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Wiener Morgenzeitung · 1924-07-24 · Heft 1954 (24.7.1924) · p. Seite 10

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1954 (24.7.1924)
Date
1924-07-24
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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, •' '; V ' vT' ' f \ ' l"Vv' ' w r’* oirnv « s! Sette 10 Wien. Donnerstag ." Mlenrv 2-1. Juli 1924 ‘_ Nr. 1954 m 1. August in Kraft treten wird. Die erheblich erhöhten Zollsätze werden in Gold ein gehoben, wobei vorläufig ein Gosdleu mit 30 Papierlei festgesetzt wird. Für Länder, die Rn» manien nicht die MeWvgünistigung zu gestanden haben, wird dieser Daris mit drei multipliziert. Sie WarenmSrtte. (Eigenberi^t der „Wiener Morgenzeitung".) Starke. Bei geringem Geschäfte tendierten Weizen- und Maisprodukte fester, dagegen waren Kattoffelstärkefabrikate ruhiger. Es notieren; Hochprima Kartoffelstärkemehl 8200 K., Wetzenstärke 8600 K., Kernweizenstärke 2800 K., Maispuder 7500 K., dochprima Maisbrockenstärke 8500 K., hochprima Dextrin 11.000 K.. Kartoffelstärke-Sirup 3700 K., Traubenzucker 9200 K., Reisstärke 8500 K. In Deutschland namentlich am Berliner Markte hat die freundlichere Stimmung angehalten. Für prompte Lieferung bestand laufendes Interesse. Das festgesetzte ausländische Angebot in Kartoffelmehl bewirkte eine leichte Abschwächung der zuletzt für Mehl notierten Preise. Entsprechend wurden auch die Dextrinpreise von den Fabriken herabgesetzt. Die Nachfrage nach Glukosen, zumal nach Bonbonsirup, hielt weiter an. Es notieren Ftachtparität. Berlin oder Stettin bei Waggonbezug: Superior Kartoffelmehl 32 Mark, prima Kartoffelmehl 30 Mark, Superior Dextrin 48 Mark, vrima Dextrin 47 Mark pro 100 Kilogramm einschließlich Sack, 44er Bonbonsirup 39 Mark, 42er Kapillärsirup 38 Mark, 44er Sirup 36.50 Mark, 42er Sirup 35.50 Mark pro 100 Kilogramm netto exklusive Faß und Zuckersteuer, Traubenzucker geraspelt 39 Mark pro 100 Kilogramm brutto inklusive Sack exklusive Zuckerstener. Holländisches Superior Kartoffelmehl au8 erster Hand je nach Marke ab Holland 19 bis 20 holländische Gulden. Borsten. Die erste Iulihälfte brachte den Leipziger Kommissionslagern noch gute Umsätze, wenn sich auch schon die Ferienstimmuüg bemerkbar machte. Holland. England, Skandinavien, Böhmen, Oesterreich und die Schweiz traten neben dem deutschen Handel und der Pinselindustrie als Käufer auf. Diese ist nach wie vor gut beschäftigt, während sich in der Lage der deutschen Bürstenindustrie bisher keine Besserung zeigt. Gebleicht« Sorten wurden billiger; sie sind um ungefähr 20 Prozent billiger als vor zwei Wochen und ihre Herstellung, ist angesichts der Rohmaterial- und Arbeitskosten verlustbringend. Die Preise der übrigen Sorten sind unverändert. Pinselware liegt eher etwas fester, während spezifische Bürstenware eine Kleinigkeit schwächer tendierte. Börse für landwirtschaftliche Produkte. (Eigenbericht der' „Wiener Morgenzeitung".) Trotzdem von den transatlantischen Märkten