Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1949 (19.7.1924)
- Date
- 1924-07-19
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2979076-2980834-2981032--19752-3006924- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
I ■'it^/QaUtaQ / Set Sude vor dem Richter. In einer Besprechung der sonderbaren Urteile hakenkvSüglertscher Md rassenschützlerischer Richter, in der letzten Zeit lest» wir die folgende Reminiszenz an die zaristische Gerichtsbarkeit tm alten Rußland, die ebenso aus Bayern oder Horthy-ülngarn stammen konnte. Vor dem russischen Richter erscheint Iwan als Kläger gegen seinen Nachbarn Stephan, der ihm einen Stein durchs Fenster geworfen und erheblichen Schaden verursacht habe Stephan leugnet glatt und der Kläger wird verhalten, für feine Beschuldigungen einen Tatzeugen beizubringen. Iwan kehrt bald mit dem jüdischen Hausierer Jankel Aazarowitsch S ch u d o n o w i tz k i zurück, der Augenzeuge der Missetat des Iwan gewesen ist. ,Lhrde, sprich die Wahrheit," begann der Richter das Zsngenverhör. „Haft du gesehen, wie Stephan den Stein durch dar Fenster des Iwan geworfen hat?" ,^Jawohl, gnädiger Herr!" antwortete Jankel. „Ich habe «S nicht rmr gesehen, -sondern wäre dabei beinahe nms Leben gekommen." „Wieso denn?" , ,Hwarr und ich standen vor seinem Hanse am Fenster und sprachen miteinander, als Stephan deS Weges kam, einen großen Stein von der Erde aufhob und mit dem Rufe: He:. Jud!" gegen mich schleuderte. Ich wich dem Wurfe aus und der Stein flog ins Fenster und zertrümmerte die Scheibe in tausend Stücke." „Ach so!" war der Richter sofort mit dem Urteil fertig. „Dann ist ja der Stephan nicht schuldig, da er doch gar nicht die Absicht gehabt hat, Iwans Fenster zu zertrümmern. Nun ift aber das Fenster doch zerbrochen worden und das Gejetz fordert, daß jemand für den Schaden, aufkomme. Du, Jankel Lazarowitsch Schudonowitzki wirst im Na.men Sr, Majestät deS Kaisers und des Gesetzes verurteilt, Iwan den Schaben zu ersetzen, da du, nach deiner eigenen Aussage, schuld daran bist, daß Iwans Fenster zertrümmert wurde. Denn wärst du ruhig stehen geblieben, hätte der Stein niemals das Fenster des Iwan zertrümmern können." * Der zweite Fall, der hier angeführt werden soll, ha: sich erst vor kurzem ereignet und ist dank der Klugheit des Verteidigers für den Juden glimpflicher ausgefallen. Vor einiger Zeit kaufte ein jüdischer Fleischhauer in einem Dorfe bei Czenstochan bei einer dortigen Bäuerin ein Stück Vieh. WS dann der Bauer heimkehrte Md von seinem Weibe erfuhr, um welchen Preis fie das Vieh verkauft hatte, geriet er in große Wut und prügelte fie. Di« Bäuerin riet nun ihrem Mann, dem Juden rasch nachzusahren und ihn unter der Beschuldigung verhaften zu lassen, daß et das Vieh gestohlen ha'be. So würden sie nicht nur ihr Vieh zurückerhalten, sondern überdies noch, eine hübsche Summe Geldes haben. Der Bauer folgte dem Rat, der Jicke wurde verhaftet und nach längerer Untersuchungshaft vrmr Kreisgericht in Czenftochau wegen Dtestahls zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Der Richter glaubte dem Bauern und der Bäuerin mehr als den heiligen-Erden des Juden, der immer jammerte, daß er unschuldig sei. Der Verteidiger des verurteilten