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Wiener Morgenzeitung · 1924-08-01 · Heft 1962 (1.8.1924) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1962 (1.8.1924)
Date
1924-08-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Wien, Freitag Wiener Moraenzeituna. 1. August 1924 Seite 8 Nr. 1962 Tagesbericht. Frauen und Friede. Frauen und Friede — das klingt gut, nicht allein wegen der Alliteration. Frauen und Friede gehören zusammen, weil die Frau zugleich die Mutter und die Mutter das Heim bedeutet und am häuslichen Herd, um es fachsprachlich auszudrücken, der erste Friedensvertrag geschlossen wurde. Am häuslichen Herd waltete die Mutter, da herrschte ihre Liebe, und wo die Liebe Regentin ist, da hat der Friede seinen Thron aufgeschlagen. Der Sohn des Menschen hat den Vater aller Dinge, den Krieg, in die Welt gebracht und die ethische Welt durch Anschauungen van Kriegerischen Tugenden", von „lebeMgem Heldentum" (offenbar weil man im Kriege töten oder getötet werden kann), vom „Stahlbad der Völker" oder auf ähnliche Weise verfälscht. Die Frau' dagegen hat „der Leidenschaften wilden Drang" bezähmt und A der Weilt die Atmosphäre des friedlichen Daseins geschaffen.' * Die modemen Dramen behandeln häufig das Problem der Erlösung des Mannes durch die Frau. Es ist schwer zu sagen, ob und inwiewit der einzelne Mann durch die einzelne Frau erlöst werden kann; im Leben dürfte sich dieser Fall nur selten ereignen. Aber möglich ist es, daß dereinst die gesamte Männerwelt durch die Frauenwelt vom Kriege erlöst werden wird. Oder sollte es wirklich nur ein Zufall sein, daß der erste Ruf: „Die Waffen nieder!" aus Frauenmund erscholl? * Der Mann kennt die Pflicht zur Tapferkeit — zur Tapferkeit im Kriege, versteht sich. Auch die Frau hat zu allen Zeiten die Pflicht, tapfer zu sein^ gekannt und sie geübt. Das Leben, die harte Wirklichkeit, hat ihr oft diese Pflicht mit unerbittlicher Strenge auferlegt; sie hat sich dieser Pflicht nicht entzogen, sondern sie jederzeit und allerorten mit Liebe und Opfersreudigkeit erfüllt. Freilich, die Tapferkeit, wie der Mann sie auffaßte, ist der Frau stets fremd geblieben. Der Frauen Tapferkeit ist eine edelmütige Tapferkeit, die all die schönen Menschlichkeiten, deren der Mensch noch fähig ist, zutage fördert. Das Frauenherz hat sich in seinen Liebeswerken viel tapferer erwiesen als der Mann In seinen Grausamkeiten im Kriege. * Weitschichtige Bücher sind über den Krieg geschrieben worden, und immer wieder sind Geschichte, Naturwissenschaft und Philosophie herangezogen worden, um darzutun, daß Krieg und Geschichte sich gegenseitig bedingen, sich gegenseitig voraussetzen, daß die Welt ohne Kriege gar nicht bestchen könne. Aber die eine Hälfte der Menschheit hat ohne Krieg bestanden und ist dabei ganz, gut vorwärts gekommen. Es ist bei allem Suchen nicht gu entdecken, welche Tugenden es wären, die der Mann sich im Kriege angveignet hat, deren Fehlen bei der Frau man als einen bedauerlichen Mangel empfinden könnte. * Die Natur hat die Frau an eine Stelle gestellt, wo sie durch Liebe, Fürsorge und Hingebung ein Gefühl der Zusammengehörigkeit und des Berbundenseins in sich und in andern erzeugt. Die