gestern ruhigere Berichte Vorlagen und auch die Bndapester Meldungen der Ansicht Ausdruck gaben, daß die anfwärtsstrebende Preisbewegung ihren Kulminationspunkt erreicht haben dürsie, sprach sich die Tendenz des Wiener Marktes neuerdings festes aus. nachdem fortgesetzt enttäuschende Ernteberichte aus unseren Bezugsgebieten vorliegen. Weizen wurde in alter und neuer Ware mehrfach zum Umsatz gebracht, wobei die höheren Preisforderungen willig zugestanden wurden. Für alte Gerste zeigt sich ziemlich reges Interesse, nachdem allgemein>die Annahme Verbreitung findet, daß die Ernte in Oesterreich sowie in der Slowakei einen Minderertrag in qualitativer und quantitativer Beziehung liefern wird. Hafer tendiert durchwegs unverändert, bei vollst behaupteten Preisen. Die Ernteausfichten werden in ven früheren NationalstaatewMgünstjg.begrteilt, dagegen soll der Stand der Pflanze^ mMeöetösterreich durchaus zufriedenstellend sein. Das Mchlgeschäft ist ziemlich lebhaft, der Kaufbegehr erstreckt sich auf alle Möhlgattungen, die trotz wesentlich erhöhter Forderungen in ziemlich beträchtlichen Mengen ausgenommen werden. Es notieren pro Kilogramm ab Wien inklusive' der Warenumsatzsteuer: Weizen inländischer 3500 bis 8600 K., ungarischer Theiß 4000 bis 4100 K., Roggen 3150 bis 3250 K., Mais jugoslawischer oder rumänischer 2800 bis 2900 K.. Hafer inländischer 2950 bis 3000.K., ungarischer 2950 bis 3050 K., rumänischer 2750 bis 2850 K., Hirse 2300 bis 2400 K., 'Heu niederösterreichisches lose süß *100 bis. 1200 K.. halbsüß 7H0 bis 850 K., Röggenbundstroh gepreßt 950 bis 1050 K. (ab Station). Weizengrieß inländischer 6400 bis 6600 K., Weizenmehl Nulter' inländisches 6300 bis 6400 K., ungarisches 5600 bis 6200 K., amerikanisches Vollpatent 6300 bis 6700 K., Brotmehl inländisches la 4300 bis 4500 K., Futtermehl Ia 2900 bis 3000 K., Roggenmehl toi. Ia 4800 bis 4900 St., Kleie 1825 bis 1875 K. f Wiener Holzbörse. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) Die gestrige Holzbörse blieb geschästSloS und nur geringe Mengen lagen zum Verkaufe vor. Interesse war für Buche %'V,, 4 und 6 Meter aufwärts. Erhältlich waren von Nadelholz-Rundholz Längholz von 20 bis 35 Zentimeter 'zu 230.000 K. und ebenso Blochholz ab niederöfterreichtscher Station, Grubenholz 10 bis 20 Zentimeter zu 205.000 K. ab niederösterreichischer Station. Von N a d e l h o l z - S ch n i t t m a t e r i a l: Gerüstpfosten 50 Millimeter von 20 Zentimeter aufwärts zu 555.000 K. ab Wien, Kistenware 18 Millimeter 9 bis 17 Zentimeter 4 bis 6 Meter zu 410.000 K. äh niederösterreichischer Station, Latten gebündelt 3 bis 6 Meter 26/50 zu 500.000 A. ab uiederösterreichischer Station, MadrieS zu 620.000 K. ab nied.er- Ssterreichischer Station, Lärche Pfosten 80 Millimeter 20 Zentimeter aufwärts besäumt zu 850.000 K. ab Wien. Wiener Warenbörse. