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Wiener Morgenzeitung · 1924-08-02 · Heft 1963 (2.8.1924) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1963 (2.8.1924)
Date
1924-08-02
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Men. Samstag Wiener Morgenzeltung. L. August 1924 Nr. 19(4 Kommandite der Kroatischen Eskomptebank, Agram Alle Arten von Bankgeschäften |B Telephone60-4-82, 60*4*93, 63-4-85, 64-4-42, 68-4*78, 69-4*82 (Ecke Bognergasse beim Graben) Kreditttno Warengeschäfte 10465 Telegrammadresse t Frapobank Bühne und Kunst. Nachtvorstellung des Rew-Dorker Mischen KunMeaterr. Zugunsten des Jüdischen Nativnalforws. Das New-Porker jüdische Kunsttheater gibt Montag den 4. v. um 10 Nh7 abends eine Nachtvorstellung. Es ist die einzige, welche das Theater während seines Wiener Gastspieles, das .schon^Dienstag zu Ende geht, veranstaltet. Diese außerordentliche Vorstellung gibt das Ensemble deS Kunstthcaters zn-gunsten des Jüdischen Nationalfonds; für diesen Zweck haben nicht nur die Darsteller aus ihr Honorar verzichtet, so daß fast die gesamte Einnahme des Abends dem Nationalfonds znsällt, sondern das Kunfttiheater bringt auch sein zugkräftigstes Repertoirestück, Schalem Aleschems beste Komödie, „Schwer, Jude zu sein" zur Aufführung, die bei dieser Nachtvorstellung zmn letztenmal in Szene geht. Nach der Vorstellung Straßenbahnverkchr nach allen Richtungen. Der Kartenverkauf an den Kassen des Carl-Theaters hat bereits begonnen. Blmayfführung in Baden 1 Der neue Palästina-Film des Keren Kajemeth 1’Israel (Jüdischer Nationalfonds) .EINE REISE DURCH EREZ ISRAEL IM JAHRE 1923« rollt in Baden im Doblhofpark-Kino am Montag, 4. August, 7,9 Uhr abends. — Der Erlös wird zum Ankauf von Orund und Boden in Palästina verwendet — In Anbetracht des Zwecks wird um zahlreichen Besuch gebeten Aus den Theatern. VolkSover. Heute „B o h e m e". Morgen „D r r Mikado". — Ab Montag -findet im Sekretariat der Volksoper täglich von 9 bis 12 Uhr mittags und 4 bis 6 Uhr nachmittags (mit Ausnahme von Sonn- und Feiertagen) der Verkauf des Zehner-Abonnements für die kommende Spielzett statt. Im Deutschen Volkstheater gelangt heute, 7,8 Uhr abends, als zweite Vorstellung im Schönherr- Z i k l u 8. von den Mitgliedern der Exl-Bühne dargestellt, das Drama „S o n n w e n d t a 8* zur ersten Aufführung. Morgen „Die politische Witwe*. Kammer spiele. Heute und täglich, 8 Uhr abends, „W a S F r a u e n t r a u m e n". Neues Wiener Stadttheater. Heute „s'N rr ll e r l". Morgen „Familie S ch i m e Montag den 4. d. „Im weißen R ö s s e l". Dienstag den 5. d., „Das vierte Gebo t". Im Carl-Theater findet heute. 7,8 Uhr abends, die erste Wiederholung des Schauspiels „M o f ch k e C h a f e r" mit Ben Z w i (Baratoff» als Gast statt. Um 11 Uhr wird als N a ch t v o r st e l l u n g zu Gunsten einer erkrankten amerikanisch-jüdischen Schauspielers Leonid Andrejews Drama „Die sieben Gehängten" gegeben. Raimund-Theater. Heute, 7,8 Uhr abends, Erstaufführung der Operette „Die tolle L o l a* von Hugo Hirsch mit Jenny Schärt von Admiralpalasttheater in Berlin in der Titelrolle. Theater in der Josefstadt. Heute, morgen und Montag den 4. d., „Mutterlieb e", „Die Spieler" und „E i n H e i r a t s a n t r a g". Die Ausführungen im Burggarien. Ter Burggarten war auch diese Woche eine Stätte künstlerischer Genüsse. Der ,/Sommer.nachtstrau m", das „Mirakel v om Mari echen", bas Wiener Symphonieorchester unter Martin Spörr und Dr. Julius Ehrmann, die Tanzkunst der Ellino: Tordis, der Humor der Blan/ta Glossy vom Dui^chealer, die Groteske von Huna „Der Herr mit der langen Nase" mit Hans Sounenthal in der Titelrolle, das Lustspiel von Tzök e - S >ak al l „Das Streichquartett" brachten Abwechslung in die Zusammensetzung der wöchentlichen Programme. 