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Wiener Morgenzeitung · 1924-07-19 · Heft 1949 (19.7.1924) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1949 (19.7.1924)
Date
1924-07-19
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Veit« 8 Men, Samstag Wiener Morgen zeitung. Alle Arten von Bankgeschäften Kommandite der Kroatischen Eskomptebank, Agram W ien, I. Seitzergane4 Kreditum Warengeschäfte Telephone: 60-4*82, 60-4*93, 63-4-83, 64-4*42, 68-4-78, 69-4-82 10465 Telegrammadresse > FpapobanK ... i—swo Volkswirt. Las neue Tankengesetz. Bon Dr. Heinrich Schreiber. Der Gesetzentwurf des Herrn Abgeordneten S t r e z r u* w i tz hat sich grundsätzlich und gründlich von der Vorarbeit der Bankenkontrollkommission emanzipiert. Er hat alles ausgeschieden, was nicht Schadenshaftung betrifft; ec hat mithin die Emissionspraxis, den Bezugrechtsschutz, die Reglementierung des Stimmrechtes nach Besitz und Besitzdauer, den Schutz gegen Maiorisierung und die Frage der Zwischenbilanzen, was alles im Gesetzesvorschlage der Kontrollkommission einbezogen war, außer Behandlung gelassen, offenbar in der Erkenntnis, daß einzelne dieser Partien schon im Verordnungswege berücksichtigt sind, die anderen den vielstrebigen Rahmen des Gesetzes, welches di^ krisenhaften Erscheinungen der letzten Zeit aus dem Bankgeschäfte treffen und ausmerzen möchte, sprengen und verbiegen würde. Die Haftpflichten sind demnach das Rückgrat des Entwurfes und sie sind derart abgesteckt, daß sie subjektiv die Mitglieder des Vorstandes der Aktienbanken und gegebenenfalls auch die Großa k-tion ä re jeder für sich und alle für einen erfassen und objektiv jede Handlung oder Unterlassung, die der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmannes zuwiderläuft, mit der Ersatzpflich-i belasten. Die sub jektiven Kriterien sind durch das Verbot gekennzeichnet, welches das Mandat des Verwaltungsrales einer Bank mit der privaten Ausübung des gesellschaftlichen Geschäftszweiges für nicht vereinbar erklärt, es sei denn, daß die Generalversammlung der Aktionäre diese Kumulierung gestattet. Die objektiven Tatbestände sind in xeichchaltiger demonstrativer Aufzählung aneinandergereiht. Sie umfassen in erster Linie pflichtwidriges Verhalten bei Gewährung von Krediten im Zuge von Aktienemissionen, bei geschäftlichen Beteiligungen und im Kundengeschäfte. Sie machen schultckar, wenn Lei der Kapitalsbeschaffung und bei Finanzierungen die Ausgabe der Aktien, die Einräumung von Dezugsrechten abweichend von den behördlich zugelassenen Konditonen erfolgt. Die Schuldhaftung begründen ferner solche Vorfälle, bei. denen Kundendepots ohne Auftrag der Einleger verpfändet oder veräußert, bevorschußte Effekten durch Borg überzogen werden. Zuwiderhandlungen, die ersatzpflichtig machen, sind natürlich auch solche Gepflogenheiten, bei denen die Sachwalter auf dem Rücken der Bank.spekulieren und in Abschlüsse eintreten, die für die Bank entriert wurden, und ihr umgekehrt Engagements aufhalsen, die als Eigenspekulation unternommen wurden. Man sieht, aus diesen Beispielen grinsen den Betrachter Vorkommnisse an, welche der herrschenden und leider noch nicht' überstandenen Krise ein besonders düsteres Gepräge geliehen haben. Das Bankengesetz will säubern, die Luft von stickigen Miasmen befreien und richtet daher seine Spitze gegen jene Faktoren, die den Aktienbanken vorstehen oder als Großaktionäre ihre Gestion ' beeinflussen und die, wie die letzten Begebenheiten erwiesen haben, verschiedentlich von. der