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) Zum öffentlichen Verkaufe gelangen am 2b. d., 7*11 Uhr, elektrische Autohuppen, elektrische Glocken und Kunstblumen, ' um 11 Uhr Kamnlgarn und Gabardine, um 1 Uhr 2000 Kilogramm Szegediner Paprika transit. BanmwoLmar». New-Dork, 22. Juli. Baumwollzusudren in den atlant. ind Golfhäfen —im Innern —, Ausfuhr „ach Großbritannien —, nach dem Kontinent —. Lokalmarkt wiäälwg: 33.95 (letzt. Kurs 33.40). Tendenz: Fest. — Termine: Juli 32.95, August '2)3 6,2, September —, Oktober 27.28, November —, Dezember 26.50, Jänner 26.39, Februar —, März 26.60, April — Mai Juni Berliner Börse. Berlin, 28. Juli. Die Börse zeigte heute eine regere Tätigkeit. Auf allen Umfatzgebieten bestand Nachfrage, die bei der Zurückhaltung der Effekten bositzer meist nur zu anziehenden Kursen befriedigt werden konnte. Die schweren Montanväpiere gewannen 1 bis 2, Deutsche Kaliwerte 2 Billionen Prozent. Lebhaftes Interesse bestand 'auch für A. E. G.-Mtien, hie um 8 Billionen Prozent anzogen. Die Auswärtsbewegung. machte später allerdings mir geringe Fortschritte, doch blieb die feste. Stimmung bestehen. Die Spekulationrealisierte unter dem wechsrlnd'n Eindruck der Son^ncr Kcnftrenz schon bei mäßigen .f."rs"2winnen..Kriegsanleihe bewegie sich unter ihrem gestrigen Stande. . (Alles in Billionen von, Mark.) S ck l n ß! u r-s e: Türkische Lose 20.5, Oesterr. Staatsbahn 2b.-. S.'ordd. i Llovd 4.4. ' Ver. Elbeschiffahrt 1.9. Berliner Handelsgesellschaft 24.5. Kommerz. Privatbank 4.12, Darmstädter Bank 7.—, Deutsche' Bank J3.—, DiSkonto- KommanIHt 8.75. Dresdner Bank 4.875, isiationalbank für Deutschland—.—. Oesterr. Kredit,0.325. Oestein:. Länderbank —. RelchSbcmk 38.75, Wiener Bankverein 0.225, Wr. Unionbank 0.275. Allo. ElektrizitätS-Gesellichast 8.—, Bochumer Gußstabl 45.75. Daimler Motoren 2.1. Deutsch-Luxemburger 47.—, Deutsche Maschinen 4.5, Dvnamit Nobel 5,75 Felten u. Guilleaume 18.4, Gelsenkirchener Berg 47.75, Th. Goldschmidt 9.—, Harpener Bergbau 53.75, Hirsch Kuvfer 16.87. Höchster Farben 10.—. Hohenlohe-Werke 16.25, Laurahütte 4.75, ManneSmannröhren 25.12, Phönix Bergbau 25.95, Scknckert u. Eo. 30, Siemens n. HalSke 40.5, Telephon Berliner 3.7. Goldanleihe 4.2. Dollarschatzanweisungen 80.6. Prager Börse. Prag. 23. Juli. Teckungskäufe der Kontermine und einzelne Spcft'wticnskäufe hatten eine etwas freundlichere Stimmung zur.Folge. Die Befestigung ging von Zuckerwerten aus, über auch andere Industriepapiere verzeichneten nennenswerte Besserungen. Aus dem Anlagemarkt gaben die meisten Werte im Kurse nach. Vierte Staatsanleihe war gut behauptet. Für Stadtanleihe und «Ban!schmdverschr''ibungen bestand kein Interesse. Am Exotenmarkt besserten sich Iagodiner und Jpar, Rako waren zu höheren Kursen angeboten. Der Schluß war mäßig gebessert. S ch t n ft k n r s er Türk. Eisenbabn-Anleibe — Franken —, Böbm. Nnionbank 390.—. Böbm. ESlomvtebank 889.—. Böhm. Jndns^-inlbank 417.—, ZivnosienSka Banka 398.50, Anglobank 90.50 Ceflcrr. Kredit 72—, Wiener Nnionbank 71.50, Wiener Bankverein 53.—, Bnschtiehrader Eisenbahn Lit. A — - Lit. B —, FerdinandS-Rordbabn 5530.—, Prag-Tuxer 151.