Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1961 (31.7.1924)
- Date
- 1924-07-31
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Gleichzeitig hat der Maschöir Vorzugsaktien ansgegeben, denen eine Verzinsung von 5 Prozent sichergestellt ist. Zweifellos ist der Mffschbir eine der gesichertsten Unternehmungen im Lande und es ist nur zu wünschen, daß durch ein Gelingen dieser Kampagne im In- und Auslande di- Möglichkeiten unseres wichtigsten Instrumentes unserer Siedlung vergrößert werden. Rationalisierung der PalsiftinabSden. Aus Jerusalem wird uns geschrieben: Bei Einzelpersonen und Gesellschaften, welche in Palästina Boden besitzen oder erwerben, ist eine wachsende Tendenz bemerkbar, ihr Eigentumsrecht ans den Jüdischen Nationalfonds zu übertragen. Schon während der ersolgreichan, nach Kriegsende durchgeführten Propaganda für den Keren Hageula wurde in Erez Israel eine große Anzahl von Parzellen gespendet. Nunmehr hat der Keren Hajessod an den Jüdi'chen Nationalfonds die Aufforderung gerichtet, diese Parzellen im Werte von 2000 Pfund zu übernehmen. Ferner hat kürzlich Frau Peter Schweitzer, die Witwe des bekannten amerikanischen Zionisten, das 15 DunaM große Grundstück des zum Andenken an ihren Gemahl errichteten Spitals in Liberias dem Jüdischen Nationälfonds geschenkt. Auch die Gesellschaft „Hakarmel" in Haifa hat dem gleichen Fonds eine Parzelle für ein Volkshaus am Berge Karmel übergeben. In letzter Zeit haben verschiedene Personen an den Jüdischen Naturnalsonds Anbote gerichtet, ihnen gehörige Grundstücke ganz oder teilweise, sei es sofort der du'rch letzte Willenserklärung in das Volkseigentum zu übertragen. Insbesondere Grundeigentümer, die keine Erben haben, sind es, die den Jüdischen Nationalfonds als ihren Rechtsnachfolger bezeichnen und so freiwillig dazu beitragen, derv Grundsatz der Nationalisierung des Bodens zu verwirklichen. Die Palästiirainvestitionen des Jüdischen Nationalfonds. Aus den Zahlen, die kürzlich der palästinensischein Regierung vom Hauptbureau des Keren Kajemeth bereitgestellt wurden, geht hervor, daß die Investitionen des Fonds in Palästina seit Beseitigung der türkischen Herrschaft bedeutend gestiegen sind. Vom Jahre 1902, da der Fonds seine Arbeit ausnahm, bis zu Kriegsausbruch im Jahre 1914 belief sich die Gesamtsumme dieser Investitionen auf 144.641 Pfund, das hmßt rund 11.000 im Jcchresdurchschnitt. Während der Kviegsjahre 1915 bis 1917, da die Türken noch im Lande standen, war natürlich der Fortschritt der Palästinaarbeit empsindlich gehenrmt und beschränkten sich die Investitionen auf 20.737 Pfund. Während der Jahre 1918 bis Ende Mai 1924 aber, das ist in den fünfeinhalb Jahr«: der.britischen Mandatsregiernng, beliefen sich die Investitionen auf nicht weniger als 526.424 Pfund. Das bedeutet einen Jahresdurchschnitt von 96.000 Pfund, also fast das Neunfache der Investitionen der Vorkriegszeit. Erweiterung der Bodenfläche von Ksar Saba. In K s a r Saba stehen heute 22.000 Dunam in jüdischem Besitz, darunter auch der Komplex der bekanntlich von der Amercan Zion Eomonwealth gegründeten Siedlung „Herzlia". Im letzten Monat wurde eine Fläche von 1842 Dunam dem Keren Kajemeth übertragen und hiedurch der Ausbau der bisher bloß 424^ Dunam umfassenden Aribertersiedlung von Ain Chai ermöglicht. Vor einigen Jahren noch betrug in dieser Gegend die Gesamtfläche in jüdischen Böden bloß .7200 Dunam. Im Hinblick aus die jüngst von der Paleftine Land