Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1960 (30.7.1924)
- Date
- 1924-07-30
- Page
- Seite 5 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Stt. lvvv . MW, Ä^rrilVSH Der ehemalige Direktor H a i n z hat ein Alibi erbracht, so daß er als unmittelbarer Täter nicht in. Betracht kommt. Er wurde daher aus der Haft entlassen. Wir haben berichtet, daß bei dem Brande im Olympia- Zirkus die gesamten Requisiten und Garderoben der sechzehn Artisten ein Raub der Flammen geworden sind. Der Präsident der Internationalen Artistenorganisation Barneh teilt uns hierzu folgendes mit: Die Lage der betroffenen Artisten ist eine trostlose, da die Leute durch den doppelten Verlust ihrer Stellung und ihrer Hilfsmittel vollständig ihrer Existenz beraubt sind und vor dem.Nichts stehen, denn sie können ohne die notwendigen Requisiten kein 'anderes Engagement annehmen. Der Schaden beträgt mehrere hundert Millionen. Die zuständige Organisation ist-leider derzeit nicht in der Lage, die notwendigen Mittel zur Neuequipierung der vom Brande betroffenen Artisten beizustellen, da sie infolge der jetzigen traurigen wirtschaftlichen Verhältnisse 800 bis 1000 arbeitslose Mitglieder hat. Außerdem haben zwei Varieteunter>nehm,«ngen, und zwar das Brigittenauer Orpheum und der Zirkus Metropol in Ottakring ihre Zahlungsunfähigkeit erklärt. Auch ist es nicht sicher, ob in der kommenden Saison das Etablissement Ronacher eröffnen wird, da der Direktor die Angabe von einer Milliarde, die er* auf den Pacht geleistet hatte, verfallen ließ und sich seither kein neuer Unternehmer gemeldet hat. Daher sicht sich die Artistenorganisation veranlaßt, sich an dir Oeffentlichkeit mit der Bitte um Unterstützung zu wenden, um so mehr, als die Artisten des Zirkus Olympia nicht einmal ihre Gagen zur Gänze erhalten haben und noch Forderungen in der Höhe voy 80 Millionen unberichtigt sind, so daß die Leute buchstäblich dem größten Elend aus gesetzt sind. Sr. Mes über das Wische gnftltut in Jerusalem. Auf mehrfache Anfragen gab Dr. Chajes im MronSkomitee einen Bericht über die Sitzung des Komitees zur Schaffung eines jüdif chen Instituts in Verbindung mit der Universität in Jerusalem. Redner -schildert die Schwierigk e ite n, die bestanden haben, um mit den nichtzio-niftifch-en Vertretern zu einem einheitlichen Beschluß zu kommen. Die Zionisten wollen eine geistes-wissenschaftliche Fakultät, die nicht aus jüdische Fächer beschränkt sein soll, während &ett Nichtzionisten mehr eine Art jüdische Hochschule nach dem Vorbild der europäischen und amerikanischen Seminaren vorgeschwebt hat. Es wurde ein Mi11eb weg gefunden, der.zwar für uns nicht durchaus -efriedigertd ist, aber doch als eine Art Anfang betrachtet werden kann, ans dem sich später ein Institut -mit größeren Aufgaben entwickeln kann. Nahüm Sokolow ergänzt den Bericht und betont gleichfalls, daß trotz aller Einwände das Resultat akzeptabel ist. Herr A e l l i n und Dr. Weizmann geben Aufllävungen über die Entstehung der verschiedenen Universitätskomitees. i Las Wetter. Das gestrige Wetter war nicht ungünstig dagegen wird für Len heutigen Tag t r ü b e S, r e g n e r i s ch e S und kühles Wetter, in den Nordalpen mit Getollter verbunden angekündigt Wien, 80. Juli. * Das Le-poldstädterstädterspitat