Frau hat die Familie, die Zelle im Organismus der menschlichen Gesellschaft, geschaffen, vielleicht gelingt es ihr einmal, den ganzen Organismus auf Liebe und Frieden einzustellen. Die Frau kann um so eher für den Frieden wirken, als sie von kriegerischen Traditionen nicht belastet ist. Ihre Traditionen sind Liebe und Friede. Noch in den schwersten. Män- 'rterkriegen hat die Frau Liebesu-itfo Friedenswcrke «geleistet. In dieser Beziehung sind die Frauen tatsächlich der Menschheit bessere Hälfte. S. M e i s e l s. Sie verbotene jüdische Kriegsgedenkfeier in Berlin. Das von uns bereits gemeldete Verbot einer Trauerfeier der jüdischen Opfer des Weltkrieges, welche am 3. d. auf dem Friedhofe zu Weißensee abgehalten werden sollte, hat, wie uns aus Berlin berichtet wird, große Erregung hervorgerufen. Die Gemeinde Berlin hat beim preußischen Ministerium des Innern eine Beschwerde gegen das Polizeipräsidium eiugereicht. Der Reichsbund jüdischer Frontsoldaten beabsichtigt ebenfalls energische Schritte bei der preußischen Regierung zu unternehmen. Dieses Verbot dürfte noch ein parlamentarisches Nachspiel haben. Die Trauerfeier wird am 3.. d. vornrittags kn zwei Berliner Synagogen äbgehalten werden. 38V zionisten l« Podolle» verhaftet. Riga, 31. Juli. (I. T. A.) Ir: einer Reihe von Städten \Ttt Gouvernement Podolien sind neue Massenverhaftungen von Zionisten vorgekommen. Die Zahl der Verhafteten beträgt im ganzen etwa 350. Sie werdet: der Zugehörigkeit zum Hitachduth und Hechaluz bezichtigt. Die letzten Kurse. (Radiodienst der „Wiener Morgenzeitung".) London, 91. Juli. D e v i s e n i ch l u ß k u r s e Prag 148%, Nelv-Aork 4,39, Paris 88,40, Brüssel 97.12'/,, Nom 101,62%, Zürich 23,70) Madrid 33.04'/,, Amsterdam 11,51%, Kopenhagen 27,23'/,. Christtania 32,42'/,. Stockholm 16,51'/,. Helsingfors 176%, Berlin 18,30 Billionen, Wien 312,500, Bukarest 10,10,50. Baumwolle (Schluß'! r Liverpool r August 17,02, Oktober 16,18, Jänner'16,75, März 15,67. New-Iork anfangs 20 bis 40 Punkte niedriger, New Orleans 45 Punkte niedriger. O e st e r r e i ch i s ch e Anleihe 90.60, tschechische 98.50, Prager 89,50, Skoda 87,60, Bankverein 7,3, Bodenkredit 17.6, Central nlining 11,06'/«, General minning 11,6, DiamondS 16.6, Debeers 11%, Rio Tinto 34,25, Royal Dutch 29, Shell 4,85. Wechselkurser Prag schwächer, New-Aork 4,40, Paris 88,25. Brüssel 97, Berlin 18'/, Billionen, Wien 312.500, Prag 149, Amsterdam 11,5'/«, Christtania 324,25, Kopenhagen 16.51, Stockholm 27,29, Schweiz 23,70, Finnland 175.25, Nom 101,75, Madrid 83,03, Warschau 22,77, Athen 255, Sofia 605, Bukarest 10,17, Konstantinopel 867, Budapest 340.000 bis 370.000, Riga 22,80. M e t a l l m a r k t Kupfer Standard Kassa 62,17,6 bis 63, dreimonatig 63.17,6 bis 64, Elektrolyt 67,5 bis 67,15, Zinn Standard Kassa 247,15 bis 248, dreimonatig 248 bis 248,5, Blei englisches 34,16, ausländisches 33,10 bis 31,17.6, Messing ausländisches 32,5 bis 32,2,6. Baumwolle; Full Middling 18,59, anfangs 17 bis 22 Punkte niedriger. Juli 18,53, August 17,14, Oktober 16,48, Jänner 16.01, 11 Uhr 31 Minuten 10 Punkte niedriger. 12 Uhr 93 Minuten 14 Punkte niedriger. Juli 18,40, August 17,19, Oktober 16,47, Jänner 16,05, März 15,95. Umsatz 9000 Ballen. 