Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1959 (29.7.1924)
- Date
- 1924-07-29
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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6*Äe 1 .. Men, Dienstag - - Wiener Movgenzeituns. ' 29. Juli 1924.. Nr. 1959 Ser ' Ein« Operettenplauderai von Oskar Bie. Daß ich jetzt immer in der Mitte der ersten Roche sitze, kommt daher, daß ich die Premieren der Operetten vermeide aus einer angebvrnen Angst vor dieser Gattung. Tann gehe ich in eine spätere Vorstellung und da gibt man mir diesen Ehrenplatz. Sommerlichen Gemütes nehme ich die Sache ans der Bühne nicht so ernst, sondern starre immerfort in das Orchester hinunter, als ob ich noch nie eines gesehen hätte. Cs ist immer ein Kontrabassist, der nur sehr zu Herzen geht. Wie philosophisch behandelt er sein Instrument. Mit einer solchen Gelassenheit und Ruhe streicht er oder zupft er die Saiten, daß ich chn darum beneiden muß. Er hat eine Ueberlegenheit im Gesicht, wie ich sie als Kritiker niemals bei mir probiert habe. Komm, mein lieber Kontrabassist. Wir gehören zusammen. Ich muß die Sache von oben ansehen und du sichst sie von unten an. Das heißt, du siehst sie gar nicht an, sondern du spielst deine Bässe brumm, brumm, Tonica und Dominante, diese einfachen Bässe, die so ein modernes Operettenstück stützen und balancieren. Ja, ich habe Musikpause. Die Konzerte und großen Opern sind geschlossen. ES gibt nur leichte Musik. Komm her, meiü Philosoph, wir wollen plaudern über diese leichte Tanzmusik und du wirst mir deine Beobachtungen mitieilen. Ich kannte einen Kontrabassisten, der war ein Däne und hat ein Mädchen aus Berlin entführt, um mit ihr in Moskau zu leben, wo er in einem Orchester spielte. Ich kannte einen anderen Kontrabassisten, der lernte dieses Instrument, weil er in Not war und darauf ein Stipendium stand. Er hatte eine kleine Balletteuse geheiratet und wohnte in einer Dachkammer. Dann aber stieg er vom Kontrabaß auf das Dirigentenpult und die reichste Dame der Stadt verliebte sich unsterblich in ihn,, woraus sie die Balletteuse ablohnte und ihn heiratete. Sind das dein« Operetten? O nein, sagt der Kontrabassist. Mir ist nicht beschieden, sie zn erleben. Ich bin angestellt, sie aus dem tiefsten Grunde meines Instrumentes zu begleiten. Da stehe ich nun an der Hinterwand deS Orchesters und säble auf den großen Saiten herum und sehe nichts von den schönen Dingen, die da oben vor sich gehen, kein fließendes Gesellschaftskleid, keine Chöre von seidenen Strümpfen, kein Ensemble von jener glücklichen Akrobatik, die die Rätsel des Lebens so vollkommen auflöst. Was ich höre ist immer dasselbe. Die $toei, die sich lieben, brauchen drei Akte, um es sich einzugestehen, wobei eigentlich der dritte Äk: mir meistens schon überflüssig erscheint. Da spiele ich beispielsweise in NedbalS „Polenblut". DaS ist eine treffliche rassige und künstlerische Musik, die ich da zu unterbrummen habe. Und wie reizend für eine Operette scheint mir so em« polnisch' Schlamperei, wo in der faulsten Wirtschaft und in der wildesten Sauferei ein bißcken Stolz und Ritterlichkeit lebt und die verkleidet: Diva schließlich doch alles zum Guten lenkt. Diese Verkleidung der Diva kommt in jeder Operette vor, über die ich zu philosophieren habe. Da war im Deutschen