Juden war außer sich, denn er war von der Unschuld seines Klienten überzeugt. Plötzkich b>rmnt ihm folgende Idee. Er bat den Gerichtshof um die Erlaubnis, unter den Zeugen und den Zuhörern eine Sammlung zugunsten der Familie des verurteilten Juden, die jetzt in Abwesenheit ihres Ernährers darben müsse, zu veranstalten. Die Erlaubnis wurde erteilt. Der Rechtsanwalt ging nun im Saale absammeln und erhielt auch von der Bäuerin, bei der der Jude das Vieh gekauft hatte, zwei Zloti für die arme jüdische Familie. Kaum überreichte die Bäuerin das Geld, wandte sich der Advokat an den Vorsitzenden des Gerichtshofes: ,-Sehen Sie, Herr Präsident, die zwei Zloti sind falsch!" Da rief die Bäuerin entrüstet dazwischen: „Das ist von dem Geld, daS ich von dem Juden bekommen habe!" Was dann folgte, war ein natürlicher Szenenwechsel. Di? in die Falle geratene Bäuerin legte ein reumütiges Geständnis ab, aus dem sich der oben geschilderte Sachverhalt ergab. Der Jude wurde freigesprochen und das schlaue Bauernpaar wandert« ins Gefängnis. Wenn aber der noch schlauere Advokat nicht den schönen Einfall gehabt hätte oder die Bäuerin ihm nicht aufgesessen wäre, dann wäre eben auch der Fall des jüdischen Fleischhauers von Czenstochau nur einer der vielen gewesen: Der Jude vor dem Richter. «er Pharao unter Wudiger Wache. Der Streit um Tritankhainen. Aus London wirv uns berichtet: Die ägyptische Regierung hat ine Ankündigung Howard Carters, daß er sich auf dem Wege nach Aegypten befinde, um die Arbeiten an dem Königsgrabe von Luxor sortzusetzen, mit öer Erklärung beantwortet, daß Carter, bevor er seine Jolschertätigikeit fortsetzen darf, folgende Bedingungen erfüllen müsse: Carter, die Vertreter der Erben des Lord Carnarvon und Carters Rechtsanwalt müssen in feierlicher Form Abbitte leisten für die verletzenden Behauptungen, die sie gegen die ägyptische Regierung und> gegen den Minister für die öffentlichen Arbeiten vorgebracht haben; Carter dürfe das Königs grab nur besuchen unter ständiger Kontrolle von ägyptischen Beamten; Carter muß alle Nachrichten über den Verlaus seiner Untersuchungen zuerst , dem Ministerium für öffentliche Arbeiten vorlegen, das sie dann in Aegypten verbreitet, bevor es gestattet wird, daß sie dem Auslande gemeldet werden. Die letztere Bestimmung ist für Carter besonders unan« genchm, da er aus dem Vermögen der Familie Carnarvon Wiener MoLgenzettrmü. " - ' keinnamhaften Gelaunter ftützun gen oder Gehälter mehr beziehen kann, da das Vermögen des Lords unter seine vier Kinder aufgeteilt worden ist, nachdem es um etwa 80 Prozent durch die englische Erbschaftssteuer vermindert wurde. Carter kann seine Untersuchungen nur dann mit Erfolg fortsetzen, wenn er durch die journalistische Verwertung seiner Arbeitsergebnisse sich ernähren kann. 8ine angekündigte Erdbebenkatastrophe. (Eigendientft der „Wiener Morgenzeitung".) London, 18. Juli. Englische Blätter melden aus New-?1ork, daß Prof. David Tobb, der Leiter der astronomischen Abteilung des Amherst College in P h i l a d e l pH i a, ein.noch katastrophaleres Erdbeben als jenes, welches Tokio Heuer heimge sucht hat, voraussagt. Nach seiner Meinung dürfte das Erdboden für die nächste Zeit, vielleicht gar für die nächsten