13 Uhr 15 Minuten 8 bis 10 Punkte niedriger. 14 Uhr 15 Minuten 35 bis 9 Punkte niedriger. Juli 18.38, August 17,24, Oktober 16,59, Immer 16,07, März 15,99. Paris» 31. Juli. Wechselkurser New-York ' 20,09, London 88,45, Prag 59,80, Wien 28.12, Schweiz 373,50, Bukarest 8,70, Italien 86,80, Belgien 91,10. Aew-2)orft, 31.Juli.(Radio.) Devisenschlußkurie: Taggeld 2%, Wechsel auf London 4,40,12, 60 Tage-Wechsel 4.37%, Paris 4,98%, Amsterdam 38,18, Prag 2.96. Berliner Schlußkurs 23% bis 24, Silber —. Aew-ZorK,31.Juli. Effektenbörs e. Atchinson 104.25, Baltimore 62%, Canadian Pacific 174%, Cbasepeake 88.25, Eagle 33-,% Greath Northern 67,75, Milwaukee 15%, Northern Pacific 65%, Union Pacific 149, United Steels 106, Royal Dutch 48%, Southern Pacific 95,75. Hochwassergefahr für Mache«. Rapides Anschwellen der Isar. Aus München wird uns gemeldet: Die Hochwassergefahr für München beginnt bereits recht bedrohlich zu werden. Seit 8 Uhr abends steigt das Wasser in der Isar unaufhörlich und so bildet der Fluß zwischen Ludwigs- und Maximi'kiaubrücke einen geradezu schauerlichen Anblick. Sir ist weiter über d i e U f e r g c.d r u u g c u und überschwe m m t die anücgeudeu Wege. Ganz' besonders ist die Gegend um die, Ludwigsbrücke bedroht, da hier die Kaimane r n e in z u st i't r z c n drohe n, was natürlich eine furchtbare Katastrophe nach sich ziehen würde. Die Feuerwehr hat bereits alle Maßregeln getroffen. Die Wassermassen sind bereits vielfachen Keller e'mgedrungen. Das deutsche Museum ist -arg gefährdet. Dir Mweirer LviverfitU medersebrmmt. Aus Brüssel wird uns . telegraphiert: Durch eine F e u e r s b r u n st wurde der größte Teil der U n iversität von Löwen zerstört. Gänzlich vernichtet sind die chemischen Laboratorien. Der S ch a d e n ist u n g e h e u e r. Die berühmte Löwener Universität wurde 1426 von Philipp dem Guten gegründet und war im 16. Jahrhundert als Sitz der antijes uitischenTheologie beriihmt. Sie zahlte zur Zeit ihrer Blüte mehr als 6000 Studenten. Im Jahre 1835 ging sie in den B e s i tz des Klerus über und ist seither nicht mehr eine freie, sondern eine streng k a t h o l i s ch e U n iv e r s i t ä t. Sie umfaßt fünf Fakultäten, Brauerei-, Ackerban- und Gewerbeschulen und besteht ans mehreren Gebäuden, von denen im Weltkriege gelegentlich der Z e r st ö r u n g Löwe ns die Bibliothek mit den kostbaren Bttcherschätzen abgebrannt ist. Diese wurde wieder ' aufgebaut. Bitte eigenartige SelbstmordevidMie in gavml. Wegen der amerikanischen Einwanderungsbeschrünkungen. . Seit der Absperrung der Vereinigten Staaten gegen Japan komnrt dort immer häufiger, wie sich die „Nene Züricher Zeitung" von einem in Tokio ansässigen Arzt berichten läßt, eine Art des Selbstmordes vor, die in Europa nicht vorkommt und dem Europäer geradezu unverständlich erscheinen muß: Es ist der Selbstmord aus Gekränktheit und, Unwillen, vor: den Japanern „s u n - sh i u" genannt. Nicht lange nach der Publikation des Ausschlusses der Japaner von der Einwanderung nach den Vereinigten Staaten beging eines Nachts ein Japaner, dessen Name bis heute noch nicht bekannt geworden ist, vor der Stelle, wo vor dem Erdbeben in Tokio die a m