Development Company bei Mn Ehai gekauften 4500 Dunam und weitere 10.000, die nächst der Grenze für die amerikanische Gruppe Ranaana und andere Gruppen aus Amerika und Polen erworben wurden, kann das Gebiet von Ksar Saba heute schon als fast durchwegs jüdisch bezeichnet werden. JrÄen aus dem fernen Osten errichten eine Gartenstadt in Palästina. Aus Jerusalem berichtet I. T. A.: Herr E. S. Kadoorie, der Präsident der Zionistischen Organisation in China, und mehrere Mitglieder des Keren Hajessod- Komite-s beraten gegenwärtig über den Plan, eine Gartenstadt in Palästina mit Hilfe der Juden aus dem fernen Ost e n zu errichten. Die Gartenstadt soll von beträchtlicher Ausdehnung sein und neben den Wohnvierteln Industriebauten, eine Herberge für Immigranten aus dem fernen Osten, eine Bank, ein Theater. Synagogen, ein Rckbbinerkolleg. Parks, Plätze, Fontänen usw. erhalten. Die Steuern und Abgaben der Gartenstadt sollen zur Erbauung und Erhaltung verschiedener Institutionen, einschließlich des Jmmigrantenheims, dienen. Jaffaer Großhandelspreise im Mai 1924. Im Mai haben die Preise sich nur wenig verändert. Die Märkte waren flau. Trotz des syrischen Exportverbotes auf Feldfrüchte sind die Preise für Weizen und Gerste in Palästina von 158, resp. 114 Piaster pro 100 Kilogramm zu Anfang des Monats auf 140, resp. 95 Piaster gefallen. Natürlich fand Lokogerste ihren Absatzmarkt. Lokokartofieln sind jetzt billiger zur Verfügung, Tagespreis 140 Piaster gegen anfänglich 157 Piaster. Tomaten sind sehr reichlich vorhanden und kosten nur 35 Piaster pro 100 Kilogramm. Einheimisches Mehl wurde billiger mit 200 Piaster pro 100 .Kilogramm; .dasselbe kosteten auch die verschiedenen importiftM "Sorten äüs Amerika und Australien. Rangoonreis hatte gegen "Anfang "des Monats, wo er pro 100 Kilogramm mit 190 PMer verkauft wurde, auf 183 Piaster nachgegeben. Auch Zucker Ist ' billiger ' geworden, . körnige Sorte kostet 385 Piaster gegen 410 Piaster pro 100 Kilogramm Ende April. __Wiener MoegerizettunA sii Bedeutung des Podeulaufs von AjM. Wie wir berichteten, sind im Gnreik Jefteel 16.000 Dumm des Asttbchbodens gekauft worden. Dieser Kauf ist von großer Wichtigkeit. Der Boden «erstreckt sich um die Elsen «bah «nstat io n Afule h, dem wichtigsten Eisenbahnknotenpunkt in Erez Jsra«el. Dort kreuzt auch die Ch-cmssee Jerusalem—Sichem—<Nazavelh die Eisenbahn- ' linie Haifa—Somach. Ter Boden grenzt all die jüdischen Kolonien B a l s o u r i a und M e r ch a w «i a, bedeutet also eine Arrondierung. Wie bekannt, grenzt an Balsorma nördlich Te «lAda 8 mit Rub - el - Nasrah, Las nur durch ein Keines, er.werbbares Bodenstück Volt Djlndjar getrennt ist. Die Sa«chverständigen bezeichneten den Boden von A sulch als besonders geeignet für P f l a n z U'N«g e n (speziell Oliven) und Getreide, lven'iger für Tabak- und Gemüsebau. Die Assanierung wird gut durchgeführt werden können, .dagegen ist die Frage der Bewässern ü g noch nicht endgültig gelöst. Es «werden jedenfalls Tiefbohrungen nötig sein. Der Ätlrch den Kauf von Asuleh nunmehr in jüdischen Händen befindliche Block im Ost-Enrek umfaßt über 5 0.0 0 0 D u n a m. In der Nähe befindet sich Nuvis mit über 25.000, Djindjar mit 4500 und Nahalal mit zirka 19.000 Dunam. Die verbindenden Stücke könnten vom Nationalfonds erworben tverden, wenn er über genügende Einkünfte verfügte. Es liegt «daher in der Hand der Spender für den Nationalfonds, ihm dies zu ermöglichen. Afuleh-Voden für österreichische