5. Festaufführung „Aida". Heute findet die 5. Festaussührung von „Aida" aus der Hohen Warte statt. (EchatzvorstelluuZ für Donnerstag.) Für diese Vorstellung haben ausschließlich solche Karten Gültigkeit, die mit dem Datum Donnerstag den 31. Juli versehen sind. Dirigent: Pietro Mascagni. Beginn der Vorstellung drriviertel 8 Uhr abends. Nach Schluß birefter Straßenbahnverkehr nach allen Richtungen. Wohltätigkettsvorstellung des jüdischen Kunsttheaters. Im Carl-Theater geht als vorletzte Gastspielvorstellung des New-Aorlcr jüdischen Kunsttheaters Montag den 4. d. um halb 8 Uhr abends das Lustspiel „Des Schmiedes Töchter" in Lp:ne. Sjeje Aufführung findet als Wohltätig« keitSvorstellttua '"gun.ste^'des Vereines zur unentgeltlichen Ausspeisung jüdüc-cr Notleidender ,-O'hel Rachel" statt. Karten an den Tageskasse». Semen Juschkewi auf der Bühne. Das Josef« städter Theater berei..:. wie wir bereits gemeldet haben, die Komödie ,/Lonkin" von Semen Juschkewitsch vor. Im Oktober kommt der Dichter am Berliner R e« n a i'j,sa n c e the a t e r mit Leu; jüdischen Volksstück „Miserere" zu Worte. Das Werk wird von Theodor T a g g e r inszeniert werden. Max Reinhardt in London. Karl V o l l m o e l I e r hat -ein neues Mimodrama „Der Allgegenwärtige" vollendet, das in London in einer Inszenierung von Max Reinhardt uraufgeführt werden soll. Dazu bemerkt der Berliner „Börseneourier" mit Recht: Reinhardt wird in der kommenden Saison also itt Berlin, Wien, NewHork und 'London inszenieren, das Thema des „Allgegenwärtwen" wird chm wie angegossen liegen. Maria Orska ist von der Direktion -Rotier für das B e r-!i n e r Le s s i n g - T h e a t e r verpflichtet worden. Wiener Künstler in Zoppot. Ans der Z o P p o t e r Waldbühne gelangte R. Wagners „Walküre" unter Leitung Erich Kleibers zur Ausführung. Die Wiener Staats oder war durch Gertrud Geyersbach als Sieglinde und Richard Schubert als Siegmund hervorragend vertreten. Gerichtssaal. SSndWrche« «eWlgr Diese monotone Frage klingt täglich oft und oft an unser Ohr. Meistens kauft man sich mtt ein paar Kronen kos, ohne die zahllosen Frage- und Bittsteller zu beachten. ES kommt auch vor, daß mancher auf die geschäftliche Seite der Frage eingeht und eine Schachtel wirklich ersteht. Es ist klar, daß die armen Teufel, die jahraus, jahrein bei jedem Wetter durch die Stadt stapfen, es gerne sehen, wenn man ihnen Gld gibt und die Zündhölzchen auch noch beläßt. Unter der ,-furchtbaren" Anklage, daß das Hausieren nur den Vorwand zum berufsmäßigen Bettel bilde, stand Ephraim Schapira, ein 72jähriger Jude, vor Gericht. Der alte, arbeitsunfähige. Manu lächelt bitter, als ihm Vorbehalten wird, er sei reich, und zeigt dem Richter einen Gewerbeschein zum Handel mtt Zündhölzchen, Ziyarettenpapier und dergleichen. Der Richter spricht den Mann frei. Ephraim Schapira kann wieder aus die Straße gehen und wird, wenn ihn ein Passant beschenkt, vielleicht