Opernhaus. „Das Märchen aus Florenz" von dem Benatzky, der als Komponist und Gatte der Josma Selim so viel Wiener Blut verzapft hat. Hier bändelt er mit der Kacharing von Medici an, die sich in einen Maler verliebt, der Spottverse auf sie macht. Aber das war vor der Pompadour der Massary. Es war hoffentlich auch vor dem Rosenkavalter, dessen Celestaakkovde der Komponist schon ahnungsvoll verwendet hat. Katharina verkleidet sich und die Sekretärin deS Frauenarztes im Schiller-Theater verkleidet sich auch, nämlich als seine Frau, die sie gar nicht ist, aber die sie wird. Wunderbarer Leichtsinn deS Lebens, unter den ich das tiefe C setze. Dieses Stück ist von Kollo. Er gibt mir mehr zu tun, als seine Musik verdient. Aber er macht seine Schlager. Bei dem Duett vom Frühling in Berlin mußte ich dreimal brummen. Wissen Sie» ich war neulich in den „Klubleuten" im Deutschen Theater. DaS ist ein Lustspiel von Friedmann-Frederichs. Es stellt ein Berliner Milieu gegen ein Wiener, mit Adalbert gegen Land«, und es hat mich sehr amüsiert, obwohl gar keine Musik davin vorkommt. Oder vielleicht gerade deswegen. Wieoiel besser ist so etwas als eine Operette. Aber die Leute wollen den Schmalz. Das Stück von Kollo ist eigentlich keine richtige Operette. Es kommt gar kein Chor darin vor. Es ist sozusagen eine billigere Operette, sie kostet nicht soviel, aber sie hat den Schmalz, der die Leute lockt. Diesen ökonomischen Kniff nennt man musikalisches Lustspiel. Bon der Musik rede ich nicht viel. Der ich jeden Abend an zehn Theatern zu unterkellern habe, ich weiß Bescheid. Es ist eine fofte Methode, nach der gearbeitet wird. Bei den Walzer» ist »icht mehr viel los. Bei den Trotts bewegte ich mich schon etwas interesianter durch allerlei harmonische Schiebungen, die der Geist dieser Komponisten mir auferlegt. Und manchmal zucke ich in meiner klassischen Bildung tief zusammen, wenn da oben einer jenen sentimentalen Vorhalte auf Septimen mich angrinst, die die moderne Operette in einer raffinierte« Berechnung ihrem System einverleibt. Ich sage, es ist Methode, jeder kann es machen, er muß nur den Mut zu der letzten Gemeinheit besitzen. Me sich mein Kontrabasiist erhitzt hat! Kann er sich nicht in de» Sommer umschalten? Es liegt an der Natur seines Instrumentes, daß er die Tinge so schwere und tief nimmt. Er steht alles noch eine Oktav niedriger, als es geschrieben ist. Ich aber schwebe eine Oktave höher, ich der Kritiker über meiner Kritik. Tot ist der Winter, es lebe der Sommer. Jedes Volk hrt seine Atmosphäre. Deutschland riecht nach Konzertsaal. Italien nach Oper. Frankreich :,ach Salon. Wien atmet in der freien Luft, Wien ist Sommer, und Sommer ist Operette. und ein Hauch ton: von diesem Glück herüber soll mich mürr'sch finden. Verbrecherischer Anschlag ans einen S-3«g in Sentfchlaud. In letzter Minute avgewehrt. Aus Berlin wird uns telegraphiert: Samstag vorluittags wurde von unbekannten Tätern auf der Bahnstrecke B e r I i n—C otbu § ein Anschlag auf den D-Zug Görlitz-—Berlin verübt, der in der letzten Minute entdeckt wurde, so daß jedes Unheil verhütet werben konnte. Zwischen den Bahnhöfen Brand und Schön Wald e wurden gegen halb 10 Uhr zwei große «{ferne Platten und mehrere schwere Steine auf das G e« leise gelegt. Ein Güterzng, der kurze Zeit nach Ausübung dieses