Tage, zu erwarten sein. Besonders gefährlich würde sich nach seiner Auffassung das Erdbeben für New-Jork geMten. Unterhalb New- Norks befinden sich gegenwärtig im Erdinnern zwei gefährliche^ Strömungen. Das 20 Millionen Tonnen^Gewicht der Gebäwde New-Iorks übe schon auf die Erdkruste einen bedenklichen Druck aus und auch die immer zahlreicheren Bohrungen nach Petroleum stören nach seiner Meinung das statische Gleichgewicht der Evdobevfläche. Kein Gelehrter wage vorauszusagen, welche Folgen eine Störung dieses Gleichgewichtes haben könnte. Es könnte jedoch ein furchtbarer Einsturz der Erdoberfläche und eine radikale Aenderu'ng des Klimas eintrcten. Nie Faden in Kanada. Laut der letzten, 1921 in Kanada durch geführten Volkszählung befanden sich damals im Lande 126.193 Juden,- das sind 1,44 Prozent der allgemeinen Bevölkerung. Von diesen wohnten in den zwei größten Städten: in M ont real 42.717; in Toronto 43.619; der Rest in den anderen Städten und auf dem Lande. Infolge der Einwan d e r u n g s s p e r r e ist die Zuwanderung sehr minimal. So zum Beispiel wanderten ein: Im Jahre 1916 65, 1917 136, 1918 23, 1919 22, 1920 116, 1921 2763, 1922 8404, 1923 2783 Personen. Im Lande gibt es ncüh den Jnwrmationen der ,-Jca" 12 jüdische Kolonien und eine Anzahl Ile iner j üdischer Siedlung en. Diese Kolonien und Siedlungen erhalten sich zum überwiegenden Teil aus eigenen Kräften. Die Jca gewährt ihnen bloß Kredite gegen kleine Zinsen (5 Prozent) und gibt Zuschüsse für die Erbauung von Schulen und öffentlichen Gebäuden. Die Ernte in den jüdischen Kolonien erbringt jährlich ungefähr eine Million Dollar. Man schätzt, die Zahl der jüdischen Farmer in Ost- und Wesh- Kanada auf 600 Familien mit 3000 Seelen, die 1,225.600 Acres Land bearbeitem Las Eisenbahnunglück in Rallen. Drei Tote, 23 Schwer- und 100 Leichtverletzte. Ans Rom wird uns gemeldet: Zum Eisenbahnunglück bei Saranno wird bekannt, daß die drei Toten der Zugsführer und zwei Frauen sind. Schwer verletzt sind 23Personen, darunter zehn fa st h o f f n u n g slos. Die meisten haben Kopfverletzungen. Leicht verletzt sind etwa 100 Personen. Der Umsang des Unglücks erklärt sich daraus, daß der Zug mit einer Geschwindigkeit von 50 Kilometer auf die entgleiste Lokon'.otive stieß. Der unverletzt gebliebene Lokomotivführer erklärt, nichts Auffälliges bemerkt zu haben. Die Strecke sei ihm vollständig in Ordnung erschienen. Man glaubt, daß di« Ursache des Unglücks in der Lockerung der Schrauben an den Schienen infolge der großen Hitze liegen dürfte. kholera i« Budapest? Ans Budapest wird uns gemeldet: In einer Polizeiwachstu'be ist ein Wachmann unter choleraverdächtigen Erscheinungen erkrankt. Er wurde in em Jsolierspital überführt, wo er unter Beobachtung gehalten wird. Las Alkoholverbot in Norwegen. