Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1950 (20.7.1924)
- Date
- 1924-07-20
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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I f I Mt«« "'”rr;■ m. M im 19W vmusamkeite« der Numeru» clausus. Sefte 'IS . Me«, SoüÄkÄH mich auftnunternd an. Ich murmelte irgend etwas, was hoffentlich wie: „Gewiß,- gewiß!" geklungen hat. Dia Dame war oh meiner geringen Begeisterung beleidigt und fügte zärtlich zu .dem Mädchen: „Du nmßt dich - nicht fo Hinreißen lassen, mein Liebling, weißt du, -cs gibt Menschen, die nicht gelernt haben, sich zu beherrschr::." Ich stehe von meinem Versuch, die Wa nd zu erklettern, ab, nrch das Kind setzt das Intervall' mff dreißig Sekunden herab... s ^rrstan"-Aufführung. Süß und keusch zieht die „traurige Ameise" durch den Saal. „Ich muß dir noch erzählen, wie verrückt wir gestern wieder waren," flüstert die blonde Keine Frau hinter mir ihrer'Nachbarin zu, und die . antwortet in Tristans halb geflüsterte Worte hinein: „Nimm dir doch noch von den Dchmel-Zuckerln; der Ra-abler hat sie mir spendiert." . thtJ> dann sagen mir die Leute imyrer wieder: Jeder WenD hat die Nachbarn, die er veckient! K. M. zwei FeWchkeiten in Deutsch-Wagram der» bote». .Die Bezirkshauptmannschaft. Mocidsdorf-llmgebung hat die für heute ge p lan ten Feste in Deutsch-Wagram, und Max das Volksfest, des Athletik-Sportklubs „Sparta", das mit ymean Schauturnen der tschechy-flowakischen Arbeiterturnvereine. Wiens und. der Freien Turnerschaft, Deutsch- Wagrams verbünden fein, sollte, und das „Deutsche Volksfest" hes deutschen Turnvereines Deutsch-Wagram aus Gründen der öffentlichen Ruhe und Ordnung, untersagt,, weil sie. in dem gleichzeitigem Stattfmden zweier Feste,- deren Teilnehmer verschiedenen Parteirichtungeu. 'angchören, wobei eme für Deutsch-Wagram übergroße Menschenmenge ' zusimmengeführt wird, eine. Wahr, für die öffentliche Ruhe. Mb Ordnung eMickt hat. Hiezu wird uns mitgeteilt: Es handelte sich um ein Turnfest eines tschecho-flowaki scheu Sportklubs, zu dem auch die sozialdemokratischen -ArLeiderturnvereine eingeladen. war'^n. Die Hakenkreuzler waren' 'der'Mtrnung,. daß.' nwr' sie'«Feste veranstalten dürfen, und' 'trafen Vorbereitungen zu einem „Deutschen Volksfest". Um Zusammenstöße zu. vermeiden, die bei der nicht genügenden Gendarmeriem annschaft von Wagram lycht zu' einem Unglück führen könnten, wurden beide Feste verboten. - ' Sk Ravas will endlich besinne«. Der Umbau der Radiostation Stub.enring ist in ein neues Stadium getreten. Der.Einbau des definitiven Senders erfolgt in zwei. Abschnitten. Infolge der für den ersten Abschnitt nötigen , baulichen Veränderungen unterbleiben während dieser Heit, das ist bis 4. August 1924, die bisher dreimal in der Woche stattsindende» Sendung en. Vom 5. August 1924 an, werden wieder Sendungen vorgenommen werden, jedoch dürfte es in der Folge bis zur enLgültigen Aufnahme des Bettiebes, das ist am-1. September 1924, möglicherweise zu einer nochmaligen- Unterbrechung kommen.. Da'das Telegraphengesetz', das den Radioverkehr rogelr, vom Nationalrat angenommen wurde, könnte nunmehr endlich der ordentliche Betrieb rasch eingeführt werden. Das Radiogesetz beruht auf dem Grundsätze des Monopolsystems. Die Konzession ist bekanntlich einem Unternehme erteilt, au dem außer dem österreichischen -Bundesstaat das Kreditstytitut für öfstntliche Unternehmungen, die der Gemeinde Men gehörige „Gewista" und die Steirerbank mit je 81 .Prozent beteiligt sind. ' ' I' Wien, 20. IM. - . * Goldene Hochzeit. Am 12. d. feierten int Flovidsdorfer