Interessenten. Das Zionistische Laudeskomitee teilt Mit: Bezunehmend auf die letzten Mitteilungen in der „Wiener Morgenzeitung" über die neuen Bodenerwerbungen in A f u l e h wird bekanntgegeben, daß unser Palästinareferat (2. Bez., Taborstraße 20 a, Zimmer 8) mit dem Verkauf dieser Bodeu'komplexe «betraut wurde. Der Preis pro e in Du na m beträg t 6,6 ägh ptis che Psun d, wobei eine sofortige An za hlungvonl^ ägyptische Pfund zu erfolgen hat, für den'Rest wird ein dreijähriger Kredit gewährt. Der ganze Boden befindet sich bereits in Kultivierung, der M i n d e st «komple x, der abgegeben werden «kann, beträgt 20 Dunam, darunter zwei Dunam als Stationsboden. Da sür Europa nur 8000 Dunam zur Verteilung gelangen und die Gesamtaktion bis EndeAugustabgeschloss e n werden muß, werden jene «Gesinnungsgenossen, die die Absicht haben, bei Afuleh Boden käuflich zu erwerben, ersucht, ihre Kaufaufträge «dem Palästinareferat e h e st e n 's, zu erteilen. . Allsällige nähere Auskünfte werden täglich (Samstag ausgenommen) zwischen 10 Uhr vormittags und 1 «U'hr nachmittags im Bureau des «Zionistischen Landeskomitees, Zimmer 8, erteilt. Die Kolonisationstötigkeit der „Fra". In der palästinensischen Zeitschrift „HaPoel Hazair" bespricht Ben-Brack die Kolonifationstätigkeit der ,^Jea". In dcr Saronebene erwirbt die ,^Jca" sehr ansehnliche Bodenflächen. die sie nach «neuen Methoden kolonisiert. Diese Methoden, nach der jedem Siedler nur 100 bis 150 Dunam Boden zugewiesen «werden, damit er vom Kolonisten allein oder bloß mit Zu«hilsena«hme der sigenen Familienangehörigen bewirtschaftet werden kann, bedeuten einen Fortschritt gegenüber der extensiven Bewirtschaftung des Galiläatales. Es ist «ebenfalls zu begrüßen, daß .jetzt auch darauf gesehen wird, daß alle Wirtschaftszweige von den Kolonisten ausgeübt werden. Wo nur möglich, wird auch eine großangelegte Bewässerung nach modernsten Systemen durchgeführt; so «wurden zur Wasserversorgung des Bodens von „B e n j aminah" Dämme aufgeschüttrt, Wafserbchälter gebaut und Bewässerungsmaschinen verwendet. Die „Jca" will keine ,-wandernden Kolonisten" mehr und bemüht sich, Verhältnisse zu schaffen, die dem Kolonisten eine dauernde Ansiedlung und ein Verwurzeln auf der Scholle ermöglichen. In ,Mmek Saron" bei Sichron Jakob wurde schon vor zwei Jahren mit den Vorbereitungen «für eine Kolonisation begonnen, wobei die verschiedenen Siedlungssormsn versucht wurden. Die holländische Kwuzah beschäftigt sich mit Gemüseibtau. Die kalifornische Kwuzah erhielt die Mittel für eine Meierei mit ausländischen Kühen und betreibt «den Ackerbau nach kalifornischer Art. Auch wurden Versuchsstationen für verschiedene landwirtschaftliche Zweige errichtet. Landwirtschaftliche Zweige, die bisher im Lande vernachlässigt wurden, die aber eine Grundlage für industrielle Entwicklung geben, werden von der ,^Foa" gefördert. Es «wird schon an die Errichtung einer Fabrik für Parfümerzeugung aus den Saronblumen geschritten, und die Kolonisten von Beujaminolh wurden im Zusammenhang damit verpflichtet, falls sich die Blumenzucht entwickelt, zwei Dunam des Bodens bei ihrem Hause mit Blumen zu bepflanzen. Leider werden «bei der Auswahl der Kolonisten Fehler gemacht. Diese dürsten nicht willkürlich von den Jca-Beamten aus eine Liste gesetzt werden, sondern eS sollten nur solche, die schon vorher zeitweise zufammen- Wteri, aus einander eingeftimmt sind und gleiche Anschauungen in Mrtschaftsdingen