Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1964 (3.8.1924)
- Date
- 1924-08-03
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
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K. m Mett, SdnnDg Meme MövWWeMK«. '3. IM BeM - 4ur Geschichte der Wn Dr. R. M. Gelber. " Ar «Wc AbhMMütz über Ignaz Deutsch*) habe ich auf Gmnd zahlreichen archivalischen Materials seine Tätigfett im Dienste der Trennungsorthodoxie wie auch sein Vochäünis zu den damaligen Strömungen innerhalb des Judentums geschildert. Unter dem Drucke der öffentlichen Meinung, welche mit seiner fortwährenden „Berichterstattung" an die österreichischen Ministerien über die Ziele und Aufgaben der Orthodoxie, die sie im Interesse des Staates zu' vollführen hätte, unzufrieden war, mußte Deutsch aus dem öfseutlichen Leben scheiden. Seine Berichte, Denkschriften und verschied«- neu Anträge an die staatlichen Organe wurden als Denunziationen betrachtet. Es war kein Wunder, daß ein solcher Mann auf keine besondere Sympathien der nichtorthodvxen Kreise rechnen konnte, die damals im jüdischen Leben eine führende Rolle spielten. Seit de,u Jahre 1865 hatte Deutsch im öffentlichen Leben der Juden Oesterreich-Ungarns so gut wie keine führende Stellung inne. Mau sieht ihn wicht mehr an der Spitze orthodoxer Delegationen, die er in dm Jahren 1830 bis 1865 juoft und gern zu den RegiernirgsbvhÄrdm geführt hatte. Man hört auch von keinen Denkschriften, mit denen er früher bei jeder Gelegenheit die Ministerien bestürmte, um die verschiedensten Gravamma und Forderungen der Orthodoxen vorzuhringen, die alle in einem Hauptziel gipfelten: der Zersplitterung und Trennung der Mdrschm Gemeinden. Erst die Handelskrise, die als Folgeerscheinung des Börsenkrachs im Jahre 1873 das ganze österreichische Wirtschaftsleben heimsuchte, gab Deutsch Veranlassung, sich nochmals als Führer der Orthodoxen aufzuspielen. Durch diese Handelskrise hatten die jüdischen Gemeinden schwere materielle Opfer zu tragen. Hauptsächlich litten darunter die orthodoxen Juden, da die Zuflüsse für ihre außerordentlichen Bedürfnisse immer geringer wurdm, st daß der Bestand ihrer Institutionen, ihrer Pressse und sonstigen organisierten Tätigkeit gefährdet wurde. Da diese Krise ihre vorwiegend dom HandelSstande angehörenden Anhänger am stärksten getroffen hatte, tvarm alle Hilfsquellen erschöpft. Diese wirtschaftliche Krise versuchte nun Deutsch auszunützm, um nochmals die Führung der Orthodoxen <m sich zu reißen. Gr überroichte im Jahre 1876 dem Kaiser eine Denkschrift, in der er seine Ausmerksamkeit aus die triste Lage der orth»- doxeu Institutionen lenkte und um eine Audienz bcch, um ihm die Folgen, die ein ZusMmenbruch der orthodoxen Gemeinden.und ihrer Institutionen auf die polltifche Gestaltung der damaligen Judenheil haben könnte, mündlich auseinandepzusetzen. Diese Denkschrift, die wir unter den geheimen Men des kaiserlichen Kabinettsarchivs**) gefunden haben, hätte, enthielte sie nur die' Bitte um eine materiell« Zuwendung zwecks Erhaltung der orchodoxen Institutionen, gar keine Bedeutung; da aber Deutsch in dieser DenVschrift zur Motivierung seiner Bitte die politische Rolle der Orthodoxen während seiner ganzen öffentlichen Betättguyg davgelegt, liefert sie der Geschichtsschreibung einen wertvollen Beitvag zur Erkenntnis der politischen Konfiguration der Orthodoxie in den Jahren 