öffentlichen Meinung den Anwurf einltecken mußten, daß sie gegen diese Pflichten gefehlt und die ihnen anvertrauten Interessen heillos geschädigt haben. Dem etwaigen Vorhalte, dckß schon das geltende Recht hinlänglich gegen solche Mißbräuche schütze und sie auch materiell ahnde, begegnet der Entwurf mit der Norm, daß die allfälligen strengeren Sanktionen die herrschenden .Gesetze nicht berühren, sondern vielmehr zur Nutzanwendung mit herangezogen werden. Ein Bank rech t im eigentlichen Sinne dieses Begriffes schafft der Entwurf nicht. Ihm genügt es, unter Abstandnahme strikter Gebote oder ^ar Verbote, ein erhebliches Maß von Verantwortlichkeiten zusammenzustellen und darauf Haftungen aufzubauen, welche die Bank vor Schaden bewahren und dadurch mittelbar auch ihre Kunden vor Auswüchsen schützen, die. wie die Erfahrung gelehrt hat, in einem Ueberschwange der Konjunktur auf die leichte Schulter genommen wurden, diese aber beim Umkippen der Spekulation wund und plattgedrückt haben. Unleugbar hat auch der abgeäuderte Entwurf sein« Stacheln, aber ebenso unleugbar zeigt er die löbliche Tendenz, sie nur gegen Element zu zücken, die sich nicht scheuen, dagegen löcken zu wollen. Deshalb ist auch die gcforderre Rückwirkung auf frühere Vorkommnisse glaitweg gestrichen. Kapitalsvermehrungen. „I b u ä", Vereinigte P ap!erw arenfa br ik en A.-G., vormals Julius Baumgarten «. Söhne auf zwei Milliarden Kronen. — Salzburger Kunstfilm-Industrie A.-G. Erhöhung des Aktienkapitals'von 200 auf 500 Millionen Kronen. Insolvenz der Julius Rütgers A.-G. Die Julius Rütgers Teer- und Naphtha-Industrie A.-G. in Wien ist unter Geschöftsaufsicht gestellt worden. Die Firma besitzt eine große Anlage, Raffinerie- und Paraffinsabrü in Angern und verfügt über einen ausgedehnten Zisternenpark, mit welchem sie das Rohöl aus den Produktionsge'bieten nach ihrer Raffinerie beförderte. Sie spielt auch in der österreichischen Teeriudustrie eine große Rolle. Das Frankentlearing für den Julitermin. Die Wiener BLrsekammer hat für das Arrangement der per ultimo Juli 11)24 schweben.en Schlüsse m Kabelzahlnng New-Hork gegen Zahlung Paris den Liquidationskurs mit 18 französischen Franken für einen Dollar festgesetzt. Um Zweifeln zu begegnen, wird nochmals aufmerksam -gemacht, daß bis Montag den 21. d., längstens 12 Uhr mittags, alle bis einschließlich 19. d. zwischen selbständigen Börsebesuchern per ultimo Juli 1924 geschossenen Geschäfte in Kabelzahlung New-Aork gegen Zahlung Paris bei der Wiener Börsekammer zu Händen des Sekretärs Dr. Hugo Hutteger. Bövsegebäude. Hakbstock, Schiedsgerichtskanzlei aufzuge'ben sind, unbeschadet, ob sie bereits bei der ersten (allgemeinen) Aufgabe oder mittels Nachträgen zu dieser auf gegeben worden sind oder nicht. Die Aufgabe darf nur dann unterbleiben, wenn beide Kontrahenten, ausdrücklich direkte Regelung vereinbaren. Insolvenzen. Der Kreditorenvercin meldet folgende Zahlungseinstellungen: Josef und Marie Mazel, Gemischtwarenhandlung, 15. Bez., Mariohilfergürtel 49; Richard Schwarz, Kaufmann, 6. Bez.. Grabnergasse 10 (Konkurs): Adolf Schick, Gemischtworenhändler, 16. Bez., Enenkelgasse 22; Franz Jawvrnik, Lebensmittel- und Spezereihändler, Graz: Armin Gottfried u. Co., Salzburg; Hubert Sandner, Schneider, Bruck o. d. Mur.; Marie Zentner (Sascha), Graz; Franz Tomitsch, Kaufmann, Leoben; Franz Trost, Tischlermeister, Enns; Hans Hecht, Kaufmann, Linz; Johann Matschy, Händler, Graz; Anton Wieser, Kaufmann, Krennhof; Strecker u. Co., G m. b. H., Wotfsberg; Konrad