Lemvel Herr E z e ch i°e l H a a s, Tischlermeister, und seine Gattin Berta - das Fest der goldenen Hochzeit, -ei welcher Gelegenheit Rabbiner Dr. Rose ttian«, eise Festrede hielt, iy welcher er den Handwerkerstand vom Gesichtspunkte des Modernen Judentums würdigte. Da8 Jubelpaar wurde vom Obmann des Floridsdorfs? TempelvereineS Md den Vertretern verschiedener anderer Vereine beglückwünscht. * Großer Grundkauf durch die Gemeinde. Die Gemeinde Men hat von. der RealitatenmUernehmung Julius Frau k l 1,867.814 Quadratmeter Bau g.rüud e. angekaust. tpn denen 804.675 Quadratmeter parzelliert find. ES handelt sich um 800 Baustellen. Der Kaufpreis beträgt gegen 8^,7 Milliar d en K r>o tttti. Der Gemeinderatsausfchuß Pr Wirtschaftsaugelegenheiten hat den Kaufvertrag einstimmig genehmigt. * Eine Bande von Auswandererschwindler». Das Wiener Sicherheitsbmeaü hat dieser Tage wieder eine der Schwäckler- Lcmde« verhaftet die europamüden Auswanderern unter' b& Vorspiegelung, Reisedolmnente und Schiffskarten zu besorgen Md sie nach Amerika zu bringen, Geldbeträge herausloch«. Da» eine Mitglied der Bande trat al8 Pap ti tareifender, ein emdereS als Sammler yon u n g a r.i sch en Schwämmen attf und beide versprachen auswanderungsluftigen Ungarn, sie nach ßub a Md Hu v an n a zu bringe«. Sie arbeitete» natürlich W. gefälschten Pässen. Beim Ueberschreiten der ungarischen Grenze wurom sie verhaftet. Der einenamens Kaplan ist bereits zehnmal bis zu füufIahren wegen Betruges, Veruntreuung Md Urkundenfälschung, der andere namens Lorenz auch einigemale vorbestraft. Der dritte im Bunde ist der Wiener Hausbesorger Ru es ch, der vierte namens Rudolf L o r e»t ist flüchtig. > * Die Verhaftung des Rädelsführers . der Zwittmier Idaubmörderbande. Gestern U im Wiener Gichechertsbursau eine Depesche aus Glashütten, in Sachsen eirPetroffen, idätz dort auf Grund der Kurrende -des Wiener SichÄhetisbureaus Johann R-edoma, das Haupt der Raubmövbevbande, die zjwei Schwestern. in Zwittan -ermordet hatte, verhaftet wtfe dem Landgerichte emgeliefert worden D. Es ist-nunmehr die ganze Bande der smr-gen' Raubmörder in sicheren. Mvahrsam gebracht. . ' * Die »SMstwehr". Die diesiwöchige Nummer . der Pvager ,-SMkwchr^l erscheint <M , Gedonmummer -anläßlich dev 20. WäedeÄehrdes Todestages, Theodor Heyzlsin:mt verstäÄteM Umfange und nM -einer illustrierten Beilage? Aus dem Inhalte sind besonders hevvorzuhelben: HerAl-Godenkblatt Mt Beiträgen von Hg'ns Kahn, N. Sämüölh, Dr. Miriam Das sozialdemokratische Mitglied d-rr ungarischen NationalversammlungEmil Pi kl er erzählt im „Egheulöseg", wie er, von -seinem. Grundsatz, keine- Protektion - in öffentlichen Aemtern zu üben, abweichend,- wegen Aufnahme^ eines jüdischen Studenten bei einem Dekan der Budapester Universität intervenierte. Pikler sägt wohl nicht, bei welcher Fakultät er Vorgesprächen hat, aber aus feiner Erzählung geht hervor, daß es sich um die Fachabteilung für Maschineningenieure an der Technischen. Hochschule handelt. . „Der Dekan ist ein lieber, freundlicher Herr. Ich nannte chm de« Zweck meines Kommens, daß ich einen Studenten, einen braven, tüchtigen Jungen, seiner Gunst und Gnade empfehlen möchte. Er ist ein armer Bursche und — Jude. Ein ausgezeichneter Schüler. Der Dekan antwortete: „Wenn es nur eine Möglichkeit gibt, werde ich ihn ausn-ehmen/' Er sagte das offenbar auS gutem Herzen, aber ich kenne scklche Antworten. Minister pflegen Abordnungen solche Antworten zu erteilen. „Wenn es nur eine Möglichkeit gibt..." Diese paar Worte entscheiden über das Leben und die- Zukunft, -über die Hoffnungen der jüdischen Studenten. Ich weiß,'daß die Dekan« einen sehr schweren Stand haben; es ist mir bekannt, daß im chemischen Fach, bloß ei n jüdischer Student Aufnahme finden kann. Ich weiß auch, daß in der- Fachabteilung - für Maschineningenieure .für. 20 bis-25-und in' der medizinischer Fakultät nur für 5 bis 6 -jüdische Hörer Platz - ist. Insgesamt! 