1880 M 1876. Eingangs seiner Denkschrift schildert Deutsch, daß eS chm seit mehr als 40 Jahren mit Wissen Md Wollen — wir zitieren wörtlich — „der treubewährten Räte der Krone möglich genracht wurde, unter meinen Glaubensgenossen eine lveligiöse und politische Richtung zu verfolgen, irr der ich unter dem heftigsten Widerstand der Gegner jederzeit mit ^Beruhigung ausharren konnte, da ich. unter allen Verhältnissen auf die moralische Unterstützung der Krone und der kaiserlichen Regierung mit Sicherheit rechnen durfte". Er habe vor allem dahin zu wirken versucht, die „altgläubigen Israeliten" gegen die destruktiven Estrftüsse und Eingriffe — unter welchem Begriff er stets die Aufgeklärten versteht — der jüdischen Neologen zu schützen. Er habe fortwährend gegen die Versuche der Reformer kämpfen müssen, welche die Selbständigkeit der orthodoxen Juden erschüttern/ alle ihnen seit dem Jahre 1848 verlichenen Konzessionen vernichten Md durch Gründung von Radbiwerseminaren sämDche Jwdengemeinden der Monarchie im Sinne der modernen Zett-- strömung beeinflussen wollten. Die jüdischen Reformer waren nach Deutsch' .Ansicht als typische Vertreter einer destruktiven Richtung zu betrachten, die sicherlich für die JntLresstn der Krone nur von Schäden sein kannten; die Orchodoxie hingegen, nicht nur Oesterreichs, sondern auch der andov«r europäischen Staaten, habe stets das Interesse der Monarchie vertreten und könne daher zu den Hauptstützen der Dynastie gezählt werden. Die Orchodoxen Hätten mch'r als einmal unter Hintansetzung ihrer eigenen Interessen offen und erfolgreich die Jiwe-resfen der Knone mck Dynastie vertreten. Sie seien, es gewesen, die während der polmschbrr Insurrektion. im Jahre 1846 und des ungarisschew Aufstandes inr Jahre 1848 in den betrefftnden Provinzen eine politische Tättgyrit «ntfalteten, die einzig und allchr das Ziel verfolgte, die. Krone und die Dynastie in ihrer vollsten Autorität zu erhalten. Damals Habe die Orchodoxie durch ihren legitimen Vertreter Deutsch, allerdings nach den. Weisungen des zu jener Zeit mächtigen Staatmlenkers Fürsten Metternich, mit ausdrücklwher Zustimmung „erlauchter Mitglieder der erhabenen kaiserlichen Familie" unter den schwierigsten keine Aenderung vorgenom inen. Im Gegenteil, . er habe gegen die Intentionen der jetzigen Regierung immer; für die früheren politischen Ziele der Orthodoxie gekämpft. Die gegenwärtigen, äußerst drückenden Verhältnisse, hätten' ihn UM veranlaßt, diesmal, da sämtliche Hilfsquelle», die den Bestand der orthodoxen Institutionen sicherstellen, versiegt seien, vom kaiserlichen Hause eine rmterrelle Unter- , stütznng zu verlangen. Er lenke die Aufmerksainkeit de8 Kaisers darauf hin, daß er gezwungen wäre, die meisten orthodoxen Institutionen zu sperren. Man könnte sich tzanmvorstcllen, welche Folgen dies zeitigen würde; „allein ein« Verbindung, die durch Jahrzehnte mit sv> vielen tausenden Gemeinden und Rabbinern. im ganzen Reiche vertraulich tze-^ Pflegt und erhalten würde, gänzl^ abzubrechen^ mMe devrselben die Gewißheit verschaffen, daß ihre bisher geleisteten Dienste in Zukunft nicht mehr gewünscht werden und sie somit von seiten der Krone keine! Rücksicht mehr zu erwarjte'nt hätten." Eine Mißachtung seiner Bitte würde daher, bedeuten, daß die Krone auf die Unterstützung der Orthodoxie nicht mchr rechnet; dann aber sollte es nicht befremden, wenn