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung") Dlfo (Chriftiania), 18. Juli. Das Mkoholverbor in Norwegen wird, da die Regierungsvorlage auf AufhebuM des Verbotes im Ode lsthing gefallen und die Stellung des Lngth ing s nicht zweifelhaft ist, auch weiterhin aufrecht bleiben. Welchen Umfang der Alkoholschmuggel in Norwegen cnlgenommen hat, geht aus einer Regierungserklärung hervor, wonach allein im vergangenere Jahre nicht weniger als 600.000 Liter Branntwein beschlagnahmt wurden, was jedoch nicht einmal den zehnten Tail der tatsächlich geschmuggelten Menge bedeuten soll. Von einem wirksamerl Alkoholverbot könne somit keine Rede sein; sonst wäre es auch nicht nötig gewesen, im vergangenen Jahre auf je 10.000 Einwohner Christianias 870 Verhaftungen wegen Trunkenheit vorzunehmen. Niemals sei in Norwegen der Alkoholgenuß so stark gewesen wie zur Zeit des Verbotes. Die Schmuggler seien ans das glänzendste organisiert und ausgerüstet. Sie verfügen über Motorboote, an deren Schnelligkeit nicht einmal die Schisse der Kriegsmarine heranceichen. Außerdem hätten sie besonders konstruierte Scheinwerfer auf den Schmuggelschiffen änbringen lassen, mit denen sie ihre Verfolger blendeten. Bei der Zerklüftung der norwegischen Küste, sei die. Durchführung des Altoholverbotes und die Unterdrückung des Älkoholschmuggels ein Ding der Unmöglichkeit. Wenn Schnuigglerboote abgefangen' würden^, so sei dies nur auf Zufall oder Verrat zurückzuführen. -*-■ r 19. JuNMck Mt Lie Bergiftnngeu durch Vanilleeis. ParMyphus-BgMen. > Kürzlich würbe von mehreren Erkrankungen. .berichtet, die im Anschluß an den Genuß von Vanilleeis in Wien aufgetreten sind. Im Zusamrmnhang mit dieser Meldung gewinnt ein Artikel aktuelles Interesse, den Dr. Alfons Gersbvch, Assistent am Hygienischen Institut ,in Frankfurt am Main, in der letzten Nummer der ,„K l i nisch e r Woche n s ch r if t" über Ba.mllever* giftungen veröffentlicht. 5 - " Die ersten derartigen Evkranküngen wurden im Jahre 1825 in Pat'\s festg-estellt, wo damals plötzlich «mehrere hundert Personen, die im Cafe Palais Royal Vanilleeis verzehrthatten,- unter ch o le.ra ahn l i ch e n E r s ch e i n u n g e n erkrankten. „ Das Krankheitsbild dieser uitib ähnlicher Massenerkrankungen, die in dein «folgenden Jahrzehnten unter anderem in Altona, München, Berlin und Wien beobachtet wurden, zeigten «stets, heftige Magen- und Darmerscheinungen. In .schweren Füllen traten Komplikationen von feiten des .Gehirns und des Gefäßsystems auf. ■; Was nun die Ursachen dieser Erkrankungen.betrifft, so wurde eine Reihe von Theorien aufgestellt. Die einest «waren der Ansicht, daß in den Vanille ein Pflanze n- «Parasit sei, die anderen gaben d'ie Schuld an den Er-, kvanißuugen der - F ä l s ch u n g der echten Vanillesrüchte durch sogenanntes Vanillin, Vanillesrüchte minderer Mt-e -und giftiger Natur. Wieder andere machtenVer- «unreiniigungen der Vanille gelegentlich dev Konservierung und Aufbewahrung - für die Erkrankungen, verantkich. Nach der Theorie Kupke soll 'das in der Vanille enthaltene Vanillin der schädigende Faktor sein, Die Ungiftigkeit des Vanillins wurde aberin Fütterungsversuchen .an K an in ch en rachgewiesen. Am glaubi würdigsten erscheint dem Verfasser des Artikels nur eine Theorie Wassermanns, dev an bestimmte Bakterien denkt, die durch Vanillin in ihrem Wachstum gefördert und dadurch stärker wirkend werden. Versuche -haben nun ergeben, daß Vanillin von nicht zu hohem Gehalt in der Tat auf manche Bakterien einen stark Wachstums) rdernd'en Einfluß ausübeu kann. Der Umstand, daß bei den letzten in der Medizinischen Literatur mitgeteilten Fällen viermal sogenannte