'Auf der Abteilung des Dekans, bei dem ich vorsprach,- dessen Namen,ich jedoch verschweigen möchte, -ist die Aufnahme von etwa zwanzig jüdischen Hochschülern möglich. Auf diese-, zwanzig Plätze sind bisher Gesuche von .achtzig jüdischen. Be- Werbern 'erngelauftir. Achtzig d'örschrfftsmäßig adjustierte Ge-- 'uchel-Der Dekan bemerkte: „Alle achtzig kommen von Studenten, die ..' die Reifeprüfung mit Auszeichnung bestanden haben..." ,.v Ich blickte dem Dekan.-.in die Augen und fragt-: „Was machen Sie nun mit diesen achtzig vorzüglichen Zeugnissen? Wie wollen Sie aus ihnen die zwanzig auAvählen?" Der Dekan antwortete erst nach einigem Nachdenken: . „Es gibt keinen,-der die - - Grausamkeit mrd UngerechttKeit des Numerus clausus so sehr empfindet wie ich, der zwischen gleich vorzüglichen und hervorragenden jungen Leuten wählen, über Existenzen entscheiden soll, während mir die Hände ge-- bunden'sind. Zwanzig von achtzig vorzüglich Maturierten! Ein peinvoll schweres Problem. Aber ich bemühe mich, -gerecht $t'- sein. Ich berücksichtge die Beschäftigung der Bätet, und: wenn ' ich sehe, daß der Sohn die gleiche Laufbahn betreten will und däß Aussicht vorhanden ist, daß det Sohn' den Beruf seines. Baters. wird f-ortsetzen -können, so setzte.,ich mich dafür Än, däß , der SÄhn ausgenommen wecke. Derjenige aber, der jetzt eine neue Laufbahn beginnen will, ist allerdings im Nachteil." . Ich wurde nachdenklich . Dieser wohlwollende Mensch ver-. mag sich bei seinem besten Willen höchstens bis zum Kasten- Scheuer und -JugeiMldinissew -Äheodor - .Herzls' und: :BiNtn. a.-u sder tschLchoHowakischen Kolonie Nur-is. Außerdem: Alur Frage einer Nationalanileihe.- Die Jerusalemer Universitäts« vMothek. Dr. Berieisch über -die jüdischen und MinoritätSfragen: Feuilleton: Max Brod ,Me Reitgerte", aus seinem unv^MuÄichtenRvman „David Reubewi". U-eberdieS Frauen- und Sportzeftung. BepkaufKPveiS dieser Nummer 6000 'K. ErWÄch bei Gvlhschmli-dt, Woltzeile. -und Lagler, Kuntzgasse. * Der älteste iüdiicke i*t Deuckcklaud. Die Orsgrupipe Konstanz des Rei^bundes jüdischer Fron-tisoR>atrn führt als Mtgli-ed einen 6Sjährigen Kviegs-teilnehmer Michael.L ion -aus Viillingen. Lion machte den FeWWg 1M6 und M0 mit und ^beteiligte sich an folgerchen Kämpfen: Schlacht bei Wörth,. Belagerung von Straßburg», Gefechte bei-MA- . Hausen, Bient de Nets. Erean, Schlacht bei Nuits und an der LMve. Ms Ka-mpisaustzeichmmg erhiG er vier Gedeulkmünlzen. . 0J. T. A.) * Ein Bedmnenstamm will zum Judentmn Übertrete«. AuS Jerusalem wird der I. St. A. geschrieben: Gm Beduinenstantm. der den Namen Al Shmalni führt und fetzt in -der-Nähe von Safed sein Lager ausgeschlagen hat. wandte sich an die palästinensische Regierung mit dem Ersuchen, die Angehörigen des Stammes darin.zu unterstützen, daß sie zum Judentum übv rtret en können. Sie seien nach ihre« Traditionen Nachkommen von Juden nrnd wünschen nun, zu dem Glauben ihrer Väter zurückzukchren> ' '! * Sträflicher Fanatismus. Die judischnatiönale Organisation. die schon bisher überall, wo sie in Tätigkeit ist. wertvolle Aufklärungsarbeit geleistet hat, hat ganz besonders in Osteuropa, wo die 'Wischen' Mässen gleich den übrigen Vollsmassen jahchundertelang in Unwissenheit