von der Gemeinde Übernommen. Das seit dem Jahre 1871 bestehende Leopoldstädter Kinderspital war, wie von uns bereits berichtet, in der -letzten Zeit gefährdet, weil die finanziellen Schwierigkeiten immer bedeutender wurden. Um das Spital, .das 109 Betten zählt, der Bevölkerung zu erhalten, hat sich der Spitalsverein vor wenigen Tagen an die Gemeinde Wien gewendet, um ihr das Eigentum des Spitals mit dem ganzen Inventar und allen Vorräten zu übertragen. Die Gemeinde hat, um die Sperrung dieses wichtigen Kinderspitals zu vermeiden, das Angebot des Vereines angenommen, und der Stadtsenat hat m seiner gestrigen Sitzung in Anbetracht der Gemeinderatsferien und der Dringlichkeit einer Entscheidung gegen nachträgliche Genehmigung -durch die kompetenten Ausschüsse und den Gemeinderat die diesbezüglichen Beschlüsse gefaßt, *.Wegen Banknotenfälschung und Erpressung verhaftet. Gestern -wurden fü nf aus Lodz in Polen stammende junge Leute verhaftet von -denen zwei im Verdachte stehen, mit polnischen Fälschern von Dollarnoten in Verbindung zu stehen, während die übrigen beschuldigt sind, aus der Kenntnis dieses Umstandes in erpresserischer Weise Nutzen gezogen zu haben. „ * Fahrkartenvorverkauf. An den Vorverkaufskassen im Gebäude der Gemraldir-ektton der Oesterreichischen Bundesbahnen, Wien, 1. Bez., Schwarzenbergplatz 3, die bisher nur -mit Fahrtauswüiisen für den Inlands-Verkehr datiert waren, werden in Hinkunft, und zwar zum evstenm-ale am 1. August, bis auif weiteres während der normalen Kassastunden, das ist von 9 bis 13 Uhr und von 14 Uhr 30 Min. bis 17 Uhr (an Feiertagen von 9 bis 13 Uhr, an Sonntagen -bleiben die Kassen gelschlossen) auch Fahrtausweise nach dem Aus-lande im dreitägigen Vorverkauf sowie für den Reisetag selbst -cmsg-eg eiben werden. An dreien Kassen werden alle jene Fahrtausweise, die auf dem Westbahnhof, Sndbahnhof, Franz Josefs-Bahnhof, Ostbahnhof und Nordbahnhof erhältlich sind, ansgegclben werden, alle sonstigen Fahrtausweise nach dem Auslände sind wie bisher nur beim Oesterreichischen Vevkehrsbuveau und den übrigen Reisebur-ecms erhältlich. Für die ausgegebenen Auslanldskarteu gelangt.'wie bei den Jnl-anldslkarten, eine Bo r-v erkaufsgeh ühr von 2000 K. für die 3., 6000 K. für die 2.. und 10.000 K. für die 1. WagenAasse zur Einhebutiig. Es wird a-uifmerksam genn-acht, daß die Bezahlung der Fahrpreise fürdie Auslandsstrecken — ebenso wie auf den.Bahnhöfen — auch bei diesen Kassen ausnahmslos effektiv in der betreffenden Originalvaln ta zu erfolgen hat und eine Entgegennahme der hiefür entfallenden Beträae in österreichischen Kronen nicht statffinden kann. Wiener Moraenzeiturrg. ' 30. Mi 1924 Seite 8 Ärs ^Bjssfe 'Stvar, fo9KawieAs u. Siwuu&n* c6J^ü3mJ3eMedeb SHaUi/rfede/c, Verkaufsstellen! II. Taboratrasse 17 b; III. LanUslrasser Hauptstrasse 12; V. Relnprechtsdorfer. Strasse 52; VII. Marlahilferslrasse 92; VII. Schottenfeldgasse 24; XIV. Reindorfgasse 8; XVI. Thaliastrasse 25; XVIII. Währingerstrasse 89; XX Wallen* Steinstrasse 15;XXI. Brünnerstrasse 12; Baden; Klosterneuburg; Mödling. 