Parathphusbazillen als Erreger nachgewiesen werden konnten, daß aber derselbe Bazillus in der Zeit von 1900 bis 1913 'bei, über sechshundert Erkrankungen und sechzehn Todesfällen nach Genuß von Mich- und Mehlspeisen ohne ' Michear VanMnzusatz beobachtet wrrrde, legt nun die Frage nahe,!ob nicht di« Vergiftungen durch. Vanillespeisen, die dach' alle auch.Milch- und Mehlspeisen sind, auf die gleichen Erreger zurückzuführen sind. ’ , ,, , Mr die Entstehung dieser Erkrankungen spielt nMvlich die U n f a u b e r k e i t der Zubereitung eine große Rolle. Ost ist das Gericht am Tage vorher zubereitet und dam im fogananntÄr Kühlraum oder in dev Vovratskammer ousbewahrt worden. Für die Entstehung dev Erkrankungen durch Bakterien spricht übrigens auch dev Umstand, daß die meisten in der h e i ß e n I o h re s z e i.t Vorkommen, in der die Verbreitung und. Vermehrung der auf den Darm einwirkenden Bakterien viel größer ist. Es dürfte sich m der Mchrzahl der Fälle um sogenannte paratyphöse Infektionen handeln, die den Fällen mancher Fleisch-, Fisch-, Wurst- sowie den Milch- und Mehlfpeisövergkftungen Mr Seite zu stellen sind. Die Bezeichnung „Banillevergfftung" nmßte als irreführend fallen gelassen werden. Die Iiamantmbörse in AutwrOrn. Bisher wußte und sprach man nur von bei DiamantenstM und der Diamantenbörfe von Amsterdam. In den letzten Jahren ist dieser Weltzentrale des Diamna^ntenhandels eine starke Konkurrenz rtt Antwerpen erwachsen. In Antwerpen gibt es, genau wie in Amsterdam, mehrere Winkelbörsen, dann «ine Art Vorstufe Mr eigentlichen großen Börse, den „Fortuna'- Klub", aber die eigentliche Börse sind diese,Stellen, wo gleichfalls unevmäßliche Schätze von Hand zu Hand wandern, nicht. In der großen Börse finden Unberufen« oder Händler von zweifelhaftem Ruf nicht leicht Eingang. Der Sekretär des FortMa-Eubs, Herr Dubon, erklärte einem, unserer Mitarbeiter, daß die Aufnahme in diese Börse, die gegenwärtig Mva 3500 Mitglieder zählt, nur auf Grund einer sehr strengen Ballotage möglich ist. Der Aufnahmswevber muß den Nachweis unbedingter Korrekcheit und durchaus makelloser Vergangenheit erbringen, ehe er -aufgenommeu wird. Die Diamantenbörfe unterscheidet sich vor ollem von den übrigen Börsen, «daß in ihr förmlich Totenstille herrscht. Die Besucher erscheinen in ihrem ganzen Gehaben wie die tadellosesten Gentbmen, vornehm, ruhig und gelassen im Verkehr, ohne Lärm. Was besonders ausfällt, ist der Umstand, daß in der Diamantenb'örse nicht geraucht wird, und zwar deAhalb nicht, weil die Lust des Saales rein erhalten bleiben nmß. Eine sorgfältige,-genaue Prüfung von Diamanten und Brillanten ist nur in absolut reiner Luft möglich. „Es wäre ja", erll.-ri uns ein Drrstandsmitglied, „zum Beispiel auch rationeller, wenn dieser große Saal Oberlicht erhielte. Da jedoch die Eigenheiten des Diamanten in dem von oben hereinströmeuden Licht nicht so scharf beobachtet -und sicher sc-stgestellt werden können, wie .es notwendig ist, müssen wir uns mit gewöhnlichen Fenstern begnügen." Die Diamantenagenten sprechen im Saale miteinander'leise, fast flüsternd. - Aus kleinen Päckchen — Ea-chets — nimmt ein Agent einen Stein heraus, der in dem mächtigen, sanft beleuchteten Saal seine sn^nkelnden