gehalten wurden, noch sehr wichtige AuskLärungsaufgaben 'zu erMen. Sie muß es dahin bringen, daß Falle, wie der folgende uns aus Warschau berichtete, unmöglich werden. Im Städtchen Korezew bei Warschau drang vor einigen Tagen der dortige orthodoxe Rabbiner mit einer Anzahl handfester fanatischer Anhänger deS Nachts in die Räume der dortigen -jüdischen JugendMliothek, ließ die Bücherschränke aufbrechen und aus ihnen 250 Bände fortschaffen, die dann in der. Lehrstuhe des Rabbiners im O-sen verbrannt wurden. .Die duxch dieses unglaubliche Autodafe schwer betroffene indische -Jugend war begreiflicherweise über die unerhörte kulturwrdriae Lat entsetzt und veranlaßte eine. Interpellation im polnischen Sejm über dieses unter drm Schutze der Polizei verübte Verbrechen. Vorläufig wurde der Chef der Ortspoltzai wegen Bernachlässiguna seiner Pflicht seines Amtes enthöben. Hoffentlich ereilt auch die Feinde der Aufklarun-g her.Mischen.. Jugend' die ihnen' gebi'chrende, Strafe,; * Rresiinwachtzrand. Aus Löndchr wfch gemeldSt: Im Wbschnitt Br-ianvl«s wütet ein - MeserllväMxüjck.Alle? Geholze Stehen rn 'Fla-imnen -u-nd das Feuer greift um sich. Drotz aller. LöschungSarbeiten der Gendarmerie und des. MilitöhiS -Umfaßt ,der Brand' beveiis mchverr 5kilÄ«eiei. Prinzip emporzufchwiugeu. Ich fragte -deshalb: „Wenn aber sich unter jenen, die auf solche Weise ins 'Hin'tertrMen geraten, ein Talent besticket, das die Welt in Staunen setzen würde? Ein Semmelweis, ein neuer Edison, Bambery oder. ein neuer ungarischer-Csemegi?" Der Dekan antwortete mit -einer HaMe-wegung, die seine Resignation verriet: „Der Numerus clänsus!'... Ue'brigens — sagt er fortfahrend — sind mir auch ganz sonderbare Fälle vorgekommen. Man hat keine Ahnung^ welch möckerischer Kampf oft um einen einzigen solchen jüdischen Platz geführt wird. Persönlichkeiten höchstens Ranges "erscheinen als Protektoren eines jüdischen Studenten. Wissen Sie, Herr Abge- . ordneter, daß im vorigen Jahr Seine Hoheit'-. ' Erzherzog Josef . . für einen jüdischen Studenten bei mir -intet. >. ' l Zweifelnd blickte ich -auf den Dekan,'dieser ir.t erzählte weiter: . „Jawohl. Erzherzog Josef in eigener Person. Im vorigen Jahr zu S'.mesterbeginn erschien der Erzherzog in meiner Knngle! und überreichte mir das Gesuch -eines'ji>d.ischen Studenten, -er auf 'meiner Fakultät inskribieren' wollte. „Dieser Junge — trug mir der Erzherzog sein Anliegen vor — hatte zwei Brüder, zwei gesunde, stramme Burschen, Beide dienten in meiner Armee und beide haben an einem und demselhr.« Tag a-n der italienischen Front - , / . i den Heldentod gefunden. Ihr Bat-r kam nun zu mir nick bat: Hoheit, ich habe I h n e n z w e i L -e b e n . r ‘iiQ ebe it. Ich bitte nur um eines: Als Ersatz für. meine beiden gefallenen Söhne'r et'l en Sie mir den jüngsten, den Drrtten!..! Bringen Sie mir ihn an die Univevsirät!..." . . r Der Dekan hielt einige Augenblicke Inne und sagte bannt „Diesen jungen Menschen habe ich aufMoMmen. Ich hatte aber auch einen noch merkwürdigeren -Füll von'. Protektion. Ich war, seinerzeit Schüler am Gymnasium, .in R ä a b. - Als ich Universitätsprosessnr wurde, stiftete ich ast dieser Mttelschule ein Stipendium, dessen'Erträgnisse jener -'".Schüler, erhalten sollte, der alle acht Klassen mit lauter „Vorzüglich" besteht. Bor einigen Tagen teilte mir bi-v Schuldir-eEtion in Rväb mit, daß in diesem Jahr ein lüdrscher Siud.ent.all'den schweren Bedingungen?ntspr->chcu 'habe. Der PchMrper-:fragte, ob er dem jüdischen Studenlpn das. Stitzendimn. aussckl-gen könne, und bat, mich gleichzritlg, diesen ausgezeichneten' jungen Juden in die Universität' auszunehmen. Ich bemühe wich.