—, . Aussig-Tevlitzer Eiienbabn —, Nestomitzer Zuckerindustrie —. Vereinigte Elektrizität Wien 106.—, Brosche 1076.—, Koliner SviritnS 1001.—, Kouig^bofer Zement 938 — , Breitfeld-Danek 474 50, tllingboffer 678.—, Simmerinaer 93 50. Rotbsosieletzer Textil 304.—. Alvtne Montan 181—, Poldihiitte 301.— . Prager Ei-e s^öO.—. Oesterr. Berg u. Hütten 2945.—. Skoda 607;—. Jnwatb 238.—. Dudavester Börse. Budapest, 23. Juli. Tie Anfan"skurft der heutigen Börse bewegten sich unter dem gestrigen Niveau. Die flaue St im- , mung hielt auch später an und cs er'iben sich bis zum Schlüsse . .Kursrückgänge von 5 Prozent. In der zweiten Börsenstnnde herrschte völlige Geschäftsstille und es kam nur ganz verein- : z.e? zu Abschlüssen. Die meisten Notierungen waren nur nominell. Schl:'ßtendenz flau. Verkehr gering. Wochengeld wurde . mit zirka 0,56 Prozent gehandelt. (Alles in Tan'rnden von Kronen. > S ch I n ß k u r t e: Britiich-llna. Bank 48.—, Nng. .Kredit 580, Oesterr. Kredit 165, Salao Kohlen 592. Rimamnranver 130, Cüdbahn 60.—. Staatsbahn 530.—. Angl"dank —.— Gran- Szaszvarer —, Obernng. 2'erg-Hütten 460.—, Tra'cke- : Ziegel —.—, Ung. allg. Kohlen 3150. llrikanv Koblen 1025, Koburg —.—, Spodinm 140, Clotilde dient. Fabrik 56.—, Ung. Eisenbahnverkehr 210l Verein. Holz 20,^-, Adria 1125.—. i Sie Devisenkurse. ' ^Zürich, 23. Juli. (Devisenkurse' von 12.15 Ubr. Von der Schweizerischen Kreditanstalt mitgeteilte Mittellurse.» Berlin pro Milliarde (-.—), Holland 908.- (908.50), New-Nork ' 543.— (543.50l. London 23.94 (93 88t. Pari? 98.07 (23.02), Mailand 23.50 (23.52), Brüssel 25.15 (25.05;, Kopenhagen 88.— (87.75), Stockholm 145.75,(145.-). Ebrisiiania 73 — ,73.-). Madrid 72 50 (72.50), Bueno? Aires. 177'bO (178.-), Präg 16.12»/, (1612'/,), Budapest 0.0069 (0.0069), Bukarest 2.42 . (2.45), Belgrad 6.47'/, (6.47'/.), Sofia 4.- (4.-). Warschau —Wien 0.007650 (0.007650). Berlin, ,93 Juli. «Devisenknrie.) (In Goldmark für 100 Einheiten mit Ansnal.me von Buenos,Rew-Dork, London,Javan und Rio für 1 Einheit, Wien und Budapest für 100.000 Ein- ' heiteu.i Amsierdam 160.40 (160.45<, 8'elaie» 19.35 (19 85;, Ebristsauia 56.06 (56.06;, Kopeubaaeu 67.73 (67.73;, Stockholm 111.57 (111.57;, Jtalieu 18.15 (18.125,. London 18.45 (18.425,. New-Pork 4.19 (4.1V). Paris 21.625 (21.65). Schweiz 77.11 (77.26;, Spanien 55.96 (55 46;, Wien 5.915 (5.915), Prag 12,45 (12.45;, Budapest 5.165(5.165;, Sofia 3.01 '3.01,. Belgrad 4.96 (4.96). Berlin, 23. Juli..(Notenknrse.) (In Goldmark für 100 Einheiten mit Ausnahme von Dollar und Pfund für 1 Einheit, österreichische für 100.000 Eitlheiten und polnische für 100 Zloth.) - Roten: Dollar 4.19 .(4.19), Pfund 18.41 (18.39), Italienische 18.15 (18.12Lesterreichilche 5.96 (5.97), Polnische 77.11 (77.26;. Tschecbo-slowakische 12.42 (12.42,. Budapest, 23. Juli. (Kurse der Tevisenrentrale.) — ' A.msterdam 30.680 bis 31.180, Bukarest 840.- bis 355.—, Koven. : Hagen 12.980 bis 13.190.Chrlsttania 10.760 bis 10.940.Londou 863.000 bis 858.600, Berlin bis —Italien 3450 - bis 3520.- 'Paris 4140 - bis 4240-, Prag 2370.