die Orthodoxen „in Hände ihrer Gegner geraten und ihnen dienstbar gemacht werden." Er persönlich habe 45 Jahre hindurch alles daran gesetzt, um diesre unglückliche Wandlung möglichst zn verhüten und die Orthvdoxiq hem Staate zu er-i halten. Er wähle daher den Weg der Denkschrift, um den Kaiser auf die Bedeutung einer solchen Gefahr aufmerksam zu machen; ferner bitte er seimn Worten Berücksichtigung zu schenken, damit „in meinem vorgerückten Alter VerhältMen eimgwßzüMe, Mtzkrhalttnde politische TM- Äfc entfMt. DoWH stisbst habe durch Jahrzehnt« mit vstlen tMstnden Gemestchm »rrch Rabbinern im ganzen Reiche.vertrauliche Verbindungen gepflegt Md bewirft, baß sie-der Kvyne und dev Dynastie große Dienste leisteten. Seit dem Jahve 1881 habe er Ms ein« „beharrliche RichtMg im. Interesse im Krone und des Reiches verfolgt". Ueber seine Weisung habe die Orthodoxie auf die Landlbevölkernng gewirft, die dynastische Treue zum Nachteil der unter ihnen stärker werdenden nationalen Strömungen zu bewahren. So hatte beispielsweise ein namhafter Rabbiner in Kvakau, der über Deutsch' Veranlasssung in Galizien in diesem Sinne tätig war, persönlich viel zn erlechen, wst ja übechaM die vrHÄwxen Juden in Galizien, ähnlich w:e in Mgäm, den Haß der nationalen Polen auf sich ko uzentyieren mußten, weil sie stets die Interessen der Krone v«rtvttm und „von ihnen nicht ein einziger Schritt geschehen ist, wozu, ich ihnen nicht den nötigen Auftrag erteilt.hätte". Mehr als ein Orthodoxer wurde auch deswegen, wie Deutsch weiter ausführt, von der polnischen Emigration zum Tode I noch die nötigen Schritte geschehen könnten, um dasjenige verurteilt, da die Orthodoxen im Gegensatz zu den Reformer;, . erhalten und für die Zukunft begründen zu können, wasnachj die für die Polen «nftrahen, gegen die Interessen, der Dynastie | ^r nicht mehr leicht möglich erscheinen dürfte." nichts zu unternehmen wagten. Daß es bis nun stets gelungen war, die Orthodoxie in diesem Sinne zu beeinflussen, sei einzig und allein sein,' Deutsch', Haupwerdienst. Diese. Sachlage habe sich aber am Ende der 1860er Jahre, gründlich geändert, denn seit „die mo-benne öffentliche Meinung im Staate einen solchen Einfluß erreicht hat, haben diejenigen RegierungsPersMen, denen der Bestandv«r Pressse durch die jüdischen Liberalen verbürgt wurde, gegen meine Person und Richtung bei jeder Gelegenheit eine entscheidende Abneigung kundgegeben". Dieser Widerwille gegen ihn habe sich seit dem Rücktritt des Grafen. Hohenwart*) in einer Weise gesteigert, daß es Deutsch nicht mehr möglich gewesen sei, die Orchodoxen gegen die destruktive Politik der jüdischen Neologen zu schützen. Während er. früher in seinem Bestreben, in den Orthodoxeü. eine starke Stütze der Krone zu schaffen, gefördert worden, sei es ihm in letzter Leit nicht einmal gelungen, dem Kaiser selbst eine Denkschrift \u übermittln. Me seine Schritte blieben unberücksichtigt — Hein Wunder Mo, daß er 'darin nur ein Borgcheu. -,,geM eine üwtovisch anerkamrte, monarchisch und dynastisch treue BvlksAasse zu erblicken gGvungen" sei'. Eine doravche W-. hMdlung müsse ihn um so mchr wundern, da die Orchloryxen für die Dynastie stets Opfer gMHt haben, chm Wfür irgNch welche Merkmnung zu finden. In seiner Denksch vift stellt er nun Westers fest, daß die Reform«« Ms auföietest, die Grbitteruug der alttn Juden zu steigern und ihn Äs