-, nun,'diesen Preisträger meines Stipendiums, durchzübringen und -ich werde auch alle Mühe, darc.nsttzen, den von Ihnen, Herr. Abgeockneter, emPfohUnen jüdischen Studenten die Aufnahme zu bewirken." .So. weit die Erzählung des Mgeocknestm^ PMr, Hundert« - jMstber, lernbegieriger 'Schüler,' unter dene: >, eS. auch — wir wir soeben erfuhren — auch eitte ansehnliche Zahl ausgezeichnet qualiftzierter gibt, müssen -entweder resignieren oder im Auslände unter den größten Entbehrungen ihr - Ziel zu erreichen suchen, wenn, sie nicht ' vvHer ' zusammen-, brechen. Kleine khronit. * Merkwürdige Lichtexpevimente mit Pflanzem Di^ Experten der Sektion für Agrikultur der. Bevemigten Staaten' . Amerikas berichten von den LichleMvimenten, iüe sie mit Pflartzen machten. Die E-inwirkun-g des - elektrischen Lichtes ergab die merkwürdigsten Resuttate-ZunäHst würde sestgestellt, daß Elektrizität das Sonnenlicht in ihren physiockgischen Folgen vollkommen ersetzt. Intensität und Dauer des Lichtes mußten -natürlich geMnei-nander abgestimmtwerden und eS ergaben sich daraus unzählige B-riat-ivnsmMljchkeiten. Das intensive Licht, durch zehn Stunden über die. Wanze gegossen, rief ein sehr rasches Wachstum hervor. Sechszchn Stunde» lang fortgesetzt, brachte es -bloß die Entfaltung der Blatter , zustande. So kam man dazu, an M -und derselben Pflanze dre ' charokteMrschen Merkmale ^eieic Saisons, zu .produzieren. Die eine Seite wird als ,-kurzer Tag", die 'änddiL als „langer gehandhabt und man steht die Blume /mit SM und, Mattem sich mach den' beiden Richtungen entfÄten. * Ane Frau bestimmt das von ihr zu gebärende Geschlecht voraus. Aus London schreibt man-:'-Frau Mont- - Heit-Erskin e,.die Gattin des Mgeordneten' Erskme, he- .- auftragte ihren Mann, der Presse folgendes -mitzuteilen: „Bor ' zwawstg -Jahren fand ich den S ch l ü!s s e l. zur Bestimmung des G-eschlechteS vor der Geburt. Hunderte von Frauen haben von meiner Weisheit profitiert und, meinen Anleitungen folgend, das Geschlecht geboren, das sie sich gerade wüns cht en. In Anbetracht der nationalen WichtrMt dieser'„Selbstbe-.' stinmmng des Geschlechtes", will ich es nicht länger verheimlichen und werde es an geeigneter Stelle publizieren." Frau Erskine betont, daß nur eine Mutter den Schlüssel der Bestimmung finden konnte. Sie selbst hat drei Söhne und eine- Tochter uno behauptet, dieses gesunde Verhältnis, das ein Gleichgewicht der Famrlie zur Folge hat, selbst bestimmt zu haben. Man darf mit Spannung der Veröffentlichung des „Schlüssels" und der Entschleierung des Mutteraeheimnisses entgegensehen. Frau Erskine wird es demnächst der Presse mit« teilen. * Ein schlechter Mathematiker. Die „Beicliner Morgenpost" erzählt: Ort der Handlung: Hintere-Plattform eines Wagens der Berliner Straßenbahnlinie ' 7. Mm. Bayrischen Platz steigt Professor Wbert Einstein, der Entdecker der Relätivitätstheorie, mit Gattin und Tochter qüf. Dir Professor unterhält sich mit. seiner Gattin über. den. Zustand'seiner Gesge, der das warme Wetter nicht gut tut. Der Schaffner tritt hinzu, kassiert und muß. auf eine Rentenmark' herausgeben.. Dave: passiert es Nnstein, datz er einen Mnfzimn'illiardenmLrkschein für einen Huwdertmilliairdenmarkschein hÄt. Er macht de» Schaffner - auf >den vermeintlichen Irrtum > aufmerksam. Der ,'Schaffner' rechnet ihm aber unfftänvlich' vor, daßer richtig Heransgegeben habe. Professor Einstein entschuldigt sich. Der SchLffner lächelt mitleidig und sagt, che er sich dem. nächste» Fchrgast zuwe.ndtzt: ^K-opfrechnen