wieder einmal dem Richter vor« geführt werden. Me Krakauer Augeklagte« freigesproche». Warschau, 1. August. fP. T. A.) Der Prozeß gegen die wegen Teilnahme an den Krakauer Unruhen vom November des vergangenen Jahres an geklagten Personen wurde gestern durch den Wahrspruch der Geschworenen zum Abschluß gebracht, wonach sämtliche Angeklagte von der Beschuldigung des Aufruhrs, der öffentlichen Ruhestörung und anderer politischer Delikte freigesprochen und nur sechs Angeklagte wegen Diebstahls und Plünderung zu 14 Tagen bis 18 Monaten Gefängnis verurteilt wurden. Der Staatsanwalt hat sich die Berufung Vorbehalten. Die Wiener Häuser. Am 8. Juni ging die 76jährige Frau Rosalia Gold mann an einem Hause vorbei udb wurde von einem herabfallenden Mörtelstück aus den Kopf getroffen. Sie erlitt mehrfache Verletzungen und leidet noch jetzt an Kopfschmerzen. Ein Wachmann hob damals die alte, schwache Frau auf uud die Rettungsgesellfchaft brachte sie nach Hause. Wegen Vernachlässigung der pflichtgemäßen Obsorge hatte sich der Administrator des Hauses zu verantworten. Der Angeklagte gab an, daß er jeweils, wenn sich die Notwendigkeit ergeben habe, Reparaturen habe vornehmen lassen. Er konnte dies um so leichter tun, als ja tue Kosten von den Parteien getragen wurden. Richter: Um so straffälliger sind iSe, wenn Sie trotzdem den schlechten Zustand unter der Dachrinne bestchen ließen. Der Angeklagte wies dem Richter eine Rechnung vor, aus der hervovgcht, daß er 14 Tage vor dem Unfälle die Dachrinne habe reparieren lassen. Wenn sich nun trotzdem an einer Stelle Mortelstücke abgebröckelt haben, so sei vielleicht die schlechte Arbeit oder das schlechte Blech, das hierbei verwendet worden ist, schuld. Ihn selbst treffe kein Verschulden. Der Richter sprach den Angeklagten frei, da dieser den Nachweis erbracht habe, daß er tatsächlich kurz vor dem Unfälle auch bei der kritischen Stelle Dachreparaturen habe vornehmen lassen, die anscheinend nicht ordnungsgemäß durchgeführt worden sind. Der Administrator erklärte sich bereit, der alten Frau den Betrag von 500.000 K. zu bezahlen. Hausmeistergrobheit — ein Kiindiguriasgnmd. Die Hausbesitzerin A. V. hatte ihrer Hausbesorgerin Posten und Wbhnung wegen groben Benehmens gegen die Hausparteien gekündigt. Wenn sich ein« Wchnpartei mit einer Frage, oder einem Anliegen an sie wende, zeige sie ihr die Rückseite chrer sympathischen Persönlichkeit oder fi* mache die Geste des Sich- Aufhängens. Es bleibe aber nicht immer bei diesen beiden Gesten, sie spare auch mit Schimpfworten nicht, wie dies die zahlreichen gegen sie von Mietparteien erhobenen Ehrenbeleidigungsklagen zeigen, die nur auf ihre Abbitte zurückgezogen .wurden. Das Bezirksgericht erklärte die Kündigung für wirk f a. m, weil sie sich gegenüber den Hausbewohnern ungebührlich benommen und sich einer erheblichen Ehrverletzung gegen dieselben schuldig gemacht habe. Der Berufungssenat bestätigte das erstrichterliche Urteil. „Der Schinder soll sich nichts antun!" Eine Frau war gestern wegen Amtsehrenbeleidigung angeklagt, die ste dadurch begangen haben soll, daß sie einem Gehilfen des Wasen - meisters während dessen Amtstätigkeit eine lange Nase-gedreht haben soll. Die Angeklagte gab an, daß sie in einen Kauf« mannsladen gegangen sei, als gerade der Wasenmeistergehilse auf den Hundesaug ausfu.hr und sie ihren