8061 * Bei Otto Kaserer am Konstantinhügel (Prater) findet der Gesunde und der Kranke Unterhaltung, Erholung und Genesung. Suchen Sie Bergluft, .mnenba-d oder kühlsten Schatten. Waldaussicht oder Wageraussicht, Kaffeehausgetränke oder Restaurant mit vorzüglicher warmer oder kalter Küche, alles finden Sie hier, einige Schritte von der Elektrischen (Sinte^S, M, H, H2, Endstation). Treffpunkt der besten Wiener Gesellschaft. Die künstlerische Sensation des Tages ist hier das w e l t b e r ü h m r e russische Studentenchor- und Balalaika-Orchester, welches nach siegreichem Zuge durch ganz Europa jetzt täglich am Konstantirrhügel konzertiert. Für Liebhaber klassischer und moderner Wiener Musik sorgt die beliebte Wiener Kapelle W. Ganglberger. Bei schlechtem Wetter gedeckte, elegante, bequeme Räumlichkeiten. (Entgeltlich.) * Tanzinstitut Hermann Braun, 14. Bez., Reindorfgasse 42. 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Gleichwohl verlief der Tag, den der Mikado in dem kaum auf dürftigsten Bühnenglanz hergerichteten Titipu verbrachte, programmäßig, wenn sich auch nur wenige Japaner und Japanerinnen zu seiner Begrüßung eingefunden -hatten. Der Mikado (Herr Dr. L o r e n z i) ließ sich dadurch die gute Laune nicht verderben und sang und tanzte -vergnügt seine Couplets. Sein Sohn Nanki-Poo, welcher glücklich dem Henkerbeile des Oberhofkerkerknechtes, zugleich geheimen Jnftifizierungsrates und beeideten Hauptoperateurs von Titipu entgeht, war bei Herrn Dr. K r o e g l e r gut aufgehoben, welcher die Partie so hübsch, sang, wie man es nur von einem verliebten, fahrenden Musikanten verlangen kann, Fran Griebl als Katiska fand zwischen dem tiefen und dem hohen Register ihrer Stimme keinen rechten Ausgleich, wußte auch fouft mit der Rolle nicht viel anzufangeu. HerrDr. Josef Bergauer (eine Operette mit lauter Doktoren) als O'berscharfrichter übernahm sich an Drollerie: Er brachte so diel Poiüten auf einmal, daß eine die andere verdarb. Der Musik von Artur S ü l l i w a n merkt man ihre vierzig Jahre kaum an. Ihr feiner, fast offenbachisch parodistifcher Ton hat sie jung erhalten, und zierlich wie eine junge, kleinfüßige Japanerin schwebt sie ans den Fußspitzen vorüber und lächelt schelmisch aus ihren reizvollen Liedchen, den neckischen Couplets und ihren graziösen Ensembles. flb. Nachtvorstellung des New'Aorker jüdischen KnnWeaters. Zugunsten des Jüdischen Nationalfonds. Das New-Iorker jüdische Kuusttheater, dessen Gastspiele im Carl-Theater jetzt stärkstem Interesse seitens des Publikums begegnen, gibt Montag den 4. August eine Nachtvorstellung zugunsten des Jüdischen Nativnalfonds. Das Ensemble verzichtet zur Gänze auf den ihm vertraglich zustehenden Teil der Bruttoeinnahme. Die unter der Führung Morris Schwartz' stehende Künstlerschar veranstaltet in dieser Nachtvorstellung für den Jüdischen Nationalfonds einen Bunten Abend — den letzten während ihres hiesigen Gastspiels. Das Programm wird noch bekanntgegeben. Es ist zu erwarten, daß diest Veranstaltung, deren künstlerischer Wert und jüdischer Zweck gleichermaßen bedeutsam sind, einen Massenbesuch ausweksen wird. „Das verschlossene Himmelreich." Erstaufführung durch die Exl-Bühne. Das -verschlossene Himmelreich, das die Komödie von Eugen Wrany-Raben meint, ist die Schlafkammer'der Bäuerin. Alles übrige, einschließlich der zarten Spässe, die vor dieser Himmelstür mit ländlicher Unbefangenheit gerissen werden, kann man sich ungefähr ausdenken, Verschlossen