbe-um 1 Uhr mittags. Das Aufleuchten seiner Kuppel in grüner Färbe bedeutet, daß Ware gesucht sei, während das Aufleuchten in voter^Zchrbe die T-aksache konstatiert, daß ein größeres Angebot vorhanden ut, Jsj^nzen. Der Kreviiorenverein meldet scklgende Insolvenzen: .Aron Schaffer, Gemischtwaren, Wien, 3. Bezi. Radetzkyplatz 2; Julianne Gero, Wien, 6. Bcz., Gumpendorferstraße -76; Gustav und Paula Nowak, Wien, 10. Pez., Ettenreichgasse 11; Karl Kern au, Antomobilvertreter, Wien, 8. Bez.. Kochgasse 32. ' .Russische Musterlager im Ausland. Die Teilnahme der S.-S. .S. R. an der Wiener Frühjahrsmesse, imf welcher größere Abschlüsse in Fetten und sonstigen russischen Landesprodukten erzielt morden waren, erweisen. die Notwendigkeit, ru W i e n ein ständiges Lager russischer Waren zu unterhalten. Ebenso war die Nachfrage nach russischen -Landesprodukten ans dett'Ausstellungen in Reval nnd Helsingfors eine rege.. Dies hat" das Volkskommissariat für den Außenhandel dazu bemüsftgt,. die Organisation ständiger. Musterlager. . -rusiischer Warxn in ben verschiedeneil Städten Westeuropas ins Auge zu fassen. Demnächst sollen weitere solcher Mustcrlager in Amerika und in Peking errichtet werden. Ar Warmmiirtte. ft / (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) Wem. . - Pie „Weinzeitung" vom 3. ö. schreibt: Am. ö st e rr e r. ch i scheu W e i n m a r k t ist eine Belebung zu konsta- - tierxy/ Leider ist diese Besserung nicht auf einen, gösteigerten Könsnm-, sondern ausschließlich darauf zurückzuführen, daß infolge der ungünstigen Ernteaussichten in Oesterreich Vorkäüfe seitens des Weingroßhandels in den Prodnktionsgebieten getätigt werden. Die schlechten Leseaussichton rrnd die aus diesem Grrlnde zu gewärtigenderr höheren Preise sirrd selbstverständlich z. August IM auch der Gast-Wirtelundschaft bekannt, so'daß auch der W.vsn gt'oß'handel-mit Aufträgen bedacht wird. Leider genügen osk bedeutungslose Einkäufe, um die Preise in den Produktionsorten hinaufzutreiben. Die Festigkeit der Produzenten hat. sich heute bereits dem Wiener Paltze mitgeteilt. In Wien steigen die Preise. Die kommende Weinlese wird'in Ungarn ungeahr 45 bis 50 Prozent des vovjährigen Ertrages ergeben.. Die chlechteil Leseanssichten veranläßten sprunghafte'. Preissteigerungen. die in den letzten drei Wochen unggfähr- 50 Prozent betragen haben. Kapitalskrästige Eigner sind überhaupt nicht abgabelusti-g und kalknlierc-n mit höheren Preisen. In-Italien wird eine gute Mittelerntc erwartet, sotvohl in Qualität als auch in Quantität, sie wird aber.wesentlich hinter, der des Jahres 1933 Zurückbleiben. U-eber die einz-elnen Bestände läßt sich noch kein zufammensassendes Urteil bilden. 