Anschlages die Strecke zu passieren hatte, wurde äußerst gefährdet, und nur durch die Geisiesge,geniwar.t des Lokomotivführers, der mit-aller Kraft bremste, wurde ein Unglück verhütet. Unmittoßbar nachdem das Geleise freigemacht worden lvar, brauste der von Görlitz kommende D-Zug, auf den es die Täter Zireifellos abgesehen hatten, heran, Die Eifenbahndirektion hat sofort die Berliner Kriminalpolizei benachrichtigt, weil der Verdacht Vesteht, daß Berliner Verbrecher die Hand im Spiele haben. Die Nachforschungen nach den Tätern wurden sofort ausgenommen. Gehört ei» Publizist der Seitgeschichte aut Nach der Entscheidung eines Berliner Gerichtes: Nein. Unser Berliner Korrespondent {eilt uns mit: Ein für die Presse interesianter Rechtsstreit beschäftigte den vierten Senat des Kammergerichtes. Der Herausgeber der „Wellbühne", Siegfried Iacobsohn, hatte beim Lmwgericht eine einstweilige Verfügung gegen das syndikalistische Organ „Die Aktian" erwirkt, wonach dem letzteren verboten wird, Jacobsohns Photographie in seinem Blatte zu veröffentlichen. Ans eine Beschwerde der „Aktion", die damit begründet wurde, daß Siegfried Iacobsohn der Zeitgeschichte an gehöre und deshalb nach den gesetzlichen Bestimmungen auch ohne Erlanbnis photographiert werden dürfe, hob das Landgericht diese einstweilige Verfügung wieder auf. Dagegen hatte der Herausgeber der „Weltbühne" wiederum Berufung eingelegt. In der Berufungsverhandlung vor dem Kanunergrrich. bestritt Jacobsohn, daß er der Zeitgeschichte angchöre, während der Vertreter der Gegenseite, Obcrjustrzrat B r o h, darauf hinwies, daß jeder der Zeitgeschichte angehörc, der sich in die Öffentlichkeit st e l l e, diese beschäftige oder zu b e e i ns l u s s e fl suche. Das Kammergericht stellte sich jedoch auf den Standpunkt, da;; ein Publizist wie Siegfried Iacobsohn nicht der Zeitgeschichte angehöre und hob. das landgcrichtliche Urteil aus, so daß es bei der einstweiligen Verfügung gegen „Die Aktion" bleibt. Gröbliches SchiffsmgM in Japan. 192 Menschen ertrunken. Aus Tokio wird gemeldet: Nach einer Meldung ans Otaru ist der der nordjapanischen Dampfschiffshvtsgestllschaft gehörige Dampfer „Tairaiuaru" jn der Höhe von Kap Nodo r o untergegangen. Man nimmt an, daß 138 Passagiere und 54 Mann der Besatzung den Tod i n den Wellen gefunden halben. 18 Passagiere und 5 Mann der Besatzung landeten auf Rettungsbooten in de>m Dorfe Nodoro. Furchtbare Hitze in Rew-Aork. 92 Grad Fahrenheit. Aus Ne.w-Dork wird uns gemeldet: Ue-ber die Stadt ist eine entsetzliche HitzWelle eingebrochen. Biele hunderte Personen erlitten Hitzschlage, mehrere Fälle Verliesen tödlich. Den Blättern zufolge, verliehen über 500.000 Einwohner New-Zorks die Stadt, um kühlere Luft in den Küstenplätzen aufzusnchen. Am Strand von Coneh Island übernachteten 50.000 Personen im Freien. Das Thermoter stieg auf 92 Grad Fahrenheit im Schatten und die hohe Feuchtigkeit der Luft machte die Hitze doppelt unerträglich. Aue Weltkanferenz der ISdlsche« Fugendbewegung. Die Zentralstelle für jüdische Jugendbetvogung, die von Vertretern einer Anzahl von Iugendverbänden während des 13. Zionistenkongresses ins Leben gerufen worden ist, hat gemeinschaftlich mit dem Weltchaluzverband ftir den 2. bis 4. September nach Danzig eine Wel Konferenz der jüdischen Jugendbewegung