Theutzl, Händler, Schwaüberg; Heinrich Lau, Schuhgeschäft, 18. Bez., Neulerchenselderstratze 76; Hans Freyka, 4. Bez., Rechte Wirnzeile 37. Vorsicht bei der Warenumsatzsteuerzahlung für Auslandspostpakete. Soferne nicht ein gegenteiliger Auftrag beim Zolloberamte -erliegt,, werden Auslandspostpakete den Adressaten verzoll t durch die Post zugestellt, die Warenumsatzsteuer bereits berechnet und dem Bezieher an gelastet. Es kommt jedoch sehr häufig vor, daß der Absender die genaue Angabe des Wertes unterläßt. In diesem, FalleMird der zwanzigfäche Voll zur Grundlage der Berechnung der Warenumsatzsteuer genommen. Da aus diese Weise oft ein Vielfaches der Warenums-atzstener ein gehoben wird, empfiehlt der Hauptverband der österreichischen Kaufmannschaft den Kaufleuten dringendst, in solchen Fallen die Annahme der Postpakete zu verweigern und dieselben an das Zollamt zurückgehen zu lassen; der betreffende Kaufmann ist dann berechtigt, gegen - Vovweis der FcÄtura die Berechnung der Warenumsatzsteuer nach der Einsuhrfaktura verlangen ein Vorgang, durch den er eine übermäßige Warenuwsatzsteuervorschreibung vermeidet. Am zweckmäßigsten ist es allerdings, die Absender zu veranlassen, in der Zollinhaltserklärung stets den Wert der Sendung anzugeben. Neues russisches Dilbergeld. Das russische Volkskommis, sariat für Finanzen hat die Prägung von neuen Silbermünzen, Fünszigkopekenstücke, im Werte von 20 Millionen Rubel begonnen. Diese Münzen sind zur Vermehrung des Metallgeldvorrates der russischen Staatsbank für die Zeit des Airkaufs von Brotgetreide aus der diesjährigen Ernte von der Bauernschaft bestimmt. Rückgang der Gewerbeanmeldungen in Wen. Die statistische Abteilung des Wiener Magistrats berichtet, .daß im Jahre 1028 insgesamt 21.780 Gewerbe ainmeldungen in Wien erfolgt sind. Gegenüber dem Jahre 1922 ist ein Rückgang zn verzeichnen, da in diesem Jahre 24.886 Anmeldungen erfolgten. In den letzten Jahren macht sich überhaupt sine rückläufige Bewegung bemerkbar. Während im Jahre 1920 mit 28.460 Gswerbeanmelldungen die Höchstzahl erreicht wurde, ist in den uachsolgenden Jahren ein ständiger Rückgang zu verzeichnen. So wurden im Jahre 1921 nur mehr 25.506 Anmeldungen eingereicht. Von den 21.780 Gewerbeanmeldungen nn Jahre 1023 entfällt die größte Zahl aus Ne Leopoldstadt mit 2860, dann kommen die Landstraße mit 1601, Ottakring mit 1524, Favoriten mit 1210, Hernals mit 1162 und Margareten mit 1080. Alle übrigen Bezirke weisen niedrigere Zahlen aus. An letzter Stelle stcht Döbling mit 557 Gewerbeanmeldungen im Jahre 1033. Van den Anmeldungen im Jäh re 1923 entfallen 13.193 oder 63,79 Prozent auf den Handel und 7488 oder 36,21 Prozent aus Gewerbe und Industrie. Krise in der amerikanischen Industrie. Ein New-Dorker Bericht, der im letzten Heft des „Manchester Guardian Comrnercial" veröffentlicht wird, gibt ein äußerst pestimistisches Bild der gegenwärtigen Wirtschaftslage in den Vereinigten Staaten. Die Baumwollproduktion ist danach im Mai dieses Jahres 14 Prozent unter dem Stande vom April geblieben und 33 Prozent unter den Zahlen des Monats Mai 1923. Me Produktion von 413.659 Ballen im Mai 1924 stellt das Minimum in der amerikanischen Produktion seit Juni 1921 dar. Es waren im ganzen 30,498.166 Spindeln beschäftigt, gegenüber April ein Rückgang von über 1,6 Millionen Spindeln. Auch in der Wollindustrie ist die Beschäftigungslosigkeit im Zunchmen. In der Eisen- und Stahlindustrie beträgt die Produktion gegenwärtig etwa 80 Prozent des Höchststandes, der Absatz zeigt