e r i k a n i s ch c Botschaft stand, Selbstmord durch das altjapcmische Harakiri. An de Leichenfeier dieses unbekannten Selbstmörders nahmen 70.00t Menschen teil und sein Grab soll zu einem nationaler Wallfahrtsort ausgestaltet werden. Dieser Protest geger die Demütigung, welche die Japaner in dem Beschluß der omcriranischen Regierung sehen, macht mm Schule. In rascher Folge brachten sich in Japan in den Städten und auf beit: flachen Lande eine Anzahl vorwiegend junger ficule um, all« mit ungefähr der gleichen schriftlich hinterl-assenen Begründung daß das Vaterland entehrt sei. Diese eigenartige seelische Eiustellnug, zu der noch der Widerhall in den breiten Massen dK Volkes kommt, stimm« nachdenklich; hinter ihr verbirgt sich mehr, als der Durchschnittseuropäer ahnen kann. Wenn wir uns überdies des aufsehenerregenden Selbstmordes erinnern, den der berühmte General N o gi zusammen mit seiner Frau in der Nacht nach dem Tode seines Kaisers beging und der so großes Aussehen erregte, so muß gesagt werden, daß die europäische Durchschnitts- Psychologie für das japanische Seelenleben nicht ausreicht. Sie tschecho-slowakische Arche. Zu der Unzahl von Sekten, die sich im Lauft der Jahr- Hunderte von der mächtigen römischen Kirche lvsWsten, gehört als jüngste die tschecho-slowakische Kirche. Ihr Geburtsdatum ist der 9. Jänner 1921, die Gründer sind vierzig katholische Priester, die „Reformisten", die von: päpstlichen S.uhle Zugeständnisse, so die tschechische als liturgische Sprache, ein freiwilliges Zölibat und eine ^Demokratisierung" der kirchlichen Bchörden (Laien als kirchliche Funktionäre: im Zentral, rat soviel Laien als Priester, im zwölsgliedrigen Diözefanrat ebenso, im Pfarramt ein Priester und alle übrigen Laien; alle finanziellen und wirtschaftlichen Verrichtungen obliegen^ den Laien), gefordert hatten. Als Rom eine Erfüllung dieser Forderungen ablähnte, wurde aus den obg-ena unten Tag ein Konzil (das erste tschecho-slowakische Konzil) eiuberufen, an welchem das an den Zentralausschuß der s e r b i s ch e n orthodoxen Kirche übersandte Memorandum genehmigt, die Einverleibung der neuen Sekte in den Verband der serbischen Kirche gefordert und die Anerkennung des Delegierten der serbischen Kirche für den Zeitraum versprochen wurde, solange die neue Kirche nicht ihren eigenen Bischof 'besitze. Die neue Satte gab sich den Namen „Tschecho-slowakische orthodoxe Kirche". Im ursprünglichen Statut wurde die tschecho-slowakische Kirche folgendermaßen definiert: Ein Christentum, das sich laut Interpretation durch die sieben ökumenischen Konzile und durch das Glaubensbekenntnis von Nicäa (im Jahre 825) und laut der Tradition der drei slawischen Apostel Cyrill, Method und Hus zu Jesus Christus bekennt. Somit stand die tschecho-slowakische Kirche im Anfang auf dem Standpunkt der griechisch-orthodoxen Kirche, wie diese im 19. Jahrhundert nach Befreiung der Serben vom türkischen Joche zu einer serbischen Nationalkirche modifiziert wurde. Ursprünglich beabsichtigte man auch, die Institution der apostolischen Kirche der ersten Jahrhunderte und den episkopalen Charakter (der Bischofsweihe) beizubchalten. Das erste Oberhaupt dieser tschccho-slowakischen