einberusen. Es ist dies der erste Versuch, die zahlreichen Bünde der Jugend, in denen neujüdisches Leben pulsiert, zu einem kraftvollen gemeinschaftlichen Werke zusammenzuschließen. Znm Ziele hat die Konferenz die Schaffung eines einheitlichen Verbandes der zionistischen Iu- ^cnfo, der für die Verbindung der sonst auseinandevfallenden Arrippen Sorge trägt, den jungen und schwachen Verbänden die Erfahrung der älteren und starken in den Formen mtb Inhalten der Arbeit übermittelt und den Geist der Chaku- «uth allenthalben stärkt und neu entzündet. Der Verband soll zugleich mit dem Welthechaluz dafür sorgen, daß der Strom von frischen Kräften, die aus den Galuchländern dem arbeitenden Erez Israel zufließen, unaufhörlich gestävkt und neu gespeist wird. Die größten der Verbände wie Haschomer- Hazair, Blauweih, Tchelet-Lawan, Zoftm haben ihre Teilnahme an der Konferenz bereits zugesagt. Anfragen sind an die Zentralstelle für jüdische Jugendbewegung, per Adresse H. I- Jssaharoff, Berlin W 15, Pariserstroße 38, zu richten. Die „Foundation" sür den jüdischen Wiederaufbau. Verlegung des Sitzes von Wien nach Berlin. Wie der I. T. A. erfährt, wird die aus der Ioint-Ligui» dationsmasse und aus den Mitteln der Jca neu gebildete „Foundation" für den jüdischen Wiederaufbau im Oktober dieses Jahres von Wien nach Berlin verlegt worden. Demnach wird das von dieser Gesellschaft weiter betriebene jüdische Wicderailfbauwerk in Europa von Deutschland aus geleitete werden. Bis dahin wird die Liquidation des europäischen Joint-Bureuas vollständig durchgeführt sein. Die Verhaftung österreichischer Filmdarfteller in Versailles. In Angelegenheit der in Frankreich verhafteten oster« r.ichischen Filmgesellschaft hat der österreichische Gesandte in Paris, Eickhoff, dem Filmbnud in Wien aus dessen Beschwerde mitgetcilt, daß die Anklage wegen Verletzung -der öffentlichen Sittlichkeit erfolgte, weil die Figurantinnen in einem Film französischer Herkunft unanständig bekleide: waren. In der Zuschrift heiß! es: „Die Anklage erklärt sich psychologisch vorwiegend durch eine Verletzung des französischen Nationalgefühles darüber, daß an einer durch historische Erinnerung geheiligten, den Mittelpunkt des französischen Selbstbewußtseins bildenden Stelle, ein Film mit theatralischen Darstellungen in dekolletierten Toiletten und insbesondere unter deutschem Kommando gespielt wenden ist. Die Mißstimmung über die hierzu seitens der französischen Behörden erteilt« Bewilligung ist allgemein. Sobald die Gesandtschaft — leider erst im Mgcnblick der Vechaftung (!) von der österreichischen Staatsbürgerschaft der Beteiligten uttb von den ihnen gegenüber getroffenen Maßnahinen Kenntnis erlangt hat, wurden deren Rechte und Jntevesien ohne jeden Verzug mit größter Energie und mit allem Nachdruck geltend gemacht. Ich habe den. maßgebenden Faktoren das Vorgehen gegen unsere Staatsangehörigen eindringst ich vor Augen geführt und nach Möglichkeit die Freilassung sowie eine seinerzeitige Genugtuung gefordert. Durch das Eingreifen des Justizministers ist cs schließlich gelungen, die Freilassung, zunächst der Damen, dann auch aller anderen Verhafteten gegen Kaution zu erwirken. Ein Einfluß auf das richterliche Verfahren und auf das vom unabhängigen Gericht« zu fällende Endurteil liegen selbstverständlich