haben, eine Kolonie bilden. Auch werden die Absolventen der landwirtschaftlichen Schule Mikweh Israel, die sowohl sachlich gut gebildet, als auch aneinander und an Gemeinschaftsarbeit gewöhnt sind, nicht in einer gemeinsamen Kwuzah, sondern zerstreut unterbracht, wodurch sie sich nicht recht auswirken können. K. M AM "" Nr. Ae Frage der Nohmaterialirn für die Zesti induftrle in PMftkna. Die Frage der Schaffung einer palästinensischen Textilindusttie ist in. letzter Zftt in ein akutes Stadium getreten. Im Hinblick darauf gewinnt die Frage nach den Rohmaterialien im Lande besondere Bedeutung. Ein Blick in das altjüdische Schrifttum beweist, daß «Palästina im Altertum über viel Wolle und Flachs verfügt haben muß. Die Schafzucht liegt gegen» wärtig hauptsächlich in den Händen der Beduinen, erst in allerletzter Zeit beginnen sich die Juden diesem Zweige zuzuwenden. Die von den Beduinen gewonnene Wolle ist von recht schlechter Qualität, weil diese eine rationelle Behandlung der Tiere nicht verstehen. Bei entsprechendem Vorgehen könnte natürlich in kurzer Zeit in Palästina Wolle von guter Beschaffenheit gewonnen werden; aber auch die gegenwärtig vorhandene würde nach Angaben von Fachleuten bei entsprechender Sortierung nach Qualitäten und entsprechender Reinigung ein durchaus brauchbares Pwdukt obgeben. Die gegenwärtig «gewonnene Wolle, welche keine großen Quantitäten darstellt, geht nach Aegypten und von dort nach England. Die Flachs Produktion, welche im Mertum einen bedeutenden Raum einnahm, ist in späteren Jahrhunderten völlig vernachlässigt worden, erst seit kurzem wurden Versuche im Anbau von Flachs von jüdischer Seite gemacht, welche, wie die zu Pessach veranstaltete Ausstellung ,^Tozereth Haarez" in Tel-Awiw zeigte, ein sehr zu«frie«denstellendeS Resultat ergaben. Man nimmt an«, daß Palästina in Bälde eine der besten Flachsfasern liefern wird. Ebenso verhält es sich mit Baumwo«lle, welche vor der Einsühnlng derselben in Aegypten in starkem Maße in Palästina angebaut wurde, bis plötzlich hierin ein Stillstand eintrat. In den letzten Jahren wurden mehrfache Anbauproben gemacht, welche ein sehr gutes Resultat zeitigten. Ei« Anbau in größerem Maße mußte unterbleiben, weil zmn Gedeihen dieses Produkts eine besondere Bewässerung nötig ist. In dieser Hinsicht wird das Ruthenberg-Projekt Wandel zu schaffen in der Lage sein. Was die Seidenraupenzucht anlangt, so befinden sich die meisten Maulbeerbäume im Lande in Händen von Arabern, welche hierfür kein Jnteresie und Verständnis haben. Die Pfanzung neuer Bäume würde natürlich bis zur Aktivierung der Raupervzucht einige Jahre erfordern. In letzter Zeit ist vorgeschlagen worden, statt der Maulbeerbäume für die Zucht von« Seidenrärlpen Rizinuspsl«anzen zu vevwen« den, welche ans dem schlechtesten Sandboden gedeihen und mehrmal im Jahr Erträge geben, die auch sür die Gewinnung von Oel dienen. Ein solcher Versuch mit« RizinuSpflanzen ist vor kurzem auf Nationalsondsboden unternommen worden. Schließlich kommt noch das Kamelhaar in Betracht, welches aber bisher gar nicht in Verwendung kam, wodurch nicht unbedeutende Werte verloren gehen. Erst kürzlich hat «die Finna Woks Reichert begonnen, aus Kmnelhaarlumpen W a 11« zu erzeugen, welche bei den Arabern guten Absatz findet. _ X Neue Palästinaunternehmungen. Beim Departement für Handel und Industrie in Jerusalem haben sich in den letzten Wochen mehrere neue Unternehmungen registrieren lasten. Se eine