ist die Türe, weil der geschiedene Manu der Sonnleitncrin jus an dem Tag wieder heimkehrt, an dem seine Frau ein« Dispensehe geschlossen hat, so daß die Beklagenswerte nich weiß, wen sie eigentlich als Gatten einlassen soll. Naä mancherlei wenig Witz- und sinnreichem Hin und Her schlichtet sich alles in Frieden und der rechtmäßige Gatte springt mb einem Satz ins Himmelreich hinein. Man muß immer wieder bedauern, daß die vortreffliche Exl-Truppe gezwungen ist, ftdi •. mit Stücken dieser Art zu bescheiden. Herrn Exls Prachtleistung verdient besondere Erwähnung. Auch Frau Ex l, wic die Herren Ludwig A u e r, Hauser und Kratzer stellten ausgezeichnete Typen ans. Der treffliche Charakterspieler Köck' sollte doch bedenken, daß auch die grellste Karikatur an die' Grenzen der Wahrscheinlichkeit gebunden ist und nicht ins offenkundig Unwahre hinausragen' darf. Das Publikum zeigte sich angeregt und zeichnete den Autor durch mehrere Hervorrufe aus. K. M. Musi!> und Meaterfest der Stadt Men. Auf verschiedene Anfragen bezüglich eines Kalendariums der Darbietungen des Musik- und Theaterfestes teilt uns das Bureau des Musik- und Thcaterfestes mit: In dem Programm nehmen natürlich die Darbietungen der Staatsoper einen großen Raum ein. ^Für gewisse Neuinszenierungen ist jedoch bis heute die Zustimmu n o des F-i nanzmini st er i u m s, um welche die Staatsoper angesucht hatte, nicht zu erlangen gewesen, so daß die Gefahr besteht, daß trotz aller Zuschüsse der Stadt Wien das eine oderandere Wenk ausgeschieden werden müßte. Dadurch, daß die Verhandlungen während der Urlaubszeit brieflich oder telegraphisch geführt werden müssen, tritt naturgemäß abermals eine Verzögerung ein, die dem Fortgang der Arbeiten nicht eben förderlich ist. Es wird aber weiter verhandelt und man hofft, die Schwierigkeiten überwinden zu können. Jedenfalls . wird die Staatsoper als solche beim Musikfest Mitwirken U-ch-er das Maß ihrer Mitwirkung richt jetzt die Entscheidung - beim Finanzministerium. Die Entscheidung muß räsch fallen, damit der kalendermäßige Termin auch der anderen Veranstaltungen sestgehallen werden kann. Ans den Theatern. Voltsoper. Heute „H o f f m a u u 8 E r z a h» l u n fl c u". Morgen „D e r Z i g e u n e r b a r o n". — Frau Claire Born von der Wiener Staatsoper wird im Laufe des nächsten Monats ein mehrabendliches Gastspiel absolvieren. Das erste Auftreten der Künstlerin findet Samstag den 2. August als Mimi in Puccinis „B o h e m e" statt. Im Carl-Theater gibt das amerikanisch-jüdisch« Kuusttheater morgen einen „Bunten Abend" an dem Jakob M e st e l die Conference halten wird. Die Damen Appel und Ger st en sowie sämtliche Herren des Ensembles 'mit Herrn Direktor Morris Schwartz an der Spitze werden Vorträge halten und Soloszenen aus modernen Werken zur Darstellung bringen. Freitag den 1. August findet die Uraufführung des dreiaktigen Schauspieles von I. D. Berkovitz „Mesch ke C h a s e r" statt. Die Regie ftihrt Direktor- Schwär tz, die Dekorationen stammen aus dem Atelier des Wiener Malers Ferdinand M e s e r. In diesem Stiicke beainni der berühmte jüdische Schauspieler Ben Z w i (Paul Baratoff) sein Gastspiel. Tanzabende im Durggarten. Die Tanzabende, welche iw Bnrggarien veranstaltet werden, bringen Wertvolles auf