- bis 2420.-, Stockholm 21.350 bis 21.700, Zürich 14.750 bis 14.980. Wien 1,1280 bis 1,1470, Sofia 685.-bis 600.- Agram 940.- bis 960.-. New-Bork 80.100 bis 81.400, Warschau bis Brüssel 3710.- bis 3780.-. Prag» 23. Juli. (Devisenkurse. — Mitgeteilt vom Bankamte des tschecho-slowakischen FiuonzministeriumS.) — Berlin*) 8.03-/. (8.04), Zürich 616.60 (616.50), Paris 175.87 (176.37), London 149.30 (148.80-, Rew-Uork 33.95 (33.95). Belgrad 40.12 (40.12h Btlkarest 14.55 (14.77'/,), Wien 4.71 (4.71'/,), Warschau-I-) 649.50 (649.50), Agram —.— (—-.—), Budapest 4'/, (3.93'/,), Jugoslawische 40.25 (40.25), Oesterreichische gestempelte Krone 4.72 (4.72), Polnischef-) 644.— (644.60), Ungarische 3.95 (3.89). *) per Billion, f) für 100 polnische Gulden. Pelgrad, 23. Juli. (Devisenkurse.) London 872.87 bisParis 444.—bis-Mew-Aork 84.50 bis —, : Genf 1561.- bis Saloniki bis Mailand 366.- bis —Prag 251.95 bis Berlin bis Wien 0.1199, bis-.-, Bukarest 37.60 bis Sofia 61.75 bis —. Budapest 0.112 bis —. BMel 394.— bis —.—, Amsterdam - bis —.—, Warschau — bis , Agram, 23. Juli. (Devisen.) Wien 0.1198 bis — .- Berlin bis Budapest 0.104, Bukarest 87.12 bsS —, Jtalieu 866 45 bis —. London 874.75 bis —, lllew-Pörk 84.60 bis —, Paris 446— bis Prag 252.75 bis Sofia, -bis Schweiz 1563.- biS —.—, Brüssel —bis —.—, Warschau bis — Amsterdam —bis —, Stockholm —.— bis —. Marschau, 23. Juli. (Devisen.) Berlin —.,— bis —.— London 22.74 bis 22.96, Newport 516.-bis 5.21. Prag 15.83 bis 15.47, Men 7.28 biS 7.85. mmm j;eipi fuss.balüroman von sidney, , Nachdruck Vorbehalten. . . ' 14. ffor(!»Lu»g. Aber mm weiter vom Goscy-älft zu fiprechrn — wir zahlen Ihnen die Maximal-gagie von neun Pfu-n!d pro Woche un«d innerhalb fünf Jahren eine Ncmnncralion, wenn Sie so lange bei uns bleilben. Ich habe die Zust'ummung der Direktoren dazu, Ihnen das beste Angebot zu machen, das ein junger Spieler erwarten kann. Hampton Villa 'hat, wie Sie vielleicht gchört haben, einen besonders guten Ruf betreffen^ der Art und Weise, wie der Klub seine Spieler behandelt. Da,zu kommt noch der Vorteil eines zwar kritischen, aber sehr guten Publikums. DaS Spielfsld ist das beste im ganzen Lande und Ihre Klubkanreraden sind durchwegs Gentlemans. Wir engagieren nur Leute, auf diese Bezeichnung Anspruch echeben können. Ich habe mich inzjlvifchen nach Jihrem ,, Leumund", wenn ich so, ohne Anstoß zu erregen, sagen darf, erkundigt." „Und an mir ist nichts ans^ufetzen?" fragte Marr. „Ich versichere Ihnen, iMr. Marr, daß Sie in je>der Beziehung eine Zierde für Hampton Villa sein werden. Ich habe einen Kontrakt in der Tasche." . „Bemühen Sie sich nicht, Mr. Moorfiehd. Ich ixmfe Ihnen, für alle Artigkeiten, die Sie mir gesagt haben, aber ich werde-nicht unterschreiben." „Was?:Für Hampton Villa nicht," staunte der Werber, als .ob er. seinen eigenen Ohren nicht trauen Imutte- „Warum nicht?" „Weil ich bei Hollywood bleibe." . „Mer die Mannschaft geht doch auseinander. Wie d'e. Dinge jetzt stchen, existiert sie in einer Woche