Kirche wurde der ehemalige Kremfierer Geistliche Pavlik Gor azd. In dem Memorandum hatte man sich der serbischen Nationalkirche hauptsächlich aus dem Grunde unterworfen, um sich die Möglichkeit einer Bischofsweihe zu erschließen. Und so fuhr Pavlik Gorazd nach Belgrad, wo er auch zum Bischost geweiht wurde. Die neue Kirche zählte im erster« Jahre 600.000 Anhänger, heute eine Million. Die Dschecho-Slowakei ist in vier Diözesen geteilt, eine Prager, eine Turnaner, eine Olmützer und eine Mährisch-Ostrauer. Pfarren (Aeltestengemeinden) gibt es 150, davon 110 staatlich anerkannt; Pfarrer 220. Innerhalb der wenigen Jahre, die seit dem ersten Konzil verflossen sind, hat sich aber eine einschneidende Wandlung -in den Anschauungen vollzogen. Die Anhänger orienkierten sich „fortschrittlich" um. Man entfernte sich vom historischen, und dogmatischen Charakter der n eu gegründeten Kirche, begann die Sakramente zu verwerfen, stellte sich gegen die Welche der kirchlichen Funktionäre, ließ die heilige Schrift nicht als Gottes Offenbarung gelten, sondern betrieb Reformen, die ans der Kirche eine freie, allgemeine Religionsgemeinschaft bilden sollten. Der Vers-echter dieser ideellen Umwandlung ist Doktor F a r s k y, ehemals katholischer Geistlicher. Diese „fortschrittliche" Richtung Übergriff auch nach Mährer«, wo die orthodoxe Richtung in Bischof Gorazd eine feste Stütze zu haben schien. Der Widerstreit der Meinungen, der in Böhmen im Handumdrehen zugunsten des Fortschrittlers Dr. Farsky aus-getragen wurde, endete auch in Mähren im gleichen Sinne. Bei einer Wahl, die vor wenigen Tagen stattsand und bei der 95 Gemcinden ihre Stimmen abzugeben hatten, wurde Dr. Farskp von 9-1 zum Patriarchen der tschecho-slowakischen Kirckc gewähli. Damit ist die Angelegenheit entschieden. Bischof Pavlik Gorazd ist zurückgetreten und sucht nun Anschluß an die orthodoxe Kirche. Die mne Kirche, die hiermit entstand, beruft für den 30. August ein Konzil nach Prag ein. Die neureformierte tschccho slowakische Kirche fußt ans dein Presbytersystem, dem Priestersystem. Diese Werder« geweiht, der Bischof wird gewählt. Die Kirche will ein Christentunr betreiben, das auf den Arrschaungerr Hrrs' fußt, llebernomiitc.it wenden die Glaubenssätze der sieben ökumenischen Konzilien, betrieben di« Trennung der Kirche vom Staat. Allerdings wird erst dos Augustkonzil die endgültige Gründlage Vorletztes Auftreten fiRierikan.-jiddiscIien Konsttbeat Direktor Morris Schwartz Nachtvorstellung am Hontag, 4« August, 10 Uhr, im Carltheater zugunsten des Keren Kajemeth l’israel (Jüdischer Nationalfonds) Komödie in drei Akten mit Prolog von Scholem Alejchem Mitwirkende Damen: Anna Appel, Berta Gersten; Herren: Lazar Fried, Eduard Goldfaden, Isidor Keschier, Jakob Mestel, Morris Schwartz, Josef Schwarzberg, Mark Schweid, L. Seidenberg Dar Gesamtertrag d?s Abend* wird fUr den Ankauf von Grund und Boden für die Jüdische Siedlung in Palästina verwendet I Vorverkauf: Büro des Keren Kajemeth, II. Zlrkusg. 33 (Tel. 456C6, Sonntag von9—1 Uhr): BuchhandlungLöwit,I. Rotenturmstr.22; Bücherstube, II. Taborstr.20a, und an der Kasse des Carltheatcrs

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