Text:lindustriegesellschast mit einem Anlagekapital von 10.000 Pfund, deren Gründung von Lodz er Textrlsabckkrnten zustande gebracht wurde. Der Gosellschafl wurden sofort 260 Zertifikate zur Verfügung gestellt, damit sie qnalrftzievte Arbeiter ins Land bringen «kann. Ferner eine Kooperativgesellschaft für Häuserbau. die Aktien zu je 20 Pfund ausgibt, und drittens eine Gesellschaft zum Bau von Gartenstädten, Ksar Gau im. Ebenso «wurde auch jetzt di« offizielle Registrierung der Kolonffationsgesellschaft Pica, an deren Spitze Baron James Rothschild steht, durchgeführt. Eine jüdische kaufmännische Delegation nach Palästina. Aus Warschau (I. T. A.) wird gemeldet: Der zentrale kaufmännische Verband in Polen beschloß, aus seiner Mitte eine Delegation nach Palästina zu entsenden mit dem Ziele, Handelsbeziehungen mü diesem Lande anzuknüpftn. Die Delegation reist schon in den nächsten Tagen ab. Eine Kleingrundbesitzergenostenschaft in Palästina. Wie I. T. A. aus Jerusalem berichtet, ist dortselbst eine palästinensische kooperative Gesellschaft kleiner Grundbesitzer gegründet worden, die eS sich' zur Ausgabe gemacht hat, eine möglichst große Anzahl von neuen Ansiedlungen zu schaffen. Herr Soskin «wurde zum Vorsitzenden «gewählt. Keren Hajessod in Rumänien. Das Zeiürakbursau de8 Keren Hajestod in Rumänien berichtet: Die Keren Hajessod- Mtion m Rumänien für das Jahr 6684. die im November 1923 begann und ungefähr neun Monate a^bauerte, wurde Mitte Juli beendigt. Die Leitung hatte in diesem Jahve Herr Dr. Jchulda Wilensky,'Vertreter der Zionistischen Exekutive und Delegierter des Ke rep, Hajessod-Direktoriums in London, inm, die er in energischester Weise und mit belispielloseim Erfolge dnrchsührte. Im Verein mit einer Gru«ppe von Hilssdelegierten, unter «denen sich außer den örtlichen, auch einige Palästinenser, und zwar P. Ginsburg, Dr. Mibashan, Munois-Mavgalith, besa>nden, bea-übeitete Herr Dr. Wilensky 60 Sädt«e Alt-Rumäniens. Die Ges«amtsumme, die «für das Jahr 6684 für den Keren Hajessod in Rumänien ansgeibracht wurde, beträgt über 2 0 Millionen 8ei, da8 heißt etwa 22.000 Pfund Sterling. «In einigen kleinen Städten ive«ck«en die Gelds«amm«linngen noch fortgesetzt, so daß zur oberwähnten Summe noch einige kleinere Beträge hinzukammen «werden. Bon dem Gesamtbeträge wurden in Bukarest 5,200.300 Lei, in Jassy 1,800.000 Lei, in Galatz 1,700.000 Lei, in Piatra Re«amtz 970.000 Lei, in Boltosani 980.000 Lei, in Ploesti 740.000 ' ( Lei usw. gesammelt. Die Spesen, die sür Organisationen, Propaganda, Geldsammlun«gen usw. vorausgabt wurden, machen 10 Prozent der Eingänge aus. Im Vergleich zu den Vorjahren ergibt sich — da Ln den zwei Jahren 6682 und 5663 im ganzen 13000 Pfund Sterling (11 Millionen Lei) eingegangen sind — daß in dem Jahr«e 6664 anderthalbmal so viel «gesa«m meli wurde, «als in den «beiden vorangegangenen Jahren zusammen. Mit, seiner Keren -Haljessod-Leistung steht M-Rum8n«ien Mit seinen 300.000 Juden an achter Ste«lle unter 60 Ländern. Zusammen mit Beßarabien, der Bukowina und Transsylvanien ergibt die Gesammtsumme «der Keren Hajestold-Eingänge pro 30. Juni 1924 den Betrag von 48,952.140 Pfund Sterling. Groß-«Rum«änien sicht dann an der vierten Stelle. Der Betrag, den Rumänien für das Jahr 5684 dem Keren Hajessod deckt 7,50 Prozent des Minimalbndgets der Paläftin^- -nPische« . .Exelkutive, wahrend die Zahl «der-Seelen?h,«i"«>'v ' «, v zwei ' Prozent der Jndenschaft der ganzen Welt an-v,ne....