'In manchen Gegenden sind die Bestände fast vollständig Vergvisftn, wogegen in anderen sehr bedeutende Vorrats lagern. Der Markt zeigt vorderhand kein Anzeichen irgendwelcher Belebung. Deshalb sind die Preise nur schwach gehalten. Baumwollgarne. Gegen Vorwoche sind Preiserhöhungen von 1 bis 3 Punkte zu verzeichnen. Es notierten: Nt. 5/10 Bengalkops pro August-September —.77 Dollar, Nr. 16 U a Surot —.90 Dollar, Nr. 20 -.03 Dollar, Nr. 16/24 Halb-Anurika -.97 Dollar. Nr. 16/30 Rein-Amerika 1.07 Dollar, Nr. 36/42 Mittel-Amerika 1.22 Dollar. Nr. 42 1.23 Dollar pro Kilogramm ab.Fabrik exklusive Packung mit 2°/<> Skonto, Spinuerkond. Baumwollzwirne Diese Gattungen erfuhren Preisaufbesserungen von 1 blZ 6 Punkte. ES notieren: Nr. 10/12 Bengal zwei- und dreifach pro August-September —.83 Dollar, Nr. 16/2 Ha Surät -.95 Dollar. Nr. 20/2 1.02 Dollar. Nr. 20/2 Amerika 1.17 Dollar, Nr. 30/2 1.25 Dollar, Nr. 40/2 In 1.40 Doll« pro Kilogramm ab Fabrik exklusive Packung (trocken mittel naßscharf 1 Kabel-Cent Aufschlag pro Kilogramm). Flachs (Welinlärkte). In Belgien kamen zahlreiche Geschäfte zu fest behaupteter. Preisen zustande. Da das Angebot hinter der Nachfrage weit zurückblivb, gereichte der Wettbewerb der -Käufer den Flachshändler-n zum Vorteil.' Die heimischen Spinner nehmen zurzeit wegen der vorgerückten Zeit gleichfalls bÄeuteNd^ Flachsmengen hereiu. Es wurden für belgischen Flachs 15 bis 26 Frauken gezahlt. Die Eingänge an .russischem Flachs sind reichlich. Die Ursprungspreise, sind zwar unverändert, doch haben sie sich wegen der neuen A>siwärtsbcwcgnng des Pfundes immerhin verteuert. In Frankreich sind die Geschäfte ruhig, dre Preise umstritten. Im allgemeinen ist man von dem Ertrag der neuen Ernte befriedigt'. Die vor einiger Zeit aus.ar-sprockcnen Befürchtungen wegen der übermäßigen Rcgeufälle bestätigen sich nicht, da sich die Nlehrzahl der Flachsfelder iroch vor Beendigung des Wachstums wieder erholen konnte. In Rußland ftst das Geschäft für russischen nnd baltischen Flachs zum Stillstaud -gekomnrcn, irgend welche Verkanssangdvote finden bei den Spinnereien feinen Anklang. Das AnZblcibcie jeder Nachfrage hat aber keinen Einfluß ans die Preisfordcrung der Flackseigner. Tie Flachsanbaufläche in Lettland ist in diesem Jahre t'.m 25 Prozent gestiegen. Nach eingegangeneu Meldungen uns Litauen wurde der Flachsanbau um 30 Prozent vermehrt. In England lie-gt der Rohfl-achsmarkt träge. In der Tschechö- Slowakei ist die Ernte überall ansgezeichnct und in einigen Gegenden wurde mit der Raufe begonnen./ Börse für laudwirtschasüiche Produtte. (Eigenbericht der „Wiener' Morgenzeitung".) - Die spekulative Beeinflussung - des Wiener Getreide- Marktes seitens der amerikanischen Börsen und des B-udapester - Platzes, hat in der zweiten. Wochenhälfte, eine erhebliche Einschränkung erfahren. Es ist klar, daß dadurch eine stärkere Beteiligung an dem Geschäfte hiutangehalten wird, und wäre das Angebot seitens der inländischen, Produzenten nicht -ein geringfügiges, hätten.