nicht mehr!" „Das mag sein, Mr. Moovfieild, aber ich bleibe bis zum Ende! Ich wäre ein schöner Lump, wenn ich den Klub jetzt, wo er im Unglück steckt, verlassen wollte. Wenn Hollyivocd wirklich aufgchört 'hat zu existieren, dann wird es m'ch freuen, Ihr Angebot zu evtvägen, aber für jetzt kann ich Ihnen nur „Nein" sagen. Sie werden mich sicher verstehen." Mr. .Moorfield, der Kaperer, dem Sentimentalität fremd war, strich seinen langen Schnurrbart und streckte dann, dem jungen Mann die Hand entgegen. . ,^J.ch sollte es eigentlich nicht sagen," anttvortete er, „aber ich bewundere Sie, daß Sie so denken, Mr. Marr. Ich,se!he, daß Ihr Entschluß fest steht und so will ich Sie jetzt nicht mehr drängen. Aber ich bitte um Ihr Versprechen, daß Sie Hampton Billa beitreten, wenn Hollywood aufgelöst wird." : ,/Gewiß! Das will ich Ihnen versprechen!" ,/Gut. es bleibt also vorläufig dabei". ,<Hier," — er zog eine Brieftasche heraus — „ist Name und Adresse unseres Klubsekretärs. Ich schreibe ihm noch heute ausführlich unid mache ihm Mitteilung von unserer Unterredung und Ihrem Versprechen. Wenn Hollywood liquidiert, werden Sie ihm telegraphieren, ja?" „Ja,' aber ich sage es Ihnen offen, so sehr ich die Ehre zu schätzen weiß, für Hampton Billa zu spielen, ich würde ein solches Telegramm nur mit schwerem Herzen absenden. Es' wäre eine Sporttvagödie, wenn man meinen Klub untergchen ließe." . .,/So, so!" murmelte der Kaperer, besten Gedanken scheinbar bereits anderswo waren. „Ich dachte eben daran, daß mit Ihnen im Zentrum Hampton Villa sich glatt in.das CuPfinäle dnrcharbeiten müßte!" Der.Hollywoodspieler lächelte. „So! Und Hollywood?" fragte er. „Ausgeschlossen!" entschied der andere. „Nun, Sie halben jedenfalls meine Karte. Ich muß jetzt fort, bin morgen in Gsasgow fällig. ^Wirklich ausgchchilossen," antwortete Marr, als er sich von seinem Gast verabschiedete. „Nun, wir wevden ja sehen." ‘ :; Der Kaperer beugte sich zu ihm und Msterte ihm ins Ohr. . „Nehmen Sie meinen Tip. Wenn Sie heuer noch eine Cppmedaille tragen wollen, daun kommen Sie so rasch als möglich zu Hampton Billa. Es ist in diesem Jahre die beste Pokalmannschaft im Lande. „Sie vergessen Hollywood!" lachte Marr und schloß die Tür hinter seinem Besucher. 9. Kapitel. Eine stürmische Versammlung und ihr Ergebnis. . ■ Den Nachmittag verbrachte Dick auf den Hüg-el^ welche' die Stadt in weitem Bogen umranden, kam zwar ermüdet, aber geistig erfrischt wieder nach Hollywood zurück^ Ungeduld verzehrte ihn; er fühlte, er würde kaum imstande fein, bis zum nächsten Morgen ans das Ergebnis der" Versammlung zu warten, die über das Schicksal fernes Klubs entschulden sollte. Sobald er Margary nach dem Kino nach Hause gebracht.haben würde, wollte er sich bei Ben aufhalten nnd sich nach Neuigkeiten erkundigen. ■ „Das Schicksal des Hollywood-Clubs!" gellte die schrille Stimme eims Zoitungsjungen an sein Ohr. gerade als er vor seiner Türe stand. - . (Fortsetzung folgt.)!

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