dagegen einen noch stärkeren Rückgang und beträgt im Inland etwa ein ■ Drittel der Aufnahmefähigkeit. Selbst in der Bauindustrie, die als einzige noch eine gewisse Aktivität zeigt, hat die Nachfrage für Koustrultionsstahl in den letzten Wochen stark nachgelassen. Die Rückgänge m der Industrie zeigen ihre Rückschläge auch im Kohlenbergbau, in dem die Arbeiterlöhne vor kurzem um 20 Prozent heruntergesetzt werden mußten. In Illinois sind von 80,000 Bergarbeitern 30.000 gänzlich arbeitslos, während der Rest noch nicht an zwei Tagen dex Woche Beschäftigung.finden kann. Der Bericht 19. Juli 1924 ________ Ar. 1949 sieht voraus, daß der nächste Winter in den Bereinigten Stagähnliche Arbeitslosigkeit bringen wird wie im Winter 1921 Exportmöglichkeiten, die bei der Ueberspannuna der heimischen Konsumtionskrast allein Abhilfe schaffen konnten, werden außerordentlich pesslmistisch beurteilt. Das Sbippingboard h-at sich mfolge der außerordentlich ungünstigen Lage in der sich unter diesen Umständen die amerikanische Schiffahrt beendet. veranlaßt gesehen, einen Fonds von 67 Millionen Dollar für den Ausbau der jetzt stilliegenden Teile der Handelsflotte zu verwenden. Die Schiffe sollen mit modernen Dieselmotoren versehen werden und so bei den großen Ersparnissen an Brennstoffen die Konkurrenzfähigkeit der amerikanischen Handelsflotte steigern. Der Bericht gibt sich indes auch in dieser Richtung keinen allzu großen Hoffnungen hin, da man nicht emsehen könne, wie bei dem Stilllegen des Frachtenmarktes und bei dem Rückstand, in dem sich die amerikanische Schifffahrt überhaupt infolge der Versäumnisse der Vorjahre befinde, die Modernisierung der Schiffe für erste fruchtbringende Ergebnisse mit sich bringen könne. Devisen- und Balutenkurse. (Mitgeteilt von der Oesterreichischen Nationalbank.) Vi8t» 19. ImH 17 Geld Ware Geld . .71,11 War* Amsterdam |., holl, dulden aeooo.-r 27000.^. 2fi9oo.- 27770- Apram 1 Wx. Kronen . . . 531.- P40— ->36.— 540— Belgrad 1 ninar .' ^36.- «40— 585.— «46— Rarlln* 1 deutsche Pelchsmark 16925— 168V)— 16050— Brüssel 1 hei gische Franc« 3224.- 3230.- 3224— 32)6— Bndacest** 1 ungarische K^nen 88— »fi— «8— puVareRt f l.ef ...... im.~> 313— 318— W— ThrlsHanla 1 norwep. Kronen 0541.-* 0580.- PW— PS70. - Konenhasteii J dänische Kroapr inst..-, 1142Qtm* 1138%*** 1142)— f.nndno t Phtnd Sterling , . 31'0^0.— 311(100,™ Zir^n.- 811000— Mpdrld t Pesetas o?80.— 9320— P38i.- 9420— Mailand 1 Ure..?0P9.~ 3071— 3049.- 3061— New YorV 1 Dollar. 7na?s._ 71185— 70036— 7H85— •Paria 1 Francs ...... S627.- 8843— 3867— 3633— Prasr 1 tschecho-rslow, Kronen 2113— 211.0— 2110— Sofia t T.ewn ...... Stockholm » seh'aredlscheKronnr 512,^ 516— 512— 516— 18780— 18720— 11*780, * Werschau**'’ | polnische Mark 135W,- 13850— 13550— 13650— Zürich 1 schweizerische Francs . «2915.- 12955— 12915— 12965— Noten Amerlkah. Koten v. 5 Dollar aulvir. Tr>4fin.— 70860— 70460— 70860— _ „ . kleinere . , . Relßlsche Noten 100 Francs . , 703R0.- 70760— 70360— 70760— 3130.- 3210— 3180— 32|0— Bulgarische Noten zu 1000 Lev« . 485.— 494— 606— 514— . . , mo . . „ * . kleinere , . . Dänische Noten 100 Kroner . . 458.- 474— 4«8— 494— 11-240.— 11320— 11210— 11326— Deutsche Noten*.. 18520.- 16640— 16520— 16640— . „ .100 » . . » , kleinere* . . . Engl, Noten von 5 Llvreat. aufw. 18420.— 16540,— 16420— 16540— 308200,- 309816— 398700— 309800— « » kleinere ..... 3080f0,- 309500— 30860!)— 303600— Fransfislsche Noten 100 Francs . WO,~ 3630— 3540— 3670— Wendische Noten 100 Gulden , 26600,- 2680)— 268'‘0— 3080— 3<W0— 26800— Ha ie Ische Noten v. 100 Lire aufw, 3060.