-die Preise bereits einerr, stärkeren Rückschlag erfahren. Das Geschäft -an und sür.sich' ist' gegenlvärti-g angesichts der Zurückhaltung der Mühlen'Im Einkäufe sehr geringfügig, andererseits besteht auch von - seiten' der - Waren« -Besitzer nur wenig Neigung zu Preiskonzessiouen, 'Inländischer Weizen wurde mngesetzt z,l AM bis 4M'K., > inländisches. Korn zu,2475 bis 2575 K. Futterstoffe tendierestfti.uverändert, Hafer wurde mehrseitig in rumänischer Wäre zustr Umsätze gebracht, ebenso wurde Mais in -eigenen Schleppladunqen aus dem Marlte genommen. In Gerste erfolgten einige -.sdonsum--. abschlüsse in iuläudischor Ware zu unverändertest Preisen. Im Mehl-geschäfte herrschte Stille, die nitv'eränd'er'ten Prerssovderungen sind nicht durchznsetzen. Ne'b«: die-Ernte verlautet iui allgemeinen, daß die Ergebnisse nicht so uu-gimstrg. find, aN sie allgemein erwartet wurden. >- ( . ,; Es notieren pro Kilogramm ab Wjeu: -inklusive der Wareninnsatzstener: Weizen inländischer .4$Q0 Bis“, 4000 K., ungarischer Theiß 4500 bis 4600 K., ungarischer .4200'bis 4300 Kronen, Roggen tnlänbifdier 3475 bis 3575 Kl, Gerste inländische 3800 bis 4100 K., Futtergerste 3100 bis 3300 K.._MaiS 3000' bis 3100 K., Hafer inlandiicker oder ungarischer-S15Y bis 3350 A., rumänischer 3050 bis. 3150 K., WeiMgrich'-iWiMcher '7YÜ0 bis 7100 K., Weizenmehl Nuller inländisches" 6W bis 7Y00 K., ungarisches 6700 bis 7000. K.. griffiges '6860. bis'6300 A.', amerikanisches Vollvatent 7100 -iS 7400 K.,: .Brotitt'ebl. inländ.i« - sche? l» 4900 bis 5100 K., Fnttermchl l» 33VV bis 3500 K., Roggemnehl inländisches la 5500 bis 5600 . K>, Kleie . 2050 bis 2150 K. - i - - - Bmmwollmartt. Rew-Dork. 1. August. Baumwollzuftchrenin den' atkaut. und Golfhafeu 3000, im Innern —. Ausfuhr. nach^ Groß-' britannien —, nach dem Aontineut 19.000., , Lokalmarkt middling: 30.95 (letzt. Kurs 32,40). Tendenz: Stetig. — Tennine: Jnll —. August '27.92, September 27.95, Oktober 27.95, November- Dezember 27.35, Jänner 27.15, Februar —, März .27.40, April 27.45,.. Mai 27.51, Juni - V;?; Sie SeDifetrtttrft. Jnrich» 2. August. (Deviseukürse von ^2.— Uhr. DM der Schweizerischen Kreditanstalt mitgeteilte ' Mittelkursei) Berlin pro Milliarde —(—.—). Holland 205.767 -Netv-AörL' 536.25 (638.-)- London 23.73-(23.70), Paris < 27.96 (27.16). Mailand 23.30 (23.25), Brüssel 25.05. (24.50),, Sopenhaaeu 86.30 (86.37i/s), Stockholm 143.50 (142.75). MWWa 73j80 l73.50), Madrid 71.87-/2 (71.76), Buenos AreS'MW (176.50). Prag 15.921/8 (15.90); Budapest 0.0069 (0:0069), Kükarest L35 (2.35), Belgrad 6.40 (6.42V,), Sofia 3.90 (9.90st Warschau -.-), Wien V.007575 (0.00^575). . - ft " Budapest. 2. August. (Kurse. der Detziseu-entrale.) . Amsterdam 29.950 bis 80.100, Bukarest 340.---'hfs 948l--. 'Zkoveuhagen 12.670 btS12.640.Christiania 10.680 bi810.740.London345.000 bis 847.000, Berlin bisJtaÜen.'3388.-^. biS 3406.- Paris 4060.— bis 4090.—, Prag 2283.— bi» 2295-r-, Stockholm 20.865 Ui( 20.975, SmtiÜO14.615, SUnl^öllAOTO,. Sosia 567 — bis 570.— Agram bss — — New-Nörk nnmnm, Wnch-u m ötifer-sM- BIS 3661.—.

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