Führer der Orchodoxen „auf das sträflichste verdächtigten",/um auf diese Weise hie Orchodoxie in den „AbgMnd der moderne« StMmmgsn" zu stü«M.. In dM ildtzstn Jahym sei es ihnen auch tatsärhlich. MurgAr, eiufüßreiche RWe der Knme für W «tsf bereN Mterstützung sie bei ihre« destruktiven Arbeite« m OestexrÄch mit Sicherheit rechnen können. GS sei flar, daß die Kbe- Juden über die maßgebende Presse verMge», die ei«e jede Konzession für die Orchodoxen ckkS einen „klsvl* Ästn Rückschritt" beurteile. Die Presse sei fast ausschließlich m den Händen der BMkm und der WchmHyver, und es fei bekannt, haß die JomLtMstvn und.ZestungsSesitztzr sttz' nur von der Bürst und FinaWoporationen kstten lasst«. Dst jüdischen Reformer seien ähnlich wie die Reichen unh Millionäre für die Mchtung der politischen Tagespvesse bvsttmmeich. Während dst NboMmr JichM überall Einfluß gewännen und bei der Regierung voilHe MterWtzung' fänden, würden die Orchodoxen, deren ÄeMngen für Äe Krone in vergangenen Jahrzehnten bereits in Bergefsenhsit geeilte«, vmchrängt und blieben mlleachiet. Ihre Gesuche u-tch Mttm finden kam GshSr. Man-Me sich daher dann nicht wundern, wenn die Orthodoxen, durch eine solche Taktik -itre die Arme der destruMien MHAng der Reformer getrieben werden. Deutsch gibt jedoch seiner unerschMsvLichen Usbev- MgWg AlMmck, daß die Grh aftung „der vrchodoxen JrKen in ihrer Men Mgivs«r und politischen! Anschauung im Interne der Mvnaxchie mck» des konservativen Gtaates brstvgM geboten erfcheütt." Aehullch wie in Preutzm müsse auch str Oesterreich die Lvstremmng der Orchodoxen von den Reformgvwvin-en gesetzlich bÄvllligt und die Gründung! von eigenen vothod^en Gemeinden zugelafsen werden. Pvsußen, wo ja seit Jahren ein Kulturkampf tobt, habe kÄn Bedenken gehegt, gegen den WMsch und WWen der Resyvmer für die Otthodoxen üfsmflich Partei zu ergreGen. ftm wiwisl «her Hütte die österreichische Regierung Unsache „für Hce # .gläubigen Js-vaÄiten einzustchen Md ihnen mÄÄestens diesen Rechte wie in Preußen zu gewähren, da ihre Zahl Per zchmnal größer als in Preußen fei." Mßerdem ftik zu bedätken, daß hier der OrchÄolGe eine große politische Rolle zukomme, da sie in fO sämMhen ös^vreichischttt s Provinzen gegen die nationalen Mmente für das Kaiser- Hans eüttvete. Obwohl die maßgebenden Regi-erungskreise **) Kabinettsarchiv: 187-5. bis 1879. Devlag R. LöwA, Wien, Gehstme Men> Denkschrift In seiner Tenffchrift hatte Deutsch kllpp und klar die Unterstützung der Orthodoxen verlarrgt. Die näheren GrÜrW beabsichtigte er in einer mündlichen Audienz dein Kaiser auseinanderzusetzen. Seim Dejnikschrift begleitete er mÜJ Zitier* Zuschrift alt den damaligen Kabinettschef, der sie erst im! Jänner 1877 dein Kaiser vorlegte. Am 31. Jänner 1877. hatte der Kaiser die Denkschrift geleserv und mit eimr Martz ginalnotiz „bitte mir hierüber mündlich zu reserierert" versehen. Obdieses mündliche Referat erfolgte, ist aus dem .Wenmaterial nicht ersichtlich. iDeutsch. wurde scheinbar eine Antwort nicht sofort erteilt, weil er, urrgetzuldig über die Nichterledigung seimr Bitte, Ende Jänner dem Kaiser eine neuerliche Denkschrift überreichte. In dieser erklärt er, ix# er es „der allerhöchsten ^Beurteilung Seiner Majestät überlasse, was er im Interesse der Krone und des Reiches geleistet hat, denn, niemand im ganzen Reiche habe für solche HMge und hochwichtige Interessen