außerhalb der Befugnisic der Regierungsgewalt, und zwar auch ihrer höchsten Träger. Die Rechte unserer Staatsangehörigen wurden aber vor Gericht vom Gesandtschaftsadvokaten Dr. See und vom Derleidiger Dr. Berr mit aller Sorgfalt und Sachkenntnis vertreten und von der Gesandtschaft auf Grund fortlaufender Berichte unentwegt verfolgt. Im übrigen bleibt uns Vorbehalten, sofort nach Abschluß des gerichtlichen Verfahrens gegen die formellen Verstöße und schweren 1l cb ergriff e der untergeordneten Polizeiorgane zu protestieren, Verwahrung eiuzulegen und die Bestrafung der Schuldtragenden zu fordern." Gegenüber dieser Zuschrift muß bemerkt werden, daß der österreichische Gesandte mit vollem Rechte auch darauf hätte Hinweisen können, daß in Wien eine N eber s chw em mu n g durch französische Filmdarsteller und Filmregisseure erfolgt, die ohne Hindernis arbeiten können, so der bekannte französische Filmdarfteller Max Linder, der hier, oft zur Verzweifln,^ der Filmunteruchmuug, tun konnte, waS er wollte. Sie Vorbereitung zur Herbstmesse. Gestern fand eine Pressekonferenz statt, in der Genepaks direktyr Müller über den derzeitigen Stand der Messe, arbeiten eingehende Aufschlüsse gab. Er erklärte unter anderem: Die MrttschaftSkrise, die nicht nur unseren Staat allein, son. dern ganz Mitteleuropa getroffen hat, ist an der Wiener Mess« so ziemlich spurlos vorübergegangen. Die Anmeldungen haben gegenüber den früheren Messen nicht abgenomnien, in: Gegen, teil, di« Einnahnien deMesse-A.-G. find nicht geringer geworden. Es scheint also, daß die Krise nicht so sehr in die Tiefe de? Wirtschaftslebens gedrungen ist, als vielfach, insbesondere im Auslande, angenomnren wird. Für die Kohlen m e s s e, .die. Heuer zum ersten Male fein wird, wurden «3000 Quadratmeter auf dem freien Gelände bereitgestcllt. Stark vergrößert wird die land- und forstwirtschaftliche Musterschau fein. Vdn technisch-statistische,, Daten wurden unter anderem erwähnt: daS Westgolände der Rotunde wurde um 10.000 Quadratmeter erweitert, es werben daselbst Straßen, bauten im Ausmaße von 3000 Quadratmeter mit einem Kostenaufwand von 1,5 Milliarden errichtet, ferner mit gleichfalls bedeutenden .Kostenaufwand Entwässerungsanlagen für Straßen und Wege hergestellt. Die Beteiligung der Aussteller an der Messe läßt nichts zu wünschen übrig. Da§ Interesse der Einkäufer ist keineswegs geringer als bei den früheren Messen. Wenn die bisherigen Meldungen als Richtschnur dienen können, so ist ein noch stärkerer F r e m b e n z u st r o m zu erwarten als bisher. Unter anderem sind Reisegesellschaften avisiert aus Italien, Bulgarien, Deutschland, Dschecho-Slowake-i, Tänemavf (Kopenhagen). Die Propaganda Miktion per Wiener Messe nimmt nach und nach einen riesenhaften Umfang yn. Es kommen bei jeder Messe neue Propagandaarten zur Anwendung. Eine dieser neuen Formen ist folgende-: Radfahrer, in Gruppen zu je drei Mann mit auffallenden Reklameschildern der Wiener Messt werden jjaN) Oesterreich in den nächsten Wochen bereisen, überall Propagandamateriab abgeben und für die Wiener Messe agitieren.Die Propaganda bleibt übrigens nicht auf die Messt allein beschränkt, sondern ist die intensivste Fremdenverkehrs- Propaganda überhaupt. Als weitere Maßnahme wird an die Einladung auswärtiger Journalisten nach Wien aedacht.