Hund ins Geschäft zog. Plötzlich sei ein Wachmann erschienen und habe in barscher Form sie anasschrien und ihr Nationale gefordert, weil sie angeblich dem S33ajettm-etfterac9itfen eine lange Nase gezeigt haben soll. Sie habe mit der Bemerkung: „Der Schinder soll sich nichts antun!" darauf ihr Nationale abgegeben. Die Angeklagte berief sich auf den Kaufmann als Zeugen darüber, daß sie keine lange Nase gemacht habe, sondern daß sie lediglich, weil sie erst an diesem Tage «in neues Gebiß bekam, sich die Hand vor den Mund gehalten habe. Das bestätigte auch der einvernommene Zeuge. Der Richter sprach die Angeklagte von der Amtsehreübeleidigung frei, weil dst symbolische Beleidigung durch das Drehen der 'langen Nase nicht erwiesen sei und weil der Ausdruck »der Schinder" in Wien Her volkstümliche Ausdruck für den Wasenmelster sei und keine Beleidigung 'beinhalte. Volkswirt. Me Besserung des englische« Pfandes. Aus London wird geschrieben: Die etwas unepwartv aber markante Bessern:rg der Dierlmgdedise der letzten Tag hat den Befürwortern einer Erhöhung des offiziellen Bank satzos vorläufig den Wind aus den Segeln genommen. Inner halb 10 Tagen ist die Dollarkotierung des Pfund Sterling vor 4,82, dem tiefsten Punlkt, auf 4,42 gestiegen. Mer so erfreuli^ diese selbsttätige Erholung sein mag, bietet sie vorläufig noch einen recht unsicheren Anlaß zu optimistischen Erwartungen für die weitere Entwicklung der Sterlingdevise. Der vorsichtige Beobachter ist sich klar darüber, daß die allgemeine Erholung der europäischen Devisen, am Dollar gemessen, auf der unsicheren Spekulation basiert, daß der Dawes-Plan in Bälde verwirklicht wenden wird. Freilich werden auch heute noch —- trotz der Schwierigkeiten, eine für Frankreich wie für die anglo-amerika« nische Hochfinanz und Deutschland annehmbare Formel Wer möglicherweise notwendig werdende Zwangsmaßnahmen zu finden — in England wenigstens die Hoffnungen auf eine befriedigende Einigung als gut betrachtet. Die Welt und alle direkt betroffenen Partizipanten haben ein zu großer Interesse daran, die leidige Reparationsstage «Mch zu regeln, als daß sie sich auch die jetzige Gelegenheit Widder aus de« Händen gleiten lassen würden. Trotz teilweise entmutigender Berichte aus Berlin und Paris rechnen die vernünftigeren Kreise damit, von deutscher Seite her keinen allzu großen Schwierigkeiten zu begegnen. Zweifellos toürlbe ein Erfolg der Londoner Konferenz allen europäischen Währungen bleibend einen höheren Wert gelben. Nach gewissen Ansichten spielt bei der Höherbewwtung der Sterlingdevise noch ein anderer, prinzipiell wichtigerer Faktor eine Rolle. Durch die Wrzliche Auseinandersetzung der englischen Interessentenkreise Mer die Frage, ob werter Stabil!- tätspolitik getrieben werden soll, oder durch einige energische Deflationseingriffe die Goldparität wiederherzustellen fei, soll das Vertrauen in die Sicherhett des Pfund Sterling im Inland wie im Ausland sich gefesttgt haben. Ich habe seinerzeit an dieser Stelle der persönlichen Meinung Ausdruck gegeben, haß eine frühzeitige Wiederaufnahme der aktiven Desiationspolitik nicht zu erwarten sei. Die Befürworter Mer einschneidenden lKrediterschwerung(verteuerung) für DeflationWoecke rekrutieren sich zwar aus höchst einflußreichen Kreisen. Mer dasselbe M für ihre Gegner, und mit der Wirtschastskonjunktur ist