dre,em . Gebiet. Lilly v. Wieden schallet souverän mit der Technik, die das HandwerkMg ihrer Kunst bildet. Mit einem lyrischen Duett beginnen-die zwei besten Schülerinnen aus der Bodenwieser-Tanzgruppe, Gisa G e e r t und Hilde H o l g e r, ihren gemeinsam veranstalteten Abend. Die männliche Herbe der G e e r t kontrastiert interessant mit der anschmiegsamen Weichheit der Ho lg er. Zn einem Walzer von Dschaikowskh und einem slawischen Tanz von Smetana verbinden sich ihre -Lanztemperamente in glücklicher Weise. Gisa Geert tanzt die Vor tat tonen von Tartini mit starker Einfühlung in den Geist btevcr Spielmusik. Hilde Holaers zarter Körperbau sucht die Ro- - mantik Schnmannscher Mnsik in täitzerischen Ausdruck untutsetzen, ober sie findet an ihrer Phantasie noch eine schwache Stütze. Auch die Tanzmalerei, zu der ein Vorwurf wie „Forelle" sie zwingt, ist nicht überzeu-gend. Erst ihre Harlekmgestall-nnä, ganz auf die Entspannung der Glieder als Motiv attfgebaut. zeigt ihre Phantasie und ihren Witz in persönlicher Beleuchtung. z5*- , Das Kammermusiksest in Salzburg. Die Jnte-rnattonale Gejstllschaft für Neue Musik veranstaltet ihr -Äveites Ka m m er- M'Usiksest in Salzburg in den Tagen vom 5. brs 9. August. Das Programm umfaßt vier Konzerte; von Oesterreicher-n ist Ernst Kr e -n e k mit dem vierten Streichquartett ( und Egon Wellesz mit einer ,PLanzsuite für Solovtoline und kleines Orchester" vertreten. Der Wiener K-onzertsanger Oskar Jölli wirkt mit. Ein Renibrandt-Kongreß geplant. In Rom i,t in dtezem Frühjahr ein Bild aufgetaucht. das mit dem großen Namen Raffaels in Vevbindu'Ng gebracht wurde. Es handelt sich um die sogenannte Madonna di Gaetta, die der Meister siir eine Kapelle in Gaetta gemalt haben soll. Das Bild steht Im engsten Zusammenhänge mit der Madonna Alba in Petersburg. Es ist nun die Frage, welches von den beiden Bildern das Original Raffaels darstettt. Die russische Regteriing hat 'den Transport der Maidonna Alba gestattet, damit die beiden Bilder miteinander verglichen werden können. Die atigebliche Madonna di Gaetta ist unterdessen nach der Schweiz überführt worden. Ditz GsgeniLbevstellung der beiden hervorragenden Bilder würde die 'Lösung eines wichtigen Problems der Raffael-Forschnng ermöglichen. — lieber die Echtheit vieler Bilder Rembraudts herrscht unter den benifensten Kennern des Meisters begrünldeter Zweifel. Der Kunstgelehrte Lothar Brieger hat daher die Einberufung eines internationalen Kongresses aller für die Rembrandt-Forschung maßgebenden Kunsthistoriker emvioblen. Die; Diskussion dürfte das Ergebnis haben, daß diese wichtige,, oft auch für die ganze Kmfftwissenschatft kompromittierende Angelegenheit durch eine Abstimmung entschieden werden könnte, die gemu festlegt, welche-Ansicht von jetzt ab als Wissenschaft gültige -anzunehmen ist. — Die „P i -e t a" von Hans M e m l i n g, das eine von den zwei frühesten signierten Werken des Meisters, ist für Melbourne in Australien a-ngokauft worden. Das andere Bild von M-rmling befindet sich bokanntlich m -unserer Stadt und bildet eine Zierde der Liechtenstein- Gale-ric. Ein Grabmal für Morris Rosenfeld. Ans NÄv-Aork wird uns berichtet: Am 14. Juli wurde auf dem Atonnt-Carmel-- Friedbor ein Gedenkstein aus dem Grabe des im vorigen Jahre