mehr geduldet und mchr ertragen als ich und meine unglückliche Fanrilie". Ab», gesehen von den unablässigen materiellen' Opfern, die er gebracht» habe er stets selbstlos für das Kaiserhaus gewirkt. In seiner ersten Denkschrift habe er nur die Aufmerksnmkeit des Kaisers auf seine „unerträglich gewordene schwere Situation" und. die eventuellen Folgen eines wirtschaftlichen Zusammenbruchs der orchodoxen Institutionen lÄrkeu wollen. Wenn er nur daran denke, werde er von beängstiMdon Gefühlen bchevrscht, dvrm er befürchte, daß bei einem solchen Zusammenbruch, „die langjährige opfervolle organisierte Verbindung der altgläubigen Israeliten im ganzen Reiche mrd deren inttmer Werkchr mit der gesamtm Landbevölkerung gänzlich^ wird zusammenbrecherr müsse». Wre Cveutu-ali^. iäe mir um so ängstlicher vovsthweben muß, da bei einer solche« verhängnisvollen Auf- Wmg, wo solche heilige Interessen, so viele geleistete Dienst« Md so Me BerttauensperfiMen verleugnet und hiutangichcht werden müsst«, Dinge tzr die OeffenMchkeit gebracht werden möchte«, die mich um sotiefer betrüben würdüll» indem dst ganze Berantwortüchkeit für all die traurige« Konsequenzen, die solche En-chüllmrgen im Gefolge führen ausschlichllch auf meiner Person lasten müßten". Um ebensolche urckerechenbare Folgen zu verhüten, bittet er de»' Kaistr um eine „aufrichtende Gewißheit", ob er seine TätigkeÄ „einer allergnädigsten Berücksichtigung wert finde, damit es MW noch zur rechten Jett glättet wäre, das Nötigste vorzuberciten und das Aeußerste verhüten zu können." . Wie wi!r scheu, befürchtete Deutsch, daß im Falle des Ausbleibens eurer materielleir llnterstützung seine Vertrauens- Personen ihn nicht «ur verliasstir, sondem geradezu die mißftche Situation zu GrprchsMgsversuchen ausnü^n witrden. Bor solchen Enthüllungen graute es ihm, denn schon aus seiner früheren Tätigkeit wissen wir, daß er sich tu seinen Kämmen nicht immer der Lautersten Mittel bedierrte. Nun glaubte et, vom Kaiser, wenn er ihm all diese Folger: vor Augen führte, die «ölige Unterstützung erlangen zrr können. Ob ihm, aber di-öse zuteil wurde, ist Mbekannt. Eure A-irtwvrt ans seine Denkschrift ist unter den Mten des Kabirrettsavchivs nicht zu finden. Es ist anzunehmen, daß der Kaiser das Ersuchen Deutsch' unberücksichtigt lassen mußte. Starrd ja damals an der Spitze des Ministeriums Fürst Adolf ^Auersperg, das Haupt der liberalen Deutschen, der nach. Hohenwarts Sturz mit einer stark anüklerikalen Polittk einsetzte und sogar davor nicht zurückschrak, das inr Jahre 1656 mtt Rom geschlossene Konkordat aufzuheberr, rvie auch das gmrze Vechältuis von Staat und Kirche durch Gesetze neu zu mgeln. Es war daher schwer anzunehrnen, daß der Kaiser angesichts eines solchen Ministeriums es auf eigene Faust unternommen hätte,' die jüdische Orthodoxie im Wen Jahrzehnt die Reformer bei Hrer Orthodoxen unterstützt hatten, habe er, Deutsch, in seiner aM ÖS& ßlr^gi^en. M 'ünte^tntzte^aher 8ieDr gegen bst Weralen J^u^den. »chche« 1871 der. Slawen odoxst in ihrem Kampfe gegen die liberalen Juden zu stärkM. In diesem Jahrzehnt bildeten eben die von Deutsch bezeichneten Neolvgerr Md Reformer die Hochburg des österreichischen Liberalismus. Die Orthodvxenforderungen mußten daher angesichts divsts llmstandes unberücksichtigt bleiben. Sie sollte«^ aber noch späterhin mehr als einmal die Sstgstrurrg urö Ü* rnm* rnmm