es noch immer so schlecht bestellt, daß jede Störung durch willkürliche Finanzmanipulationen einen gefährlichen Sturm der Entrüstung herausbeschwvren mühte. Die „Bereinigung der britischen Handelskammern" hat zwar kürzlich der Leitung der Bank von England ihr unbedingtes Vertrauen zugchichert, aber die wahrscheinlich machtvollere „Federation of British Industries" hat an dieselbe Stelle eine dringliche Warnung vor der beabsichtigten Diskonisatzerhöhung gelangen lassen. Liberale wie Arbeiterpartei haben ebenfalls in ihren Organen Ihrer Deflationsgegnerschaft Ausdruck gegeben. Die allgemein-europäische Tevistnhausse ist der Leitung der ZentrcMank schr gelegen gekommen, um den heiklen Entschluß verschieben zu können. Als Resultat der Kontroverse bleibt über die eine wertvolle Erkenntnis des In- und Auslandes, daß in England kein einziger Machtsaktor von Belang Inflation wU. Der Streit dreht sich nur um Deflation oder Stabilisierung, und letztere bleibt vorläufig Trumpf. Auf dem Geldmarkt wirkte sich die Erwartung einer Erhöhung des offizjellen Diskontsatzes m einer Versteifung der Privaten Leih- und Diskontsätze von einem halben bis dreivierfel Prozent aus. Die Diskontievung von erstklasiigem Bankpapier verteuerte sich von knapp unter 8 auf 3,76 Prozent, und, in der allgemeinen Erwartung teureren Geldes auf den Herbst hin, hat es den Anschein, als ob die herrschenden Sätze vorläufig nicht mehr weichen wollten. In maßgebenden Kreisen wird deshalb die FraAt ernstlich erwogen, ob die Gelegenheit nicht genützt werden sollte, den Depositensatz, der noch immer auf zwei steht, und, entsprechend, den Leihsatz für das Diskontgeschäft näher an den offiziellen Diskontsatz herangurücken', das heißt wieder die vor dem Krieg bestandene Differenz von 1,50 Prozent herzustellen. 3«sammenbrnch des godustkiekoaternr Ir. Braun-Stammfest. In den letzten Jahren war oft von der Gründungstätig« keit deS Dr. Braun-Stammfest die Rede. ES wurde davon nicht deswegen gesprochen, weil die Gründungstättgkeit als solche für die Wirtschaft Oesterreichs nicht unbedingt notwendig gewesen wäre, sondern deswegen, weil mtt unheimlicher Schnelligkeit die einzelnen Unternehmungen, bevor sie noch recht gegründet waren, schon Aktien im Publikum abzusetzen versuchten. Der Gründer aller dieser Aktiengesellschaften was Dr. B r a u n - S t a m m f e st, dem auch von einigen Leuten der Titol eines Stinnes von Oesterreich beigelegt wurde. Unter anderem hat er folgende Gründungen unternommen: Die Welser Glasfabriks-Aktiengesellschaft Rudolsshütte, die Ausseer elektrochemischen Werke A.-G., die Ha inselder Maschinenfabrik A.-G., die Öberösterreichischen elektrotechnischen Werke, die O e st e r r e i ch i s ch e T u ch i n d u st r i e A.-G. ustv. Von allen diesen Unternehmungen hat Herr Doktor Braml-Stamnlsest Aktien zum Preise von 1000—10.000 K. in Verkehr gesetzt und im kleinen Publikum plariert. Eine Kontrolle über diese Emissionstätigkeit bestand nicht. In >der Exoterttulisse wurden diese Papiere nur teilweise gehandelt, die nieisten wurden gewöhnlich unter Inanspruchnahme von Wechselstuben bei Bauern und beim kleinen städtischen Publikum abgesetzt. Auf diese Weist hat der Braun-Stamntfestsche Gründunigskonzern eine Unmenge von Mitteln erhalten, welche aber 2945081599152941

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