- 3080— . kleinere . . . 3030— 3050— 3030. mf 3050— Jngosl, Noten ungest. zu 1000 Dinar 832 - 838— 835»— 841— . . . „ 100 . , « » » kleinere . . Norwegische Noten 100 Kroner . 822.- 828— 825— 8*1— 9420.- 9500— 92t 0— 0290— Polnische Noten *** ..... 13510,— 13670— 1351"— 13650— » „ kleinere . . . 13330.- 13470— 13310— 1345"— Rumänische Noten zulOOO u. 500Lej 307.- 311— 314.» 318— , kleinere . . . Russ. Noten (Roman,) zu 500 Rubel 297.- 301— 304— 308— —— —— . , . kleinere, . Schwedische Noten 100 Kronor , 18510— 18610— 18510— 18610— Schweizerische Noten 100 Francs. 12915.- 12063— 120)0— 12980— Spanische Noten 100 Pesetas . . Tschecho-slow. Not, v.1000 aufw, 9160— 0240— 0260— 9340— 2087— 2103— 2082— 2098— , , kleinere . 2082.- 2098— 2077— ^693— Türkische Pfund-Noten. 34100— 34000— 34100— 34000— Ungar, Noten** (n. Ern.) zu lQOOKr. . .zu 10.000 Kr. . , , 84,25 87.25 84.30 87.30 . . kleinere. 79.25 82 29 79.30 82.37 G N M6UI6IC i « | Om'mv . 0-0 i * Für eine Billion Mark, ** für 100 ungarische Kronen. *** für 1 Zloth aufwärts./ Wiener Börse. Freundlich. Der Verkehr an der gestrigen Börse war zu Beginn m* folge des Telephonstpeiks* ziemlich eingeschränkt. Dazu kam noch die bevorstehende zweitägige Bövsenruche zu Wochenende. Obwohl anfangs ausländische Aufträge u-nd Meldungen über die Prager und Budapvster Börse fehlten, war die Stimmung dennoch eine zuber-sichtliche. Im weiteren Verlause des Verkehrs übt« die Erleichterung der Verhältnisse -auf dem Geldmarkt einen günstigen Eindruck. Der Geldfatz senkte sich von 0,54 auf 0,96 Prozent. DaS Anbot überstieg die Nachfrage. Die freundliche Haltung blieb gegen Schluß der Börse nach dem Eintreffen der Prager und Budapester Börsenberichte erhalten. Der Verlauf der Londoner Verhandlungen fand bei der Beurteilung des Geschäftsganges die gebührende Anerkennung. Sehr günstig wirkt« auch der Umstand, daß von notleidenden Firmen nicht mehr gesprochen wurde. In der Kulisse gewannen, wie am Vortage, Papiere ungarischer Provenienz und Montanwerte.. Bon den Bankwerten profitierten Britisch-ungarische Bank 1000 K., ungarische Kredit 8000 K. und Unionbank 2000 K., während Bankverein 100y K-, österreichische Kredit 2000 K. und Länderbank 500 K. «inbüßten. Bon den Jndustrieaktien' der Kulisse notierten Staatsbahn um 2000 K., Alpine Montan um 3000 K., Krupp um 6000 K-, Skoda um 5000 K-, Salgo um 5000 K., Trifailer Kohlen um 15.100 K. und Gummi Semperit um 3000 Khöher. Dagegen verloren Siemens 1900 K-, Timber 8000 K. und Brünner Maschinen 6000 K. Im Schranken war die Stimmung eine um viele? bessere als am Vortage. Die Bankwerte änderten nur in ganz unbedeutendem Maße ihre Positionen vom Vortage. Transport-, Brauerei- und Petroleuntwerte wiesen dagegen eine bnrächtlsche Kurssteigerung auf. So stiegen. Donau-Dampfschisfahrt um 35.000 K., Genußscheine der Donau-Dampfschiff ahrt um - 35.000 K., Navigazwne um 100.000 K., Linzer Braubank um 8000 K-, Gösser und Liesinger Brauerei um je 20.000 K., Grazer Brauerei um 30.000 K-, Carborundum um 10.060 K-, Jungsbunzlauer Spiritus , um 90.000 K., Teerag um 10.-000 K. Pon den Petroleumwerten besserten sich Fant« um 7000 K., Galieia um 10.000 K„ Schoduiea um 13.000 St. Auf dem Anlagemarkt senkten sich österreichisch'' Kronenu,nd Goldrenten. Bezu'gsreM.: Adria-Seeschiffcchrt 100.000. Von derWxoten notieren: 'Mraznica 86.000 big 40.000, Tepege 38.000 biß 42.500. Universale 18.200 bis Geld,

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